medienonkel hat geschrieben: ↑Sa 02 Mai, 2026 12:41
Ich war schon an "Unternehmen" beteiligt, habe in Equipment investiert, Arbeitszeit eingesetzt und moralisch unterstützt.
Was kam dabei raus?
Nichts. Nachdem der Erhoffte Erfolg ausblieb, hat man sich einfach ein anderes Business gesucht und mit anderen Leuten in einer neuen Branche gearbeitet.
Du iasi, verstehst einfach nicht, dass nicht jeder ein Unternehmer sein kann. Was wäre ein Unternehmer ohne Leute, die in seinem Sinne auf Anweisung möglichst effektiv arbeiten?
Was machen wir mit den Leuten, die mit Unternehmertum so wenig anfangen können, wie du mit Lohnarbeit?
Daher ist es schwierig, wenn du dich hinstellst und postulierst, dass man es doch nur verstehen müsste.
Wenn du deinen Film produzieren willst, so wie du willst, musst du Geld auf den Tisch legen und entsprechende Fachkräfte einkaufen.
Entweder mit Geld oder mit deinem umfangreichen Netzwerk und guten Argumenten für deinen Film.
Dass DU das nicht verstehst?
Hier im Forum dürftest du aufgrund deines Auftretens wohl keine Mitstreiter mehr finden.
Die Zeit, die du hier im Forum bist, könntest du alleine durch Flaschen sammeln in 10 Jahren so viel Budget zusammen haben, dass dein Motorrad-Kurzfilm ohne Probleme finanzierbar wäre.
Es gibt bei einer Filmproduktion Positionen mit Weisungsbefugnis.
Wer Anweisungen geben möchte, sollte auch bereit sein, die entsprechende Verantwortung zu übernehmen.
Die Abkürzung DoP steht schließlich für
Director of Photography.
Regisseur heißt auf Englisch "director".
Ich erwarte von solchen Leuten schon auch Unternehmergeist.
Man kann zudem auch als passiver Teilhaber an Unternehmen beteiligt sein. In den USA ist dies ziemlich beliebt - Aktien sind eine Form solcher Beteiligung.
Und frag dich mal: Willst du mit jemandem an einer Produktion arbeiten, der nicht an diese Produktion glaubt und letztlich nur seine Gage mit dem verdienen möchte, das er gerne macht?
Das ganze Förderungs- und Coproduktionssystem in D fördert solche Leute, aber nicht Filme.
Was du immer noch nicht verstanden hast:
Man muss die Einnahme- also Verwertungschancen immer mit im Blick haben, wenn man wirklich verantwortungsvoll eine leitende Position haben möchte.
Ein "Motorrad-Kurzfilm" ist nicht vernünftig finanzierbar, da Kurzfilme keine Verwertungschancen besitzen und die Herstellungskosten nicht einspielen können.
Ich glaube nicht an den Erfolg eines "Motorrad-Kurzfilm", daher produziere ich auch keinen.
Was ich mache, ist einen Spielfilm vorzubereiten, wozu auch gehört, die rentable Umsetzbarkeit zu prüfen und dafür auch Tests zu machen.
PoC.
Sollte sich herausstellen, dass der erforderliche Aufwand und Budget zu hoch sind, dreht man den Film (noch) nicht.
Die Kameratechnik hat sich so entwickelt, dass der Aufwand und damit das Budget geringer sein können, als früher.
Die Filmförderung hat in D die Überlegungen zu Kosten und Ertragschancen in der Branche obsolet gemacht.
Renatabilität ist zweitrangig. Man dreht einen Film, der im Rahmen des Förderbudgets bleibt, schon ist alles gut.
Ach ja - die deutsche "Erfolgsgrenze" von 100.000 Kinozuschauern muss erreicht werden - das ist noch wichtig, wenn man nicht Festivalsauszeichnungen von den Kollegen erhält.