iasi
Beiträge: 30579

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von iasi »

Hayos hat geschrieben: Di 01 Mär, 2022 14:24 @Chrompower

Dazu eine alte (vielleicht bekannte) Geschichte aus dem alten China:

"Der Kaiser von China hörte von einem großen Künstler, der sich auf grandiose Tuschzeichnungen von Vögeln verstand. Er ließ ihn kommen und befahl ihm, einen Hahn zu zeichnen, denn der Kaiser liebte Hähne über alles. Der Künstler ließ über ein Jahr nichts von sich hören. Da schickte der Kaiser nach ihm, seine Gesandten aber wurden vertröstet. Es ginge noch einige Zeit, ließ der Künstler ausrichten. So geschah es auch im zweiten Jahr.

Nach drei Jahren aber verlor der Kaiser die Geduld und erschien mit seinem Tross vor dem Haus des Künstlers. Dieser führte ihn hinein, nahm vor den Augen des Kaisers ein großes Blatt und zeichnete mit wenigen kühnen Strichen einen prachtvollen Hahn. Der Kaiser war begeistert, doch entrüstete er sich über den hohen Preis. «Wie kannst du so viel Geld fordern für eine Zeichnung, die du in wenigen Augenblicken vor meinen Augen auf das Papier wirfst?», fragte er.

Ohne ein Wort führte ihn der Künstler in einen großen Raum, der voll hing mit Skizzen von Flügeln, Schnäbeln und Köpfen von Hähnen. In einem zweiten Raum fanden sich Hunderte von Skizzen mit Hähnen, und in einem dritten Raum waren die Wände voll von Zeichnungen mit Hähnen, die auf dem Mist kratzten, mit Nebenbuhlern kämpften, Körner pickten oder den Morgen mit ihrem Krähen ankündigten. Hähne in jeder Bewegung und in jeder Position.

«Siehst du», sagte der Künstler, «die Zeichnung, die dir so mühelos hingeworfen schien, hat mich drei Jahre Arbeit gekostet. Drei Jahre, die ich mit harter Arbeit verbracht habe, um dir in wenigen Augenblicken einen Hahn zeichnen zu können.» Da bezahlte der Kaiser den Preis und erfreute sich an dem schönen Werk."
Chrompower hat geschrieben: Mo 28 Feb, 2022 22:49 Sorry, aber einen Stier mit richtigen Konturen und Proportionen zu malen ist (für mich) wirklich kein Geniestreich.
Geniestreich vielleicht nicht (auch DaVinci hat tausende Skizzenblätter hinterlassen, wo er wie ein Bessener geübt hat), aber "jeder einfach so" kann so einen Stier nicht zeichnen.
Wenn ein Hahn nur ein Hahn ist, dann hat das Bild auch nur den Wert eines Hahns.

Eine Technik zu beherrschen, bedeutet nicht, Kunst schaffen zu können.

Liebermann wurde nicht kritisiert, weil man ihm Unvermögen vorgeworfen hätte:
Bild



Hayos
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Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von Hayos »

@iaai:

Schau dir nochmal diese Formulierung an: "...zeichnete [er] mit wenigen kühnen Strichen einen prachtvollen Hahn."

Das impliziert, dass er die vielen Studien und Übungen nicht gemacht hat, um einen realistischen Hahn zu zeichnen, sondern hinter die "Idee" des Dinges "Hahn" zu kommen und das dann in eine eigene Interpretation zu übertragen.

Mit wenigen Strichen ist es gar nicht möglich einen realistischen Hahn zu zeichnen und gerade in der chinesischen Tuschekunst ist diese Reduktion die hohe Kunst. Das ist für den chinesischen Adressat dieser Geschichte natürlich viel vertrauter, daher sei hier nochmal darauf hingewiesen.
Zuletzt geändert von Hayos am Di 01 Mär, 2022 18:16, insgesamt 1-mal geändert.



cantsin
Beiträge: 17521

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von cantsin »

Hayos hat geschrieben: Di 01 Mär, 2022 18:09 Mit wenigen Strichen ist es gar nicht möglich einen realistischen Hahn zu zeichnen und gerade in der chinesischen Tuschekunst ist diese Reduktion die hohe Kunst.
Und sowohl die chinesische, als auch japanische Zeichenkunst war ab dem späten 19. Jahrhundert (als sie zum ersten Mal in Europa ausgestellt wird) eine, wenn nicht sogar die wichtigste Inspiration von Impressionisten, Expressionisten, van Gogh und eben auch Picasso.

Picasso hat den Stier sogar noch weiter reduziert:
Pablo_Picasso,_1942,_Tête_de_taureau_(Bull's_Head),_Musée_Picasso,_Paris.jpg
(Falls das Bild nicht klar genug ist - es handelt sich um einen Fahrradsattel + Lenker.)
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.



pillepalle
Beiträge: 11567

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von pillepalle »

Wie würde Tucholsky sagen :)



VG
Es geht doch nichts über ein solides Halbwissen.



AndySeeon
Beiträge: 858

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von AndySeeon »

cantsin hat geschrieben: Mo 28 Feb, 2022 23:09 [...] Aber vor meinem Posting gab es jemanden, der der Meinung war, dass Picasso Bilder dilettantischen Kritzeleien seien, die sich nicht von dem unterscheiden, was wer auch immer beiläufig krakelt (also mal wieder das altbekannte "moderne Kunst ist Pfusch"-Argument)
Das ist eine typische künsterische Überhöhung, aber die gestehe ich Dir zu. Ich habe es nicht besser verdient, wenn ich mich so vorlaut mit Künstlern anlege. Denn: von "dilettantischen Kritzeleien" hat außer Dir niemand geschrieben, nicht einmal ich. Würde ich auch nicht, nie...
Denn:
cantsin hat geschrieben: Mo 28 Feb, 2022 23:09 [...]Solche Argumente erwartet man am Stammtisch, aber nicht in einem Forum von Bildgestaltern.[...]
Naja, nicht alle "Bildgestalter" hier im Forum sind Künstler (studiert oder nicht) und denken so ...frei?... wie Du. Ich bin einfach nur ein Handwerker, kein Künstler. Und für mich liegen die größten Unterschiede zwischen Beidem darin, dass
  1. ein Künstler zwar sein Handwerk verstehen muss, aber ein Handwerker muss keine Ahnung von Kunst haben, auch wenn es nicht schaden kann.
  2. ein Handwerker in der Regel versucht, den Geschmack der breiten Masse (der zahlenden Kunden) zu finden und treffen und der Künstler im Gegenteil versucht, sich von der breiten Masse abzuheben.
  3. Ein dritter Punkt ist mir eben noch eingefallen: Die meisten Handwerker können gut von ihrem Job leben :)
Mehr sog i net.

Gruß, Andreas
Die einzige Methode, niemals zu scheitern, ist, niemals etwas zu probieren…
Bertrand Piccard



iasi
Beiträge: 30579

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von iasi »

Hayos hat geschrieben: Di 01 Mär, 2022 18:09 @iaai:

Schau dir nochmal diese Formulierung an: "...zeichnete [er] mit wenigen kühnen Strichen einen prachtvollen Hahn."

Das impliziert, dass er die vielen Studien und Übungen nicht gemacht hat, um einen realistischen Hahn zu zeichnen, sondern hinter die "Idee" des Dinges "Hahn" zu kommen und das dann in eine eigene Interpretation zu übertragen.

Mit wenigen Strichen ist es gar nicht möglich einen realistischen Hahn zu zeichnen und gerade in der chinesischen Tuschekunst ist diese Reduktion die hohe Kunst. Das ist für den chinesischen Adressat dieser Geschichte natürlich viel vertrauter, daher sei hier nochmal darauf hingewiesen.
Eine Zeichnung, die nur einen Hahn darstellt soll, ist für mich belanglos.
So etwas kann auch ein Zweijähriger, auch wenn ihm die technische Versiertheit noch etwas fehlt.

Ein Künstler sollte auch etwas zum Ausdruck bringen, das über die Darstellung eines Hahns hinausgeht.

Früher gab es Gerichtszeichner. Sind deren Bilder denn auch Kunst?



Hayos
Beiträge: 339

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von Hayos »

iasi hat geschrieben: Di 01 Mär, 2022 19:02
Eine Zeichnung, die nur einen Hahn darstellt soll, ist für mich belanglos.
So etwas kann auch ein Zweijähriger, auch wenn ihm die technische Versiertheit noch etwas fehlt.

Ein Künstler sollte auch etwas zum Ausdruck bringen, das über die Darstellung eines Hahns hinausgeht.
GENAU das hat doch der Tuschzeichner des Hahns gemacht :D Schau dir doch mal chinesische Tuchezeichnungen an :) Denn es muss eben nicht bedeuten, dass man ein aufweniges Bild zeichnet, sondern kann auch wenigen Strichen realisiert sein. Das war doch der Ausgangspunkt der ganzen Diskussion bzw auch der Kern der chinesischen Geschichte...

iasi hat geschrieben: Di 01 Mär, 2022 19:02 Früher gab es Gerichtszeichner. Sind deren Bilder denn auch Kunst?
Auf jeden Fall. Ich selber zeichne in einem ähnlichen Stil/Art und hab' zufällig letzte Woche Gerichtszeichnen erstmalig ausprobiert. So eine schnelle Zeichnung kann wie gesagt niemals fotografisch abbilden. Daher spielen Erfahrung, Wahrnehmung, gezielte Reduktion, Interpretation, Auslassen , Betonung, Intention des Zeichners ein Rolle, die über ein reines Abbild hinausgeht.
Zuletzt geändert von Hayos am Di 01 Mär, 2022 19:35, insgesamt 1-mal geändert.



pillepalle
Beiträge: 11567

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von pillepalle »

Früher wurden auch Filmplakate noch gemalt ... und Werbung :)

Bild

VG
Es geht doch nichts über ein solides Halbwissen.



Mantas
Beiträge: 1650

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von Mantas »

iasi hat geschrieben: Di 01 Mär, 2022 16:01 Wenn ein Hahn nur ein Hahn ist, dann hat das Bild auch nur den Wert eines Hahns.
ok...



cantsin
Beiträge: 17521

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von cantsin »

In der deutschen (und anderen europäischen) Sprachen hat "Kunst" immer den Beiklang von etwas höherem/besseren ggü. Handwerk und Gestaltung.

In anderen Kulturen (inkl. Ostasien) gibt es den Unterschied Kunst vs. Kunsthandwerk/Gestaltung traditionell gar nicht, in anderen europäischen Ländern (Niederlanden - wo ich lebe -, Schweiz, Skandinavien, in denen Kunsthochschulen hauptsächlich Designhochschulen bzw. Kunstgewerbeschulen sind), auch viel weniger als in Deutschland.

Nur um das klarzustellen: den Unterschied von Kunst, Handwerk und Gestaltung mache ich auch nicht. Ob man nun Picasso ist, Hollywood-DP oder Comiczeichner, das fällt für mich alles unter kreative/künstlerische (und auch handwerkliche) Bildgestaltung und im weitesten Sinne unter Kunst bzw. künstlerische Arbeit.

Daher sehe ich sowohl die reduzierten Pinselstriche von Picasso und Gerichtszeichnern (man sollte übrigens nicht die Zahl der Galeriekünstler unterschätzen, die als Gerichtszeichner ihr Geld verdienen...), als auch die reduzierten Farbpaletten heutiger Kinofilme als künstlerische/gestalterische Verfahren der Reduktion von Ausdrucksmitteln.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



iasi
Beiträge: 30579

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von iasi »

Hayos hat geschrieben: Di 01 Mär, 2022 19:19
iasi hat geschrieben: Di 01 Mär, 2022 19:02
Eine Zeichnung, die nur einen Hahn darstellt soll, ist für mich belanglos.
So etwas kann auch ein Zweijähriger, auch wenn ihm die technische Versiertheit noch etwas fehlt.

Ein Künstler sollte auch etwas zum Ausdruck bringen, das über die Darstellung eines Hahns hinausgeht.
GENAU das hat doch der Tuschzeichner des Hahns gemacht :D Schau dir doch mal chinesische Tuchezeichnungen an :) Denn es muss eben nicht bedeuten, dass man ein aufweniges Bild zeichnet, sondern kann auch wenigen Strichen realisiert sein. Das war doch der Ausgangspunkt der ganzen Diskussion bzw auch der Kern der chinesischen Geschichte...

iasi hat geschrieben: Di 01 Mär, 2022 19:02 Früher gab es Gerichtszeichner. Sind deren Bilder denn auch Kunst?
Auf jeden Fall. Ich selber zeichne in einem ähnlichen Stil/Art und hab' zufällig letzte Woche Gerichtszeichnen erstmalig ausprobiert. So eine schnelle Zeichnung kann wie gesagt niemals fotografisch abbilden. Daher spielen Erfahrung, Wahrnehmung, gezielte Reduktion, Interpretation, Auslassen , Betonung, Intention des Zeichners ein Rolle, die über ein reines Abbild hinausgeht.
Auch eine fotografische Abbildung kann über das reine Darstellen hinausgehen - sollte es auch.

Das zielgerichtete Verfolgen einer Intention ist für mich die Basis von Kunst.
Die Nutzung der Gestaltungsmittel muss immer ganz bewußt einem Ziel dienen.

Das Grading muss der Aussage des Films dienen.
Nur einem Trend zu folgen oder das Gelernte anzuwenden, reicht nicht.



tom
Administrator
Administrator
Beiträge: 1568

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von tom »

Eine weitere These über den Ursprung des neuen Looks kommt vom Regisseur und Filmproduzenten Felix Maxim Eller (von unserer Facebook-Seite):
Der eher Farblose Look aktueller Serien und Filme, der im Artikel mit dem Bleach-Bypass unglücklicherweise in einen Topf geworfen wird ist eine Technische Sache: Consumer schauen auf den unterschiedlichen Monitoren - Handy, LCD, OLED, Kino - und nun wird eben oft auch noch auf HDR gemastert. Damit letzteres auch bedient wird fällt der Kontrast im Grade so niedrig aus und sieht leider auf vielen anderen Geräten sehr blass aus.

Mich persönlich stört auch enorm, das heute düstere Szenen so dunkel gegraded werden, dass sie zwar auf OLED und HDR gut aussehen, aber auf jedem anderen TV nicht mehr zu erkennen sind. Die Komprimierung der Filmdatein durch die Streamer hilft dem auch nicht gerade.
slashCAM



Frank Glencairn
Beiträge: 26509

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von Frank Glencairn »

tom hat geschrieben: Mi 02 Mär, 2022 13:00 Damit letzteres auch bedient wird fällt der Kontrast im Grade so niedrig aus und sieht leider auf vielen anderen Geräten sehr blass aus.

Mich persönlich stört auch enorm, das heute düstere Szenen so dunkel gegraded werden, dass sie zwar auf OLED und HDR gut aussehen, aber auf jedem anderen TV nicht mehr zu erkennen sind. Die Komprimierung der Filmdatein durch die Streamer hilft dem auch nicht gerade.

Der Mann hat ganz offensichtlich keine Ahnung von HDR und Komprimierung.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



cantsin
Beiträge: 17521

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von cantsin »

Was allerdings stimmt, ist, dass bei entsättigten Bildern die Bildqualitätsunterschiede der Projektion bzw. des Displaymediums stärker sichtbar werden.

Bunt kann jede Anzeige. Wenn sich ein Bild jedoch in einer engen Farbpalette bewegt und darin mit subtilen Gradationen arbeitet, sieht das z.B. in DCP-Kinoprojektion oder als 10bit-HDR auf einem OLED-TV auch sichtbar besser aus als auf einem durchschnittlichen oder schlechten Display.

Insofern ist der aktuelle "Schlamm"-Look schon richtig fürs Kino, bzw. ein Look, der im Kino besser funktioniert und dadurch u.U. auch den Kauf einer Kinokarte ggü. einem Videostream rechtfertigt...
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



Frank Glencairn
Beiträge: 26509

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von Frank Glencairn »

Nicht umsonst gibt es deshalb ja auch für's Kino ein anderes Grading als für andere Medien.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



Darth Schneider
Beiträge: 27853

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von Darth Schneider »

Warum eigentlich ? Wegen der Grösse ?
Machen die das denn auch konsequent so ? Den Film gleich zwei mal graden ?

Also ich finde die meiste Filme sehen doch mittlerweile eigentlich toll aus auch auf der Glotze…
Und klar wer jetzt so ein dunkles Drama mitten am sonnigen Nachmittag im hellen Zimmer schaut ist selber schuld…;)
Nun gut zu Geld sparen sollte man beim TV Kauf dann halt ev auch nicht.
Gruss Boris
In Krisenzeiten suchen intelligente Menschen nach Lösungen, während Dummköpfe nach Schuldigen suchen (Loriot).



iasi
Beiträge: 30579

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von iasi »

Man kann einen Film kühler graden und im Kino adaptiert sich Auge und Wahrnehmung dann eben auf das Bild auf der Leinwand.
In einem Wohnzimmer mit warmweißen Leuchtmitteln wird die Adaption auf das Bild auf dem Bildschirm dann eben eine ganz andere sein.
Weiß ist für uns eben immer Weiß - ganz egal mit welcher Farbtemperatur das weiße Blatt beleuchtet wird. Mischlicht nehmen wir jedoch sehr stark wahr.



Frank Glencairn
Beiträge: 26509

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von Frank Glencairn »

Darth Schneider hat geschrieben: Mi 02 Mär, 2022 16:12 Warum eigentlich ? Wegen der Grösse ?
Machen die das denn auch konsequent so ? Den Film gleich zwei mal graden ?

Also ich finde die meiste Filme sehen doch mittlerweile eigentlich toll aus auch auf der Glotze…
Und klar wer jetzt so ein dunkles Drama mitten am sonnigen Nachmittag im hellen Zimmer schaut ist selber schuld…;)
Nun gut zu Geld sparen sollte man beim TV Kauf dann halt ev auch nicht.
Gruss Boris
^

Weil verschiedene Farbräume und Specs

Kino:
48 nits, P3, DCI, white Gamma 2.6 - 12 bit
48 nits, P3, D65, Gamma 2.6 - 12 bit
48 nits, P3, D60, Gamma 2.6 - 12 bit
108 nits, P3, D65, ST. 2084 (HDR Dolby Cinema) - 12 bit

TV SDR 100 nits, rec 709, Gamma 2.4 - 8 bit

TV HDR: nochmal 4 verschiedene Standards

Und das sieht auch auf ner teuren Glotze nur gut aus, wenn es auch für die Glatze gegraded wurde,
und nicht für's Kino - mit 48 nits hättest du auf der teuren HDR Glotze wohl wenig Freude.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



iasi
Beiträge: 30579

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von iasi »



hellcow
Beiträge: 169

Re: Neuer Trendlook: Warum sind so viele Hollywood-Filme so farblos?

Beitrag von hellcow »

wollte es nicht wahr haben und habe gestern mit der neuen Dexter Serie begonnen, phu man könnte sagen es passt zur Umgebung aber die meiste Zeit sieht es nach kaputter Beamer-Lampe (der im Stromsparmodus läuft) aus. Da waren die Ersten Staffeln im Vergleich echt feelgood Modus.
- mehr hass -



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