Jein. Es gab von der Slashcam-Redaktion genau zu diesem Thema mal einen Artikel (damals, glaube ich noch, zur Panasonic S1H mit denselben Auflösungen und Codecs), der dann ellenlange Forendiskussionen losgetreten hat. Leider kann ich den gerade nicht finden.JuliaLL hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 21:12 ich habe mir als „Immer-dabei-Kamera“ die Panasonic S9 gekauft.
Sie kann sowohl in 6K 4:2:0 als auch in 4K 4:2:2 aufnehmen.
Ich habe nun Testaufnahmen in beiden Formaten gemacht, aber ich kann zwischen den 4:2:2- und 4:2:0-Videos keinen sichtbaren Unterschied erkennen (abgesehen von der höheren Auflösung bei 6K).
Theoretisch müsste das 4:2:2‑Material doch im Farbbereich Vorteile haben, oder?
Es gibt doch aktuell viele Diskussionen zur ZR und deren eher schwachen H265-Qualität.cantsin hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 21:51Jein. Es gab von der Slashcam-Redaktion genau zu diesem Thema mal einen Artikel (damals, glaube ich noch, zur Panasonic S1H mit denselben Auflösungen und Codecs), der dann ellenlange Forendiskussionen losgetreten hat. Leider kann ich den gerade nicht finden.JuliaLL hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 21:12 ich habe mir als „Immer-dabei-Kamera“ die Panasonic S9 gekauft.
Sie kann sowohl in 6K 4:2:0 als auch in 4K 4:2:2 aufnehmen.
Ich habe nun Testaufnahmen in beiden Formaten gemacht, aber ich kann zwischen den 4:2:2- und 4:2:0-Videos keinen sichtbaren Unterschied erkennen (abgesehen von der höheren Auflösung bei 6K).
Theoretisch müsste das 4:2:2‑Material doch im Farbbereich Vorteile haben, oder?
Das Argument der Redaktion: Bei 6K, also der Aufzeichnung von jedem vorhandenen Sensorpixel, gibt es sowieso eine Begrenzung der realen Farbauflösung wegen des Bayer-Patterns des Sensors bzw. der nötigen Farbinterpolation (also der heuristisch erratenen Farben) der resultierenden Pixel, weswegen in dem Fall mehr als 4:2:0 nichts bringt.
Bei 4K-Aufzeichnung hingegen hast Du Oversampling - jeder Pixel im Video ist von 6K runterskaliert, korrespondiert also 1,5x1,5 Sensorpixeln, weshalb es mehr reale Farbinformation pro Pixel gibt und 4:2:2 dann auch sinnvoll ist.
In jedem Fall ist 4K-Aufzeichnung mit 4:2:2 besser als 4K-Aufzeichnung mit 4:2:0, vor allem wenn Du starke Farbkorrekturen oder Grading betreiben willst.
Wenn Du 6K 4:2:0 aufnimmst und das in Deinem Schnittprogramm in eine 4K-Timeline wirfst, hast Du wegen des (dann erst nachträglich, außerhalb der Kamera gemachten) Oversamplings wieder effektive 4K 4:2:2...
So, und jetzt hoffe ich, dass hierüber nicht wieder ein Foren-Glaubenskrieg ausbricht...
Die hat fast nichts mit dem 4:2:0-Colorsampling der Kamera zu tun, sondern praktisch alles mit der geringen Codecqualität - bzw. den Denoising- und Codec-Block-Artefakten - ihres h265. Andere Baustelle.
Hier mal eine anschauliche Visualisierung des ganzen:dienstag_01 hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 22:57 Einen Unterschied wird man da nicht sehen können. Da müsste man schon diagonle Kanten, Blau oder Rot vor Weiss in einer Auflösung wiedergeben, dass man einzelne Pixel unterscheiden kann.
Ja geht auch schon etwas Richtung vodoo, stimmt schon.dienstag_01 hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 22:57 Einen Unterschied wird man da nicht sehen können. Da müsste man schon diagonle Kanten, Blau oder Rot vor Weiss in einer Auflösung wiedergeben, dass man einzelne Pixel unterscheiden kann. Das ging noch bei Pal-Auflösungen, da hat man das auch gesehen, mit 4 oder 6k eher nicht. Vielleicht beim Keying/Greenscrenn, keine Ahnung, da aber heute fast immer oversampelt gearbeitet wird (geringere Aufklösung des finalen Videos als die Aufnahme), eher auch wenig wahrscheinlich.
Wenn man sich die Grafiken anschaut, könnte man beim Blick auf das eigene Videomaterial meinen, man ist blind. Man muss sich aber klar machen, dass es zur Zeit der Entwicklung dieser Unterabtastungen irgendwas mit - ich weiss nicht genau - 500-600 sichtbaren Zeilen am TV gab. Jetzt sprechen wir von über 2.000 Pixel vertikale Auflösung bei 4k (und nochmal mehr bei 6k). Daher wird man das nicht sehen.cantsin hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 23:26Hier mal eine anschauliche Visualisierung des ganzen:dienstag_01 hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 22:57 Einen Unterschied wird man da nicht sehen können. Da müsste man schon diagonle Kanten, Blau oder Rot vor Weiss in einer Auflösung wiedergeben, dass man einzelne Pixel unterscheiden kann.
subsampling.png
Und so sehen die Bayer-Sensorpixel aus:
BayerPattern.png
Das Argument ist halt, dass die aus dem obigen Muster extrapolierten/gemischten Farben für jeden Pixel wegen des Bayer-Rasters gar nicht genug Differenzierung haben, dass 4:2:2 oder 4:4:4 bei 1:1-Sensorpixel-Auslesung Mehrwehrt hätten.
Bzw.: dass man aus den 4 Rot/Grün/Grün/Blau-Bayerpixeln sowieso nur sinnvoll eine Farbe für alle 4 Pixel mischen kann, weshalb 4:2:0 (s.o.) ausreicht.
Es kommt darauf an.JuliaLL hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 21:12 ich habe mir als „Immer-dabei-Kamera“ die Panasonic S9 gekauft.
Sie kann sowohl in 6K 4:2:0 als auch in 4K 4:2:2 aufnehmen.
Ich habe nun Testaufnahmen in beiden Formaten gemacht, aber ich kann zwischen den 4:2:2- und 4:2:0-Videos keinen sichtbaren Unterschied erkennen (abgesehen von der höheren Auflösung bei 6K).
Theoretisch müsste das 4:2:2‑Material doch im Farbbereich Vorteile haben, oder?
Könnt ihr mich hierzu bitte etwas aufschlauen?
Selbe Baustelle.
Mehr Farbtiefe ja, mehr räumliche Farbauflösung fast immer nein.Darth Schneider hat geschrieben: ↑Fr 06 Feb, 2026 07:37 Aber mehr Farbtiefe wird dann spätestens beim Bearbeiten in jedem Fall (auch wenn man nur wenig colorgraded) zum ganz klaren Vorteil. Gegenüber nur mehr Auflösung.
Es gibt auch nur wenige, die out-of-the-camera einen Unterschied zwischen h265 aus der ZR und h265 aus anderen Kameras sehen werden.Darth Schneider hat geschrieben: ↑Fr 06 Feb, 2026 07:48 @iasi
Wie schon geschrieben, die Lumix hat aber keine h265 Codec Kinderkrankheiten im Gegensatz zur neuen Nikon.
Das Gesetz der großen Marketing-Zahlen ;-). Siehe auch den anderen Thread samt Umfrage, wie viel RAM man für den Schnitt braucht.Darth Schneider hat geschrieben: ↑Fr 06 Feb, 2026 08:49 @Bubble
Ich frage mich eh warum viele glauben 6K oder gar 8K Auflösung zu brauchen, obwohl ja viele Filme, Serien immer und Dokus noch mit um 4K gedreht werden,.,
Das könntest du auch zeigen?ElSaso hat geschrieben: ↑Fr 06 Feb, 2026 11:13 Da geht es ja immer rum die Bearbeitung.
Bei 422 und 420 direkt aus der Kamera wird man keinen Unterschied sehen.
Zum Testen kannst du mal eine Szene mit 422 und 420 drehen, dann z.B. die Kurven mal extrem ziehen in der Farbkorrektur. Bei 420 wirst du in der RGB Parade sehen, wie das Material auseinanderbricht und Lücken entstehen. Bei 422 erst viel später. Damit kannst du also viel aggressiver graden.
Deine Frage hat TheBubble weiter oben schon beantwortet.Darth Schneider hat geschrieben: ↑Fr 06 Feb, 2026 11:41 Das kannst du doch ganz einfach selber ausprobieren. Ist effektiver als das versuchen zu zeigen.
Und ja natürlich bricht auch 10 Bit Log Material eindeutig schneller auseinander als 12 Bit RAW Material.
Also warum sollte zwischen 4:2:2 und 4:2:0 kein Unterschied bestehen ?
Klar, aber wie schon meine Vorredner meinten - probier es doch einfach aus.dienstag_01 hat geschrieben: ↑Fr 06 Feb, 2026 11:34Das könntest du auch zeigen?ElSaso hat geschrieben: ↑Fr 06 Feb, 2026 11:13 Da geht es ja immer rum die Bearbeitung.
Bei 422 und 420 direkt aus der Kamera wird man keinen Unterschied sehen.
Zum Testen kannst du mal eine Szene mit 422 und 420 drehen, dann z.B. die Kurven mal extrem ziehen in der Farbkorrektur. Bei 420 wirst du in der RGB Parade sehen, wie das Material auseinanderbricht und Lücken entstehen. Bei 422 erst viel später. Damit kannst du also viel aggressiver graden.
Hab ich ja und kann das nicht erkennen. Deshalb ja meine Frage, ob du das zeigen kannst.
Pah, unter 4:4:4 ist doch alles nur Semi-Pro Level...Darth Schneider hat geschrieben: ↑Fr 06 Feb, 2026 12:30 Aber ich weiss trotzdem schon lange das 4:2:2 besser ist.


