Filmemachen Forum



Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF



Kreativität, Drehbuch schreiben, Filmideen, Regie, und ähnliches
Antworten
medienonkel
Beiträge: 1306

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von medienonkel »

Jott hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 11:26 Bist du echt so schwer von Begriff? Oder grundsätzlich irgendwie derangiert?

Nicht zu fassen.

Du projizierst deine Denke auf andere und fantasierst. Was soll das? Muss man sich Sorgen um deine Gesundheit machen?
Nein, er ist uns psychologisch und auch sonst haushoch überlegen.
Wir sind so etwas wie Haustiere für ihn, die ihn unterhalten und die ihm zur Überhöhung seines Egos dienen.
Ein Routinier, der sich ständig widerholt.

Ignorieren wäre toll, aber dann forenweit!
Sobald auch nur eine Person mit ihm in den Diskurs tritt, kann er seinen Saugstachel ausfahren und geistig onanieren.

Einen konstruktiven Diskurs kann man von ihm nicht erwarten, da er nur von sich aus geht und er die Leistungen und das Können anderer prinzipiell immer infrage stellt.
VBehrens versucht es ja auch immer wieder hier. Nur der ist viel zu offensichtlich hart besoffen, wenn er hier mal schreibt.

Den Unterhaltungswert kann man natürlich mitnehmen.
Man kann ja nachlesen, von wem das passiv aggressive Geschreibsel immer so aus geht. (alleine in das "man" kann unser Psychologe ja schon wieder so viel reininterpretieren... dass jedermann ihn gezielt mit Triggerworten wie einen Spielautomaten bedienen kann, gehört wohl zur Kunstfigur iasi)

Er ist das höchste Wesen und vor allem unbesiegt. ;-)



medienonkel
Beiträge: 1306

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von medienonkel »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 11:57
medienonkel hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 11:05 iasi ist der Forenkönig.

Das muss man einfach so anerkennen.

Er schwebt über allem, durchschaut jeden, er kann hier genüsslich existieren, da er alleine schon qua Existenz immer drüber steht.

Die Frage ist, wie würde er reagieren, wenn einfach niemand mehr mit ihm schreibt oder auf ihn eingeht?
Ob er dann eingeht?

Ich denke, er würde einfach weiter hier schreiben. Zur Not in die Void.
Seine Geltungssucht scheint unendlich.

Am lustigsten ist eh, wenn man ihn stumpf imitiert und er einen deswegen schlecht redet und dann mit Projektion daher kommt.


Achso, das Thema hier:
Selbstverständlich ist der deutsche Film tot.
Fördersysteme, ÖRR Klüngeleien oder genetzwerkte Bevorzugung en bestimmter Dienstleister kennt doch jeder in der Branche.
Deutschland ist eines der korruptesten Länder der Welt.
Es hat noch nie Talent oder können gezählt. Wer die meisten und richtigen Leute kennt, kommt weiter.

Dass wir den Grimmepreis bekommen haben, war eine rein politische Entscheidung, weil man was Junges zum vorzeigen gebraucht hat. Als Beteiligter kam früh der Verdacht auf, dass es sich fast schon um eine Art bestelltes Format vom Gremium gehandelt hat.
Danach gab's 35k vom ÖRR pro 25 minütiger Sendung. Weiterhin von unbezahlten Praktikanten und Nachwuchsleuten zum großen Teil für lau produziert.
Und schwupps kann man eine Produktionsfirma in der Produktionsfirma aufmachen und sich selbst Schnittplätze beim eigentlichen Arbeitgeber, bei dem man sein eigener Chef ist, sich selbst günstig anbieten... (Es ist Absicht, dass man es nicht genau versteht)
Es ist aber erstaunlich, was alles geht, wenn der Zweck über allem steh.

Für sowas wird man dann von den Oberen als echter Macher betitelt, weil man das System geschickt für die Karriere genutzt hat.
Solche Leute kommen weiter.

Die Leute im Hintergrund: beliebig austauschbar.

Es hat halt auch seine Vorteile, wenn man aufgrund seiner Position schon auf Infrastruktur und 20 kostenlose Leute zugreifen kann.
Da könnte sogar unser Forenclown was produzieren.

Ich könnte das nicht. 20 jährigen was vorlügen, um an mein Ziel zu kommen.

Die Branche ist oft sehr schäbig.
Und - welche Schlussfolgerungen ziehst du aus dieser eigentlich bekannten Beschreibung?

Wie gesagt: Systeme, die darauf basieren, dass öffentliche Gelder verteilt werden, führen zu Netzwerkbildung und damit "Korruption". Solche Systeme zersetzen sich von Innen. Die primären Aufgaben treten in den Hintergrund, denn es geht um den Erhalt der Positionen in diesem System.
Mehr öffentliche Gelder in solch ein System zu pumpen, verzögert dann nur den unausweichlichen Zusammenbruch.

Wer dies erkennt, kann dies auch nutzen, indem er Alternativen bietet und neue Wege beschreitet.

Nur weil du nicht verstehst, was es bedeutet, wenn jemand an einem Unternehmen beteiligt ist, statt nur für das Unternehmen zu arbeiten, stimmst du hier den Jammergesang für "Die Leute im Hintergrund" und "20 jährigen" an, die du so edel vor der Ausbeutung bewahrt sehen möchtest.

Wer Auftragsarbeiten annimmt, sollte sich im Nachhinein nicht über die Konditionen beklagen.
Ob es nun die Kunden sind oder die ÖRR - wenn du für sie als Subunternehmer etwas produzierst, hast du die Konditionen akzeptiert. Dafür bist du auf der sicheren Seite und frei vom Verwertungsrisiko.

Wer jedoch an den Verwertungserfolg glaubt und davon auch profitieren möchte, der geht das volle unternehmerische Risiko ein und beteiligt sich als Unternehmer an der unabhängigen Produktion.
Ich war schon an "Unternehmen" beteiligt, habe in Equipment investiert, Arbeitszeit eingesetzt und moralisch unterstützt.
Was kam dabei raus?
Nichts. Nachdem der Erhoffte Erfolg ausblieb, hat man sich einfach ein anderes Business gesucht und mit anderen Leuten in einer neuen Branche gearbeitet.

Du iasi, verstehst einfach nicht, dass nicht jeder ein Unternehmer sein kann. Was wäre ein Unternehmer ohne Leute, die in seinem Sinne auf Anweisung möglichst effektiv arbeiten?
Was machen wir mit den Leuten, die mit Unternehmertum so wenig anfangen können, wie du mit Lohnarbeit?

Daher ist es schwierig, wenn du dich hinstellst und postulierst, dass man es doch nur verstehen müsste.
Wenn du deinen Film produzieren willst, so wie du willst, musst du Geld auf den Tisch legen und entsprechende Fachkräfte einkaufen.
Entweder mit Geld oder mit deinem umfangreichen Netzwerk und guten Argumenten für deinen Film.

Dass DU das nicht verstehst?

Hier im Forum dürftest du aufgrund deines Auftretens wohl keine Mitstreiter mehr finden.
Die Zeit, die du hier im Forum bist, könntest du alleine durch Flaschen sammeln in 10 Jahren so viel Budget zusammen haben, dass dein Motorrad-Kurzfilm ohne Probleme finanzierbar wäre.



ich nicht
Beiträge: 243

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von ich nicht »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 12:00 Da sind wir ja wieder beim Rousseau-Zitat.
rousseau sagt auch:

er erhebt sich über uns nicht nur an verstand, sondern auch an einsicht in das menschliche herz; und so werden wir, die wir uns frei wähnen, zu bloßen geschöpfen seiner gewohnheit, die ihm zur zerstreuung dienen und seinem selbstgefühl nahrung geben. denn wer stets über andere herrscht, verfällt zuletzt der monotonie seiner eigenen überlegenheit.



iasi
Beiträge: 30620

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

medienonkel hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 12:41
Ich war schon an "Unternehmen" beteiligt, habe in Equipment investiert, Arbeitszeit eingesetzt und moralisch unterstützt.
Was kam dabei raus?
Nichts. Nachdem der Erhoffte Erfolg ausblieb, hat man sich einfach ein anderes Business gesucht und mit anderen Leuten in einer neuen Branche gearbeitet.

Du iasi, verstehst einfach nicht, dass nicht jeder ein Unternehmer sein kann. Was wäre ein Unternehmer ohne Leute, die in seinem Sinne auf Anweisung möglichst effektiv arbeiten?
Was machen wir mit den Leuten, die mit Unternehmertum so wenig anfangen können, wie du mit Lohnarbeit?

Daher ist es schwierig, wenn du dich hinstellst und postulierst, dass man es doch nur verstehen müsste.
Wenn du deinen Film produzieren willst, so wie du willst, musst du Geld auf den Tisch legen und entsprechende Fachkräfte einkaufen.
Entweder mit Geld oder mit deinem umfangreichen Netzwerk und guten Argumenten für deinen Film.

Dass DU das nicht verstehst?

Hier im Forum dürftest du aufgrund deines Auftretens wohl keine Mitstreiter mehr finden.
Die Zeit, die du hier im Forum bist, könntest du alleine durch Flaschen sammeln in 10 Jahren so viel Budget zusammen haben, dass dein Motorrad-Kurzfilm ohne Probleme finanzierbar wäre.
Es gibt bei einer Filmproduktion Positionen mit Weisungsbefugnis.
Wer Anweisungen geben möchte, sollte auch bereit sein, die entsprechende Verantwortung zu übernehmen.
Die Abkürzung DoP steht schließlich für Director of Photography.

Regisseur heißt auf Englisch "director".

Ich erwarte von solchen Leuten schon auch Unternehmergeist.
Man kann zudem auch als passiver Teilhaber an Unternehmen beteiligt sein. In den USA ist dies ziemlich beliebt - Aktien sind eine Form solcher Beteiligung.

Und frag dich mal: Willst du mit jemandem an einer Produktion arbeiten, der nicht an diese Produktion glaubt und letztlich nur seine Gage mit dem verdienen möchte, das er gerne macht?
Das ganze Förderungs- und Coproduktionssystem in D fördert solche Leute, aber nicht Filme.

Was du immer noch nicht verstanden hast:
Man muss die Einnahme- also Verwertungschancen immer mit im Blick haben, wenn man wirklich verantwortungsvoll eine leitende Position haben möchte.
Ein "Motorrad-Kurzfilm" ist nicht vernünftig finanzierbar, da Kurzfilme keine Verwertungschancen besitzen und die Herstellungskosten nicht einspielen können.
Ich glaube nicht an den Erfolg eines "Motorrad-Kurzfilm", daher produziere ich auch keinen.

Was ich mache, ist einen Spielfilm vorzubereiten, wozu auch gehört, die rentable Umsetzbarkeit zu prüfen und dafür auch Tests zu machen.
PoC.

Sollte sich herausstellen, dass der erforderliche Aufwand und Budget zu hoch sind, dreht man den Film (noch) nicht.

Die Kameratechnik hat sich so entwickelt, dass der Aufwand und damit das Budget geringer sein können, als früher.

Die Filmförderung hat in D die Überlegungen zu Kosten und Ertragschancen in der Branche obsolet gemacht.
Renatabilität ist zweitrangig. Man dreht einen Film, der im Rahmen des Förderbudgets bleibt, schon ist alles gut.
Ach ja - die deutsche "Erfolgsgrenze" von 100.000 Kinozuschauern muss erreicht werden - das ist noch wichtig, wenn man nicht Festivalsauszeichnungen von den Kollegen erhält.



iasi
Beiträge: 30620

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

ich nicht hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 12:50
iasi hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 12:00 Da sind wir ja wieder beim Rousseau-Zitat.
rousseau sagt auch:

er erhebt sich über uns nicht nur an verstand, sondern auch an einsicht in das menschliche herz; und so werden wir, die wir uns frei wähnen, zu bloßen geschöpfen seiner gewohnheit, die ihm zur zerstreuung dienen und seinem selbstgefühl nahrung geben. denn wer stets über andere herrscht, verfällt zuletzt der monotonie seiner eigenen überlegenheit.
copy + paste = Bravo



ich nicht
Beiträge: 243

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von ich nicht »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 13:29
ich nicht hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 12:50

rousseau sagt auch:

er erhebt sich über uns nicht nur an verstand, sondern auch an einsicht in das menschliche herz; und so werden wir, die wir uns frei wähnen, zu bloßen geschöpfen seiner gewohnheit, die ihm zur zerstreuung dienen und seinem selbstgefühl nahrung geben. denn wer stets über andere herrscht, verfällt zuletzt der monotonie seiner eigenen überlegenheit.
copy + paste = Bravo
schöner wäre, wenn du was inhaltliches beitragen könntest.



Jott
Beiträge: 23852

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Dass Iasi nie einen Spielfilm hinkriegen wird - nicht mal mit seiner neuen GoPro - ergibt sich aus 15 Jahren Technik-Gefasel und Arri-Hass.

Egal ob er eine Kunstfigur ist oder real existiert.



Drushba
Beiträge: 2668

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Drushba »

Ein kurzer Einwurf an Iasi: Auch hochwertig wirkende Kurzfilme lassen sich mit wenig Geld produzieren. Kurzfilme sind eine eigene Gattung mit eigenem Markt. Mit einem Kurzfilm kann man in der Branche zeigen, dass man das Storytelling beherrscht. In vieler Hinsicht ist die kurze Form wesentlich schwieriger, weil nur wenig Zeit für Exposition, Wendepunkte, Höhepunkt, retardierendes Moment etc. bleibt. Ein Kurzfilm, der das Publikum erreicht und fasziniert, zeugt deshalb immer von sehr viel handwerklichem, dramaturgischem und regietechnischem Können. Wer das beherrscht, beherrscht auch den Langfilm. Das ist festes Branchenwissen, weshalb sich Kurzfilme auch als Karrierebausteine fürs Filmemachen eignen. Zudem ist es mit Kurzfilm in überschaubarem finanziellem Rahmen möglich, eine gute Story an wesentlich interessanteren Schauplätzen zu drehen und das gefühlte Production Value auf ein ganz anderes Level zu heben.

Beispiel: Eine Freundin drehte ihren letzten Kurzfilm in Südafrika, das über eine exzellente Filminfrastruktur verfügt, mensch findet dort neben krassen Drehorten gute Teams, Cast + Topausrüstung für moderate Preise. Dort vor Ort kostete ihr gesamter Kurzfilmdreh ca. 14.000 Euro. Sie kam buchstäblich nur mit ihrem Können, ihrem Drehbuch und ihren Ersparnissen dorthin. Der Produktionsleiter eines Studios vor Ort konnte mit ihr das Team zusammenstellen, die Drehorte klären, das Casting durchführen und sie konnte durch seine Vermittlung auch noch günstig das Equipment für die paar Drehtage anmieten. Im Preis war sogar noch der Basic-Rohschnitt drin, um sicherzustellen, dass auch an alle Schnittbilder gedacht war und nichts fehlte. Zu Hause konnte sie dann mit Freunden die Postpro erledigen. Das Ergebnis ist cool, der Film tourt seit einem Jahr erfolgreich auf internationalen Festivals und hat die Herstellungskosten durch Preisgelder zum Großteil wieder eingespielt, für die Langfilmversion (das Drehbuch basiert auf der Grundlage ihres Kurzfilmbuches) steht sie in Verhandlungen.

Es ist durchaus möglich, einfach mal zu machen, was Dich in Deiner These ja im Grunde bestärkt. Alles, was man dazu braucht, sind Können, überschaubare Ersparnisse und eine Idee (am besten in Form eines guten Drehbuchs, das sowohl überzeugt als auch kalkulierbar ist), aber nicht unbedingt bzw. eigentlich gar keine eigene Kameraausrüstung. ;-)



Jott
Beiträge: 23852

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Alles richtig - aber Iasi legt größten Wert darauf festzustellen, dass er sich für einen Kurzfilm als Karriere-Einstieg zu fein ist.

Lieber von der neuen GoPro träumen und zwanghaft über Filmförderung abkotzen, obwohl er damit ja überhaupt nichts zu tun hat.



Funless
Beiträge: 6060

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Funless »

Drushba hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 13:54 Ein kurzer Einwurf an Iasi: Auch hochwertig wirkende Kurzfilme lassen sich mit wenig Geld produzieren. Kurzfilme sind eine eigene Gattung mit eigenem Markt. Mit einem Kurzfilm kann man in der Branche zeigen, dass man das Storytelling beherrscht. In vieler Hinsicht ist die kurze Form wesentlich schwieriger, weil nur wenig Zeit für Exposition, Wendepunkte, Höhepunkt, retardierendes Moment etc. bleibt. Ein Kurzfilm, der das Publikum erreicht und fasziniert, zeugt deshalb immer von sehr viel handwerklichem, dramaturgischem und regietechnischem Können. Wer das beherrscht, beherrscht auch den Langfilm. Das ist festes Branchenwissen, weshalb sich Kurzfilme auch als Karrierebausteine fürs Filmemachen eignen. Zudem ist es mit Kurzfilm in überschaubarem finanziellem Rahmen möglich, eine gute Story an wesentlich interessanteren Schauplätzen zu drehen und das gefühlte Production Value auf ein ganz anderes Level zu heben.

Beispiel: Eine Freundin drehte ihren letzten Kurzfilm in Südafrika, das über eine exzellente Filminfrastruktur verfügt, mensch findet dort neben krassen Drehorten gute Teams, Cast + Topausrüstung für moderate Preise. Dort vor Ort kostete ihr gesamter Kurzfilmdreh ca. 14.000 Euro. Sie kam buchstäblich nur mit ihrem Können, ihrem Drehbuch und ihren Ersparnissen dorthin. Der Produktionsleiter eines Studios vor Ort konnte mit ihr das Team zusammenstellen, die Drehorte klären, das Casting durchführen und sie konnte durch seine Vermittlung auch noch günstig das Equipment für die paar Drehtage anmieten. Im Preis war sogar noch der Basic-Rohschnitt drin, um sicherzustellen, dass auch an alle Schnittbilder gedacht war und nichts fehlte. Zu Hause konnte sie dann mit Freunden die Postpro erledigen. Das Ergebnis ist cool, der Film tourt seit einem Jahr erfolgreich auf internationalen Festivals und hat die Herstellungskosten durch Preisgelder zum Großteil wieder eingespielt, für die Langfilmversion (das Drehbuch basiert auf der Grundlage ihres Kurzfilmbuches) steht sie in Verhandlungen.

Es ist durchaus möglich, einfach mal zu machen, was Dich in Deiner These ja im Grunde bestärkt. Alles, was man dazu braucht, sind Können, überschaubare Ersparnisse und eine Idee (am besten in Form eines guten Drehbuchs, das sowohl überzeugt als auch kalkulierbar ist), aber nicht unbedingt bzw. eigentlich gar keine eigene Kameraausrüstung. ;-)
Das ist ein sehr schönes Beispiel und an den abfälligen Kurzfilm Verächter gerichtet, könnte dieser ja mal die Filmhistorie bemühen um zu recherchieren wieviele Kurzfilme bereits die Vorlage zu erfolgreichen Spielfilmen waren.

Oder in seinen Worten:

"Frag dich doch mal wieviele bekannte Spielfilme als Kurzfilme begannen um Finanzierungen zu sichern, das Konzept zu testen oder das filmische Können der Macher zu beweisen."

Oh lieber iasi, da hätten wir einige Beispiele:
  • Whiplash (2014): Regisseur Damien Chazelle drehte 2013 zunächst einen 18-minütigen Kurzfilm, um Geld für die Spielfilmversion zu beschaffen.
  • District 9 (2009): Basiert auf dem Kurzfilm „Alive in Joburg“ (2005) von Neill Blomkamp, der das Konzept der Aliens in Südafrika etablierte.
  • Saw (2004): James Wan und Leigh Whannell drehten 2003 eine Schlüsselszene (die Falle) als Kurzfilm, um Studios vom Konzept zu überzeugen.
  • Mama (2013): Der spanische Kurzfilm „Mamá“ (2008) von Andy Muschietti war so beängstigend, dass Guillermo del Toro ihn als Produzent für einen Spielfilm adaptierte.
  • Frankenweenie (2012): Tim Burtons Animationsfilm ist ein Remake seines eigenen Kurzfilms von 1984.
  • Bottle Rocket (1996): Wes Andersons Spielfilmdebüt basiert auf seinem gleichnamigen Kurzfilm von 1994.
  • The Evil Dead (1981): Sam Raimi drehte den Kurzfilm „Within the Woods“ (1978), um Investoren für sein Spielfilmprojekt zu finden.

Und als zweites könnte man ihn in seinen Worten fragen:

"Und jetzt frag dich doch mal welche bekannten Spielfilme mit deinem sog. Unternehmerkonzept erfolgreich wurden."

Wir wissen alle, dass darauf von ihm keine sachliche Antwort kommen wird.

¯\_(ツ)_/¯
Funless has spoken!
.........................................................
"The enemy of art is the absence of limitations."
(Orson Welles)
.........................................................
No Cenobites were harmed during filming.
Zuletzt geändert von Funless am Sa 02 Mai, 2026 14:24, insgesamt 1-mal geändert.



Jott
Beiträge: 23852

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Drushba hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 13:54 Alles, was man dazu braucht, sind Können, überschaubare Ersparnisse und eine Idee (am besten in Form eines guten Drehbuchs, das sowohl überzeugt als auch kalkulierbar ist), aber nicht unbedingt bzw. eigentlich gar keine eigene Kameraausrüstung. ;-)
Genau das sieht Iasi völlig anders. Aus seiner Sicht ist die Nikon ZR die erste Kamera überhaupt, mit der man einen Film drehen kann. Deswegen konnte er seine Pläne nie umsetzen.

Und jetzt?



ffm
Beiträge: 404

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von ffm »

Kinofilme sind völlig uninteressant. Die Kurzfilmproduktion ist eine der wenigen Einstiegsmöglichkeiten, wenn man es wirklich nicht lassen kann, vom Kinofilm zu träumen.



7River
Beiträge: 4942

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von 7River »

ffm hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 14:24 Kinofilme sind völlig uninteressant.
Das würde ich jetzt nicht sagen. Aber wie realistisch ist es, dass ausgerechnet der erste Film, den jemand abdreht, erfolgreich in den deutschen Kinos läuft? Wie wir alle wissen, schaffen das die wenigsten deutschen Filme. Bis auf Schweiger, Herbig und Schweighöfer.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



iasi
Beiträge: 30620

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

Jott hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 14:20
Drushba hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 13:54 Alles, was man dazu braucht, sind Können, überschaubare Ersparnisse und eine Idee (am besten in Form eines guten Drehbuchs, das sowohl überzeugt als auch kalkulierbar ist), aber nicht unbedingt bzw. eigentlich gar keine eigene Kameraausrüstung. ;-)
Genau das sieht Iasi völlig anders. Aus seiner Sicht ist die Nikon ZR die erste Kamera überhaupt, mit der man einen Film drehen kann. Deswegen konnte er seine Pläne nie umsetzen.

Und jetzt?
Oh je - da kommentiert mich ständig unser Jott, meint aber immer noch, dass die Produktion eines Spielfilmes von einer Kamera abhängt.

Die Zusammenhänge zwischen Kamera und dem damit verbundenen Aufwand beim Dreh willst du wohl nicht verstehen.

Üblicherweise nimmt man die geeigneste Kamera, die den Aufwand möglichst gering hält.
Eine Red befestige ich jedenfalls nicht so einfach an einem Motorrad, wie eine GoPro.

Es macht auch einen Unterschied, wenn eine Kamera eine höhere Empfindlichkeit bietet, denn dadurch sinkt die erforderliche Lichtleistung.

Jott ist noch immer auf der Suche nach der eierlegende Wollmilchsau unter den Kameras und hat daher auch nicht den Blick auf die Vorteile verschiedener Kameras, die man einsetzen kann, um bestimmte Einstellungen überhaupt rentabel umsetzen zu können.

Kameras sind Werkzeuge. Für jede Einstellung nutzt man die Geeigneste.



iasi
Beiträge: 30620

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

Drushba hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 13:54 Ein kurzer Einwurf an Iasi: Auch hochwertig wirkende Kurzfilme lassen sich mit wenig Geld produzieren. Kurzfilme sind eine eigene Gattung mit eigenem Markt. Mit einem Kurzfilm kann man in der Branche zeigen, dass man das Storytelling beherrscht. In vieler Hinsicht ist die kurze Form wesentlich schwieriger, weil nur wenig Zeit für Exposition, Wendepunkte, Höhepunkt, retardierendes Moment etc. bleibt. Ein Kurzfilm, der das Publikum erreicht und fasziniert, zeugt deshalb immer von sehr viel handwerklichem, dramaturgischem und regietechnischem Können. Wer das beherrscht, beherrscht auch den Langfilm. Das ist festes Branchenwissen, weshalb sich Kurzfilme auch als Karrierebausteine fürs Filmemachen eignen. Zudem ist es mit Kurzfilm in überschaubarem finanziellem Rahmen möglich, eine gute Story an wesentlich interessanteren Schauplätzen zu drehen und das gefühlte Production Value auf ein ganz anderes Level zu heben.

Beispiel: Eine Freundin drehte ihren letzten Kurzfilm in Südafrika, das über eine exzellente Filminfrastruktur verfügt, mensch findet dort neben krassen Drehorten gute Teams, Cast + Topausrüstung für moderate Preise. Dort vor Ort kostete ihr gesamter Kurzfilmdreh ca. 14.000 Euro. Sie kam buchstäblich nur mit ihrem Können, ihrem Drehbuch und ihren Ersparnissen dorthin. Der Produktionsleiter eines Studios vor Ort konnte mit ihr das Team zusammenstellen, die Drehorte klären, das Casting durchführen und sie konnte durch seine Vermittlung auch noch günstig das Equipment für die paar Drehtage anmieten. Im Preis war sogar noch der Basic-Rohschnitt drin, um sicherzustellen, dass auch an alle Schnittbilder gedacht war und nichts fehlte. Zu Hause konnte sie dann mit Freunden die Postpro erledigen. Das Ergebnis ist cool, der Film tourt seit einem Jahr erfolgreich auf internationalen Festivals und hat die Herstellungskosten durch Preisgelder zum Großteil wieder eingespielt, für die Langfilmversion (das Drehbuch basiert auf der Grundlage ihres Kurzfilmbuches) steht sie in Verhandlungen.

Es ist durchaus möglich, einfach mal zu machen, was Dich in Deiner These ja im Grunde bestärkt. Alles, was man dazu braucht, sind Können, überschaubare Ersparnisse und eine Idee (am besten in Form eines guten Drehbuchs, das sowohl überzeugt als auch kalkulierbar ist), aber nicht unbedingt bzw. eigentlich gar keine eigene Kameraausrüstung. ;-)
Die Rechnung mit den 14.000 Euro scheint etwas zu kurz gegriffen. Was ist mit den Kosten der Postpro? Was ist mit dem Zeitaufwand für ein Jahr auf Festivals touren? Was mit dem Drehbuch? Was mit den Produktionsvorbereitung?

Sie hat Unternehmergeist gezeigt und einen Kurzfilm gedreht. Haben die Preisgelder aber wirklich die vollständigen Herstellungskosten gedeckt?

Von Verhandlungen über eine Langfilmversion bis zu einem Produktionsbeginn ist es noch ein weiter Weg.
Es sei denn, es wird eine geförderte Produktion, bei der es primär um die Förderbewilligungen für die Herstellung geht.
Letztlich ist der Kurzfilm ein POC für den Langfilm und nicht irgendein Kurzfilm.



72cu
Beiträge: 44

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von 72cu »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 19:09Kameras sind Werkzeuge. Für jede Einstellung nutzt man die Geeigneste.
Ich habe ja keine Ahnung (und kann dazu stehen), aber das erscheint mir im Allgemeinen schon arg übertrieben. Es gibt natürlich Filme mit Extremsituationen, aber dann sind das in der Regel wohl ganz große Produktionen. - Ich stelle mir gerade einen Kameratransportkleinbus vor, wo die ganzen Kameras in Fächern liegen, wie diverse Schraubenzieher. ;-)
Ich habe inzwischen eine R5C, und damit mit guten Objektiven schon etwas getestet. Das ist wahrscheinlich die billigste Kamera, mit der man daran denken kann, für's Kino zu drehen, glaube ich in meiner Unwissenheit. Wahrscheinlich würden viele von Euch mit so einem Modell nicht einmal arbeiten wollen. Und trotzdem: Die Tests haben mich völlig überzeugt. Bei gutem Licht, im Freien, Schärfe bei 8K bis auf's letzte Pixel, und in Räumen in der Nacht, bei Licht nur aus dem Nebenraum, aber auch ziemlich offener Blende brauchbare Qualität.
Was ich sagen will: Selbst mit so einem Einsteigermodell kann man mit Sicherheit nahezu alles drehen, was man will. Wenn es nicht gelingt, dann liegt es an den Bedienern, sonstigen Technikern oder leeren Akkus.



Jott
Beiträge: 23852

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

„ Oh je - da kommentiert mich ständig unser Jott, meint aber immer noch, dass die Produktion eines Spielfilmes von einer Kamera abhängt.“


Das erzählst DU seit mindestens zehn Jahren! Dass du nie etwas drehen konntest, weil es keine passende Kamera gab! 🤣🤣🤣

Die Suchfunktion liefert das alles auf Knopfdruck.



Jott
Beiträge: 23852

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 19:27
Drushba hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 13:54 Ein kurzer Einwurf an Iasi: Auch hochwertig wirkende Kurzfilme lassen sich mit wenig Geld produzieren. Kurzfilme sind eine eigene Gattung mit eigenem Markt. Mit einem Kurzfilm kann man in der Branche zeigen, dass man das Storytelling beherrscht. In vieler Hinsicht ist die kurze Form wesentlich schwieriger, weil nur wenig Zeit für Exposition, Wendepunkte, Höhepunkt, retardierendes Moment etc. bleibt. Ein Kurzfilm, der das Publikum erreicht und fasziniert, zeugt deshalb immer von sehr viel handwerklichem, dramaturgischem und regietechnischem Können. Wer das beherrscht, beherrscht auch den Langfilm. Das ist festes Branchenwissen, weshalb sich Kurzfilme auch als Karrierebausteine fürs Filmemachen eignen. Zudem ist es mit Kurzfilm in überschaubarem finanziellem Rahmen möglich, eine gute Story an wesentlich interessanteren Schauplätzen zu drehen und das gefühlte Production Value auf ein ganz anderes Level zu heben.

Beispiel: Eine Freundin drehte ihren letzten Kurzfilm in Südafrika, das über eine exzellente Filminfrastruktur verfügt, mensch findet dort neben krassen Drehorten gute Teams, Cast + Topausrüstung für moderate Preise. Dort vor Ort kostete ihr gesamter Kurzfilmdreh ca. 14.000 Euro. Sie kam buchstäblich nur mit ihrem Können, ihrem Drehbuch und ihren Ersparnissen dorthin. Der Produktionsleiter eines Studios vor Ort konnte mit ihr das Team zusammenstellen, die Drehorte klären, das Casting durchführen und sie konnte durch seine Vermittlung auch noch günstig das Equipment für die paar Drehtage anmieten. Im Preis war sogar noch der Basic-Rohschnitt drin, um sicherzustellen, dass auch an alle Schnittbilder gedacht war und nichts fehlte. Zu Hause konnte sie dann mit Freunden die Postpro erledigen. Das Ergebnis ist cool, der Film tourt seit einem Jahr erfolgreich auf internationalen Festivals und hat die Herstellungskosten durch Preisgelder zum Großteil wieder eingespielt, für die Langfilmversion (das Drehbuch basiert auf der Grundlage ihres Kurzfilmbuches) steht sie in Verhandlungen.

Es ist durchaus möglich, einfach mal zu machen, was Dich in Deiner These ja im Grunde bestärkt. Alles, was man dazu braucht, sind Können, überschaubare Ersparnisse und eine Idee (am besten in Form eines guten Drehbuchs, das sowohl überzeugt als auch kalkulierbar ist), aber nicht unbedingt bzw. eigentlich gar keine eigene Kameraausrüstung. ;-)
Die Rechnung mit den 14.000 Euro scheint etwas zu kurz gegriffen. Was ist mit den Kosten der Postpro? Was ist mit dem Zeitaufwand für ein Jahr auf Festivals touren? Was mit dem Drehbuch? Was mit den Produktionsvorbereitung?

Sie hat Unternehmergeist gezeigt und einen Kurzfilm gedreht. Haben die Preisgelder aber wirklich die vollständigen Herstellungskosten gedeckt?

Von Verhandlungen über eine Langfilmversion bis zu einem Produktionsbeginn ist es noch ein weiter Weg.
Es sei denn, es wird eine geförderte Produktion, bei der es primär um die Förderbewilligungen für die Herstellung geht.
Letztlich ist der Kurzfilm ein POC für den Langfilm und nicht irgendein Kurzfilm.

Andere niedermachen, die wesentlich weiter sind als du? Übler Stil.



Jott
Beiträge: 23852

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

„ Kameras sind Werkzeuge. Für jede Einstellung nutzt man die Geeigneste.“

Na, dann sammel mal. Bald hast du eine GoPro, deren Material du mit zwanzig anderen Kameras, die du gar nicht hast, farblich kombinieren darfst. Das wird ein großer Spaß bei der Spielfilm-Post in deinem WG-Zimmer. Jede Einstellung mit anderer Kamera! So muss das sein.

Wieviel Zeit rechnest du am Set für‘s ständige Kamera-Abwägen?

Eine Antwort wird nicht kommen, sondern irgendwas Grenzdebiles à la „unser Jott glaubt, sein Spielfilm drehe sich von selber“.



7River
Beiträge: 4942

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von 7River »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 19:27 Haben die Preisgelder aber wirklich die vollständigen Herstellungskosten gedeckt?
Und selbst wenn nicht, waren die Dreharbeiten sicher eine besondere Erfahrung. Das I-Tüpfelchen waren später die Auszeichnungen auf den Festivals. Genau so wünscht man sich das doch. Filme werden ja nicht nur wegen Geld gemacht.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



iasi
Beiträge: 30620

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

Funless hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 14:17

Das ist ein sehr schönes Beispiel und an den abfälligen Kurzfilm Verächter gerichtet, könnte dieser ja mal die Filmhistorie bemühen um zu recherchieren wieviele Kurzfilme bereits die Vorlage zu erfolgreichen Spielfilmen waren.

Oder in seinen Worten:

"Frag dich doch mal wieviele bekannte Spielfilme als Kurzfilme begannen um Finanzierungen zu sichern, das Konzept zu testen oder das filmische Können der Macher zu beweisen."

Oh lieber iasi, da hätten wir einige Beispiele:
  • Whiplash (2014): Regisseur Damien Chazelle drehte 2013 zunächst einen 18-minütigen Kurzfilm, um Geld für die Spielfilmversion zu beschaffen.
  • District 9 (2009): Basiert auf dem Kurzfilm „Alive in Joburg“ (2005) von Neill Blomkamp, der das Konzept der Aliens in Südafrika etablierte.
  • Saw (2004): James Wan und Leigh Whannell drehten 2003 eine Schlüsselszene (die Falle) als Kurzfilm, um Studios vom Konzept zu überzeugen.
  • Mama (2013): Der spanische Kurzfilm „Mamá“ (2008) von Andy Muschietti war so beängstigend, dass Guillermo del Toro ihn als Produzent für einen Spielfilm adaptierte.
  • Frankenweenie (2012): Tim Burtons Animationsfilm ist ein Remake seines eigenen Kurzfilms von 1984.
  • Bottle Rocket (1996): Wes Andersons Spielfilmdebüt basiert auf seinem gleichnamigen Kurzfilm von 1994.
  • The Evil Dead (1981): Sam Raimi drehte den Kurzfilm „Within the Woods“ (1978), um Investoren für sein Spielfilmprojekt zu finden.

Und als zweites könnte man ihn in seinen Worten fragen:

"Und jetzt frag dich doch mal welche bekannten Spielfilme mit deinem sog. Unternehmerkonzept erfolgreich wurden."

Wir wissen alle, dass darauf von ihm keine sachliche Antwort kommen wird.

¯\_(ツ)_/¯
Das sind alles POC.

Es geht nicht darum, sich selbst als großen Filmemacher zu präsentieren, sondern das Langfilmkonzept.

Zudem: Schätz mal, wie viele Kurzfilme allein in D jedes Jahr gedreht werden.

Und ich nehme mal, es würde eine längere Liste mit Beispielen werden, bei denen der Spielfilmerstling den Durchbruch brachte.
Auch bei Sam Raimi brachte erst der Langfilm den Durchbruch. The Evil Dead war ein B-Movie und der Kurzfilm laut Raimi amateurhaft.
Einer der ersten Investoren, der sich für das Filmprojekt begeisterte und als Geldgeber einsprang, war ein Bauunternehmer, den Sam Raimi zufällig im Supermarkt kennenlernte, wo er einen Stapel Super-8-Filmrollen seines Kurzfilms „Within the Woods“ zum Entwickeln abgab.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tanz_der_Teufel



Jott
Beiträge: 23852

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

„ Das sind alles POC.“

Würde dir auch gut anstehen. Du hast aber Schiss, das ist alles.



iasi
Beiträge: 30620

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

7River hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 20:00
iasi hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 19:27 Haben die Preisgelder aber wirklich die vollständigen Herstellungskosten gedeckt?
Und selbst wenn nicht, waren die Dreharbeiten sicher eine besondere Erfahrung. Das I-Tüpfelchen waren später die Auszeichnungen auf den Festivals. Genau so wünscht man sich das doch. Filme werden ja nicht nur wegen Geld gemacht.
Nur kannst du mit solch einer Sichtweise keine Investoren überzeugen.

Und Filme zu machen, kostet nun einmal Geld.
Filme werden mit Geld gemacht.

In den Verhandlungen über einen Langfilmversion geht es sicherlich vor allem ums Geld.



Jott
Beiträge: 23852

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Prust.



iasi
Beiträge: 30620

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

Jott hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 20:05 „ Das sind alles POC.“

Würde dir auch gut anstehen. Du hast aber Schiss, das ist alles.
P steht für Proof - warum sollte ich jemandem wie dir etwas beweisen wollen?

Ein Konzept entsteht zudem auch nicht mal eben, was du immer gern verdrängst.



ich nicht
Beiträge: 243

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von ich nicht »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 20:07
7River hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 20:00 Und selbst wenn nicht, waren die Dreharbeiten sicher eine besondere Erfahrung. Das I-Tüpfelchen waren später die Auszeichnungen auf den Festivals. Genau so wünscht man sich das doch. Filme werden ja nicht nur wegen Geld gemacht.
Nur kannst du mit solch einer Sichtweise keine Investoren überzeugen.
wie viele "mitstreiter" hast du nochmal gefunden?
Jott hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 19:47
iasi hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 19:27 Die Rechnung mit den 14.000 Euro scheint etwas zu kurz gegriffen ... ?

Sie hat Unternehmergeist gezeigt und ... ?

Es sei denn, es wird eine geförderte Produktion, bei der es primär um die Förderbewilligungen für ...
Andere niedermachen, die wesentlich weiter sind als du? Übler Stil.
du wirst noch viele "mitstreiter" finden, dank deines charmanten charakters ...



7River
Beiträge: 4942

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von 7River »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 20:07
Nur kannst du mit solch einer Sichtweise keine Investoren überzeugen.
Mhm, diese Sichtweise hat aber einen prämierten Kurzfilm hervorgebracht. Der könnte doch Investoren überzeugen. Oder sehe ich das falsch?
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



Funless
Beiträge: 6060

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Funless »

Wie ich vorhergesagt habe, kam keine sachliche Antwort.
Funless has spoken!
.........................................................
"The enemy of art is the absence of limitations."
(Orson Welles)
.........................................................
No Cenobites were harmed during filming.



Jott
Beiträge: 23852

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

„ P steht für Proof - warum sollte ich jemandem wie dir etwas beweisen wollen?“


Mir doch nicht. Wieso stellst du dich so dumm? Wozu nur?



pillepalle
Beiträge: 11569

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von pillepalle »

Iasi geht es doch gar nicht darum einen Film zu drehen, sonst hätte er es schon längst gemacht. Nach dem ersten gescheiterten Versuch eines eigenen Filmprojekts, ist das Forum sein neues Hobby. Hier kann er seine ganze Expertise einbringen... worauf es nicht ankommt und wie's nicht gemacht wird :)

VG
Es geht doch nichts über ein solides Halbwissen.



iasi
Beiträge: 30620

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

Funless hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 20:52 Wie ich vorhergesagt habe, kam keine sachliche Antwort.
Funless´Definition von "sachliche Antwort": Alles, was seine Behauptung bestätigt.

Die KI sagt:
In Deutschland werden pro Jahr etwa 2.500 Kurzfilme produziert, die auch bei Filmfestivals eingereicht werden.

Die Zahl von über 2.500 Filmen umfasst Produktionen, die oft auf Festivals eingereicht werden und für die teilweise Fördermittel beantragt wurden.
Somit ist die Zahl wohl noch höher.

Wo sind denn die Beispiele für die deutschen Filmemacher, die ihren Durchbruch ihren Kurzfilmen verdanken. Davon muss es doch allein im letzten Jahr sehr viele gegeben haben.

Es genügt nun einmal nicht, nur einige Beispiele zu nennen, um "sachlich" zu sein.

Man könnte genauso viele Beispiele auflisten, bei denen heute erfolgreichen Filmemachern erst nach ihrem ersten Langfilm der Durchbruch gelang.

"Sachlich" ist jedoch die Schlussfolgerung, die man aus der Anzahl der jährlich produzierten Kurzfilme ziehen kann:
2.500 Kurzfilme streiten sich um die Festivalspreise.
Für den Short Tiger Award gibt´s dann z.B. ein Preisgeld von 5.000 €.

Schlussfolgerung:
1. Mit Kurzfilmen kann man nicht mal die Herstellungskosten decken.
2. Die vielen Festivalspreise, die vergeben werden, verwässern deren Bedeutung.



iasi
Beiträge: 30620

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

pillepalle hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 21:17 Iasi geht es doch gar nicht darum einen Film zu drehen, sonst hätte er es schon längst gemacht. Nach dem ersten gescheiterten Versuch eines eigenen Filmprojekts, ist das Forum sein neues Hobby. Hier kann er seine ganze Expertise einbringen... worauf es nicht ankommt und wie's nicht gemacht wird :)

VG
Natürlich - einen Spielfilm zu drehen, der auch Verwertungspotential besitzt, ist für pillepalle so einfach wie Broteschmieren.

Und weil´s ja so einfach ist, lautet pillepalles Antwort auf die Frage "Ist der deutsche Film TOT?" natürlich ...

Tausende Kurzfilme werden jedes Jahr in D gedreht. Da muss es dem deutschen Film doch gut gehen. ;)



Jott
Beiträge: 23852

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Schiss! 😎

Oder findest du nicht mal für ein Wochenende - nach vielleicht drei Jahren Planung - deine Sklaven-Wunschcrew?



ich nicht
Beiträge: 243

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von ich nicht »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Mai, 2026 21:29 Die KI sagt:
In Deutschland werden pro Jahr etwa 2.500 Kurzfilme produziert, die auch bei Filmfestivals eingereicht werden.

Die Zahl von über 2.500 Filmen umfasst Produktionen, die oft auf Festivals eingereicht werden und für die teilweise Fördermittel beantragt wurden.
Die KI sagt auch:
In Deutschland werden pro Jahr etwa 0 Kurzfilme produziert, die eine Länge von genau 0 Minuten haben, da ein Film per Definition eine von null verschiedene Laufzeit besitzen muss.
ich vermute, das trifft auch auf langfilme zu und iasis werke sind da schon eingerechnet.



soulbrother
Beiträge: 1129

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von soulbrother »

Boah... wenn ich mir das so ansehe was hier abgeht, dann muss ich leider völlig sachlich feststellen:
Nicht nur dieser iasi ist ein Irrer, sondern so ziemlich alle, die hier fleißig mitschreiben, haben SadoMaso-mäßig einen an der Klatsche.

"Normal" bin ich auch nicht immer (geht ja auch nicht als Kreativer), aber so derb durchgeknallt, dass ich bei dem Kreisel immer und immer wieder getriggert werden würde: Nee, danke, dann doch nicht.

...das waren dann seine, äh, meine berühmten letzten Worte, viel Spass noch (wenn man DAS Trauerspiel noch als irgendeinen Spass bezeichnen könnte) :-)



 Aktuelle Beiträge [alle Foren]
 
» Musikvideo mit KI und realen Aufnahmen
von Serge - Mi 20:32
» SmallRig: Gut durchdachtes neues Schulterrig und mobiles Effektlicht erklärt
von Darth Schneider - Mi 18:34
» Adobe erklärt die Details zum neuen Premiere Color Mode
von berlin123 - Mi 18:15
» Kinefinity Vista - kompakte 6K-Vollformat Cine-Cam gesichtet
von Darth Schneider - Mi 18:05
» Flusskreuzfahrt Teil 3: Minden
von Riki1979 - Mi 17:51
» Flusskreuzfahrt, Teil 2: Bremen
von Bildlauf - Mi 11:19
» Gerald Undone geht in Pension
von Rick SSon - Mi 11:17
» Panasonic LUMIX S 40mm F2 - neues, kompaktes Standardobjektiv
von Rick SSon - Mi 11:11
» Der Combo Stand
von pillepalle - Mi 10:15
» Blackmagic im Interview: Resolve Photo, Fairlight Live und Camera App Update erklärt
von Jott - Mi 9:49
» Warum Netzwerken wichtiger ist als Talent! FILMREIF
von 7River - Mi 9:39
» RØDELink II vorgestellt - 32-Bit-Float, UHF-Übertragung von Lectrosonics
von rush - Mi 7:04
» Wo liegen die Schwachstellen bei meinem System?
von blacktopfieber - Di 21:08
» NAB 2026 ...dies und das
von Jörg - Di 15:25
» BOSMA Vega H2
von Clemens Schiesko - Di 14:06
» KI schreibt Text und macht Voiceover - Making of Film
von berlin123 - Di 11:54
» Viltrox bringt zwei apochromatische EVO-Objektive für Sony/Nikon
von slashCAM - Di 11:06
» Insta360 Luna - modulare Gimbal-Kamera mit dualem Kameramodul
von Gabriel_Natas - Di 9:27
» Aputure STORM CS32 - Hellstes COB-Spotlight bisher macht 4K-HMI Konkurrenz
von slashCAM - Mo 19:54
» GoPro MISSION 1 Pro - 8K-Actioncam-Modelle erklärt
von slashCAM - Mo 17:57
» Ulanzi stellt D200X Desktop Controller Hub für Video Editoren, Fotografen u.a. vor
von TOBIUNDTRON - Mo 17:25
» Flusskreuzfahrt Leer - Potsdam Teil 1: Von Leer nach Oldenburg.
von Riki1979 - Mo 15:28
» Leica entwickelt nächsten Bildsensor mit Gpixel zusammen
von cantsin - Mo 14:15
» Avid integriert Googles KI-Technologie in den Media Composer
von Tobiornot - Mo 11:13
» Sony zeigt XYN Spatial Capture Solution für virtuelle Produktionen
von slashCAM - Mo 11:06
» Blackmagic URSA Cine 12K LF und Immersive mit 100G und Gen6 Color Science vorgestellt
von ruessel - Mo 8:21
» Osmo Pocket in günstig: Agfaphoto Realimove MC3X
von ruessel - Mo 7:59
» Die Riedel Group übernimmt Traditionshersteller ARRI
von Darth Schneider - So 18:52
» Blackmagic Design stellt neue SMPTE-2110-Lösungen mit 100G vor
von slashCAM - So 15:48
» Val Kilmer lebt
von Alex - So 15:30
» Crew United 2026
von Alex - Sa 17:36
» Neue Lüftermodule von SmallRig sind mit Sony- & Canon-Modellen kompatibel
von toniwan - Sa 16:18
» "Bitcoin: Killing Satoshi" - echte Schauspieler, KI-generierte Welt
von iasi - Sa 15:46
» RØDE Sonaura - kompakte MEMS-basierte Mikrofonkapseln mit SNR von 83dB, EIN 11dBA
von ruessel - Sa 9:29
» Maxon Autograph: Professionelle After Effects Alternative jetzt kostenlos
von MaxSchreck - Sa 6:23