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Re: Wie Dune Teil 2 entstand - DoP Greig Fraser und Hans Zimmer im Interview

Beitrag von iasi »

7River hat geschrieben: Mo 25 Mär, 2024 18:54 @iasi

Das scheint irgendwie an Dir zu nagen, oder? Das Leute sich für bestimmte Filme begeistern können, sei es jetzt Dune oder ein Nachfolger wie Alien: Romulus? Oder liege ich da falsch und tue Dir unrecht?
Im Gegenteil. Ich finde es bereichernd, mit Leuten zu diskutieren, die anderer Meinung sind.
So reflektiert und durchdenkt man Dinge.
Zudem will ich wirklich wissen, was anderen an einem Film gefällt und an welcher Stelle und wie der Film sie berührt.

Bei Dune 1+2 hab ich das Problem, dass schon ziemlich viel verblasst, weil es nicht eindringlich war.



iasi
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Re: Wie Dune Teil 2 entstand - DoP Greig Fraser und Hans Zimmer im Interview

Beitrag von iasi »

Axel hat geschrieben: Di 26 Mär, 2024 09:48
iasi hat geschrieben: Mo 25 Mär, 2024 12:10 In Dune 1+2 gibt´s in den Bilder meist nicht viel zu entdecken. Formen und Farben, das war´s meist.
Hab's ja schon erwähnt, dass der eigentliche Grund, warum ich mir hier immer einen Wolf schreibe, deine zu pauschale Verdammung des Films ist, die ich so nicht stehenlassen will.
Nun tust du aber gerade dasselbe, das du unten beklagst.
Ich hatte auch schon geschrieben, dass Dune ein ziemliches Spektakel für Augen und Ohren ist, das man sich im Kino geben kann.
Nur gibt es inhaltlich und was die dramaturgische Umsetzung betrifft auch reichlich etwas zu kritisieren.

Ich verdamme den Film nicht, aber ich feiere ihn auch nicht. Du stellst mich nur auf die eine Seite und dich auf die andere. Dabei liegen wir gar nicht so weit voneinander entfernt.
Axel hat geschrieben: Di 26 Mär, 2024 09:48 Dadurch entsteht als Kontrastwahrnehmungsfehler der Eindruck, dass ich Dune für ein Meisterwerk halte. Aber ich sagte ursprünglich lediglich, dass ich es für ein fettes, lohnendes Spektakel halte, das wie ein ausgewalzter Trailer oder wie ein Musikvideo zum Film inszeniert ist. Ähnlich wie ein extended Remix von (z.B.) faithless' Insomnia, wo man anstatt immer wieder auf den Anfang zurückzuskippen, sich eine ultralange Version anhört, bis zum Abwinken. Er vereinfacht viele Handlungsstränge, kappt lose Fäden, wiederholt dafür eingängige Stellen. Ein Medley von Dune. Die Vision hinter Dune, reduziert auf das Wesentliche, eben auf die visuellen bzw. audiovisuellen Highlights.

Wenn er dabei konsequent gewesen wäre, dann hätte ich geschrieben, hey Leute, ein Meisterwerk! Aber das hat er nicht. Er griff Klischees auf, die nicht nötig waren (die alten Kumpel Duncan und Gurney, letzterer auch noch wiederauferstehend, wie in einer Marvel-Dauerwurst), benutzte doch wieder unnötig komplizierte Topics wie den See der Toten, und auch noch in einem Dialog erklärt, als ob dir Hausmeister Krause den Klopümpel erklärt, traute sich nicht, die Skepsis Chanis subversiver zu machen, indem er sie weniger plakativ (und reality-TV-mäßig) zeigte. Ein gutes Gegenbeispiel hierfür ist die Verliebtheit des Sklaven in Hypatia aus dem Film Agora, die bis auf die letzten Minuten nie thematisiert und zuvor so spärlich angedeutet wird, dass sie einen zweiten Film erzählt, im Zuschauer. Er griff auf manchmal sehr grobe Stilmittel zurück (Schärfeverlagerung wurde genannt). Auch hätte es nicht geschmerzt, die Handlung noch weiter, noch konsequenter zu straffen, kurz, den Film zu trimmen. Wir haben es anderswo diskutiert, dass oft die "theatrical releases" gegenüber den "directors cuts" besser sind, weil die Final-Cut-Regisseure ihre Babies nicht töten konnten. Es ist letztlich so, wie Spielberg es mal sagte: a film doesn't get finished, it gets abandoned ...
Interessant ist es doch, die Schwächen und Stärken im Detail, also auch anhand der Szenen und Einstellungen zu betrachten.
Mir ist es doch egal, ob jemand Dune 1+2 als Meisterwerk empfindet und bezeichnet - mich interessiert, warum es kein Meisterwerk geworden ist.

Arrival finde ich gelungener als Dune 1+2, aber dennoch sind auch hier erzählerische Schwächen.
Man kann nicht nur von Meisterwerken lernen.
Übrigens finde ich auch bei LoA einige Szenen schwächer als andere.



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