Ollyman hat geschrieben:... Ausgehend von meinen geplanten Inhalten benötige ich einen Camcorder, der ein sehr gutes und auch schnelles AF System hat. Für "Bokeh-Aufnahmen" könnte ich meine 5DMK3 nehmen, würde aber lieber einen grösseren Sensor im Camcorder bevorzugen.
Preisrange: 1000-1300 für den Camcorder
Ins Auge gefasst habe ich mir die Sony CX900 und Canon HF G30.
Hallo Ollyman,
Vorweg:
Ich kenne weder die Sony CX900 noch die Canon HF G30 aus eigener Erfahrung.
Ich benutze (im Augenblick eher selten) eine Panasonic GH2 Halbformat-Kamera und einen Panasonic Camcorder X909 mit drei 1/4-Zoll Chips. Beide sind gut, aber unterdessen längst durch Nachfolger abgelöst worden.
Warum ich hier meinen Senf dazugebe?
Im Augenblick einfach aus Spass an der Freude und Interesse am Thema!
Also:
Mit "(ich)
würde aber lieber einen grösseren Sensor im Camcorder bevorzugen" gibst Du die Antwort eigentlich selbst schon:
Den hat aus Deiner Auswahl nur die Sony CX900.
Canon HF-G30: 1/2.84 Zoll
Sony CX900: 1 Zoll (effektiv benutzt etwa 1/1.15 Zoll)
Zum Vergleich: Deine Canon 5D MK3 mit Vollformat: 2.7 Zoll.
Die (berechneten) Pixelgrössen ('Pixel Pitch' = Seitenlänge) von Canon und Sony sind etwa vergleichbar: Etwas über 2 Mikrometer (Sony etwas grösser). Zum Vergleich: Deine Canon 5D hat über 6 Mikrometer - sammelt also pro Pixelfläche mehr Licht und ist damit im Prinzip weniger rauschanfällig mit besserer Schattenzeichnung.
Aber die internen Bildprozessoren der Kameras ver(schlimm)bessern solche kleinen Mankos durch Bildauffrischung meist automatisch! ;-)
Die Sony hat die modernere Technik (BSI-Sensor, XAVC-S Codec) als die Canon.
Die Canon hat dank ihres kleineren Sensors ein 20x optisches Zoom (Lichtstärke 1.8 - 2.8), die Sony nur 12x (Lichtstärke 2.8 - 4.5).
Auch ist der Weitwinkelbereich der Canon angeblich etwas besser (26.8 mm KB) als bei Sony (29 mm KB).
Die Canon hat dank des kleineren Sensors und damit weitwinkligerer Optik die grössere Schärfentiefe (bei vergleichbarem Bildausschnitt), ist also weniger anfällig auf Fehl-Fokussierungen. Andererseits: Weniger 'Bokeh'.
Bei der Sony muss man die Schärfe schon genauer treffen.
Womit sich die Frage nach dem schnellen & zuverlässigen Autofokus stellt.
Das kann eigentlich nur die Praxis bzw. ein Testbericht beantworten - ich weiss es nicht.
Das sind nur ein paar unvollständige, generelle Überlegungen.
Kommt hinzu die Handhabbarkeit (Direkt-Knöpfe versus Menüs, alles an der richtigen Stelle für die Praxis??), brauchbares Sucherbild?, der Codec (bei beiden im Prinzip AVC/H.264) und die flüssige Bearbeitung am Computer, der Ton (Aufnahme manuell regelbar?), evtl. Anschlussmöglichkeit für Kabelfernbedienung (falls auf Stativ), manuelle Eingriffsmöglichkeiten, falls gewünscht etc..
Und natürlich zählt auch der Gesamt-Bildeindruck (Farben, Schärfe, Rauschen etc.): Gefällt das Bild oder stört etwas?
Was mir noch auffiel beim Blick in die Kamera-Daten: Beides sind keine 'Welt'-Kameras - also bei uns nur mit 25/50 Bildern pro Sekunde (nicht optional 30/60).
Ollyman hat geschrieben:...Dazu noch eine vernünftige Schnittsoftware - werde mir mal das ProX7 von Magix ansehen - freue mich aber auch auf Empfehlungen.
Ein kurzes Googeln nach Magix Pro X7 hinterlässt eher gemischte Gefühle - von 'instabil' ist da teils die Rede -> ausprobieren!
Wenn Du keine Profi-Software benötigst, sind unter Windows evtl auch die abgespeckten Versionen von
Edius oder
Vegas einen Test wert.