Sicki hat geschrieben: ↑Sa 18 Apr, 2026 10:17
iasi hat geschrieben: ↑Sa 18 Apr, 2026 08:40
Selbst in Deutschland und Österreich nahmen den Film nur 43.000 Leute wahr.
Und mit diesen Zahlen, war er kein finanzieller Erfolg:
Budget: €3.7 million
Box office: $4 million
Ich kenne den Film nicht, aber er soll laut Kritiken gut sein.
Man muss sich daher die Frage stellen, weshalb gute Filme sogar in den Nachbarländern mit gleicher Sprache so schlechte Besucherzahlen haben.
In der kleinen Schweiz sahen den Film 5mal (207.000) so viele Menschen wie in D und A zusammen.
Aber zeigt das nicht, dass es vor allem ein Vertriebs- bzw, Marketing-Problem ist und nicht ein Problem der Kunst?
Wenn 207K Schweizer den Film gesehen haben müssten die möglichen Zuschauerzahlen in D+AT kombiniert eigentlich weitaus höher sein.
Und theoretisch ist es ein Thema das europaweit, bzw. weltweit funktioniert, da vermutlich fast jedes Gesundheitssystem die dargestellten Probleme hat und damit eigentlich ein großes Publikum vorhanden sein könnte. Also haben die Macher des Films ein erfolgsversprechendes Thema gewählt welches nicht von lokalen deutschsprachigen Klischees abhängig ist.
Genau das habe ich gemeint.
Der deutsche Film steckt in einer Schublade, in der nur Extrawurst oder Leberkäse erfolgreich Platz finden.
Statt die Herstellung zu fördern, sollte die Verwertung von Filmen gefördert werden.
Produzenten und Investoren sollen zusammen mit den Filmemachern allein entscheiden welchen Film sie finanzieren und produzieren wollen. Eine gewisse finanzielle Absicherung könnten Kreditausfallbürgschaften sein, wie man sie von anderen Wirtschaftszweigen her kennt.
Und dann sollten Anreize und auch quotenmäßige Verpflichtungen dafür geschaffen werden, dass die Filme in Kinos laufen und im TV gezeigt werden. Ebenso sollte dann Marketing-Förderung laufen.
Ein Produktionsunternehmen lebt dann nicht mehr von der geförderten Herstellung von Filmen, sondern von den Zuschauern, die der produzierte Film erreicht.
Es werden dann weniger Filme, aber dafür hochwertigere produziert.
Ein Unternehmen, das eine bestimmte Anzahl von geförderten Filmen herstellen muss, um finanziell zu überleben, fragt:
Ist das ein Stoff, der Förderung erhalten wird?
Ein Unternehmen, das davon lebt, dass Zuschauer ihre Filme ansehen, wird eine andere Frage stellen und sich mehr Zeit und Mühe geben, um Filme zu erhalten, die die Zuschauer bestmöglich ansprechen.