Herzog hat seine besten Filme mit Kinski gedreht.Darth Schneider hat geschrieben: ↑Mo 26 Jan, 2026 15:26 Bei mir wäre der Kinski so wie der sich aufgeführt hat gezwungen gewesen mit einer gebrochenen Nase weiter zu spielen. 😂
Echt jetzt, freundlich und cool bleiben ist sicher sinnvoll aber alles muss man sich nicht bieten lassen.
In der Tat ne geile Story :DDDDarth Schneider hat geschrieben: ↑Mo 26 Jan, 2026 16:33„Intensiv beim Dreh ist etwas untertrieben “ 😂
https://www.welt.de/geschichte/article2 ... rehen.htmlDie Häuptlinge der Ashininka-Campas und der Machiguengas machten Herzog daher einen Lösungsvorschlag: „Gegen Schluss boten mir die Indianer an, dass sie den Kinski ermorden würden für mich, sie sagten: Sollen wir ihn töten für dich? Und ich sagte: Nein, um Gottes willen, ich brauche ihn ja noch zum Drehen. Lasst ihn mir, lasst ihn mir!“
Herzog war auch kein Engel. Man sollte schließlich auch bedenken, was Herzog seinen Darstellern und seiner Crew abverlangt hatte.
Viele würden mit Herzog nicht in den Dschungel gehen - und das sogar mehrmals. :)Darth Schneider hat geschrieben: ↑Mo 26 Jan, 2026 18:19 Natürlich war Herzog kein Engel.
Kein freundlicher Mensch würde freiwillig 5 Filme mit Kinski im der Hauptrolle machen…..;)))
Wie genau definierst du keinen Engel? Auf mich macht er aber in keiner Weise einen unfreundlichen Eindruck. Ich habe auch noch nie gehört, dass er Leute am Set angeschrien hat oder so.
Wie auch Kinski wollte er seine Vision seiner Filme durchsetzen und war dabei nicht zimperlich.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fitzcarraldo#DreharbeitenMario Adorf hat später in Der Grenzgänger Herzog als menschenverachtenden und größenwahnsinnigen Regisseur dargestellt, der nicht nur hunderte von Urwaldbäumen fällen lässt, sondern auch planmäßig das Leben von Schauspielern und Indigenen riskiert. Umgekehrt sah Herzog bei den beiden ursprünglichen Darstellern Robards und Adorf „Starallüren“ und warf ihnen Feigheit und Dummheit vor.[21]
Tatsächlich kam es zu mehreren Unglücken am Filmset.
Lol. Adorf wäscht Jahrzehnte später dreckige Wäsche und nachdem der erste Anlauf mit Jason Robards, Mick Jagger und ihm nach 40% der Dreharbeiten abgebrochen wurden weil Robards erkrankte. Warum hat er vorher, beim Dreh nichts gesagt, nichts getan und den Dreh nicht abgebrochen? Der war damals ja auch schon ne Größe und kein unbekannter Jungspund, der Schiss haben musste.Mario Adorf hat später in Der Grenzgänger Herzog als menschenverachtenden und größenwahnsinnigen Regisseur dargestellt, der nicht nur hunderte von Urwaldbäumen fällen lässt, sondern auch planmäßig das Leben von Schauspielern und Indigenen riskiert. Umgekehrt sah Herzog bei den beiden ursprünglichen Darstellern Robards und Adorf „Starallüren“ und warf ihnen Feigheit und Dummheit vor.[21]
Tatsächlich kam es zu mehreren Unglücken am Filmset.
Herzog war risikofreudig bei seinen Drehs - da muss man doch nur seine eigenen Berichte und Aussagen studieren.MaxSchreck hat geschrieben: ↑Mo 26 Jan, 2026 23:16Lol. Adorf wäscht Jahrzehnte später dreckige Wäsche und nachdem der erste Anlauf mit Jason Robards, Mick Jagger und ihm nach 40% der Dreharbeiten abgebrochen wurden weil Robards erkrankte. Warum hat er vorher, beim Dreh nichts gesagt, nichts getan und den Dreh nicht abgebrochen? Der war damals ja auch schon ne Größe und kein unbekannter Jungspund, der Schiss haben musste.Mario Adorf hat später in Der Grenzgänger Herzog als menschenverachtenden und größenwahnsinnigen Regisseur dargestellt, der nicht nur hunderte von Urwaldbäumen fällen lässt, sondern auch planmäßig das Leben von Schauspielern und Indigenen riskiert. Umgekehrt sah Herzog bei den beiden ursprünglichen Darstellern Robards und Adorf „Starallüren“ und warf ihnen Feigheit und Dummheit vor.[21]
Tatsächlich kam es zu mehreren Unglücken am Filmset.
Vollidioten sind beide nicht.Darth Schneider hat geschrieben: ↑Di 27 Jan, 2026 04:18 Wie grosse Künstler Kinski und Herzog auch immer waren.
Respekt vor ihrer Arbeit kann man sicherlich haben.
Das ändert aber nix.
Schlussendlich haben sich zwei psychisch kranke Vollidioten gefunden.
Um jetzt zum eigentlichen Thema zurückzukommen.
Ich will ja gar nicht wissen wie viele Leute an den Sets und im privaten Umfeld damals sehr grosse angst hatten.
Kann man nur lernen daraus.
Kunst und Macht über andere Leute gewürzt mit Wahnsinn. Das ist manchmal eine gefährliche Kombination.
Hier muss ich zugeben, daß das mit den Ratten in dieser Schilderung wirklich ziemlich heftig und nur Verachtungswürdig war - in einem anderen Artikel wurde aber von handbemalten Ratten berichtet, in beiden Fällen dürfte er aber wohl kaum persönlich für das Umfärben verantwortlich gewesen sein.iasi hat geschrieben: ↑Di 27 Jan, 2026 00:02 Affen oder Ratten müssen für Herzogs Kunst z.B. auch mal etwas leiden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nosferatu ... intergrund
Niemals. Da Fresse ich nen Besen. Ich hab Avatar 1 nur wenige Jahre später auf dem Grabbeltisch gesehen, auf eBay gibt's den ab 2,50 Euro - aber Panic Room oder City of God als Blu-ray? Kein Kommentar...
So ähnlich war er auch im realen Leben.
Warum sollte es den nicht zu sehen geben?
Ich hab nun Mario Adorfs Büchlein zum Dreh von Fitzcarraldo gelesen.MaxSchreck hat geschrieben: ↑Di 27 Jan, 2026 07:43Hier muss ich zugeben, daß das mit den Ratten in dieser Schilderung wirklich ziemlich heftig und nur Verachtungswürdig war - in einem anderen Artikel wurde aber von handbemalten Ratten berichtet, in beiden Fällen dürfte er aber wohl kaum persönlich für das Umfärben verantwortlich gewesen sein.iasi hat geschrieben: ↑Di 27 Jan, 2026 00:02 Affen oder Ratten müssen für Herzogs Kunst z.B. auch mal etwas leiden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nosferatu ... intergrund
Und wenn mit den Affen die aus Aguirre gemeint waren, habe ich dazu nichts gefunden, nur das:
http://www.klaus-kinski.de/filme/agui/agui.htm
Wer den Film kennt, erinnert sich vermutlich an den verängstigten Affen, den Kinski in der Hand hält. Den soll Herzog, zusammen mit den anderen Affen im Film, angeblich als Tierarzt verkleidet, aus einem Flugzeug geklaut bzw. "sich ausgeliehen" haben.
Alles in allem passt das zum Bild von Herzog: Stoisch, autistisch und zudem völlig "unromantisch". Im making of zu Fitzcarraldo sagt er - im krassen Gegensatz zu Kinski, der sich als Naturmensch dargestellt hat - daß er die Natur als einen grausamen und unerbittlichen Kampf ansieht und nichts schönes daran sehen kann.
Ich glaube daher das Beste, was man machen kann, wenn man mit solchen Leuten und deren Arbeitsstil nicht klarkommt, ist: Einfach weggehen. Wird allerdings schwierig in diesem Gewerbe, wo es von Bekloppten bis Wahnsinnigen unter den Entscheidern nur so wimmelt.
Ist das das Salz in der Suppe? Bücher werden ja oft nach Skandalen oder Ähnlichem herausgebracht, um noch ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Was zog Herzog denn genau ab?iasi hat geschrieben: ↑So 01 Feb, 2026 23:40
Ich hab nun Mario Adorfs Büchlein zum Dreh von Fitzcarraldo gelesen.
Adorf lässt da kaum ein gutes Haar an Herzog.
Auch wenn er Jason Robards und Mick Jagger zitiert, ist dies nicht schmeichelhaft für Herzog. Da konnte Herzog wohl froh sein, dass Kinski das mitgemacht hatte, was Herzog da abzog.
Adorf erzählt anhand seines Tagebuchs, das er geführt hatte - aber durchaus überspitzt und wohl auch mit recht einseitigem Blick auf Herzog von den Dreharbeiten.7River hat geschrieben: ↑Mo 02 Feb, 2026 06:52Ist das das Salz in der Suppe? Bücher werden ja oft nach Skandalen oder Ähnlichem herausgebracht, um noch ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Was zog Herzog denn genau ab?iasi hat geschrieben: ↑So 01 Feb, 2026 23:40
Ich hab nun Mario Adorfs Büchlein zum Dreh von Fitzcarraldo gelesen.
Adorf lässt da kaum ein gutes Haar an Herzog.
Auch wenn er Jason Robards und Mick Jagger zitiert, ist dies nicht schmeichelhaft für Herzog. Da konnte Herzog wohl froh sein, dass Kinski das mitgemacht hatte, was Herzog da abzog.
Most of what you've heard about Werner Herzog is untrue.
More than any other director, living or dead, the number of false rumours and downright lies disseminated about the man and his films is truly astonishing. In researching Herzog's life and work, a process that involved trawling through endless sources, it soon became clear how frequently some would contradict others. And while recently spending time with the man, I confess to having deviously longed to trip him up, find holes in his arguments, uncover a mass of contradictory statements. But to no avail, and I now conclude that either he's a master liar, or more probably, he's been telling me the truth.
But nota bene: he didn't direct Kinski from behind the camera with a rifle.
He didn't put anyone's life at risk when making Fitzcarraldo.
He is not insane, nor is he eccentric.
His work is not in the tradition of the German romanticists.
And he is not a megalomaniac.
Rather, he's an extremely pleasant, generous and modest man who happens to be blessed with extraordinary vision and intuitive intelligence. A fierce sense of humour too that can leave you reeling, and as such written interviews with the man can be seriously inadequate.
Fitzcarraldo is probably the film you're best known for. Yet most discussions centre not around the film itself, but the circumstances under which it was made. When you started work on the film in the Peruvian jungle, did you expect that the media buzz would be so huge?
What I did not expect were things like walking down the street in Munich a few months after Fitzcarraldo came out and seeing a man running frantically towards me. All of a sudden he leapt up in the air, kicked me in the stomach, picked himself up from the ground and yelled, 'That's what you deserve, you pig!'
The problem was there were very real things going on in the area where we wanted to shoot that had absolutely nothing to do with the film at all. There was a border war building up between Peru and Ecuador and all around us we felt this enormous and increasingly threatening military presence. At every second bend of the river there would be a military camp swarming with drunken soldiers.
There were also the oil companies who were exploiting the local oil fields in the areas of the native Indians and who had - with great brutality against the local population - constructed a pipeline across the Indians' territory and across the Andes all the way to the Pacific.
During construction they had brought in prostitutes and there were frequent cases of rape. When we showed up on location in the jungle with the full permission of the local Indians, all the unsolved problems somehow started to revolve around our presence. The media forgot all about the war and the oil because we had real media appeal for them. As you know, Mick Jagger was scheduled to be in the film alongside Claudia Cardinale, with Jason Robards as the original Fitzcarraldo. I certainly never wanted to become the dancing bear in the circus of the media, but all of a sudden there was a strange concoction of Claudia and Jagger plus the mad Herzog, a bunch of native Indians, a border war and a military dictatorship. Ultimately, it was not difficult to rubbish the claims the press made, not least because a human rights group sent a commission down to the area and concluded that there had been not one single violation. I had the feeling the wilder and more bizarre the legends were, the faster they would wither away, and this is what happened. After about two years of being criminalized by the press, the whole thing just faded away.
QuelleKein Blatt vor den Mund nimmt Adorf bei der Schilderung, wie die einheimischen Indios als Statisten von Herzog behandelt werden: Abgespeist mit einem Hungerlohn und kaum Nahrung, leben sie während der Dreharbeiten in einem separaten Camp ohne Licht und mit von Hühnerpest verseuchtem Geflügel. Das "weiße" Team in einem eigenen, luxuriöseren Camp natürlich mit Licht und besserem Essen. Einmal überfährt Herzog versehentlich mit einem Speedboot einen Indio im Wasser und verursacht dessen Tod. Die Sache wird vertuscht und mit unfassbar zynischen Sprüchen Herzogs heruntergespielt, dass einem fast die Kinnlade herunterfällt. Den möglichen Tod seiner Schauspieler nimmt er in einigen lebensgefährlichen Situationen ebenfalls in Kauf.
Bei dem Vorfall war Adorf schon lange nicht mehr am Set, wie er also zu solchen Behauptungen kommt, lässt für mich nur eine Erklärung zu.People still believe that Indians were killed during the pulling of the boat up the mountain.
Herzog:
There is a shot in Fitzcarraldo where the boat finally starts to edge up the side of the mountain a few feet before slipping back again, crushing a couple of Indians. I am proud that the scene is so well directed it was claimed these Indians really had died and I had the audacity to actually film their bodies, deep in the mud underneath the boat. Thankfully Les Blank got that shot he used in Burden of Dreams - the film he made on the set of Fitzcarraldo - where we see the Indians emerging from underneath the boat, laughing, and then washing themselves in the river. I suppose that many of these wild accusations were triggered by shots that looked so convincing. There were some accidents that occurred during shooting, however. I knew that many of the Indians could not swim - they had come from the mountainous areas - and I would sometimes see some of them taking one of the many canoes we had into the middle of the river. I told them not to do this as I did not want anything to happen to them, and eventually I decided to move the canoes up to higher ground and even chain them together. But one day I was coming round a bend of the river on a speed boat and saw a great tumult on the river bank. I immediately knew something had happened and heard from shouts that a boat had capsized just moments before. I dived down and tried to find these two young men who somehow had managed to steal a canoe. Though one reached the shore, the other drowned, and we never found the body. We also had two plane crashes. Everyone survived, but some people sustained very serious injuries. At our field hospital we were also able to treat many locals who had nothing to do with the film and who might otherwise have been very ill, yet an elderly woman did die of anaemia. Simply, those injuries that occurred on the set of Fitzcarraldo were not directly related to the production.


