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Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin



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cantsin
Beiträge: 14233

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von cantsin »

Darth Schneider hat geschrieben: Fr 08 Mär, 2024 13:16 Was ich seltsam finde das alles so lange dauert.
Ist immerhin schon 2 Jahre her.
Der Prozess zwischen Bushido und Abu-Chaker hat sogar drei Jahre lang gedauert. Sobald Promis involviert sind, gibt es teure Anwälte und komplexe Verfahren.



soulbrother
Beiträge: 377

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von soulbrother »

wenn ich die vielen Beiträge hier überfliege, lese ich das Wort Unfall sehr oft.
Doch auch Schiessübungen und scharfe Munition war zu lesen.
Demnach ist meine Meinung schon klar:
Ob man es noch Unfall nennen kann, sei mal dahngestellt, in jedem Fall ist es eine fahrlässige Tötung.
Fahrlässig waren beide, die Verantwortliche und der Benutzer der Waffe.
Dass die Waffenmeisterin komplett versagt hat ist klar, egal aus welchen Gründen.
Dass A.B. fahrlässig war, ist einfach zu begründen:
Er wusste, dass vor Ort schon rumgeballert wurde und muss somit an die Möglichkeit denken, dass Fehler passieren und hätte das Ding mit wenigen Sekunden Aufwand in die Luft abfeuern können.

Oder mit minumal mehr Zeitaufwand eine andere "Sicherheitsprüfung" durchführen können.

Das Hauptproblem von vielen dieser "Waffennarren" ist doch der fehlende Respekt vor der Gefährlichkeit der Waffen.
Daraus folgt der viel zu leichtfertige Umgang.
Daraus folgen die viel zu vielen "Unfälle".

Noch ein weiterer Gedanke, den ich als Ankläger vor Gericht mal fragen würde, wenn es zur Mitschuld von A.B. kommt:
Herr Baldwin, hätten Sie sich diese Waffe auch an den Kopf gehalten und bei einer Selbstmordszene abgedrückt, in dem Wissen, dass vorher noch mit scharfer Munition rumgeballert wurde?



Darth Schneider
Beiträge: 19290

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Darth Schneider »

Ein Unfall wäre es nur wenn die Waffe von selber losgegangen wäre. Was ja durch Experten bewiesen ist das das nicht so war. Oder wenn der Alec mit der Waffe in der Hand gestolpert und den Schuss dabei ausgelöst hatte…
Also fahrlässige Tötung war es so oder so.

Und ich verstehe gar nicht warum echte Schusswaffen an einem Filmset überhaupt erlaubt sind…
Das braucht es heute nun wirklich nicht mehr.

Das sagt Google dazu:

Werden in Filmen echte Waffen benutzt?
Bei Aufnahmen am Tag oder bei hellem Sonnenlicht, ist Mündungsfeuer beispielsweise kaum bis gar nicht sichtbar. Man müsste es sogar bei echten Waffen nachträglich hinzufügen. Trotzdem bestehen manche RegisseurInnen und ProduzentInnen auf funktionsfähige Waffen am Filmset.

Also gibt es für echte Waffen am Filmset eigentlich gar keinen logischen Grund. Ausser man ist ein Waffennarr..
Das alleine ist schon fahrlässig.
Gruss Boris



Alex
Beiträge: 1318

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Alex »

Alec Baldwin möchte "Rust"-Prozess abwenden – und kritisiert angeblich voreingenommene Zeugen
https://www.stern.de/lifestyle/leute/al ... 47248.html



7River
Beiträge: 3729

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von 7River »

Das wird sicherlich noch spannend werden.

Trotzdem bin ich der Meinung, wenn ich als Schauspieler von einem Waffenmeister bei einer Filmproduktion einen Revolver in die Hand gedrückt bekomme, gehe ich davon aus, dass da keine scharfe Patronen drin stecken. Sicherheitshalber sollte man noch selber kontrollieren, aber das kann man unter Zeitdruck auch vergessen. Nicht umsonst gibt es die Position des Waffenmeisters.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



Darth Schneider
Beiträge: 19290

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Darth Schneider »

Kar finde ich ja eigentlich auch, seltsam dabei ist nur das der Alec stur behauptet den Abzug gar nicht betätigt zu haben.
Er gibt der Waffenmeisterin die Schuld, was auch nachvollziehbar ist, aber der Waffe auch noch den Rest der Schuld zu geben…Hmmm…?
Und nachweisen wird man das kaum können, was sein Finger gemacht hat….

Und Zeitdruck ?
Nun ja, es soll ja bei einer Probe passiert sein….
Gruss Boris



7River
Beiträge: 3729

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von 7River »

Darth Schneider hat geschrieben: Fr 15 Mär, 2024 11:42
Und Zeitdruck ?
Nun ja, es soll ja bei einer Probe passiert sein….
Die Zeit ist doch knapp bemessen bei Filmproduktionen? Oft gibt es doch einen straffen Drehplan. Mit klüngeln ist da meistens nichts.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



Bildlauf
Beiträge: 858

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Bildlauf »

Wenn die Staatsanwalt in den Prozess geht, muss alles wasserdicht sein soweit es geht, denn es ist ja wohl bekannt aus den USA, es gibt keine doppelte Anklage oder Revision für die Staatsanwaltschaft. Ist Baldwin "nicht schuldig" gesprochen bleibt er dies in Bezug auf diesen Tatbestand in Kombination mit dem Fall für immer.
Er könnte direkt nach Der Verhandlung vor dem Gerichtsgebäude theoretisch erzählen, wie es wirklich wahr und dennoch, keine erneute Anklage oder Revision möglich. Nur wer macht so etwas direkt nach dem Urteil?

OJ Simpson schrieb das Buch "If I did it", so was macht man doch nur, wenn man weiß, daß man keine juristischen Konsequenzen zu befürchten hat.

Und die Anwälte von Baldwin gehen auch nicht mit Mindestlohn nach Hause. Wie aus prominenten Fällen bekannt, ziehen solche Winkeladvokaten alle Register um ihre Mandaten als "nicht schuldig" aus dem Gerichtssaal gehen zu lassen. Motiviert durch eine entsprechende Honorierung.

Deshalb können sich insbesondre solche Vor-Verfahrenszeiten lange ziehen, auch wenn der Kontext simpel erscheint.

Wie zu sehen in diesem Video unten, hat man den Eindruck der Anwalt hinter Simpson (der Afro Amerikaner, der schräg hinter ihm steht) freut sich mehr über das "nicht schuldig" als Simpson selber.
Eigentlich müsste man dem Anwalt auch so Dollarzeichen wie im Comic in die Augen setzen und so ein "ring ring" Geräusch dazu von einer Registrierkasse.......

Zu vernachlässigen ist im Übrigen nicht die zivilrechtliche Seite. Ein gewonnenes Strafverfahren seitens der Staatsanwaltschaft bedeutet eine bessere Grundlage für Zivilrecht/Schadensersatz. Und da Baldwin wahrscheinlich gut Asche hat, und die Summen recht hoch sind in den USA, hat er auch ein wirtschaftliches Interesse "not gulilty" gesprochen zu werden. Denn die Möglichkeit werden sich die Hinterbliebenen nicht nehmen lassen, was voll verständlich ist und nur richtig ist.

Abhängig vom Bundesstaat haben die Hinterbliebenen der Kamerafrau allerdings auch eine Chance im Zivilen Recht, wenn er strafrechtlich als "nicht schuldig" rausgeht.

Ich weiß gar nicht in welchem Bundesstaat das verhandelt wird oder ob es vor einem Bundesgericht stattfindet oder so. Vielleicht wird ja auch noch über einen Deal verhandelt, nur mit einem Deal ist man immer "schuldig".

OJ Simpson ist strafrechtlich "nicht schuldig", zivilrechtlich hingegen "schuldig". Er musste auch etwas abdrücken, aber nur paar hunderttausend Euro, da nur Geld herangezogen wurde, materielle Güter blieben außen vor (Bundesstaats abhängig meine ich).

Vielleicht versuchen die Anwälte durch dauernde Anträge die Verhandlung zu verschieben, damit Baldwin noch Gelder in Materie umsetzen kann, verschieben oder deponieren kann, umschreiben lässt oder weiß der Teufel.
Alles nur Mutmaßungen.


Zuletzt geändert von Bildlauf am Mo 01 Apr, 2024 15:54, insgesamt 1-mal geändert.



7River
Beiträge: 3729

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von 7River »

Bildlauf hat geschrieben: Sa 30 Mär, 2024 20:10
OJ Simpson schrieb das Buch "If I did it", so was macht man doch nur, wenn man weiß, daß man keine juristischen Konsequenzen zu befürchten hat.
Manchmal wundert man sich, wer so alles mal eben ein Buch geschrieben hat. (…)

Oder ist da ein cleverer Geschäftsmann an ihn herangetreten, der ihn womöglich Geld und einen Deal angeboten hat? Es wird doch jeder Cent mitgenommen, der mitzunehmen ist. Besonders in den USA.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



iasi
Beiträge: 24387

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von iasi »

7River hat geschrieben: So 31 Mär, 2024 07:23
Bildlauf hat geschrieben: Sa 30 Mär, 2024 20:10
OJ Simpson schrieb das Buch "If I did it", so was macht man doch nur, wenn man weiß, daß man keine juristischen Konsequenzen zu befürchten hat.
Manchmal wundert man sich, wer so alles mal eben ein Buch geschrieben hat. (…)

Oder ist da ein cleverer Geschäftsmann an ihn herangetreten, der ihn womöglich Geld und einen Deal angeboten hat? Es wird doch jeder Cent mitgenommen, der mitzunehmen ist. Besonders in den USA.
An diesem Thread sieht man doch, wie viel Aufmerksamkeit so ein Thema erhält und welche hohen Erfolgsaussichten ein Buch zu diesem Vorfall hätte.



Darth Schneider
Beiträge: 19290

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Darth Schneider »

@iasi
Würdest du dir das Buch kaufen ?
Ich bestimmt nicht.

Und bei OJ ist das schon was anderes.
Wir wissen doch bis heute nicht sicher ob er gemordet hat oder nicht.

Bei dem Fall da oben, wissen wir das es ein fahrlässiger Unfall war.
Gruss Boris



Bildlauf
Beiträge: 858

Re: Tragischer Unfall am Set trotz Filmwaffe: Kamerafrau stirbt nach Schuß von Alec Baldwin

Beitrag von Bildlauf »

7River hat geschrieben: So 31 Mär, 2024 07:23
Bildlauf hat geschrieben: Sa 30 Mär, 2024 20:10
OJ Simpson schrieb das Buch "If I did it", so was macht man doch nur, wenn man weiß, daß man keine juristischen Konsequenzen zu befürchten hat.
Manchmal wundert man sich, wer so alles mal eben ein Buch geschrieben hat. (…)

Oder ist da ein cleverer Geschäftsmann an ihn herangetreten, der ihn womöglich Geld und einen Deal angeboten hat? Es wird doch jeder Cent mitgenommen, der mitzunehmen ist. Besonders in den USA.
Das Buch kam erst 2007 herum. Bestimmt konnte er gut Geld gebrauchen.
Es war natürlich ein Ghost Writer am Start.

Darth Schneider hat geschrieben: So 31 Mär, 2024 10:35
Wir wissen doch bis heute nicht sicher ob er gemordet hat oder nicht.
Laut Strafrechts-Urteil ist OJ nicht schuldig.
Ziviligerichtlich ist OJ schuldig.
Muss sich jeder seinen eigenen Reim machen.


Habe nochmal gesehen, es waren doch paar Millionen, die Simpson bezahlen musste, nicht nur paar Hunderttausend.
Gibt ja genug Anwälte die Arbeiten nur mit Erfolsgprämie, bei Gewinn des Ziviliverfahrens bekommt der Anwalt zb 40% der Entschädigungssumme.


Denke, daß das paar Anwälte an die Hinterbliebenen der Kammerfrau herantreten, weil sie wissen im Falle eines Gewinns ist das gut Kasse zu machen mit einem Zivilprozess gegen Baldwin.

Womöglich/Wahrscheinlich wird der Baldwin Prozess (wenn es tatsächlich dazu kommt) ja im TV übertragen und dann gibt es genug bei YouTube zu sehen, und man kann betrachten was da so abgehen wird im Gerichtssaal.



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