iasi hat geschrieben:... der Test zeigt doch gerade nicht den Unterschied zwischen 2k und 4k - man hat der Epic einen ihrer Vorteile schlicht genommen: 5k
Das ist realistisch. Wenn es um Kinoauflösungen geht, sind 4k für Master und Kopie noch immer die Ausnahme. Wichtiger: Es gibt nur eine Handvoll 4k-Projektoren. 2k ist also de facto der Standard.
iasi hat geschrieben:70mm-Kinossäle gab es auch nur wenige und doch waren und sind 70mm-Vorführungen ein besonderes Erlebnis.
Wer einmal Lawrence of Arabia in 70mm und anschließend 35mm-Version gesehen hat, wird es verstehen.
Tja, der Film hat 50 Lenze auf dem Puckel. Wir waren ja schonmal soweit, das zu besprechen. Eine gute 2k-Projektion ist potenziell besser als 70mm. 6k sagt Tiefflieger? Das müsste potenziell - von der Auflösung durch das Filmkorn her -eher 10k sein. Übrig blieben nach aller Unbill, die dem Film zustieß, auf der Leinwand vielleicht 2k, wobei man 35mm als 1k einstufen konnte. An digitales 4k kommt nichts ran, auch analoges IMAX nicht.
iasi hat geschrieben:Es bedeutet nun zwar nicht, dass man bei jedem Film vor allem auf die Auflösung bei der Kamerawahl achten muss - der Arri-Sensor sticht z.B. in einigen Bereichen die Red-Sensoren aus.
Was die ganze Zacuto-Rache gezeigt hat ist, dass es wichtig ist, ein Ziel zu formulieren, nehmen wir einen großen Blendenumfang. Dort, wo es den nicht gibt, muss der DP das übersetzen. Er muss sagen, okay, ich muss Füll-Licht einsetzen, um für Grundhelligkeit zu sorgen, damit die Schatten nicht komplett absaufen. Dann belichte ich - z.B. mit der GH2 - eine Blende unter, damit ich das durch eine Gammakurve (oder was auch immer) wieder reinholen kann. Das beschert mir kein echtes HDR, aber ein gefälliges Bild, das zumindest auf den ersten Blick aussieht, als wäre es kinoreif.
Der Red-DP wird vielleicht, aber das weißt du wohl besser, einen mittleren Blendenwert anstreben und das Füll-Licht sparsamer einsetzen, da er viel nachträglich graden kann.
So wird eine Aufgabe zu einer Herausforderung, an die jeder seine Kamera anpassen muss, indem er ihre Stärken ausspielt und die Schwächen kompensiert. Es ist heute so (aber es war schon immer die Binsenweisheit), dass eine umsichtig geplante, ausgeleuchtete und nachbearbeitete iPhone-Aufnahme
nicht allzu desaströs neben einer Alexa aussieht. Und sie sieht besser aus, als eine Alexa-Aufnahme, bei der ein doofer DP am Start war.