Gabriel_Natas
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Gabriel_Natas »

DV_Chris hat geschrieben:Gabriel, eigentlich solltest Du mir leid tun. Aber nachdem Du mir Worte in den Mund legst, die ich nie geschrieben habe, halte ich Dich einfach für einen Narren, der es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt.

Und dort, wo Du (in Deinem blinden Geifer) Hass vermutest, erkennen andere schlicht Realitätssinn.
Also hast du nie was von faschostioden Machtgelüsten geschrieben? Schreck lass nach, hab ich mich verlesen?
Meine Güte, dass jemand der so für die politische Inkorrektheit eintritt gleich so eingeschnappt sein kann.

Und Realistätssinn ist süß. Da sagen vier Kinos in Schweden, wir machen mal den Bechdel-Test für unsere Filme, die wir zeigen und du wetterst von faschoistoden Gelüsten und kommst mit "wehret den Anfängen". Es ist eindeutig, wer hier keinen Realitätssinn hat.
Zuletzt geändert von Gabriel_Natas am Mo 11 Nov, 2013 13:38, insgesamt 1-mal geändert.



DV_Chris
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von DV_Chris »

@Frank B.: WORD!



Gabriel_Natas
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Gabriel_Natas »

ennui hat geschrieben:Aber du findest den Test doch gut und sinnvoll, Gabriel, und meinst, er bringt was, trotz der demonstrierten Schwächen. Der Zutaten-Vergleich bei Lebensmitteln hinkt auch, denn dann müsste ja eher auf den Filmplakaten stehen "in diesem Film haben x Männer und y Frauen eine tragende eigenständige Hauptrolle, und x und y nur unbedeutende Nebenrollen". Und der Konsument, dem das wichtig ist, "kauft" dann eben nur das, was er unterstützen und konsumieren will, ob beim Film oder Schokoriegel. Solange aber Männer und Frauen gleichermaßen ins Kino und in diese Filme gehen, kann das "Problem" aber nicht so arg sein, sonst würden die Frauen ja gar nicht diese Filme kucken. Oder muss da eine besondere Instanz sie vor ungutem Kulturgut beschützen, weil sie selbst nicht in der Lage dazu sind?

Mein persönlicher Eindruck ohne Wertung ist, dass bei vielen solchen aktuellen feministischen Unternehmungen oft weniger als 50% auch nur der Frauen gedanklich mit an Bord sind und sich davon selbst vertreten fühlen oder so vertreten werden möchten. Ob es nun um Quoten geht, um Sexismus beider Geschlechter, oder nur um die grundsätzliche Frage, ob das Geschlecht denn überwiegend eine soziale Konstruktion ist. Trotzdem ist das aktuell zu einer Art Dogma erhoben worden, Zweifel daran werden als "rechts", "Macho", "reaktionär" abgetan. Manchmal zurecht, machmal auch gar nicht.

Insofern kann man schon die Frage stellen, wer da überhaupt für wen spricht und sich eine Stellvertreterrolle anmaßt. Es heißt dann oft, diese Frauen (zb. die, die Rosamunde Pilcher kucken oder billige Liebesschmonzetten) seien ja eben noch unterdrückte arme Hascherln, die es nur noch nicht verstehen, die noch verblendet sind und denen geholfen werden muss. Oder aber, dass es egal ist, was diese Frauen sagen, dass man das ignorieren soll, weil es nichts zur Sache tut. Das alles ist natürlich in einer Demokratie schon etwas fragwürdig, da zu sagen "du verstehst doch nicht, was in deinem eigenen Interesse liegt, warte, ich helfe dir und spreche für dich".

Der Test ist natürlich harmlos, aber eben genauso schwachsinnig, unlogisch und bevormundend. Eben gut gemeint und nicht gut. Warum sollte man das nicht sagen dürfen.
Du machst erstmal schon mal den Fehler als Mann für die Frauen zu sprechen :), in dem du sie vor den bösen vereinnahmenden Feministen schützt. Du machst das selbe, was du den Feministinnen vorwirfst, in dem du jetzt sagst, was Frauen wollen.


Und ich habe nicht gesagt, ob ich den Test gut oder schlecht finde. Der Test ist ein Mittel eine mindestmenge an weiblicher, wichtiger Interaktion in einen Film zu bestimmen und die Schnappatmung die hier auftritt, weil ein paar Kinos ihre Filme damit bewerten, meine Güte.
Was es hier nicht schon alles auf der ersten Seite gab. Wehret den Anfängen, Faschisten, Unterdrückung, vor Politischer Korrektheit kapitulieren usw.

Alles Buzz-Wörter, die eigentlich von Rechtsextremisten und Stammtischrassisten verwendet werden, um weiter das Wort Nigger gegenüber Schwarzen verwenden zu dürfen.

Und wenn hier gesagt wird, man halte den Test allein für ungenügend, um irgendeine qualitative Aussage über einen Film zu machen, niemand wird dir da widersprechen, sicherlich nicht mal die Kinobetreiber.
Der Bechdel-Test allein ist genauso gut oder schlecht wie die Lebensmittelampel in Kantinen und Mensen (wer die nicht kennt, Grün - sollte man täglich essen, orange, sollte man ab und zu essen, rot, sollte man selten Essen), für manche eine Hilfe, für andere einfach Blödsinn, weil sie viel tiefer in der Materie stecken, für andere ein Affront, weil ihr Schweinsteak Rot ist, sie das aber gern täglich essen.

Es geht nicht darum, ob der Bechdel-Test geeignet ist oder nicht (alleine ist er das mit Sicherheit nicht) irgendeine Qualitative Aussage zu einem Film zu treffen, das ist auch nicht der Anspruch des Testes, sondern die schnappatmige Reaktion der versammelten Herrschaften. Allein die ersten 10 Postings hier passen viel mehr in ein PI Forum oder an einen CSU Stammtisch.

Da wird von Zensur geredet, obwohl der schwedische Staat nichts mit der Sache zu tun hatte. Die EMMA empfiehlt auch Filme, meine Güte, dass muss der Untergang von Deutschland für diese Menschen sein.



hannibalekta
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von hannibalekta »

Story beruht auf Interaktion von Charakteren miteinander. Zusammen mit dem Kriterium "nicht über einen Mann reden" ist es fast unmöglich, den Test zu bestehen: die Wahscheinlichkeit, dass in einer guten Story 2 Charaktere über einen anderen reden ist sehr hoch - die Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei um einen Mann handelt (wenn man mal von der Weltbevölkerung und nicht von der Personnage des Films ausgeht) mindestens 50%. Wenn dann sowas noch auf einen Football-Film oder einen Film mit einer männlichen Hauptrolle angewandt wird - völlig unmöglich. So ein Bullshit. Wo ist eigentlich die Vergleichsgruppe bei so einem Test? Warum redet die Frau in dem YT-Video nicht über den Bechtel-Test in den gleichen Filmen mit Männern?
Zuletzt geändert von hannibalekta am Mo 11 Nov, 2013 13:32, insgesamt 1-mal geändert.



Frank B.
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Frank B. »

Gabriel_Natas hat geschrieben: Was es hier nicht schon alles auf der ersten Seite gab. Wehret den Anfängen, Faschisten, Unterdrückung, vor Politischer Korrektheit kapitulieren usw.

Alles Buzz-Wörter, die eigentlich von Rechtsextremisten und Stammtischrassisten verwendet werden, um weiter das Wort Nigger gegenüber Schwarzen verwenden zu dürfen.
Das ist nicht wahr!

Diese Worte werden nicht bzw. sehr wenig von Rechtsextremen gebraucht, eher im Gegenteil.
Sehr oft aber, wie auch in diesem Fall, werden Leute, die diese Worte gebrauchen, gern von manchen als rechtsextrem diffamiert, um sich nicht mit ihren Argumenten auseinander setzen zu müssen.
Ist ja auch viel einfacher so. Aber es ist wiederum ein Zeichen einer aufkommenden Diktatur, dass Kritiker sofort als Gesellschaftsschädlinge diffamiert werden.



Gabriel_Natas
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Gabriel_Natas »

Frank B. hat geschrieben:
Gabriel_Natas hat geschrieben: Damit hast du die Ehrenmitgliedschaft bei PI gewonnen, gratuliere.
Kriegst du Geld für die Werbung? ;)
Ich zeuge euch nur dem Weg, wo ihr mit gleichgesinnten Diskutieren könnt.

Als langzeitiger DDR-Bürger kenne ich leider die Praxis, dass man bestimmte Elemente in einen Film, ein Gedicht, ein Gemälde einarbeiten musste, um als fortschrittlich, also gesellschaftstauglich zu gelten. Wir kennen das aus allen Diktaturen. Die sich dem verweigerten, standen plötzlich unter Zensur, galten als entartet und unerwünscht.
Wollen wir das wieder? Wir sind auf dem besten Wege.
Was geht es ein Kino, eine Behörde oder sonstwen an, wie ein Filmemacher seinen Film gestaltet? Das ist ja so, als würden sich Kunstgalerien zusammentun und sagen, wir stellen nur noch Bilder aus, auf der auch eine Frau dargestellt ist, wenn ein Mann mit drauf ist.
Einige hier merken nicht, wie man euch ins Gehirn scheißt.

Das ist erstmal das eine. Das andere ist, das Genderismus ein Ismus ist. Und alle Ismen sind falsch.

Dass diese kritisierte Praxis nicht unbedingt Genderismus ist, weil sie ja nichts mit der Gleichsetzung/ Negation der Geschlechter zu tun hat, steht erst mal auf einem anderen Blatt. In der Tat hat dies Praxis nichts mit einer Gleichsetzung/ Negation der Geschlechter zu tun, sondern bevorzugt eines. Dies ist eine zusätzliche Schwachstelle des ganzen Konstruktes. Es ist unlogisch und freiheitsberaubend in einem.
Ui, jetzt auch noch die DDR-Keule. Hier sollte man Stammtischbingo spielen.

Natürlich stellt es jedem Kino frei, die Filme auszuwählen, zu diskutieren, zu bewerten, die es zeigt. Ein Kino bei mir in der Nähe zeigt jeden Sonntag italienisches Kino und danach wird darüber diskutiert. Aber das ist ja böse für dich!
Du machst doch jetzt genau das selbe, was du den -Ism vorwirfst. Du willst das Kino/Galerien zwingen, alle Sachen unkommentiert zu zeigen.
Stellst du dich jetzt auch für eine Monetausstellung und beschwerst dich darüber, dass Van Gogh nicht gezeigt wird?

Und es geht hier auch nicht um Zensur. Das bildet ihr euch alle ganz schön extrem ein.
Niemand zensiert hier Filme nach dem Bechdel-Test. Niemand zwingt Filmemacher dazu, bestimmte Elemente in einen Film einzubauen.

Der Bechdel-Test zeigt nur auf, dass in Filmen Männer und Frauen ungleich behandelt werden (und wenn man das einen männlichen Bechdel-Test erweitert, wird das sogar noch deutlicher). Da gibt es noch keine Handlungsanweisung daraus, keine Zensurforderungen, kein gar nichts. Es wird ein Faktum aufgezeigt. Es wird nicht mal gesagt, dass das gut oder schlecht, sondern einfach nur, wenn man sich die Ergebnisse des Bechdel-Tests in ihrer Gesamtheit anschaut: Männer und Frauen werden unterschiedlich in den Filmen dargestellt in ihrer Wichtigkeit der Rollen.

Anscheinend kotzt euch das an, wenn man sowas aufzeigt, weil ihr euch irgendwie dadurch angegriffen fühlt, wenn man sowas aufzeigt, die Menschen anregt, mal darüber nachzudenken.

Denn nichts anderes ist das, was die Kinos da machen. Sie sorgen dafür, dass die Leute über die Verteilung der Wichtigkeit der Männer und Frauenrollen nachdenken, nicht mehr und nicht weniger.

Eure Reaktion darauf ist Angst, Angst als ob nachdenken, ein betrachten des Status Quo in Bezug auf bestimmte Dinge schon etwas schlechtes ist.
"Niemand soll wissen, wie schlecht eigentlich Frauen in Filmen repräsentiert werden!" Das ist eure Forderung, die hier durchscheint.

Was anderes wäre es, wenn der schwedische Staat tatsächlich sagen würde: Ab sofort dürfen nur noch Filme gezeigt werden, die den Bechdel-Test bestehen. Das wäre falsch, quatsch und gefährlich. Das wäre Zensur und Unterdrückung.
Aber das geschieht nicht. Wir sind hier nicht in der katholischen Kirche oder auf dem CSU Parteitag, wo Homoehen und Kondome verboten sind.

Wir haben hier ein Rating, über dessen Genauigkeit man sicher streiten kann, dass die Leute zum nachdenken anregen will.

Bei einigen hier führt das aber leider zum Gegenteil, zur Verweigerung. Ihr wollt nicht darüber nachdenken, dass fast alle Mainstreamfilme Männerdominiert sind, ihr wollt auch, dass andere nicht darüber nachdenken und dieses Bechdel-Rating verbieten!

Ihr wollt privatwirtschaftlichen Akteuren verbieten, wie sie die Filme in ihren Kinos bewerben, diskutieren und anpreisen.



Gabriel_Natas
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Gabriel_Natas »

hannibalekta hat geschrieben:Story beruht auf Interaktion von Charakteren miteinander. Zusammen mit dem Kriterium "nicht über einen Mann reden" ist es fast unmöglich, den Test zu bestehen: die Wahscheinlichkeit, dass in einer guten Story 2 Charaktere über einen anderen reden ist sehr hoch - die Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei um einen Mann handelt (wenn man mal von der Weltbevölkerung und nicht von der Personnage des Films ausgeht) mindestens 50%. Wenn dann sowas noch auf einen Football-Film oder einen Film mit einer männlichen Hauptrolle angewandt wird - völlig unmöglich. So ein Bullshit. Wo ist eigentlich die Vergleichsgruppe bei so einem Test? Warum redet die Frau in dem YT-Video nicht über den Bechtel-Test in den gleichen Filmen mit Männern?
Du kannst gern den Bechdel-Test für Männer mal durchführen.
Die Mehrheit der Mainstreamfilme würde ihn bestehen. Es scheint für Drehbuchautoren also nicht unmöglich, zwei männliche Rollen regelmäßig über was anderes als Frauen reden zu lassen, aber anscheinend schaffen die das nicht mit zwei Frauenrollen, die nicht über Männer reden.

Und wenn man sich das YT Video noch mal genauer anschaut, wird ja auch gesagt: Bei Moneyball geht es eben nicht und es ist Moneyball nicht vorzuwerfen, dass in dem Film kein Platz für Frauen ist, weil es um ein Männerbaseballteam geht.
Das Problem ist, dass die große Mehrheit der Filme den Bechdel-Test für Frauen nicht besteht, wenn man den für Männer ansetzt, aber ohne Probleme.



Gabriel_Natas
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Gabriel_Natas »

Frank B. hat geschrieben:
Gabriel_Natas hat geschrieben: Was es hier nicht schon alles auf der ersten Seite gab. Wehret den Anfängen, Faschisten, Unterdrückung, vor Politischer Korrektheit kapitulieren usw.

Alles Buzz-Wörter, die eigentlich von Rechtsextremisten und Stammtischrassisten verwendet werden, um weiter das Wort Nigger gegenüber Schwarzen verwenden zu dürfen.
Das ist nicht wahr!

Diese Worte werden nicht bzw. sehr wenig von Rechtsextremen gebraucht, eher im Gegenteil.
Sehr oft aber, wie auch in diesem Fall, werden Leute, die diese Worte gebrauchen, gern von manchen als rechtsextrem diffamiert, um sich nicht mit ihren Argumenten auseinander setzen zu müssen.
Ist ja auch viel einfacher so. Aber es ist wiederum ein Zeichen einer aufkommenden Diktatur, dass Kritiker sofort als Gesellschaftsschädlinge diffamiert werden.
Aber hallo. Ich hab noch niemanden kennen gelernt, der PC als Schimpfwort verwendet hat und nicht nationalistisch, sexistisch oder rassistisch ist. Und dann noch die die feministische Bewegung als faschistisch zu bezeichnen, von der Unterdrückung durch die Frau zu reden, sorry, aber sowas ist einfach lächerlich.

Ihr baut euch hier Strohmänner.
Ihr bezeichnet doch die Feministinnen als Gesellschaftsschädlinge. Alles was ihr hier dem Gegner vorwerft, Gedankenverbote, Diktatur, Gesellschaftsschädlich, das betreibt ihr hier selbst gegenüber denen, die den Bechdel-Test gerne durchführen.

Ihr setzt euch doch nicht damit auseinander, dass es eine extreme Ungleichverteilung von Männer und Frauen im Film gibt, sondern ihr greift die an, die darauf aufmerksam machen und bezeichnet sie selbst als Faschisten, Schädlinge, Diktaturen, Unterdrücker usw.

Anstatt euch mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, stellt ihr euch hin und verteidigt das Land gegen die bösen Feminazis.



DV_Chris
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von DV_Chris »

Mit ein paar Kinos fängt es an. Dann springen öffentliche Stellen auf den Zug auf. Dann erkennt ein Politiker, dass damit Stimmen zu machen sind. Und irgendwann gibt es ein Gesetz dazu.

Aber laut 'Gabriel' ist ja alles freiwillig und keine Zensur... Also hier ein Buchtipp für Dich:

http://de.wikipedia.org/wiki/Biedermann ... andstifter



Frank B.
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Frank B. »

Gabriel_Natas hat geschrieben: Männer und Frauen werden unterschiedlich in den Filmen dargestellt in ihrer Wichtigkeit der Rollen.
Interessant! Klar, das ist gaaanz verkehrt! Ist es überhaupt so? Naja, ist mir nie so richtig aufgefallen. Gibt es denn keine Filme mit weiblichen Hauptrollen? Stimmt! Donald Duck, Mickey Mouse, Charly Caplin, Dick und Doof, alles Männer und alle so dominant und erfolgreich.

Ach, und im Keule schwingen warst du auch nicht schlecht!

Ich hab auch nichts gegen Filme oder Ausstellungen für Frauen, für Männer, für Italiener, Afrikaner, van Gogh-Fans und andere Zielgruppen. Nein, ganz und gar nicht. Das ist auch was vollkommen anderes, denn es gibt dahinter einen Sinn, den ich zumindest im gewissen Maße nachvollziehen kann.
Dieses verlogene A-Rating aber nicht.



Gabriel_Natas
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Gabriel_Natas »

DV_Chris hat geschrieben:Mit ein paar Kinos fängt es an. Dann springen öffentliche Stellen auf den Zug auf. Dann erkennt ein Politiker, dass damit Stimmen zu machen sind. Und irgendwann gibt es ein Gesetz dazu.

Aber laut 'Gabriel' ist ja alles freiwillig und keine Zensur... Also hier ein Buchtipp für Dich:

http://de.wikipedia.org/wiki/Biedermann ... andstifter
Ich zitiere mal Frank B. für dich:
Ist ja auch viel einfacher so. Aber es ist wiederum ein Zeichen einer aufkommenden Diktatur, dass Kritiker sofort als Gesellschaftsschädlinge diffamiert werden.
Ihr diffamiert hier ein paar Kinobetreiber, dass sie geistige Brandstifter sind.

Ihr betreibt aber genau das, was ihr den Kinobetreibern vorwerft. Zensur, Unterdrückung, Diffamierung.
Ihr wollt Denkverbote.

"Wer über Feminismus redet, ist ein geistiger Brandstifter, der am Ende alles zensieren will. Um der Zensur zu entgehen müssen wir ihnen Einhalt gebieten! Zensieren wir sie zuerst, verbieten wir Privatfirmen den Bechdel-Test auf Filme in ihren Kinos anzuwenden!"

Das ist eure Argumentation.
Großartig aber leider auch traurig wie ihr schön hypokritisch agiert.

Ich wäre ja sofort bei euch, wenn der schwedische Staat Filme verbieten würde, die den Bechdel-Test nicht bestehen und eure Reaktionen wären dann verständlich.

Aber so wie die Sachlage ist, benehmt ihr euch schlimmer als die Feminazis, die ihr bekämpfen wollt. Ihr benehmt euch so, wie ihr es der Gegenseite vorwerft.



cantsin
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von cantsin »

Frank B. hat geschrieben: Ich hab auch nichts gegen Filme oder Ausstellungen für Frauen, für Männer, für Italiener, Afrikaner, van Gogh-Fans und andere Zielgruppen. Nein, ganz und gar nicht.
Was ist dann genau Dein Problem? Die vier Programmkinos machen doch nichts anderes, als ein "tag" hinzuzufügen, mit dem sie ihre Zielgruppen besser erreichen. So in etwa wie ein Bio-Zertifikat auf Lebensmitteln im Supermarkt. Findest Du das auch Bevormundung und Unfreiheit?



DV_Chris
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von DV_Chris »

Manche Leute lernen halt mehr aus der Geschichte, andere weniger. Was halt die Frage aufwirft, wo Du in der Zeit des Geschichtsunterrichts warst, Gabriel?
Zuletzt geändert von DV_Chris am Mo 11 Nov, 2013 14:10, insgesamt 1-mal geändert.



Gabriel_Natas
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Gabriel_Natas »

Frank B. hat geschrieben:
Gabriel_Natas hat geschrieben: Männer und Frauen werden unterschiedlich in den Filmen dargestellt in ihrer Wichtigkeit der Rollen.
Interessant! Klar, das ist gaaanz verkehrt! Ist es überhaupt so? Naja, ist mir nie so richtig aufgefallen. Gibt es denn keine Filme mit weiblichen Hauptrollen? Stimmt! Donald Duck, Mickey Mouse, Charly Caplin, Dick und Doof, alles Männer und alle so dominant und erfolgreich.

Ach, und im Keule schwingen warst du auch nicht schlecht!

Ich hab auch nichts gegen Filme oder Ausstellungen für Frauen, für Männer, für Italiener, Afrikaner, van Gogh-Fans und andere Zielgruppen. Nein, ganz und gar nicht. Das ist auch was vollkommen anderes, denn es gibt dahinter einen Sinn, den ich zumindest im gewissen Maße nachvollziehen kann.
Dieses verlogene A-Rating aber nicht.
Du verstehst es nicht, also muss es schlecht sein ...
Leider denken viel zu viele Menschen wie du, deshalb gibt es Kriege, Tod, Rassismus, Faschismus, Fremdenfeindlichkeit.

Ich versteh es nicht, ich will es nicht verstehen, also muss es schlecht und falsch sein!

Das einzige was anders ist, ist, dass du es nicht verstehst.
Regst du dich auch über Lebensmittelampen, grünen Punkt und andere Labels und Ratings auf? Es gibt tausend und ein Rating, aber nur weil es hier den hauch von Feminismus gibt, regst du dich so drüber auf.

Und ob Frauen und Männer unterschiedlich dargestellt werden, ja dafür ist der Bechdel-Test ja da. Um das zu überprüfen! Vielleicht irren sich ja auch alle und alle Filme bestehen den Bechdel Test. Das könnte der ja auch aufzeigen.

Eure Weigerung aber, das überhaupt in Betracht zu ziehen, zeigt doch eher eure Angst auf, Angst, dass es tatsächlich so sein könnte, dass Frauen in der Mehrheit der Filme marginalisiert werden.



ennui
Beiträge: 1212

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von ennui »

@Gabriel

Ich würde mir auch mit meiner bescheidenen Lebenserfahrung als Mann nie anmaßen wollen, zu sagen "was Frauen wollen", schließlich ist das ein großes Rätsel, wie ja auch bei Männern. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass mir bereits einige sagten, dass sie vieles so gar nicht wollen, was da immer in ihrem Namen für sie gefordert wird von einer lautstark-elitären meist akademischen Minderheit, oder zumindest nicht auf diese Art. Das Dilemma teilt diese Minderheit aber zb. auch mit Kommunisten, die Arbeitern vor dem Fabriktor ihre kapitalistische Unterdrückung und Ausbeutung erklären wollen, und vergleichbaren Bestrebungen. Das stößt eben meist nicht auf große Resonanz. Womit ja aber noch nichts über die Stichhaltigkeit der jeweiligen Kritik ausgesagt ist. Man möchte vielleicht nur nicht von diesen Leuten mit diesem Absolutheitsanspruch vertreten und bevormundet werden. Sie sind sich ja auch als Feministinnen gar nicht untereinander einig, was sie denn nun fordern (Beispiel: Emma/Alice Schwarzer: "Prostitution schlecht", Feministische Grüne: "Sexarbeit gut", etc.) Und eben schon gar nicht "als Frauen" einig. Sie sagen aber trotzdem nicht "Wir Feministinnen fordern...", sondern sie sagen immer "Frauen müssen endlich..." uswusf. Stellen sich als Sprachrohre hin, ohne irgend eine Legitimation, für andere zu sprechen.

Und die Lebensmittelampel besagt ja auch "das hier ist gut/schlecht für dich, weil gesund/ungesund". Dafür gibts objektive ernährungswissenschaftliche Begründungen. Die ändern sich über die Jahre auch nur wenig. Die kann ich akzeptieren. Bei Kultur ist das nicht so leicht, weil Kultur ja oft widersprüchlich, paradox, komplex und wild ist und mit solchen schlichten Ratings nicht zu packen. Es sind eben Filme wie Martha denkbar, wo eine Frau 90 Minuten lang mies behandelt wird, nur mit/über Männern redet und die trotzdem weitaus feministischer sind als dieser Test. Welche Instanz soll da denn entscheiden, und nach welchen Regeln - hier sieht man einen Versuch, und er haut offensichtlich nicht so hin. WIe gesagt: Martha "schlecht", Pretty Woman "gut" - das ist ein Witz.

Es erinnert eher daran, wie auch Rauchen in Filmen "tabu" wurde, weil irgendwelche Volkserzieher das so durchsetzten. Auf sowas kann ich aber gut verzichten. Und wie gesagt, es rennt 2013 offene Türen ein, wo sind denn heute noch die "Macho-Filme"? Vom Aussterben bedroht, höchstens noch ironisiert möglich. "Hollywood" war in den USA doch sowieso immer Synonym für "linksliberal", und spendet vor jeder Wahl eifrig den Demokraten. Die positiven starken Frauenfiguren gbt es doch da seit mehr als 20 Jahren schon. Das ist doch ein Kampf gegen Strohmänner, oder aber einer, der längst gewonnen ist. Kein besonders mutiger jedenfalls - heute. Film-Förderungen kriegt man so sicher auch imer leichter. Da muss man sich doch nicht als unterdrückte Minderheit aufführen.

Es gibt auch ein Riesensegment "Gay Cinema", wo es nur um Frauen (oder eben Männer) geht und heterosexuelle Beziehungen nur am Rande vorkommen. Es gibt eine Flut an "Tolle-Frau-schafft-alles"-Filmen, jeden Abend um 20:15 im deutschen TV. Von welchem Problem reden wir hier also nochmal? Frauen kommen in Filmen nicht genug vor und werden überwiegend "falsch" dargestellt? Seriously? Nicht in Deutschland und wohl auch nicht in Schweden.
Zuletzt geändert von ennui am Mo 11 Nov, 2013 14:13, insgesamt 1-mal geändert.



Gabriel_Natas
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Gabriel_Natas »

cantsin hat geschrieben:
Frank B. hat geschrieben: Ich hab auch nichts gegen Filme oder Ausstellungen für Frauen, für Männer, für Italiener, Afrikaner, van Gogh-Fans und andere Zielgruppen. Nein, ganz und gar nicht.
Was ist dann genau Dein Problem? Die vier Programmkinos machen doch nichts anderes, als ein "tag" hinzuzufügen, mit dem sie ihre Zielgruppen besser erreichen. So in etwa wie ein Bio-Zertifikat auf Lebensmitteln im Supermarkt. Findest Du das auch Bevormundung und Unfreiheit?
Aber natürlich. Ein Biosiegel führt zwangsläufig dazu, dass Politiker einen Biozwang einführen wollen und uns die Wahl nehmen, was wir essen wollen! Wehret den Anfängen, Tod dem Biosiegel und diesen Ökofaschisten! Rettet das Steak!



Frank B.
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Frank B. »

Gabriel_Natas hat geschrieben: Aber hallo. Ich hab noch niemanden kennen gelernt, der PC als Schimpfwort verwendet hat und nicht nationalistisch, sexistisch oder rassistisch ist.
Wieso, denn jetzt eigentlich Schimpfwort? Hast oben noch von Buzz-word gesprochen, das ich mal in meiner Einfältigkeit als "Schlagwort" übersetzen würde.

Ja, in der Tat, ich empfinde, offensichtlich wie einige andere auch, dass es einen Mainstream gibt, gegen den man inzwischen nicht ohne Gefahr eine gesellschaftliche Anerkennung aufs Spiel zu setzen, etwas sagen kann. Ja, ich denke es ist eine Gefahr und ja, ich bin DDR-geprägt. Entschuldigung, dass ich warne!
Gabriel_Natas hat geschrieben: Und dann noch die die feministische Bewegung als faschistisch zu bezeichnen, von der Unterdrückung durch die Frau zu reden, sorry, aber sowas ist einfach lächerlich.
Hmm, das ist mir jetzt nicht bewusst, dass ich das getan habe. Kannst du mir die Stelle zeigen? Ich hab mich gegen den Genderismus ausgesprochen, also die Gleichmachung/Negierung der Geschlechterspezifika. Weiterhin habe ich mich gegen alle Ismen ausgesprochen, denn sie werden früher oder später ungehindert zu Diktaturen.
Gabriel_Natas hat geschrieben: Ihr bezeichnet doch die Feministinnen als Gesellschaftsschädlinge. Alles was ihr hier dem Gegner vorwerft, Gedankenverbote, Diktatur, Gesellschaftsschädlich, das betreibt ihr hier selbst gegenüber denen, die den Bechdel-Test gerne durchführen.
Nein, das mache ich nur, wenn es gesellschaftsschädigend ist, also andere Gruppen erneut diskriminiert werden. Ich bin der Letzte, der Gedankenverbote befürwortet. Fordere aber ein, dass man meine Gedanken nicht diffamiert.
Gabriel_Natas hat geschrieben: Ihr setzt euch doch nicht damit auseinander, dass es eine extreme Ungleichverteilung von Männer und Frauen im Film gibt, sondern ihr greift die an, die darauf aufmerksam machen und bezeichnet sie selbst als Faschisten, Schädlinge, Diktaturen, Unterdrücker usw.
Anstatt euch mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, stellt ihr euch hin und verteidigt das Land gegen die bösen Feminazis.
Mir ist keine extreme Ungleichbehandlung von Frauen und Männern in Filmen aufgefallen. Vielleicht gucke ich die falschen Filme. Ich guck ja nicht viele an. Vielleicht hab ich zufällig schwedische A-Rating Filme gesehen. Also, den letzten, den ich gesehen hab war "Beim Leben meiner Schwester". Also da gabs nen Vater, eine Mutter (gut hier hätte man evtl. ein lesbisches Pärchen nehmen können, war zugegeben etwas unzeitgemäß), zwei Töchter, und einen Sohn (diese Unausgewogenheit wurde offensichtlich durch den Regisseur wieder in böswilliger Weise konterkariert dadurch, dass eines der Mädchen krebskrank war). Jedenfalls waren da ganz viele Dialoge drin, in denen es um den Sinn des Lebens ging, ja allerdings auch um Liebe zwischen Mann und Frau und Last und Trauer. Naja ich fand den Film in meinem offensichtlich unsensiblen Gespür für die ungerechte Verteilung der Rollen von Männern und Frauen in Filmen dennoch sehr emotional und hatte irgendwie gar nicht den Eindruck, dass Frauen in diesem Film diskriminiert waren. Entschuldigung!



Frank B.
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Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Frank B. »

Gabriel_Natas hat geschrieben: Du verstehst es nicht, also muss es schlecht sein ...
Leider denken viel zu viele Menschen wie du, deshalb gibt es Kriege, Tod, Rassismus, Faschismus, Fremdenfeindlichkeit.

Ich versteh es nicht, ich will es nicht verstehen, also muss es schlecht und falsch sein!

Das einzige was anders ist, ist, dass du es nicht verstehst.
Regst du dich auch über Lebensmittelampen, grünen Punkt und andere Labels und Ratings auf? Es gibt tausend und ein Rating, aber nur weil es hier den hauch von Feminismus gibt, regst du dich so drüber auf.
Wenn das ja mal nicht schon ne ganze keulenschwingende Wortmeute ist.

Also, ich weiß nicht, woher du diese Aussagen herleitest. Du musst mich echt besser kennen, als ich mich selber.

Ja, da gabs schon viele davon, die mir genau sagen konnten, warum ich so verkehrt liege - damals in der DDR

Ist ja auch ganz klar, dass solche Leute wie ich Kriege, Tod, Rassismus, Faschismus und Fremdenfeindlichkeit herauf geführt haben. Gut, dass es solche Erleuchteten wie dich gibt, die alles im Detail und in aller Klarheit erkennen. Danke dir, dass es auf Erden wenigstens ein wenig friedlich ist!
Zuletzt geändert von Frank B. am Mo 11 Nov, 2013 14:44, insgesamt 2-mal geändert.



Gabriel_Natas
Beiträge: 688

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Gabriel_Natas »

ennui hat geschrieben:@Gabriel

Ich würde mir auch mit meiner bescheidenen Lebenserfahrung als Mann nie anmaßen wollen, zu sagen "was Frauen wollen", schließlich ist das ein großes Rätsel, wie ja auch bei Männern. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass mir bereits einige sagten, dass sie vieles so gar nicht wollen, was da immer in ihrem Namen für sie gefordert wird von einer lautstark-elitären meist akademischen Minderheit, oder zumindest nicht auf diese Art. Das Dilemma teilt diese Minderheit aber zb. auch mit Kommunisten, die Arbeitern vor dem Fabriktor ihre kapitalistische Unterdrückung und Ausbeutung erklären wollen, und vergleichbaren Bestrebungen. Das stößt eben meist nicht auf große Resonanz. Womit ja aber noch nichts über die Stichhaltigkeit der jeweiligen Kritik ausgesagt ist. Man möchte vielleicht nur nicht von diesen Leuten mit diesem Absolutheitsanspruch vertreten und bevormundet werden. Sie sind sich ja auch als Feministinnen gar nicht untereinander einig, was sie denn nun fordern (Beispiel: Emma/Alice Schwarzer: "Prostitution schlecht", Feministische Grüne: "Sexarbeit gut", etc.) Und eben schon gar nicht "als Frauen" einig. Sie sagen aber trotzdem nicht "Wir Feministinnen fordern...", sondern sie sagen immer "Frauen müssen endlich..." uswusf. Stellen sich als Sprachrohre hin, ohne irgend eine Legitimation, für andere zu sprechen.
Natürlich gibt es immer eine lautstarke Minderheit in jeder Gruppe. Grundsätzlich halte ich für alles schlecht, was sagt, WIE jemand sein soll. Echter Feminismus und auch echte Gleichstellung kämpft eben dafür, dass jeder so sein kann, wie er oder sie oder es es will. Ein Mann der weint? Kein Problem. Eine Frau die stark ist? Auch kein Problem. Eine Frau die weint? Genauso kein Problem.
Jeder sollte so sein, wie er oder sie will ohne das andere Vorschreiben, wie das zu sein ist.
Und die Lebensmittelampel besagt ja auch "das hier ist gut/schlecht für dich, weil gesund/ungesund". Dafür gibts objektive ernährungswissenschaftliche Begründungen. Die ändern sich über die Jahre auch nur wenig. Die kann ich akzeptieren.
Die Lebensmittelampel ist genauso schwachsinnig und ungenau wie der Bechdel-Test ;).
Bei Kultur ist das nicht so leicht, weil Kultur ja oft widersprüchlich, paradox, komplex und wild ist und mit solchen schlichten Ratings nicht zu packen. Es sind eben Filme wie Martha denkbar, wo eine Frau 90 Minuten lang mies behandelt wird, nur mit/über Männern redet und die trotzdem weitaus feministischer sind als dieser Test. Welche Instanz soll da denn entscheiden, und nach welchen Regeln - hier sieht man einen Versuch, und er haut offensichtlich nicht so hin. WIe gesagt: Martha "schlecht", Pretty Woman "gut" - das ist ein Witz.
Und der Bechdel-Test hat auch nicht das Ziel, Martha als schlechten Film darzustellen.
Der Bechdel-Test tätigt nämlich keine Aussage über die Qualität.
Nur weil ein Film den Bechdel-Test besteht ist er nicht feministisch und nur weil er ihn nicht besteht, nicht.
Er ist ein Indikator, einer von mehreren Faktoren.
Was hier gemacht wird, ist den Bechdel-Test extrem zu verkürzen und zu sagen:
Wenn Bechdel-Test bestanden, dann sagen Feministen, toller Film und wenn nicht, schlechter Film.
Das ist schlicht und ergreifend falsch. Ihr verwendet den Bechdel-Test falsch und ihr unterstellt allen anderen, dass sie den Bechdel-Test falsch verwenden.
Über die Masse hinweg lässt sich mit dem Bechdel-Test nur quantitative Aussagen treffen. 'In der Mehrheit der Film spielen weibliche Rollen nur eine untergeordnete Rolle/eine wichtige Rolle'.
Über einzelne Filme hat der Bechdel-Test nur wenig aussakraft. Über die Masse der Filme schon.
Und dann kann man darüber diskutieren, ob das schlecht ist, gut ist, ob man da was machen muss oder nicht.
Aber allein schon den Test an sich abzulehnen ist, abzulehnen, ob irgendwas anderes gezählt wird.

Es erinnert eher daran, wie auch Rauchen in Filmen "tabu" wurde, weil irgendwelche Volkserzieher das so durchsetzten. Auf sowas kann ich aber gut verzichten. Und wie gesagt, es rennt 2013 offene Türen ein, wo sind denn heute noch die "Macho-Filme"? Vom Aussterben bedroht, höchstens noch ironisiert möglich. "Hollywood" war in den USA doch sowieso immer Synonym für "linksliberal", und spendet vor jeder Wahl eifrig den Demokraten. Die positiven starken Frauenfiguren gbt es doch da seit mehr als 20 Jahren schon. Das ist doch ein Kampf gegen Strohmänner, oder aber einer, der längst gewonnen ist. Kein besonders mutiger jedenfalls - heute. Film-Förderungen kriegt man so sicher auch imer leichter. Da muss man sich doch nicht als unterdrückte Minderheit aufführen.

Es gibt auch ein Riesensegment "Gay Cinema", wo es nur um Frauen (oder eben Männer) geht und heterosexuelle Beziehungen nur am Rande vorkommen. Es gibt eine Flut an "Tolle-Frau-schafft-alles"-Filmen, jeden Abend um 20:15 im deutschen TV. Von welchem Problem reden wir hier also nochmal? Frauen kommen in Filmen nicht genug vor und werden überwiegend "falsch" dargestellt? Seriously? Nicht in Deutschland und wohl auch nicht in Schweden.
Da ich kein Fernsehen hier schaue, kann ich darüber wenig Aussagen. Wenn ich aber an die letzten Kinofilme denke, die ich gesehen habe, keiner besteht den Bechdel-Test (einmal Endersgame und Gravity), was aber auch wieder an der Erzählstruktur liegt. In Gravity gibt es nur zwei Figuren. In Endersgame wird alles aus der Perspektive von Ende erzählt und kann somit keine Interaktionen nur zwischen zwei Frauen zeigen.
Der Bechdel-Test sagt also nicht, die Filme sind scheiße, denn dazu ist der Bechdel-Test nicht ausgelegt, sondern der Bechdel-Test lässt in den Fällen dann nur Fragen: Warum ist das so? Und dann gibt es dafür Erklärungen. Warum ist die Rollenverteilung in dem Film so? Moneyball, Martha, Gravity, Endersgame, das erklärt sich durch die Perspektive die eingesetzt wird, die Anzahl der Hauptdarsteller oder des Settings. Und alles im einzelnen ist nicht schlimm, weder gut noch schlecht. Die Frage lautet, warum passiert das aber in der Masse so? Warum gibt es in der Masse so wenige Filme, die den Bechdel-Test bestehen (oder doch, dazu muss man aber erlauben, dass der Bechdel-Test durchgeführt wird, etwas, was hier von einigen wehement abgelehnt wird).

Und ob Frauen im deutschen TV marginalisiert werden oder nicht, dafür ist dann eben der Beschdel-Test da. Damit kann man es mehr oder weniger gut überprüfen. Man kann ihn ja noch erweitern und verbessern (er hat eben als Witz angefangen, wie große wissenschaftliche Genauigkeit erwartet man da?).

Das Problem ist hier doch, dass ihr alle diesen Witz/Test zu ernst nehmt und als Vorstoß der feministischen Weltrevolution betrachtet, die alle Männer kastrieren will.
Zumindest hat man das Gefühl, wenn man einige Beiträge hier so liest.

Und ob man sich als unterdrückte Minderheit aufführt oder nicht, das sollte doch immer noch der Minderheit überlassen sein.
Noch immer verdienen Frauen in gleichen Berufen für die gleiche Arbeit weniger Geld, noch immer sind vor allem auch in Deutschland so gut wie nicht in den Chefetagen vertreten. Rein rechtlich gibt es eine Gleichstellung zwischen Mann und Frau, aber eine tatsächliche herrscht nicht.
Zu wenig männliche Kindergärtner, zu viel Zwang, dass der Mann doch mehr verdienen soll als die Frau (eine Falle, in die auch erfolgreiche Frauen tapsen, die dann keinen Mann finden, weil sie nur nach noch erfolgreicheren Partnern schauen).
Ist man Schwul, wird man immer noch schief in vielen Bereichen angeschaut, als Frau kann man in bestimmten Stadtteilen nachts nicht alleine rumlaufen, während ich als Mann keine Sorgen haben muss ect.pp.

Meistens ist es keine positive Diskriminierung, sondern ein Abbau von Privilegien einer Minderheit, die diese nicht gern sehen.
z.B. das Rauchverbot in öffentlichen Bereichen ist die einzig richtige Sache, weil Rauchen den anderen in der Umgebung schadet und man ein Anrecht darauf hat, dass einem nicht durch andere geschadet wird. Raucher finden das aber doof, weil sie auf einmal nicht mehr überall rauchen dürfen, wo sie es vorher taten. Sie sahen es als ihr Recht an, aber in wirklichkeit war es ein gewährtes Privileg. Sie durften um ihre Sucht zu befriedigen anderen Schaden. Das wurde geändert. Jetzt dürfen sie das nicht mehr.
Aber Zuhause oder in Bars wo kein Essen serviert wird (man kann über die einzelnen Eingreife streiten), dürfen sie rauchen und jeder kann sich freiwillig entscheiden, ob er sich dem Passivrauch dort aussetzt oder nicht.

Und jeder kann sich entscheiden, ob er in ein Kino geht, dass solche Label vergibst oder ob er da nicht reingeht. Und ich wette, die meisten werden ein Beschdel-Label genauso ignorieren, wie die Lebensmittelampel oder ein FSK Rating (wenn man denn über 18 ist, als Kind hat es mich angekotzt, dass ich in manche Filme nicht rein durfte ^^ das ist Zensur! ^^).

Aber eins muss ich noch loswerden, man sieht hier einen Unterschied. Du bist bereit, in der Sache zu diskutieren, ein paar andere hier nicht. Die haben Gender gelesen und sind sofort in eine Antihaltung verfallen und fabulieren vom Untergang des Abendlands, von Faschisten und Zensur, Gesinnungsdiktatur, Political Correctness und Co.
Sie sind so verfahren in ihrer Antihaltung, dass sie einen simplen Test, den einige auf die Filme die sie zeigen anwenden, für den Beginn des Unterganges halten.



Jörg
Beiträge: 11065

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Jörg »

Gabriel schreibt
Aber so wie die Sachlage ist, benehmt ihr euch schlimmer als die Feminazis, die ihr bekämpfen wollt. Ihr benehmt euch so, wie ihr es der Gegenseite vorwerft.
es ist schon erstaunlich "Männer":

40 Jahre Feminismusdebatte, Gleichstellungschlachten, und Quotendebatten, und ihr reagiert immer noch mit euren Steinzeitpatriarchatfaustkeilen, Dummschwatz und "Nieder mit den Emanzen, verbietet die lila Latzhose" Blasphemien.

Habt ihr s o l c h e Angst vor den Mädels? ;-))

Die Welt wäre besser dran, wenn DIE das politische sagen hätten..., nein, die MERKEL zählt nicht, die ist nur ein verkleideter Chauvinist...


Ach ja,
"sverige är annorlunda" ist DER schwedische Charakterzug
(Schweden ist anders )
nach 45 Jahren Erfahrung mit dem Land kann ich dies ganz frohen Mutes bestätigen, die sind deutlich weiter als ihr in Deutschland...

und Systemet ist nicht geschlossen, Alkohol ist frei verkäuflich, wenn die Ampel grün bleibt.
Zuletzt geändert von Jörg am Mo 11 Nov, 2013 14:52, insgesamt 1-mal geändert.



Frank B.
Beiträge: 9318

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Frank B. »

Jörg hat geschrieben: Die Welt wäre besser dran, wenn DIE das politische sagen hätten..., nein, die MERKEL zählt nicht, die ist nur ein verkleideter Chauvinist...
lol
Wie wärs mit der Eisernen Lady oder der Königin von Saba? Vielleicht wär die Welt auch besser, wenn Claudia Roth Bundeskanzlerin wäre oder Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. XD



Jörg
Beiträge: 11065

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Jörg »

Vielleicht wär die Welt auch besser, wenn Claudia Roth Bundeskanzlerin wäre
so sicher, wie die Sonne auch morgen im Osten aufgehen wird.



Frank B.
Beiträge: 9318

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Frank B. »

Na da warte ich morgen doch erst mal die Sonne ab. Ich trau dem Laden nicht. Ich glaub, morgen geht sie im Westen auf.



Jörg
Beiträge: 11065

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Jörg »

black man`s burden...



DV_Chris
Beiträge: 3216

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von DV_Chris »

Wenn ich mir Abends die Zalando Werbung anschaue, dann Studien lese, wo wirtschaftliche Sicherheit noch immer das Wichtigste für Frauen ist und ein Trend wie Intimrasur fast alle Frauen unter 30 erfasst hat, dann kann man die Bemühungen von Alice Schwarzer & Co getrost als gescheitert betrachten. Vielleicht hat man auf der Emma Seite, so wie in der Politik, schlichtweg vergessen zu fragen, was die Betroffenen eigentlich wirklich wollen?



Gabriel_Natas
Beiträge: 688

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Gabriel_Natas »

Frank B. hat geschrieben:
Gabriel_Natas hat geschrieben: Aber hallo. Ich hab noch niemanden kennen gelernt, der PC als Schimpfwort verwendet hat und nicht nationalistisch, sexistisch oder rassistisch ist.
Wieso, denn jetzt eigentlich Schimpfwort? Hast oben noch von Buzz-word gesprochen, das ich mal in meiner Einfältigkeit als "Schlagwort" übersetzen würde.

Ja, in der Tat, ich empfinde, offensichtlich wie einige andere auch, dass es einen Mainstream gibt, gegen den man inzwischen nicht ohne Gefahr eine gesellschaftliche Anerkennung aufs Spiel zu setzen, etwas sagen kann. Ja, ich denke es ist eine Gefahr und ja, ich bin DDR-geprägt. Entschuldigung, dass ich warne!
Was einfach daran liegt, dass du (wie alle Menschen, ich genauso) in einer Wahrnehmungsblase steckst.
Ich würde jetzt mal behaupten, man kann dich auf der rechten Seite (wenn wir das mal simpel auf Links-Rechts runterbrechen) des politischen Spektrums einordnen (nicht rechtsextrem oder radikal, nur irgendwo bei der CDU/CSU und dort irgendwo in die Mitte rein), ich garantiere dir, die linke Seite heult genauso über den unfairen kapitalistischen bösen Medienmainstream, der sie ignoriert, marginalisiert und runtermacht rum, wie die, die auf der Seite bei 'man wird ja wohl noch mal sagen dürfen ...!' sind.
Es gibt einen entsprechenden Mangel an Vielfalt bei den großen Medien, aber nimmt man sich eine der großen Nachrichtenseiten, z.B. Spon, wird immer von der einen Seite geschimpft, die seien zu Rechts, zu rassistisch, antifeministisch blablabla und von der anderen Seite, sie seien zu Links, zu kommunistisch, sozialistisch oder sonst was.

Gabriel_Natas hat geschrieben: Und dann noch die die feministische Bewegung als faschistisch zu bezeichnen, von der Unterdrückung durch die Frau zu reden, sorry, aber sowas ist einfach lächerlich.
Hmm, das ist mir jetzt nicht bewusst, dass ich das getan habe. Kannst du mir die Stelle zeigen? Ich hab mich gegen den Genderismus ausgesprochen, also die Gleichmachung/Negierung der Geschlechterspezifika. Weiterhin habe ich mich gegen alle Ismen ausgesprochen, denn sie werden früher oder später ungehindert zu Diktaturen.
DV_Christ hat Faschistoid benutzt, ich werf euch alle in einen Topf ;). Darum hab ich auch nicht du gesagt, sondern war unpersönlich.

Und 'Genderismus', du Kämpfst für Geschlechterspezifika? Warum? Warum willst du die Menschen in Mann und Frau einteilen (und z.B. Transgender ausschließen?), warum lässt du Mensch nicht Mensch sein. Männer, die sich wie 'Frauen' benehmen wollen, sollen sich genauso frei entfalten können, wie Frauen, die sich wie Frauen benehmen oder Männer, die sich wie Männer benehmen. Oder Frauen wie Männer und umgekehrt. Jeder sollte sich so verhalten können, wie er will ohne das ihm irgendein Label aufgedrückt wird.

Gendermainstreaming ist im Idealfall das. Wenn der Junge mit Puppen spielen will, ist das genauso in Ordnung als wenn er mit Autos spielen will. Man sollte ihm einfach kein Spielzeug aufzwingen, was er nicht will und nicht versuchen ihn subtil oder direkt in irgendeine vorgefertigte Rolle zu pressen (Jungs müssen stark sein, Jungs müssen weinen können ... das eine Rollenmuster nur gegen das andere auszutauschen ist falsch).

Aber darum geht es beim Beschdel-Test ja auch nicht.
Gabriel_Natas hat geschrieben: Ihr bezeichnet doch die Feministinnen als Gesellschaftsschädlinge. Alles was ihr hier dem Gegner vorwerft, Gedankenverbote, Diktatur, Gesellschaftsschädlich, das betreibt ihr hier selbst gegenüber denen, die den Bechdel-Test gerne durchführen.
Nein, das mache ich nur, wenn es gesellschaftsschädigend ist, also andere Gruppen erneut diskriminiert werden. Ich bin der Letzte, der Gedankenverbote befürwortet. Fordere aber ein, dass man meine Gedanken nicht diffamiert.
Und weil ein paar Kinos in Schweden den Beschdel-Test einführen gibt es Gedankenverbote?
Es ist Gesellschaftsschädigend, wenn sich ein paar Leute Gedanken darüber machen, wie die Verteilung von Mann und Frau in Filmen ist?
Die ersten zehn Postings waren hier doch nichts anderes als blindes Bashing auf Feminismus, Gender Studies und den armen Test, der nichts dafür kann.

Die einzigen, die hier diffamieren, sind die 'Gender'-Gegner, die die Gefahren des faschistoiden Feminismus heraufbeschwören, weil ein paar Kinos den Beschdeltest eingeführt haben.

Gabriel_Natas hat geschrieben: Ihr setzt euch doch nicht damit auseinander, dass es eine extreme Ungleichverteilung von Männer und Frauen im Film gibt, sondern ihr greift die an, die darauf aufmerksam machen und bezeichnet sie selbst als Faschisten, Schädlinge, Diktaturen, Unterdrücker usw.
Anstatt euch mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, stellt ihr euch hin und verteidigt das Land gegen die bösen Feminazis.
Mir ist keine extreme Ungleichbehandlung von Frauen und Männern in Filmen aufgefallen. Vielleicht gucke ich die falschen Filme. Ich guck ja nicht viele an. Vielleicht hab ich zufällig schwedische A-Rating Filme gesehen. Also, den letzten, den ich gesehen hab war "Beim Leben meiner Schwester". Also da gabs nen Vater, eine Mutter (gut hier hätte man evtl. ein lesbisches Pärchen nehmen können, war zugegeben etwas unzeitgemäß), zwei Töchter, und einen Sohn (diese Unausgewogenheit wurde offensichtlich durch den Regisseur wieder in böswilliger Weise konterkariert dadurch, dass eines der Mädchen krebskrank war). Jedenfalls waren da ganz viele Dialoge drin, in denen es um den Sinn des Lebens ging, ja allerdings auch um Liebe zwischen Mann und Frau und Last und Trauer. Naja ich fand den Film in meinem offensichtlich unsensiblen Gespür für die ungerechte Verteilung der Rollen von Männern und Frauen in Filmen dennoch sehr emotional und hatte irgendwie gar nicht den Eindruck, dass Frauen in diesem Film diskriminiert waren. Entschuldigung!
Wow. Du hast ein Film gesehen. Welch statistische Relevanz!
Und ich hab zwei Filme gesehen, die den Beschdel-Test nicht bestanden haben!
Wow. Was sagt uns das?
Erstens, du hast den Beschdel-Test nicht verstanden.
Ein Beschdel-Test sagt nicht aus, ob ein Film frauendiskrimierend ist oder nicht. Er sagt nur etwas im erweiterten Sinne darüber aus, wie wichtig Frauenrollen in dem Film sind. Im engeren Sinne sagt ein Beschdel-Test nur was darüber aus, ob der Film den Beschdel-Test besteht.

Nicht mehr und nicht weniger. Er ist ein Indikator. Er ist genauso gut oder schlecht wie der BMI. Der BMI sagt nämlich gar nichts aus, wie gesund der Mensch ist, sondern nur über das Verhältnis Größe/Gewicht.
Nen BMI von 30 ist bei nem Bodybuilder normal, ein BMI von 20 kann trotzdem ein ungesunder Mensch sein, der zuviel Fett am Körper hat und dafür keine Muskeln.

Der Beschdel-Test ist nur ein Test, der nur eine geringe Aussagekraft hat, wenn man ihn isoliert betrachtet. Dafür kann man ihn kritisieren. Ihn aber als Ausgangspunkt für den Untergang des Abendlandes zu betrachten, weil ein paar Kinos daraus ein Label gemacht haben, geht einfach zu weit.



Yaso
Beiträge: 172

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Yaso »

Man kann es männlichen Autoren nicht verübeln, dass sie von männlichen Hauptfiguren schreiben. Aber wo sind denn die großen weiblichen Autoren?



DV_Chris
Beiträge: 3216

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von DV_Chris »

Wer faschistoid nicht von faschistisch unterscheiden kann, sollte solchen Diskussionen lieber fernbleiben. Ausser es besteht der Drang, sich zu blamieren.



ennui
Beiträge: 1212

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von ennui »

"Untergang des Abendlands, von Faschisten und Zensur, Gesinnungsdiktatur, Political Correctness und Co."

Naja, wo gehobelt wird, fallen Späne, und Feministinnen waren auch kein Kind von Traurigkeit in punkto überzogene Vorwürfe an Männer (oder auch: Idealisierung des weiblichen Geschlechtes, wie auch hier eben gerade gesehen). Actio=Reactio. Da kommen sie dann natürlich an mit sowas. Natürlich gibt es hier immer noch reale Benachteiligungen von Frauen, und in anderen Erdteilen sieht das noch viel düsterer aus. Es ist aber eben die Frage, wie ändert mans/fraus.

Du meinst, der Test ist eher ein grober Indikator und hilft aber schon. Meiner Meinung nach aber viel zu zu grob, und insofern schon auch ein bisschen in die Richtung gehend, die Frank beschreibt. Natürlich alles ganz soft und freiwillig, aber dennoch: Man spürt die Absicht und ist (evtl.) verstimmt. Nicht unbedingt, weil man dem ursprünglichen ANliegen nicht zustimmt. Ich würde das mit der Aufregung über den verordneten "VeggieDay" vergleichen (ich esse selbst größtenteils vegetarisch), den ich auch reichlich bekloppt fand.

Was das TV angeht: Ich kucks auch kaum noch, aber wenn ich mal eine Programmzeitschrift zur Hand nehme oder rumzappe, läuft haufenweise sowas zur Primetime. Und leider ist das größtenteils Kitsch, nur eben "guter" Kitsch insofern, als dass da modernere, progressive Stereotypen propagiert werden statt der alten, reaktionären. Aber ähnlich plump, schlicht und verlogen gemacht. Mir persönlich geht das dann nur auf den Geist, wenn die x.te taffe Kommissarin da wieder einen fiesen Männer-Gangster zur Schnecke macht und das ganze so durchsichtig ist, dass man die Redaktionskonferenz dahinter geradezu vor Augen hat. Dann lieber Martha. Das ganze ist heute eben schon auch - da würde ich den Kritikern hier recht geben - zu einer Art Ticket geworden, auf dem es sich leicht surfen lässt als Mann oder Frau. Mit sowas kriegt man die Filmförderung. Auch wenn es nur geheuchelt und kalkuliert ist. Gilt auch für andere Bereiche. Wenn Mainstream und ursprünglich progressive Richtungen verschmelzen, kann es gutgehen oder nicht, im schlimmsten Fall wird das dann schlimmster Propagandakitsch - da hat der Frank schon ansatzweise recht. Da gibts genügend filmgeschichtliche Beispiele aus NS oder DDR, wo die jeweils aktuellen Werte kräftig propagiert werden. Da ist dann die Frage, heiligt der Zweck die Mittel, ist das wirklich der bessere Kitsch, oder gar eher kontraproduktiv.

Ich bin auch der altmodischen Ansicht, wenn man in einer Demokratie was ändern will, sollte man versuchen, die anderen mit Argumenten und Belegen zu überzeugen, und sie nicht beschimpfen oder mit dem Holzhammer ankommen oder sich an die Regierung ranwanzen, um es hintenrum über Lobbyismus zu drehen. Gilt natürlich für alle Seiten und Anliegen.



Frank B.
Beiträge: 9318

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Frank B. »

Gabriel_Natas hat geschrieben: Ich würde jetzt mal behaupten, man kann dich auf der rechten Seite (wenn wir das mal simpel auf Links-Rechts runterbrechen) des politischen Spektrums einordnen (nicht rechtsextrem oder radikal, nur irgendwo bei der CDU/CSU und dort irgendwo in die Mitte rein)...
Hmm, lass mich darauf antworten, dass ich den Rechten zu links und den Linken zu rechts bin.



domain
Beiträge: 11062

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von domain »

Ob hier auch Österreicher mitdiskutieren? Die Texte kommen mir zu akribisch, wortgewandt und analysierend für unsere Breiten vor.
Wir befinden uns ja knapp vor dem Balkan und moslimisch dominierten Gebieten und der Islam ist ja schon seit der Monarchie bei uns anerkannte Staatsreligion.
Auch meine Frau ist seit unzähligen Besuchen in arabischen Ländern ganz begeistert von der dortigen Gesellschaftsordung. Die Männer haben dort im Haushalt überhaupt nichts mitzureden, sondern sitzen gelangweilt, dominospielend und Wasserpfeife rauchend im örtlichen „Caffee“, während daheim die Feten unter den Frauenzimmern orgiastische Formen annehmen.
Und wenn sie schnell nach dem Zwiebelschneiden noch was einkaufen müssen, dann werfen sie sich den Shador über und kein Geruch und keine nicht vorhandene Schminke ist für andere (Frauen) riech- und sichtbar.

Sie haben die wahre Herrschaft in der Familie.

Die überkandidelten sozialkritischen Diskussionen überlassen sie gerne den in der Öffentlichkeit stehenden Männern.
Das muss man sich mal vorstellen, meine Frau ist doppelte Magistra und Doktorin und ist voll begeistert von der freiwilligen Aufgabe sinnloser Diskussionen.
Übrigens, wieviel Filmerinnen bzw. weibliche Filmschaffende gibt es denn hier im Forum?



Frank Glencairn
Beiträge: 26509

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Frank Glencairn »

Jeeeezus - euch kann man nicht mal einen halben Tag allein lassen.

Faschistoid, Hass...blah

Hauptsache ein paar Buzzwords in den Ring geschmissen - mach mal einen Reality Check Gabi.



Gabriel_Natas
Beiträge: 688

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Gabriel_Natas »

ennui hat geschrieben:"Untergang des Abendlands, von Faschisten und Zensur, Gesinnungsdiktatur, Political Correctness und Co."

Naja, wo gehobelt wird, fallen Späne, und Feministinnen waren auch kein Kind von Traurigkeit in punkto überzogene Vorwürfe an Männer (oder auch: Idealisierung des weiblichen Geschlechtes, wie auch hier eben gerade gesehen). Actio=Reactio. Da kommen sie dann natürlich an mit sowas. Natürlich gibt es hier immer noch reale Benachteiligungen von Frauen, und in anderen Erdteilen sieht das noch viel düsterer aus. Es ist aber eben die Frage, wie ändert mans/fraus.

Du meinst, der Test ist eher ein grober Indikator und hilft aber schon. Meiner Meinung nach aber viel zu zu grob, und insofern schon auch ein bisschen in die Richtung gehend, die Frank beschreibt. Natürlich alles ganz soft und freiwillig, aber dennoch: Man spürt die Absicht und ist (evtl.) verstimmt. Nicht unbedingt, weil man dem ursprünglichen ANliegen nicht zustimmt. Ich würde das mit der Aufregung über den verordneten "VeggieDay" vergleichen (ich esse selbst größtenteils vegetarisch), den ich auch reichlich bekloppt fand.
Nur ist es eben überhaupt nicht wie der Veggieday. Es war und ist nicht vom schwedischen Staat angedacht, so ein Label zur Pflicht zu machen, sondern es sind ein paar Kinobetreiber, die so ein Label auf die Filme die sie zeigen raufmachen.
Man kann jetzt den Sinn dahinter in Frage stellen, ob das sinnvoll ist. Man kann auch fragen, ob das alles ist, was die tun oder ob es da mehr Aufklärung gibt.
Aber das irgendwie als Anfang vom Ende zu sehen, als feministische Bedrohung, sorry, das ist der Veggieday per Verordnung schon zwei Hausnummern größer und der war schon ne Lachnummer (und die Grünen haben das auch komplett falsch angegangen, Veggieday - pfff, ich hätte Veggie&Beerday drausgemacht, damitkriegt man 20% Stimmanteil ;) ).

Und nur weil Feministen und ihre Gegner, die hier ja stark vertreten sind, rumkrakeelen, muss man sich auf das Niveau herablassen?
Diese komplette Überreaktion, weil vier Kinos in Schweden so ein Label einführen, das ist doch traurig. Wenn dann die richtigen Feminazis kommen, hört dann ja keiner mehr zu, weil zu oft "Da kommt der böse Wolf_äh die Emanze!" geschrieen wurde.
Was das TV angeht: Ich kucks auch kaum noch, aber wenn ich mal eine Programmzeitschrift zur Hand nehme oder rumzappe, läuft haufenweise sowas zur Primetime. Und leider ist das größtenteils Kitsch, nur eben "guter" Kitsch insofern, als dass da modernere, progressive Stereotypen propagiert werden statt der alten, reaktionären. Aber ähnlich plump, schlicht und verlogen gemacht. Mir persönlich geht das dann nur auf den Geist, wenn die x.te taffe Kommissarin da wieder einen fiesen Männer-Gangster zur Schnecke macht und das ganze so durchsichtig ist, dass man die Redaktionskonferenz dahinter geradezu vor Augen hat. Dann lieber Martha. Das ganze ist heute eben schon auch - da würde ich den Kritikern hier recht geben - zu einer Art Ticket geworden, auf dem es sich leicht surfen lässt als Mann oder Frau. Mit sowas kriegt man die Filmförderung. Auch wenn es nur geheuchelt und kalkuliert ist. Gilt auch für andere Bereiche. Wenn Mainstream und ursprünglich progressive Richtungen verschmelzen, kann es gutgehen oder nicht, im schlimmsten Fall wird das dann schlimmster Propagandakitsch - da hat der Frank schon ansatzweise recht. Da gibts genügend filmgeschichtliche Beispiele aus NS oder DDR, wo die jeweils aktuellen Werte kräftig propagiert werden. Da ist dann die Frage, heiligt der Zweck die Mittel, ist das wirklich der bessere Kitsch, oder gar eher kontraproduktiv.

Ich bin auch der altmodischen Ansicht, wenn man in einer Demokratie was ändern will, sollte man versuchen, die anderen mit Argumenten und Belegen zu überzeugen, und sie nicht beschimpfen oder mit dem Holzhammer ankommen oder sich an die Regierung ranwanzen, um es hintenrum über Lobbyismus zu drehen. Gilt natürlich für alle Seiten und Anliegen.
Das die Filmförderung in der jetztigen Form murks ist, darüber müssen wir uns hier glaube ich nicht streiten. Da sind sich wohl alle einig.
Wenn es denn wenigstens auf den Bechdel-Test ankommen würde, bei der Filmförderung ^^

Und?
In Schweden haben ein paar private Akteure entschieden, so ein Label zu machen und in ihren Läden zu verwenden. Wo gibt es da beschimpfungen, Holzhammer, Lobbyismus oder sonstwas?
Die Beschimpfungen und der Holzhammer kommen hier von den Gegnern des Labels, die es als faschistoid brandmarken, als aufkommen der Diktatur.

Sie nehmen es als willkommenen Anlass komplett überzogen auf die bösen Feministinnen zu schimpfen, die ihnen anscheinend das Leben zu Hölle machen, weil ... ja warum auch immer.



Gabriel_Natas
Beiträge: 688

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Gabriel_Natas »

Frank B. hat geschrieben:
Gabriel_Natas hat geschrieben: Ich würde jetzt mal behaupten, man kann dich auf der rechten Seite (wenn wir das mal simpel auf Links-Rechts runterbrechen) des politischen Spektrums einordnen (nicht rechtsextrem oder radikal, nur irgendwo bei der CDU/CSU und dort irgendwo in die Mitte rein)...
Hmm, lass mich darauf antworten, dass ich den Rechten zu links und den Linken zu rechts bin.
Alle denken von sich, die wahre Mitte zu repräsentieren ;).
"Nicht revolutionär genug, zu revolutionär! Zu Rechts, Zu Links!"

Es kommt natürlich noch auf den Wohnort an. In Bayern oder BW ist Links z.B. was komplett anderes als in Berlin oder Hamburg.

Aber Links und Rechts sind sowieso unzureichende Bezeichnungen. Ich hätte da nicht anfangen sollen. Damit wärs besser http://www.politicalcompass.org/ wers mal ausprobieren will ;).



Gabriel_Natas
Beiträge: 688

Re: Kurznews: Schweden führt Gender-Rating à la Bechdel für Kinofilme ein

Beitrag von Gabriel_Natas »

Frank Glencairn hat geschrieben:Jeeeezus - euch kann man nicht mal einen halben Tag allein lassen.

Faschistoid, Hass...blah

Hauptsache ein paar Buzzwords in den Ring geschmissen - mach mal einen Reality Check Gabi.
Okay, Hass kam von mir, aber das ist nur eine passende Beschreibung von den Reaktionen auf so ein simples Label, was die paar Kinoleute da eingeführt haben.



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