Darth Schneider hat geschrieben: ↑Fr 03 Apr, 2026 18:53
@Jott
Nicht zu vergessen, gar kein Catering.
Damit die ganze Crew spätestens am frühen Nachmittag völlig unmotiviert ist und die Schauspieler bleich vor Hunger und dehydriert Glanzleistungen erbringen müssen.
Und nebenbei alle Beteiligten noch den ganzen Film mit privatem Geld mitfinanzieren müssen…
Warum nur, denkst du bei Film-Crew immer an Kindergarten?
Nach deiner Theorie dürfte es gar keine Handwerker auf Baustellen mehr geben. Alle verhungert und verdurstet, weil ihnen kein Catering geboten wird.
Und stell dir mal vor: Wenn Partner ein gemeinsames Unternehmen gründen, bringt jeder etwas in die Firma ein.
Und du wirst es kaum glauben: Mit dem Geld des gemeinsamen Unternehmens werden die Ausgaben gedeckt.
Da gibt es keinen "Chef" oder "Produzenten", der aus eigener Tasche die Geschäftsessen bezahlt - nichts anderes ist Catering.
Ergo: Wenn das Unternehmen nicht gerade deine Kinoabgabe-, deinen Rundfunkbeitrag oder deine Steuern in Form von Förderung einstreicht, geht alles auf Kosten der Unternehmer.
Und wie erreicht man effektives und kostensparendes Verhalten: Nicht indem man die Leute das Geld anderer Leute ausgeben lässt. Wenn´s das eigene Geld ist denkt man etwas genauer nach.
Darth Schneider hat geschrieben: ↑Fr 03 Apr, 2026 18:53
@iasi
Nicht persönlich nehmen iasi, aber ich würde vorher freiwillig bei uns bei der Müllabfuhr arbeiten..
Echt jetzt !
Und nicht persönlich nehmen: Ich würde dich nicht bei einer Produktion dabei haben wollen.
Du willst kein Gesellschafter einer GmbH werden, sondern für deine Arbeit bezahlt werden.
Aber wenn ich jemanden bezahle, dann wähle ich den geeignesten Bewerber aus.
Denn so funktioniert das, auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen: Wenn ich jemanden für seine Arbeitsleistung bezahle, bin der Auftraggeber (hier immer gern Kunde genannt) oder der Arbeitgeber.
Wie es bis zur Auftragserteilung bzw. Einstellung abläuft, dürfte bekannt sein.
Und dann gilt auch: Wer zahlt, sagt an.
Darth Schneider hat geschrieben: ↑Fr 03 Apr, 2026 18:53
Der erheblichste Kostenfaktor ist übrigens immer der immense Aufwand alles was nötig ist erstmal vor dem Dreh zu planen, organisieren zu tun und und auch zu bezahlen.
Das Drehbuch erstmal zu schreiben und zu verkaufen.
Den Film irgendwo zeigen zu können wo überhaupt viele Zuschauer sind und das ganze Marketing darum herum kommt natürlich dazu,
Was alles absolut unerlässlich ist.
Da steckt der allermeiste Aufwand und das meiste Geld drin.
Nein. Die Drehtage verschlingen den Großteil des Budgets. Daher sind sie auch immer knapp bemessen.
Darth Schneider hat geschrieben: ↑Fr 03 Apr, 2026 18:53
Die ganze gemietete Filmtechnik, Arris, Ein Truck voller Licht, inklusive Dolly und Kran ?
Kostet alles massiv viel weniger als nur alleine nur die Versicherungen,
oder nur die Planng/Organisation, oder nur die Logistik.
Und auch weniger wie nur das Catering bei einer grösseren Crew.
Von den Löhnen der Crew fange ich gar nicht erst an.
Von den wichtigsten, weil erfahrenen Leute beim Film, die überhaupt nicht im Stundenlohn oder auf Provision arbeiten…Die:
Entweder zu 100% sicher eine anständige Bezahlung wollen, oder aus purem Goodwill einfach gratis arbeiten weil das Drehbuch so unglaublich toll ist,
Anders geht es mit echten Profis nun mal nicht.
Darum sind die allermeisten guten Filme viel zu teuer um sie nur Ansatzweise selber zu finanzieren
Echte Profis sind von dem was sie tun überzeugt - und somit auch vom Erfolg. Daher wählen sie weder ein Buyout in Form einer "anständige Bezahlung" noch denken sie an "Goodwill". Vielmehr bringen sie sich für eine prozentuale Beteiligung ein und partizipieren am Erfolg. Das nennt man unternehmerisches Handeln.
Wer nicht an den Erfolg glaubt, macht geförderte Filme, bei denen die Herstellung von der Allgemeinheit bezahlt wird. Das hat dann etwas von staatlichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen oder sozialistischen Kombinaten. :)
Und die Leutchen, die dabei ihren Lebensunterhalt verdienen, obwohl mit dem Ergebnis der Produktion nichts verdient wird, haben es dann ganz wichtig mit dem "professionellen Set", dem "Profi-Equipment" und generell ihrer "Profi"-"Amateur-Abgrenzung. ;)