WoWu hat geschrieben: Mi 05 Jul, 2017 22:06
Ich glaube, dass da nur eine Verwechslung vorliegt.
Es gibt Produkte für Consumer, ambitionierte Consumer und den oberen Film Markt.
Das Missverständnis liegt darin, dass jeder jeweils meint, für die gehobene Gruppe mit seinem Equipment arbeiten zu können.
Der Handyfilmer meint schon im Pro-Bereich zu arbeiten und der Fotoknipsen Besitzer meint er könne damit schon den kommerziellen Filmbereich aufmischen und Firmen wie ARRI, RED -um nur die beiden zu nennen- seien völlig obsolet und deren Kameras könnten auch nicht mehr, als die Fotoapparate.
Das spiegelt sich hier auch im Forum wieder.
Jeder, der sich ernsthaft mit dem Thema -auch im Detail- auseinander setzt wird entweder als Pixelzähler bezeichnet oder mit den üblichen Argumenten erschlagen .."nur der Inhalt zählt" ... oder ... " geh' lieber raus und dreh einen Film".
Dabei finden viele von denen gerade mal den roten Knopf der Kamera und wenn man sich die Menge der miesen Filme bei Youtube mal anschaut, dann spricht das für sich (auch die, die da vermeintliche "Kunst" eingestellt haben).
Kunst ist es immer dann, wenn man es nicht besser hinbekommen hat.
Das Missverständnis liegt darin, dass Niveau mit Gerätschaften gleich gesetzt wird.
Kameras stellen Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung - damit mehr oder weniger gut umgehen zu können, bestimmt das Niveau.
Die Geräte nähern sich dieszgl. immer weiter aneinander an.
stark komprimiertes 8bit 422 beschränkt im Vergleich zu RAW natürlich gewaltig. Wenn aber auch Consumer-Geräte RAW bieten, verringert sich der Unterschied zu prof-Geräten doch erheblich.
Red will ja nun sogar ein Telefon anbieten, das zusammen mit einem Kameramodul in Richtung der Helium geht.
Die Menge der miesen Filme bei Youtube wurde eben auch oft mit teuren prof-Kameras gedreht.
Wenn ich die Glotze anschalte, überrascht mich die "Qualität" eben auch recht häufig - obwohl da Leute am Werk waren, die dafür bezahlt werden und vom Filmen leben - und die benutzen Geräte aus dem Pro-Bereich.