slashCAM
Administrator
Administrator
Beiträge: 11279

Die beste Cine-Kamera 2025 - Wo gibt es die ultimative Bildqualität?

Beitrag von slashCAM »



Wer eine große Produktion plant, greift in der Regel zur Kamera mit der besten Bildqualität. Doch gibt es die überhaupt?



Hier geht es zu Artikel auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Ratgeber: Die beste Cine-Kamera 2025 - Wo gibt es die ultimative Bildqualität?



Drushba
Beiträge: 2566

Re: Die beste Cine-Kamera 2025 - Wo gibt es die ultimative Bildqualität?

Beitrag von Drushba »

Das ist mir zu technisch betrachtet. Das Bild einer Alexa hat noch weit mehr als nur Dynamik zu bieten. Es ist doch genau dieser Wow-Effekt, der in vielen Lichtsituationen entsteht und der die Beliebtheit der Alexa ausmacht. Ich kann mich noch deutlich an einen schwedischen Film von ca. 2011 erinnern, der mit ästhetisch gefilmten Bildern von leicht nebligen Wäldern eine unglaubliche Atmosphäre aufbaute. Die Fragen aus dem Festivalpublikum kreisten im Q&A danach fast nur um die Kameraästhetik, welche auf einer Alexa beruhte. Wenn die Alexa entsprechend gepusht wird, liefert sie eben das bis heute begehrte Alexa-Material. Das kann mit vielen Color-Grading-Tricks sicher auch aus einer RED etc. gekitzelt werden, aber warum den Aufwand, wenns auch einfach geht? Ich persönlich habs noch nie hinbekommen, aber ich habe auch noch nie den typischen Canon-Look aus Sony oder Panasonic- B-Roll-Material rausholen können (und kenne auch keinen professionellen Coloristen, der das mal erfolgreich versucht hat) - die Cams behalten unterm Strich eben doch ihren Ideal-Charakter, wenn sie entsprechend eingesetzt werden. Apropos Atmosphäre: In den meisten Fällen finde ich auch im Jahr 30 der DV-Revolution, dass 35mm-Material ästhetisch immer noch die Nase vorn hat. Lohnt IMHO zwar nicht den Aufwand, aber ist eben - wenn auch nur noch nuancenweise - unerreicht. Insofern fehlen eigentlich ganz klar Cams wie die ARRI 535 und die Panavisions auf der obigen Liste der besten Cine-Kameras.))



Rick SSon
Beiträge: 1535

Re: Die beste Cine-Kamera 2025 - Wo gibt es die ultimative Bildqualität?

Beitrag von Rick SSon »

Was ich beim dynamikvergleich viel spannender finde ist der enorme detailunterschied zwischen der cine 12k und allen anderen cams.

Und 85% für 10% des Preises. Da muss man die 100% wirklich wollen! 😄



iasi
Beiträge: 28832

Re: Die beste Cine-Kamera 2025 - Wo gibt es die ultimative Bildqualität?

Beitrag von iasi »

Drushba hat geschrieben: Di 26 Aug, 2025 14:21 Das ist mir zu technisch betrachtet. Das Bild einer Alexa hat noch weit mehr als nur Dynamik zu bieten. Es ist doch genau dieser Wow-Effekt, der in vielen Lichtsituationen entsteht und der die Beliebtheit der Alexa ausmacht. Ich kann mich noch deutlich an einen schwedischen Film von ca. 2011 erinnern, der mit ästhetisch gefilmten Bildern von leicht nebligen Wäldern eine unglaubliche Atmosphäre aufbaute. Die Fragen aus dem Festivalpublikum kreisten im Q&A danach fast nur um die Kameraästhetik, welche auf einer Alexa beruhte. Wenn die Alexa entsprechend gepusht wird, liefert sie eben das bis heute begehrte Alexa-Material. Das kann mit vielen Color-Grading-Tricks sicher auch aus einer RED etc. gekitzelt werden, aber warum den Aufwand, wenns auch einfach geht? Ich persönlich habs noch nie hinbekommen, aber ich habe auch noch nie den typischen Canon-Look aus Sony oder Panasonic- B-Roll-Material rausholen können (und kenne auch keinen professionellen Coloristen, der das mal erfolgreich versucht hat) - die Cams behalten unterm Strich eben doch ihren Ideal-Charakter, wenn sie entsprechend eingesetzt werden. Apropos Atmosphäre: In den meisten Fällen finde ich auch im Jahr 30 der DV-Revolution, dass 35mm-Material ästhetisch immer noch die Nase vorn hat. Lohnt IMHO zwar nicht den Aufwand, aber ist eben - wenn auch nur noch nuancenweise - unerreicht. Insofern fehlen eigentlich ganz klar Cams wie die ARRI 535 und die Panavisions auf der obigen Liste der besten Cine-Kameras.))
Auch aus einer Alexa kommen keine fertigen Filme - im Gegenteil, denn das unkomprimierte Raw ist auf Grading ausgerichtet. Hinzu kommt das Arri-Color-Sience und die Farbstabilität, die das Grading fördern. Aber man bekommt auch aus anderen Kameras nach dem Grading Ergebnisse, die sich kaum unterscheiden.

Aber ich gebe die Recht: Immer nur vom DR zu reden, verengt die Betrachtung zu sehr.

35mm-Negativ - auch wenn es direkt abgetastet wird und nicht in der x-ten Kopiengeneration durch einen Projektor mit schlapper Lampe rattert, ist überschätzt.
Der wirklich bedeutende Unterschied zwischen Negativ und Sensor, ist die sind zwischen den Einzelbildern unterscheidende Kornstruktur des Negativs, die eine fließende Weichheit erzeugt.



Contentcreator
Beiträge: 22

Re: Die beste Cine-Kamera 2025 - Wo gibt es die ultimative Bildqualität?

Beitrag von Contentcreator »

Bzgl. RED mal eine Expertenfrage – ich freue mich auf Feedback von jemandem, der wirklich tiefere Kenntnisse hat:
Warum schaffen es die neuen DSMC3-Modelle trotz Global Shutter, denselben oder sogar einen besseren Dynamikumfang zu liefern? Wie lösen sie das Problem des begrenzten Pixel-Platzes? Arbeiten sie mit einer Art DGO-Technologie?
Was ist der eigentliche „Trick“ dahinter? Dass RED durchgehend eine Highlight-Recovery ON hat, ist bekannt – aber was macht den Sensor im Kern so besonders?



Drushba
Beiträge: 2566

Re: Die beste Cine-Kamera 2025 - Wo gibt es die ultimative Bildqualität?

Beitrag von Drushba »

iasi hat geschrieben: Di 26 Aug, 2025 16:20
Auch aus einer Alexa kommen keine fertigen Filme - im Gegenteil, denn das unkomprimierte Raw ist auf Grading ausgerichtet. Hinzu kommt das Arri-Color-Sience und die Farbstabilität, die das Grading fördern. Aber man bekommt auch aus anderen Kameras nach dem Grading Ergebnisse, die sich kaum unterscheiden.

Aber ich gebe die Recht: Immer nur vom DR zu reden, verengt die Betrachtung zu sehr.

35mm-Negativ - auch wenn es direkt abgetastet wird und nicht in der x-ten Kopiengeneration durch einen Projektor mit schlapper Lampe rattert, ist überschätzt.
Der wirklich bedeutende Unterschied zwischen Negativ und Sensor, ist die sind zwischen den Einzelbildern unterscheidende Kornstruktur des Negativs, die eine fließende Weichheit erzeugt.
Bei den ersten Alexa-Filmen haben manche das Log-C des ProRes einfach belassen oder nur minimal gegraded. So auch der von mir angeführte schwedische Film. Das war eine neue Ästhetik und Leinwanderfahrung, ich fand es damals auch sehr gut. Ein bisschen zog sich das noch 2015 bei "The Revenant" durch und war für meine Begriffe eine reine, edle Alexa-Äthetik, die man mit einer RED nur schwerlich hinbekommen hätte. Material "atmet" auch, besonders 35mm. Vielleicht sind es diese vielen kleinen Imperfektionen, gepaart mit den enormen Materialeigenschaften, die 35mm so organisch machen. Allerdings werden über vielen (besonders deutschen) Filmen ja einfach irgendwelche LUTs verklappt, bei hiesigen dieses ekelhafte ockerbraungematsche wie bei "Honig im Kopf". Da brauchts dann wirklich keine Alexa und auch kein 35mm, im Grunde reicht dafür auch ein mittelpreisiges Xiaomi.))



Jott
Beiträge: 22487

Re: Die beste Cine-Kamera 2025 - Wo gibt es die ultimative Bildqualität?

Beitrag von Jott »

„ Auch aus einer Alexa kommen keine fertigen Filme - im Gegenteil, denn das unkomprimierte Raw ist auf Grading ausgerichtet.“

Unkompromiertes raw, na komm ~ die meisten drehen einfach ProRes. Rein in den Editor und gut ist.

Wie Drushba sagt: es war besonders für Werbung eine ganze Weile in Mode, einfach „nebliges“ Alexa-Log-Material zu nehmen und so zu lassen. Geiler Look!

Wie funktioniert eine große Werbeagentur? Intern Weg des geringsten Widerstandes. Praktikanten am Start. Nach außen den Namen teuer verkaufen. Keiner muckt auf. So kommt das: Alexa-ProRes und fertig. Gefällt jedem.

Schmeckt nicht? Dann gerne unkomprimiertes raw!



Darth Schneider
Beiträge: 24892

Re: Die beste Cine-Kamera 2025 - Wo gibt es die ultimative Bildqualität?

Beitrag von Darth Schneider »

@Drushba
Sehe ich auch so, da oben auf der Liste fehlen schon eindeutig die Arri 535 und die Panavision Kameras.
Werden ja immer noch genutzt.
Und wahrscheinlich sollten die heute immer noch ganz auf der Liste immer noch ganz oben stehen.;)

Aber SlashCAM bezieht sich halt auf neuere digitale Cine Kameras.
Gruss Boris



Darth Schneider
Beiträge: 24892

Re: Die beste Cine-Kamera 2025 - Wo gibt es die ultimative Bildqualität?

Beitrag von Darth Schneider »

Ich finde sehr krass wie nahe die URSA Cine (und somit auch die 12K Pyxis) bei der Arri und der Venice sind, gerade hinsichtlich des gigantischen Preisunterschiedes…



iasi
Beiträge: 28832

Re: Die beste Cine-Kamera 2025 - Wo gibt es die ultimative Bildqualität?

Beitrag von iasi »

Contentcreator hat geschrieben: Di 26 Aug, 2025 16:39 Bzgl. RED mal eine Expertenfrage – ich freue mich auf Feedback von jemandem, der wirklich tiefere Kenntnisse hat:
Warum schaffen es die neuen DSMC3-Modelle trotz Global Shutter, denselben oder sogar einen besseren Dynamikumfang zu liefern? Wie lösen sie das Problem des begrenzten Pixel-Platzes? Arbeiten sie mit einer Art DGO-Technologie?
Was ist der eigentliche „Trick“ dahinter? Dass RED durchgehend eine Highlight-Recovery ON hat, ist bekannt – aber was macht den Sensor im Kern so besonders?
Was willst du denn hören?

Das generelle Problem ist die Elektronik für das gleichzeitige Auslesen der Pixel-Werte, die umfangreicher ist und dadurch mehr Fläche beansprucht. Dann hängt es noch vom Signal-Rauschabstand bei den Sensorsignalen ab.

Frag dich doch, wie es Sony und Canon geschafft haben, bei ISO12.800 eine Bildqualität zu liefern, die vor 10 Jahren bei ISO3200 erreicht wurde.

Oder nimm die Alexa35, die als besser gilt als die Alexa LF, obwohl sie doch bei gleicher Auflösung eine kleinere Sensorfläche hat.

Red nutzt für eine Funktion zur DR-Erweiterung - Extended Highlights - die klassische Doppelbelichtung, was sich beim Global Shutter-Sensor ja anbietet. Aber das kommt ja nochmal oben drauf, wie früher beim Negativ die beiden unterschiedlich belichteten Aufnahmen, die man anschließend kombiniert.
Das hatte Red mit HDRx schon bei RS-Modellen angeboten.



CineMika
Beiträge: 188

Re: Die beste Cine-Kamera 2025 - Wo gibt es die ultimative Bildqualität?

Beitrag von CineMika »

Als Neben-Anmerkung,

die 'ultimative Bildqualität' in Sachen Digital-Video-Kamera, hier auf slashcam, ist quasi nahe am Ziel, greifbar, erschwinglich geworden. BM sei Dank, nichts an dieser Leistung ist abzuschmälern, nichts.

Die ultimative Bildqualität ist jedoch nicht immer die gefälligste Bildqualität. Für kommerzielles, Fließband-Projekte (wie. z.b. Serien) und Konserven stehen inzwischen Highend Werkzeuge zur Verfügung. Interessant zu sehen das der Wert sich hier begleitend im freien Fall befindet. Man kennt diesen modernen high quality "look" nach aktuelle, State of the art grading inzwischen, wird sowohl bei Serien als auch im Kino angewendet, deswegen erkennt auch der Otto Normal Verbraucher KEINEN optischen Mehrwert mehr im klassischen Kino.
Ein weiteres modernes visuelles Problem ist die, (wegen Bequemlichkeit und generativer Kompetenzdegradadation), immer größere Abweichung von Ästhetik, Grund hierfür sind auch die fast unbegrenzten Möglichkeiten der Bildveränderung. Als Beispiel, gerade die gute hohe Dyn.Range verleitet viele dazu, surreale Helligkeitsabstufungen / Gestaltungenen zu fabrizieren, man erkennt aufgrund der sehr guten Schatten Details übermäßig viel, jedoch was anfangs für jeden Digitalosüchtling so aufregend ist/war (spreche aus eigener Erfahrung), hat oft nichts mehr mit den natürlichen Sehgewohnheiten zu tun, und des weiteren begünstigt dies beim Thema Spielfilm interessanterweise die Entkoppelung aus dem Geschehen. Unsere Auge merkt, wenn es nur Video ist (auch durch das Helligkeitsverhalten des Mediums)(+schlechte cgi), es wertet automatisch ab. Die aktuelle Entwicklung im "digital cine" Bereich spricht Bände.

Die Brücke zu 35mm Film schlage abermals nicht ich, sondern wie stets der Artikel bzw. das Thema selbst, im Bezug auf Cine - Cinema, und das ist kultur- und genetisch bedingt eben FILM und nicht Video. Möchte wirklich niemanden triggern, aber wenn es um visuelle Gefälligkeit und organische Ästhetik geht, nichts an Motion Picture fotochemischen Film vorbeikommt, der auch aufgrund der Konfektionierungsmöglichkeit in Sachen Auflösung und lebendiger Bildstruktur (wie IASI schon mit dem Flußkorn angefügt hat) jedem Digitalkamera Sensor überlegen ist, bis heute. Auch wenn es viele anders sehen, es zeigt sich das der Peak langfristig, die größte visuelle Errungenschaft der Menschheit, nicht im Highend Video Kamera Bereich liegt, sondern beim FILM war und ist, bzw. sich zumindest dieser eine langfristige Co- Existenz mehr als verdient hat.

Genau genommen bildet Film in Schatten bei weitem nicht das ab Sensoren können, die Dynamik geht ja bekanntlich weit nach oben hinaus,
- doch es ist eben am Ende nicht die Frage der gesamten Dynamik, sondern welcher Bereich dyn. groß genug abgebildet wird, insbesondere wie Start-Schatten Kurve beginnt und der Highlight Rolloff verläuft, und hier wird es sehr speziell. Kein Medium macht dies rein physikalisch bedingt so schön wie Film, man kann auch weniger falsch machen.

Als nebenan- gestelltes Medium zum Artikel, sei deshalb hierbei VistaVision 35mm 8Perf genannt, das mit den genannten Highend Digital-Videokameras in Detailabbildung auf Augenhöhe ist, und in Sachen Bildstruktur und Farbästhetik stets in seiner eigenen Klasse bleibt. Schade für VV noch nie eine richtige Industrie anlief. Wobei für aktuellen Spielfilm in 4K Größenordnung moderner Vision3 Film selbst 35mm 3perf ausreicht, doch schließlich darf überall eine Weiterentwicklung/ nächte Stufe stattfinden



cantsin
Beiträge: 16451

Re: Die beste Cine-Kamera 2025 - Wo gibt es die ultimative Bildqualität?

Beitrag von cantsin »

CineMika hat geschrieben: Fr 29 Aug, 2025 14:36 Ein weiteres modernes visuelles Problem ist die, (wegen Bequemlichkeit und generativer Kompetenzdegradadation), immer größere Abweichung von Ästhetik, Grund hierfür sind auch die fast unbegrenzten Möglichkeiten der Bildveränderung. Als Beispiel, gerade die gute hohe Dyn.Range verleitet viele dazu, surreale Helligkeitsabstufungen / Gestaltungenen zu fabrizieren, man erkennt aufgrund der sehr guten Schatten Details übermäßig viel, jedoch was anfangs für jeden Digitalosüchtling so aufregend ist/war (spreche aus eigener Erfahrung), hat oft nichts mehr mit den natürlichen Sehgewohnheiten zu tun, und des weiteren begünstigt dies beim Thema Spielfilm interessanterweise die Entkoppelung aus dem Geschehen. Unsere Auge merkt, wenn es nur Video ist (auch durch das Helligkeitsverhalten des Mediums)(+schlechte cgi), es wertet automatisch ab. Die aktuelle Entwicklung im "digital cine" Bereich spricht Bände.
Du schwurbelst mal wieder. Beleg' doch mal Deine Aussagen mit auch nur einem Beispiel.

Hast Du überhaupt Zugang zu Projektions- und Studioequipment, wo Du z.B. das von Dir zitierte VistaVision 35mm- mit digitalem Cinekamera-Material vergleichen kannst? (Und dann noch analoges Filmmaterial mindestens in Festivalkopie-Qualität....)

Ansonsten klingst Du genauso wie die Leute, die auf Hifi-Foren die Überlegenheit von Vinyl ggü. Digitalaudio predigen.


Um meine eigene Aussage zu kontextualisieren: Ich habe hier in Rotterdam ein Kino, das regelmäßig 70mm-Analogprojektionen zeigt, mit neuen, von Filmmuseen und -archiven auf höchstem Qualitätsniveau hergestellten Kopien von Filmklassikern (Kubrick etc.), oder auch von heutigen auf 70mm gedrehten Filmen wie von Tarantino. Das ist regelmäßig eine Enttäuschung, trotz oder gerade mit einem bildqualitativ etwas geschultereren Blick. Man sieht keine wirklichen Verbesserungen ggü. DCP, aber unruhigeren Bildstand etc.pp.

Ich hab dafür auch eine einfache psychologische Erklärung: Im Kopf unserer Generation stecken noch die Jugenderinnerungen an 35mm- und 70mm-Kinoprojektionen als überwältigende Bilder. Dasselbe Gefühl stellt sich heute im Kino nicht mehr ein. Das liegt aber nicht an digitalen Kinokameras und digitaler Kinoprojektion, sondern hängt damit zusammen, dass in unserer Jugend die Kluft zur TV- und sonstigen gewohnten Bildqualität (Fotoreproduktionen in Zeitschriften, Briefmarkenvideo auf Computer-Röhrenmonitoren etc.) so groß war, heute aber nicht mehr.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



iasi
Beiträge: 28832

Re: Die beste Cine-Kamera 2025 - Wo gibt es die ultimative Bildqualität?

Beitrag von iasi »

cantsin hat geschrieben: Fr 29 Aug, 2025 14:44
CineMika hat geschrieben: Fr 29 Aug, 2025 14:36 Ein weiteres modernes visuelles Problem ist die, (wegen Bequemlichkeit und generativer Kompetenzdegradadation), immer größere Abweichung von Ästhetik, Grund hierfür sind auch die fast unbegrenzten Möglichkeiten der Bildveränderung. Als Beispiel, gerade die gute hohe Dyn.Range verleitet viele dazu, surreale Helligkeitsabstufungen / Gestaltungenen zu fabrizieren, man erkennt aufgrund der sehr guten Schatten Details übermäßig viel, jedoch was anfangs für jeden Digitalosüchtling so aufregend ist/war (spreche aus eigener Erfahrung), hat oft nichts mehr mit den natürlichen Sehgewohnheiten zu tun, und des weiteren begünstigt dies beim Thema Spielfilm interessanterweise die Entkoppelung aus dem Geschehen. Unsere Auge merkt, wenn es nur Video ist (auch durch das Helligkeitsverhalten des Mediums)(+schlechte cgi), es wertet automatisch ab. Die aktuelle Entwicklung im "digital cine" Bereich spricht Bände.
Du schwurbelst mal wieder. Beleg' doch mal Deine Aussagen mit auch nur einem Beispiel.

Hast Du überhaupt Zugang zu Projektions- und Studioequipment, wo Du z.B. das von Dir zitierte VistaVision 35mm- mit digitalem Cinekamera-Material vergleichen kannst? (Und dann noch analoges Filmmaterial mindestens in Festivalkopie-Qualität....)

Ansonsten klingst Du genauso wie die Leute, die auf Hifi-Foren die Überlegenheit von Vinyl ggü. Digitalaudio predigen.


Um meine eigene Aussage zu kontextualisieren: Ich habe hier in Rotterdam ein Kino, das regelmäßig 70mm-Analogprojektionen zeigt, mit neuen, von Filmmuseen und -archiven auf höchstem Qualitätsniveau hergestellten Kopien von Filmklassikern (Kubrick etc.), oder auch von heutigen auf 70mm gedrehten Filmen wie von Tarantino. Das ist regelmäßig eine Enttäuschung, trotz oder gerade mit einem bildqualitativ etwas geschultereren Blick. Man sieht keine wirklichen Verbesserungen ggü. DCP, aber unruhigeren Bildstand etc.pp.

Ich hab dafür auch eine einfache psychologische Erklärung: Im Kopf unserer Generation stecken noch die Jugenderinnerungen an 35mm- und 70mm-Kinoprojektionen als überwältigende Bilder. Dasselbe Gefühl stellt sich heute im Kino nicht mehr ein. Das liegt aber nicht an digitalen Kinokameras und digitaler Kinoprojektion, sondern hängt damit zusammen, dass in unserer Jugend die Kluft zur TV- und sonstigen gewohnten Bildqualität (Fotoreproduktionen in Zeitschriften, Briefmarkenvideo auf Computer-Röhrenmonitoren etc.) so groß war, heute aber nicht mehr.
Die 70mm-Vorführungen, zu denen ich früher gepilgert bin, waren durchaus den Aufwand wert, denn im Vergleich zu 35mm waren sie merklich besser.
Sehe ich mir heute 4k-Projektionen an, hängt viel davon ab, wie gedreht wurde.
Sinner wurde zwar mit analogen IMAX-Kameras gefilmt, nutzte die Möglichkeiten aber viel zu selten.
Bei Furiosa gab es Einstellungen, die die Alexa 65 ausnutzen.

Chief of War kommt auch visuell beeindruckender daher, als z.B. Alien: Earth.



 Aktuelle Beiträge [alle Foren]
 
» Was schaust Du gerade?
von Darth Schneider - Fr 16:24
» Neue kompakte RGBWW-Panels von Nanlite - miro 30c und 60c
von j.t.jefferson - Fr 16:12
» Die beste Cine-Kamera 2025 - Wo gibt es die ultimative Bildqualität?
von iasi - Fr 15:06
» Blackmagic senkt Preise für URSA Cine 12K und 17k Kits radikal
von Darth Schneider - Fr 14:56
» Ein Spaziergang durch das Blühende Barock
von Bildlauf - Fr 14:55
» Neue Sony FX3 und FX30 Firmware bringt BIG6-Startbildschirm, RAW-Video über HDMI und mehr
von Bildlauf - Fr 14:29
» YouTube experimentiert mit forciertem AI Upscaling / "Verbesserungen"
von 422 - Fr 13:08
» DJI Mic 3 - kompaktes Wireless-Mikrofonsystem mit Adaptive Gain und 32-Bit-Float
von Jörg - Fr 12:29
» Deity CineReach Boompoles
von freezer - Fr 11:35
» Endlich mal wieder originelle Ansätze im Kino
von 7River - Fr 11:13
» Die Nikon Mini Red kommt "Insider"
von iasi - Fr 1:24
» Panasonic LUMIX S1II im Praxistest: Beste Video-DSLM ihrer Klasse Dank 5.1K Open Gate u. hohem DR?
von roki100 - Do 19:30
» Mikrofon on Camera ca. € 500
von Jörg - Do 18:27
» Elektronisches rauschen bei Lumix DMC-G6?
von Jörg - Do 16:39
» Was hast Du zuletzt gekauft?
von StanleyK2 - Do 16:38
» Frage zu Artefakt Hi8
von Jott - Do 15:05
» Wie Generative KI-Tools bei Netflix-Produktionen genutzt werden dürfen
von AndySeeon - Do 12:18
» Nikon Z6III bekommt u.a. Auto-Capture, USB-Streaming, Vogelmodus
von slashCAM - Do 10:57
» Kinojahr 1999
von freezer - Do 9:15
» Nikon Z6III Firmware 2.0
von pillepalle - Do 1:41
» AI-Diskussionsthread - Pro/Kontra?
von Blackbox - Mi 23:53
» Linsen (Vintage, Anamorphic & Co.)
von roki100 - Mi 23:25
» Komplette Kamerausrüstung - € 15.000, -- Budget
von Yanus - Mi 16:22
» Samsung 9100 Pro - erste PCIe 5.0 NVMe-M.2 SSD mit 8 TB
von slashCAM - Mi 14:57
» Farbnegative mit blauen Licht scannen?
von ruessel - Mi 14:52
» Sony FS7 II Color Matching vs A7SIII machbar?
von rush - Mi 14:00
» Paypal gehackt - Angriff auf Gmail
von Bluboy - Mi 13:00
» Adobe Indigo App
von Jott - Mi 3:08
» Global Shutter & Dynamik wie geht das?
von roki100 - Mi 0:52
» Google Gemini 2.5 Flash Image "Nano Banana" bringt Charakterkonsistenz und Multi-Imag
von slashCAM - Di 23:57
» Davinci Resolve ipad Musik einfügen
von Axel - Di 23:34
» Alien: Romulus - Teaser Trailer online - produziert von Ridley Scott, gedreht auf Alexa 35
von markusG - Di 20:46
» Nikon Zr - Nikons erste eigene Cine-Kamera - am 10.Sept.
von Darth Schneider - Di 19:09
» Kamera für bevorstehende Familienhochzeit
von Contentcreator - Di 16:31
» Panasonic S5 - Allgemeine Fragen, Tipps und Tricks, Zeig deine Bilder/Videos usw.
von acrossthewire - Di 14:27