Kino hat geschrieben: ↑Sa 29 Nov, 2025 05:26
... wobei ich inzwischen an mir selbst zweifele, ob "eigene Scheiben" sich nicht doch dem ganzen HDCP-Zeugs entziehen.
Eigene Scheiben sollen eigentlich nicht betroffen sein, wär ja noch schöne wenn man als Filmemacher seine eigenen Filme nicht abspielen könnte
Es sheint aber so, dass alle Geräte untereinader kompatibel sein müssen
micha2305 hat geschrieben: ↑Fr 28 Nov, 2025 22:25
Wie waren die Objektive für DV Camcorder hinsichtlich Kontrast, Schärfe und sonstigen Abbildungseigenschaften ?
Grottig nach heutigen Kriterien.
Wie sind z.B. die Objektive der Canon XL ? Wie würden sie auf heutigen Kameras wie BM usw. aussehen ?
Ich fand lustig, dass man noch in den 2010ern sagte, ältere Objektive für Analog wie Cooke Speed Panchro Ser 2 oder andere Objektive für Arri ST z.B. seien nicht mehr gut genug für die aktuellen Ansprüche und seien für Camcorder nicht geeignet. Dann wurden sie als wertloser, alter Ramsch betrachtet. Einige Jahre später kam dann der Vintage-Wahnsinn.
Wie sind z.B. die Objektive der Canon XL ? Wie würden sie auf heutigen Kameras wie BM usw. aussehen ?
Ich fand lustig, dass man noch in den 2010ern sagte, ältere Objektive für Analog wie Cooke Speed Panchro Ser 2 oder andere Objektive für Arri ST z.B. seien nicht mehr gut genug für die aktuellen Ansprüche und seien für Camcorder nicht geeignet. Dann wurden sie als wertloser, alter Ramsch betrachtet. Einige Jahre später kam dann der Vintage-Wahnsinn.
Das kannst Du nicht vergleichen. Die Canon XL-Objektive decken nur einen 1/3"-Winzsensor (4,8*3,6mm) ab, also ein Viertel der Oberfläche eines heutigen iPhone-Sensors, und nur 2% eines Full Frame-Sensors.
Außerdem war Canon XL ein 3-CCD-System mit internem Beam Splitter-Prisma, das speziell konstruierte Objektive braucht, bei denen das Licht anders gebündelt wird, weshalb diese Objektive an konventionellen (1-Chip-) Sensoren unscharfe Bilder produzieren.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip
Zuletzt geändert von cantsin am Sa 29 Nov, 2025 18:59, insgesamt 1-mal geändert.
Wie sind z.B. die Objektive der Canon XL ? Wie würden sie auf heutigen Kameras wie BM usw. aussehen ?
Ich fand lustig, dass man noch in den 2010ern sagte, ältere Objektive für Analog wie Cooke Speed Panchro Ser 2 oder andere Objektive für Arri ST z.B. seien nicht mehr gut genug für die aktuellen Ansprüche und seien für Camcorder nicht geeignet. Dann wurden sie als wertloser, alter Ramsch betrachtet. Einige Jahre später kam dann der Vintage-Wahnsinn.
Das kannst Du nicht vergleichen. Die Canon XL-Objektive decken nur einen 1/3"-Winzsensor (4,8*3,6mm) ab, also ein Viertel der Oberfläche eines heutigen iPhone-Sensors, und nur 2% eines Full Frame-Sensors.
Außerdem war Canon XL ein 3-CCD-System mit internem Beam Splitter-Prisma, das speziell konstruierte Objektive braucht, bei denen das Licht anders gebündelt wird, weshalb diese Objektive an konventionellen (2-Chip-) Sensoren unscharfe Bilder produzieren.
Bis in welchem Jahr ungefähr spielte die Canon XL eine Rolle ? Ab wann war sie überholt ?
freezer hat geschrieben: ↑Fr 28 Nov, 2025 18:59
... Du kannst leider das hochskalierte Signal am DVD-Player dank HDCP-Kopierschutz nicht abgreifen, nicht einmal wenn Deine DVD keinen Kopierschutz hat. ...
Doch, s.u.
Der Kopierschutz durch HDCP liegt nicht auf der Scheibe, sondern am/im Abspielgerät.
Ich hatte das Problem, dass mir Verleiher BDs für kommerzielle LED-Vorstellungen schickten, mein BD-Player aber den Handshake mit meinem direkt verbundenem ATEM verweigerte (über das der komplette LED-Content läuft), da dieses ja auch aufnehmen kann. Lösung: Ein HDCP-fähiger HDMI-Splitter vom China-Mann, damals so um die 40,€. Fortan fragte mein BD-Player das mit ihm direkt verbundene Gerät (Splitter) an "Kannst Du auch aufnehmen?", was der Splitter wahrheitsgemäß mit "Nein" beantwortet. Danach leitet der Lümmel den Input ans ATEM weiter - Feddisch!
Ist mir alles bekannt, hab auch so einen Splitter (vor ein paar Jahren gekauft) - aber leider funktioniert das mit diesem nicht.
Mir gings nicht um das Anschauen am Fernseher, sondern eben um die Scaler-Fähigkeiten. Wobei mir diese nicht wirklich besser erschienen als die meines Teranex AVs.
micha2305 hat geschrieben: ↑Fr 28 Nov, 2025 22:25
Wie waren die Objektive für DV Camcorder hinsichtlich Kontrast, Schärfe und sonstigen Abbildungseigenschaften ?
cantsin hat geschrieben: ↑Fr 28 Nov, 2025 22:50
Grottig nach heutigen Kriterien.
hatte auch schonmal überlegt in DV einzusteigen, aber es dann doch gelassen.
Habe ja VHS als einziges alternatives Retro System, und das benutze ich eigentlich auch viel zu wenig.
Anfangs ist es erstmal cool und erfrischend, fast schon euphorisierend (und VHS ist auch wirklich charmant), aber dann normalisiert sich das und man möchte Drehs doch lieber gerne "modern digital" machen und da keine Risiken eingehen.
…ich schleife damit mein von den Kameras kommendes Digital oder Analog-Signal (DV/D8/Video8/HI8/VHS/SVHS/) via dem Digital- oder Analogeingang eines DVD-(Panasonic)Recorders inl. TBC und dessen HDMI-Ausgang an diesen Splitter und von dort via eines Blackmagic Itensity Shuttle via USB das Signal in den PC.
Ich weiss, klingt etwas kompliziert, insbesondere was DV bzw. der Möglichkeit von Firewire betrifft, aber es ist für mich der „sauberste“ Weg ein lossless-Ergebnis als Master zu bekommen.
Das nur nebenbei. Viel wichtiger: ohne diesen Splitter würde der DVD-Recorder nicht das HDMI-Signal (aus Kopierschutzgründen) direkt weiterleiten.
Ergo geht es auch mit kopiergeschützten DVD‘s die via HDMI-Ausgang in (!) (nicht nur an den Monitor) einen PC gehen sollen…
vielen Dank für die Beiträge. Ein Freund von einem benachbarten Bergdorf hat mich kürzlich angefragt, ob ich seine etwa 20 Jahre alten DVD's etwas verbessern könne. Also DVD auf Prores einlesen, in Resolve bearbeiten, und dann ein DVD Authoring mit einer Gratissoftware machen. Es geht, aber das sauber hinzukriegen ist nicht so einfach. Einzelne Frames mit Verschiebungen, oder grüne Flecken mit Nullinformationen. Schwierig sind Passagen, wo die grünen Flecken über 10-15 Frames vorhanden sind. Da hilft dann auch kein Optical Flow vom Frame Replacer, der ja bei einzelnen Frames wunderbar funktioniert. Da muss man einfach einen schwarzen Balken ein- und ausblenden, mit etwas Blur. Schwarz ist immer noch besser als das grelle Grün.
Nun stellt sich heraus, dass ein paar Mini-DV-Bänder noch vorhanden sind. Aber wo ist das DV-Kabel für die Übertragung? In der Kartonkiste mit meiner alten Panasonic NV-GS3 liegt kein solches bei. Erst nach einer Weile erinnerte ich mich, dass das ein Firewire-Anschluss ist. Diese Ära hatte ich wohl nur zu gerne in die ewige Vergessenheit geschickt.
Meine Aufgabe besteht nun darin, etwas zu tun, das ich mit Fug und Recht in die Vergessenheit geschickt hatte: Mini-DV-Bänder übertragen. Es gibt ja Hoffnung, dass es dabei weniger digitale Artefakte gibt, und auch dass die Qualität besser sein wird als von den DVD's.
Was den Inhalt dieser Aufnahmen betrifft, es sind recht gute Dokumente. Portraits von ehrwerten Leuten, die heute nicht mehr da sind. Ein damals 80 jähriger Bauer bei der Arbeit mit dem Traktor, beim Heuen, als Schmied beim Reparieren von Werkzeugen, in der Sägerei beim Herstellen von Brettern, Zubereitung von Frischkäse mit primitiven Mitteln, etc. Und dann auch noch Theateraufführungen mit Laienschauspielern aus der Gegend. Alles selbstgemacht. Dieser Freund hat manches davon mit seiner DV-Kamera festgehalten, und es ist mir daher Pflicht, das beste daraus herauszuholen. Die Arbeit eines Editors vor etwa 20 Jahren, der die DVD's gemacht hat, ist sehr gut. Aber heute kann man noch einiges mehr machen.
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Ich habe zwei Fragen.
1. wie die meisten Sensoren dieser Zeit ist ein ein Rotstich da. Also der Schnee, wie auch der Himmel ist rosa anstatt weiss. Das lässt sich korrigieren, aber dann geht das Fell der Schafe ins Grünliche. Weissabgleich mit Mini-DV ist eine heikle Balance. Das habe ich einigermassen hingekriegt mit Resolve, und bin auch zufrieden damit. Es ist halt einfach so, Garbage in, Garbage out. Die Frage ist, ob es da eine bewährte Methode gibt mit diesem gegebenen sehr schlechten Material. Im Internet konnte ich nichts finden zu dem Problem. Die grell leuchtenden gelben und grünen Plastikkübel konnte ich einigermassen gut neutralisieren mit Magic Mask 2 und verminderter Farbsättigung und Helligkeit. Das ist heute wirklich gut zu machen.
2. Deinterlacing. Meine Methode ist, das schon am Anfang zu machen, beim Übertragen der DVD auf die Festplatte. Diese Datei kommt dann in Resolve, wo ich in aller Ruhe wie gewohnt arbeiten kann. Das Rendering ist Prores 442 HQ, das vom Authoring Programm akzeptiert wird. Eigentlich alles gut.
Das finale Abspielgerät ist ein DVD-Player, der ja glaube ich Deinterlacing gut machen kann. Der Flachbildfernseher sollte das auch alleine machen können. Da bin ich eben etwas unsicher, da ich weder das eine noch das andere Gerät bei mir habe zum testen.
Meine Methode, das Quellmaterial von Anfang an zu deinterlacen funktioniert. Aber vielleicht wäre es eine andere Herangehensweise besser? Ich kenne mich da einfach zuwenig aus.
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Ich war so froh, als die ganze Geschichte mit dem DV Zeugs und den CRT Fernsehern und dem Interlacing und den nicht quadratischen Pixeln vorbei war. Aber überzeuge mal einen alten Bergbewohner, der die DVD als die neueste Erfindung der Menscheit ansieht. Ich hätte da noch ein altes RasPi Board, das h.264 encodet, aber was will man da machen.
Wenn das Bild ein ins rötlich gehende Weiss zeigt, lässt das auf einen klippenden Rotkanal schließen. Man muss die Korrektur also auf diesen äussersten Bereich beschränken.
Wenn dann trotzdem das Weiss des der Schafe mit betroffen ist, müsste man maskieren.
Oder alles so lassen ;)
Normalerweise ist das Deinterlacing Sache des Abspielgerätes. Auf aktuellen TVs wären das dann 50p, du machst 25p. Würde ich persönlich auch so machen, es sollte aber klar sein, dass das ein Eingriff in die Ästhetik ist.
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