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Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin



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cantsin
Beiträge: 14574

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von cantsin »

Darth Schneider hat geschrieben: Fr 08 Mär, 2024 13:16 Was ich seltsam finde das alles so lange dauert.
Ist immerhin schon 2 Jahre her.
Der Prozess zwischen Bushido und Abu-Chaker hat sogar drei Jahre lang gedauert. Sobald Promis involviert sind, gibt es teure Anwälte und komplexe Verfahren.



soulbrother
Beiträge: 429

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von soulbrother »

wenn ich die vielen Beiträge hier überfliege, lese ich das Wort Unfall sehr oft.
Doch auch Schiessübungen und scharfe Munition war zu lesen.
Demnach ist meine Meinung schon klar:
Ob man es noch Unfall nennen kann, sei mal dahngestellt, in jedem Fall ist es eine fahrlässige Tötung.
Fahrlässig waren beide, die Verantwortliche und der Benutzer der Waffe.
Dass die Waffenmeisterin komplett versagt hat ist klar, egal aus welchen Gründen.
Dass A.B. fahrlässig war, ist einfach zu begründen:
Er wusste, dass vor Ort schon rumgeballert wurde und muss somit an die Möglichkeit denken, dass Fehler passieren und hätte das Ding mit wenigen Sekunden Aufwand in die Luft abfeuern können.

Oder mit minumal mehr Zeitaufwand eine andere "Sicherheitsprüfung" durchführen können.

Das Hauptproblem von vielen dieser "Waffennarren" ist doch der fehlende Respekt vor der Gefährlichkeit der Waffen.
Daraus folgt der viel zu leichtfertige Umgang.
Daraus folgen die viel zu vielen "Unfälle".

Noch ein weiterer Gedanke, den ich als Ankläger vor Gericht mal fragen würde, wenn es zur Mitschuld von A.B. kommt:
Herr Baldwin, hätten Sie sich diese Waffe auch an den Kopf gehalten und bei einer Selbstmordszene abgedrückt, in dem Wissen, dass vorher noch mit scharfer Munition rumgeballert wurde?



Darth Schneider
Beiträge: 19955

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Darth Schneider »

Ein Unfall wäre es nur wenn die Waffe von selber losgegangen wäre. Was ja durch Experten bewiesen ist das das nicht so war. Oder wenn der Alec mit der Waffe in der Hand gestolpert und den Schuss dabei ausgelöst hatte…
Also fahrlässige Tötung war es so oder so.

Und ich verstehe gar nicht warum echte Schusswaffen an einem Filmset überhaupt erlaubt sind…
Das braucht es heute nun wirklich nicht mehr.

Das sagt Google dazu:

Werden in Filmen echte Waffen benutzt?
Bei Aufnahmen am Tag oder bei hellem Sonnenlicht, ist Mündungsfeuer beispielsweise kaum bis gar nicht sichtbar. Man müsste es sogar bei echten Waffen nachträglich hinzufügen. Trotzdem bestehen manche RegisseurInnen und ProduzentInnen auf funktionsfähige Waffen am Filmset.

Also gibt es für echte Waffen am Filmset eigentlich gar keinen logischen Grund. Ausser man ist ein Waffennarr..
Das alleine ist schon fahrlässig.
Gruss Boris



Alex
Beiträge: 1393

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Alex »

Alec Baldwin möchte "Rust"-Prozess abwenden – und kritisiert angeblich voreingenommene Zeugen
https://www.stern.de/lifestyle/leute/al ... 47248.html



7River
Beiträge: 3808

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von 7River »

Das wird sicherlich noch spannend werden.

Trotzdem bin ich der Meinung, wenn ich als Schauspieler von einem Waffenmeister bei einer Filmproduktion einen Revolver in die Hand gedrückt bekomme, gehe ich davon aus, dass da keine scharfe Patronen drin stecken. Sicherheitshalber sollte man noch selber kontrollieren, aber das kann man unter Zeitdruck auch vergessen. Nicht umsonst gibt es die Position des Waffenmeisters.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



Darth Schneider
Beiträge: 19955

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Darth Schneider »

Kar finde ich ja eigentlich auch, seltsam dabei ist nur das der Alec stur behauptet den Abzug gar nicht betätigt zu haben.
Er gibt der Waffenmeisterin die Schuld, was auch nachvollziehbar ist, aber der Waffe auch noch den Rest der Schuld zu geben…Hmmm…?
Und nachweisen wird man das kaum können, was sein Finger gemacht hat….

Und Zeitdruck ?
Nun ja, es soll ja bei einer Probe passiert sein….
Gruss Boris



7River
Beiträge: 3808

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von 7River »

Darth Schneider hat geschrieben: Fr 15 Mär, 2024 11:42
Und Zeitdruck ?
Nun ja, es soll ja bei einer Probe passiert sein….
Die Zeit ist doch knapp bemessen bei Filmproduktionen? Oft gibt es doch einen straffen Drehplan. Mit klüngeln ist da meistens nichts.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



Bildlauf
Beiträge: 1031

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Bildlauf »

Wenn die Staatsanwalt in den Prozess geht, muss alles wasserdicht sein soweit es geht, denn es ist ja wohl bekannt aus den USA, es gibt keine doppelte Anklage oder Revision für die Staatsanwaltschaft. Ist Baldwin "nicht schuldig" gesprochen bleibt er dies in Bezug auf diesen Tatbestand in Kombination mit dem Fall für immer.
Er könnte direkt nach Der Verhandlung vor dem Gerichtsgebäude theoretisch erzählen, wie es wirklich wahr und dennoch, keine erneute Anklage oder Revision möglich. Nur wer macht so etwas direkt nach dem Urteil?

OJ Simpson schrieb das Buch "If I did it", so was macht man doch nur, wenn man weiß, daß man keine juristischen Konsequenzen zu befürchten hat.

Und die Anwälte von Baldwin gehen auch nicht mit Mindestlohn nach Hause. Wie aus prominenten Fällen bekannt, ziehen solche Winkeladvokaten alle Register um ihre Mandaten als "nicht schuldig" aus dem Gerichtssaal gehen zu lassen. Motiviert durch eine entsprechende Honorierung.

Deshalb können sich insbesondre solche Vor-Verfahrenszeiten lange ziehen, auch wenn der Kontext simpel erscheint.

Wie zu sehen in diesem Video unten, hat man den Eindruck der Anwalt hinter Simpson (der Afro Amerikaner, der schräg hinter ihm steht) freut sich mehr über das "nicht schuldig" als Simpson selber.
Eigentlich müsste man dem Anwalt auch so Dollarzeichen wie im Comic in die Augen setzen und so ein "ring ring" Geräusch dazu von einer Registrierkasse.......

Zu vernachlässigen ist im Übrigen nicht die zivilrechtliche Seite. Ein gewonnenes Strafverfahren seitens der Staatsanwaltschaft bedeutet eine bessere Grundlage für Zivilrecht/Schadensersatz. Und da Baldwin wahrscheinlich gut Asche hat, und die Summen recht hoch sind in den USA, hat er auch ein wirtschaftliches Interesse "not gulilty" gesprochen zu werden. Denn die Möglichkeit werden sich die Hinterbliebenen nicht nehmen lassen, was voll verständlich ist und nur richtig ist.

Abhängig vom Bundesstaat haben die Hinterbliebenen der Kamerafrau allerdings auch eine Chance im Zivilen Recht, wenn er strafrechtlich als "nicht schuldig" rausgeht.

Ich weiß gar nicht in welchem Bundesstaat das verhandelt wird oder ob es vor einem Bundesgericht stattfindet oder so. Vielleicht wird ja auch noch über einen Deal verhandelt, nur mit einem Deal ist man immer "schuldig".

OJ Simpson ist strafrechtlich "nicht schuldig", zivilrechtlich hingegen "schuldig". Er musste auch etwas abdrücken, aber nur paar hunderttausend Euro, da nur Geld herangezogen wurde, materielle Güter blieben außen vor (Bundesstaats abhängig meine ich).

Vielleicht versuchen die Anwälte durch dauernde Anträge die Verhandlung zu verschieben, damit Baldwin noch Gelder in Materie umsetzen kann, verschieben oder deponieren kann, umschreiben lässt oder weiß der Teufel.
Alles nur Mutmaßungen.


Zuletzt geändert von Bildlauf am Mo 01 Apr, 2024 15:54, insgesamt 1-mal geändert.



7River
Beiträge: 3808

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von 7River »

Bildlauf hat geschrieben: Sa 30 Mär, 2024 20:10
OJ Simpson schrieb das Buch "If I did it", so was macht man doch nur, wenn man weiß, daß man keine juristischen Konsequenzen zu befürchten hat.
Manchmal wundert man sich, wer so alles mal eben ein Buch geschrieben hat. (…)

Oder ist da ein cleverer Geschäftsmann an ihn herangetreten, der ihn womöglich Geld und einen Deal angeboten hat? Es wird doch jeder Cent mitgenommen, der mitzunehmen ist. Besonders in den USA.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



iasi
Beiträge: 24805

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von iasi »

7River hat geschrieben: So 31 Mär, 2024 07:23
Bildlauf hat geschrieben: Sa 30 Mär, 2024 20:10
OJ Simpson schrieb das Buch "If I did it", so was macht man doch nur, wenn man weiß, daß man keine juristischen Konsequenzen zu befürchten hat.
Manchmal wundert man sich, wer so alles mal eben ein Buch geschrieben hat. (…)

Oder ist da ein cleverer Geschäftsmann an ihn herangetreten, der ihn womöglich Geld und einen Deal angeboten hat? Es wird doch jeder Cent mitgenommen, der mitzunehmen ist. Besonders in den USA.
An diesem Thread sieht man doch, wie viel Aufmerksamkeit so ein Thema erhält und welche hohen Erfolgsaussichten ein Buch zu diesem Vorfall hätte.



Darth Schneider
Beiträge: 19955

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Darth Schneider »

@iasi
Würdest du dir das Buch kaufen ?
Ich bestimmt nicht.

Und bei OJ ist das schon was anderes.
Wir wissen doch bis heute nicht sicher ob er gemordet hat oder nicht.

Bei dem Fall da oben, wissen wir das es ein fahrlässiger Unfall war.
Gruss Boris



Bildlauf
Beiträge: 1031

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Bildlauf »

7River hat geschrieben: So 31 Mär, 2024 07:23
Bildlauf hat geschrieben: Sa 30 Mär, 2024 20:10
OJ Simpson schrieb das Buch "If I did it", so was macht man doch nur, wenn man weiß, daß man keine juristischen Konsequenzen zu befürchten hat.
Manchmal wundert man sich, wer so alles mal eben ein Buch geschrieben hat. (…)

Oder ist da ein cleverer Geschäftsmann an ihn herangetreten, der ihn womöglich Geld und einen Deal angeboten hat? Es wird doch jeder Cent mitgenommen, der mitzunehmen ist. Besonders in den USA.
Das Buch kam erst 2007 herum. Bestimmt konnte er gut Geld gebrauchen.
Es war natürlich ein Ghost Writer am Start.

Darth Schneider hat geschrieben: So 31 Mär, 2024 10:35
Wir wissen doch bis heute nicht sicher ob er gemordet hat oder nicht.
Laut Strafrechts-Urteil ist OJ nicht schuldig.
Ziviligerichtlich ist OJ schuldig.
Muss sich jeder seinen eigenen Reim machen.


Habe nochmal gesehen, es waren doch paar Millionen, die Simpson bezahlen musste, nicht nur paar Hunderttausend.
Gibt ja genug Anwälte die Arbeiten nur mit Erfolsgprämie, bei Gewinn des Ziviliverfahrens bekommt der Anwalt zb 40% der Entschädigungssumme.


Denke, daß das paar Anwälte an die Hinterbliebenen der Kammerfrau herantreten, weil sie wissen im Falle eines Gewinns ist das gut Kasse zu machen mit einem Zivilprozess gegen Baldwin.

Womöglich/Wahrscheinlich wird der Baldwin Prozess (wenn es tatsächlich dazu kommt) ja im TV übertragen und dann gibt es genug bei YouTube zu sehen, und man kann betrachten was da so abgehen wird im Gerichtssaal.



Bluboy
Beiträge: 4517

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Bluboy »

Höchststrafe für Waffenmeisterin

Eine Jury hatte die 26-Jährige Anfang März bei dem Prozess im US-Bundesstaat New Mexico der fahrlässigen Tötung schuldig befunden. Laut der Staatsanwaltschaft hatte sie die mehr als 20 Waffen am Set nur schlampig beaufsichtigt. Am Montag wurde nun das Strafmaß verkündet: Hannah Gutierrez-Reed bekam die Höchststrafe – sie muss für 18 Monate ins Gefängnis.

https://www.t-online.de/unterhaltung/st ... ngnis.html



Bildlauf
Beiträge: 1031

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Bildlauf »

Bluboy hat geschrieben: Mo 15 Apr, 2024 21:21 Höchststrafe für Waffenmeisterin

Interessant, und Baldwin keine Anklage, wurde fallen gelassen?
Oder kommt das noch?

18 Monate, ok das kann man überstehen als Frau im US-Frauengefängnis.
Denke/hoffe aber, sie wird in einer einigermaßen netten Haftanstalt untergebracht, so daß sie da nicht völlig fertig entlassen wird.



Bildlauf
Beiträge: 1031

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Bildlauf »

habe den verlinkten Artikel übersehen, die Baldwin Sache kommt dann noch.



7River
Beiträge: 3808

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von 7River »

Bildlauf hat geschrieben: Di 16 Apr, 2024 19:19
Interessant, und Baldwin keine Anklage, wurde fallen gelassen?
Oder kommt das noch?
Die steht in diesem Sommer an! Jedenfalls in diesem Jahr noch.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



Bildlauf
Beiträge: 1031

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Bildlauf »

7River hat geschrieben: Di 16 Apr, 2024 19:32
Die steht in diesem Sommer an! Jedenfalls in diesem Jahr noch.

Mal sehen was da passiert und wie geurteilt wird.



Darth Schneider
Beiträge: 19955

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Darth Schneider »

Das mit dem Begriff Höchststrafe verwirrt mich ein wenig.

Eine Frau stirbt bei der Arbeit, wird erschossen, wegen reiner Fahrlässigkeit und nur 18 Monate ist in Amerika die Höchststrafe ?
Echt jetz ?

In einem Land wo es immerhin heute noch die Todesstrafe gibt ?
Das ist etwas stange..
Gruss Boris



Bildlauf
Beiträge: 1031

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Bildlauf »

Darth Schneider hat geschrieben: Di 16 Apr, 2024 21:46
Eine Frau stirbt bei der Arbeit, wird erschossen, wegen reiner Fahrlässigkeit und nur 18 Monate ist in Amerika die Höchststrafe ?
Echt jetz ?


Gruss Boris

Dafür sitzen dann andere Leute in den USA lebenslang in Haft wegen Urkundenfälschung..... Sagen wir in 20 Fällen zu je 3 Jahren macht dann 60 Jahre....
Ist praktisch lebenslänglich.

In den USA ist juristisch und Strafmaßmäßig sehr vieles möglich, von - bis

Manche Bundesstaaten haben die Todesstrafe, nicht alle.



roki100
Beiträge: 15729

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von roki100 »

Bildlauf hat geschrieben: Di 16 Apr, 2024 22:13 Dafür sitzen dann andere Leute in den USA lebenslang in Haft wegen Urkundenfälschung.....
Vorallem die schwarze, mexikaner bzw. die anderen...
"Deine Zeit ist begrenzt. Verschwende sie nicht damit, das Leben eines Anderen zu leben"
(Steve Jobs)



Bluboy
Beiträge: 4517

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Bluboy »

Darth Schneider hat geschrieben: Di 16 Apr, 2024 21:46 Das mit dem Begriff Höchststrafe verwirrt mich ein wenig.

Eine Frau stirbt bei der Arbeit, wird erschossen, wegen reiner Fahrlässigkeit und nur 18 Monate ist in Amerika die Höchststrafe ?
Echt jetz ?

In einem Land wo es immerhin heute noch die Todesstrafe gibt ?
Das ist etwas stange..
Gruss Boris
Bei uns

Strafgesetzbuch (StGB) § 222 Fahrlässige Tötung Wer durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.



Pianist
Beiträge: 8460

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Pianist »

Die Frage wäre aber aus deutscher Perspektive erst mal, ob es sich dabei überhaupt um Fahrlässigkeit handelt. Man könnte durchaus darüber diskutieren, ob es sich bei der Funktion "Waffenmeisterin" um eine Aufgabe mit beschützender Garantenstellung handelt. Dann wären wir bei Fehlverhalten nicht mehr bei fahrlässiger Tötung, sondern bei Totschlag.

Gibt es überhaupt einen Grund, warum an einem Filmset scharfe Munition verwendet werden muss? Und Schusswaffen, mit denen scharf geschossen werden kann?

Matthias
Filmemacher für besondere Aufgaben



iasi
Beiträge: 24805

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von iasi »

Bildlauf hat geschrieben: Di 16 Apr, 2024 22:13
Darth Schneider hat geschrieben: Di 16 Apr, 2024 21:46
Eine Frau stirbt bei der Arbeit, wird erschossen, wegen reiner Fahrlässigkeit und nur 18 Monate ist in Amerika die Höchststrafe ?
Echt jetz ?


Gruss Boris

Dafür sitzen dann andere Leute in den USA lebenslang in Haft wegen Urkundenfälschung..... Sagen wir in 20 Fällen zu je 3 Jahren macht dann 60 Jahre....
Ist praktisch lebenslänglich.

Es gibt nun mal den Unterschied zwischen vorsätzlichem und nicht vorsätzlichem Handeln.

Du parkst dein Auto und ziehst die Handbremse nicht an.
Der Gang rutscht raus, es rollt den Hügel hinunter und verletzt einen Menschen tötlich.
Lebenslange Haft?



Axel
Beiträge: 16358

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Axel »

iasi hat geschrieben: Mi 17 Apr, 2024 08:28 Es gibt nun mal den Unterschied zwischen vorsätzlichem und nicht vorsätzlichem Handeln.
Juristisch ja, subjektiv auch. Wissenschaftlich gesehen zweifelhaft. Woher kommt der Vorsatz?
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...



7River
Beiträge: 3808

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von 7River »

Wenn aber keine scharfe Munition an einem Filmset erlaubt ist? Wie sieht es eigentlich aus, wenn echte, schussfähige Waffen wegen Au­then­ti­zi­tät verwendet werden?
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



MK
Beiträge: 4333

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von MK »

7River hat geschrieben: Mi 17 Apr, 2024 09:51 Wie sieht es eigentlich aus, wenn echte, schussfähige Waffen wegen Au­then­ti­zi­tät verwendet werden?
Warum muss die Waffe schussfähig sein um authentisch zu wirken? Funktionslose echte Waffen sind wohl kein Problem...



MK
Beiträge: 4333

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von MK »

Wurde denn eigentlich geklärt wem die Wumme gehört hat? War die für den Film beschafft oder aus dem Privatbesitz eines oder einer Beteiligten?



7River
Beiträge: 3808

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von 7River »

MK hat geschrieben: Mi 17 Apr, 2024 09:55
Warum muss die Waffe schussfähig sein um authentisch zu wirken? Funktionslose echte Waffen sind wohl kein Problem...
Bei einem Revolver sind oft in der Trommel Sperren eingebaut, damit keine scharfe Munition geladen werden kann. Dieses würde man u.U. in entsprechenden Einstellungen sehen. Meines Wissens nach.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



MK
Beiträge: 4333

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von MK »

7River hat geschrieben: Mi 17 Apr, 2024 10:07 Bei einem Revolver sind oft in der Trommel Sperren eingebaut, damit keine scharfe Munition geladen werden kann. Dieses würde man u.U. in entsprechenden Einstellungen sehen. Meines Wissens nach.
Da gäbe es doch aber auch noch tausend andere Möglichkeiten der Stilllegung ohne dass man das von außen sieht... wenn man denn will. Für dedizierte Filmwaffen mit simuliertem Rückschlag, Auswurf, etc. ist der Markt wohl zu klein.



teichomad
Beiträge: 414

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von teichomad »

Baldwin wars. Die Waffenmeisterin steckt mit drin und kassiert nachm Knast die sechstellige Sündenbockgage.



7River
Beiträge: 3808

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von 7River »

MK hat geschrieben: Mi 17 Apr, 2024 10:11
Da gäbe es doch aber auch noch tausend andere Möglichkeiten der Stilllegung ohne dass man das von außen sieht... wenn man denn will. Für dedizierte Filmwaffen mit simuliertem Rückschlag, Auswurf, etc. ist der Markt wohl zu klein.
Sicherlich gibt es die. Ich bin natürlich kein Experte. Ein Bekannter hat zwei stillgelegte Gewehre. Die sind von innen zugeschweißt, sodass man keine Patronen mehr in den Lauf einlegen kann. Wie das jetzt genau mit anderen Schusswaffen gehandhabt wird, weiß ich nicht.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



Alex
Beiträge: 1393

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Alex »



iasi
Beiträge: 24805

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von iasi »

Warum muss denn eigentlich bei einem Unfall immer jemand an den Pranger gestellt werden?

Wer in sein 2-Tonnen-Auto sitzt, stellt für andere auch eine potentielle Gefahr dar, sobald er losfährt.

Dass bei Unfällen Menschen zu Schaden kommen, ergibt sich schon aus der Definition.



Darth Schneider
Beiträge: 19955

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Darth Schneider »

@iasi
Weil eine Waffe am Set war, aber blöderweise geladen mit mindestens einer echten Kugel.
Was an einem Filmset nicht passieren darf.
Das macht den Unfall halt wirklich fahrlässig, darum.

Ist ja nicht so das jemand einfach über ein Kabel gestolpert ist….
Gruss Boris



iasi
Beiträge: 24805

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von iasi »

Darth Schneider hat geschrieben: Mi 24 Apr, 2024 17:57 @iasi
Weil eine Waffe am Set war, aber blöderweise geladen mit mindestens einer echten Kugel.
Was an einem Filmset nicht passieren darf.
Das macht den Unfall halt wirklich fahrlässig, darum.

Ist ja nicht so das jemand einfach über ein Kabel gestolpert ist….
Gruss Boris
"Darf nicht passieren."
Aber es gehört nun einmal zu einem Unfall, dass so etwas dann doch passiert.

Nun wurde die verantwortliche Person dafür verurteilt, weil sie die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen nicht ergriffen hatte.
Aber dennoch wird nach Schuldigen gesucht.
Dabei trifft eine gewissen Mitschuld auch die beiden Opfer: Eine Sicherheitsregel lautet schließlich auch: Man steht nicht in Schußrichtung einer Waffe.



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