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Kinoeindrücke: Der Hobbit in 3D HFR



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Frank Glencairn
Beiträge: 26509

Re: Kinoeindrücke: Der Hobbit in 3D HFR

Beitrag von Frank Glencairn »

deti hat geschrieben: Ich stimme meinem Vorredner besonders in diesem Punkt zu, dass es mir unverständlich erscheint, wie man diese runden und flüssigen Bewegungen als irritierend, billig oder "unkinomäßig" bewerten kann.

Deti
Das liegt an deinem Gehirn.
Irgendwo hab ich kürzlich nen interessanten Artikel gelesen, in dem das sehr gut erklärt war,
Ein gewisser Prozentsatz (ich glaub das waren so um die 20%) der Bevölkerung kann den Unterschied nicht wahrnehmen. Ähnlich wie manche nicht 3D sehen können oder manche Farben nicht richtig sehen.

Wenn ich mir die Kommentare hier und in anderen Foren sowie die Kritiken anschaue, kommt das prozentual in etwa hin.



HT
Beiträge: 246

Re: Kinoeindrücke: Der Hobbit in 3D HFR

Beitrag von HT »

Frank Glencairn hat geschrieben:
deti hat geschrieben: Ich stimme meinem Vorredner besonders in diesem Punkt zu, dass es mir unverständlich erscheint, wie man diese runden und flüssigen Bewegungen als irritierend, billig oder "unkinomäßig" bewerten kann.

Deti
Das liegt an deinem Gehirn.
Irgendwo hab ich kürzlich nen interessanten Artikel gelesen, in dem das sehr gut erklärt war,
Ein gewisser Prozentsatz (ich glaub das waren so um die 20%) der Bevölkerung kann den Unterschied nicht wahrnehmen. Ähnlich wie manche nicht 3D sehen können oder manche Farben nicht richtig sehen.
Dann hoffen wir mal das dein Gehirn den Beitrag richtig gelesen hat. Er schreibt ja dass er die Bewegungen als flüssiger empfand, hat es also offensichtlich wahrgenommen.

Ob man HFR als störend oder nicht empfindet hat viel mit Gewöhnung zu tun. Es gab auch Stimmen wonach das ruhige Bild der Digitalprojektoren "unkinomäßig" wäre.



Tiefflieger
Beiträge: 3221

Re: Kinoeindrücke: Der Hobbit in 3D HFR

Beitrag von Tiefflieger »

deti hat geschrieben:"Sinnlos" war das "Unterfangen" nicht: Das 2K Kino hatte bei etwa gleicher Leinwandgröße eine miserable Bildschärfe im Vergleich zum 4K Kino. Da ist es erst einmal völlig unnötig natives 4K-Material zu zeigen.

Deti
Ich habe Hobbit in HFR gesehen.
Anschliessend die Leinwandpixel etwas näher angeschaut.
Es gab Konvergenzfehler in rot.

Trotzdem die Darstellung schon besser als bei einer 35mm 2K "Kopie" ist, perfekt ist sie digital "gebeamt" noch nicht.

Etwas anderes,
Ich habe mir vorgestellt alle könnten zuhause oder unterwegs Filme in perfekter digitaler Qualität sehen.
Dann wäre im Kino eine "analog" anmutende 24p Darstellung durchaus interessant.

Gruss Tiefflieger



Skeptiker
Beiträge: 6721

Re: Kinoeindrücke: Der Hobbit in 3D HFR

Beitrag von Skeptiker »

Frank Glencairn hat geschrieben:
deti hat geschrieben: Ich stimme meinem Vorredner besonders in diesem Punkt zu, dass es mir unverständlich erscheint, wie man diese runden und flüssigen Bewegungen als irritierend, billig oder "unkinomäßig" bewerten kann.

Deti
Das liegt an deinem Gehirn.
Vielleicht kann man sich in einer nicht allzu fernen Zukunft an der Kinokasse ein Ersatz-Hirn einsetzen lassen, falls es mit 3D und 48 FPS (bis dahin 96 FPS und 3D++) nicht ganz klappt !

An der Kinokasse der Zukunft - nach dem Screening:

"Tut mir leid - aber mit DEM Hirn kommen sie in DEN Film nicht rein !"

Oder:

"Einen Eintritt bitte, mit 3D-Brille und 2-Stunden-Hirn !"



Axel
Beiträge: 17137

Re: Kinoeindrücke: Der Hobbit in 3D HFR

Beitrag von Axel »

HT hat geschrieben:Ob man HFR als störend oder nicht empfindet hat viel mit Gewöhnung zu tun. Es gab auch Stimmen wonach das ruhige Bild der Digitalprojektoren "unkinomäßig" wäre.
In unserem Kino starteten die ersten 1k-Digitalfilme schon 2000 mit Fantasia 2000. Typisch für irgendwelche technischen Neuerungen ist, dass zuerst wenig aussagekräftige Trickfilme dran sind. Der nächste digitale Film war dann Disneys Dinosaurier (ebenfalls 2000). Um Digital zu promoten, ließen wir den mehrere Minuten langen Trailer:

... digital und analog per Splitscreen laufen: Wir deckten die linke Seite des analogen Projektionsfensters mit einem Karton ab und die rechte Seite des DLP-Fensters. Der direkte Vergleich zeigte eindeutige Vorteile von Digital (zumal die meisten Trailer damals noch wirklich schlechte Kopien waren), die Leute waren sofort überzeugt. Auch war die Dinosaurier-Animation für damalige Verhältnisse noch wirklich spektakulär (seufz, wie soll ich's erklären, man muss das alles mit den Augen der Zeitgenossen sehen, sonst kapiert man's nicht). Und so kam Digital zu Digital, das Gesamtpaket überzeugte die Zuschauer.

In den folgenden Jahren wurden für digitale Versionen keine Zuschläge erhoben, es wurde auch irgendwann nicht mehr hervorgehoben, dass ein Film digital war. Das war auch nicht nötig. Bei digitaler Projektion gab es seltener Zuschauerbeschwerden (es sei denn, es waren eindeutige Pannen: Ton asynchron oder ständiges Freezing z.B.), und auch wir kritischen Vorführer setzten uns gerne in digitale Säle.

Die Stimmen, von denen du da sprichst, kommen wahrscheinlich aus deiner falschen Erinnerung.

Was es schon vor digitalem Kino gab, war das flimmerfreie Analogkino mit einem elektronischen Prisma statt Blendengetriebe. Es war zunächst scheinbar besser, aber nach ein paar Minuten sah es nach Riesenfernseher aus, wie Interlace. Und Interlace gab es über Digitalprojektoren auch. Auweia, das kam gar nicht kinomäßig. Die Bauchschmerzen kamen immer von der Frequenz.



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