AndreasBuder hat geschrieben: ↑Di 31 Mär, 2026 21:18
Also vor einem halben Jahr hat Perplexity 20% Quellen erfunden, in der zu erstellenden Bibliographie und somit war das Ganze wertlos, weil das nachprüfen mehr Arbeit war als es von vornherein selbst zu machen. Also gerade in den von dir genannten Bereiche würde ich KI gerade NICHT verwenden, sobald verlässliche und präzise Informationen gefragt sind.
Was Du benennst, ist IMHO genau die falsche Verwendung von generative AI (nämlich als Quellen-/Ideengenerator). Ich meinte was anderes: Du hast eine unstrukturierte Literaturliste aus verschiedenen Quellen, mit verschiedenenen Zitierstilen und z.T. unvollständigen Angaben (z.B. bei APA-Zitierstil: nur die Initialen der Autoren). Jetzt verwendest Du generative KI, um diese vorhandene, "menschlich" erstellte Liste zu strukturieren, nicht um Dir neue Literaturangaben zu liefern.
Hier mal ein Beispiel, unstrukturierte Liste:
- Walter Murch, In the Blink of an Eye, 2nd Edition
- Grammar of the Film Language, Daniel Arijon, Focal Press, 1976
- Master Shots by Christopher Kenworthy
- Rodriguez, Robert, Rebel Without a Crew, 1995, Plume
- Film Directing Shot by Shot by Steven D. Katz
- David Mamet: "On Directing Film", Penguin Books, 1991
Claude prompt: "please structure this list into a Chicago-style bibliography sorted by author, complete missing information where necessary and output it in BBCode" (um direkt ein Slashcam-kompatibles Forenposting zu erhalten):
Arijon, Daniel. Grammar of the Film Language. London: Focal Press, 1976.
Katz, Steven D. Film Directing Shot by Shot: Visualizing from Concept to Screen. Studio City, CA: Michael Wiese Productions, 1991.
Kenworthy, Christopher. Master Shots: 100 Advanced Camera Techniques to Get an Expensive Look on Your Low-Budget Movie. Studio City, CA: Michael Wiese Productions, 2009.
Mamet, David. On Directing Film. New York: Penguin Books, 1991.
Murch, Walter. In the Blink of an Eye: A Perspective on Film Editing. 2nd ed. Los Angeles: Silman-James Press, 2001.
Rodriguez, Robert. Rebel Without a Crew: Or How a 23-Year-Old Filmmaker with $7,000 Became a Hollywood Player. New York: Plume, 1995.
Klar, muss man auch hier die Ergänzungen überprüfen, aber meiner Erfahrung nach macht die KI bei solchen Aufgaben weniger Fehler als menschliche Verwaltungsmitarbeiter... Und wenn man sich mal ansieht, woraus typische Büroarbeit bzw. mittlere Verwaltungsarbeit besteht - auch in einer Filmproduktion auf der Produzentenseite -, dann kann man an den Finger abzählen, dass generative KI hier als Bombe einschlägt.
(Mir wurde das zum ersten Mal richtig klar, als ich vor einem Jahr Teil einer Creative Europe-Projektanfrage war und der Projekt-Consultant unsere runde-Tisch-Diskussionen bei der Projektplanentwicklung in Echtzeit in ChatGPT [bezahlter Profiaccount] eingegeben und dann ebenfalls in Echtzeit, in den EU-Formularen, den Enwurf der Projektanfrage generiert hat.)