Jörg
Beiträge: 9568

Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von Jörg » Fr 09 Jul, 2021 00:13

Hi,
habe es gewagt, und Linux mint auf dem laptop installiert.
Resolve installiert, das Programm meldet, dass es keine dzidierte Grafikkarte findet.
Habe nun im netz versucht als absolut ahnungsloser in Linuxumgebung das problem zu lösen...;-(((
Nach einer Stunde schlägt die Müdigkeit den Wissensdurst.

Vielleicht kann hier jemand einfach beschreiben, wie ich den nvidia Treiber in mint einbinde.
Wenn es ohne kryptische Kommondozeilenbefehle ginge....




mash_gh4
Beiträge: 4716

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von mash_gh4 » Fr 09 Jul, 2021 00:39

unter mint sollte es dafür tatsächlich eine eigenes GUI-werkzeug ("driver manager") geben, um die proprietären nvidia treiber packerl zu installieren.

https://kerneltips.com/latest-nvidia-drivers-linux
https://itsfoss.com/nvidia-linux-mint/

ich kann dir das aber natürlich auch nur quasi aus dritter hand weitersagen, weil ich lieber klasisches debian benutze und so etwas sicher niemals freiwillig über ein derartiges hilfsmittel erledigen würde, weil man auf der kommandozeile einfach viel genauere rückmeldungen bzw. kontrolle über das installationsgeschehen hat. aber natürlich wird es wohl auch auf diesem anderen weg irgendwie klappen.




Bluboy
Beiträge: 2712

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von Bluboy » Fr 09 Jul, 2021 02:21

Ob man mit Linux Mint beser arbeiten kann als mit
Win 7 mit Adobe 2015 und Resolve 15 ?




CyCroN
Beiträge: 59

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von CyCroN » Fr 09 Jul, 2021 06:55

Hallo Jörg,

das ist ohne Kommandozeile möglich:
Zunächst jedoch solltest Du die letzten Updates einspielen, das geht am einfachsten über Aktualisierungsverwaltung (das kleine Schutzschild-Logo in der Taskleiste neben dem Datum).

Danach der GPU-Treiber:
Im Startmenü gehst Du auf SYSTEMVERWALTUNG > TREIBERVERWALTUNG
Nach Eingabe Deines Passwortes werden Dir dann die möglichen Treiber vorgeschlagen, vermutlich ist aktuell der "Nouveau"-Treiber gewählt, nimm stattdessen den nvidia-driver-Eintrag mit der höchsten Nummer. Danach auf "Änderungen anwenden" und etwas warten. Danach dürfte Dir das System einen Neustart vorschlagen, diesen durchführen.

Je nach Laptop-Typ müsste man jedoch ggf. noch hinsichtlich weiteren Einstellungen im Bios tätig werden, wenn beispielsweise eine Kombigrafik á la NVidia Optimus o.ä. verbaut ist.

Wenn es an diesem Punkt dann noch nicht mit Resolve läuft, brauchen wir nähere Infos, welche Hardware Du verwendest. Dann würde der Terminalbefehl

Code: Alles auswählen

inxi -Fz
weiterhelfen.

Grüße,
Cy




roki100
Beiträge: 10553

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von roki100 » Fr 09 Jul, 2021 07:10

CyCroN hat geschrieben:
Fr 09 Jul, 2021 06:55
nimm stattdessen den nvidia-driver-Eintrag mit der höchsten Nummer.
Nein. Dann startet vll. kein X mehr und Jörg steht vor Konsole und weiß nicht weiter.

Zuerst ist es wichtig rauszufinden welche Nvidia GraKa der Jörg hat...dann kann man schauen welche der passenden Nvidia Treiber (Versionsnummer) dafür benötigt wird.
Jesus und das (zweite) Gebot: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!’
SlashCam-User und das (erste) Gebot über alles: "Du sollst deine Kamera lieben wie dich selbst!"




CyCroN
Beiträge: 59

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von CyCroN » Fr 09 Jul, 2021 09:04

Wir sprechen hier von Linux Mint - hast Du, roki100, Dich auf Mint bezogen, oder hast Du nie mit Mint gearbeitet?
Klar, grundsätzlich ist Vorsicht geboten, ich meinte aber den von der Distro als "höchste" Nummer angebotenen Treiber, im optimalen Falle steht noch "empfohlen" dabei. Das ist relativ sicher nicht der allerneuste, den NVidia gerade anbietet. Vermutlich hast Du hier angenommen, ich meine tatsächlich den allerneusten überhaupt?

Solange nicht das "graphics-drivers"-ppa nachträglich eingebunden wurde, schlägt LinuxMint in der aktuellen Version recht zuverlässig den passenden Treiber vor. Mit "neustem" Treiber meine ich dabei nicht den Neusten NVidia-Treiber überhaupt, sondern den neusten, den die frisch installierte und unverbastelte Distribution anbietet.

Ich habe beispielsweise ein älteres HP ZBook mit einer Quadro-Karte. Da wird mir standardmäßig die Version 390 als "höchste" angeboten. Und diese arbeitet einwandfrei, auch im Zusammenspiel mit Resolve.
Auf demselben Laptop läuft Resolve aber durchaus auch mit dem händisch nachgezogenen 450er Treiber. Das wäre dann aber wirklich die "kritische" Variante, deswegen ja auch der Weg über den Treiberinstallation-Dialog.

Und größtmögliches Problem, das auftreten kann, falls der doch nicht passt - Fallback auf Software-Rendering.

Spätestens dann wären natürlich weitere Infos hilfreich. Es ging mir aber darum, es dem TO möglichst einfach zu halten. Wenns nicht funktioniert, kommen wir dann früh genug zu den schwierigeren Möglichkeiten. Aber - in mittlerweile 7 Jahren Mint meinerseits auf zahllosen PCs und Laptops gab es nur seltenst mal Probleme. Warum also nicht zunächst den Standard-Weg per GUI probieren? ;-)




roki100
Beiträge: 10553

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von roki100 » Fr 09 Jul, 2021 09:16

Stimmt! Es wird automatisch der passende Nvidia Treiber empfohlen.
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CyCroN
Beiträge: 59

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von CyCroN » Fr 09 Jul, 2021 09:21

Sonst hättest Du natürlich recht. Der höchstmögliche, allerneuste Treiber muss dann auch zum Kernel passen, da kann man dann auch unter Mint seinen Spaß haben, wenn man möchte :-D

Aber mit der Treiberverwaltung fährt man schon ganz gut...

@Jörg: Wenn Du in der Treiberverwaltung angekommen bist - eine Info zur Grafikkarte ist da ersichtlich, diese kannst Du uns, insbesondere falls Resolve noch immer nichts finden sollte, dann bitte benennen. Besser noch eine genauere Hardwareinfo wie oben angegeben. Denn nicht jedes Laptop mit einer NVidia ist auch unbedingt prädestiniert für Resolve...




mash_gh4
Beiträge: 4716

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von mash_gh4 » Fr 09 Jul, 2021 10:09

CyCroN hat geschrieben:
Fr 09 Jul, 2021 09:04
Und größtmögliches Problem, das auftreten kann, falls der doch nicht passt - Fallback auf Software-Rendering.
nein -- es ist durchaus möglich, dass X11 aufgrund irgendwelcher grafiktreiberbedingten probleme hängen bleibt und nur mehr einen schwarzen schirm zeigt. spätestens dann ist es tatsächlich fast unumgänglich die tastatur zu nutzen, um die änderungen wieder rückgängig zu machen bzw. das system korrekt zu konfigurieren.

generell finde ich es aber vernünftig, sich mit den elementaren mechanismen und werkzeugen auseinanderzusetzen, die auf fast allen linux systemen in ganz ähnlicher weise zur verfügung stehen. dann tut man sich wesentlich leichter, infos im netz, die sich auf eine ähnliche aber in details geringfügig abweichende distribution beziehen, zu verstehen und auf die eigenen bedürfnisse umzulegen.

natürlich ist es sehr bequem, wenn das alles auch mit ein paar klicks und dem abwarten der anzeige eines progress bars erledigt werden kann, aber das geht halt leider nicht immer. besonders mit älter hardware und den div. CPU-GPU-kombi-lösungen gibt's immer wieder probleme, die zusätzliche eingriffe bzw. eine gänzlich andere herangehensweise erfordern.

das hat zum teil auch mit abhängigkeiten, unverträglichkeiten und "recommendations" zu tun, auf die einen jene installationswerkzeuge, die hier ja weiterhin unter der oberfäche die eigentliche arbeit verrichten, vermutlich genauer aufmerksam machen würden.

gerade im zusammenhang mit grafikkarten sind die probleme aber in vielen fällen recht komplizierter, so dass man dann oft nach entsprechenden recherchen im netz bzgl. ähnlicher symptome irgendwelche anpassungen vornehmen muss, die weit mehr verlangen als einfach nur eine dieser menüpunkte anzuwählen. spätestens dann tut man sich leichter, wenn man schritt für schritt gelernt hat, wie das alles auch mit ganz einfachen werkzeugen von der commandline aus und dem händischen editieren von config-files geht bzw. wenigstens ein grobes verständnis dafür entwickelt, wie diese abläufe unterhalb der oberfläche aussehen, statt alleine nur auf die sehr beschränkten möglichkeiten der clicky-buntu oberflächlichkeit angewiesen zu sein.




CyCroN
Beiträge: 59

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von CyCroN » Fr 09 Jul, 2021 11:12

Natürlich ist vieles möglich, schiefgehen kann immer was. Warum aber einem Linux-Neuling gleich alles um die Ohren hauen, wenn die Bordmittel in LinuxMint (und nur darauf beziehe ich mich) in 99,9% aller Fälle funktionieren. Mir ist auch klar, dass viele andere Distributionen da so ihre Mängel haben können und habe das durchaus auch selbst erlebt. Da nehme ich dann auch ausschließlich die Kommandozeile zur Hand.

Natürlich sollte man sich auch als Linux-Neuling mit der Zeit auch mit der Kommandozeile auseinandersetzen, auch ich mache inzwischen fast nichts mehr per GUI, was per Kommandozeile komfortabler geht ;-)
Aber im Zweifel geht mal davon aus, dass nicht jeder, nur weil er mal Linux ausprobiert, auch gleich tief in die Eingeweide schauen will, wenn er es nicht muss. Bei Interesse wird er/sie das schon tun. Und wenn Resolve mit dem NVidia-Treiber dann noch immer nicht läuft, kommen wir sowieso drauf zurück.

Aber, für den Erstkontakt spricht doch nichts dagegen, zunächst den einfachen Weg zu wählen, wenn der doch Aussicht auf Erfolg hat, oder?

Ansonsten bin ich ab hier raus, stehe dem TO aber gerne per PN zur Verfügung, wenn nötig.




cantsin
Beiträge: 10830

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von cantsin » Fr 09 Jul, 2021 11:37

Anmerkung hier zu: Das "Driver Tool" von Mint ist AFAIK dasselbe wie bei Ubuntu, funktioniert Plug & Play und erkennt und installiert in allen mir bekannten Fällen automatisch den richtigen Treiber...

Hier gleich mit Kommandozeilen-Tips zu kommen, ist IMHO ebenso hilfreich, wie die Installation des Nvidia-Treibers unter Windows mit Hilfe des Registry-Editors zu erklären...




roki100
Beiträge: 10553

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von roki100 » Fr 09 Jul, 2021 11:45

cantsin hat geschrieben:
Fr 09 Jul, 2021 11:37
Hier gleich mit Kommandozeilen-Tips zu kommen, ist IMHO ebenso hilfreich, wie die Installation des Nvidia-Treibers unter Windows mit Hilfe des Registry-Editors zu erklären...
Äh, der vergleich ist irgendwie so naja... ;)
Jesus und das (zweite) Gebot: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!’
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mash_gh4
Beiträge: 4716

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von mash_gh4 » Fr 09 Jul, 2021 12:00

cantsin hat geschrieben:
Fr 09 Jul, 2021 11:37
Anmerkung hier zu: Das "Driver Tool" von Mint ist AFAIK dasselbe wie bei Ubuntu, funktioniert Plug & Play und erkennt und installiert in allen mir bekannten Fällen automatisch den richtigen Treiber...
schau ma einmal, wie gut es in der praxis auf einem etwas älteren laptop tatsächlich funktioniert. ;)
cantsin hat geschrieben:
Fr 09 Jul, 2021 11:37
Hier gleich mit Kommandozeilen-Tips zu kommen, ist IMHO ebenso hilfreich, wie die Installation des Nvidia-Treibers unter Windows mit Hilfe des Registry-Editors zu erklären...
ich hab doch ohnehin auch gleich auf zwei links mit anleitungen für anfänger verwiesen, die diesen "driver manager"-weg wählen bzw. näher beschreiben!

generell bemühe ich mich halt, in meinen kommentaren tipps zu geben, die möglichst distributions-unabhängig auf allen linux systemen funktionieren.

ich halt's nämlich für eine ausgesprochen problematische erntwicklung, wenn leuten suggeriert wird, dass irgendwas unbedingt nur unter XY-linux läuft od. zumindest nur dort einigermaßen benutzerfreundlich zu bewerkstelligen ist.

über kurz od. lang führt das zu völlig idiotischen und inakzeptablen entwicklungen, wie wir das bspw. von der resolve packetierung für linux kennen, wo dann partout nur mehr eine einzige enterprise distribution unterstützt wird bzw. von den benutzern ein entsprechender umstieg od. die nutzung umständlicher notlösungen erzwungen wird.

die ganze nvidia-grafik-treiber geschichte ist aber leider in dieser hinsicht ohnehin ein ausgesprochen problematischer sonderfall, weil hier ja proprietäre komponenenten mit mehr od. weniger strengen ansprüchen an ein sauberes und konsequent freies system unter einen hut gebracht werden müssen. das bringt ziemliche herausforderungen für die maintainer der verschiedenen distributionen mit sich, was letztlich leider auch immer jede menge diffizilere probleme nach sich zieht. so können sich z.b. ganz ungute begeleiterscheinungen einstellen, wenn auf einem system mehre OpenGL u. OpenCL varianten nebeneinander vorhanden sind od. div. CUDA-development komponeneten nicht automatisch mitinstalliert werden, etc.

es macht aber natürlich keinen sinn, all diese probleme unnötig bedrohlich an die wand zu malen od. sie endlos auszuwalzen, obwohl doch im grunde mittlerweile auf allen distros die nividia-unterstützung ausgesprochen einfach zu aktivieren ist, da sie ja von sehr vielen benutzern praktisch benötigt/benutzt/bevorzugt wird. in vielen fällen -- je nach tatsächlich vorgefundener hardware -- funktioniert das natürlich auch einigermaßen befriedigend bzw. in der erwarteten weise.




Jörg
Beiträge: 9568

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von Jörg » Fr 09 Jul, 2021 13:19

moin,
danke für das umfangreiche feedback.
Cantsin hat Recht, die Treiberinstall verläuft unter mint fast automatisch.

@ CyCroN
dank deiner genauen Anleitung ging das dann auch ratzfatz.
Nun läuft erstmal alles, was ich so zu brauchen meine.
Nun ist es Zeit, sich den Grundlagen des OS zuzuwenden...
Wird ein schönes Stück Lernen erfordern, das, was ich bisher von Linux sehe, ist es wahrscheinlich
ein sehr lohnenswerter Lernprozeß.

@Bluboy
Ob man mit Linux Mint beser arbeiten kann als mit
Win 7 mit Adobe 2015 und Resolve 15 ?
genau das will ich herausfinden.




CyCroN
Beiträge: 59

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von CyCroN » Fr 09 Jul, 2021 13:34

@Jörg:
Danke für Deine Rückmeldung, freut mich!

Viel Erfolg!




Jörg
Beiträge: 9568

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von Jörg » Fr 09 Jul, 2021 14:05

zur Ergänzung:
es sind folgende Grafikkarten verbaut

Grafikkarte
NVIDIA GeForce RTX 2070 Max-Q - 8192 MB, Kerntakt: 885 MHz, Speichertakt: 1500 MHz, GDDR6, Forceware 430.81,
Optimus Intel UHD 630

Resolve läuft völlig unproblematisch damit, jedenfalls bisher auf win 10.




cantsin
Beiträge: 10830

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von cantsin » Fr 09 Jul, 2021 14:10

Um Resolve optimal in Linux Mint zu installieren, brauchst Du dieses Tool:
https://www.danieltufvesson.com/makeresolvedeb

Das packt Dir die Resolve-Installationsdatei in ein Debian (".deb")-Paket um, d.h. ins native Installationsformat von Linux Mint.

Hier kommst Du am Terminal nicht vorbei, aber die Website oben erklärt Dir die Installationsschritte sehr klar.

Wenn Dir alle Schritte gelungen sind und Du nach...

Code: Alles auswählen

sudo dpkg -i davinci-resolve-studio_17.1.1-mrd1.0_amd64.deb
...noch Fehlermeldungen erhältst, das Kommando:

Code: Alles auswählen

sudo apt -f install
...ausführen, um die noch fehlenden Softwarepakete automatisch nachinstallieren zu lassen.




mash_gh4
Beiträge: 4716

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von mash_gh4 » Fr 09 Jul, 2021 14:27

cantsin hat geschrieben:
Fr 09 Jul, 2021 14:10
Um Resolve optimal in Linux Mint zu installieren, brauchst Du ...
naja -- von "optimal" ist es das leider weiterhin ziemlich weit entfernt, weil es u.a.:

* notwendige abhängigkeiten (also eben z.b. die installation der propritären nivida treiber) nicht berücksichtigt bzw. nutzt.
* keine automatisierten bzw. einfach zu handhabendes update der installierten pakete zulässt
* einiges nicht ganz sauber im sinne der empfehlungen der betroffenen distributionen technisch umsetzt.
usw.

aber gut, es ist halt für viele die einzige einigermaßen einfache "notlösung", um resolve auf ihren linux-systemen überhaupt nutzen zu können, solange sich BMD weiterhin weigert, den installations- bzw distributionsprozess ein bisserl kompatibler mit den realen bedingungen draußen in der rauhen wirklichkeit bzw. den tatsächlich am weitesten verbreiteten linux-distributionen zu machen.
Zuletzt geändert von mash_gh4 am Fr 09 Jul, 2021 14:38, insgesamt 2-mal geändert.




mash_gh4
Beiträge: 4716

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von mash_gh4 » Fr 09 Jul, 2021 14:29

Jörg hat geschrieben:
Fr 09 Jul, 2021 14:05
zur Ergänzung:
es sind folgende Grafikkarten verbaut

Grafikkarte
NVIDIA GeForce RTX 2070 Max-Q - 8192 MB, Kerntakt: 885 MHz, Speichertakt: 1500 MHz, GDDR6, Forceware 430.81,
Optimus Intel UHD 630
mit diesen relativ neuen karten gibt's in der regel kaum probleme bzw. verhältnismäßig gute unterstützung in den proprietären treibern.




Jörg
Beiträge: 9568

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von Jörg » Fr 09 Jul, 2021 22:19

Zu den ersten Schritten gehörte natürlich die Frage zu klären, ob man in Linux Virensoftware
einbinden sollte, wenn ja, welche.
Auch hier bin ich nicht sicher, die Meinungen gehen auseinander.
https://computer-service-remscheid.de/s ... x-desktop/
Habt ihr tips?




cantsin
Beiträge: 10830

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von cantsin » Fr 09 Jul, 2021 22:31

Jörg hat geschrieben:
Fr 09 Jul, 2021 22:19
Zu den ersten Schritten gehörte natürlich die Frage zu klären, ob man in Linux Virensoftware
einbinden sollte, wenn ja, welche.
Auch hier bin ich nicht sicher, die Meinungen gehen auseinander.
https://computer-service-remscheid.de/s ... x-desktop/
Habt ihr tips?
Was in Deinem verlinkten Artikel steht, stimmt (IMHO). Der Standard-Virenscanner für Linux, ClamAV, ist auch für Server-Systeme gedacht und vor allem dafür konzipiert, Malware für andere Systeme aus E-Mail herauszufiltern.




mash_gh4
Beiträge: 4716

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von mash_gh4 » Fr 09 Jul, 2021 22:53

Jörg hat geschrieben:
Fr 09 Jul, 2021 22:19
Zu den ersten Schritten gehörte natürlich die Frage zu klären, ob man in Linux Virensoftware
einbinden sollte, wenn ja, welche.
nein -- das benötigst du höchstens, wenn du die linux-installation als windows-fileserver od.ä. nutzen willst, und die gehosteten files bei jeder veränderung automatisch übeprüfen willst. dafür gibt's einige lösungen.

unter linux selbst gibt's kaum probleme mit viren im engeren sinne, trotzdem werden natürlich unabhängig davon auch hier ständig neue sicherheitsproblemen entdeckt. da man aber auf diesen maschinen großteils freie software verwendet, gibt's mit dem notwendigen updaten und einspielen von sicherheitsrelevanten fixes weit weniger probleme als im kommerziellen umfeld, wo das ja tlw. auch mit kosten verbunden ist und jeder softwarehersteller sein eigenes süppchen kocht. in allen seriösen linux-distributionen werden dagegen diese bekannt gewordenen lücken immer ausgesprochen schnell und konsequent wieder geschlossen, wenn man die maschinen regelmäßig aktualisiert.

die angriffsvektoren sind unter linux allerdings auch etwas anders gelagert. während es sich im falle von windows und mac meist eher nur um sehr verbreitete desktoplösungen handelt, die in vielen fällen recht lax gewartet werden, ist linux zwar natürlich seltener anzutreffen, dafür aber dann oft in bedeutsameren rollen --- sprich: sehr oft als größere server direkt am netz...




Jörg
Beiträge: 9568

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von Jörg » Sa 10 Jul, 2021 10:15

danke, dann ist das geklärt.




markusG
Beiträge: 2505

Re: Nvidiatreiber für Linux einbinden

Beitrag von markusG » Di 18 Jan, 2022 18:02

aus Buchstaben hat geschrieben:
Mo 17 Jan, 2022 18:43
Ich wollte euch fragen wie bei euch die (Semi) Professionellen Programme unter Linux laufen. Win10 soll mein letztes Win werden...
Ich habe mir vor einiger Zeit einen "neuen" PC gegönnt, unter der Prämisse Windows-Programme (für die es keinen Ersatz gibt) quasi isoliert in einer VM laufen zu lassen, mit Linux als Host. Quasi das beste aus beiden Welten verbinden und die sonstigen Nachteile umschiffen (z.B. durch Wine-Updates Programme unbrauchbar machen o.ä.). Nun bin ich noch nicht allzu weit gekommen, da ich erstmal das GPU passthrough bewerkstelligen muss, aber ich habe da keinen grundlegenden Zugzwang da es derzeit noch einen Dualboot gibt.

Was mich mal interessiert - ob hier jemand aus ähnlicher Motivation Proxmox verwendet. Auch dort ist wohl - irgendwie logisch - ein PCIe passthrough möglich, und die Performance soll nahezu bare metal sein, plus eben die Vorteile von einer Virtualisierung. Mein "Traum" wäre es jedes Programm* in eine eigene VM stecken zu können - bzw. jeden Cluster an themennahen Programmen. Aber nach dem GPU gefrickel, dass sich mir bisher schon in den Weg gestellt hat - und ich nunmal kein Systemadministrator bin - stellt sich mir die Frage ob sich der Aufwand überhaupt lohnt, wenn man nicht gerade ein größeres Studio hat.

Etwas "verwöhnt" von der derzeitigen Situation, mich von jedem x-beliebigen Gerät an einem x-beliebigen Standort an meine Workstation einwählen zu können fände ich die Proxmox-Alternative gar nicht so verkehrt. So könnte ich auch z.B. vorstellen, eine Zocker-VM zu erstellen und im Wohnzimmer - oder auch sonstwohin - zu streamen...


(*damit wäre ja auch Final Cut & Motion & Logic Pro usw. zumindest prinzipiell möglich)




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