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Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen



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Antworten
Jörg
Beiträge: 10348

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von Jörg »

@glencairn
Du hast doch überhaupt kein Problem mit Mordaufrufen, Desinformation, Antisemitismus, Hass und Hetze per se - im Gegenteil. Es kommt dir doch nur darauf an, daß es in deinem Sinne geschieht, und es gegen Menschen geht die du nicht ausstehen kannst.
Von all dem politischen Unsinn, den du schon verzapft hast, d a s ist der Hammer...
Wie kommst du auf die bescheuerte Idee, ich hätte kein Problem mit Mordaufrufen, Hass und Hetze???
musst ganz schlechtes Steak auf dem Grill gehabt haben ...



iasi
Beiträge: 24461

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von iasi »

markusG hat geschrieben: So 25 Feb, 2024 15:59
Darth Schneider hat geschrieben: So 25 Feb, 2024 10:02 Sie sollten in D endlich mal einen guten Perry Rodan Kino Film machen, inklusive dazugehörigen fettem Merchandising..
Am passenden Stoff sollte es nicht hapern. Babylon Berlin basiert ja auch auf Romanen und war/ist ein internationaler Erfolg.

Im Fantasy-Bereich würde ich mir auch mehr von Hohlbein und Walter Moers wünschen. Die Unendliche Geschichte war ja auch bereits ein internationaler Erfolg und nicht etwas bloß für den deutschen Zuschauer.
Und woher soll das Geld dafür kommen?

Die Unendliche Geschichte war ein Eichinger-Kraftakt.

Babylon Berlin verlangte ein kompliziertes Finanzierungskonstrukt.



Darth Schneider
Beiträge: 19501

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von Darth Schneider »

@iasii
Vom Merchandising kommt das grosse Geld natürlich, das war doch schlussendlich bei George Lucas und Star Wars auch nie anders…
Lego und wahrscheinlich auch Firmen wie Mattel wären sicher nicht abgeneigt,

Solche Filme alleine bringen am Anfang nie nen Riesen Gewinn.
Aber sicher genug.

Und zumal 300 Mio muss so ein Kino Film nicht kosten. Ein Zehntel würde für den Anfang auch genügen.
Gerade heute mit den Möglichkeiten…

Perry Rodan könnte auch durchaus eine Serie sein…
Gar nicht fürs Kino.
Ist ja schliesslich schon eine Serie.
Ziemlich erfolgreich schon seit vielen Jahrzehnten…

Alleine schon die Fans die jetzt schon von den Büchern und Heftchen (digital und auf Papier) gibt würden die Produktionskosten ganz locker wieder einspielen…

https://perry-rhodan.net/presse/informa ... rstauflage

Gruss Boris



markusG
Beiträge: 4482

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von markusG »

iasi hat geschrieben: So 25 Feb, 2024 18:18 Und woher soll das Geld dafür kommen?
Von Hohlbein wurde "Der Greif" als Serie adaptiert, scheinbar von Amazon.

Da haperte es aber imho wieder einmal am Buch, weniger am Budget.

Krabat wurde auch verfilmt, imho sogar gar nicht mal so schlecht. Ob der Film international wahrgenommen wurde - keine Ahnung, es wurde jedenfalls nicht in Englisch produziert.

Aber wie gesagt - ich bezog mich ja explizit auf den Stoff. Der ist da und liegt brach. Nibelungensage? 30-jähriger Krieg? Münchhausen? Till Eulenspiegel? Ballin/HAPAG? Alles der Gebrüder Grimm? usw. usf. - ich denke das ist auch international interessant - wenn es denn entsprechend gute Bücher gibt.

p.s. wie enttäuscht ich von Charité - großes Potenzial, aber auch da hat es nur so dahingepilchert...auf der anderen Seite wurde aber auch "The Knick" abgesetzt...



iasi
Beiträge: 24461

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von iasi »

markusG hat geschrieben: So 25 Feb, 2024 18:56
iasi hat geschrieben: So 25 Feb, 2024 18:18 Und woher soll das Geld dafür kommen?
Von Hohlbein wurde "Der Greif" als Serie adaptiert, scheinbar von Amazon.

Da haperte es aber imho wieder einmal am Buch, weniger am Budget.

Krabat wurde auch verfilmt, imho sogar gar nicht mal so schlecht. Ob der Film international wahrgenommen wurde - keine Ahnung, es wurde jedenfalls nicht in Englisch produziert.

Aber wie gesagt - ich bezog mich ja explizit auf den Stoff. Der ist da und liegt brach. Nibelungensage? 30-jähriger Krieg? Münchhausen? Till Eulenspiegel? Ballin/HAPAG? Alles der Gebrüder Grimm? usw. usf. - ich denke das ist auch international interessant - wenn es denn entsprechend gute Bücher gibt.

p.s. wie enttäuscht ich von Charité - großes Potenzial, aber auch da hat es nur so dahingepilchert...auf der anderen Seite wurde aber auch "The Knick" abgesetzt...
Das Investorengeld traut sich nur noch an die "sicheren" Stoffe heran.
Neben deutscher Geschichte um die Weltkriege herum, sind das noch auflagenstarke Buchvorlagen, Ableger von TV-Erfolgen und Fortsetzungen von Erfolgsfilmen.
Aber das dann auch nur mit deutschem Budget für den deutschen Markt und eben nicht internationalem Budget.

Es ist doch auch interessant, dass Bernd Eichinger und Tom Tykwer mit Das Parfum eine große Produktion mit 60 Mio. Budget (wobei davon 10 Mio. an Süßkind gingen) auf die Beine stellen konnten. Mit 135 Mio. $ Einnahmen war´s zwar kein Flop, aber in den USA spielte er nur magere 2,3 Mio ein.

Tom Tykwer ist einer der wenigen, die höhere Budgets zusammenkratzen können. Wobei Cloud Atlas an den Kinokassen seine Kosten nicht einspielen konnte.



Darth Schneider
Beiträge: 19501

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von Darth Schneider »

@ iasi/ markusG
Die Bücher beziehungsweise die Geschichten sind doch gar keine Hürde.
Es gibt zig sehr gute Geschichten von deutschen Schriftstellern geschrieben die als Filme oder als Serien ganz bestimmt ein Hit sein könnten…

Manchmal gibt es hier ja auch einen filmisch umgesetzten Glückstreffer.

Meistens hapert es aber doch hier bei uns nur am Mut der Produzenten.
Immer wieder wird was eigentlich Gutes probiert, aber dann nicht wirklich gut gemacht.
Weil der Mut fehlt um das nötige Geld für die Produktion einfach mal fliessen zu lassen.

Die Amis, die Inder, Chinesen und auch einige andere Nationen machen uns aber das doch vor, wie es finanziell mit dem Film, sprich allgemein Showbusiness, sehr gut funktionieren könnte.

Das nennt sich dann konkret Filmindustrie….
Und dafür braucht es aber auch den Mut grosse Risiken einzugehen, und auch immer wieder Fehlschläge/Misserfolge.
Nur von Fehlern lernt man…
Wie in absolut jeder Art von Industrie.

Und die Frage, woher soll das Geld dann kommen ? Das sollte klar sein, natürlich wie immer, von den Kunden….

Gruss Boris



Darth Schneider
Beiträge: 19501

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von Darth Schneider »

Anhang:
Überspitzt ausgedrückt,
Warum ist die Helene Fischer hier ein sehr grosser Star, verglichen mit Taylor Swift so unglaublich arm ?
Und gefühlt die einzige in D da oben ?
Talente gibt es hier schliesslich auch mehr als genug. Auch zig junge Künstler.

Also liegt der Fehler wohl viel weiter oben…
(Ich mag übrigens beide nicht..;)))
Gruss Boris



iasi
Beiträge: 24461

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von iasi »

Darth Schneider hat geschrieben: So 25 Feb, 2024 19:50 @ iasi/ markusG
Die Bücher beziehungsweise die Geschichten sind doch gar keine Hürde.
Es gibt zig sehr gute Geschichten von deutschen Schriftstellern geschrieben die als Filme oder als Serien ganz bestimmt ein Hit sein könnten…

Manchmal gibt es hier ja auch einen filmisch umgesetzten Glückstreffer.

Meistens hapert es aber doch hier bei uns nur am Mut der Produzenten.
Immer wieder wird was eigentlich Gutes probiert, aber dann nicht wirklich gut gemacht.
Weil der Mut fehlt um das nötige Geld für die Produktion einfach mal fliessen zu lassen.
Und wer soll das Geld fließen lassen?

Und gleich noch eine Frage schließt sich an:
Warum sollte er es fließen lassen?
Darth Schneider hat geschrieben: So 25 Feb, 2024 19:50 Die Amis, die Inder, Chinesen und auch einige andere Nationen machen uns aber das doch vor, wie es finanziell mit dem Film, sprich allgemein Showbusiness, sehr gut funktionieren könnte.

Das nennt sich dann konkret Filmindustrie….
Und dafür braucht es aber auch den Mut grosse Risiken einzugehen, und auch immer wieder Fehlschläge/Misserfolge.
Nur von Fehlern lernt man…
Wie in absolut jeder Art von Industrie.

Und die Frage, woher soll das Geld dann kommen ? Das sollte klar sein, natürlich wie immer, von den Kunden….

Gruss Boris
Niemand geht ein großes finanzielles Risiko ein.
Und es gibt auch keine Kunden, die die Finanzierung einer Produktion übernehmen.

Versetz dich doch selbst mal in die Rolle eines Investors, der sein Geld einsetzt.

Wenn dein Geld weg ist, dann nutzt es dir auch nichts mehr, dass du aus einem Fehler etwas gelernt hast, denn dein Geld ist weg und du kannst keine weitere Produktion mehr finanzieren.

Mal angenommen:
Da kommt dann jemand zu dir und stellt dir sein Projekt vor. Er zeigt dir die Festivalspreise, die sein Kurzfilm erhalten hat.
...

Es braucht Produktionsfirmen von einer bestimmten Größe, damit das Risiko einer Filmproduktion berechenbar bleibt.
Einerseits sind da die Filmrechte, die einen Buchwert darstellen, der dann auch die notwendige Kreditaufnahmen überhaupt ermöglicht.
Dann sollten mehrere Projekte parallel laufen, um das Risiko eines Flops ausgleichen zu können.
...

Zurück zu unserem Kurzfilmmacher und seinem Projekt:
Festivalspreise werden wohl kaum deine Geldschatulle öffnen.
Anders sieht es vielleicht aus, wenn er schon einen kommerziellen Erfolg mit einem Film erzielen konnte.
Aber selbst wenn dich die Festivalspreise und das Projekt überzeugen, wird deine Geldschatulle allein nicht reichen, um eine erfolgsversprechende Produktion nach den üblichen Standards zu ermöglichen.
Also was tun?



Darth Schneider
Beiträge: 19501

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von Darth Schneider »

@ iasi
Du hast geschrieben:
„Wer soll das Geld bringen ?“
Die Kunden.

Und du hast geschrieben:
„Niemand geht das finanzielle Risiko ein.“
Genau das ist der springende Punkt.

Und genau darum funktioniert die Industrie hier bei uns nicht.
No Risk no Fun.
Gruss Boris
Zuletzt geändert von Darth Schneider am So 25 Feb, 2024 21:05, insgesamt 1-mal geändert.



iasi
Beiträge: 24461

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von iasi »

Darth Schneider hat geschrieben: So 25 Feb, 2024 20:24 Anhang:
Überspitzt ausgedrückt,
Warum ist die Helene Fischer hier ein sehr grosser Star, verglichen mit Taylor Swift so unglaublich arm ?
Und gefühlt die einzige in D da oben ?
Talente gibt es hier schliesslich auch mehr als genug. Auch zig junge Künstler.

Also liegt der Fehler wohl viel weiter oben…
(Ich mag übrigens beide nicht..;)))
Gruss Boris
Versuch mal jemanden davon zu überzeugen, in eine deutsches Filmprojekt zu investieren.

Helene Fischer spricht ein deutsches Publikum an.
Taylor Swift erreicht ein internationales Publikum.

Gibt es einen Konzertfilm von Helene F. der 261 Mio. $ eingespielt hat? :)



Darth Schneider
Beiträge: 19501

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von Darth Schneider »

@iasi
Ja gibt es denn hier wirklich nur die Helene ?
Wenn ja, das ist doch traurig.

Wenn die Kunden nix anderes kennen ja dann kaufen die halt was von Helene, oder doch lieber was von Taylor oder Dua Lipa…?
Liegt ja aber ganz bestimmt nicht daran das es kein anderes Talent als die Helene hier gäbe.

Ohne sehr viel Risiko seitens Geldgeber/Produzenten gäbe es jedenfalls weltweit gar keine Megastars…
Somit auch keine regelmässigen echten Blockbuster…
Gruss Boris
Zuletzt geändert von Darth Schneider am So 25 Feb, 2024 21:19, insgesamt 1-mal geändert.



iasi
Beiträge: 24461

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von iasi »

Darth Schneider hat geschrieben: So 25 Feb, 2024 21:03 @ iasi
Du hast geschrieben:
„Wer soll das Geld bringen ?“
Die Kunden.
Welche Kunden?

Kinobesucher bezahlen üblicherweise nicht für die Kinokarten zu einem Film, der erst produziert werden soll.

Jemand muss das Geld vorstrecken, um einen Film produzieren zu können.
Frag dich mal unter welchen Voraussetzungen er das machen würde.
Darth Schneider hat geschrieben: So 25 Feb, 2024 21:03 Und du hast geschrieben:
„Niemand geht das finanzielle Risiko ein.“
Genau das ist der springende Punkt.

Und genau darum funktioniert die Industrie hier bei uns nicht.
No Risk no Fun.
Gruss Boris
Nein.
Für ein großes Studio ist es kein Risikospielchen.
Ein Studio produziert mehrere Filme pro Jahr, hat als Sicherheit für Kreditgeber einen Filmstock und kann einen Flop mal eben abschreiben, da es mit anderen Filmen Gewinne erzielt.

Investoren wiederum schauen sich sehr genau die Renditechancen und Risiken an.
Wenn Die Drei ??? - Teil 4 die Produktionskosten an der Kinokasse eingespielt hat, investiert er auch in Teil 5.
Denn mit den weiteren Verwertungsrechten lässt sich Gewinn erzielen.
Und für die Produktionsfirma bedeutet es, dass als Rechteinhaber der Buchwert der Firma steigt.


Übrigens riskiert Coppola momentan sein eigenes Geld für einen Film, der dieses Jahr in die Kinos kommen soll.
Die Filmmusik lässt er z.Z. in Budapest einspielen.
Mit Jugend ohne Jugend u.a. Filmen hatte er das auch schon versucht und war nicht sehr erfolgreich damit.

Bild
Zuletzt geändert von iasi am So 25 Feb, 2024 21:31, insgesamt 1-mal geändert.



Darth Schneider
Beiträge: 19501

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von Darth Schneider »

@iasi
Du verzettelst dich bei dem Thema noch viel schlimmer als ich mit dem Licht.
Weisst du warum ?
Weil ich weiss wenigstens das das Licht was ich in dem kleinen Raum bisher setzte noch gar nicht gut ist…

Aber du scheinst hingegen gar nicht zu wissen das es durchaus Produzenten gibt die erst mal grosse Risiken eingehen. Um jemandem Unbekannten bei einem Album oder irgend einem teuren Film Projekt zu helfen sein Publikum zu finden um dann zig Millionen Einnahmen herein zu bringen…
Das immer wieder….
Gruss Boris



iasi
Beiträge: 24461

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von iasi »

Darth Schneider hat geschrieben: So 25 Feb, 2024 21:24 @iasi
Du verzettelst dich bei dem Thema noch viel schlimmer als ich mit dem Licht.
Weisst du warum ?
Weil ich weiss wenigstens das das Licht was ich in dem kleinen Raum bisher setzte noch gar nicht gut ist…

Aber du scheinst hingegen gar nicht zu wissen das es durchaus Produzenten gibt die erst mal grosse Risiken eingehen. Um jemandem Unbekannten bei einem Album oder irgend einem teuren Film Projekt zu helfen sein Publikum zu finden um dann zig Millionen Einnahmen herein zu bringen…
Das immer wieder….
Gruss Boris
Du denkst - wie viele - dass ein Produzent mal eben ein paar Millionen von seinem Konto abhebt und damit einen Film finanziert.
Es geht einem Produzenten auch nicht darum, jemandem zu helfen.
Wenn er an ein Projekt glaubt, wird er Geldgeber davon zu überzeugen versuchen, dass ein erfolgreicher Film dabei herauskommen wird, der auch Gewinne abwirft.
Dass mal eben eine Milliardärin einige Millionen für eine Buchverfilmung springen lässt, kommt recht selten vor.
Wen er zu höherem Risiko überreden kann, sind vielleicht noch Investoren, die ein Abschreibungsprojekt suchen, die also auch bei einem Misserfolg keine Probleme hätten.

Das ist ein Geschäft und ein Produzent ist kein Mäzen.



Darth Schneider
Beiträge: 19501

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von Darth Schneider »

@ iasi
Natürlich, hab ich doch schon geschrieben, das ist nicht nur ein Geschäft, sondern eine riesig grosse Industrie.

Die Produzenten zum Beispiel in Amerika machen das doch schon seit Jahrzehnten.
Sie gehen finanziell sehr grosse Risiken ein. Das immer wieder.

Nur bei uns halten die Produzenten sich blöderweise aus Angst zurück.
Darum passiert bei uns diesbezüglich auch so wenig.
Und das Filmemachen ist hier auch darum keine Industrie…

Von nix kommt nix.

Good Night.
Gruss Boris



markusG
Beiträge: 4482

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von markusG »

iasi hat geschrieben: So 25 Feb, 2024 19:37 Das Investorengeld traut sich nur noch an die "sicheren" Stoffe heran.
Geld ist nicht das Problem - das gibt es durchaus. Vor kurzem wurde der Schwarm produziert, Budget gab es genug - aber das Buch war Schrott. Erfolgreich war es am Ende dich noch (s.o.), ebenso 1899. Da gab es dann auch einen Writers Room...



Darth Schneider
Beiträge: 19501

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von Darth Schneider »

Sichere Stoffe gibt es nicht.
Nicht mal ein zweiter Teil von einem Hit muss auch ein Hit werden.

Auch schlechte Bücher die nicht mal besonders gut verfilmt werden können riesige Hits werden.
Anders herum, hervorragende Bücher die super verfilmt werden müssen kein Hit werden…

Also was ist sicher ?
Nicht mal Cats trotz Taylor war ein Hit….

Das die Sonne morgen aufgeht ist zu 99,9999 und hinten noch viel mal mehr die Zahl 9 ist sicher…;)))
Gruss Boris



Bluboy
Beiträge: 4405

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von Bluboy »

@Darth
Die Sonne geht nicht auf, sondern die Erde dreht sich wie ein Dönerspies, damit es gleichmäßig warm wird



iasi
Beiträge: 24461

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von iasi »

markusG hat geschrieben: So 25 Feb, 2024 22:33
iasi hat geschrieben: So 25 Feb, 2024 19:37 Das Investorengeld traut sich nur noch an die "sicheren" Stoffe heran.
Geld ist nicht das Problem - das gibt es durchaus. Vor kurzem wurde der Schwarm produziert, Budget gab es genug - aber das Buch war Schrott. Erfolgreich war es am Ende dich noch (s.o.), ebenso 1899. Da gab es dann auch einen Writers Room...
Ich lese gerade bei zdf.de den Titel: Der Schwarm - Basierend auf dem Bestseller von Frank ...

Und bei wikipedia liest man:
Produziert wurde im Auftrag der European Alliance unter Federführung des ZDF zusammen mit France Télévisions, Rai, ORF und SRF, der Nordic Entertainment Group und Hulu (Japan).
Gebühren- und Steuergelder wurden da also hauptsächlich investiert.

Ob es dann am Ende ein Erfolg wird, ist ein anderes Kapitel.

Stemmt jemand ein Filmprojekt mit einem Budget von 50 Mio. braucht es etwas mehr Verwertungseinnahmen, um profitabel zu werden, als wenn jemand einen Film für 50k dreht.

Natürlich dreht man keinen Kinofilm für 50k, denn auch wenn die Beteiligten ihre Honorare und Gagen zurückstellen, sind es Produktionskosten.
Andererseits liegt hier auch eine Chance, denn es braucht dennoch nicht viel, um das Geld und einen Gewinn einzuspielen.

Hingegen sind Budgets von 2,5 Mio. meist zu viel und zu wenig. Hinsichtlich der Verwertungschancen ist es zu wenig, hinsichtlich der erforderlichen Einnahmen ist es zu viel. Das funktioniert dann nur mit Steuer- und Gebührengeldern, die nicht zurückfließen müssen.



markusG
Beiträge: 4482

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von markusG »

iasi hat geschrieben: Mo 26 Feb, 2024 07:59 Ich lese gerade bei zdf.de den Titel: Der Schwarm - Basierend auf dem Bestseller von Frank ...
Ja klar, warum sollte auch unbeliebter Stoff verfilmt werden ;)

Demnächst kommt Ronja Räubertochter:
https://about.netflix.com/en/news/ronja ... to-netflix


Dass die Buchvorlage nach wie vor äußerst beliebt ist muss man wohl nicht erwähnen.



Alex
Beiträge: 1342

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von Alex »

markusG hat geschrieben: Mo 26 Feb, 2024 09:18 Demnächst kommt Ronja Räubertochter
Sorry OT, aber was ist das denn für ein beknackter Trailer? Macht ja mal null Lust den Film zu sehen o.Ô



markusG
Beiträge: 4482

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von markusG »

Das ist kein Trailer, sondern ein "First Look". Und ja, beknackt trifft es trotzdem^^



iasi
Beiträge: 24461

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von iasi »

Darth Schneider hat geschrieben: So 25 Feb, 2024 21:59 @ iasi
Natürlich, hab ich doch schon geschrieben, das ist nicht nur ein Geschäft, sondern eine riesig grosse Industrie.

Die Produzenten zum Beispiel in Amerika machen das doch schon seit Jahrzehnten.
Sie gehen finanziell sehr grosse Risiken ein. Das immer wieder.
Genau das tun sie eben nicht,denn die großen US-Studios können die Risiken kalkulieren und sind groß genug, dass sie auch eine Flop einplanen können.
Warner schreibt mal eben fast fertige Film und Serien ab und verdammt sie dazu, nie gezeigt zu werden, weil es sich für das Unternehmen rechnet.
Darth Schneider hat geschrieben: So 25 Feb, 2024 21:59 Nur bei uns halten die Produzenten sich blöderweise aus Angst zurück.
Darum passiert bei uns diesbezüglich auch so wenig.
Und das Filmemachen ist hier auch darum keine Industrie…

Von nix kommt nix.

Good Night.
Gruss Boris
Bei uns gibt es so gut wie keine Produzenten, die Budgets für international konkurrenzfähige Produktionen zusammenbringen können. Sie verfügen nicht über die Sicherheiten für Kredite und können Investoren angesichts der provinziellen deutschen Filme nicht für größere Produktionen gewinnen, die nur auf einem internationalen Markt rentabel wären.



iasi
Beiträge: 24461

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von iasi »

markusG hat geschrieben: Mo 26 Feb, 2024 09:18
iasi hat geschrieben: Mo 26 Feb, 2024 07:59 Ich lese gerade bei zdf.de den Titel: Der Schwarm - Basierend auf dem Bestseller von Frank ...
Ja klar, warum sollte auch unbeliebter Stoff verfilmt werden ;)

Demnächst kommt Ronja Räubertochter:
https://about.netflix.com/en/news/ronja ... to-netflix


Dass die Buchvorlage nach wie vor äußerst beliebt ist muss man wohl nicht erwähnen.
Es gibt ja schon eine Verfilmung von Ronja R.
Die ist übrigens recht gut. Dagegen sieht das hier ziemlich leer aus.



markusG
Beiträge: 4482

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von markusG »

Und dennoch wurde es offensichtlich finanziert und umgesetzt.

Auch Dune wurde schonmal finanziert und umgesetzt....

Und auch von "Im Westen Nichts Neues" gab es vorher Verfilmungen. Was willst du uns also damit sagen?



Darth Schneider
Beiträge: 19501

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von Darth Schneider »

Immer wieder frisch aufgewärmtes altes Zeugs.
Und viele junge Leute kennen doch die Ronja Geschichten gar nicht mehr.

Bei Dune kann ich die Neuverfilmung natürlich schon nachvollziehen.
Gruss Boris



markusG
Beiträge: 4482

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von markusG »

Darth Schneider hat geschrieben: Mo 26 Feb, 2024 10:15 Immer wieder frisch aufgewärmtes altes Zeugs.
Und viele junge Leute kennen doch die Ronja Geschichten gar nicht mehr.
Du hast doch Kinder, oder? Viele lesen ihren Kindern genau die Bücher vor, die sie aus ihrer Kindheit kennen. Selbst die Raupe Nimmersatt ist international populär und immer noch aktuell (!). Gut, die Gebrüder Grimm stellen da sicher eine Ausnahme dar, mit ihrer nicht mehr so zeitgemäßen Pädagogik^^
Darth Schneider hat geschrieben: Mo 26 Feb, 2024 10:15Bei Dune kann ich die Neuverfilmung natürlich schon nachvollziehen.
Und warum machst du da eine Ausnahme? Die Romanriehe ist ja nun auch nicht mehr taufrisch (1965-1985), warum sollte das dann heutzutage noch wen interessieren - ist dann doch auch bloß "aufgewärmtes altes Zeug"?


Ist doch ein wenig auch wie im Musikbereich - a copy of a copy of a copy...wer auf Nummer "sicher" gehen will bedient sich eben Evergreens.



Bluboy
Beiträge: 4405

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von Bluboy »

Evergreen ist das Unwort das Jahres



Darth Schneider
Beiträge: 19501

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von Darth Schneider »

@Markus
Gut das stimmt sicher, aber mir haben die Ronja Geschichten früher schon nicht gefallen und die Dune Bücher haben doch schon mehr Hit Potential.
Ein breiteres Zielpublikum.
Aber klar ist das auch aufgewärmt…
Gruss Boris



iasi
Beiträge: 24461

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von iasi »

Darth Schneider hat geschrieben: Mo 26 Feb, 2024 10:27 @Markus
Gut das stimmt sicher, aber mir haben die Ronja Geschichten früher schon nicht gefallen und die Dune Bücher haben doch schon mehr Hit Potential.
Ein breiteres Zielpublikum.
Aber klar ist das auch aufgewärmt…
Gruss Boris
Bisher hatten sich die Dune-Bücher nicht als große Hits bei Verfilmungen erwiesen.

Ganz frisch sind sie auch nicht mehr.

Da ist diese Verfilmung schon aktueller:



https://de.wikipedia.org/wiki/Die_drei_ ... Adaptionen

Bei der Trisolaris-Trilogie zieht der Autor Liu Cixin richtig vom Leder.



iasi
Beiträge: 24461

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von iasi »

markusG hat geschrieben: Mo 26 Feb, 2024 10:14 Und dennoch wurde es offensichtlich finanziert und umgesetzt.

Auch Dune wurde schonmal finanziert und umgesetzt....

Und auch von "Im Westen Nichts Neues" gab es vorher Verfilmungen. Was willst du uns also damit sagen?
Dune wurde von einem großen US-Studio finanziert und umgesetzt.

Netflix ist nochmal ein ganz anderes Kapitel.
Die bekommen jedes Quartal 8 Mrd. von ihren Kunden. Damit können sie dann den Betrieb, die Rechte und eben auch die Eigenproduktionen finanzieren.
Hier bezahlt wirklich der Kunde im Voraus.



7River
Beiträge: 3742

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von 7River »

markusG hat geschrieben: Mo 26 Feb, 2024 09:18
Zumindest sieht das schon mal mehr nach 2020 aus.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



markusG
Beiträge: 4482

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von markusG »

iasi hat geschrieben: Mo 26 Feb, 2024 16:11 Hier bezahlt wirklich der Kunde im Voraus.
Na siehste. Am Geld hapert es nicht.



iasi
Beiträge: 24461

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von iasi »

markusG hat geschrieben: Mo 26 Feb, 2024 16:37
iasi hat geschrieben: Mo 26 Feb, 2024 16:11 Hier bezahlt wirklich der Kunde im Voraus.
Na siehste. Am Geld hapert es nicht.
Oh doch - bei deutschen Produktionen.

Aber eigentlich hapert es - abgesehen von wenigen Einzelfällen - immer am Geld.

Das geht dann sogar soweit, dass fertige Filme weggeschlossen und nie gezeigt werden.



markusG
Beiträge: 4482

Re: Paramount: Kahlschlag bei deutschen Produktionen

Beitrag von markusG »

iasi hat geschrieben: Mo 26 Feb, 2024 16:42 Oh doch - bei deutschen Produktionen.
Nö wieso? Dann holt man sich das Geld eben international, bzw. in dem Fall von Netflix.

Machen doch Produktionen von außerhalb doch genauso mit der Filmförderung in DE.


Man sollte vlt mal weg von dem Denken in Nationen. Oder meinste es hat auch nur eine Menschenseele gestört, dass die Karl May Filme nicht in den USA gedreht wurden?



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