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Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger



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stip
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Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von stip »

iasi hat geschrieben: Sa 25 Mai, 2024 20:01
Überhaupt mal eine "Handheld"-Einstellung wäre gut. ;)
Ach Loide.
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal...


@0:33
"We wanted a lot of handheld camera" - C. Nolan



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cantsin
Beiträge: 14697

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von cantsin »

stip hat geschrieben: Sa 25 Mai, 2024 20:25
Ach Loide.
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal...


@0:33
"We wanted a lot of handheld camera" - C. Nolan




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Ja, da hat er eine IMAX-Kamera mit sphärischen Objektiven in der Hand...

Mann, Mann, wer im Glashaus sitzt...



stip
Beiträge: 527

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von stip »

cantsin hat geschrieben: Sa 25 Mai, 2024 20:34
Ja, da hat er eine IMAX-Kamera mit sphärischen Objektiven in der Hand...

Mann, Mann, wer im Glashaus sitzt...
Ja aber nicht in der Szene die ich verlinkt habe. Herrgottnochmal. Ausserdem schau nochmal genauer die Bilder an.

Und die verlinkte Szene. Das ist handheld mit Panavision Anamorphoten, mit Barrel-Distortion bis zum Abwinken. Genau der Scheiss der deiner Meinung nach nicht geht.

Und wenn ihr Maximalexperten da trotzdem klugscheissen müsst dann nehmt halt alle anderen Beispiele für Anamophes Drehen aus der Hand, es gibt unzählige.

So ein Kinderfasching hier immer.
Zuletzt geändert von stip am Sa 25 Mai, 2024 21:04, insgesamt 1-mal geändert.



cantsin
Beiträge: 14697

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von cantsin »

Ja aber nicht in der Szene die ich verlinkt habe. Herrgottnochmal. Ausserdem schau nochmal genauer die Bilder an.
Du hast da oben alle möglichen Videos verlinkt, aber keine Szene.
Und die verlinkte Szene. Das ist handheld mit anamorphen Optiken, miit Barrel-Distortion bis zum Abwinken. Genau der Scheiss der deiner Meinung nach nicht geht.
Wenn Du Dich auf die "Interstellar"-Szene beziehst, so kann ich da beim besten Willen keine Handkamera erkennen. Minimal war da irgendein Stabilisierungs-Rig im Einsatz.


Und wenn Du hier als Beweis von Handheld-Anamorphic Bilder von handgeführten IMAX-Kameras postet, würde ich erst mal ganz kleine Brötchen backen, was Deine überlegene Sachkenntnis angeht.
Zuletzt geändert von cantsin am Sa 25 Mai, 2024 21:05, insgesamt 1-mal geändert.



stip
Beiträge: 527

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von stip »

Alles klar :)



Frank Glencairn
Beiträge: 23824

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von Frank Glencairn »

Sapere aude - de omnibus dubitandum



iasi
Beiträge: 25090

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von iasi »

stip hat geschrieben: Sa 25 Mai, 2024 20:56
cantsin hat geschrieben: Sa 25 Mai, 2024 20:34
Ja, da hat er eine IMAX-Kamera mit sphärischen Objektiven in der Hand...

Mann, Mann, wer im Glashaus sitzt...
Ja aber nicht in der Szene die ich verlinkt habe. Herrgottnochmal. Ausserdem schau nochmal genauer die Bilder an.

Und die verlinkte Szene. Das ist handheld mit Panavision Anamorphoten, mit Barrel-Distortion bis zum Abwinken. Genau der Scheiss der deiner Meinung nach nicht geht.

Und wenn ihr Maximalexperten da trotzdem klugscheissen müsst dann nehmt halt alle anderen Beispiele für Anamophes Drehen aus der Hand, es gibt unzählige.

So ein Kinderfasching hier immer.
Ich hab so den Eindruck wir haben völlig unterschiedliche Vorstellungen von "Drehen aus der Hand".

Es scheint, du verstehst darunter so ziemlich alles, was beinhaltet, dass der Kameramann irgendwie das Gewicht der Kamera trägt.
Tja - hier hat er auch die Hände dran:
Bild

Und das hier?
Bild



iasi
Beiträge: 25090

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von iasi »

Frank Glencairn hat geschrieben: Sa 25 Mai, 2024 21:50
So ein Amateure - nicht einmal das Bild gestaltet. In keiner Aufnahme hat er Licht gesetzt hat. ;) :)



Darth Schneider
Beiträge: 20202

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von Darth Schneider »

@Strip
Ich würde solche Aussagen von Seiten Hollywoods nicht überschätzen…
Von den von Hand Raumschiff Shots von aussen sieht man im Film höchstens ein paar ganz wenige Sekunden am Stück.
Viel Handkamera gab es womöglich im Raumschiff drin bei Flugmanövern wo alles so oder so sehr fest wackelt…;)
Sonst mag ich mich nicht erinnern gesehen zu haben das es besonders viel wirklich echte Handkamera (das heisst ohne Gimbal und anderm Stabi Zeugs) in Interstellar gab…

@iasi
Das musste er nicht, die Natur setzt bei solchen Aufnahmen das Licht…
Der Kameramann muss aber erstmal auf das richtige Licht und die Stimmung warten.
Gruss Boris



stip
Beiträge: 527

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von stip »

cantsin hat geschrieben: Sa 25 Mai, 2024 21:03
Und wenn Du hier als Beweis von Handheld-Anamorphic Bilder von handgeführten IMAX-Kameras postet, würde ich erst mal ganz kleine Brötchen backen, was Deine überlegene Sachkenntnis angeht.
Kollege, die anamorphen Optiken (Panavision C, D, E Series) saßen auf den Panavision Kameras, nicht der IMAX. Die IMAX handheld Bilder sind dabei um zu zeigen, dass sie selbst mit dem Brummer viel handheld gedreht haben - weil hier nach "Beweisen" gegrölt wurde.

Mein "Beweis" waren aber eigentlich auch die vielen anderen Filme in denen aus der Hand anamorph gedreht wurde - ohne dass irgendjemandem schlecht wurde. Gerade noch einer eingefallen:



Vielleicht einfach mal von der steilen These Abstand nehmen.

(ach was rede ich mir ein, das ist das Slashcam Forum)



cantsin
Beiträge: 14697

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von cantsin »

stip hat geschrieben: Sa 25 Mai, 2024 22:12 Vielleicht einfach mal von der steilen These Abstand nehmen.
(Hatte ich schon weiter oben.)

Wenn Du ernsthaft glaubst, dass die Interstellar-Krankenhausszene handheld gedreht wurde, kann ich Dich nicht ernstnehmen. Es sei denn, für Dich ist auch Easyrig, Gimbal oder Steadycam "handheld" - doch IMHO sind in der Szene definitiv Einstellungen drin, die von Dolly/Jib/Stativ gedreht wurden, oder da wurde ganz massiv in der Post stabilisiert.

Mit dem Beach Bum-Trailer schiesst Du Dir ebenfalls in den Fuß. Den Film habe ich im Kino gesehen. Bei der Eingangsszene in dem convenience store wird einem beim Zusehen ja tatsächlich schwindlig oder schlecht, was bei diesem psychedelischen Trip-Film ja auch perfekt passt.

- Aber um mal wieder on-topic zu werden: Mit der BM Cinema Camera 6K und ihrem extremen rolling shutter willst Du echt kein Handheld Anamorphic drehen. Garantiert nicht.



stip
Beiträge: 527

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von stip »

seufz



iasi
Beiträge: 25090

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von iasi »

Darth Schneider hat geschrieben: Sa 25 Mai, 2024 21:56
@iasi
Das musste er nicht, die Natur setzt bei solchen Aufnahmen das Licht…
Der Kameramann muss aber erstmal auf das richtige Licht und die Stimmung warten.
Gruss Boris
Frank weiß schon wie es gemeint ist. ;)

An anderer Stelle hatte er erklärt, dass mit natürlichem Licht zu drehen keine Gestaltungstiefe hätte und nur ein Zeichen für Faulheit und zu viel Geld sei. :)

Aber das verläuft eh so ähnlich, wie mit dieser Handheld-Debatte, bei der ein IMAX-Dreh als Beispiel genannt wird.
Also in der Hand hält wohl niemand so ein Drum beim Filmen.
Wenn das Teil dann als Schultercam genutzt wird, braucht es noch einen zweiten Mann zum Stützen.
Nur: Aufnahmen von der Schulter und aus der Hand sind zwei unterschiedliche Geschichten.
Es geht ja eigentlich darum, dass das eigentlich kaum vermeidbare Herumkippeln aus der Hand bei breitformatigen Aufnahmen und speziell Anam. unangenehm und störend wirkt.

Nolan mit seinem Kraut und Rüben Formatmix ist sowieso ein schlechtes Beispiel:

Seitenverhältnisse bei Interstellar:

1.43 : 1 (IMAX 70 mm: some scenes) 1.78 : 1(IMAX Blu-ray & 4K UHD - some scenes) 1.90 : 1(Digital IMAX - some scenes) 2.20 : 1(70 mm prints) 2.39 : 1 (35 mm prints, Digital)



roki100
Beiträge: 15886

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von roki100 »

Frank Glencairn hat geschrieben: Sa 25 Mai, 2024 21:50
ich weiß nicht, ist zu bläulich digital... wie fotos für webung...bitte cinematisch :D



"Deine Zeit ist begrenzt. Verschwende sie nicht damit, das Leben eines Anderen zu leben"
(Steve Jobs)



Frank Glencairn
Beiträge: 23824

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von Frank Glencairn »

iasi hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 01:00

An anderer Stelle hatte er erklärt, dass mit natürlichem Licht zu drehen keine Gestaltungstiefe hätte und nur ein Zeichen für Faulheit und zu viel Geld sei. :)
In Wirklichkeit hab ich gesagt, daß man genug Budget haben muß, um es sich leisten zu können mit Schauspielern und der ganzen Crew darauf zu warten, bis das Licht endlich passt (um dann nur 1-2 Stunden max zu drehen). Und dann noch mehr Geld, wenn blöderweise Wolken aufziehen.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



iasi
Beiträge: 25090

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von iasi »

Frank Glencairn hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 06:20
iasi hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 01:00

An anderer Stelle hatte er erklärt, dass mit natürlichem Licht zu drehen keine Gestaltungstiefe hätte und nur ein Zeichen für Faulheit und zu viel Geld sei. :)
In Wirklichkeit hab ich gesagt, daß man genug Budget haben muß, um es sich leisten zu können mit Schauspielern und der ganzen Crew darauf zu warten, bis das Licht endlich passt (um dann nur 1-2 Stunden max zu drehen). Und dann noch mehr Geld, wenn blöderweise Wolken aufziehen.
In deinem verlinkten Video sieht man nichts, das höhere Kosten verursachen würde, als eine dreistellige Zahl an Crewmitgliedern beim Aufbau eines Sets, das dann ebensoviel hermacht, wie eine solche Natur-Location.
Mit einer kleinen Crew gewinnt man nun einmal bei gleichem Budget erheblich an Drehzeit, denn sie erzeugt nur einen Bruchteil an Kosten. Man nutzt dabei zudem den Location-Value für die Produktion.



Alex
Beiträge: 1519

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von Alex »

iasi hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 09:23
Frank Glencairn hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 06:20

In Wirklichkeit hab ich gesagt, daß man genug Budget haben muß, um es sich leisten zu können mit Schauspielern und der ganzen Crew darauf zu warten, bis das Licht endlich passt (um dann nur 1-2 Stunden max zu drehen). Und dann noch mehr Geld, wenn blöderweise Wolken aufziehen.
In deinem verlinkten Video sieht man nichts, das höhere Kosten verursachen würde, als eine dreistellige Zahl an Crewmitgliedern beim Aufbau eines Sets, das dann ebensoviel hermacht, wie eine solche Natur-Location.
Mit einer kleinen Crew gewinnt man nun einmal bei gleichem Budget erheblich an Drehzeit, denn sie erzeugt nur einen Bruchteil an Kosten. Man nutzt dabei zudem den Location-Value für die Produktion.
Das kommunikative Problem zwischen euch beiden besteht in erster Linie darin, dass dem Frank die Finanzierung (glaube ich) relativ scheißegal ist, er will nur geile Bilder drehen, weil das sein Job ist und nicht Excel-Tabellen mit Budgets zu wälzen.

Er weiß, wie das geht und hat ne Tonne an Erfahrung in dem Bereich.
Dazu hätte er gerne eine gewisse Infrastruktur, die eine Kombination von gewissen Gestaltungsmitteln voraussetzt, wie Manpower, Equipment und Zeit. Mit viel Manpower brauchste weniger Zeit. Mehr Zeit brauchste, wenn dir Crew und Equipment fehlt usw....

Frank ist aber sicher einer (so schätze ich ihn jedenfalls ein) der sich vielleicht für nen Dreh ne Alexa wünscht, das Budget aber nur ne BM reicht, dann nicht sagt "Nee, dann mag ich nicht" sondern der sagt, das und das geht damit, das und das halt nicht so einfach...

Und wenn er anstatt 2 Beleuchter nur einen bekommt, dann macht er das auch, braucht aber mehr Zeit.
Ich denke erst, wenn er beides nicht bekommt, zickt er und lehnt ggf. den Job ab.

Aber letztlich (und da verstehe ich Frank) wünscht er sich erstmal das Optimum, damit er gestalten kann. Kommt dann der Rotstift, stellt sich Frank sicher nicht direkt quer, sondern macht sich Gedanken, wie er mit reduzierten Mitteln zu seinem Ziel kommt. Wenn das/sein Ziel in Gefahr ist, dann tut er sich einen Gefallen, wenn er das nicht machen will, denn er steht am Ende fürs Ergebnis mit seinem Namen.

Und der Frank kennt sich natürlich mit High-ISO, LEDs, Gestaltungsmittel der Post und allen möglichen anderen Innovationen in der Branche bestens aus, das Optimum zu fordern hat damit erstmal nichts zu tun.

Bei Iasi (und ich kann viele seine Punkte total verstehen) dreht sich viel darum, von Anfang an einen kostengünstigen Weg zu wählen und trotzdem geile Bilder zu machen (was sicher auch möglich ist, und natürlich auch das Ziel seiner Funktion ist). Das ist aber nicht Franks primärer Ansatz. Auch wenn er kostengünstig drehen kann, ist das nicht die höchste Priorität günstig zu drehen, sondern erstmal geile Bilder zu drehen.

Frank ist in erster Linie Kameramann/DoP, also Künstler und das mit sehr viel Erfahrung.
Was Iasi ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht genau, aber ich würde ihn auf der Produzentenseite sehen, mit einem starken Hang zur Kamera. Allerdings beruht einiges seiner Wege auf Theorien, die nicht praxiserprobt sind. Damit will ich nicht sagen, dass er Unrecht hat, viele seiner Ansichten kann ich nachvollziehen und mich würden auch die Ergebnisse interessieren.

Und irgendwie stelle ich mir das witzig vor, euch beiden in den Rollen an einem gemeinsamen Projekt zu sehen :D
Aber ich glaube, das würdet ihr (mit viel Diskussion vorab) am Ende gewuppt kriegen, denn ihr seid beide helle Köpfe und wisst eigentlich, worum es geht, nur die Ansätze sind anders, aber bei beiden aus ihrer Rolle heraus gesehen berechtigt ;)

Das ist ja auch das Schöne an der Filmerei, dass das ab ner gewissen Dimension keine Solo-Produktionen sind, sondern durch gemeinsame Zusammenarbeit aus 1 + 1 eben mehr als 2 wird. Im Idealfall klappt das, manchmal kommt auch weniger als 2 raus.

Deshalb findet jeder in der Branche Leute, mit denen man gut tickt und arbeitet gerne mit diesen wieder...

Jedenfalls ist das alles nicht so schwarz und weiß wie das so oft hier dargestellt wird. Filmer sind Teamplayer. Filmer finden Kompromisse. Filmer können sich anpassen. Filmer finden mehrere Wege zum gleichen Ziel. Wer das nicht lebt, hat in der Branche nix zu suchen.



MrMeeseeks
Beiträge: 2024

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von MrMeeseeks »

Man muss sich einfach nur fragen wer damit aktuelles Geld verdient und wer nur eine reine anonyme Forumspräsenz ohne jeglichen Hintergrund hat.

Iasi hat hier nie irgendwas bewiesen, deswegen kann man nur annehmen dass seine sämtlichen Vorstellungen eines Drehs von einer Behind the Scenes/Bonus Content DVD seines Lieblingsfilms stammen.



iasi
Beiträge: 25090

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von iasi »

Alex hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 10:10
iasi hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 09:23

In deinem verlinkten Video sieht man nichts, das höhere Kosten verursachen würde, als eine dreistellige Zahl an Crewmitgliedern beim Aufbau eines Sets, das dann ebensoviel hermacht, wie eine solche Natur-Location.
Mit einer kleinen Crew gewinnt man nun einmal bei gleichem Budget erheblich an Drehzeit, denn sie erzeugt nur einen Bruchteil an Kosten. Man nutzt dabei zudem den Location-Value für die Produktion.
Das kommunikative Problem zwischen euch beiden besteht in erster Linie darin, dass dem Frank die Finanzierung (glaube ich) relativ scheißegal ist, er will nur geile Bilder drehen, weil das sein Job ist und nicht Excel-Tabellen mit Budgets zu wälzen.

Er weiß, wie das geht und hat ne Tonne an Erfahrung in dem Bereich.
Dazu hätte er gerne eine gewisse Infrastruktur, die eine Kombination von gewissen Gestaltungsmitteln voraussetzt, wie Manpower, Equipment und Zeit. Mit viel Manpower brauchste weniger Zeit. Mehr Zeit brauchste, wenn dir Crew und Equipment fehlt usw....

Frank ist aber sicher einer (so schätze ich ihn jedenfalls ein) der sich vielleicht für nen Dreh ne Alexa wünscht, das Budget aber nur ne BM reicht, dann nicht sagt "Nee, dann mag ich nicht" sondern der sagt, das und das geht damit, das und das halt nicht so einfach...

Und wenn er anstatt 2 Beleuchter nur einen bekommt, dann macht er das auch, braucht aber mehr Zeit.
Ich denke erst, wenn er beides nicht bekommt, zickt er und lehnt ggf. den Job ab.

Aber letztlich (und da verstehe ich Frank) wünscht er sich erstmal das Optimum, damit er gestalten kann. Kommt dann der Rotstift, stellt sich Frank sicher nicht direkt quer, sondern macht sich Gedanken, wie er mit reduzierten Mitteln zu seinem Ziel kommt. Wenn das/sein Ziel in Gefahr ist, dann tut er sich einen Gefallen, wenn er das nicht machen will, denn er steht am Ende fürs Ergebnis mit seinem Namen.

Und der Frank kennt sich natürlich mit High-ISO, LEDs, Gestaltungsmittel der Post und allen möglichen anderen Innovationen in der Branche bestens aus, das Optimum zu fordern hat damit erstmal nichts zu tun.

Bei Iasi (und ich kann viele seine Punkte total verstehen) dreht sich viel darum, von Anfang an einen kostengünstigen Weg zu wählen und trotzdem geile Bilder zu machen (was sicher auch möglich ist, und natürlich auch das Ziel seiner Funktion ist). Das ist aber nicht Franks primärer Ansatz. Auch wenn er kostengünstig drehen kann, ist das nicht die höchste Priorität günstig zu drehen, sondern erstmal geile Bilder zu drehen.

Frank ist in erster Linie Kameramann/DoP, also Künstler und das mit sehr viel Erfahrung.
Was Iasi ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht genau, aber ich würde ihn auf der Produzentenseite sehen, mit einem starken Hang zur Kamera. Allerdings beruht einiges seiner Wege auf Theorien, die nicht praxiserprobt sind. Damit will ich nicht sagen, dass er Unrecht hat, viele seiner Ansichten kann ich nachvollziehen und mich würden auch die Ergebnisse interessieren.

Und irgendwie stelle ich mir das witzig vor, euch beiden in den Rollen an einem gemeinsamen Projekt zu sehen :D
Aber ich glaube, das würdet ihr (mit viel Diskussion vorab) am Ende gewuppt kriegen, denn ihr seid beide helle Köpfe und wisst eigentlich, worum es geht, nur die Ansätze sind anders, aber bei beiden aus ihrer Rolle heraus gesehen berechtigt ;)

Das ist ja auch das Schöne an der Filmerei, dass das ab ner gewissen Dimension keine Solo-Produktionen sind, sondern durch gemeinsame Zusammenarbeit aus 1 + 1 eben mehr als 2 wird. Im Idealfall klappt das, manchmal kommt auch weniger als 2 raus.

Deshalb findet jeder in der Branche Leute, mit denen man gut tickt und arbeitet gerne mit diesen wieder...

Jedenfalls ist das alles nicht so schwarz und weiß wie das so oft hier dargestellt wird. Filmer sind Teamplayer. Filmer finden Kompromisse. Filmer können sich anpassen. Filmer finden mehrere Wege zum gleichen Ziel. Wer das nicht lebt, hat in der Branche nix zu suchen.
Es geht nicht um Solo-Projekt vs. Hollywood-Crew.

Ein DP der sich keine Gedanken über die Kosten macht, lebt in einer Fantasiewelt.
Das Budget ist immer begrenzt und beschränkt entweder die Möglichkeiten oder die Zeit.

Filmer finden mehrere Wege - aber das Resultat ist dann nicht dasselbe.

Einen Raum bis ins letzte Eck toll auszuleuchten und Akzente zu setzen, wenn dann nur Groß- und Nahaufnahmen gemacht werden, ist z.B. nicht effizent.
Hingegen spart es reichlich an Aufwand, wenn mit High-ISO gearbeitet und dadurch sehr viel Lichtpower eingespart wird.

Und warum all diese Effizenz?
Weil es dem fertigen Film anzusehen ist, wenn z.B. einem Darsteller so viele Takes ermöglicht werden, bis er die beste Performance bringt.
Oder wenn man eben doch auf dem Marktplatz in der Altstadt anstelle einer beliebigen Nebenstraße drehen kann.

Der deutsche Film leidet an Routine.
Wenn ich nicht das Bild auf der Leinwand, sondern das Regelwerk der Ausleuchtung im Sinn habe, bekommt man nur ein Regelwerk-orieniertes Ergebnis, das aufgrund des Budgets- und dadurch Zeitmangels aber nicht mal die Routinen voll erfüllen kann.

Die Trennung zwischen "Produzentenseite" und Crew ist zudem verheerend.
Zu denken, man könne und müsse von der "Produzentenseite" einfach erwarten können, dass die "Profi"-Ansprüche erfüllt werden, die man zu haben glaubt, führt zu nichts gutem.
Will man am Ende aller Mühen einen Film, der auch möglichst viele Zuschauer erreicht, muss man gemeinsam an einem Strang ziehen. Das heißt auch Empathie für die "Produzentenseite", mit der man in einem Boot sitzt.

Ergo:
Ein guter DP denkt immer auch daran, wie er mit weniger Mitteln, dasselbe Ergebnis erzielen kann - und hinterfragt ständig die Routinen.



Frank Glencairn
Beiträge: 23824

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von Frank Glencairn »

iasi hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 10:54
Ein guter DP denkt immer auch daran, wie er mit weniger Mitteln, dasselbe Ergebnis erzielen kann - und hinterfragt ständig die Routinen.
Dann bin ich also ein guter DP :-)
Sapere aude - de omnibus dubitandum



pillepalle
Beiträge: 8823

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von pillepalle »

@ iasi

Es macht sich doch niemand unnötige Arbeit und leuchtet Dinge aus, die er nicht ausleuchten musss :) Jeder versucht möglichst effizient zu arbeiten, egal ob mit Licht oder ohne. Du denkst nur immer man könnte sich die Mühe auch sparen, oder mit irgendwelchen Tricks (die natürlich niemand außer Dir kennt) günstiger/schneller zum Ziel kommen. Das ist dann schon eher aus der Phantasiewelt.

VG
Meine Lieblingsfilme:
Es war ein Mahl in Amerika
Molkerei auf der Bounty
Dune - Der Würstchenplanet



Frank Glencairn
Beiträge: 23824

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von Frank Glencairn »

Alex hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 10:10

Das kommunikative Problem zwischen euch beiden besteht in erster Linie darin, dass dem Frank die Finanzierung (glaube ich) relativ scheißegal ist, er will nur geile Bilder drehen, weil das sein Job ist und nicht Excel-Tabellen mit Budgets zu wälzen.
Ja, ich bin DP und kein Produzent > Schuster bleib bei deinen Leisten.
Ich hab auch keinen eigenen Film den ich machen möchte. Ich helfe nur Leuten dabei ihre Filme zu machen.

Und natürlich ist mein Job als DP die bestmöglichsten Bilder mit den vorhandenen Mitteln zu machen - was denn sonst?
Schließlich steht da ja auch mein Name drunter, und am Ende des Tages fragt niemand danach, unter welchen Umständen ich das drehen mußte, sondern nur: sieht es gut aus oder scheiße?

Ich hab also genug Eigeninteresse darauf zu achten, daß die Bilder so gut wie möglich werden.

Der Witz ist, das ich schon ganze Spielfilme mit einem lächerlichen Budget, 4 Lichtern und einer Skeleton Crew gedreht habe, und iasi nicht aufhört immer wieder auf's Neue zu behaupten, ich könnte das nur mit einem riesen Licht-Truck, zig Leuten und jeder Menge Geld.

Natürlich hab ich lieber eine Alexa (oder 3), einen Truck voll Licht und entsprechend viele Leute.
Nicht nur weil es das Bild schöner und das Leben einfacher macht, sondern halt auch alles viel schneller geht, und weniger stressig ist. Haste makes waste.

Das heißt aber noch lange nicht, daß ich anders nicht arbeiten kann, im Gegenteil.
Eigentlich bin ich eher bekannt dafür, daß ich selbst mit minimalen Möglichkeiten Bilder hin bekomme, die nach deutlich mehr Budget aussehen.

Bei "Losgelasen" z.B. bestand das ganze Camera Department nur aus 2 Leuten - meinem AC und mir.
Wir beide haben alles alleine gemacht, was Kamera, Licht, DIT etc. betrifft, und das Licht daß hat in einen Rucksack gepasst, nicht in einen Truck.
Wir haben jeden erdenklichen Trick benutzt und auf Teufel komm raus improvisiert und gezaubert, daß sich die Balken biegen.

Das ist natürlich nicht meine bevorzugte Arbeitsweise, aber wenn es sein muß mach ich das halt auch ohne rum zu zicken.
Ich weiß ja vorher worauf ich mich einlasse, und kann auch notfalls nein sagen.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



iasi
Beiträge: 25090

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von iasi »

Frank Glencairn hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 11:05
iasi hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 10:54
Ein guter DP denkt immer auch daran, wie er mit weniger Mitteln, dasselbe Ergebnis erzielen kann - und hinterfragt ständig die Routinen.
Dann bin ich also ein guter DP :-)
In der Praxis wahrscheinlich schon - in deinen Sprüchen jedoch eher nicht. :)



iasi
Beiträge: 25090

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von iasi »

pillepalle hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 11:10 @ iasi

Es macht sich doch niemand unnötige Arbeit und leuchtet Dinge aus, die er nicht ausleuchten musss :) Jeder versucht möglichst effizient zu arbeiten, egal ob mit Licht oder ohne. Du denkst nur immer man könnte sich die Mühe auch sparen, oder mit irgendwelchen Tricks (die natürlich niemand außer Dir kennt) günstiger/schneller zum Ziel kommen. Das ist dann schon eher aus der Phantasiewelt.

VG
Das kommt öfter vor, als man sich ausmalt.
Da ist dann ein tolles Set, das aufwändig gebaut und ausgeleuchtet wird. Und dann wird die Szene nur in Nah- und Großaufnahmen aufgelöst. Der Estabishing-Shoot kommt dann nur rein, weil man schließlich auch mal zeigen will, was man da schönes geschaffen hat.

Es ist auch nicht irgendein unbekannter Trick nötig.
Wenn z.B. die Empfindlichkeit der Kamera höher ist, kann man günstiger/schneller zum Ziel kommen.
Es ist doch beispielsweise logisch: Genügen Akku-Leuchtmittel, ist kein Generator und die aufwändige Verkabelung nötig.
Man muss sich doch nur immer klar machen, dass bei High-ISO auch eine kleine LED-Lampe eine enorme Wirkung entfaltet.
Brauche ich eine hohe Schärfentiefe bei Normalbrennweite hilft mir High-ISO nun einmal auch, die dafür nötigen Stufen abzublenden ohne dass ich die Leuchtmittel aufrüsten muss.

Wenn ich eine langsame Verdichtung also Annäherung auf eine Person möchte, genügt oft auch der Post-Zoom und ich kann mir den großen Aufwand mit Kamerafahrt oder des Zooms während der Aufnahme ersparen.
Zumal man beim "Post-Zoom" den einen besonderen Blick des Darstellers herausnehmen und betonen kann.



Alex
Beiträge: 1519

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von Alex »

iasi hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 12:42 Wenn ich eine langsame Verdichtung also Annäherung auf eine Person möchte, genügt oft auch der Post-Zoom und ich kann mir den großen Aufwand mit Kamerafahrt oder des Zooms während der Aufnahme ersparen.
Zumal man beim "Post-Zoom" den einen besonderen Blick des Darstellers herausnehmen und betonen kann.
Das wurde doch schon mehrfach im Forum durchgekaut und ist eines deiner schlechtesten Beispiele um deinen Standpunkt zu untermauern.
Weil es ist definitiv ein (gewaltiger) Unterschied, ob du zufährst oder ranzoomst (egal ob mit Optik oder in der Post) und das finde ich indiskutabel.



pillepalle
Beiträge: 8823

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von pillepalle »

iasi hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 12:42 Das kommt öfter vor, als man sich ausmalt.
Da ist dann ein tolles Set, das aufwändig gebaut und ausgeleuchtet wird. Und dann wird die Szene nur in Nah- und Großaufnahmen aufgelöst. Der Estabishing-Shoot kommt dann nur rein, weil man schließlich auch mal zeigen will, was man da schönes geschaffen hat.
Ich glaube eher seltener als Du denkst *g* Ich hab's jedenfalls noch nie erlebt, das Sets größer gebaut werden als nötig, oder man die auf Verdacht ausleuchtet, um dann nur nahe Einstellungen zu machen. Zumal man für Nahe meist sowieso ein anderes Licht macht. Es gibt eine alte und einfache Regel, erst die Kamera/Perspektive, dann das Licht. Dann macht man sich auch nicht unnötig Arbeit. Jetzt kennst Du sie auch und kannst ja mal überlegen warum unnötiges Ausleuchten in der Praxis selten vorkommt :) Und high-iso ist auch nicht die Lösung aller Probleme. Aber in dem Punkt werden wir vermutlich auch nie einer Meinung sein.

VG
Meine Lieblingsfilme:
Es war ein Mahl in Amerika
Molkerei auf der Bounty
Dune - Der Würstchenplanet



Frank Glencairn
Beiträge: 23824

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von Frank Glencairn »

pillepalle hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 12:51

Ich glaube eher seltener als Du denkst *g* Ich hab's jedenfalls noch nie erlebt, das Sets größer gebaut werden als nötig, oder man die auf Verdacht ausleuchtet, um dann nur nahe Einstellungen zu machen. Zumal man für Nahe meist sowieso ein anderes Licht macht. Es gibt eine alte und einfache Regel, erst die Kamera/Perspektive, dann das Licht. Dann macht man sich auch nicht unnötig Arbeit. Jetzt kennst Du sie auch und kannst ja mal überlegen warum unnötiges Ausleuchten in der Praxis selten vorkommt :) Und high-iso ist auch nicht die Lösung aller Probleme. Aber in dem Punkt werden wir vermutlich auch nie einer Meinung sein.
Yup, das ist auch meine Erfahrung. Niemand macht irgendwas, was nicht unbedingt nötig ist, für so einen Luxus sind die Budgets meistens sowieso viel zu gering und es wird gespart wo es nur irgendwie geht.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



iasi
Beiträge: 25090

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von iasi »

pillepalle hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 12:51
iasi hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 12:42 Das kommt öfter vor, als man sich ausmalt.
Da ist dann ein tolles Set, das aufwändig gebaut und ausgeleuchtet wird. Und dann wird die Szene nur in Nah- und Großaufnahmen aufgelöst. Der Estabishing-Shoot kommt dann nur rein, weil man schließlich auch mal zeigen will, was man da schönes geschaffen hat.
Ich glaube eher seltener als Du denkst *g* Ich hab's jedenfalls noch nie erlebt, das Sets größer gebaut werden als nötig, oder man die auf Verdacht ausleuchtet, um dann nur nahe Einstellungen zu machen. Zumal man für Nahe meist sowieso ein anderes Licht macht. Es gibt eine alte und einfache Regel, erst die Kamera/Perspektive, dann das Licht. Dann macht man sich auch nicht unnötig Arbeit. Jetzt kennst Du sie auch und kannst ja mal überlegen warum unnötiges Ausleuchten in der Praxis selten vorkommt :) Und high-iso ist auch nicht die Lösung aller Probleme. Aber in dem Punkt werden wir vermutlich auch nie einer Meinung sein.

VG
Vermutlich werden wir nie einer Meinung sein können, denn:
Unnötiges Ausleuchten in der Praxis kommt viel zu häufig vor. ;)

Übrigens:
"Die Lösung aller Probleme" geht mal wieder in Richtung der eierlegenden Wollmilchsau. :)



iasi
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Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von iasi »

Frank Glencairn hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 13:05
pillepalle hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 12:51

Ich glaube eher seltener als Du denkst *g* Ich hab's jedenfalls noch nie erlebt, das Sets größer gebaut werden als nötig, oder man die auf Verdacht ausleuchtet, um dann nur nahe Einstellungen zu machen. Zumal man für Nahe meist sowieso ein anderes Licht macht. Es gibt eine alte und einfache Regel, erst die Kamera/Perspektive, dann das Licht. Dann macht man sich auch nicht unnötig Arbeit. Jetzt kennst Du sie auch und kannst ja mal überlegen warum unnötiges Ausleuchten in der Praxis selten vorkommt :) Und high-iso ist auch nicht die Lösung aller Probleme. Aber in dem Punkt werden wir vermutlich auch nie einer Meinung sein.
Yup, das ist auch meine Erfahrung. Niemand macht irgendwas, was nicht unbedingt nötig ist, für so einen Luxus sind die Budgets meistens sowieso viel zu gering und es wird gespart wo es nur irgendwie geht.
Ich erinnere mich an die ausführliche Diskussion über das Ausleuchten eines Dachzimmers. Da war nicht viel von der Regel zu erkennen. Das Set wollten die Meisten leuchten. An die Einstellungsgrößen dachte doch niemand.



pillepalle
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Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von pillepalle »

iasi hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 13:11 Ich erinnere mich an die ausführliche Diskussion über das Ausleuchten eines Dachzimmers. Da war nicht viel von der Regel zu erkennen. Das Set wollten die Meisten leuchten. An die Einstellungsgrößen dachte doch niemand.
Meinst Du die Übungsversuche von Darth? So arbeitet man ja normalerweise auch nicht. Und wie du ja gerade selber feststellst, aus gutem Grund ;) Wenn du wüsstest was am Set wichtig ist, würden sich viele Diskussionen um mögliches Einsparpotential erledigen. Genauso wie die ewige Suche nach der nächsten besten Kamera.

VG
Meine Lieblingsfilme:
Es war ein Mahl in Amerika
Molkerei auf der Bounty
Dune - Der Würstchenplanet



Alex
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Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von Alex »

pillepalle hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 12:51 Ich glaube eher seltener als Du denkst *g* Ich hab's jedenfalls noch nie erlebt, das Sets größer gebaut werden als nötig, oder man die auf Verdacht ausleuchtet, um dann nur nahe Einstellungen zu machen. Zumal man für Nahe meist sowieso ein anderes Licht macht. Es gibt eine alte und einfache Regel, erst die Kamera/Perspektive, dann das Licht. Dann macht man sich auch nicht unnötig Arbeit. Jetzt kennst Du sie auch und kannst ja mal überlegen warum unnötiges Ausleuchten in der Praxis selten vorkommt :)
Kann ich als ehem. Oberbeleuchter, der wirklich so ziemlich jede(s) Genre/Format/Größenordnung geleuchtet hat, bestätigen.

Irgendwann wird der Kameramann von mir zur Rede gestellt, wenn ich dauernd Perspektiven/Richtungen/Dinge ausleuchte, die aber dann nicht gezeigt werden. Dann muss herausgefunden werden, wo bzw. bei wem diese Fehler zu finden sind.

So ein Drehtag mit großem Team ist knallharte Organisation, die auf Absprachen und Planungen beruhen und z.T. gewaltige Entscheidungen und Aktionen auslösen, die z.T. viel Geld kosten.
Ich muss mir genau Gedanken um meine Aufbauten machen, der AL valide Auf-, Um- und Abbauzeiten geben, an die ich mich zu halten habe.

Wenn ich dabei öfters nicht im Zeitplan liege oder mir vorgeworfen wird, unnötige Arbeit getan zu haben, muss ich mich rechtfertigen können. Das ist der Punkt, wo man sich und sein Department schützen muss, denn sonst ist man weg vom Fenster.

Natürlich passiert das mal, dass man ein Zimmer vorleuchtet und dann doch nicht mehr dort dreht, weil der Drehtag zu knapp ist oder es eine Änderung im Buch gegeben hat, oder sich tatsächlich mal jemand in der Dispo vertan hat, aber das ist eher die Ausnahme.

Passiert sowas öfters, fällt das auf und dieses "Problem" wird in kürzester geklärt werden, denn am Set muss immer effektiv gehandelt werden, auch wenn das manchmal nicht immer geht, durch "Umstände". Und Umstände durch schlechte Planung oder Missverständnisse gibt es immer wieder, das liegt in der Natur der Sache, dass jeder Drehtag für jeden neues bringt. Aber damit muss man leben - es muss eben ein "Problemlöser" in jedem Filmschaffenden stecken.

Am Set werden langfristig nur effektive, zielorientierte, organisierte, kreative und arbeitswillige Menschen bestehen.

Das ist ja auch ein Grund, warum es nicht viele Künstler gibt (wie z.B. Kamera und Regie (,...)), die an großen Sets klarkommen, weil sie zu ihrer ursprünglich künstlerischen Tätigkeit noch Organisationsmonster und Pedanten sein müssen - Es gibt nicht viele, die das vereinen können, denn es passt eigentlich nicht zusammen ;-)
Die, die beides vereinen können, bringen schon viel mit, um in der knallharten hierarchischen Setwelt bestehen zu können.

Gleiches Problem trifft auf Künstler und Zahlen zu. Die meisten mögen nicht beides.



iasi
Beiträge: 25090

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von iasi »

Alex hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 13:24
pillepalle hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 12:51
Natürlich passiert das mal, dass man ein Zimmer vorleuchtet ...
Ganz unabhängig davon, ob da nun gedreht wird oder nicht, wird das Zimmer zunächst vorgeleuchtet.

Wie du sagst, kommt es nun auf die Kommunikation und Planung an. Sind nur Nah- und Groß-Einstellungen von Darstellern geplant, kann man ganz anderes vorleuchten, wie wenn in der Halbtotalen durch das Zimmer geschwenkt und gefahren werden soll.
Warum soll man z.B. Praticals in einer Ecke einrichten, wenn sie sowieso nicht ins Bild kommen werden?
Ein Fenster, um das man sich so große Mühen und Sorgen macht, sieht man dann gar nicht im Ergebnis.



Alex
Beiträge: 1519

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von Alex »

iasi hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 13:50Warum soll man z.B. Praticals in einer Ecke einrichten, wenn sie sowieso nicht ins Bild kommen werden?
Ein Fenster, um das man sich so große Mühen und Sorgen macht, sieht man dann gar nicht im Ergebnis.
Weil genau hier trennt sich der Theoretiker vom Praktiker.
Der Theoretiker sagt, natürlich muss man nur das ausleuchten, was im Bild ist.

Der Praktiker weiß aber, dass an einem Set bei denen viele Menschen ihre Hände und Gedanken im Spiel haben, man zudem noch mit "Umständen" zu rechnen hat, wie Wetter, unerwartete optische oder akustische Störungen, Befindlichkeiten von Menschen, spontane (gute) Ideen, uvm., dass man etwas vorausschauender handeln muss, um später keiner Verzögerung zu riskieren.

Natürlich baue ich das Butterfly draußen auf, falls die Sonne rauskommt, selbst wenn sie den ganzen Tag hinter Wolken bleibt, war diese Arbeit trotzdem nicht unnötig, sondern gute Planung.

Ebenfalls, wenn ich als Oberbeleuchter dem Kameramann 2-3 m links und rechts neben seinen geplanten Framings Raum gebe, weil sich Dinge ändern können.
Plötzlich sagt der Regisseur "Hey, das klappt ja viel besser, wenn XY nicht wie geplant von da ins Bild kommt, sondern von da.". Dann fange ich weder an zu diskutieren, noch sage ich erstmal ne Licht-Umbaupause an, sondern habe es im Idealfall schon vorbereitet, weil der Dreh dann ohne Verzögerung weiterlaufen kann. Der Gripper legt sich besser auch nen Meter mehr Schiene an den Anfang und ans Ende, weil das permanent passiert, dass die Fahrt dann doch nicht ganz genau wie geplant umgesetzt wird, sondern einen Touch anders eben,...aus "Gründen".

Mehrarbeit am Set ist ganz normal (in einem gewissen Maß) und nicht unnötig. Sondern man versucht dem ganzen Geschehen am Set möglichst den Freiraum zu geben, den man als sinnvoll betrachtet. Das macht man mit Erfahrung und Augenmaß.

Ein szenisches Filmset kann man nie zu 100 % im Voraus planen. Und wenn man das weiß und berücksichtigt, dann sieht man die Dinge aus einer professionellen Sicht.

Mehrarbeit um Eventualitäten zu berücksichtigen ≠ unnötige Arbeit

I.d.R. arbeiten die Departments aber eh so effektiv, dass "Mehrarbeit" nicht aufs Zeitkonto gehen.
Natürlich leuchte ich erst das wesentliche aus und mache mir dann Gedanken um Extras und versuche diese während der Drehzeit umzusetzen und nicht zu meiner angesagten Aufbauzeit zu addieren.
Z.B. sage ich an, dass das Set geleuchtet ist, weiß aber, dass ich die Beleuchter während der Proben noch ne Lampe im Flur aufstelle, falls die Tür doch (trotz anderer Planung) bespielt wird. Kostet niemanden extra Zeit. Gleiches trifft auf das o.g. Butterfly zu. Erstmal Lampen aufbauen, die das Set bedienen. Sonnenschutz mach ich während der Probe.

Ein Anfänger in solchen Berufen macht vielleicht keine Mehrarbeit und fällt dann auf die Nase, weil der dies und das nicht vorausgesehen hat. Ist mir auch schon passiert, das kostet dann wirklich Zeit fürs ganze Team.



iasi
Beiträge: 25090

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von iasi »

Alex hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 14:18
iasi hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 13:50Warum soll man z.B. Praticals in einer Ecke einrichten, wenn sie sowieso nicht ins Bild kommen werden?
Ein Fenster, um das man sich so große Mühen und Sorgen macht, sieht man dann gar nicht im Ergebnis.
Weil genau hier trennt sich der Theoretiker vom Praktiker.
Der Theoretiker sagt, natürlich muss man nur das ausleuchten, was im Bild ist.

Der Praktiker weiß aber, dass an einem Set bei denen viele Menschen ihre Hände und Gedanken im Spiel haben, man zudem noch mit "Umständen" zu rechnen hat, wie Wetter, unerwartete optische oder akustische Störungen, Befindlichkeiten von Menschen, spontane (gute) Ideen, uvm., dass man etwas vorausschauender handeln muss, um später keiner Verzögerung zu riskieren.

Natürlich baue ich das Butterfly draußen auf, falls die Sonne rauskommt, selbst wenn sie den ganzen Tag hinter Wolken bleibt, war diese Arbeit trotzdem nicht unnötig, sondern gute Planung.

Ebenfalls, wenn ich als Oberbeleuchter dem Kameramann 2-3 m links und rechts neben seinen geplanten Framings Raum gebe, weil sich Dinge ändern können.
Plötzlich sagt der Regisseur "Hey, das klappt ja viel besser, wenn XY nicht wie geplant von da ins Bild kommt, sondern von da.". Dann fange ich weder an zu diskutieren, noch sage ich erstmal ne Licht-Umbaupause an, sondern habe es im Idealfall schon vorbereitet, weil der Dreh dann ohne Verzögerung weiterlaufen kann. Der Gripper legt sich besser auch nen Meter mehr Schiene an den Anfang und ans Ende, weil das permanent passiert, dass die Fahrt dann doch nicht ganz genau wie geplant umgesetzt wird, sondern einen Touch anders eben,...aus "Gründen".

Mehrarbeit am Set ist ganz normal (in einem gewissen Maß) und nicht unnötig. Sondern man versucht dem ganzen Geschehen am Set möglichst den Freiraum zu geben, den man als sinnvoll betrachtet. Das macht man mit Erfahrung und Augenmaß.

Ein szenisches Filmset kann man nie zu 100 % im Voraus planen. Und wenn man das weiß und berücksichtigt, dann sieht man die Dinge aus einer professionellen Sicht.

Mehrarbeit um Eventualitäten zu berücksichtigen ≠ unnötige Arbeit

I.d.R. arbeiten die Departments aber eh so effektiv, dass "Mehrarbeit" nicht aufs Zeitkonto gehen.
Natürlich leuchte ich erst das wesentliche aus und mache mir dann Gedanken um Extras und versuche diese während der Drehzeit umzusetzen und nicht zu meiner angesagten Aufbauzeit zu addieren.
Z.B. sage ich an, dass das Set geleuchtet ist, weiß aber, dass ich die Beleuchter während der Proben noch ne Lampe im Flur aufstelle, falls die Tür doch (trotz anderer Planung) bespielt wird. Kostet niemanden extra Zeit. Gleiches trifft auf das o.g. Butterfly zu. Erstmal Lampen aufbauen, die das Set bedienen. Sonnenschutz mach ich während der Probe.

Ein Anfänger in solchen Berufen macht vielleicht keine Mehrarbeit und fällt dann auf die Nase, weil der dies und das nicht vorausgesehen hat. Ist mir auch schon passiert, das kostet dann wirklich Zeit fürs ganze Team.
Dieses "könnte sein" läuft auf einen teuren Perfektionismus hinaus, bei dem man versucht, auf alles vorbereitet zu sein.
"Mehrarbeit" ist es immer, wenn man einen Butterfly aufstellt, den man nicht benötigt.
Und das Dilemma bei der Sache: Die teure "Mehrarbeit" zehrt am Budget und damit letztlich an der Qualität, die man erzielen könnte.

"Eventualitäten berücksichtigen" = auf schlechte Organisation oder gar Chaos oder Planlosigkeit reagieren

Das Butterfly draußen ist doch letztlich Teil einer Routine, die leider gar nicht mehr hinterfragt wird.

Und kreative Freiheit gewinnt man durch diese Routinen doch auch nicht - das ist eine Selbstlüge.



Alex
Beiträge: 1519

Re: Blackmagic Cinema Camera 6K um 40% billiger

Beitrag von Alex »

iasi hat geschrieben: So 26 Mai, 2024 14:54 Dieses "könnte sein" läuft auf einen teuren Perfektionismus hinaus, bei dem man versucht, auf alles vorbereitet zu sein.
"Mehrarbeit" ist es immer, wenn man einen Butterfly aufstellt, den man nicht benötigt.
Und das Dilemma bei der Sache: Die teure "Mehrarbeit" zehrt am Budget und damit letztlich an der Qualität, die man erzielen könnte.

"Eventualitäten berücksichtigen" = auf schlechte Organisation oder gar Chaos oder Planlosigkeit reagieren

Das Butterfly draußen ist doch letztlich Teil einer Routine, die leider gar nicht mehr hinterfragt wird.

Und kreative Freiheit gewinnt man durch diese Routinen doch auch nicht - das ist eine Selbstlüge.
Bis auf den ersten Satz, kann ich nichts, was du schreibst, bestätigen. Natürlich strebt man Perfektionismus an, selbst im Wissen, dass das gar nicht geht. Aber welche Zielsetzung sollte ich sonst haben? Alles "irgendwie okay" zu machen? Hey, ich denke, du hängst an deiner Filmidee und willst, dass das Produkt toll wird? Oder wirds ein RocknRoll-Low-Budget-B-Movie? Kenne ich auch. Kann auch Spaß machen, kann auch was Gutes bei rumkommen. Aber dann auch schon viel Glück dabei, und hoffentlich hast du "erfahrene" Leute im Team, die dir dann den Arsch retten können, wenns mal nicht so läuft ;-)

Wie Frank schon sagte, wenn die Einstellung im Kino schlecht aussieht, dann denk man sich nur "Naja, der Glencairn... Hatte mir mehr versprochen...". Er kann sich dann nicht rechtfertigen, dass der Iasi das Budget für nen Zusatzbeleuchter nicht freigegeben hat, Überstunden, weil es länger dauert, konnte er auch nicht zahlen, also haben wir die Szene in der halben Zeit mit zu wenig Vorbereitung gedreht.

Die Professionalität liegt darin, Eventualitäten zu berücksichtigen, von denen man berechtigt davon ausgehen kann, dass diese eintreffen, es aber es keine Möglichkeit gibt, diese vorauszusehen. Wie zum Beispiel das Wetter an manchen Tagen, oder den Hund der plötzlich bellt, oder die Darstellerin, die morgens krank wird, oder, oder, oder. Wenn kein Raum zum Schaffen da ist, bekommst du suboptimale Ergebnisse bis hin zu katastrophalen (teuren) Konsequenzen.

Klar, wenns 3 Wochen am Stück schifft, und die Prognose gleichbleibend ist, dann bau ich auch kein Sonnenschutz auf. Aber das meine ich nicht, ist auch egal, denn davon bekommst du als Produzent gar nix mit, die am Set auch nicht, ich mach das nebenbei. Ich rede davon, Fälle zu berücksichtigen, die wahrscheinlich sind und immer auftreten können. Bei leichter, wechselhafter Bewölkung baue ich natürlich ein Butterfly auf, auch wenn ichs nicht brauche. 29 Jahre Erfahrung haben mir gezeigt, dass man manche Dinge nicht "wegplanen" kann. Und jedes Set hat andere Eventualitäten. Das zeigt einem die "Erfahrung". Diese zu kennen und zu berücksichtigen, macht den Profi aus dir.

Ich sehe Erfahrung und Routine im Gegensatz zu dir als etwas Wertvolles und Erstrebenswertes an. Viele Innovatoren, die ich schon live in Aktion gesehen habe, sind nicht nur einmal böse auf die Schnauze gefallen, weil Theorie und Praxis verwechselt wurden. Meist hat es in der Konsequenz viele, teure Überstunden gegeben, weil man etwas Manpower sparen wollte, oder andere Eventualitäten nicht berücksichtigt hat.
Ich sauge mir das nicht aus den Fingern, weil ich meinen Standpunkt untermauern will, ich habe sowas wirklich schon mehrfach erlebt.

Der Drehtag ist das teuerste bei einer normalen szenischen Produktion. Du willst, dass dieser Drehtag reibungslos verläuft. Ein Zusatzbeleuchter kostet weit weniger als ne viertel Überstunde vom ganzen Team. Ein zusätzlicher Sprinter kann ebenso Umbauzeiten verkürzen und Arbeitszeit vom Team sparen.

Dein Trugschluss ist, dass du denkst, Erfahrung hemmt Innovation. Jeder Kameramann, der mitten in seiner Karriere steht und entsprechende Drehs mit größerem Aufwand selbst in leitender Funktion betreut hatte, wird dir sagen, dass das genau das Gegenteil der Fall ist.
Innovationen erleichtern uns das Leben, bieten mehr Möglichkeiten als zuvor und bringen die eigene Arbeit auf ein besseres Qualitätsniveau.

Ein Kameramann, der nicht an Innovationen interessiert ist, ist völlig fehl am Platz.
Und du siehst doch, was z.B. der Frank für ein Technikfreak und Nerd ist? Der probiert doch alles aus, was mit Videobearbeitung zu tun hat, nicht bei 3 aufm Baum ist. Genauso kennt er sich blendend mit aktueller Kameratechnik aus. Glaub mir, der Frank nimmt neue Ideen, egal in welchem seiner Arbeitsbereiche sehr gern an, aber manche Überlegungen sind (wenn man Erfahrung hat) einfach keine guten Lösungen und ein Scheitern ist vorprogrammiert.

Ich könnte genauso gut behaupten, dass du als Produzent beim Beginn der Dreharbeiten, all dein Budget aus deinen Geldquellen komplett verplant haben solltest und keine Reserven für Eventualitäten zurückhalten brauchst, weil du ja alles genau geplant hast. Oder würdest du so vorgehen?
Zuletzt geändert von Alex am So 26 Mai, 2024 16:32, insgesamt 2-mal geändert.



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