iasi
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von iasi »

Gewicht 723 g GH5
Gewicht 750 g Pocket 4k
Gewicht 1.5 kg BMCC (Akku nicht wechselbar)

Am Ende kommt es eben auch darauf an, worauf man die Kamera anbringen kann.
Die Pocket 4k taugt mit kleinem, leichten Objektiv auch für leichte Stative, Cranes und Gimbals.



Axel
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von Axel »

Axel hat geschrieben: Mi 17 Okt, 2018 05:59Hast du irgendwelche sonstige Beobachtungen zu dieser Kombi gemacht? Blende über Kamera einstellbar? Hat der Mount Spiel? Qualität?
cantsin hat geschrieben: Mi 17 Okt, 2018 08:16Ich hab die Nikon-Version mit rein mechanischer Adaptierung, insofern gibt's da keine Blendeneinstellung über die Kamera. Leichtes Spiel nur in dem Sinne, das er sich noch etwas im Mount drehen lässt, aber kein Wackeln. Qualität muss ich noch beurteilen.
Ah ja, danke. Gibt es einen Durchlass für das Kabel, wenn ich eine Dummy-Batterie verwenden will oder muss ich mir sowas selbst bohren? Habe bei meiner gegenwärtigen Kamera ähnliche, wenn nicht kürzere Akkulaufzeiten und fahre mit externer Stromversorgung gut.
Darth Schneider hat geschrieben: Di 16 Okt, 2018 09:30

Eine etwas erfrischende und homurvolle Rewiew, gefällig ?
Gruss Boris
Wunderbar das immergleiche sonnendurchflutete künstliche Herbstlaub. Aber der Typ spricht mir aus der Seele. Raw? Probier ich mal, wenn BRaw kommt. Bis dahin hat ProRes kaum Nachteile.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...



cantsin
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von cantsin »

roki100 hat geschrieben: Mi 17 Okt, 2018 09:53
cantsin hat geschrieben: Di 16 Okt, 2018 23:55 ...
- Der OIS von (mit Panasonic-Adapter) adaptierten FT-Objektiven funktioniert nicht.
...
Vielleicht funktioniert das auch bei den FT-Objektiven?:
"Allerdings hatten wir erstmal eine Schrecksekunde, weil der optische Bildstabilisator des Canon Objektivs nicht zu funktionieren schien. Doch es gibt eine Lösung: Als wir das 24-105 mit bereits eingeschaltetem OIS an der Pocket montiert haben, wurde der Bildstabilisator auch erkannt.
Das hatte ich auch probiert, hilft aber nicht, zumindest nicht bei der Kombi PanaLeica 14-50mm/2.8-3.3 am Panasonic DMW-A1-Adapter. Werde mal einen Bugreport an Blackmagic schicken.
Axel hat geschrieben: Mi 17 Okt, 2018 19:46 Ah ja, danke. Gibt es einen Durchlass für das Kabel, wenn ich eine Dummy-Batterie verwenden will oder muss ich mir sowas selbst bohren?
Da wirst Du bohren müssen, oder die Klappe ganz entfernen.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



Sammy D
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von Sammy D »

Axel hat geschrieben: Mi 17 Okt, 2018 19:46 ...
Ah ja, danke. Gibt es einen Durchlass für das Kabel, wenn ich eine Dummy-Batterie verwenden will oder muss ich mir sowas selbst bohren? Habe bei meiner gegenwärtigen Kamera ähnliche, wenn nicht kürzere Akkulaufzeiten und fahre mit externer Stromversorgung gut.
...
Wieso benutzt du nicht die Buchse fuer die externe Stromversorgung? Dann kannst du sogar noch den externen Akku wechseln, ohne die Kamera ausschalten zu muessen.



cantsin
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von cantsin »

iasi hat geschrieben: Mi 17 Okt, 2018 17:45 Am Ende kommt es eben auch darauf an, worauf man die Kamera anbringen kann.
Die Pocket 4k taugt mit kleinem, leichten Objektiv auch für leichte Stative, Cranes und Gimbals.
Da macht Dir das breite Gehäuse mit dem asymmetrisch (links) sitzenden Stativgewinde einen Strich durch die Rechnung. Links ist die Kamera 7cm, rechts ist sie 11cm breit, genau da, wo bei den meisten Gimbals der Motor sitzt. So passt sie einfach physisch nicht auf einen Gimbal wie den Zhiyun Crane 1/2. (Auf YouTube montieren einige Mutige die Kamera verkehrt herum auf ihre Gimbals, damit sie passt, aber die Stativschraube an der Gehäuse-Oberseite ist nicht dafür gedacht, die gesamte Kamera zu tragen.)
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



Axel
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von Axel »

Jott hat geschrieben: Mo 15 Okt, 2018 11:52://www.youtube.com/watch?v=BHR023WhEaM&fea ... r_embedded

Gebogene Fenster und Türen wie mit Weitwinkelvorsätzen zu DV-Camcorder-Zeiten? Verschiedene Wahrnehmungen ... aber bitte, wer's nicht sehen will, der sieht's auch nicht.

Die Pocket 4K braucht gescheite Optiken für ihren Anspruch.
Hm, bei genauer Betrachtung ...

12 mm entspricht 24 mm KB. Auch korrigierte WW-Optiken haben bei ungünstigen Blickwinkeln Verzeichnungen. Und der um vielleicht 2, 3 Grad nach unten getiltete Blick dieser Aufnahmen über Augenhöhe ...

Schon zigmal erwähnt, aber trotzdem ein goldener Tip von Steadicam-Erfinder Garrett Brown, der in einem Extra-Feature zur Bluray von Shining erklärt, wie man es mit 9 mm (!!!) schafft, durch Türrahmen zu gleiten, ohne dass diese sich biegen: Kamera immer 0°. Und auf Bauchnabelhöhe. Personen nie enger kadrieren als Medium Shot / Amerikanische. Und immer zentriert, damit architektonische Fluchtpunkte in Innenräumen sich nicht zueinander verschieben. Man kann das gerne mal mit einem vergleichsweise moderaten 24 mm ausprobieren. Korrigiert oder nicht: es wird anders Scheiße aussehen.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...



iasi
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von iasi »

cantsin hat geschrieben: Mi 17 Okt, 2018 22:13
iasi hat geschrieben: Mi 17 Okt, 2018 17:45 Am Ende kommt es eben auch darauf an, worauf man die Kamera anbringen kann.
Die Pocket 4k taugt mit kleinem, leichten Objektiv auch für leichte Stative, Cranes und Gimbals.
Da macht Dir das breite Gehäuse mit dem asymmetrisch (links) sitzenden Stativgewinde einen Strich durch die Rechnung. Links ist die Kamera 7cm, rechts ist sie 11cm breit, genau da, wo bei den meisten Gimbals der Motor sitzt. So passt sie einfach physisch nicht auf einen Gimbal wie den Zhiyun Crane 1/2. (Auf YouTube montieren einige Mutige die Kamera verkehrt herum auf ihre Gimbals, damit sie passt, aber die Stativschraube an der Gehäuse-Oberseite ist nicht dafür gedacht, die gesamte Kamera zu tragen.)
ja - davon hab ich auch schon gelesen. Und ich hab einen Crane. Begeistert bin ich darüber nicht, aber es kommen nun einige interessante neue Gimbals heraus. Immerhin bieten die dann auch Neuerungen, die mich die zusätzlichen Kosten zumindest etwas verschmerzen lassen.

Übrigens gerade gesehen:
http://blog.cvp.com/2018/10/blackmagic- ... lity-test/

Es kommt natürlich auch auf den Schwerpunkt der Kamera an.



Bertholt4
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von Bertholt4 »

Hallo, hab den alten Crane (den ersten) und hab da die P4k mit einer Releaseplate drauf bekommen - funktioniert auf jeden Fall gut mit einem billigem und sehr leichten 14-42 Lumix (Kit-Objektiv der GH2) bei schweren Objektiven, kippt das ganze dann schnell mal zur Seite weg. Der Crane V2 konnte ja dann auch schon mehr Gewicht handeln, da müsste es also besser gehen.

Bei mir macht der mitgelieferte Akku der P4k ein bisschen Probleme - lässt sich nicht richtig mit dem Canon Ladegerät, sondern nur in der Kamera laden, das nervt natürlich. Hat das noch jemand beobachtet? Ich überlege immer noch, wie ich die Kamera am besten powere (hab auch noch ein paar Sony NPF Akkus und würde die am liebsten nehmen - vielleicht kommt ja bald ein Fremdanbieter und bietet einen Adapter an, der dann direkt in den Stromeingang der P4k geht.



cantsin
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von cantsin »

Bertholt4 hat geschrieben: Mi 17 Okt, 2018 22:56 Hallo, hab den alten Crane (den ersten) und hab da die P4k mit einer Releaseplate drauf bekommen -
Hättest Du vielleicht ein Foto? (Ich habe nämlich auch den alten Crane...)
Bei mir macht der mitgelieferte Akku der P4k ein bisschen Probleme - lässt sich nicht richtig mit dem Canon Ladegerät, sondern nur in der Kamera laden, das nervt natürlich. Hat das noch jemand beobachtet?
Ich kriege den (sowie die Canon-Originalakkus und "RavPower"-Nachbauakkus) problemlos an einem Patona-Doppelladegerät geladen, mit Ladestandsanzeige in Prozent:
Bild

(hab auch noch ein paar Sony NPF Akkus und würde die am liebsten nehmen - vielleicht kommt ja bald ein Fremdanbieter und bietet einen Adapter an, der dann direkt in den Stromeingang der P4k geht.
Darauf spekuliere ich auch. Für die alte Pocket gab's verschiedene NP-F-Adapter von mehreren Herstellern. Würde mich wundern, wenn da für die Pocket 4K nichts käme - zumal ja diesmal nicht einmal die Spannung umgewandelt werden muss. (Sowohl die NP-Fs, als auch die Canon LP-E6 liefern 7,2 Volt).
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



Bertholt4
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von Bertholt4 »

Ein Foto vom Setup hab ich leider nicht gemacht, aber schaffe ich noch diese Woche - habe gerade den Gimbal wieder woanders abgestellt und morgen geht es erstmal auf Reisen, aber am Freitag oder Sonnabend. Ich habe einen Schnellwechseladapter von Manfrotto verwendet, den ich von einem Monopod abgeschraubt habe.
Werde demnächst sicher noch 2 Akkus extra holen,habe jetzt gerade noch zwei Original Canon - dann schau ich mal, ob es da vielleicht ein Set gibt glich zusammen mit so einem Doppelladegerät wie du es hast Cantsin.



Frank Glencairn
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von Frank Glencairn »

cantsin hat geschrieben: Mi 17 Okt, 2018 20:57
Da wirst Du bohren müssen, oder die Klappe ganz entfernen.
Die Klappe ist aus dem Grund abnehmbar. Aber einfacher wäre es doch die vorgesehene Buchse zu nehmen.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



freezer
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von freezer »

Frank Glencairn hat geschrieben: Do 18 Okt, 2018 07:31
cantsin hat geschrieben: Mi 17 Okt, 2018 20:57
Da wirst Du bohren müssen, oder die Klappe ganz entfernen.
Die Klappe ist aus dem Grund abnehmbar. Aber einfacher wäre es doch die vorgesehene Buchse zu nehmen.
Leider sind die Kabel bisher nicht lieferbar. Und die spezielle Buchse gibt es auch nicht einfach so kaufen - die größere Variante SF12 bekommt man bei Conrad, die kleine SF6 leider nicht.
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
Blackmagic Cinema Blog
www.laufbildkommission.wordpress.com



Frank Glencairn
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von Frank Glencairn »

Darth Schneider hat geschrieben: So 14 Okt, 2018 12:57 Alles teure Mft Linsen, wie die Kamera mit günstigen Linsen filmt, würde mich viel mehr interessieren.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



Frank Glencairn
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von Frank Glencairn »

Sapere aude - de omnibus dubitandum



Onkel Danny
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von Onkel Danny »

Servus miteinander,
meine Pocket ist auch vor 4 Tagen angekommen.

Ich habe natürlich auch schon etwas damit rum gespielt und mir gefällt sie bisher sehr gut.

Das Zubehör ist zweckmäßig und minimal. Nur nochmal zur Erinnerung, es gibt einen Key und kein Stick für Resolve.

Das Gehäuse ist definitiv und klar fühlbar aus Kunststoff. Das passt von der Haptik aber soweit.
Die Mountgewinde oben und unten werden recht heiß im Betrieb.
Der Lüfter säuselt leise vor sich hin und ist auf den internen Mics bei sehr leiser Umgebung zu hören.
Hält sich aber in vertretbaren Grenzen.
Die seitlichen Gummiabdeckungen sind recht fummelig, wenn man sie wieder reinmachen möchte.
Das Gewicht entspricht dem einer großen DSLR. Ebenfalls die Größe, ist aber nicht zu extrem.
Aber ja, eine winzige Pocket ist es nicht mehr, aber als Touri geht man locker damit durch...
Die Cam lässt sich auch gut greifen und die Buttons sind gut erreichbar. Das Druckverhalten ist auch in Ordnung. Die Reaktion lässt auch nicht zu wünschen übrig.
Die Batterieabdeckung, sowie die Klappe für die Karten, sind nicht mehr oder weniger klapperig als bei den üblichen DSLR/Ms auch.

Das Touchdisplay lässt sich sehr gut bedienen und es reagiert sofort und ohne Verzögerungen.
Wenn es aus ist, spiegelt es stark, sobald man es anstellt, macht es ohne gegenlicht keine Probleme.
Mit Gegenlicht habe ich es noch nicht getestet, kommt später noch. Die Helligkeit ist selbst auf default
schon ausreichend.
Einige Sachen lassen sich nur direkt über das Display aufrufen und nicht direkt über das Menue selbst.
Ist aber trotzdem nicht schwer zu bedienen.
Es ist einfach, übersichtlich und sehr durchdacht. also genau das richtige für Filmer.

Die seitlichen Anschlüsse , die ich bisher getestet habe, waren alle gut passend für die jeweiligen Stecker. Das heißt weder zuviel Spiel, noch waren sie so eng, das man einen Stecker kaum rein bekommt.

Kommen wir mal zu den einzelnen Disziplinen.

Bildqualität:
Sie ist als sehr gut zu bezeichnen. Es macht einfach Spaß in Prores oder Raw zu drehen.
Das Schneiden ist einfach sehr geschmeidig. Natürlich hängt die Quali auch von den verwendeten Objektiven ab. Meine getesteten MFT Linsen, waren alle ohne irgendwelche Mängel.
Somit lässt sich wirklich ein sehr leichtes und kompaktes Setup einrichten.

Und ja, auch mein Viltrox EF M2 Adapter, funktioniert bisher einwandfrei in Bild und Funktion.
Da wackelt auch nichts und es gibt auch keine Kontaktaussetzer oder ähnliches.
Kurz, der Viltrox reicht völlig aus und ein Metabones bringt keine Vorteile und ist nur deutlich teurer.
Die Blendensteuerung funktioniert sofort und reaktiv und es werden auch gleich die runtergerechneten Werte angezeigt und in die Metadaten geschrieben. Allerdings werden, im Gegensatz, zu den MFT Linsen, die adaptierten nicht immer korrekt in den Metadaten benannt.

Das fokussieren geht sowohl manuel als auch per touch oder button, sehr gut von der Hand. Sofern man ein AF Objektiv hat, sonst klar, nur manuell
Und dabei ist es egal ob man mft oder per Adapter filmt.

Selbst wenn man in Prores Full-HD dreht, ist die Quali echt sehr gut, dank downsampling vom Fullsensor.
Dafür geht auch nicht mehr als 60p, im Vergleich zu 120p windowed.
Bei Raw gibt es window, aber hier sieht es trotzdem noch gut aus. Und man hat ein kleinen Zoom obendrauf ;)

Die Cam ist also auch gut, fürs "nur Full-HD" filmen geeignet.

Wer sein lieblings NLE weiter nutzen möchte und mit Prores leben kann, kann auch eine geeignete LUT direkt ins Bild einbacken und so ausgeben.
Danach einfach ins NLE reinziehen und loslegen. Bei Prores ist Resolve also nicht unbedingt von Nöten. Bei komprimiertem Raw sieht es leider anders aus, aber das ist bereits bekannt.


Audioqualität:
Intern hört man jedes Fingerziehn oder Blende verstellen an der rechten Seite, wenn es ruhig ist.
Geräusche die ein paar Meter weiter entfernt sind, werden trotz hohem Pegel, kaum übertragen.
Für Blogger oder lautem Ton direkt for der Cam, ist das aber alles noch ok.
Auch die Lüfter kann man bei leisem Dreh durchaus hören. Wenn man jetzt auf einer Messe oder ähnlichem dreht,
bekommt man davon natürlich nichts mit.

Bei meinem Test mit einem Sennheiser Mic mit Klinke und +20db Einstellung am selbigen, war kaum ein Pegel zu bekommen.
Auch hier muss man sehr nah ran gehen und hoch pegeln.

Der Ton an sich, ist aber sehr klar und gut zu verstehen.

Stromverbrauch:
Bei dieser Cam braucht man Akkus, Akkus, Akkus und erneut Akkus! Sie frisst sie wirklich zum Frühstück.
Mit dem original Canon Akku ca. 30-40 Minuten geschätzt und mit dem BM Akku eher unter 30 Minuten.
Der Bm Akku hat entweder ein Akkusymbol oder eine Voltanzeige. Und die Cam geht zum Ende hin einfach und ohne Vorwarnung aus,
leider kann ich nicht genau sagen wann. Da die Anzeige ab zu mal etwas hin und her springt. Die Spannungsanzeige, sinkt auch von über 7V
auf unter 6V am Ende. Auch bei mir lässt er sich nicht richtig über das Canon Ladegerät laden, keine Ahnung warum. Hat wahrscheinlich
etwas mit dem Chip zu tun.

Der Canon Akku hingegen hat entweder eine Voltanzeige oder wahlweise ein Prozentanzeige. Wird wohl ebenfalls mit dem Chip zutun haben.
Die Prozentanzeige wird ab 20% rot angezeigt und kann bis auf 0% runtergenudelt werden. Danach läuft die Cam trotzdem noch eine Weile.
Für mich, klar dem BM Akku vorzuziehen. Weil er erstens länger hält und eine Prozentanzeige hat.

Wenn man kein Ladegerät hat kann man die Akkus auch einfach über die Cam mit dem beigelegten Netzteil aufladen.
Das klappt auch einwandfrei. Unterwegs kann man auch über eine Powerbank die Akkus in der Cam aufladen.
Mit einer Powerbank kann man die Cam selbst, nicht betreiben. Aber mit dem 12V Anschluss zu D-Tab Kabel lassen sich V-Mount Akkus betreiben.
Für die jenigen, die lange unabhängig drehen möchten.

Alle die stationär drehen möchten, können dies auch ganz einfach mit dem beigelegten Netzteil machen. Das Kabel sollte lang genug sein.
Eine Modifikation, egal welcher Art, ist nicht nötig. Auch irgendwelche Akku-Dummys werden nicht benötigt.

Als Tipp zum Ernergiesparen, alle unnötigen Sachen ausstellen. Als Beispiel sei hier die Tally LED oder Bluetooth genannt.
Auch das interne Aufnehmen und das ausstellen von z.B. der Kopfhörerverstärkung, Phantomspeisung etc. sollte etwas Strom einsparen.
Immer vorausgesetzt, man braucht diese Funktionen gerade nicht.

Speicherkartenverbrauch:
Ganz ehrlich, wenn man nicht dauerhaft Raw losless oder Prores HQ drehen möchte und einem 24-25p reichen,
geht auch eine 50€ SD Karte. Auch eine SSD wie die Samsung Evo 850 drückt dauerhaft mit 300Mb pro Sekunde schreiben, genug für 30p 4K DCI Raw losless.
Auch eine HDD, mit am besten 7200rpm und großen Cache, reicht für bis zu 30p und 4K locker aus. Gleiche Bedingungen wie die SD Karte vorausgesetzt.
Wirklich heftig wird es erst, in den höchsten Einstellungen und bei 50 oder 60p. Dann sind extrem schnelle SSD's nötig.
Cfast habe ich nicht getestet, aber auch hier dürfte es ähnlich aussehen.

Wenn man den offload der Daten erledigt hat, würde ich empfehlen, die Karten oder SSD/HDD danach immer in der Cam eben zu formatieren.
Dann sollte es auch in Zukunft, keine großen Probleme mit der Performance geben. Das gilt übrigens für alle Cams.

Falls es schon vorher Probleme mit der Leistung, egal ob Lesen oder Schreiben gibt, kann ich eine low level Formatierung bei hdd's oder einen secure erase
bei ssd's empfehlen. Danach sollte wieder alles flutschen. Auch hier, allgemein gültig.


Software:
Das Betriebsystem/Menue läuft bis jetzt einwandfrei und ohne Fehler/Abstürze etc. Es gibt wohl eine Softwareversion 4.9.
Bei meiner Cam war schon die Version 5.2 drauf. Diese gibt es aber auch zum Download.
Ich würde mir noch wüschen das die Akkuanzeige sauber durchläuft und die Cam nicht einfach ohne Warnung ausgeht(beim BM Akku).
Blackshading ist auch schon angezeigt, aber auch noch ausgegraut.
Der Rest läuft einfach nur rund, ist einfach und intuitiv.

Lieferbarkeit:
Ich hatte aus Jux, am Montag erneut nachgefragt, wie es mit meiner Bestellung aussieht.
Dann am nächsten Morgen um kurz nach 8, wurde mir gesagt, das die ersten vor 2 Wochen ausgeliefert wurden.
Aber man konnte die Anzahl an einer Hand abzählen. Danach kommt nur noch tröpfchenweise was rein.
Einen genauen Termin zur dauerhaften Lieferbarkeit, gibt es weiterhin nicht.
Wir schreiben 5 Stunden später, gegen kurz nach 13 Uhr am gleichen Tag. Ich bekomme eine Mail, das meine Cam da sei und verschickt werden kann.
Das heißt, es sind jetzt die ersten ca. 10 Cams bei Videodata ausgeliefert. Und das von über 100 Vorbestellung allein bei denen.

Kurz und bündig erneut gesagt, wer jetzt bestellt, sollte eine längere Vorlaufzeit einplanen.



Allgemein:
Ich bin bis jetzt, wirklich sehr zufrieden mit dem Gesamtpaket. Aus Filmersicht alles richtig gemacht.
Das Einzige was auch ich merke, ist der Stromverbrauch. Sonst gibt es eigentlich nichts zu meckern.
Für Leute die auch Fotos machen, alle möglichen automatiken nutzen, stundenland mit einem Akku und Karte aufnehmen wollen, für die ist die Cam nichts!
Zu cinema gehört Vorbereitung, kontrollierte Bedingungen, Ausleuchtung und eine Menge weiterer Positionen. Damit es auch nach cinema aussieht.
Die Cam allein wird das nicht für euch machen.

Weitere Infos, zu den oben genannten Punkten, gibt es die Tage noch.


greetz



roki100
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von roki100 »

Danke für den ausführlichen Bericht. Da ist alles gesagt worden.

Nun, bitte liest euch die alten Beiträge über die alte Pocket und sagt mir bitte was BM mit Nachfolger Pocket besser gemacht hat?

- Mic ist zwar besser, es gibt aber Geräusche vom Lüfter. Fazit, man braucht also sowieso einen externen Micro.
- Akkulaufzeit ist nicht besser und wie bei der alten Pocket, kommt man ohne externe Akkus nicht weit und dazu das gleiche Problem wie bei der alten, Akkulaufzeit und die Anzeige stimmen nicht überein, Kamera schaltet sich einfach aus.
uvm.

Angeblich war das Ziel, bei Nachfolger es besser zu machen. Stattdessen hat man nur größere "Pocket" in den Händen und diese passt auch nicht in die Hosentasche (was der Name soll weiß ich immer noch nicht).

Und das Display, naja, da ist ein externes praktischer, man kann es überall drauf schrauben und wenden wie man möchte, also auch kein plus Argument für das Display.

Bildqualität ist auch was anderes, ja ich traue mich zu sagen, dass ich die Bildqualität von der ersten Pocket schöner, angenehmer, cinematischer fürs schauen finde. Die einzige Kamera, die wirklich ähnliches an Bildqualität liefert, ist die Arri.

Und BRAW? Das was wirklich toll ist, nämlich "Highlight Recovery" das fehlt mit BRAW bei DaVinci in Cinema Raw Tab. Oder habe ich was übersehen? Gut, zum gluck bleibt CinemaDNG vorhanden.

Nun bleibt das Positiv und einzig: 60 und 120 fps.
"Deine Zeit ist begrenzt. Verschwende sie nicht damit, das Leben eines Anderen zu leben"
(Steve Jobs)
Zuletzt geändert von roki100 am Sa 20 Okt, 2018 18:25, insgesamt 1-mal geändert.



cantsin
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von cantsin »

Bin gerade beim Drehen mit der Kamera und hab die folgenden Ergänzungen:

- Die Kamera erkennt nach Wiedereinschalten eine Samsung T5 oft nicht mehr, obwohl die USB-Verbindung steht (LED an der T5 leuchtet). Factory Reset löst das Problem, mehrmaliges Ein- und Ausstöpseln der T5 glücklicherweise auch. Das ist die einzige Kinderkrankheit, über die ich bisher gestolpert bin.

- Der HFR- (High Frame Rate)-Knopf liegt extrem ungünstig direkt über der Fokus-Lupe. Ich hab' ihn mehrmals unfreiwillig aktiviert. Workaround: HFR auf die gleiche Framerate wie die Standardeinstellung setzen.

- Der Vorverstärker am Stereoklinkeneingang ist extrem schwach. (Siehe das Posting meines Vorgängers.) Für das äußerst pegelstarke Ohrwurm-Binauralmikrofon musste ich ihn auf 100% setzen, bei einem akustischen Konzert.

- Anders als bei der alten Pocket schaltet die Kamera den Audioeingang nicht automatisch aufs externe Mic um, wenn eins eingesteckt wird. Das erfordert einen (recht klickintensiven) Extragang ins Menü und ist auch eine potentielle Fehlerquelle.

- Batterielaufzeit ist immer noch gut, wenn man von der alten Pocket kommt.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip
Zuletzt geändert von cantsin am Sa 20 Okt, 2018 18:24, insgesamt 1-mal geändert.



roki100
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von roki100 »

obwohl die USB-Verbindung steht (LED an der T5 leuchtet)
hört sich nach schwache Verbindung an. Vielleicht hilft ein besseres USB-C Kabel?
"Deine Zeit ist begrenzt. Verschwende sie nicht damit, das Leben eines Anderen zu leben"
(Steve Jobs)



cantsin
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von cantsin »

roki100 hat geschrieben: Sa 20 Okt, 2018 18:24
obwohl die USB-Verbindung steht (LED an der T5 leuchtet)
hört sich nach schwache Verbindung an. Vielleicht hilft ein besseres USB-C Kabel?
Das ist das mitgelieferte USB-C-Kabel von Samsung... Aber ich dachte auch schon daran und werde ein anderes anschaffen und probieren.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



roki100
Beiträge: 18810

Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von roki100 »

cantsin hat geschrieben: Sa 20 Okt, 2018 18:25
roki100 hat geschrieben: Sa 20 Okt, 2018 18:24

hört sich nach schwache Verbindung an. Vielleicht hilft ein besseres USB-C Kabel?
Das ist das mitgelieferte USB-C-Kabel von Samsung... Aber ich dachte auch schon daran und werde ein anderes anschaffen und probieren.

Es muss nicht direkt am mitgelieferte Kabel liegen, sondern direkt an dem Anschluss der Kamera und von da aus die elektrisch leitende Verbindungen (Leiterbahnen). Da hilft öfter ein hochwertigeres USB-C Kabel.
"Deine Zeit ist begrenzt. Verschwende sie nicht damit, das Leben eines Anderen zu leben"
(Steve Jobs)



dnalor
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von dnalor »

cantsin hat geschrieben: Sa 20 Okt, 2018 18:13 Bin gerade beim Drehen mit der Kamera und hab die folgenden Ergänzungen:

- Die Kamera erkennt nach Wiedereinschalten eine Samsung T5 oft nicht mehr, obwohl die USB-Verbindung steht (LED an der T5 leuchtet). Factory Reset löst das Problem, mehrmaliges Ein- und Ausstöpseln der T5 glücklicherweise auch. Das ist die einzige Kinderkrankheit, über die ich bisher gestolpert bin.
Gestern hatte ich meine auf einer Hochzeit den ganzen tag im Einsatz, das ging mit der Samsung T5 absolut problemlos.

- Der HFR- (High Frame Rate)-Knopf liegt extrem ungünstig direkt über der Fokus-Lupe. Ich hab' ihn mehrmals unfreiwillig aktiviert. Workaround: HFR auf die gleiche Framerate wie die Standardeinstellung setzen.

- Der Vorverstärker am Stereoklinkeneingang ist extrem schwach. (Siehe das Posting meines Vorgängers.) Für das äußerst pegelstarke Ohrwurm-Binauralmikrofon musste ich ihn auf 100% setzen, bei einem akustischen Konzert.

- Anders als bei der alten Pocket schaltet die Kamera den Audioeingang nicht automatisch aufs externe Mic um, wenn eins eingesteckt wird. Das erfordert einen (recht klickintensiven) Extragang ins Menü und ist auch eine potentielle Fehlerquelle.

- Batterielaufzeit ist immer noch gut, wenn man von der alten Pocket kommt.
Baterielaufzeit ist max 35 Minuten mit Canon Oriiginalakkus. Das ist für Reportage zuwenig. Ich hab einen externen Akku druntergeschnallt, damit passt es.



Sammy D
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von Sammy D »

Onkel Danny hat geschrieben: Sa 20 Okt, 2018 17:44 ...
Ich hatte aus Jux, am Montag erneut nachgefragt, wie es mit meiner Bestellung aussieht.
Dann am nächsten Morgen um kurz nach 8, wurde mir gesagt, das die ersten vor 2 Wochen ausgeliefert wurden.
Aber man konnte die Anzahl an einer Hand abzählen. Danach kommt nur noch tröpfchenweise was rein.
Einen genauen Termin zur dauerhaften Lieferbarkeit, gibt es weiterhin nicht.
Wir schreiben 5 Stunden später, gegen kurz nach 13 Uhr am gleichen Tag. Ich bekomme eine Mail, das meine Cam da sei und verschickt werden kann.
Das heißt, es sind jetzt die ersten ca. 10 Cams bei Videodata ausgeliefert. Und das von über 100 Vorbestellung allein bei denen.

...
Hmm. Ich war auch unter den ersten 10 Vorbestellern.

Am Donnerstag sagte man mir, dass es noch einige Wochen dauern wuerde. Mich beschleicht das Gefuehl, dass hier trotz Vorbestellung Stammkunden bevorzugt werden. Enttaeuschend...



dnalor
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Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von dnalor »

Sammy D hat geschrieben: So 21 Okt, 2018 15:43 Hmm. Ich war auch unter den ersten 10 Vorbestellern.

Am Donnerstag sagte man mir, dass es noch einige Wochen dauern wuerde. Mich beschleicht das Gefuehl, dass hier trotz Vorbestellung Stammkunden bevorzugt werden. Enttaeuschend...
Ich bin kein Stammkunde und war auf Platz drei bei VideoData. Hab sie mit der ersten Lieferung bekommen.



Frank Glencairn
Beiträge: 26509

Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von Frank Glencairn »

cantsin hat geschrieben: Sa 20 Okt, 2018 18:13
- Der Vorverstärker am Stereoklinkeneingang ist extrem schwach. (Siehe das Posting meines Vorgängers.) Für das äußerst pegelstarke Ohrwurm-Binauralmikrofon musste ich ihn auf 100% setzen, bei einem akustischen Konzert.
Soweit ich weiß braucht der Ohrwurm PlugIn Power (3 Volt oder so), frag mal bei Rüssel nach.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



Roland Schulz
Beiträge: 3565

Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von Roland Schulz »

Hatte gestern auch mal die Möglichkeit mit dem Ding zu spielen - dass das Teil bei nem Akku der noch knapp 20% zeigt einfach ausgeht ist schon nen Witz (mehrere neue original Canon LP-E6), die Laufzeit selbst ist gefühlt eigentlich auch nicht praxisgerecht wenn man bedenkt dass nur nen "kleiner" Sensor verbaut ist/ausgelesen wird. Auf der anderen Seite ist da durch RAW (CDNG genutzt) zugegeben schon einiges mehr an Bandbreite/Verarbeitung abzuwickeln, eine externe SSD frisst auch Leistung. Denke da wird man in der Praxis einfach bei 25% verbleibender Akkukapazität wechseln oder eine externe Spannungsversorgung nutzen. BMD könnte die Anzeige auch einfach umkalibrieren und bei ~20% einfach schon 0% anzeigen. Ggf. lassen plötzliche, hohe Stromaufnahmen durch was weiß ich die im Betrieb schon gesunkene Akkuspannung dann soweit sinken dass eine Mindestschwelle unterschritten wird.

Als Speicher war eine Samsung EVO 860 mit 4TB in nem Raidsonic IB-245-C31 USB 3.1 Gehäuse angebunden. Die Platte wird mal erkannt, mal nicht, verschwand zudem auch ganz einfach mal spontan im Betrieb und wird danach dann auch nicht ohne weiteres (Anschluss am PC/Mac notwendig) wieder erkannt. Gut, die Kombi ist so ggf. nicht freigegeben, an nem Macbook Pro lassen sich aber von der internen SSD mehrere GB große Dateien handgestoppt mit knapp 490MB/s ohne irgendeinen erkennbaren Schluckauf kopieren und das wahrscheinlich nen halben Tag lang.
Ausfälle im Betrieb kamen auch immer nach Start der Aufnahme. Ggf. zieht die SSD die interne Spannung der Kamera runter so dass es zu Fehlfunktionen kommt. Wie gesagt, hatten keine Möglichkeit extern mit "harter" Spannung zu versorgen, ne andere SSD oder CFast war auch nicht zur Hand, SSD gegen eine andere Tauschen wollte der Bekannte nicht da die Platte so von einem Händler gekauft wurde und nen Siegel hatte.

Was noch negativ aufgefallen ist ist ein Schwarzpunkt der gefühlt zwischen Einschaltvorgängen sichtbar variiert. Selbst mit gleichen Einstellungen und Deckel auf der Mühle sieht man da Unterschiede. Denke das ist am Ende aber nicht kriegsentscheidend.

Die Schalter-/Gehäusematerialanmutung empfand ich auch als recht billig, macht aber trotzdem nicht den Eindruck dass es auseinanderfallen würde (außer dem Deckel vom Batteriefach vielleicht ;-). Für den Preis geht das am Ende doch in Ordung finde ich.
Ich denke es hätte hier aber auch niemand gemeckert wenn man die Kamera etwas besser verarbeitet für 2.000€ hingestellt hätte und min. noch nen kleinen Sucher irgendwo versteckt hätte.

Am Bild kann man am Ende basteln ohne Ende und irgendwann kriegt man auch was raus was "gut" aussieht, da ist schon Potential. Auf der anderen Seite muss man das aber wohl auch (zumindest in CDNG). Hatten unter verschiedenen Bedingungen getestet (Tageslicht, mal bedeckt, mal sonnig, mal beides), dazu mit zwei Godox SLB60W Akku LED Leuchten/Softbox gezaubert.
Da muss man im Post schon einiges mehr an Hand anlegen als mit anderen Kameras damit da was "ansprechendes" bei rauskommt und das hat nix mit "RAW" an sich zu tun. Jedes RAW Foto einer a7M3, D850 oder Leica CL war in LR oder C1 auf Anhieb, auch unter den verschiedenen Bedingungen deutlich "besser" im Ziel, LUTs hin oder her.
Beim DR gibt´s bei "kritischem" Licht wie am WE (zumindest in Stuttgart) auch schnell Einschränkungen, zudem sehen die Übergänge ins Clipping je nach LUT oder manuellem Gefummel immer anders, meist aber "kompromissbehaftet" aus.

Denke mit entsprechendem Einsatz kann man mit dem Ding schon was zaubern, wäre mir aber alles zu hampelig und zumindest derzeit "so" auch zu unzuverlässig. Wenn die Kamera die SSD mal abschiesst so dass sie ohne PC Anschluss (Reparatur) nicht mehr läuft ist der folgende Einsatz ohne PC in der Nähe erstmal beendet. Vielleicht tritt das mit anderen SSDs oder harter Spannungsversorgung über exterenen Akku aber so nicht auf.
Ggf. kriegt man da über längere Timeouts o.ä. auch noch was in der Firmware hingebogen, man steht ja noch relativ am Anfang.

Die Bedienung welche überwiegend über das Touchscreen läuft finde ich für die Praxis auch "schlecht". Wenn man mit sowas mal ne längere Zeit unterwegs ist und ggf. bei Temperaturen wie in diesem Jahr schwitzt ist das Display irgendwann verschmiert, die Fingerabdrücke reflektieren spätestens dann das Umgebungslicht.
Das liegt aber nicht an der BMD an sich sondern am Einsatz von einem Touchscreen Display selbst, welches man hier ohne weiteren angeschlossenen Sucher allerdings nicht umgehen kann.



cantsin
Beiträge: 17752

Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von cantsin »

Frank Glencairn hat geschrieben: So 21 Okt, 2018 23:27 Soweit ich weiß braucht der Ohrwurm PlugIn Power (3 Volt oder so), frag mal bei Rüssel nach.
Ja, er braucht in der Tat Plugin-Power. Die liefert die Pocket 4K wohl auch (sonst käme überhaupt kein Pegel an), aber eventuell ist das zuwenig Strom.

Ich werde auch mal mit einem Rode Stereomic X testen, um zu sehen, woran's liegt.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip
Zuletzt geändert von cantsin am Mo 22 Okt, 2018 09:17, insgesamt 1-mal geändert.



ruessel
Beiträge: 10597

Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von ruessel »

Soweit ich weiß braucht der Ohrwurm PlugIn Power (3 Volt oder so), frag mal bei Rüssel nach.
1 - 10V.
Gruss vom Ruessel



Roland Schulz
Beiträge: 3565

Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von Roland Schulz »

cantsin hat geschrieben: Mo 22 Okt, 2018 09:06
Frank Glencairn hat geschrieben: So 21 Okt, 2018 23:27
Ja, er braucht in der Tat Plugin-Power. Die liefert die Pocket 4K wohl auch (sonst käme überhaupt kein Pegel an), aber eventuell ist das zuwenig Strom.
Ich werde auch mal mit einem Rode Stereomic X testen, um zu sehen, woran's liegt.
Also entweder haben wir 3V oder nicht und wenn die 3V Plugin beim Anschluss wegen höherer Stromaufnahme zusammenbrechen sollten haben wir halt keine 3V mehr.
Ich habe auch irgendwie den Eindruck dass die ganze Stromversorgung innerhalb der Kamera ggf. nicht richtig dimensioniert oder labil ist (Probleme mit der SSD), dass ggf. aber auch mit "weichen" Akkus zusammenhängt die ggf. für den Einsatz "so" überhaupt nicht geeignet sind (bei "meinem" Test waren voll geladene original Canon LP-E6N Akkus im Einsatz).
Das zeigt irgendwo auch dass bei ~20% angezeigter Restkapazität meist schon "das Licht ausgeht".
Wenn bei der gesunkenen Akkuspannung (bei ~20%) weitere Belastungen von der Kamera/SSD sonstwas kommen bricht die Akkuspannung nämlich spontan weiter ein, und dann reicht´s ggf. gar nicht mehr. Mich würde mal interessieren ob die SSD-, Plugin Power- etc. Probleme mit harter (!!), externer Spannungsversorgung auch auftreten.

Nochmal mein Vorschlag den Frank ja ggf. mal weitergeben kann, die Akkurestkapazität die "wahrscheinlich" so vom Akku gemeldet wird (Chip, keine Ahnung wie das beim Canonakku läuft...) einfach in der Kamera umzuskalieren und bei kritischen 20% plus etwas Reserve schon 0% anzuzeigen. Das sollte, wenn das ein Grund ist, nun wirklich max. fünf Zeilen Code sein. Ggf. macht man das auch noch davon abhängig, ob eine SSD angeschlossen ist oder nicht.
Wenn das Ding dann bei ~0% ausgeht ist der User eben selbst schuld!

Trotzdem, ich halte eine "RAW" Kamera die intern einfach mehr Strom ziehen wird allein um das enorme Datenaufkommen zu transportieren, eine externe SSD speisen "kann" und mit einem LP-E6(N) Akku betrieben wird für eine elektrotechnische Fehlentwicklung!(!!!)
BMD gibt eine Aufnahmezeit von ca. 60min. (ohne SSD) an. Vielleicht klappt das, keine Ahnung. Mit SSD war die Pille nach jeweils unter 30min., eher gut 20min. "nicht mehr benutzbar".
Selbst wenn wir die 60min. hätten läge die errechnete Stromaufnahme bei ~1.8A. Keine Ahnung für was der Akku ausgelegt ist, eine ebenfalls stromzehrende EOS 5D MKIV lebt mit dem Akku in Videoaufzeichnung aber schon mal 1,5h, das entspräche ~1,2A.
Bei der in der Praxis festgestellten Laufzeit von <30min. mit SSD kommen wir auf ~3.6A Stromaufnahme, und das über die versenkten Minikontakte vom LP-E6 (die großen Kontakte sind nur für den Chip und den PTC/NTC!). Jeder der schon mal mit sowas in der E-Technik zu tun hatte wird das in Frage stellen denke ich. Wenn das ganze Zeug etwas altert hat man da ganz schnell auch höhere Übergangswiederstände und 3,6A sind in meinen Augen für solch kleine Kontakte schon kein Pappenstiel. Bei Akkus mit entsprechender Stromaufnahme sind solche Kontakte i.d.R. mehrfach parallel ausgelegt.
Der Innenwiderstand der Zellen selbst wird ggf. ein weiteres Problem darstellen da hier die Spannung bei ggf. spontanem, temporärem Stromanstieg weiter sinken wird.

Möglicherweise wird man die Kamera mit externer SSD nur extern versorgt stabil betreiben können. Dann wird das schon nen ganz schöner Kabel/Einzelgeräteverhau. Ggf. tue ich der Kamera aber auch Unrecht weil man zumindest die CFast Lösung noch beleuchten müsste, die ggf. weniger Leistung zieht. Ggf. ist das alles in Prores auch weniger hungrig. Denke die Erfahrungen werden es zeigen.



ruessel
Beiträge: 10597

Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von ruessel »

Probleme kann der Speisewiderstand in der PlugIn Power Spannung machen. Die PlugIn Spannung ist genormt mit 2 -2.5V, der Widerstand nicht, üblich sind 2-3kOhm. Ist er weit daneben, können Elektredkapseln nicht ihre Leistung bringen - es wird leiser (bei zu niedrigen oder zu hohen Widerstand). Kann mir aber nicht vorstellen, dass BMD da völlig mist baut.
Gruss vom Ruessel



cantsin
Beiträge: 17752

Re: Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Beitrag von cantsin »

Roland Schulz hat geschrieben: Mo 22 Okt, 2018 10:11 Also entweder haben wir 3V oder nicht und wenn die 3V Plugin beim Anschluss wegen höherer Stromaufnahme zusammenbrechen sollten haben wir halt keine 3V mehr.
Ja, und Zusammenbrüche/Aussetzer gab es bei der Audioaufnahme nicht. Also gehe ich immer noch davon aus, dass der Ohrwurm korrekt mit Plugin-Spannung versorgt wird, aber der kamerainterne Vorverstärker für den Stereo-Miniklinkeneingang extrem schwach ausgelegt ist, damit das Rauschen nicht überhand nimmt.

Kann man übrigens testen, indem man die Audioaufnahme ohne angeschlossenes Mikrofon auf die beiden Klinkeneingänge stellt, Pegel auf 100% und Kopfhörer anschließt. Das rauscht deutlich.

Die kamerainternen Mikrofone würde ich nur in Notsituationen (bzw. bei Stativaufnahmen ohne Kamerabedienung bei der Aufnahme) verwenden, weil das Plastikgehäuse der Kamera ein perfekter Resonanzkörper ist und jeder Griff ans Gehäuse oder Objektiv auf der Tonspur landet.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



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