cantsin hat geschrieben: ↑So 10 Mai, 2026 11:50
Uns fliegt in den nächsten zwei Jahren alles um die Ohren, was in welcher Form auch immer Speicherchips und/oder GPUs enthält - Smartphones, Tablets, Computer, Kameras, sämtliche Smart-Devices... Wir erleben gerade nur den Anfang der Krise, weil viele der Produkte, die jetzt im Handel sind, noch Komponenten haben, die vor der Krise eingekauft wurden.
Ja, es düstert sich zunehmend ein.
https://www.heise.de/news/Einbruch-auf- ... 90387.html
Pessimismus ist durchaus realistisch, da nicht nur reine Markmechanismen die Lage bestimmen, sondern zusätzlich geostrategische/miitärische Dimensionen ins Zentrum rücken, was ja nicht unüblich ist, wenn 'der Kapitalismus' mal wieder in die Phase einer großen bzw. längeren Kapitalverwertungskrise gerutscht ist.
- Die USA haben das Potential die für die Chipproduktion relevanten Konzerne wie ASML und TSMC quasi zu erpressen (Kampf gegen China etc.), was ggf. den EU Raum und Teile Asiens in längere Mangellagen führen kann, während die USA ihren Kurs der Rückholung aller relevanten Technologiefabriken ins eigene Land incl. eigener Rohstoffsicherung (Helium etc etc etc) beschleunigt fortführen. Was fehlt, kann ggf. militärisch 'abgeholt' werden.
- Da die EU-Führung die Entkopplung von China zum Programm erhoben hat, gleichzeitig von den USA erpressbar bleibt und zudem kaum über eigene Ressourcen verfügt, kann es durchaus sein, dass die Krise deutlich länger andauern wird als es derzeit öffentlich kommuniziert wird.
Und weil die Entwicklung, wie wir im Rahmen des US-Iran Krieges grad erleben, nicht nur den Technologiesektor betrifft, sondern nach und nach auf etliche andere Sektoren ausstrahlt, erhöht sich zusätzlich die politische Instabilität in der EU (forcierter Rechtsruck, forcierter Abbau des Sozialstaatsmodells) mit entsprechend zusätzlichen destruktiven Folgen.
Es ist also diesmal wohl nicht nur der übliche 'Schweinezyklus', sondern es scheint sich eine wesentlich tiefere und umfassendere Krise auszubreiten.
Kurzum, nicht nur die Preise und Verfügbarkeiten von PC-Komponenten fliegen uns um die Ohren, es fühlt sich insgesamt immer mehr nach Vorkriegszeit an, weil das dem Kapitalismus innewohnende Gegeneinander konkurrierender Staaten die internationalen Kooperationen längst überlagert hat und bereits, ähnlich der Phase vor WK-I gigantische Waffenarsenale (incl. IT-Infrastruktur) und Aufmarschpläne in Eile für den nächsten Krieg aufgebaut werden, ohne dass es nennenswerten Widerstand zu geben scheint.
Würd mich nicht wundern, wenn in der europ. Filmförderung und den Fernsehproduktionen sogar verstärkt wieder auf den 'Soldatischen Mann' plus ggf. auf die 'Soldatische Frau' und auf Feindbildaufbau gegen konkurrierende Staaten gesetzt wird, wie es ja sonst eher für die Hollywood-Filmindustrie in der Hochzeit des kalten Krieges typisch war. Sozusagen der Militarismus-Kult von Leuten wie R.Emmerich, aber auf deutschem Fernseh-orientierten Spielfilm-'Niveau' ...
Immerhin:
Speicher und Festplatten werden dann im worst-case also quasi ab 'The Day After' für lange Zeit kein dringendes Problem mehr sein, sondern stattdessen Wasser, Nahrung, medizinische Notversorgung und halbwegs sichere Unterkünfte ...