Postproduktion allgemein Forum



Videodigitalisierung



Fragen rund um die Nachbearbeitung, Videoschnitt, Export, etc. (div. Software)
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freichde
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Videodigitalisierung

Beitrag von freichde » So 12 Mai, 2019 00:11

Hallo zusammen,

da ich hier schon einiges gelesen habe, auch nochmal von mir ein paar Fragen zum Thema.

Ausgangssituation:
Ich habe VHS- und Video8 Kassetten.
Die Original-Kamera sowie der damals verwendete VHS-Recorder, mit dem viele Video8 Tapes auf VHS-Kopiert wurden gibt es leider nicht mehr.
Leider sind die kopierten Videos auch nicht mehr auf Video8 vorhanden, die Bänder wurden öfter verwendet. (Nicht meine Schuld...)

Ich habe mir vor langer Zeit (~10 Jahre) einen Sony EVS-850PS zum digitalisieren gekauft, die Kamera damals war auch von Sony, das Modell kenne ich nicht mehr.
Der Recorder war kurz drauf auch defekt, daher habe ich noch einen defekten ersteigert und aus zwei einen gemacht (Laufwerk umgebaut).
Die Qualitat mit den billigen USB-Grappern sowie einfachen Win-TV Karten war unterirdisch, Sync-Probleme und unscharfes, matschiges Bild.

Also habe ich mir letztes Jahr einen Canopus ADVC-300 bestellt und mir dieses Jahr noch einen fast unbenutzten Panasonic NV-FS200 für VHS zugelegt.
Die Digitalisierung mache ich per PC (i7, 24GB Triple-Channel DDR3 RAM und SSD-Raid / Windows 7Pro,x64) mittels VirtualDub 1.10.4 ins AVI-Format (ca 53GB pro 4 Std VHS im SP)
Auf dem Rechner befinden sich nur Videosoftware, Treiber und aktuelle Updates, habe diesen nur zum digitalisieren, hängt nur zum Updaten im Netzwerk...

Den Panasonic Recorder habe ich dazu per S-Video direkt am Canopus angeschlossen und Audio per Chinch.
Bzw. den Sony per vergoldetem Scart-Kabel (kein billiger Scart-Adapter) über Composite am Canopus.
Die Geräte stehen mit etwas Abstand vom PC entfernt um Störungen durch den PC zu vermeiden, Das FireWire-Kabel ist ca. 1 Meter lang.
Während der digitalisierung haben auch Handys usw. etwas abstand zu den Playern :)

Ich reinige beide Recorder in regelmässigen Abständen per Hand (Alkohol)

Die Videoqualität ist auch bei schnellen Bewegungen richtig gut und auch nach 4 Std. noch voll synchron. Und vorallem für das alter relativ scharf.

Meine Fragen(n):
Was meint ihr? Der Sony EV-S850PS bietet eine Edit-Funktion, dadurch werden die Farben stärker. Das Bild ist mit und auch ohne Edit scharf. (Schärferegler auf Mitte)
Soll ich zum digitalisieren diese Funktion ein- oder ausschalten, was ist hier natürlicher bzw. bietet Vorteile?

Beim Panasonic NV-FS200 nutze ich beim digitalisieren immer die TBC-Funktion (TimeBaseCorrection) das Bild wird dadurch sichtbar stabiler aber etwas dunkler.
Zudem habe ich am Panasonic immer den Noise-Filter auf ON (nicht EDIT-ON)
Macht das Sinn? Oder wie soll verfahren werden?

Welchen Videocodec soll ich nutzen? Ist das AVI von VirtualDUB okay? Oder gibt es hier bessere Formate? AVI ist eben unkomprimiert und somit für Archiv usw. sehr gut geeignet.
Ich habe auch entgegen anderer Behauptungen keinerlei Dropouts bzw. Syncprobleme mit VirtualDUB (ausser das Tape ist extrem schlecht, dann kann es an den stellen, wo das Bild durchläuft auch mal zu einem Drop kommen)

Als Videoschnittsoftware nutze ich MAGIX-Video deluxe Premium (mit dieser speziellen Schnitttastatur) habe noch nicht auf 2019 geupdatet. Und exportiere dort dann in DV-AVI bzw. AVI (was sichtlich keinen unterschied macht, sich aber in der Dateigrösse bemerkbar macht)

Kann ich an obrigem Setup noch etwas verbessern/verfeinern?
Welches Format würdet ihr mir zur "Langzeitarchivierung" auf M-Disc BD empfehlen? AVI oder doch etwas anderes? Muss kein BD-Format und Speicherkosten sollten erstmal nebensächlich sein.
Für den täglichen Gebrauch werde ich mkvs erstellen (Software: HandBrake) und auf dem NAS ablegen (wird auch an externen Standort gesynct) aber möchte auch einen "Master" offline haben.

Ich freue mich auf Ideen und weitere Tipps, bei fragen bitte fragen. :)

Grüsse
fr




Jott
Beiträge: 15409

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von Jott » So 12 Mai, 2019 05:41

„Welchen Videocodec soll ich nutzen? Ist das AVI von VirtualDUB okay? Oder gibt es hier bessere Formate? AVI ist eben unkomprimiert und somit für Archiv usw. sehr gut geeignet.“

Das ist alles andere als unkomprimiert, was du da aufnimmst. Du nutzt den deutlich komprimierenden DV-Codec, was anderes kommt ja auch nicht über FireWire. Passt auch zu deiner Datenmenge (rund 12 GB pro Stunde).

Puristen mögen die Nase rümpfen, aber DV ist dennoch viel besser als das Ausgangsmaterial, das passt schon. Siehst du ja.

Bei weiteren Kopieraktionen pass auf, dass du mit dem Interlacing richtig umgehst (bzw. dem De-Interlacing), da kann man viel falsch machen. VHS war interlaced. Lies dich zu dem Thema mal ein. Ich würde die DV-Files auf jeden Fall als Basisarchiv behalten, so wie sie im Rechner ankamen (auf Festplatten).

Langzeit? Will gut geplant sein. VHS-Bänder waren langlebig, heute Optionen sind‘s nicht mehr. Eine mehrgleisige Strategie ist unumgänglich, wenn‘s für eine spätere Generation sein soll.




Darth Schneider
Beiträge: 2956

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von Darth Schneider » So 12 Mai, 2019 07:35

Das stimmt aber so nicht ganz, ich habe CDs die sind über 30 Jahre alt und die spielen die Musik immer noch tip top ab.
Die alten VHS, SVHS und Hi8 Bänder spielen zwar die Filme zum Teil noch ab, aber man sieht kaum mehr etwas. Die Schicht auf dem weichen Video Band löst sich scheinbar schneller auf als die Schicht auf den CDs.
Bei den alten aber doch sehr viel neueren MiniDv Bändern fängt das leider jetzt schon an schlechter zu werden....
DGruss Boris
„Nothing travels faster than the speed of light, with the possible exception of bad news, which obeys its own special laws.“
Douglas Adams




Jott
Beiträge: 15409

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von Jott » So 12 Mai, 2019 10:19

Bei richtiger Lagerung stimmt das schon. Nur Bändern im feuchten Keller und/oder als wilder Haufen in Kartons (nicht aufrecht, nicht zurück gespult) geht's an den Kragen. Aber darum kümmert sich halt keiner. Kümmert man sich, geht's viele Jahrzehnte lang gut. So lange Abspielgeräte vorhanden sind.

Selbst gebrannte CDs/DVDs halten auch recht lange, aber ebenfalls nur beim pingeligen Beachten diverser Regeln (keine Aufkleber, keine falschen Stifte zur Beschichtung, kein Licht, immer in Plastik-Klapphülle bla bla - aber auch darum kümmert sich kaum jemand. Ohne Sorgfalt kann schon nach 5 Jahren Schluss sein. Und gibt es in zwanzig Jahren noch Laufwerke dafür? Und wählt man irgend einen exotischen Codec, nur weil ihn irgendjemand in einem Forum empfiehlt, kann man früher oder später gepflegt ins Unglück laufen.

Festplatten laufen gerne nicht mehr an, wenn sie ein paar Jahre lang rumgelegen haben. Auch hier die Codec-Gefahr.

Eine Strategie aussuchen, die Medien im Jahresrhythmus prüfen und zusätzlich einen Cloud-Service von einem Anbieter vollpumpen, dessen Pleite sehr unwahrscheinlich ist.
Dann hat die Nachwelt eine Chance, die Sachen zu sehen. Die Cassetten würde ich zusätzlich aufheben, für alle Fälle.

Am sichersten war die Super 8-Filmsammlung im geflochteten Weidenkörbchen bei Opa auf dem Dachboden, aber diese Zeiten sind vorbei.




freichde
Beiträge: 10

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von freichde » So 12 Mai, 2019 10:38

Vielen Dank euch beiden.
Ich bin auch davon ausgegangen, das AVI und DV-AVI unterschiedlich sind. Aber Qualitätsmässig hats keinen Unterschied gemacht.
Klar, wenns schon nur als DV ankommt...
Also ist das klassische DV ausreichend, mehr geht eh nicht und die Tapes sind sowieso nicht besser.

Was hat das mit Puristen zu tun? Die mögen auch vergoldete Lautsprecherkabel oder goldene HDMI-Kabel. Beim analogen Video kanns Sinn machen wegen der Übergangswiderstände bei digitalen Verbindungen aber eher weniger.
Oder gibt es einen besseren Codec? In Bezug auf Dateigrösse/Geschwindigkeit, den man zum capturen nutzen soll?
Derzeit habe ich das Format "wie es kommt" daran kann man ja erstmal nichts ändern. Genauso auch bei der digitalen Videokamera, die nimmt erstmal im Sony HD-Format auf, das wäre dann "das" Format, umwandeln bringt doch auch hier dann keine Vorteile (eher Nachteile) oder?

Sind denn die Settings an den Wiedergabegeräten (Edit, TBC) okay oder würdet ihr das anders machen?

Am Canopus gibts ja auch einige Einstellmöglichkeiten, was sind eure bevorzugten?
Ich habe es so eingestellt:

SW1
1. PHY Speed: S400
2. Update Mode: Normal
3. Locked Audio Mode: Locked
4. Audio Mode: 48KHz_16bit
5. NTSC Setup Level: 0 IRE
6. Video Format: PAL
7. Standby: Disabled
8. Operation Mode: Unit

SW2
1. Video Audio Adjust Mode: Normal
2. CHROMA FILTER: 2.0MHz
3. Component Level: SMPTE
4. ASPECT RATIO ENABLE: Disable
5. ASPECT RATIO SELECT: 4:3 Letter Box
6. Reserve
7. Reserve
8. Video Sync Mode: External Sync

Was bewirkt hier der interne bzw. externe Sync?
Kann man hier noch was verbessern (neutral schalten?)

Die M-Discs sind ja extra dafür gemacht. (Lt. Hersteller 1000 Jahre. Wenn sie 50 halten ist das schon okay) man sollte die Medien eben hin und wieder mal testen. Ich hatte bisher noch keinen Datenverlusst wegen defekter DVDs bzw. CDs. Am besten zwei verschiedene Medien-Hersteller nutzen und alle paar Jahre mal kopieren.
Und wenn irgendwann AVI nicht mehr unterstützt wird gibt es in der Zeit wahrscheinlich beide Codecs. Dann muss man sowieso umwandeln und neu sichern...

Bin gespannt (:




Bruno Peter
Beiträge: 3582

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von Bruno Peter » So 12 Mai, 2019 11:38

Jott hat geschrieben:
So 12 Mai, 2019 05:41
Bei weiteren Kopieraktionen pass auf, dass du mit dem Interlacing richtig umgehst (bzw. dem De-Interlacing), da kann man viel falsch machen. VHS war interlaced. Lies dich zu dem Thema mal ein. Ich würde die DV-Files auf jeden Fall als Basisarchiv behalten, so wie sie im Rechner ankamen (auf Festplatten).
Der Farbraum der Band-Videos interessiert Euch nicht?
** S8-Hobbyfilmer seit 1970, Video seit 1988, Schmalfilmdigitalisierer seit 2007 **
http://www.videoundbild.de/




Jott
Beiträge: 15409

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von Jott » So 12 Mai, 2019 11:47

freichde hat geschrieben:
So 12 Mai, 2019 10:38
Und wenn irgendwann AVI nicht mehr unterstützt wird gibt es in der Zeit wahrscheinlich beide Codecs.
AVI ist kein Codec, nur eine (aussterbende) Hülle für Codecs aller Art. Drin steckt bei dir DV, das ist der Codec. Da auch heute noch Kameras mit diesem Codec an Bord hergestellt werden, wird der noch sehr lange von gängiger Software abspielbar bleiben.




freichde
Beiträge: 10

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von freichde » So 12 Mai, 2019 12:10

@Bruno
Was kann ich denn am Farbraum verbessern? Standard PAL?

@Jott
Okay, dann ist ja bisher alles richtig gelaufen...




Bruno Peter
Beiträge: 3582

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von Bruno Peter » So 12 Mai, 2019 12:19

freichde hat geschrieben:
So 12 Mai, 2019 12:10
@Bruno
Was kann ich denn am Farbraum verbessern? Standard PAL?

Wenn Dir der Farbraum nicht bekannt ist, kannst Du nichts verbessern.
** S8-Hobbyfilmer seit 1970, Video seit 1988, Schmalfilmdigitalisierer seit 2007 **
http://www.videoundbild.de/




freichde
Beiträge: 10

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von freichde » So 12 Mai, 2019 12:25

Kann ich den Herausfinden?
Video 8 SP/LP
VHS meist SP
hat das was mit dem Tape zu tun oder eher mit der damaligen Kamera?
Was passiert beim umkopieren?
Kann ich z.B. ein Testbild auf eine leere Bandstelle aufnehmen und dies dann auslesen/vergleichen?




freichde
Beiträge: 10

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von freichde » So 12 Mai, 2019 13:53

Hat zufällig jemand die BDA vom Sony EVS-850PS
oder kann mir sagen, was die Taste mit der Bezeichnung "PFS" bewirkt?




Bruno Peter
Beiträge: 3582

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von Bruno Peter » Mo 13 Mai, 2019 08:15

freichde hat geschrieben:
So 12 Mai, 2019 12:25
Kann ich den Herausfinden?
Video 8 SP/LP
VHS meist SP
hat das was mit dem Tape zu tun oder eher mit der damaligen Kamera?
Was passiert beim umkopieren?
Kann ich z.B. ein Testbild auf eine leere Bandstelle aufnehmen und dies dann auslesen/vergleichen?
Das 4:2:2 Abtastverfahren war der Standard für das analoge PAL-System und für digitale Videosignale nach ITU-R BT 601.
In EDIUS wird nach der Digitalisierung von Videobänder dieser Farbraum als Eigenschaft des Videos angezeigt!
Man kann mit der "Primären Farbkorrektur" in EDIUS diesen Farbraum in den heutigen aktuellen 8bit - BT 709 Farbraum für
die jetzt vorhandenen TV-Wiedergabegeräte überführen.
** S8-Hobbyfilmer seit 1970, Video seit 1988, Schmalfilmdigitalisierer seit 2007 **
http://www.videoundbild.de/




freichde
Beiträge: 10

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von freichde » Di 14 Mai, 2019 20:17

Hallo und Danke,
ich habe allerdings die Software EDIUS nicht.
Daher wäre es gut zu wissen, welche Einstellungen ich bei VirtualDUB am besten setze.
Wie gesagt, es handelt sich lediglich um VHS und Video8 Signale.
Mir gehts nur um zwei Sachen, wie bekomme ich es am besten digitalisiert, mit der vorhandenen Hardware und wie sollte ich es danach am besten Komprimieren.
4K usw. spielt keine Rolle, A) ist das PAL dafür sowieso zu schlecht und B) habe ich höchstens full HD am Monitor.
Ich möchte nur nichts kaputt komprimieren, Speicherplatz ist egal, kost' ja nix.
Das DV Format ist soweit auch ganz gut, denke dabei bleibe ich.
Bleiben nur noch die Settings am Player selbst. EDIT ja oder nein, TBC eindeutig ja.
Oder hat noch jemand Einwände? (:




Skeptiker
Beiträge: 4806

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von Skeptiker » Di 14 Mai, 2019 21:16

freichde hat geschrieben:
Di 14 Mai, 2019 20:17
...
Ich möchte nur nichts kaputt komprimieren, Speicherplatz ist egal, kost' ja nix.
Das DV Format ist soweit auch ganz gut, denke dabei bleibe ich.
Bleiben nur noch die Settings am Player selbst. EDIT ja oder nein, TBC eindeutig ja.
Oder hat noch jemand Einwände? (:
DV ist ok, wenn Du DV capturen willst. Und auch für den Schnitt ist es optimal (Einzelbild-kodiert).
Ansonsten wäre unkomprimiert auch eine Möglichkeit (bzw. verlustlos ca. 2:1 komprimiert).

Wenn Du die fertigen Ergebnisse verteilen möchtest oder auch am TV ansehen, dann wäre das MP4-Format mit H.264 als Codec (und aac für den Ton) die universellere Wahl (geht auch nachträglich ab DV-Quelle oder unkomprimiertem Video). Das müsste sich eigentlich fast überall abspielen lassen.

Und mit einer Datenrate von etwa 3000 Kbit/s (für 25 Bilder/Sek.) sollte sich für PAL 720x576 (mit quadratischen MP4-Pixeln eher 768x576 entsprechend 4:3) eine gute Qualität erzielen lassen.

Bei meinem FS200 ging ich fürs Überspielen stets auf EDIT - das Bild wird zwar körniger, aber auch schärfer, und die Farben sind kräftiger. Ob der Farbversatz nach unten damit auch kleiner ist, weiss ich nicht mehr.
Der Entrauschungs-Filter war normalerweise ausgeschaltet.

Aber es ist letztlich Geschmackssache was man bevorzugt: Möglichst rauschfrei, aber etwas verwaschen oder möglichst klar, aber etwas körnig.




freichde
Beiträge: 10

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von freichde » Di 14 Mai, 2019 22:23

@Skeptiker
das war mal ne brauchbare Antwort!
Danke für die Tipps.
Beim FS200 hab ich bisher Edit ausgelassen aber den Filter eingeschaltet.
Edit hatte ich nur beim Sony Video8 genutzt.
Ich denke mal, die Geräte sind top, wenns damit nix wird kann mans eh vergessen.
Die Ergebnisse sind schon top bisher, wolltr nur nochmal sicher gehen, nicht das man jetzt ne Menge Fehler mitsichert und irgendwann, wenn die originalen dann ganz hinüber sind ärgert man sich...
Ich behalte die Originalen sowieso mal im Schrank, da standen sie die letzten teils 30 Jahre (wenig genutzt, nie umgespult... teilweise nicht zurückgespult sondern irgendwo in der mitte...) aber man merkt an der Qualität vom Bild her wenig verschleiss.
Mit optimierter Lagerung sollte das nochmal etwas halten. Trotzdem sicher ich die jetzt erstmal weg...
Verstehe die Farbräume noch nicht ganz 4:2:2 usw.
Bringt denn unkomprimiertes Capturen was, wenn der Canopus sowieso nur DV ausgibt? Ich denke nicht...
Klar, würde erstmal dv capturen zwecks Schnitt und Backup, umwandeln geht ja dann immernoch. (Schlechter machen geht ja immer nur besser ist so ne Sache)
Okay, also 3000kbut/s, das kommt ja schon fast ans DV ran. Aber damit kann man ja spielen... Nur hab ich max ein 40" HD Ready Gerät zum testen, bin kein TV konsument. Falls es dann irgendwann doch mal was besseres gibt müsste man halt schauen ob man die Videos angepasst bekommt...

Genau das ist nun die Frage, alles doppelt kopieren macht ja auch keinen Sinn um einmal verwaschen und einmal körnig zu haben... ich habe die Settings auf Mittel, sollte ja Neutral sein.
Und wirklich scharf ist da ja auch nix. Wie gesagt, die Video8 wurden damals per Antennenadapter auf VHS kopiert, das war vor meiner Zeit bzw. ich war zu klein was daran zu ändern.
Jetzt muss man halt das beste rausholen.




Skeptiker
Beiträge: 4806

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von Skeptiker » Di 14 Mai, 2019 22:38

freichde hat geschrieben:
Di 14 Mai, 2019 22:23
Verstehe die Farbräume noch nicht ganz 4:2:2 usw.
Ich leider auch zu wenig.
Aber wenn Du DV capturest (als AVI), hast Du 4:2:0 (für PAL / 50Hz).


freichde hat geschrieben:
Di 14 Mai, 2019 22:23
Bringt denn unkomprimiertes Capturen was, wenn der Canopus sowieso nur DV ausgibt? Ich denke nicht...
Nein!


freichde hat geschrieben:
Di 14 Mai, 2019 22:23
Okay, also 3000kbut/s, das kommt ja schon fast ans DV ran.
Da bist Du in der Grössenordnung verrutscht!

3000 Kbit/s sind ja nur 375 KByte/s (3000:8).
DV hat inkl. Ton etwa 13 Gigabyte/Stunde, das sind 13'000 Megabyte/h oder 3.6 MByte/s (13'000:3600).
Also 3600 KByte/s - fast 10x mehr.

Ich würde DV archivieren - das kannst Du immer noch gut bearbeiten und, falls gewünscht, Ausgewähltes auch als MP4/H.264 ausgeben.


freichde hat geschrieben:
Di 14 Mai, 2019 22:23
Nur hab ich max ein 40" HD Ready Gerät zum testen, bin kein TV konsument. Falls es dann irgendwann doch mal was besseres gibt müsste man halt schauen ob man die Videos angepasst bekommt......
Da gibt's vermutlich nicht viel anzupassen - das Bild wird einfach noch mehr aufgeblasen!

Ich bin übrigens noch bei 32 Zoll 'HD ready' und ebenfalls kein grosser TV-Konsument (mehr)! ;-)


freichde hat geschrieben:
Di 14 Mai, 2019 22:23
ich habe die Settings auf Mittel, sollte ja Neutral sein. ...
Warum nicht!
Generell würde ich einfach den eigenen Augen vertrauen - was sieht am besten aus (evtl. mit Vergleich von Computer zu TV)?




freichde
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Re: Videodigitalisierung

Beitrag von freichde » Di 14 Mai, 2019 23:04

Okay, dann sind wir schon zu zweit :D
Vielleicht kanns ja jemand erklären (:

Dachte ich mir, das es nix bringt...

Aaarghhh, immer wieder das gleiche. Macht natürlich Sinn... Passiert mir jedesmal, muss echt mal dran denken :D

Das war auch meine Idee, das DV zu archivieren, auf ne M-Disc und auf Platte, hab ein relativ grosses NAS was auch auf ein zweites an externem Standort gesynct wird. (1:1) und fahre zumindest auf beiden Standorten Raid5. Und wichtige Daten liegen noch auf wechselnden USB Platten, die QNAPs haben ja Backupplaner auf USB.
Das hier was wegkommt ist eher unwahrscheinlich, zumal ja hin und wieder die Platten gegen grössere oder auch das ganze NAS gegen ein schnelleres getauscht wird (letzteres eher sehr selten da ja alles zweimal gemacht werden muss)
M-Disc sehe ich nur als absolutes offline Backup, hab mit diesen Rolingen noch keine praktische Erfahrung (nur theoretische)

Naja stimmt, die ganz wichtigen Sachen könnte man auch zweimal machen...
Du meinst den TV als 2. Monitor am PC, kurze Ausschnitte capturen und dann mal auf beiden Monitoren anschauen... lässt sich einrichten, bin da komplett flexibel... Allerdings wäre mir ein FHD TV zum testen lieber... Mal sehn was es da so gibt.

Mit welcher Hardware ausser dem FS200 hast du denn digitalisiert?




Skeptiker
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Re: Videodigitalisierung

Beitrag von Skeptiker » Di 14 Mai, 2019 23:16

freichde hat geschrieben:
Di 14 Mai, 2019 23:04

... Naja stimmt, die ganz wichtigen Sachen könnte man auch zweimal machen...
Du meinst den TV als 2. Monitor am PC, kurze Ausschnitte capturen und dann mal auf beiden Monitoren anschauen... lässt sich einrichten, bin da komplett flexibel...
Das ist zu umständlich.
Ich hatte angenommen, Du könntest mit so einem DV-Video unkompliziert in Dein TV-Gerät gehen - aber das stimmt natürlich nicht und zeigt deutlich, dass DV eben nicht besonders abspielfreundlich ist - es geht eigentlich nur am (Heim-)Computer/Notebook oder mit einer DV-Kamera.
Ein Umweg wäre die Umwandlung eines kurzen DV-Clips nach MP4/H.264 und dann per USB-Stick in Dein TV-Gerät (das hoffentlich einen USB-Anschluss hat und MP4 abspielen kann).

freichde hat geschrieben:
Di 14 Mai, 2019 23:04
... Allerdings wäre mir ein FHD TV zum testen lieber... Mal sehn was es da so gibt.
Wie oben beschrieben, wäre das auch die Methode, um mit USB-Stick ausgerüstet mal in einen Media-Markt zu gehen und das in MP4 umgewandelte AVI/DV auf einem HD- oder sogar UHD-TV anzusehen (vermutlich kein beglückendes Erlebnis).

freichde hat geschrieben:
Di 14 Mai, 2019 23:04
Mit welcher Hardware ausser dem FS200 hast du denn digitalisiert?
Früher auch noch Hi8 mit einem Sony-Abspieler. Und Canopus ADVC 100.




freichde
Beiträge: 10

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von freichde » Di 14 Mai, 2019 23:26

Leider weder USB noch mp4 tauglich, höchstens über den BD Player.
Hab doch gesagt, TV bin ich eher steinzeitlich da ich das eh nicht nutze :D

Das wäre mal ne Idee, dann mach ich mal mehrere Clips in versch. Qualitätsstufen und Capture Einstellungen und teste das mal auf so nem Display. Das beste wird dann das Default.

HI8 hab ich auch ne Handvoll Tapes aber mein Player kann die nicht, nur verwaschenes Schwarz-/Weiss Bild. Hab aber davon noch die Kamera und ja, sie tut noch... Zum Glück.




Skeptiker
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Re: Videodigitalisierung

Beitrag von Skeptiker » Di 14 Mai, 2019 23:34

Na dann viel Erfolg mit Deinen Bild-Tests!

Daran denken, dass PAL DV 720:576 = 5:4 ist (nicht-quadratisches Pixel-Seitenverhältnis), aber am TV seitlich etwas gestreckt wird auf 4:3.

Wenn Du ins MP4-Format wechselst (mit H.264 als Codec), dann musst Du evtl. manuell auf ein Ausgabeformat von 768 zu 576 wechseln (diesmal sind es quadratische Pixel), damit das Format-Seitenverhältnis von 4:3 stimmt (wenn nicht, erkennst Du es an hoch-ovalen Kreisen oder zu schmalen Köpfen).




freichde
Beiträge: 10

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von freichde » Di 14 Mai, 2019 23:52

Dankeschön!
Ich berichte dann, wenns soweit ist. Muss ja zwischendurch auch etwas arbeiten ;D
Gut das ich hier nochmal gefragt habe, gibt ja doch noch einiges Softwareseitig zu beachten...

Eine Frage noch:
Video8, TV aufzeichnung von nem Konzert, bei Video8 war der Ton ja PCM, die Qualität ist genial.
Hab das Video mit Edit digitalisiert und lasse es nebenbei aufme Laptop als DV Video laufen, die Farben sind extrem, ich finde teilweise übersteuert. Sollte man in dem Fall also Edit doch aus lassen? Eine Allgemeine Antwort gibts da wohl nicht, muss man wohl von Band zu Band entscheiden?
Könnte aber wie gesagt auch am umgebauten Video8 Player liegen, das waren damals zwei verschiedene Revisionen, teilweise Platinen umgebaut usw. Ansich läuft der aber wie gestern hergestellt, keine aussetzer, alte Kameraufnahmen glasklar, egal ob SP oder LP auch mit Edit aktiv.
Oder liegts an der TV aufnahme, werde mal eine machen und das nochmal testen.

Hat zufällig jemand, der hier liest nen Testbildgenerator günstig abzugeben?
Der Canopus kann das Farbbalkensignal ausgeben aber das ist etwas zu wenig. Dann könnte ich meine Hardware noch etwas justieren...




Skeptiker
Beiträge: 4806

Re: Videodigitalisierung

Beitrag von Skeptiker » Mi 15 Mai, 2019 07:32

freichde hat geschrieben:
Di 14 Mai, 2019 23:52
... Hab das Video mit Edit digitalisiert und lasse es nebenbei aufme Laptop als DV Video laufen, die Farben sind extrem, ich finde teilweise übersteuert. Sollte man in dem Fall also Edit doch aus lassen? Eine Allgemeine Antwort gibts da wohl nicht, muss man wohl von Band zu Band entscheiden?
Hmmm ...

Evtl. kann da auch ein falsches Filmgamma eine Rolle spielen (evtl. in der Capture-Vorschau, evtl. am Software-Player (mal einen anderen probieren!), evtl. am Monitor, vielleicht schon in der Aufnahme).
https://de.wikipedia.org/wiki/Gammakorrektur

Ein allgemeines Problem oder nur bei bestimmten Aufnahmen?

Wenn möglich, so ein zu extremes Video auch mal am TV prüfen (statt nur am Computer).

Ansonsten, wenn's hilft: EDIT abschalten beim Überspielen!

PS:
Noch eine Bemerkung zum Bildrauschen, wenn der FS200 zum Überspielen auf EDIT steht und mit DV gecapturet wird:
Bei Codec-Wechsel auf H.264 (Exportieren im MP4-Format) wird das Bild wieder etwas entrauscht und geglättet. Am besten mal ausprobieren und vergleichen!

Zum Ton: Zu MP4 passt .aac als Audio-Codec. Dort würde ich mindestens 128 Kbit/s als Datenrate wählen und max. 320 Kbit/s (womit Du hoffentlich einen Grossteil der unkomprimierten PCM-Qualität von DV-Audio bewahren kannst). Die Samplingfrequenz (Abstastrate) für Video-Audio ist jeweils 48 kHz, nicht 44.1 (CD).




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YGT - Sinking Ship

Computergenerierte Visuals mit ziemlich analog anmutendem Reiz, was sicher auch an der gezeigten Welt liegt, die sehr an Fantasy-Vorstellungen mit surrealen Einschlägen erinnert -- ein paar Infos zur Entstehung hier.