Ich versuchs erst gar nicht mehr. Der Imagefilm-Drops ist für mich gelutscht, das zieht mich nur runter. Matthias hat institutionelle Kunden. Das ist sicher etwas anderes als ein für mich erreichbarer schwäbischer Mittelständler, der sich einen Imagefilm produzieren lassen will, weil der Schraubenhersteller in der Nachbarschaft auch einen hat, diesen toppen will und dafür 5.000 Euro Budget zur Verfügung stellt, im Zweifel aber darauf besteht, dass seine Ehefrau nach drei Drehbuchrevisionen in einer prominenten Rolle mitspielen muss und hinterher erst nach einem kostenlosen Nachdreh bezahlen will, weil die Ehefrau findet, dass in der ersten Fassung ihr Doppelkinn zu sehen ist.)) Okay, das war meine schlimmste Erfahrung, aber so etwas kam in milderer Form öfter vor und trieb mich regelmäßig in eine Sinnkrise. Insofern Chapeau an Matthias, dass er einen respektablen Kundenkreis aufgebaut hat.pillepalle hat geschrieben: Do 02 Jul, 2026 16:41 Ich hab's jahrelang mit Understatement versucht, aber das ist auch nicht die Lösung :) Auch wenn die meisten das verstehen, wertet das deine Arbeit in gewisser Weise schon ab. Ist aber nur meine bescheidene Meinung.
VG
Mit Final Cut Pro schneidet man ja auch nicht professionell, sondern am professionellsten 😉berlin123 hat geschrieben: Do 02 Jul, 2026 18:19 Aber mit Final Cut Pro kann man natürlich nicht professionell schneiden, sorry 😉
Obwohl ich Kisch als rasenden Reporter kenne, hat mich diese Stelle irritiert. Oder gerade deswegen, denn um das mit "Augenzwinkern" zu verstehen, fehlt ein Zeichen. Vielleicht mal bei den - guten - (Nachrichten-)Sprechern schauen, wie die Anführungszeichen mit sprachlichen Mitteln verständlich machen.Pianist hat geschrieben: Do 02 Jul, 2026 16:36 Der Begriff "rasender Reporter" geht auf Egon Erwin Kisch zurück und ist daher immer mit einem leichten Augenzwinkern zu verstehen.
Matthias
Also ich hab diese Stelle sehr gut verstanden, auch den Anteil des Augenzwinkerns... auch das Empfangen ist relevant, nicht nur das Senden 😉dienstag_01 hat geschrieben: Do 02 Jul, 2026 23:53Obwohl ich Kisch als rasenden Reporter kenne, hat mich diese Stelle irritiert. Oder gerade deswegen, denn um das mit "Augenzwinkern" zu verstehen, fehlt ein Zeichen. Vielleicht mal bei den - guten - (Nachrichten-)Sprechern schauen, wie die Anführungszeichen mit sprachlichen Mitteln verständlich machen.Pianist hat geschrieben: Do 02 Jul, 2026 16:36 Der Begriff "rasender Reporter" geht auf Egon Erwin Kisch zurück und ist daher immer mit einem leichten Augenzwinkern zu verstehen.
Matthias
Und was hast du da verstanden?AndreasBuder hat geschrieben: Fr 03 Jul, 2026 00:57Also ich hab diese Stelle sehr gut verstanden, auch den Anteil des Augenzwinkerns... auch das Empfangen ist relevant, nicht nur das Senden 😉dienstag_01 hat geschrieben: Do 02 Jul, 2026 23:53
Obwohl ich Kisch als rasenden Reporter kenne, hat mich diese Stelle irritiert. Oder gerade deswegen, denn um das mit "Augenzwinkern" zu verstehen, fehlt ein Zeichen. Vielleicht mal bei den - guten - (Nachrichten-)Sprechern schauen, wie die Anführungszeichen mit sprachlichen Mitteln verständlich machen.
Spontan, flexibel, effizient, am Ball - und liebevoll. Für mich ist dieser Begriff positiv besetzt. Es transportiert für mich ein Bild. Und das Augenzwinkern kommt tatsächlich für mich auch daher, dass der rasende Reporter nicht nur von Kisch geprägt ist - sondern auch von Karla Kolumna (auch wenn es von Kisch übernommen wurde, aber als Kind mit Benjamin Blümchen-Kasetten denkt man ja nicht an sowas). Ich habe also auch ein wohliges Kindheitsgefühl dabei, das nicht vollkommen ernst ist, sondern mit spannenden Geschichten verbunden (also exakt das, was er da macht). Somit ist das Empfangen einer Botschaft eine komplexe, individuelle Geschichte und es gibt keinen objektiv richtigen Weg, eine Botschaft so zu senden, dass es auch exakt so oder so ankommt. Ist für mich tatsächlich sehr interessant zu hören, dass da einige eine Abwertung darin sehen. Schließlich ist eure Ansicht ja auch nicht falsch, sondern es ist eben eure Konnotation. Vielleicht sortiert er sich aber auch durch diesen Filtereffekt eine bestimmte Kundschaft, die ihm besonders liegt, was ja wünschenswert wäre.dienstag_01 hat geschrieben: Fr 03 Jul, 2026 01:03Und was hast du da verstanden?AndreasBuder hat geschrieben: Fr 03 Jul, 2026 00:57
Also ich hab diese Stelle sehr gut verstanden, auch den Anteil des Augenzwinkerns... auch das Empfangen ist relevant, nicht nur das Senden 😉
Da kannst du gleich mit deiner Website weitermachen ;)Pianist hat geschrieben: Fr 03 Jul, 2026 08:35 Da bei mir der Grundsatz herrscht, dass die Sachen eindeutig sein sollen, und die Leute hinterher nicht mehr Fragezeichen im Gesicht haben sollen als vorher, habe ich mich vom "rasenden Reporter" verabschiedet und den zweiten O-Ton anders angetextet.
Ist jetzt schon auf meiner Homepage http://www.koehler-film.de online.
Ganz herzlichen Dank für diese engagierte Diskussion!
Matthias
Hast du Kunden, die explizit danach fragen, welche Technik du nutzt? Ich zum Glück kaum. Und die Technik sagt auch so ziemlich nichts über Stilistik und Bildsprache aus, was bei der heutigen Technik deutlich wichtiger fürs Endergebnis ist.Pianist hat geschrieben: Fr 03 Jul, 2026 14:39 Ich bin nach wie vor zögerlich. Eigentlich ist das gar nicht so schlecht, sowohl eine FX 9 als auch eine C 300 mk iii zu haben, und die FX 9 mit diversen E-Mount-Objektiven und die C 300 mk iii fest mit dem Fujinon 20-120 zu betreiben.
Also ein echter Bedarf an einer Burano besteht ja bei mir eigentlich nicht...
Matthias
Ach wo, überhaupt nicht. In 30 Jahren kein einziges Mal. Die haben davon überhaupt keine Ahnung und es interessiert sie auch nicht. Daher kann ich das ganz alleine entscheiden. Und bevor ich jetzt versuche, zwei gut funktionierende Kameras zu verkaufen, was sicher schon nicht einfach wäre, um dann eine Kamera zu kaufen, wo ich noch ordentlich was drauflegen muss, und die ein halbes Kilo schwerer ist, lasse ich erst mal alles so, wie es ist.toniwan hat geschrieben: Fr 03 Jul, 2026 15:18 Hast du Kunden, die explizit danach fragen, welche Technik du nutzt?
Das ist doch die beste Situation. Ich staune immer wieder, wenn Menschen, die Werbevideos drehen immer wieder für Kunden extra aufriggen, um noch professioneller auszusehen. So einen Quatsch muss ich zum Glück auch nie machen.Pianist hat geschrieben: Fr 03 Jul, 2026 15:28Ach wo, überhaupt nicht. In 30 Jahren kein einziges Mal. Die haben davon überhaupt keine Ahnung und es interessiert sie auch nicht. Daher kann ich das ganz alleine entscheiden.toniwan hat geschrieben: Fr 03 Jul, 2026 15:18 Hast du Kunden, die explizit danach fragen, welche Technik du nutzt?

