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Sony XH A1 noch zeitgemäß?



... was Sony-Modelle betrifft, die keine eigene Kategorie haben
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freezer
Beiträge: 3910

Re: Sony XH A1 noch zeitgemäß?

Beitrag von freezer »

Das oben verlinkte Videobeispiel lässt sich mit der XH-A1 locker in der Qualität filmen.

Die XLR-Anschlüsse haben selbstverständlich eine 48V Phantomspeisung.

Ich filme immer noch viele Aufträge mit der XH-A1, sie ist ein zuverlässiges Arbeitspferd, lässt sich fast blind bedienen.

Wenn möglich, würde ich mir aber gebraucht eher den leicht verbesserten Nachfolger, die XH-A1s kaufen, hat robustere Ausgänge (Kopfhörer, LANC, Firewire), Audiolimiter, kann internes Mikro und externes gleichzeitig.

Aber mehr als 700 würde ich gebraucht nicht mehr zahlen.

Und ja, die chromatischen Aberrationen sind teilweise wirklich stark ausgebildet. Die Sonys rechnen die ja mittlerweile raus.

Hier noch ein paar Screenshots (aus einem 4MBit 720p MP4) aus einem aktuellen Auftrag, den ich mit der XH-A1 gefilmt habe:
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
Blackmagic Cinema Blog
www.laufbildkommission.wordpress.com
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domain
Beiträge: 11062

Re: Sony XH A1 noch zeitgemäß?

Beitrag von domain »

Sehe ich genauso wie du.
Viel besser als die FX1. Außerdem seither m.E. kaum mehr Fortschritte im HD-Format für die Zuseher entstanden. Es kommt noch hinzu, dass man mit dem Band nebenbei einen außerordentlich stabilen Datenträger für sehr lange Zeit haben wird, etwa so wie Super8 -Filme.
Kaum was hält länger als Bänder und auch die Lesegeräte dazu. Bänder haben eine extrem lange Lebensdauer und speziell die digitalen.

Sie :
Schatzi, wollen wir uns nicht wieder mal Lignano ansehen?
Er:
Hör auf mit dem Unsinn, damals waren wir noch schlank und dynamisch außerdem war noch nicht Essen als Seks des Alters unser Hauptinteresse. Komme mir echt öd vor mit dem damaligen Bauch, aber heute sehe ich ja nicht mal mehr mein Witzerl über die Wölbung hinausragen. Müssen echt abnehmen.
Sie:
Ja so ists halt: du hast ein Gänseblümchen geheiratet und heute bin ich eine Sumpfdotterblume.


Bild



g3m1n1
Beiträge: 752

Re: Sony XH A1 noch zeitgemäß?

Beitrag von g3m1n1 »

Nimmt die XH nicht anamorph auf?

Weiß nicht ob das dem normalen Interview-Filmer gefällt... aber
die Blackmagic Pocket macht auch ganz schöne Bilder..
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TimMars
Beiträge: 15

Re: Sony XH A1 noch zeitgemäß?

Beitrag von TimMars »

Ob sie Anamorph aufnimmt und wie das die Aufnahmen beeinflusst, muss ich noch klären.

Es gab jetzt einige von Euch, die der Meinung sind, dass so ein Beispielvideo mit der XH A1 + Postpro möglich ist.
Die Tatsache, dass so ein Video mit 720p bei Youtube steht, spricht auch dafür.
Den Nervfaktor und Zeitfaktor Bänder einlesen nehme ich in Kauf.
Bei laufendem Geschäft wird aufgerüstet.

Es wird also die XH A1.

Ein anderes Thema. Weiß nicht, ob ich das hier posten soll oder ein neues Thema öffnen soll.

Ich möchte gerne ein mobiles Lichtgerät verwenden.
Ich habe da Arri Locaster gedacht. Wir haben die auch mal verwendet und waren sehr zufrieden.
Ich habe auch hier im Forum zwei Artikel dazu gefunden:
1. http://forum.slashcam.de/erfahrungen-mi ... t=locaster
2. http://forum.slashcam.de/gute-mobile-li ... t=locaster

Im zweiten Thread wird auch noch LED KinoFlo (mit Adapter) genannt.
DIe Infor waren schon sehr hilfreich.

Meine Frage:
Welche Erfahrungen habt ihr mit der LED KinoFlo?
Könnt ihr für den unten angebenen Anwendungsbereich welche empfehlen?
Kennt ihr günstige Alternativen zum Arri Locaster?

Anwendungsbereich:
1. Interviewstil
2. Nur eine Lichtquelle, um den Interviewpartner auszuleuchten.
3. Die Beleuchtung steht quasi neben/hinter der Kamera.
4. Indoor/Messe/Tagung/Kongress



Jan
Beiträge: 10155

Re: Sony XH A1 noch zeitgemäß?

Beitrag von Jan »

freezer hat geschrieben:Das oben verlinkte Videobeispiel lässt sich mit der XH-A1 locker in der Qualität filmen.

Die XLR-Anschlüsse haben selbstverständlich eine 48V Phantomspeisung.

Ich filme immer noch viele Aufträge mit der XH-A1, sie ist ein zuverlässiges Arbeitspferd, lässt sich fast blind bedienen.

Wenn möglich, würde ich mir aber gebraucht eher den leicht verbesserten Nachfolger, die XH-A1s kaufen, hat robustere Ausgänge (Kopfhörer, LANC, Firewire), Audiolimiter, kann internes Mikro und externes gleichzeitig.

Aber mehr als 700 würde ich gebraucht nicht mehr zahlen.

Und ja, die chromatischen Aberrationen sind teilweise wirklich stark ausgebildet. Die Sonys rechnen die ja mittlerweile raus.

Hier noch ein paar Screenshots (aus einem 4MBit 720p MP4) aus einem aktuellen Auftrag, den ich mit der XH-A1 gefilmt habe:

Das verlinkte Video wird man zu 100% nicht mit der A1 mit ihren kleinen 1/3" Sensoren hinbekommen, das kann ich schon mal sagen. Bei den hier gezeigten Bildern wurde so massiv reingezoomt, dass man nur den Kopf sieht und auch selbst dort ist noch eine relativ hohe Schärfentiefe zu sehen und es verschwimmt sehr dezent. Das verlinkte Morgan Stanley-Video wurde minimum mit einem MFT-Sensor und 1,8 oder 1,4er Blende gedreht, oder Vollformat mit F2,8 bis F4. Ich meine die Einstellungen mit den sichtbaren Handflächen und dem kompletten Kopf. Wenn die geringe Schärfentiefe nicht gewünscht ist, geht das schon mit der Canon. Ich habe lange mit 1/3" Sony DSR-PD170P gedreht, diese Schärfentiefenspiele bei Einstellung vom kompletten Kopf bis zum Bauch sind so wie im verlinkten Video nicht möglich. Bestimmte Nahaufnahmen oder wie hier gezeigt stark reingezoomte Gliedmaßen oder die bloße Darstelllung nur vom Kopf in Maßen mit leichtem Schärfespiel, ja.

Wer das nicht glaubt, kann sich auch beim Dofmaster austoben. Die XH-A1 beginnt bei F1,6 im Weitwinkel und der Brennweitenbereich ist 4.5mm - 90mm bei wie schon gesagt 1/3" Sensor. Bei F1,6; 4,5mm Weitwinkel und zwei Meter von der Kamera zum Interviewenden liegt der Schärfebereich bei 74cm bis unendlich. Wenn dann die Neunmalklugen wieder mit Zoom kommen, bei gleicher Darstellungsgröße des Objekts ist die Schärfentiefe bei gleicher Blende genau gleich, egal ob man mit 50mm und einem Meter oder mit 100mm Brennweite und zwei Meter Abstand arbeitet, der Schärfentiefebereich ist gleich, wenn das aufzunehmende Objekt in genau den gleichen Proportionen aufgenommen werden soll.


http://www.dofmaster.com/dofjs.html


VG
Jan
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CameraRick
Beiträge: 4914

Re: Sony XH A1 noch zeitgemäß?

Beitrag von CameraRick »

Die XH A1 nimmt anamorph auf, ist doch logisch, ist ja HDV!

Aber das hat nun nichts mit Anamorphen Vorsatzlinsen oder Cinemascope zu tun, sondern mit dem internen Pixelaspekt.
Die Cam zeichnet 1440x1080 Pixel auf, die dann aber über den Pixelaspekt gestreckt werden. Guckt man sich das 1:1 an, hat man halt Eierköpfe. Wie bei SD PAL früher.

Was das mit Interviews zu tun haben soll, verstehe ich nicht



Skeptiker
Beiträge: 6721

Re: Sony XH A1 noch zeitgemäß?

Beitrag von Skeptiker »

Jan hat geschrieben:... Das verlinkte Morgan Stanley-Video wurde minimum mit einem MFT-Sensor und 1,8 oder 1,4er Blende gedreht ...

... Dofmaster ...

... bei gleicher Darstellungsgröße des Objekts ist die Schärfentiefe bei gleicher Blende genau gleich, egal ob man mit 50mm und einem Meter oder mit 100mm Brennweite und zwei Meter Abstand arbeitet, der Schärfentiefebereich ist gleich, wenn das aufzunehmende Objekt in genau den gleichen Proportionen aufgenommen werden soll. ...
Alles richtig.
Aber der Unschärfeverlauf (im Hintergrund) ist - abhängig von der Brennweite - nicht der gleiche.
Bei mehr Brennweite wird's schneller unscharf.

Wir hatten die Diskussion ja schon mal und haben uns damals die Köpfe heissgeredet.
Daraufhin habe ich die DOFMaster-Formeln so umgebogen, dass links vom Gleichheitszeichen der Unschärfekreis-Durchmesser stand (stellvertetend für die Hintergrund-Unschärfe - je grösser, desto unschärfer) und Excel damit gefüttert.
Heraus kam folgende Graphik (siehe Beilage).
Und wenn ich mich bei der ganzen Sache nicht verrechnet oder geirrt habe, kann man darin z.B. Folgendes lesen:

Bei immer gleichem Abbildungsmaßstab (Brennweite durch Objektabstand) des fokussierten Objekts von 1:100 (also ein Kopf von 300mm Höhe wäre auf dem Sensor stets 3mm hoch) ergeben sich - abhängig von der Objektiv-Brennweite - bei Blende 2.0 für den Hintergrund in 3m rückwärtigem Abstand von der Schärfe-Ebene (fokussiertes Objekt) die folgenden Unschärfescheibchen (U) auf dem Sensor (Durchmesser in Mikrometer=Mikron - in der Graphik die Hochachse):

Objektiv 25mm: U 70 Mikron
Objektiv 50mm: U 95
Objektiv 100mm: U 115
Obkjektiv 200mm: U 130
Objektiv 400mm: U 140

Man sieht also, dass der Hintergrund in 3 m Abstand von der Schärfe-Ebene für 400mm Brennweite doppelt so unscharf ist, wie für 25mm.
Und für ca. 75mm bereits anderthalbmal (1.5x) so unscharf (105 Mikron) wie für 25mm.
Für 'unendlich' weit entfernten Hintergrund gilt dann: Der Unschärfekreis-Durchmesser verdoppelt sich jeweils mit der doppelten Brennweite (siehe zweite Graphik).

In 10m rückwärtigem Abstand von der Fokusebene (ganz rechts auf der waagerechten Achse) ist fürs 25mm-Objektiv U = 100, fürs 50mm-Objektiv U = 170 Mikron.

Dies, obwohl die Schärfentiefe bei gleichem Abbildungsmaßstab (also mit 50mm in 2m Abstand oder mit 100mm in 4m Abstand) nach DOF-Rechner immer dieselbe ist.

Die Grenze akzeptabler Schärfe (aus der sich die Schärfentiefe ergibt) liegt für 36x24mm Kleinbild bei ca. 30 Mikron - was kleiner ist, gilt als akzeptabel scharf (je nach Anspruch an die Bildschärfe auch weniger als 30 Mikron). Sie verkleinert sich bei kleineren Formaten proportional zur Sensor-Diagonalen (verschärftes Schärfekriterium). Gleichzeitig verringert sich mit dem kleineren Sensor aber auch die Brennweite für eine bestimmte Abbildungsgrösse im Sucher (gleiche Kadrage bei gleicher Objekt-Entfernung), womit die Schärfentiefe wieder zunimmt. Zwei gegenläufige Effekte.

Natürlich kann man in der Praxis in Räumen nicht mit beliebigen Telebrennweiten filmen (ganz abgesehen vom Raumverdichtungs-Effekt), sondern würde die Schärfentiefe (bzw. die Unschärfe des Hintergrunds) eher über die Blende regeln (oder eben über mehr Sensorgrösse und damit mehr Telebrennweite bzw. (bei gleichem Sensor) mehr Telebrennweite und grösseren Fokus-Abstand).

Und schliesslich kann man den Effekt der Brennweite auf die Hintergrundunschärfe und den Hintergrund-Ausschnitt (bei gleicher Kadrage des fokussierten Vordergrund-Objekts und gleicher Blende) ja einfach mit einem Zoomobjektiv mit konstanter Lichtärke selbst überprüfen.
Im Prinzip geht's um Hitchcocks Vertigo-Effekt - https://de.wikipedia.org/wiki/Dolly-Zoom (siehe auch die Animation)
oder um die Brennweitenkatze (als GIF-Animation), die sich unter diesem interessanten Artikel https://www.slashcam.de/artikel/Workshop ... ensor.html ganz oben im Kommentarbereich findet:
Brennweitenkatze: https://www.slashcam.de/forum/viewtopic.php?p=788132#788132
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Zuletzt geändert von Skeptiker am Sa 01 Aug, 2015 11:22, insgesamt 5-mal geändert.



rabe131
Beiträge: 479

Re: Sony XH A1 noch zeitgemäß?

Beitrag von rabe131 »

... würde keine Bandkamera mehr nehmen. Band ist Stress. Gibt es dropped frames, bei längeren Aufzeichnungen, wann wechsle ich Kassetten usw...
Wenn der Budgetrahmen offenbar doch größer ist, würde ich Licht zunächst
ausborgen (Dedo-Koffer z. B.) und dafür in eine längerfristig nutzbare Kamera investieren. Denn mit Kassetten in der großen Kamera lässt es sich
auch nicht gut angeben. Das kannten die Kunden mit ihrer Kleinen vor einem Jahrzehnt schon... ähnlich habe ich aber auch vor fünf Jahren begonnen...



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