
...der momentan für rd. 600 EUR (Open Box-Modell) verramscht wird und damit IMHO ein absoluter Preis-/Leistungsknaller ist. Jetzt sitze ich vor dem Ding, als Ersatz meines beinahe 10 Jahren meinen alten BenQ 27" 2,56K-Monitor, und bin wirklich begeistert:
- Der Monitor hat ein echtes 10bit-Panel (nicht 8bit+FRC) und vor allem, unglaublich für diesen Preis, Hardware-Kalibrierung mit internem Colorimeter (das wie ein Roboterarm ausfährt) und den Monitor vollständig autonom, ohne jegliche Computer-Software, kalibriert. Gerade für Linuxer wie mich ist das ein Killer-Feature. Als Farbräume werden sRGB, Adobe RGB, DCI-P3, Rec709 und Rec2020 nativ unterstützt.
- Die Farbreproduktion ist exzellent; der Monitor wurde, obwohl schon seit 2020 auf dem Markt, von Petapixel noch im März dieses Jahres als insgesamt bester Monitor für Foto-Editing empfohlen, und zwar noch zu einem Listenpreis von 1600-2000 US-Dollar.
- Ich hätte nicht gedacht, dass der Sprung von 2,56 auf 3,84K (150% horizontal + 150% vertikal = mehr als doppelte Pixelanzahl) bzw. von 109 auf 163dpi in der Praxis solch einen Unterschied macht. Bildschirmschrift ist jetzt nicht mehr pixelig.
- Außerdem hat er neben DisplayPort, HDMI und Thunderbolt auch Thunderbolt + USB 3.2-Ausgänge, an denen sich auch Geräte aufladen lassen.
- Wie bei den teuren Eizo CGs wird eine Gegenlichtblende mitgeliefert.
Nachteile: Der Monitor hat nur 250 nits. Als Video-Referenzmonitor an einer Decklink-Karte taugt er auch nicht, weil er bei UHD nur 60Hz Bildwiederholfrequenz unterstützt. Allerdings gehen auch 2K DCI (2048x1080) mit 24Hz.
Sein Stromverbrauch von 44 Watt ist auch nicht gering, aber noch klassentypisch. Ich schätze, dass die fehlende HDR-Fähigkeit der Grund ist, weshalb Dell das Gerät auslaufen lässt.


