tpschulz
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eine wissenschaft für sich!?

Beitrag von tpschulz » Mi 23 Nov, 2005 19:31

hallo leute...

folgendes problem (kurz und bündig).
verschiedene Filme in premiere erstellt, dvd encore und after effects zur dvd gestaltung benutzt.(animierte menüs, sounds usw.)
hat alles bestens geklappt - qualität auf TV ist top...

ABER!: (das alte lied vom (de)interlacen) - auf dem pc sieht die dvd um welten schlechter aus - klar ist ja auch alles mit halbbildern berechnet (in diesem fall unteres zu erst)...

jetzt folgende frage - wenn ich eine handelsübliche dvd sowohl über den dvd player als auch den pc ansehe, ist bei der qualität kein bemerkenswerter unterschied zu sehen (ok - tv ist etwas besser)...

WIE MACHEN DIE DAS? (oder besser gesagt wie macht MAN(n)/frau das???

bin für jeden ratschlag dankbar

greetz
tps74




der pergamon

Re: eine wissenschaft für sich!?

Beitrag von der pergamon » Mi 23 Nov, 2005 19:40

naja,

eine gekaufte dvd kommt direkt von der telecine und wird dann nach mpeg2 gewandelt - das ist material, von dem wir nur träumen können. dv nach mpeg2 sieht nunmal nicht so dolle aus auf dem pc - wurde ja auch für tv entwickelt und nicht für rgb.

gruss

der pergamon




tpschulz
Beiträge: 28

Re: eine wissenschaft für sich!?

Beitrag von tpschulz » Mi 23 Nov, 2005 19:50

ja schon klar - aber es muss doch irgendeine möglichkeit geben einen halbwegs vernünftige dvd zu basteln, die sowohl auf dem tv als auch dem rechner vorzeigbar ist.

ich muss das ding nämlich präsentieren - im moment wohl lieber auf dem fernseh wie mir scheint ;) - ich möchte es aber auf beiden medien zeigen ;)
tps74




der pergamon

Re: eine wissenschaft für sich!?

Beitrag von der pergamon » Mi 23 Nov, 2005 19:57

was genau sind denn schlechter aus ? (schärfe, farben, treppchen) da gibts ne menge zeug, das schlecht aussschauen kann

gruss

der pergamon




tpschulz
Beiträge: 28

Re: eine wissenschaft für sich!?

Beitrag von tpschulz » Mi 23 Nov, 2005 20:16

ist alles unschärfer und sieht verwaschener aus - bisschen grobpixeliger eben.

die schrift (encore) kommt auch nich so doll rüber wie auf dem fernseher (wobei ich doch bei encore diesbezüglich nichts einstellen kann, oder? - oder hängt das vielleicht mit meinen hintergrundvideos zusammen?
tps74




tpschulz
Beiträge: 28

Re: eine wissenschaft für sich!?

Beitrag von tpschulz » Mi 23 Nov, 2005 20:19

noch was.

in der vorschau von adobe encore ist alles perfekt - gestochen scharf

vielleicht verursacht ja encore diese probleme?
tps74




mrabe
Beiträge: 1

Re: eine wissenschaft für sich!?

Beitrag von mrabe » Fr 25 Nov, 2005 07:17

schon mal die bitrate überprüft mit der du die dv datei codierst ??

vieleicht ist die zu niedrig ?

Mfg
Abe
-----------------------




chrisgau
Beiträge: 99

Re: eine wissenschaft für sich!?

Beitrag von chrisgau » Fr 25 Nov, 2005 09:34

tpschulz hat geschrieben:WIE MACHEN DIE DAS? (oder besser gesagt wie macht MAN(n)/frau das???
Mir würde folgendes einfallen:

1) Usprungsvorlage (35mm Film) hat bessere Auflösung und wird über den spg. Telecine-Prozess mit sehr hoher Auflösung eingescannt. Das kann man einfach nicht mit DV vergleichen. Kommende HD(T)V-Kameras werden hier sicherlich bessere Ergebnisse liefern können, aber die Qualität eines Film-Masters nicht erreichen. Bei Wikipedia kann man eine kurze Abhandlung über Telecine-Prozesse nachlesen. Dort liest man, daß Auflösungen bis zu 5485 x 3996 (6k) möglich sind, aber nicht so häufig eingesetzt werden. Mindestauflösung scheint wohl 2048 x 1492 zu sein, was immer noch deutlich über HDTV liegt.

2) Film bedeutet progressive Aufzeichnung, d.h. es werden nur Vollbilder aufgezeichnet. Beim Transfer auf PAL- oder NTSC-Video kommen dann 3:2 oder 2:2 Pulldown-Verfahren zum Einsatz. Diese Verfahren kann man relativ einfach wieder umkehren und daher ein ein unversehrtes, progressives Bild auf jedem geeigneten Display (auch auf dem PC) generieren. Bei DV ist das nicht möglich, da die Quelle nicht progressiv war und daher niemals vollwertige Vollbilder errechnet werden können. Das Ergebnis sieht tendenziell unschärfer aus.

3) Auch bei Handelsüblichen DVD´s kann man diesen Effekt beobachten wenn es sich um eine "Videoaufzeichnung" handelt, d.h. das Quellmaterial war kein Film, sondern bereits eine nicht progressive Videoaufzeichnung. Bei Musikkonzerten trifft man das oftmals an. Die sehen dann tatsächlich auf dem Fernseher besser aus als auf dem PC (aus dem gleichen Grund wie uter 2) beschrieben).

Die einzige Chance die wir haben liegt in der Zukunft der HD(T)V-Kameras. Sobald diese endlich progressiv mit hinreichender optischer Qualität aufzeichnen, werden wir deutliche Verbesserungen sehen. Ich habe mal 720p-Material einer JVC-Kamera (Typ ist mir entfallen) per Beamer auf meine Leinwand projiziert. Das sah´ schon seeeeeeehr gut aus. Sowas könnte süchtig machen.

Grüße,
Christian




tpschulz
Beiträge: 28

Re: eine wissenschaft für sich!?

Beitrag von tpschulz » Fr 25 Nov, 2005 13:15

mrabe hat geschrieben:schon mal die bitrate überprüft mit der du die dv datei codierst ??

vieleicht ist die zu niedrig ?

Mfg
Abe

also ich habe jetzt mehrere versuche gestartet (muss allerdings noch auf dvd brennen).

exportiert aus premiere pro:

als avi (canopus codec) (verschiedene varianten microsoft avi, microsoft dv avi, oder canopus dv avi)

habe hierbei keine nennenswerte unterschiede auf dem pc festgestellen können, nur dass die canopus avi dreimal so schnell exportiert war LOL. liegt wohl an der raptor 2 - anders kann ich es mir nicht erklären.

im moment exportiere ich jetzt aus premiere als mpeg2 mit folgenden einstellungen:(adobe media encoder)


Qualität: 5.0 (hohe Qualität)
Bitrateencodierung: VBR , 2 Durchgänge
Minimale Bitrate [Mbit/s]: 2.5000 (niedrige Qualität)
Ziel-Bitrate [Mbit/s]: 8.0000 (hohe Qualität)
Maximale Bitrate [Mbit/s]: 9.0000 (hohe Qualität)
M-Frames: 3
N-Frames: 12


als nächstes werde ich den canopus encoder nehmen.

was meint ihr. sollte man das generell manuell einstellen oder kann ich auch die avis von adobe encore encoden lassen?
tps74




fabriquez
Beiträge: 242

Re: eine wissenschaft für sich!?

Beitrag von fabriquez » Fr 25 Nov, 2005 13:40

Mit welchem Player schaust du es denn auf dem PC an, da gibt es ja auch Unterschiede.

Und welchen Canopus Encoder benutzt du?




tpschulz
Beiträge: 28

Re: eine wissenschaft für sich!?

Beitrag von tpschulz » Fr 25 Nov, 2005 14:06

fabriquez hat geschrieben:Mit welchem Player schaust du es denn auf dem PC an, da gibt es ja auch Unterschiede.

Und welchen Canopus Encoder benutzt du?
canopus procoder - den procoder express hab ich mir auch noch besorgt und werde ihn testen.


habe die dvd mit dem win mediaplayer, dem vcl player, und power dvd angesehen.

alles siehst im vergleich zum tv bilde sehr grob aus (vielleicht ha ich auch zu hohe ansprüche ;)
tps74




fabriquez
Beiträge: 242

Re: eine wissenschaft für sich!?

Beitrag von fabriquez » Fr 25 Nov, 2005 14:12

ProCoder 2.0 für eine sehr gute Qualität bei DVDs. Von Premiere internen Encoder halte ich nicht so viel, finde die Farben und Übergänge, vorallem schwarze Bereiche beim Procoder einfach besser.

Folgende Einstellungen habe ich verwendet:

DV Avi als Ausgangsmaterial in MPEG2 DVD Mastering

Stream Type: Elementary Stream

Video standard: Pal 720x576 etc.

Quality/Speed: Mastering

Bitrate Type: Variable

Number of Passes: 2Pass

Bitrate Variable (ne für bessere DVDPlayer): 6000(min)-9300(max)
(für allzweck DVD Player): 5000-7500

Advanced Settings:

Create DVD compatible (Häkchen setzen)

Use closed GoP (Häkchen setzen)




tpschulz
Beiträge: 28

Re: eine wissenschaft für sich!?

Beitrag von tpschulz » Fr 25 Nov, 2005 14:39

[quote="fabriquez"]ProCoder 2.0 für eine sehr gute Qualität bei DVDs.
Bitrate Type: Variable



super danke -werde ich auch testen :)

greetz
tps74




chrisgau
Beiträge: 99

Re: eine wissenschaft für sich!?

Beitrag von chrisgau » Fr 25 Nov, 2005 16:03

Wenn man durchschnittliche Bitraten von 8Mbit/s und mehr generieren will (Maximum für DVD ist 9.5, wenn ich mich recht erinnere), kann man das 2-pass-Encoding eigentlich glatt vergessen. Grenzfall Ziel-Bitrate 9.5Mbit/s: was soll das 2-pass-Encoding anderes machen als konstant mit 9.5 kodieren?

2-pass-Encoding ist eigentlich nur was für durchschnittliche Bitraten deutlich <8Mbit/s mit hoher Volatilität der Bitrate über den Gesamtzeitraum des Quellmaterials. Dann nämlich kann der Encoder gezielt niedriger Datenraten für statische Bilder und hohe Datenraten für dynamische Bilder einsetzen... je nach Anforderung.

Da ich selten DV-Filme über 1 Stunde auf DVD banne, verwende fast immer nur CBR mit 8.5Mbit/s. Nach diversen Tests bin ich zu dem Schluß gekommen, daß man unter diesen Voraussetzungen kaum Unterschiede zum Original-DV-Material sieht.

Grüße,
Christian




Markus
Beiträge: 15534

Videoaufnahmen sehen am Computermonitor nicht gut aus

Beitrag von Markus » Mo 28 Nov, 2005 10:43

Hallo zusammen,

Videofilme sehen am Computermonitor i.d.R. nicht berauschend aus, weil der Monitor nicht für die Darstellung von Videobildern gemacht ist. Der Monitor arbeitet in einem anderen Farbraum als ein Fernseher (RGB, nicht YUV), mit einer anderen Darstellungsart (progressiv, nicht interlaced) und mit einer anderen Auflösung (1024×768 und höher, nicht 720×576).

Daraus folgt, dass Videoaufnahmen in allen relevanten Aspekten angepasst werden müssen, um auf einem Computermonitor überhaupt dargestellt werden zu können. Wird dabei kein Deinterlacing durchgeführt, zeigen sich in bewegten Bildern zusätzlich streifenartige Muster. Diese sind dann normal.

Schon eine andere Skalierung des Vorschaufensters kann die Bildqualität völlig anders erscheinen lassen. Das gleiche gilt auch für etwaige Interlace-Streifen.

Darüber hinaus ist die Farbinformation bei Videobildern noch weiter komprimiert, wodurch die Videos am Computermonitor zusätzlich zur Skalierung verwaschen und unscharf wirken. Als Folge davon erscheint die Ausgabequalität schlechter zu sein als die Aufnahme, die tatsächlich in der Videodatei gespeichert vorliegt. Am Fernseher wirken Videobilder i.d.R. leuchtender, schärfer und knackiger als am Computermonitor.

Wenn es um die Beurteilung der Bildqualität eines Videofilms geht (50i, Standard Definition), würde ich immer einen Röhren-Videomonitor (50 Hz) einsetzen. Bei Vorführungen und Videopräsentationen darf es auch ein Flachbildschirm bzw. Beamer mit gutem Deinterlacer/Scaler sein.

Weitere Infos:
Unterschied PC- und TV-Monitor
Das Zeilensprungverfahren, Grundlagen für die Video- und Bildbearbeitung
Herzliche Grüße
Markus




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