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TV ist quasi tot



Anschluss eines Videorecorders, Fragen zu TV-Karten, DVB-T, einem PC fürs eigene Mediacenter, ...
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Darth Schneider
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Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Darth Schneider » Di 07 Aug, 2018 18:21

Eigentlich ganz genau so wie du schreibst ist es, denke ich.
Mich nervt dieser wir werden von den Medien kontrolliert und manipuliert Schrott, schliesslich haben sicher die meisten Menschen ein normales menschliches Gehirn, und ähnliche Wünsche und Träume und Ziele. Mit diesem Prozent das sich wirklich daneben verhält sollten wir schon fertig werden, wenn wir am gleichen Strick ziehen würden, eigentlich hapert es nur an den Details.
Wir sind zu verwöhnt, wir haben zu viel Zeit um nachzudenken und machen Probleme wo keine sind, oder wir denken über solche nach die wir NIE lösen können.

Gruss Boris und einen hoffentlich bald wieder mal etwas cooleren Abend.




Axel
Beiträge: 12162

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Axel » Di 07 Aug, 2018 18:46

Erzähle mir deine persönliche Verschwörungstheorie, und ich deute daraus deine Weltanschauung. Die meisten laufen auf "ich bin klein, mein Herz ist rein" hinaus und sind darum ein Zeichen für Selbsttäuschung. Eine Projektion dessen, was aus den eigenen kleinen Intrigen auf die große weite Welt geschlossen werden kann. Kindisch, aber nicht kindlich-niedlich, sondern eher banal und gleichzeitig monströs.

Es wird kein Held kommen, der die Welt rettet. Wer hofft, dass die Regierungen von sich aus alles noch rechtzeitig revolutionär reformieren, kann auch warten, bis Schweine fliegen lernen. Änderungen müssen konkret sein und für den Einzelnen durchführbar. Die Lebensweise muss sich ändern, das Bewusstsein. Und der "Diskurs", wie es hochgestochenerweise hieße. Wir stützen mehr durch unser Verhalten als durch unsere Wahlentscheidung marode Systeme, Verkehrs-, Gesundheits-, Bildungswesen. Und den Markt. Die Marktwirtschaft ist die dem Wesen des Menschen angemessene Form des Austauschs von Gütern und Dienstleistungen. Aber niemand hat per göttlichem Gebot verfügt, was wir kaufen, wieviel wir dafür bezahlen und wie wir andere dafür bezahlen lassen. Welche Medien wir konsumieren, welche schwachsinnigen Medikamente, wie wir von A nach B kommen. Ob wir Konzernen und Banken jedes im Wortsinne Kapitalverbrechen durchgehen lassen oder stattdessen gemeinsam strengere Regeln fordern. Unsere Sanktionen sind der Verzicht (ein Verbrechen in den Augen der Krämer). Verzicht ist der moderne zivile Ungehorsam-

Wird das zu einer besseren Welt führen? Wahrscheinlich nicht für die Allgemeinheit, die Menschheit als solche. Für das Individuum bedeutete es auf jeden Fall einen Schritt nach vorne. Und der Spruch "Wenn das jeder täte" lässt sich auch im Positiven anwenden. Die Hoffnung starb schon lange, und das ist prima. Hoffnung ist was für's Jenseits. Wir leben nur im Jetzt und Hier. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




Darth Schneider
Beiträge: 1812

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Darth Schneider » Di 07 Aug, 2018 18:51

An Axel
Schön geschrieben, das mit dem Held wäre ja mal schon was anderes, und motivierend um gutes zu tun.
Warum gibt es eigentlich keinen einzigen wirklichen echten Superhelden ?
Ich meine die Fitness, die Technik und das Wissen und das Geld für so etwas ist doch durchaus schon lange vorhanden.
Ich denke wenn ich jetzt Milliarden hätte, dann gäb es einen, für eine kurze Zeit zumindest, wahrscheinlich würde ich so oder so nicht lange überleben, das Tanz und Ballettraining, das ich habe, hilft da im Kampf wie Batman und beim fliegen wie IronMan leider nur sehr wenig.
Gruss Boris




Drushba
Beiträge: 1218

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Drushba » Di 07 Aug, 2018 20:35

Meine Filmempfehlung dazu: "The Corporation"
In diesem kanadischen Dokumentarfilm von 2003 wird anhand einiger klug gewählter Beispiele aufgezeigt, wie das Verhalten von Kapitalgesellschaften und Konzernen im Grunde dem von Psychopathen ähnelt. Ein sehr aufschlussreiches Stück Kapitalimusgeschichte und Verständnisschlüssel für die Problematik unseres Planeten. Auch was vorhin schonmal erwähnt war wird deutlich: Es benötigt keine Verschwörungen. Diese kapitalistischen Player sind ohne Aufsicht oder Steuerung insgesamt ausreichend zerstörerisch, um all das zu vollbringen, was irrtümlich bzw. fälschlich Verschwörern zugeschrieben wird.

Axels Feststellung würde ich noch ergänzen: Handel, der Austausch von Gütern, ist sicher dem menschlichen Wesen am Nächsten. Die Anhäufung von Kapital innerhalb der juristischen Konstruktion einer großen Kapitalgesellschaft ("Corporation") wirkt hingegen fast schon dämonisch verantwortungslos bzw. ist auf das Wohl des einzelnen Konzerns abgerichtet und ist dem sozialeren menschlichen Wesen fern. Diese eigenständigen Kapitalgesellschaften und Konzerne sind wie eigene Königreiche, die ihre Truppen für die eigenen Interessen ins Feld schicken und dabei sämtliche Kollateralschäden in Kauf nehmen.

Innerhalb eines Konzerns ist jeder austauschbar und handelt nur auf Zeit. Der Konzern als Ganzes beginnt jedoch eine üble Persönlichkeit zu entwickeln, ohne daß ein einziger Einzelner dafür die Verantwortung tragen würde. Das ist, worunter der Planet leidet. Große Kapitalgsellschaften verfügen über genügend Macht und Einfluss, um normale Abgeordnete umzudrehen bzw. über Lobbyismus Gesetze für sich schreiben zu lassen. Hier ist auch der Ansatz zur Veränderung: Wir müssen zuerst darauf hinwirken, daß Lobbyismus als Korruption und demokratiegefährdende Straftat gewertet wird. Dann könnte über die Parlamente langsam wieder der Wille des Wählers zum Tragen kommen, flankiert von starker ausserparlamentarischer Opposition. langfristig müßten die großen Konzerne unter Aufsicht gestellt oder in kleinere Einheiten zerschlagen werden, um ihren gefährlichen Einfluss aufzuheben.

Argumentieren wir jetzt aber mit Verschwörungstheorien, dann lenken wir vom eigentlichen Grundübel der eigenständig agierenden Konzerne und ihrer verantwortungslosen Ausrichtung ab. Wir verlieren den Fokus. Und das nützt eben auch den Quellen und Urhebern der Verschwörungstheorien. Verwässern und spalten, das ist die Augabe der VTs im Gesamtzusammenhang.
"Was immer du tust, irgendwann wirst du es bereuen." Thomas von Aquin 1225-1274




WoWu
Beiträge: 14784

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von WoWu » Di 07 Aug, 2018 20:43

Dabei sind es doch gerade die, die Du anprangerst, die als erste den Begriff „Verschwörung“ ins Feld führen, um ihre real durchgeführte Verschwörung zu diskreditieren.
Du bist also mit den, von Dir so gern benutzten Terminus „VT“ in bester Gesellschaft.
Gute Grüße, Wolfgang

E-Book:
www.provideome.de




Drushba
Beiträge: 1218

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Drushba » Di 07 Aug, 2018 20:50

WoWu hat geschrieben:
Di 07 Aug, 2018 20:43
Dabei sind es doch gerade die, die Du anprangerst, die als erste den Begriff „Verschwörung“ ins Feld führen, um ihre real durchgeführte Verschwörung zu diskreditieren.
Du bist also mit den, von Dir so gern benutzten Terminus „VT“ in bester Gesellschaft.
Aber das ist doch mein Auftrag WoWu. Müssen wir das immer wiederholen? Natürlich gibt es UfOs, Reptiloide und auch die Nato will nur Krieg mit Rußland. Aber um davon abzulenken, habe ich das obige Video verlinkt. Vielleicht ist es trotzdem ganz interessant ;-)
"Was immer du tust, irgendwann wirst du es bereuen." Thomas von Aquin 1225-1274




WoWu
Beiträge: 14784

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von WoWu » Di 07 Aug, 2018 21:05

Eigentlich redest Du ja nur so vor Dich hin und man könnte Dich leicht durch eigenen Bot ersetzen.
Gute Grüße, Wolfgang

E-Book:
www.provideome.de




Drushba
Beiträge: 1218

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Drushba » Di 07 Aug, 2018 21:29

WoWu hat geschrieben:
Di 07 Aug, 2018 21:05
Eigentlich redest Du ja nur so vor Dich hin und man könnte Dich leicht durch eigenen Bot ersetzen.
Jeder ist ersetzbar durch einen Bot. Woher willst Du wissen, daß ich kein Bot bin? Die NATO hat ziemlichen Personalmangel derzeit. ;-)
"Was immer du tust, irgendwann wirst du es bereuen." Thomas von Aquin 1225-1274




7nic
Beiträge: 1529

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von 7nic » Di 07 Aug, 2018 21:33

Drushba hat geschrieben:
Di 07 Aug, 2018 20:35
Meine Filmempfehlung dazu: "The Corporation"
In diesem kanadischen Dokumentarfilm von 2003 wird anhand einiger klug gewählter Beispiele aufgezeigt, wie das Verhalten von Kapitalgesellschaften und Konzernen im Grunde dem von Psychopathen ähnelt. Ein sehr aufschlussreiches Stück Kapitalimusgeschichte und Verständnisschlüssel für die Problematik unseres Planeten. Auch was vorhin schonmal erwähnt war wird deutlich: Es benötigt keine Verschwörungen. Diese kapitalistischen Player sind ohne Aufsicht oder Steuerung insgesamt ausreichend zerstörerisch, um all das zu vollbringen, was irrtümlich bzw. fälschlich Verschwörern zugeschrieben wird.

Axels Feststellung würde ich noch ergänzen: Handel, der Austausch von Gütern, ist sicher dem menschlichen Wesen am Nächsten. Die Anhäufung von Kapital innerhalb der juristischen Konstruktion einer großen Kapitalgesellschaft ("Corporation") wirkt hingegen fast schon dämonisch verantwortungslos bzw. ist auf das Wohl des einzelnen Konzerns abgerichtet und ist dem sozialeren menschlichen Wesen fern. Diese eigenständigen Kapitalgesellschaften und Konzerne sind wie eigene Königreiche, die ihre Truppen für die eigenen Interessen ins Feld schicken und dabei sämtliche Kollateralschäden in Kauf nehmen.

Innerhalb eines Konzerns ist jeder austauschbar und handelt nur auf Zeit. Der Konzern als Ganzes beginnt jedoch eine üble Persönlichkeit zu entwickeln, ohne daß ein einziger Einzelner dafür die Verantwortung tragen würde. Das ist, worunter der Planet leidet. Große Kapitalgsellschaften verfügen über genügend Macht und Einfluss, um normale Abgeordnete umzudrehen bzw. über Lobbyismus Gesetze für sich schreiben zu lassen. Hier ist auch der Ansatz zur Veränderung: Wir müssen zuerst darauf hinwirken, daß Lobbyismus als Korruption und demokratiegefährdende Straftat gewertet wird. Dann könnte über die Parlamente langsam wieder der Wille des Wählers zum Tragen kommen, flankiert von starker ausserparlamentarischer Opposition. langfristig müßten die großen Konzerne unter Aufsicht gestellt oder in kleinere Einheiten zerschlagen werden, um ihren gefährlichen Einfluss aufzuheben.

Argumentieren wir jetzt aber mit Verschwörungstheorien, dann lenken wir vom eigentlichen Grundübel der eigenständig agierenden Konzerne und ihrer verantwortungslosen Ausrichtung ab. Wir verlieren den Fokus. Und das nützt eben auch den Quellen und Urhebern der Verschwörungstheorien. Verwässern und spalten, das ist die Augabe der VTs im Gesamtzusammenhang.
Du gehst einen Schritt, scheust dich aber vor dem logischen nächsten.
Nur scheinbar hat ein Ding eine Farbe, nur scheinbar ist es süß oder bitter; in Wirklichkeit gibt es nur Atome im leeren Raum. - Demokrit

neuzeit.tv ll nicolas-geissler.de




Starshine Pictures
Beiträge: 2149

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Starshine Pictures » Di 07 Aug, 2018 21:41

Drushba hat geschrieben:
Di 07 Aug, 2018 20:35
Meine Filmempfehlung dazu: "The Corporation"
In diesem kanadischen Dokumentarfilm von 2003 wird anhand einiger klug gewählter Beispiele aufgezeigt, wie das Verhalten von Kapitalgesellschaften und Konzernen im Grunde dem von Psychopathen ähnelt. Ein sehr aufschlussreiches Stück Kapitalimusgeschichte und Verständnisschlüssel für die Problematik unseres Planeten. Auch was vorhin schonmal erwähnt war wird deutlich: Es benötigt keine Verschwörungen. Diese kapitalistischen Player sind ohne Aufsicht oder Steuerung insgesamt ausreichend zerstörerisch, um all das zu vollbringen, was irrtümlich bzw. fälschlich Verschwörern zugeschrieben wird.

Axels Feststellung würde ich noch ergänzen: Handel, der Austausch von Gütern, ist sicher dem menschlichen Wesen am Nächsten. Die Anhäufung von Kapital innerhalb der juristischen Konstruktion einer großen Kapitalgesellschaft ("Corporation") wirkt hingegen fast schon dämonisch verantwortungslos bzw. ist auf das Wohl des einzelnen Konzerns abgerichtet und ist dem sozialeren menschlichen Wesen fern. Diese eigenständigen Kapitalgesellschaften und Konzerne sind wie eigene Königreiche, die ihre Truppen für die eigenen Interessen ins Feld schicken und dabei sämtliche Kollateralschäden in Kauf nehmen.

Innerhalb eines Konzerns ist jeder austauschbar und handelt nur auf Zeit. Der Konzern als Ganzes beginnt jedoch eine üble Persönlichkeit zu entwickeln, ohne daß ein einziger Einzelner dafür die Verantwortung tragen würde. Das ist, worunter der Planet leidet. Große Kapitalgsellschaften verfügen über genügend Macht und Einfluss, um normale Abgeordnete umzudrehen bzw. über Lobbyismus Gesetze für sich schreiben zu lassen. Hier ist auch der Ansatz zur Veränderung: Wir müssen zuerst darauf hinwirken, daß Lobbyismus als Korruption und demokratiegefährdende Straftat gewertet wird. Dann könnte über die Parlamente langsam wieder der Wille des Wählers zum Tragen kommen, flankiert von starker ausserparlamentarischer Opposition. langfristig müßten die großen Konzerne unter Aufsicht gestellt oder in kleinere Einheiten zerschlagen werden, um ihren gefährlichen Einfluss aufzuheben.
Das ist der erste sinnvolle Beitrag von dir in dieser Diskussion. Warum erst alle rund machen wie nen Buslenker? Hast doch die selbe Meinung.




Skeptiker
Beiträge: 4451

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Skeptiker » Di 07 Aug, 2018 22:51

Axel hat geschrieben:
Di 07 Aug, 2018 18:46
... Hoffnung ist was für's Jenseits. Wir leben nur im Jetzt und Hier.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Etwas off-topic (aber trotzdem nötig):

Wenn ich Axels letzten Satz aus dem Zusammenhang ziehen darf:

Erich Kästners Bonmot ist einer meiner liebsten Sinnsprüche (Kästner nennt sie Epigramme) - man sollte ihn beherzigen!


Im Original so geschrieben:


Moral

Es gibt nichts Gutes
außer: Man tut es.

Quelle: KURZ UND BÜNDIG (veröffentlicht 1950)


Zwei weitere Beispiele aus der Sammlung:


Der schöpferische Irrtum

Irrtümer haben ihren Wert;
jedoch nur hie und da.
Nicht jeder, der nach Indien fährt,
entdeckt Amerika.


Die Grenzen der Aufklärung

Ob Sonnenschein, ob Sterngefunkel:
im Tunnel bleibt es immer dunkel.




Frank Glencairn
Beiträge: 7745

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Frank Glencairn » Di 07 Aug, 2018 23:30

Darth Schneider hat geschrieben:
Di 07 Aug, 2018 18:21

Mich nervt dieser wir werden von den Medien kontrolliert und manipuliert Schrott, schliesslich haben sicher die meisten Menschen ein normales menschliches Gehirn,...
Wenn du leugnest, das die meisten von den Medien manipuliert werden, kannst du auch gleich an eine flache Erde glauben.

Und was das Gehirn betrifft, ich besitze auch eine Geige, das heißt noch lange nicht daß ich darauf spielen kann.




klusterdegenerierung
Beiträge: 11121

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von klusterdegenerierung » Mi 08 Aug, 2018 09:03

Ich habe ne Kamera, das heißt noch lange nicht ....:-)))
"disliken und nicht abonnieren vergessen"




Axel
Beiträge: 12162

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Axel » Mi 08 Aug, 2018 14:30

Gerade gesehen, passt, naja, irgendwie zum Thread und ist lustig:
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




handiro
Beiträge: 2966

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von handiro » So 19 Aug, 2018 23:57

Hier ein heute gefundener Artikel, der meine Stimmung zum "Qualitätsjournalismus" der ö.r. Transatlantiker inkl. Sommerloch-Experten ziemlich treffend wiedergibt:
https://www.rubikon.news/artikel/der-sudeljournalismus

Man beachte wer die Autoren mal waren ...;-)
Good-Cheap-Fast....Pick Any 2




Jott
Beiträge: 14455

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Jott » Mo 20 Aug, 2018 04:27

Zwei grummelnde Rentner auf einer Michele Ganser-Seite (als Beirat fungierend, betrieben von einem Ex-Mitarbeiter), gerne auch mal zu Ken and Friends durchgereicht wie viele andere auch, die da mitmachen. Ist garantiert besserer Journalismus, diese in sich geschlossene Szene, yep.

Wer Öffi-News kritisch beäugt, sollte schon auch kritisch beäugen, was diese beiden auf ihrer Tour durch die üblichen Schwurbelportale ablassen.




Darth Schneider
Beiträge: 1812

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Darth Schneider » Mo 20 Aug, 2018 07:14

An Frank.
In gewissen Ländern werden die Medien sicher manipuliert, aber sorry, ich denke hier bei uns in der Schweiz und in Deutschland, ganz sicher nicht.
Es gibt genug unabhängige Medien, Bücher, Zeitungen, Magazine und auch viele mehr oder weniger neutrale Tv Sender und Millionen von Stimmen im Internet, die sich dann schon laut melden werden wenn jetzt die ganzen einflussreichen Medien jetzt manipuliert wären, und nur Stumpfsinn verbreiten würden.
Ich denke bei den Medien (Tv, Film und Print Medien ) gibt es, die besten Jobs durch, wir nennen das, in der Schweiz ) Vätterliwirtschaft und Vitamin B und nicht zwangsläufig durch Talent und Know How. Das denke ich, ist manipuliert.
Schau doch in die USA, Trump würde Wahrscheinlichkeit gerne die Medien manipulieren, aber er schafft es nicht, hunderte Zeitungen sind und schreiben mittlerweile gegen Trump. Da ist nix manipuliert. In Nord Korea und China, aber ganz sicher.
Und nein die Erde ist nicht flach, auch keine Kugel, nein sie ist eine Kartoffel....ganz im Ernst gemeint.
Wir können das nur nicht sehen, auch nicht vom Weltraum aus, sie ist zu gross, dort ist zu wenig Licht und die Gravitation drückt das Wasser in eine runde Form, aber eigentlich ist das eindeutig eine Kartoffelform, Sorte, Pintie, denk dir doch nur mal das ganze Wasser weg....übrig bleibt eine riesige Katoffel.
Gruss Boris




blickfeld

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von blickfeld » Mo 20 Aug, 2018 07:52

handiro hat geschrieben:
So 19 Aug, 2018 23:57
Hier ein heute gefundener Artikel, der meine Stimmung zum "Qualitätsjournalismus" der ö.r. Transatlantiker inkl. Sommerloch-Experten ziemlich treffend wiedergibt:
https://www.rubikon.news/artikel/der-sudeljournalismus

Man beachte wer die Autoren mal waren ...;-)
wow, eine solche einleitung, wenn die quelle aus 9-11-truthern und kenfm-sympathisanten besteht. zeigt ja eine "qualitätsrecherche".




Pianist
Beiträge: 5477

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Pianist » Mo 20 Aug, 2018 07:56

Darth Schneider hat geschrieben:
Mo 20 Aug, 2018 07:14
In gewissen Ländern werden die Medien sicher manipuliert, aber sorry, ich denke hier bei uns in der Schweiz und in Deutschland, ganz sicher nicht.
Es gibt genug unabhängige Medien, Bücher, Zeitungen, Magazine und auch viele mehr oder weniger neutrale Tv Sender und Millionen von Stimmen im Internet, die sich dann schon laut melden werden wenn jetzt die ganzen einflussreichen Medien jetzt manipuliert wären, und nur Stumpfsinn verbreiten würden.
So ist es, und jeder normale Mensch weiß das. Die "besorgten Bürger" sind aber in ihrem kranken Hirn davon überzeugt, dass alle Medien (vor allem die öffentlich-rechtlichen) aus dem Kanzleramt gesteuert werden. Lies Dir mal die Kommentare unter dem gestrigen Artikel der Welt zum Thema "ZDF-Team wird bei Pegida-Demo von der Polizei festgehalten" durch. Mal abgesehen davon, dass sich nach jeweils 100 Kommentaren die Inhalte wiederholen, ist die dortige Tendenz klar: Die Polizei soll am besten alle Journalisten so lange wie möglich festhalten, damit sie nicht berichten können. Man möchte dort gerne seine absurden Meinungen äußern dürfen, möchte aber nicht am nächsten Tag von Kollegen darauf angesprochen werden. Denn angeblich gibt es in Deutschland ja eine "linke Meinungsdiktatur".

Ich würde es inzwischen echt begrüßen, wenn man die dortige Kommentarfunktion ersatzlos abschaltet.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




Frank Glencairn
Beiträge: 7745

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Frank Glencairn » Mo 20 Aug, 2018 08:13

Pianist hat geschrieben:
Mo 20 Aug, 2018 07:56


Ich würde es inzwischen echt begrüßen, wenn man die dortige Kommentarfunktion ersatzlos abschaltet.

Natürlich würde jemand wie du, der so stramm linientreu ist das begrüßen.




Pianist
Beiträge: 5477

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Pianist » Mo 20 Aug, 2018 08:33

Frank Glencairn hat geschrieben:
Mo 20 Aug, 2018 08:13
[Natürlich würde jemand wie du, der so stramm linientreu ist das begrüßen.
Das hat mit "linientreu" doch überhaupt nichts zu tun. Von mir aus kann man über jedes Thema diskutieren, aber der Ton macht die Musik. Dort wird einfach ein Stil gepflegt, der eines seriösen Mediums nicht würdig ist. Hast Du Dir mal die Mühe gemacht, das durchzulesen? Mir zieht sich da regelmäßig alles zusammen.

Dass man sich auch auf einem vernünftigen Niveau austauschen kann, ist bei den Kommentaren unter Blogeinträgen auf tagesschau.de zu erleben. Eine vollkommen andere Qualität.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




Darth Schneider
Beiträge: 1812

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Darth Schneider » Mo 20 Aug, 2018 08:34

Schon möglich, das das zdf vom Kanzleramt gesteuert wird....na und ? Das ändert die Welt kein bischen und auch Deutschland nicht.
Ich schaue eigentlich nie zdf....Milliarden andere Menschen auch nicht...
Man muss die Dinge schon in Relation sehen, wie wichtig diese wirklich sind, oder nicht. Das ZDF ist Vieleicht nicht mehr so gewichtig wie früher....aber die öffentlich Rechtlichen Sender blasen sich halt gerne auf um wahnsinnig wichtig zu wirken, was sie ja auch müssen, wenn sie überleben wollen, denke ich.
Das die Politiker die Medien für ihre Zwecke benutzen, war ja schon im Mittelalter so, das wird auch in 2000 Jahren so sein.
Die Leute werden ja aber nicht dümmer, es gibt ja immer mehr Bücher, zum kaufen, nicht weniger, also wird auch mehr gelesen, und das ist gut so.
Denn die meisten Bücher sind zum Glück ja nicht von irgend einem Amt manipuliert.
Gruss Boris




Jörg
Beiträge: 6113

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Jörg » Mo 20 Aug, 2018 08:55

Die Leute werden ja aber nicht dümmer,
wenn ich die aktuellen Zustände auf diesem Planeten sehe, dann habe ich aber ganz andere Eindrücke...




handiro
Beiträge: 2966

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von handiro » Mo 20 Aug, 2018 10:05

La mamma dei imbecilli e sempre in cinta
Good-Cheap-Fast....Pick Any 2




Drushba
Beiträge: 1218

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Drushba » Mo 20 Aug, 2018 15:37

handiro hat geschrieben:
Mo 20 Aug, 2018 10:05
La mamma dei imbecilli e sempre in cinta
Wie wahr!

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 22377.html
"Was immer du tust, irgendwann wirst du es bereuen." Thomas von Aquin 1225-1274




Starshine Pictures
Beiträge: 2149

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Starshine Pictures » Mo 20 Aug, 2018 18:18

Die Medien sind das Kontrollorgan der Politik. Und sie sind fundamental wichtig für das Funktionieren einer Demokratie. Ohne eine neutrale und freie Presse ist eine Demokratie unmöglich. Das zum Ersten. Zweitens: Natürlich sitzt da kein Strippenzieher bei den Zeitungen und Sendern und lenkt die Berichterstattungen wie ein Fahrer seinen LKW. Aber das System der Medien ist eben so eingeschliffen dass es doch eine Kanalisierung gibt.

Zu allererst haben wir ein Raum/Zeit Problem. Also der Raum in einer Zeitung oder einem Online Portal und die Sendezeit beim Sender ist zunächst mal begrenzt. Das heisst es muss eine Vorauswahl der Themen getroffen werden. Da finden wir den ersten (wohl grössten) Filter. Aus der Vielzahl der täglich herein strömenden Meldung muss der Journalist Themen auswählen die er weiter vermitteln möchte. Da dies eben bewusst durch einen Menschen geschieht, und nicht durch ein Zufallsprinzip in einer Maschine, muss man davon ausgehen dass dieser Mensch nach eigenem Gusto auswählt, nach seiner eigenen Prägung und seiner eigenen Weltanschauung. Damit hätten wir schon den 2. Filter. Dann haben wir die Problematik dass die Journalisten mittlerweile so wenig Zeit haben, eigene Recherchen durch zu führen, dass sie mehrheitlich ungeprüft abschreiben, von den grossen Nachrichtenagenturen oder von anderen Journalisten. Das wäre der 3. Filter. Neben dem Tagesgeschehen gibt es natürlich auch Themen die Journalisten gern selbst beackern möchten. Weil ein Missstand erkannt wurde, über den aufgeklärt werden soll. Hier spielen wiederrum alle vorher genannten Filter eine Rolle beim Journalisten selbst, plus (!) nochmals Auswahlfilter durch die Redaktion der die Beiträge angeboten werden.

Wir sehen in den Nachrichten also nur einen winzigen Bruchteil der täglichen Geschehnisse. Und die sind grösstenteils kaum bis gar nicht geprüft und durch viele Hände mit eigenen Geschmachksrichtungen durchgereicht worden.


Grüsse, Stephan




Pianist
Beiträge: 5477

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Pianist » Mo 20 Aug, 2018 18:42

Starshine Pictures hat geschrieben:
Mo 20 Aug, 2018 18:18
Wir sehen in den Nachrichten also nur einen winzigen Bruchteil der täglichen Geschehnisse. Und die sind grösstenteils kaum bis gar nicht geprüft und durch viele Hände mit eigenen Geschmachksrichtungen durchgereicht worden.
Zum ersten Satz volle Zustimmung. Es ist schlichtweg unmöglich, in einer 15 Minuten langen Tagesschau (abzüglich Sport und Wetter) alles zu bringen, was auf der Welt (oder auch nur in Deutschland) an diesem Tag passiert ist. Da muss man aus zehntausenden Meldungen das auswählen, was man für relevant hält. Der Einsturz einer Autobahnbrücke in Italien oder ein Erdbeben in Thailand sind mit Sicherheit relevant, genau so wie der Besuch von Putin bei der Kanzlerin. Das sind also Themen, die gesetzt sind. Bei einigen anderen Dingen kann man lange hin- und herdiskutieren, und dann gibt es noch Dinge, die im Normalfall nichts in der Tagesschau zu suchen haben. Dazu gehört, so traurig es auch ist, der Mord an einem Arzt durch einen Patienten. Für die "besorgten Bürger" mag das unverständlich sein, weil sie jede durch einen Flüchtling verübte Straftat für relevant halten, aber dieses Vorverständnis hält eben einer sachlichen Betrachungsweise nicht stand.

Beim zweiten Satz muss ich Dir widersprechen: In den Redaktionen wird ein erheblicher Aufwand getrieben, um so nah wie möglich an die Information und die Ereignisse zu kommen, unter anderem durch das weltweite Korrespondentennetz der ARD und des ZDF. Wichtigste Aufgabe ist dabei, erhaltene Informationen bis hin zu einzelnen Foto- und Filmaufnahmen auf Herkunft und Plausibilität zu prüfen. Im Zweifelsfall wird man Dinge nicht senden, wenn man nicht genau ermitteln kann, ob die Sachen authentisch sind. Oder aber man zeigt sie und weist darauf hin, dass die Quelle zweifelhaft ist. Es kann also wirklich keine Rede davon sein, dass Dinge kaum bis gar nicht geprüft werden. Das Gegenteil ist der Fall.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




Starshine Pictures
Beiträge: 2149

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Starshine Pictures » So 26 Aug, 2018 23:12

Die derzeit laufende Anne Will Talkshow zeigt mir aber mal wieder dass da ganz und gar nichts neutral und aufwändig nach recherchiert wird. Grosses Thema wieder einmal der Fachkräftemangel und der Zuzug von Fachkräften aus Schwellenländern. Keine Rede davon dass man nicht nach Fachkräften sucht sondern auf Billiglöhner hofft.

Es gibt keinen Fachkräftemangel in Deutschland! Nur einen Mangel an Leuten die für 4,50 € buckeln gehen! Hätten wir tatsächlich einen Fachkräftemangel wären die Löhne längst explodiert und Studienabgänger müssten nicht ewig auf Jobsuche gehen oder sich mit Praktika durch hangeln. Aber Anne Will et al. lassen sich von der Industrie anbandeln und propagieren den notwändigen Zuzug. Keine Rede davon dass die starken Hände in Syrien oder Afrika eher gebraucht werden als in Deutschland. Keine Rede davon dass in der Schweiz oder Holland hunderttausende Deutsche leben die aus wirtschaftlichen Gründen aus Deutschland geflüchtet sind. Und man lobt natürlich den Exportweltmeister, und dass man den Status gern behalten möchte! Aha! Wir wollen also weiter Billiglohnland sein und die Wirtschaft der anderen EU Staaten mit unseren Dumpinglöhnen zerstören! Und anstatt dann wenigstens die deutlich besser ausgebildeten Jugendlichen aus Griechenland, Italien oder Spanien zu uns zu holen, dessen ultrahohe Jugendarbeitslosigkeit wir Deutsche zu verantworten haben, ordern wir lieber junge Männer aus Schwellenländern die sich eben für 4,50€ versklaven lassen.

Und alle stimmen in der Talkrunde gemeinsam ein. Herrlich wenn man keine Opposition hat! Propaganda at its best!


Grüsse, Stephan




blickfeld

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von blickfeld » Mo 27 Aug, 2018 00:46

Starshine Pictures hat geschrieben:
So 26 Aug, 2018 23:12
Die derzeit laufende Anne Will Talkshow zeigt mir aber mal wieder dass da ganz und gar nichts neutral und aufwändig nach recherchiert wird. Grosses Thema wieder einmal der Fachkräftemangel und der Zuzug von Fachkräften aus Schwellenländern. Keine Rede davon dass man nicht nach Fachkräften sucht sondern auf Billiglöhner hofft.

Es gibt keinen Fachkräftemangel in Deutschland! Nur einen Mangel an Leuten die für 4,50 € buckeln gehen! Hätten wir tatsächlich einen Fachkräftemangel wären die Löhne längst explodiert und Studienabgänger müssten nicht ewig auf Jobsuche gehen oder sich mit Praktika durch hangeln. Aber Anne Will et al. lassen sich von der Industrie anbandeln und propagieren den notwändigen Zuzug. Keine Rede davon dass die starken Hände in Syrien oder Afrika eher gebraucht werden als in Deutschland. Keine Rede davon dass in der Schweiz oder Holland hunderttausende Deutsche leben die aus wirtschaftlichen Gründen aus Deutschland geflüchtet sind. Und man lobt natürlich den Exportweltmeister, und dass man den Status gern behalten möchte! Aha! Wir wollen also weiter Billiglohnland sein und die Wirtschaft der anderen EU Staaten mit unseren Dumpinglöhnen zerstören! Und anstatt dann wenigstens die deutlich besser ausgebildeten Jugendlichen aus Griechenland, Italien oder Spanien zu uns zu holen, dessen ultrahohe Jugendarbeitslosigkeit wir Deutsche zu verantworten haben, ordern wir lieber junge Männer aus Schwellenländern die sich eben für 4,50€ versklaven lassen.

Und alle stimmen in der Talkrunde gemeinsam ein. Herrlich wenn man keine Opposition hat! Propaganda at its best!


Grüsse, Stephan
du meinst, dass ist bullshitbingo deluxe, was du da schreibst. bin auf die "quellen" bespannt, mit denen du diese ganzen vorwürfe belegen willst.




Starshine Pictures
Beiträge: 2149

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Starshine Pictures » Mo 27 Aug, 2018 01:12

Hier mal fürn Anfang eine Bullshit Bingo Quelle. Ein Bericht aus der Kontraste Sendung von letzter Woche im RBB:



Aber man darf auch selbst nach googeln. Wie gesagt, ist ein Forum hier und nicht Harvard.




Alf_300
Beiträge: 7382

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Alf_300 » Mo 27 Aug, 2018 01:59

Meiner Meinung nach entsteht unser Exportüberschuß , weil USA und andere Länder über ihre Verhältnisse leben.
Beispiel T+rkei, : Staat, Industrie und private Haushalte sind mi 460 Milliarden verschuldet.
In Amerika ist jeder Privathaushalt mit einem Jahreslohn bei den Kreditkarten Firmen in der Kreide
China hat für Billion US Staatanleihen

Die Kreditlinien sind ausgereizt nun müßén neue Tricks oder Krieg her




7nic
Beiträge: 1529

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von 7nic » Mo 27 Aug, 2018 09:47

Alf_300 hat geschrieben:
Mo 27 Aug, 2018 01:59
Meiner Meinung nach entsteht unser Exportüberschuß , weil USA und andere Länder über ihre Verhältnisse leben.
Beispiel T+rkei, : Staat, Industrie und private Haushalte sind mi 460 Milliarden verschuldet.
In Amerika ist jeder Privathaushalt mit einem Jahreslohn bei den Kreditkarten Firmen in der Kreide
China hat für Billion US Staatanleihen

Die Kreditlinien sind ausgereizt nun müßén neue Tricks oder Krieg her
Das ist leider absoluter Unsinn. Das Kapital ist da - vor allem in den reichen Ländern. Es ist leider nur in sehr wenigen Händen konzentriert - und der Staat hat längst den Zugriff darauf verloren. Alleine die oberen 1% (und erst recht die oberen 10% - die sogenannte Oberschicht) der Kapitalbesitzer in jedem der "überschuldeten" Länder könnten diese auf einen Schlag entschulden. Durch eine einmalige progressive Kapitalsteuer wäre das "relativ einfach" möglich. Das größte Problem ist, dass das oberste Perzentil nicht nur außerordentlich reich, sondern auch außerordentlich einflussreich in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist.
Nur scheinbar hat ein Ding eine Farbe, nur scheinbar ist es süß oder bitter; in Wirklichkeit gibt es nur Atome im leeren Raum. - Demokrit

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Jott
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Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Jott » Mo 27 Aug, 2018 10:14

Schuld ist vor allem die verworrene Steuergesetzgebung (in Deutschland und auch in der EU), die so viele legale Schlupflöcher bietet, dass sogar ich kleiner Wicht selbige nutzen kann. Hier versagt der Staat katastrophal. Einfach irgend einen festen prozentualen Betrag auf Einkommen/Gewinn, für Personen wie Konzerne, ohne Ausnahmen (abgesehen von einem Grundsockel, niedrigste Einkommen in Ruhe lassen). Wurde ja schon mal vorgeschlagen und durchgerechnet. 15% zum Beispiel, vielleicht 20, und der Staat wüsste gar nicht mehr, wohin mit der Kohle. Heute ist es für Unternehmen und Konzerne recht leicht, so gut wie gar keine Steuern zu zahlen. Völlig legal. Vorwerfen kann man's der Industrie nicht! Nur dem unfähigen Staat.




7nic
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Re: TV ist quasi tot

Beitrag von 7nic » Mo 27 Aug, 2018 10:28

Jott hat geschrieben:
Mo 27 Aug, 2018 10:14
Schuld ist vor allem die verworrene Steuergesetzgebung (in Deutschland und auch in der EU), die so viele legale Schlupflöcher bietet, dass sogar ich kleiner Wicht selbige nutzen kann. Hier versagt der Staat katastrophal. Einfach irgend einen festen prozentualen Betrag auf Einkommen/Gewinn, Person wie Konzern, ohne Ausnahmen (abgesehen von einem Grundsockel, niedrigste Einkommen in Ruhe lassen) wurde ja schon mal vorgeschlagen und durchgerechnet. 15% zum Beispiel, vielleicht 20, und der Staat wüsste gar nicht mehr, wohin mit der Kohle. Heute ist es für Konzerne recht leicht, so gut wie gar keine Steuern zu zahlen. Völlig legal. Vorwerfen kann man's der Industrie nicht! Nur dem unfähigen Staat.
Die flickwerkartige Steuergesetzgebung ist nur die Spitze des Problems. Wenn man bedenkt wie sich der Blick auf Steuern und den Sozialstaat gesellschaftlich in den letzten 100 Jahren gewandelt hat, ist es kein Wunder, dass es da nie ein System aus einem Guss gegeben hat. Durch die fortschreitende Globalisierung der Finanzmärkte wird die Besteuerung der großen Kapitaleinnahmen leider für kleine Staaten (wie es in Europa eigentlich alle sind) fast unmöglich.

Ein zukunftsweisendes Steuersystem müsste (mindestens) europaweit koordiniert werden und in erster Linie zur Steuerung der Kapitalungleichheit eingesetzt werden. Mehreinnahmen zur Entschuldung der Staatshaushalte wären ein netter Nebeneffekt.

Ein nicht-progressives Steuersystem würde uns allerdings in die Rentiersgesellschaft des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts zurückversetzen. Ich glaube nicht, dass das erstrebenswert wäre.
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Jott
Beiträge: 14455

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Jott » Mo 27 Aug, 2018 10:47

Klar, ginge nur europaweit und ist schon deshalb Science Fiction, weil die EU ja noch nicht mal eine einheitliche Mehrwertsteuer gebacken gekriegt hat.

Über den anderen Aspekt (Wegfall der Progression) können sich Volkswirtschaftler noch bis zum Sankt Nimmerleinstag streiten. Der Trick mit den beispielhaften 15% (wer war das denn mit der "Steuererklärung auf dem Bierdeckel"?) wäre unter anderem, dass die verfügbaren Nettoeinkommen von Privatpersonen über Nacht erheblich steigen würden.




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