Dieser Quark mit dem iPhone ... 28 Years Later hatte ein höheres Budget als so ziemlich jeder Film, den Moszkowicz produziert hatte.7River hat geschrieben: ↑Mo 20 Apr, 2026 14:20 Was genau bedeutet denn „Ausbeutung der Crews“?
Der Herr Moszkowicz, schwieriger Name, hat seinen Satz nicht zu Ende formuliert. Hat das was mit kürzeren Drehzeiten zu tun, weil davor die Rede war? Wenn Dreharbeiten länger als gedacht dauern, müssen die Angestellten dann mehr arbeiten, womöglich für weniger Geld? Oder sollen sich die Leute mehr einbringen und auf Löhne verzichten? Auch kein Catering ;-)
[Zitat] Große Regisseure drehen zwischendrin mal, als Fingerübung, einen iPhone-Film! Iasi hier hat doch auch ein iPhone. Aber ein 15er, kein aktuelles. Damit geht das nicht. Mist ;-)
Spaß beiseite!
Von Minute 17:45 bis 18:05 ist der Ton unsynchron.
Ich weiß natürlich, was du meinst. Das andere war nur Spaß.
Was genau hast du denn an der deutschen Filmproduktion zu kritisieren? Wo wird, deiner Meinung nach, explizit Geld verschwendet oder ineffizient gearbeitet?
Es werden dieselben Routinen abgearbeitet, wie vor Jahrzehnten.
Wenn alle darüber jammern, dass zu wenig Geld da sei.Darth Schneider hat geschrieben: ↑Di 21 Apr, 2026 07:07 @iasi
Weil sich die Routinen seit Jahrzehnten bewähren, machen die das so.
Und neue Technik testen die Profis doch ständig und nutzen diese auch fleissig.
High Iso ersetzt nun mal bei Filmen in den meisten Szenarien keine starken Leuchten,
ausser du willst das die Bilder flach und voll langweilig aussehen.
Dabei geht es nicht um DR. Sondern darum um mit kontrolliertem Licht und kontrollierten Schatten schöne Stimmungen zu erzeugen.
Es wäre auf jeden Fall ein toller Insider!
So, wie sie drehen, kommt nur Unrentables und/oder Provinzielles heraus.Darth Schneider hat geschrieben: ↑Di 21 Apr, 2026 16:33 @iasi
Es drehen doch auch nicht alle Filme mit der Alexa 35.
Und es gibt ja gar nicht viele Filme die nur innen spielen.
Und warum sollten sie kleinere Kameras und nur kleine Lampen nutzen nutzen ?
Nur um hier und da ein paar Tausend zu sparen ? Das nützt doch Nix.
Weil alles völlig abseits der Technik ist das was wirklich teuer ist.
Klar du kannst massiv beim Personal sparen und alles versuchen praktisch alleine zu machen…
Viel Spass…😂
Darth Schneider hat geschrieben: ↑Di 21 Apr, 2026 06:56 Einen Fokuspuller anstatt pumpendem Autofokus.
Filmförderung an sich ist nicht das Problem, sondern eine Riesenchance. Das zeigen uns die Skandinavier, Franzosen, Spanier, Italiener, Briten, Koreaner usw. mit relevanten geförderten Filmen, die nicht selten auch Welthits werden können und/oder Filmgeschichte schreiben.Bildlauf hat geschrieben: ↑Mi 22 Apr, 2026 11:45 Ich kann auch nur Vermutungen nennen, aber ich empfinde deutschen Film eher als etwas hakelig.
Manchmal hat man den Eindruck, als ob man spürt, dass da am Set kein Groove herrschte. Die Dialoge sind häufig so komisch, aber auch platt, bisschen wie Laientheater.
Auch der Teaser mit dieser Krankenschwester überzeugt gar nicht.
Wenn man durch Fördergelder abgesichert ist, muss man sich auch keine wirkliche Mühe geben und für das Projekt leben.
Fand schon als Kind deutsche Filme eher unattraktiv und die amerikanischen eher ansprechend, und heute ist das immer noch so.
Als ob die Amis eine andere Herangehensweise haben, andere Attitüde, es groovt mehr.
Es gibt Musikbands die spielen fachlich gut, aber grooven trotzdem nicht. Gutes fachliches Spiel mit gutem Groove ist wichtig.
Aber müssen es 4 LKW sein, inkl. Sperrung durchs Ordnungsamt? Kann man nicht etwas weniger dick auftragen? Sind immerhin unsere Gelder. Bei nicht öffentlich-finanzierten Filmen können die gerne Gerüste so hoch bauen wie der Fernsehturm, das ist deren Ding.Jott hat geschrieben: ↑Mi 22 Apr, 2026 14:30 Und wenn was fehlt, muss einer losfahren?
Unser Studio ist in einer „Filmstraße“, schön erhaltene Gründerzeithäuser. Da werden ständig große Wohnungen angemietet für Filmprojekte.
So. Drittes Stockwerk. Szenen in sonniger Wohnung. Echte Sonne geht nicht, wegen Wetter/Wolken und natürlich auch, weil sie sich bewegt. Continuity! Also künstlich. Heißt: großes Außengerüst mit fettem HMI. Sichern. Strom. Und das war nur ein Detail!
Die Vorstellung, man könne so etwas Einfaches wie Szenen mit Darstellern in einer Wohnung mit ein bisschen Equipment aus dem Golf-Kofferraum angehen, ist schon recht naiv.
Also stehen ein paar LKW unten. Auch für Maske, Catering und schlicht zum Aufhalten. Den Platz in den Wohnungen braucht man anderweitig.
Dann musst Du nochmal sagen, was ich da nicht verstanden haben könnte am Beispiel.Jott hat geschrieben: ↑Mi 22 Apr, 2026 14:56 „ Aber warum so komplizierte Szenen wo man Gerüste aufbauen muss“
Du hast dieses alltägliche Beispiel mit einfallender Sonne nicht verstanden? Egal.
Wie oben schon gesagt: Regie, Darsteller und auch Ausstattung kommen in Deutschland oft bräsig rüber. Wie Deutsche im richtigen Leben. Vielleicht ist es so einfach? Ein kulturelles Problem?
Schon irgendwo, aber ich denke schon, daß man als SchauspielerIn auch in späteren Alter, sagen wir mit 16 bis 23 was schaffen kann.Darth Schneider hat geschrieben: ↑Mi 22 Apr, 2026 15:41 @Jott
In Amerika fangen die früher an, werden zum Teil schon als Kids massiv gefördert und es gibt viel mehr Konkurrenz und die besseren Schauspielschulen (nur für Film)..
Darum ist das Level einfach höher.
Ist bei Tanz und Gesang genauso.
Und dasselbe (oder ähnliches) gilt wahrscheinlich auch für die Ausstattung…
Ich habe immer den Eindruck, dass es an Vorbereitung und Planung fehlt - und nach dem Dreh an Zeit für die Post.Bildlauf hat geschrieben: ↑Mi 22 Apr, 2026 13:10 Bei der Frage wo man nicht sparen sollte hat er als erstes gesagt Schauspiel und Regie, und das ist glaube ich genau der Punkt.
Lieber weniger Szenen und gut gespielt und gut gecoacht. Szenen zusammenfassen, längere Takes. Statt Schuss Gegenschuß, beide kreativ in einen Frame bekommen.
Vorzugsweise an einer oder sehr wenigen Locations.
Kleine produktive Teams.
Andere Kameratechnik/Filmkonzepte nutzen.
Ja wir wollen alle wie Hollywood ausschauen, klappt eh nicht, dann lieber konsequent gleich einen anderen Style.
Ich unterstelle man hat heute beim Dreh die Mentalität "passt schon". "Wir brauchen keinen weiteren Take."
Habe letztens einen neuen Kurzfilm gefilmt und editiert, und habe da bei den Drehs mit den Takes insistiert mehr zu machen, weil viele dann nach drei Takes manche schon nicht mehr wollen (und das spüre ich sofort), wegen der Zeit oder der Energie. Wir haben dann dafür Szenen zusammengefasst und noch anderweitig gespart, um die Zeit wieder reinzuholen. Hat sich aber dafür gelohnt.
Weil "passt schon" reicht eben nicht.
Und das merke ich in der "Kurzfilmbranche", die Leute haben sich schon angewöhnt, daß alles schnell durchgepumpt werden muss oder soll und dann wird das auch in professionelle übertragen oder umgekehrt, manche berichten ja auch von recht hektischen Abläufen an professionellen Sets oder recht wenigen Takes.
Dann fällt mir auf das Thema Müdigkeit, Hunger, Kälte, Energie, emotionale Empfindlichkeiten, Körperliche Bedürfnisse. Es fehlt oftmals eine gewisse Resilienz oder Wille zu beissen und für das Projekt auch zu leben. Nicht immer, aber oft.
Will gar nicht den Experten machen, aber ich kriege halt schon viel mit und mache eigene Erfahrungen.
Letztens war hier um die Ecke ein Dreh einer Szene für einem ÖR Film. Zumindest war das Logo der Anstalt auf dem LKW/7,5 Tonnern.
Mit 4 LKW´s waren sie da? Wofür so viel Stuff? und sieht trotzdem lame aus (gehe ich jetzt schon von aus).
Es ist doch aber auch ziemlich erstaunlich, dass deutsche Schauspieler in internationalen Produktionen plötzlich brillieren.Bildlauf hat geschrieben: ↑Mi 22 Apr, 2026 16:19Schon irgendwo, aber ich denke schon, daß man als SchauspielerIn auch in späteren Alter, sagen wir mit 16 bis 23 was schaffen kann.Darth Schneider hat geschrieben: ↑Mi 22 Apr, 2026 15:41 @Jott
In Amerika fangen die früher an, werden zum Teil schon als Kids massiv gefördert und es gibt viel mehr Konkurrenz und die besseren Schauspielschulen (nur für Film)..
Darum ist das Level einfach höher.
Ist bei Tanz und Gesang genauso.
Und dasselbe (oder ähnliches) gilt wahrscheinlich auch für die Ausstattung…
Denn es ist schon eine innere Sache.
Problem ist das eigene Konzept, was viele Schauspieler fahren. Es gibt Unmenge an SchauspielerInnen.
Da kann man sich nur durch Progressivität absetzen und viel Exponieren und üben, also auch für sich.
Viele üben nicht für sich.
Fällt mir auch bei Gesang auf, viele üben ihren Gesang gar nicht und dann sind die Töne schief.
Viele SchauspielerInnen wollen dringenst Demo-reel (verstädnlich), wo sie sprechen, irgendeine Szene, man kennt die Sachen bei Filmmakers und Co.. Meißtens genauso stelzig arrangiert wie der normale Deutsche Film.
Aber scheinbar stehen die deutschen Caster auf sowas, weil es in deren Konzept passt. Und entsprechend werden dann auch die größeren Produktionen.
Hauptsache jeder studiert Schauspiel, mit zum Teil fragwürdigen monatlichen Gebühren (400 bis 800 Euro), morgens bei Schulbeginn erstmal gegenseitiges Massieren und all solche Sachen.
Kann ja auch nett sein und den Tag positiv starten lassen, also warum nicht.
Gut vorbereitet zu sein ist enorm wichtig. Man sagt ja auch: Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Aber bereiten die sich hier nicht so gut vor, als in den USA?
Längere Takes können Zeit sparen, müssen aber nicht, und ich persönlich finde lange Takes auch ganz cool von der Stilistik.iasi hat geschrieben: ↑Mi 22 Apr, 2026 16:56
Ich habe immer den Eindruck, dass es an Vorbereitung und Planung fehlt - und nach dem Dreh an Zeit für die Post.
Wie eine Szene aufgelöst wird, sollte vor dem Dreh schon bekannt sein.
Die Coen-Brüder hatten jede Einstellung so gut geplant, dass jede gedrehte Einstellung dann auch im Film vorkam.
Wie und mit welcher Technik eine Einstellung umgesetzt wird, sollte vor Drehbeginn auch schon klar sein - dann hat man auch z.B. die geeigneste Kamera vorbereitet und eingepackt.
Wenn ich vor dem Dreh ausführliche Tests mache, spart es während des Drehs Zeit.
Ich denke nicht, dass längere Takes generell der Schlüssel für Effizienz ist. Vielmehr ist die Länge eine Einstellung ein Gestaltungsmittel. Erfordert ein langer Take dann auch noch Kamerabewegung wird es oft kompliziert und raubt die Effizienz.
Vielleicht könnte man jedoch mit mehreren Kameras drehen. Beim Spiel zweier Darsteller bekommt man so auch immer die Reaktion des Zuhörenden. Zu Negativ-Zeiten waren mehrere Kameras ein Kostenfaktor und erschwerten den Dreh, aber heute ...


