Tonaufnahme und -gestaltung Forum



kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?



Fragen zur Tonaufzeichnung, Ausrüstung (Mikros etc.), aber auch zu gestalterischen Aspekten.
Antworten
Pianist
Beiträge: 5903

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von Pianist » Do 30 Mai, 2019 09:12

Ich habe noch keinen Ohrwurm, weil ich das bisher mit der Speisung nicht verstanden habe. Gibt es den auch ganz normal mit zwei XLR-Steckern und Phantomspeisung?

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




Jörg
Beiträge: 7392

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von Jörg » Do 30 Mai, 2019 10:03

srone schreibt
beratungsresistent, wie wir das so oft erleben durften, geht anders..;-)
ich bin begeistert vom Beratungserfolg...

Rüssel beschreibt
Dafür ist der Klang viel besser, richtiger Bass, keine seitlichen Frequenzlöcher, extrem linear etc.
ich hab das Teil erst wenige Tage, seitdem ärgere ich mich, so lange gezögert zu haben.
Erstklassiger Audiopart.




mikroguenni
Beiträge: 164

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von mikroguenni » Do 30 Mai, 2019 17:49

Jurones hat geschrieben:
Do 30 Mai, 2019 00:22
Ich würde gerne beim Drehen angemessene Tonaufnahme bekommen und die Kosten dafür sollen so bescheiden sein wie möglich ... :(
Gedreht werden ein paar Szenen in der Wohnung und das Meiste draußen.

LG - Denis!
Hier ist ein youtube Video bei dem mehrere Richtrohre in einer vergleichbaren Umgebung mit verschiedenen Abständen und verschiedenen Winkel eingesetzt werden.
Ist das so etwa das was Du erwartest?

Die Takes wurden allerdings über einen Recorder aufgenommen, die Mikrofoneingänge der DSLRs sind schlechter.

Zu Deiner Frage: "Ist es weise oder klug, wenn man sich ein gebrauchtes Mikrofon anwerbt, der selbstverständlich funktionstüchtig ist?"
Die wirklich guten Mikrofone werden leider selten gebraucht angeboten. Schrott gibt es zuhauf gebraucht.




K.-D. Schmidt
Beiträge: 705

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von K.-D. Schmidt » Do 30 Mai, 2019 18:09

Die wirklich guten Mikrofone werden leider selten gebraucht angeboten. Schrott gibt es zuhauf gebraucht.
Da habe ich ja Glück gehabt, damals mein AT835ST (jetzt BP4029) gebraucht für 400 Euro unter dem damaligen Preis in fast neuem Zustand erworben zu haben. Es ist bei mir ständig im Einsatz.




Jurones
Beiträge: 22

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von Jurones » Do 30 Mai, 2019 20:02

Hallo mikroguenni,

das Video ist sehr hilfreich. Danke dafür!

Ist es verwendbar, wenn ich auf einen Recorder ganz verzichte und die Ton-Aufnahmen per Laptop einfange? Natürlich mit einer passenden Software und Kabel-Adapter. Ich glaube, durch die Laptop-Ton-Aufnahmen verschaffe ich mir große Erleichterungen, indem ich die aufgezeichneten Ton-Anlieferung noch vor Ort beschriffte. In der Postproduktion wird die "richtige" Ton-Suche dadurch viel leichterer. - Ist ein Laptop für die Ton-Aufnahme geeignet?

LG - Denis!




Jurones
Beiträge: 22

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von Jurones » Do 30 Mai, 2019 20:12

Oh! Die Rode NTG2 scheint für meine Ziele geeignet zu sein. Hier ist ebenfalls ein Video, das ein gutes Audiovergleich liefert:
Auch Preislich ist es sehr entgegenkommend!




rabe131
Beiträge: 289

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von rabe131 » Do 30 Mai, 2019 22:06

... nur stöpselt dieser das Mic nicht direkt in die Kamera. Vorteil vom
NTG-2 ist die Batteriespeisung. Rauscht aber ziemlich, wenn man nicht
ideal nah an der Schallquelle ist und das Signal noch verstärken muss.
Vielleicht für den Anfang nicht schlecht, weil die in Betracht gezogene
Cam ist ja auch nicht Highend.




Jurones
Beiträge: 22

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von Jurones » Do 30 Mai, 2019 22:41

Hallo rabe131,

leider ist in meinem Besitz keine IMAX-Kamera, sondern die Canon EOS 1200D ... XD Für kleinere Projekte, bei der man mit Nahaufnahmen agiert, wird es einigermaßen ausreichen. Leider kann ich an der Kamera kein externes Mikrofon für die Verwendung benutzen und daher brauche ich ein richtiges Equipment für den Ton. (Nach vielen Tagen Recherche stelle ich fest, dass die Ton-Aufnahme eine Wissenschaft für sich ist ...)

Kann man die Rode NTG-2 an einem Laptop anschließen und damit den Ton ohne Benachteiligungen aufsaugen? Bzw. kann man durch diese Herangehensweise auf einen Recorder ganz verzichten?

LG - Denis!




Sammy D
Beiträge: 1388

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von Sammy D » Do 30 Mai, 2019 22:43

Das NTG2 ist an sich nicht schlecht, vor allem wenn es ein Budget-Mic sein soll (gebraucht kriegt man das um die 100 Euro), aber es wurde schon erwähnt, dass es bei bestimmten Konstellationen sehr stark rauscht.
Was Du dann brauchst, sind gute Preamps. Weder mit eingelegter Batterie im Mic an der Kamera oder am Laptop ist das Rauschen wegzubekommen.

Einen Laptop am Set als Soundstation halte ich für völlig inpraktikabel. Zudem bräuchtest du dazu noch ein Audiointerface fürs Mikro. Viel zu viel Gerödel mit Kabeln und Sollbruchstellen.

Kleiner Recorder mit Phantompower und XLR, dazu das Rode.




Jurones
Beiträge: 22

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von Jurones » Do 30 Mai, 2019 22:57

Danke für den Vorschlag, Sammy D!




Jurones
Beiträge: 22

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von Jurones » Do 30 Mai, 2019 23:48

Hallo alle zusammen!

Ich habe erneut einen Ebay-Angebot entdeckt, wo man eine Rode NTG2 für ein günstigen Preis erwerben kann: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 06-172-784

Leider ist es keine Neuware, sondern ein gebrauchter Artikel, wo es wie beschrieben steht, dass alles funktioniert.
Ist es mit Risiko verbunden, wenn ich diesen Artikel abkaufe?

Danke für Eure Hilfe!




Jörg
Beiträge: 7392

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von Jörg » Do 30 Mai, 2019 23:54

Die Bewertung des Verkäufers würde mich abschrecken.




Jurones
Beiträge: 22

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von Jurones » Do 30 Mai, 2019 23:56

Genau dasselbe empfinde ich auch ... Leider kann ich aus eigener Kraft die Funktion nicht überprüfen. Eventuell schreibe ich den Herrn an, ob man vor Ort eine Probeaufnahme veranstalten kann. Der Preis ist tatsächlich reizvoll!

LG - Denis!




Skeptiker
Beiträge: 4940

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von Skeptiker » Fr 31 Mai, 2019 00:01

Nochmals zum Thema Laptop und Mikrofon:

Eine Möglichkeit zum Direktanschluss wären USB-Mikrofone (System-Voraussetzungen Win/Mac beachten!).

Das sind allerdings eher Podcast-Mikrofone (kürzer und dicker, ohne spezielle, seitliche Tondämpfung) für Sprachaufnahmen aus der Nähe als schlanke Richtmikrofone mit recht schmalem Aufnahmewinkel zum Angeln des Tons.

Hier gibt's eine Übersicht:

USB-MIKROFON TEST 2018

https://www.studio-mikrofon-test.de/usb-mikrofon/

Zum Rode NTG2:
Das ist ein recht altes Model (mindestens 15 Jahre - ich habe selbst eines aus der 'Anfangszeit' -> ob die 'Innereien' heute noch dieselben sind ??) mit gewissen Nachteilen (die teils schon erwähnt wurden):
Braucht recht viel Verstärkung (schwacher Ausgangspegel, speziell bei Batteriebetrieb) und tendiert zum Rauschen, wenn die fehlt bzw. übergross ist.
Hat keinen Ein-/Aus-Schalter(!) und keine Batteriestands-Anzeige (in der Praxis ein klarer Nachteil), aber lässt sich natürlich auch ohne Batterie per XLR mit 48 Volt Phantom-Strom anschliessen (nein, das Phantom der Oper hat hierbei seine unsichtbare Hand nicht im Spiel!).
Hat einen Low Cut Schalter (Abschneiden der tiefsten Bassfrequenzen - das kann für die Klarheit von Sprachaufnahmen von Vortei sein oder draussen zum Dämpfen von tieffrequenten Windgeräuschen oder Strassenlärm), der sich nur mit spitzem Werkzeug verstellen lässt.

Vorteile: Wenn alles stimmt, ist der Ton i. O., auch recht preisgünstig gebraucht zu finden.

Unterdessen hat Rode mit dem NTG4 (fehlt im Mikrofon-Test Video) eine Alternative ins Rennen geschickt, die preislich ähnlich liegt. Die Version NTG4+ hat einen fix eingebauten Akku, die Version NTG4 nicht.

Etwas teurere, aber gute Alternative zu NTG2/NTG4 (mit vernünftigem Ausgangspegel, wahlweisem AA 1.5V Batt.-Betrieb samt Batterie-Level-Anzeige, zuschaltbarem Low Cut Filter, Ein-/Aus-Schalter!) wäre das Sennheiser MKE 600 (siehe/höre zuvor verlinktes Mikrofon-Test Video!).




pixelschubser2006
Beiträge: 1649

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von pixelschubser2006 » Fr 31 Mai, 2019 10:13

Es gibt einen Punkt, den ich beim Querlesen vielleicht übersehen habe, oder auf den noch nicht eingegangen wurde: Die Handhabung. Das A & O bei der Mikrofonierung ist der geschickte Umgang damit. Das ist qualitativ viel entscheidender als das Mikrofon selbst. Fakt ist: Selbst billige Elektret-Kapseln bieten einen Mindestmaß an Klangqualität, die man als Anfänger erstmal umsetzen muss. Und dazu gehört nicht nur das Aufstellen des Mikros, sondern auch die gesamte Kette dahinter.
Bei Mikrofonen steigt - wie bei vielen Foto-, Video- und Hifi-Komponenten auch - der Preis exponential mit der Qualität. So sind die Klangunterschiede zwischen einem Sennheiser MKE 600 und einem MKH 416 unter brauchbaren Bedingungen hörbar. Nicht mehr und nicht weniger. Ob ein Kenner bei alltagstypischen Material das sofort und ohne A-B-Vergleich raushört, ist eine andere Frage.
Bezüglich der Alterserscheinungen muss ich den Kollegen Recht gegen. Das betrifft sogar ehemals edle Mikrofone wie die frühere Sennheiser Modul-Serie. Die war mit dem ME80-Modul vor 30 Jahren ständig im Fernsehen zu sehen, und ich kenne sogar Reporter, die das heute noch begeistert benutzen und damit selbst im ÖR gut klarkommen. Ich habe hier ein ganzes System liegen und bin davon nicht begeistert. Extrem empfindlich ist das Teil nur beim Begrappschen, leider nicht im Pegel. Der ist schon auf dem Papier nur gut 2,5x so hoch wie der vom MD421. Allerdings ist letzteres bekanntlich ein Dynamisches, und damit rauschfrei. Das kann man vom Modulsystem leider nicht behaupten. Nun habe ich den konzeptionell identischen Nachfolger im Einsatz (K6/ME66) und bin begeistert. Das ist mein Arbeitstier. Das genannte MKE600 liegt auf einem vergleichbaren Niveau. Ein MKH416 werde ich mir bestimmt auch irgendwann mal zulegen, allerdings wird das bei Broadcastern gerne in Windkörben verwendet, weil es trotz Höhenabfall durch´s Fell noch knackig klingt.
Mit den Ohrwürmern muss ich mich mal näher beschäftigen. Klingt interessant!




Axel
Beiträge: 12614

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von Axel » Fr 31 Mai, 2019 10:43

pixelschubser2006 hat geschrieben:
Fr 31 Mai, 2019 10:13
Nun habe ich den konzeptionell identischen Nachfolger im Einsatz (K6/ME66) und bin begeistert. Das ist mein Arbeitstier. Das genannte MKE600 liegt auf einem vergleichbaren Niveau. Ein MKH416 werde ich mir bestimmt auch irgendwann mal zulegen, allerdings wird das bei Broadcastern gerne in Windkörben verwendet, weil es trotz Höhenabfall durch´s Fell noch knackig klingt.
Mit den Ohrwürmern muss ich mich mal näher beschäftigen. Klingt interessant!
Das ME66 ist so günstig, dass es ein No-Brainer ist. Die Qualität, vor allem bei Aufnahmen in Innenräumen, ist sehr gut von der von typischen "Videomics" zu unterscheiden. Ich habe es seit 11 Jahren, Qualität hat nicht vom "Alter" gelitten, zumindest nicht für mich merklich. Das 416 habe ich seit ein paar Monaten. Gebraucht gekauft für 500 € (neu 999 €, z.B. bei Thomann). Das ist nicht wegen des Alters ein Problem, sondern weil es das meistgefälschte Mikrofon ist, eben weil es ein solcher Klassiker ist. Die chinesischen Fälschungen sind gut (einschließlich der gefälschten Dokumentation sowie einer ohne Direktvergleich durchaus passablen Tonqualität, lediglich die Seriennummer lässt einen sicher sein). Es gilt als das Dialog-Richtmikrofon. Die Unterschiede zum ME66? Kann ich noch nicht sagen. Auch nicht, ob der 416-Klon "Deity sowieso" von Aputure (ca. 300 €) den Preisunterschied erklärt. Vergleichsreviews zwischen beiden sagen meist, das Deity sei "erstaunlich gut", was ich als Aussage nicht besonders Vertrauen erweckend finde. Hätte ich daber kein so günstiges Angebot gefunden, wäre's wohl das Deity geworden. Den Ohrwurm hatte ich mal, und ich fand ihn gut. Alles gute Antworten auf die Frage des TO.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




pixelschubser2006
Beiträge: 1649

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von pixelschubser2006 » Fr 31 Mai, 2019 10:51

Das ME66 gilt ja auch als Broadcast-Standard und wurde im Prinzip von Drahtlosmikrofonen abgelöst, für die es inwischen auch Supernieren-Kapseln gibt. Für Fernsehen ist das ME66 völlig ausreichend. Ich hab meines günstig gebraucht geschossen. Mit ein paar belanglosen Gebrauchsspuren, aber technisch top. Was aber fehlt, ist ein bezahlbares Kameramikro. Mir sind das ME66 und auch das MKE600 einfach zu lang. Deshalb wünsche ich mir noch ein bezahlbares Gegenstück zum MKH8060. Das hat genau die Bauform, die ich mir vorstelle. Ist halt nur unbezahlbar für den Einsatzzweck. Zumindest für mich.




pixelschubser2006
Beiträge: 1649

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von pixelschubser2006 » Fr 31 Mai, 2019 15:04

Anmerkung zu den gebrauchten Mikrofonen: Grundsätzlich gehören Mikros zum langlebigsten Equipment. Das Ausfallrisiko bei dynamischen Mics oder Echtkondensator-Modellen ist sehr gering. Allerdings werden gebrauchte Mikros auch dementsprechend teuer gehandelt. MD421 macht gebraucht nur selten Sinn, zumal hier Freaks auf den Klang alter Modelle schwören und hier die Preise hochtreiben. MD441 kann man super gebraucht kaufen, Preise haben aber inzwischen massiv angezogen. MKH 416 werden in gutem Zustand mit 70% vom aktuellen Neupreis gehandelt.

ABER: Bei den MKHs gibt es die tonadergespeisten Modelle drastisch günstiger als die für 48V-Phantomspeisung. Für auf die Kamera ist das natürlich nix, weil man noch ein Speiseteil dazwischen braucht. Wenn das jedoch nicht stört, oder sowieso einen SQN nutzt, der das direkt unterstützt, kann für nen schmalen Taler super Mikros bekommen.




rush
Beiträge: 9724

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von rush » Fr 31 Mai, 2019 15:38

pixelschubser2006 hat geschrieben:
Fr 31 Mai, 2019 15:04
Wenn das jedoch nicht stört, oder sowieso einen SQN nutzt, der das direkt unterstützt, kann für nen schmalen Taler super Mikros bekommen.
Achtung: Neuere SQN's bieten keine Tonaderspeisung mehr von Hause aus an... das können nur die älteren.

Ansonsten ist die Tonanderversion in der Tat oft günstiger zu bekommen... es gibt dafür auch kleine passive Spannungswandler in Steckerform. Allerdings muss man das vom Handling her wollen.

Gleiches gilt für die "alten" DIN-Anschlussvarianten diverser Sennheiser Reporter Mics und Co... wenn dann mal das passende Anschlusskabel "futsch" ist - bekommt man nicht immer umgehend im nächsten Laden das passende Kabel - und Lötkram hat man on location vielleicht auch nicht immer dabei ;) Daher lieber gleich 'nen Reservekabel einstecken.

Für den Blitzschuh einer Kamera sind jene 416er und nachfolger Derivate aber alle eigentlich zu groß und überdimensioniert.

Auch wenn die Rode's von vielen offenbar verschmäht werden - ich setze sie im Mix mit Sennheiser und Beyerdynamic dennoch ganz gern ein - insbesondere die Winz-Dinger wie das VideoMicro als "Atmo für Arme" Ersatz oder das VideoMic Pro mit ordentlich "Dampf" um auch rauschende Preamps relativ niedrig halten zu können.
keep ya head up




Sammy D
Beiträge: 1388

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von Sammy D » Fr 31 Mai, 2019 15:50

pixelschubser2006 hat geschrieben:
Fr 31 Mai, 2019 10:51
... Deshalb wünsche ich mir noch ein bezahlbares Gegenstück zum MKH8060. Das hat genau die Bauform, die ich mir vorstelle. Ist halt nur unbezahlbar für den Einsatzzweck. Zumindest für mich.
Ich habs vor einiger Zeit bei Videodata (jetzt Teltec) als Demoware für 750€ (inkl. MwSt) bekommen. Die haben das öfter im Angebot. Musste ein paar Mal die Woche reinschauen.




pixelschubser2006
Beiträge: 1649

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von pixelschubser2006 » Fr 31 Mai, 2019 20:33

@Sammy D: Hab ich bei Teltec gesehen. Da kommen immer mal wieder Angebote von Projekten rein, auch das 416 und das 8060 habe ich da schon gesehen. Es hat mich in den Fingern gejuckt, vielleicht schlage ich bei sowas irgendwann mal zu. Hab da neulich zwei Funkstrecken geschossen, die erwiesen sich im Nachhinein als nicht so neuwertig, funktionierten aber einwandfrei. Was mir allerdings beim 8060 nicht gefällt, ist die komische Nextel-Lackierung. Die war schon bei alten Revoxen nervig. Hat hier aber evtl. akustische Gründe.




Sammy D
Beiträge: 1388

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von Sammy D » Fr 31 Mai, 2019 20:43

pixelschubser2006 hat geschrieben:
Fr 31 Mai, 2019 20:33
@Sammy D: Hab ich bei Teltec gesehen. Da kommen immer mal wieder Angebote von Projekten rein, auch das 416 und das 8060 habe ich da schon gesehen. Es hat mich in den Fingern gejuckt, vielleicht schlage ich bei sowas irgendwann mal zu. Hab da neulich zwei Funkstrecken geschossen, die erwiesen sich im Nachhinein als nicht so neuwertig, funktionierten aber einwandfrei. Was mir allerdings beim 8060 nicht gefällt, ist die komische Nextel-Lackierung. Die war schon bei alten Revoxen nervig. Hat hier aber evtl. akustische Gründe.
Auf die Funkstrecken hatte ich ja hingewiesen. ;)

Beim 8060er hatte ich Glück. Es war absolut neuwertig, schien unbenutzt.

Mich stört die Lackierung nicht, da ich es sowieso nicht direkt in der Hand halte. Ich teste das mal.




TomWI
Beiträge: 240

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von TomWI » Sa 01 Jun, 2019 08:59

pixelschubser2006 hat geschrieben:
Fr 31 Mai, 2019 10:51
...Was aber fehlt, ist ein bezahlbares Kameramikro. Mir sind das ME66 und auch das MKE600 einfach zu lang...
Ich benutze das ME66 auch zur vollen Zufriedenheit. Zum (zugegebenermaßen sehr seltenen) Einsatz auf der Kamera hab ich mir vor zwei Jahren die ME64 Kapsel auf ebay geschossen. Klanglich vergleichbar und weniger als halb so lang (105 mm vs. 220 mm).




Blackbox
Beiträge: 143

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von Blackbox » Mo 03 Jun, 2019 02:35

Kleine Ergänzungen:

Du solltest bedenken, dass Du für Aussendrehs zwingend einen guten Windkorb brauchst. Preisgünstig evtl. Rode oder welche aus indien (ebay), die zwar nicht ganz so robust sind wie Sennheiser/Schoeps/Rycote und Co., die mitgelieferten Gummis reissen recht schnell, aber die 'Inder' machen ihren Job ganz gut, Verlängerung für längere Richtrohre dabei (gibt nur keine Langhaarversion für ernsthaften Wind).
Die Angel sollte das Gesamtgewicht sicher tragen ohne zu stark zu verbiegen und ohne zu starke Griffgeräusche zu machen.
Wenn Du erst anfängst ist es absolut sinnvoll VOR dem Dreh das Angeln und das Beurteilen zu üben!
Irgendwer muss ja die nötige Ahnung haben um realistisch am Set sagen zu können ob der Take o.k. ist, in der Nachbearbeitung sicher zu retten ist, oder ob wiederholt werden muss. Wiederholungen können zu gereizter Stimmung führen, aber immer noch besser als hinterher kein brauchbares Material zu haben.
Fataler Fehler: nicht zu sagen, dass was schief ging und wiederholt werden muss.

Unbedingt nötig ist zudem ein ausreichend abgeschirmter Kopfhörer (Sennheiser HD25 oder Beyer DT100, DT250, DT770(M) oder ähnliche.
An der DSLR ist das evtl. schwierig, weil Du nicht genau sagen kannst, ob das Rauschen das Du hörst am schlechten Ton des Kameraausgangs liegt, oder ob das im aufgenommenen Material ist (Rauschen lässt sich aber in Grenzen hinterher etwas reduzieren)

Nicht immer klingen die Aussendreh-Richtrohre drinnen gut. Hängt vom Raum ab, ob sich die Akteure bewegen, ob die Angel stark geschwenkt werden muss, etc.

Innen sind Schoeps (41er) und Sennheiser MKH-50 Supernieren (oder Nachfolger) quasi Standard, Neumann KM-Serie und Oktava Supernierenkapsel (günstig und erstaunlich gut) sind aber auch nicht schlecht. Alle brauchen Phantomspeisung, und einige Kombinationen brauchen wegen unterschiedlicher Sounds etwas Nachbearbeitung (z.B.416 Draussen plus Oktava Drinnen). Richtrohr drinnen KANN aber auch gut funktionieren.
Ein weites Feld ....

Wenn Du dich ernsthaft damit beschäftigen willst kommst Du evtl. nicht drumrum Dir ein "Set" zuzulegen, das auch unterschiedliche Situationen am Set bewältigen kann.
Wichtig ist unter Umstaänden auch Bewegungen abdecken zu können, dass dir die Dialoge nicht aus der Angelreichweite laufen, Kabel dürfen nicht zu sehen sein, ggf. ist Funk notwendig, ggf. ergänzend Ansteckmikros ggf. Stativ(e), ggf. zwei Mikros nötig und so weiter.

Ein paar Standards und Notfallmassnahmen für Probleme am Set zu kennen ist auch nicht schlecht (Nur-Ton, Durchgang mit allen anfallenden Geräuschen (Schritte, Kaffeetasse, etc.), Stereo-Atmo nicht vergessen, Wahrnehmen und Ausschalten von Störgeräuschen, etc.

ME66 mit Korb und Angel per Kabel in DSLR kann ein guter Anfang sein, aber um das seriös und dauerhaft zu machen ist ein Set aus Richtrohr, Superniere, Kurzangel, Langangel, Deadcat, 2x Funk mit Ansteckmikros plus Rekorder schon irgendwann sinnvoll.
Ist ja auch heutzutage alles relativ günstig geworden (bis auf die Mikros).

Gebrauchttipp - gerade für ungeübte Angler: das Beyer-736 oder Nachfolger (NICHT das MCE85).
Kennt kaum einer, ist aber ziemlich Oberliga, nicht so pingelig wie das 416 was das genaue Zielen angeht, kingt relativ satt (besser als das recht dünne ME66), kann aber Sprache nicht so gut isolieren und hat leichte Defizite in der Konsonantenverständlichkeit (wenn man das 416 als Maß der Dinge nimmt).




Jurones
Beiträge: 22

Re: kaufberatung: Ein altes Richtmikrofon für Dialoge geeignet?

Beitrag von Jurones » Mo 03 Jun, 2019 17:14

Hallo Blackbox,

danke für deine hilfreiche Aufklärung und für die Tipps!




Social Media

       
 Aktuelle Beiträge [alle Foren]
 
» 24p zu 23,976
von dienstag_01 - So 21:12
» DJI Mavic Mini Drohne: 2.7K Video und nur 249g: Führerschein- und registrierfrei
von klusterdegenerierung - So 20:35
» Erste Aufnahmen von der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
von klusterdegenerierung - So 20:22
» Z Cam E2G, E2C, E2-6F, E2-S6, E2-F8
von Funless - So 20:15
» FOTGA A50 Field Moni in 4 Versionen SDI
von klusterdegenerierung - So 19:42
» Manfrotto MVH502A Pro Fluid Video Neiger
von Jörg - So 19:39
» B-Cam zu FS7/Filmen Freibad
von rainermann - So 19:37
» DJI: Drohnen sind bald per Handy App identifizierbar
von vaio - So 19:35
» Brauche Einsteigertipps für Premiere Pro (8bit vs. 10bit, V-LOG, HLG, etc)
von dienstag_01 - So 18:31
» Altes Thema neu aufgelegt: GEMA freie MUsik nicht GEMA frei?
von handiro - So 18:28
» BMPCC (original, 4K, 6K) und externe Steuerung?
von rush - So 17:42
» Ursa Mini Shoulder Kit - VCT14 kompatibel?
von Frank Glencairn - So 17:07
» Wie Profis arbeiten!
von roki100 - So 13:49
» mit Dank
von Chiara - So 13:21
» Josh baut sein Youtube Studio
von klusterdegenerierung - So 12:48
» Cliptutorial: DOP Lawrence Sher über den Umgang mit Farben bei „Joker“ u.a. ...
von slashCAM - So 10:27
» GH5: suche conversion LUTs
von Darth Schneider - So 10:26
» Laufband Greenscreen welche Farbe?
von Frank Glencairn - So 8:32
» Sequenz in Timeline eingefügt -- reingezoomt?
von dustdancer - So 8:16
» Premiere: Basic-Frage: Empfehlt Ihr das Schneiden mit Sequenzen?
von Ensasserin - Sa 22:52
» JOKER - Teaser Trailer
von MrMeeseeks - Sa 21:24
» Z-Axis Stabilisator für Einhand Gimbals
von roki100 - Sa 16:24
» Neuer WEEBILL-S Gimbal von ZHIYUN: u.a.mit latenzarmer Videovorschau
von roki100 - Sa 16:07
» Sigma fp -- 4K RAW-Kamera demnächst für 1899 Dollar verfügbar
von roki100 - Sa 16:03
» A6400 Lautstärke der Tonaufzeichnung bei Video
von Jan - Sa 15:57
» Sea-thru: Fade Unterwasseraufnahmen bekommen echte Farben durch neuen Algorithmus
von vaio - Sa 15:08
» Barstow, California heute Abend um 22,25Uhr auf 3SAT
von dienstag_01 - Sa 11:49
» AJA veröffentlicht neue Desktop Software v15.5 für KONA, Io und T-TAP
von slashCAM - Sa 10:12
» Workstation HP Z4 G4 - Was haltet ihr von dieser Workstation Konfiguration
von stiffla123 - Sa 10:02
» Vollformat RAW für 2000 Euro? Die Sensor-Bildqualität der Sigma fp in 4K und FullHD
von iasi - Sa 6:55
» Die visuell besten Musikvideos
von klusterdegenerierung - Sa 0:15
» Apple: Neues MacBook Pro 16“ - höhere Auflösung, neue Tastatur, mehr GPU-Power ...
von motiongroup - Fr 19:39
» Titanic 2 - The Return of Jack (2020 Movie Trailer)
von Benutzername - Fr 19:17
» CCD-TR808E Video auf Mac mit trappelndem Ton
von wolelk - Fr 18:46
» Manfrotto Stativ Set: MT190XPRO3 Beine + MVH502AH Stativkopf
von videopaul - Fr 17:22
 
neuester Artikel
 
Vollformat RAW für 2000 Euro? Die Sensor-Bildqualität der Sigma fp in 4K und FullHD

Die Sigma fp wird von vielen Filmern mit Spannung erwartet. RAW-Aufzeichnung mit einem FullFrame Sensor unter 2.000 Euro gab es ja bis jetzt noch nicht. Doch kann Sigma auch die hoch gesteckten Erwartungen erfüllen? weiterlesen>>

James Dean CGI-Puppe spielt Hauptrolle in neuem Film

Schlechte Nachrichten für Schauspieler: die Toten spielen ab jetzt wieder mit - und zwar nicht irgendwelche, sondern die Stars. So soll der legendäre James Dean, 1955 im Alter von nur 24 Jahren gestorben, im Film "Finding Jack" eine der Hauptrollen spielen -- doch was heißt hier "spielen"? weiterlesen>>

neuestes Video
 

Aktuelles Video:
Deep in the Guatemalan Jungle with my FPV Drones

Hals- oder vielleicht besser gesagt rotorbrecherische Flugaufnahmen gibt es hier zu bestaunen -- extrem gekonnt lässt der offensichtlich Racing-geschulte Pilot seine kleine Drohne durch die Luft wirbeln (Danke ans Forum für den Hinsweis).