slashCAM
Administrator
Administrator
Beiträge: 11279

Womit und wie die Oscar-Kandidaten ("Bester Film") geschnitten wurden

Beitrag von slashCAM »


Über die Kameras, mit denen die diesjährigen Oscars-nominierten Filme gedreht wurden, hatten wir ja bereits berichtet - das analoge Aufnahmeformat war dieses Jahr wieder ...

Hier geht es zur Newsmeldung auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Womit und wie die Oscar-Kandidaten ("Bester Film") geschnitten wurden



Jott
Beiträge: 23762

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von Jott »

Für die Kunst des Editierens ist der NLE eigentlich völlig egal. Es geht ja zunächst nur um harte Schnitte. AVID ist Tradition, aber natürlich kein MUSS.

Man arbeitet mit dem, was man blind beherrscht. Das ist bei Silberrücken immer AVID - bei den Jüngeren nicht mehr zwingend.

Insofern finde ich das Thema ziemlich unspannend - das Können in Sachen Schnitt hat nichts mit dem NLE zu tun. Nur mit dem Mensch, der davor sitzt.



dienstag_01
Beiträge: 14884

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von dienstag_01 »

Jott hat geschrieben: So 22 Mär, 2026 10:10 Für die Kunst des Editierens ist der NLE eigentlich völlig egal. Es geht ja zunächst nur um harte Schnitte. AVID ist Tradition, aber natürlich kein MUSS.

Man arbeitet mit dem, was man blind beherrscht. Das ist bei Silberrücken immer AVID - bei den Jüngeren nicht mehr zwingend.

Insofern finde ich das Thema ziemlich unspannend - das Können in Sachen Schnitt hat nichts mit dem NLE zu tun. Nur mit dem Mensch, der davor sitzt.
In deiner Welt hat die Wahl des Schnittsystems vielleicht was mit "Silberrücken" zu tun, in Hollywood ist es eine Frage des Workflows und der Integartion von anderen Komponenten. Da geht es nicht um "die Kunst" des Editierens, sondern um die Steuerung von Prozessen.
Vereinfacht kann man sagen, du kannst schneiden, mit was du willst, Hauptsache, es landet am Ende in einer Avid Timeline ;)



Jott
Beiträge: 23762

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von Jott »

So wird's wohl sein.

Ich bin früher mit AVIDs aufgewachsen, bis mir das Zeug auf den Geist ging und neue Alternativen an die Tür klopften. Wie befreiend, wenn man nicht in feste Strukturen eingebunden ist.



WWJD
Beiträge: 475

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von WWJD »

Was sind die Gründe, das man in dieser Liga mit Avid arbeitet, und nicht mit Premiere, DaVinci,Final Cut? Kann mir jemand dies erklären?



Jott
Beiträge: 23762

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von Jott »

Infrastrukturen, Gewohnheiten, Kollaboration. AVID-Cutter sind immer zu finden. Und natürlich Beharrungsvermögen (was der Bauer nicht kennt …). AVID sei‘s gegönnt.



berlin123
Beiträge: 1507

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von berlin123 »

Perplexity KI fasst die Meinungen von verschiedenen Websites so zusammen:

Avid Media Composer hat seine wichtigsten Vorteile bei Zuverlässigkeit und Kollaborations‑/Workflow‑Funktionen für große, erzählerische Projekte sowie durch sein tiefes Erbe in Film‑ und TV‑Pipelines.

Zentrale Gründe, warum Hollywood bei Avid bleibt
• Stabilität bei großen Produktionen: Avid gilt als sehr stabil bei Langformaten mit mehreren Terabyte Material – Spielfilme und ganze Staffeln –, wo Abstürze und beschädigte Projekte inakzeptabel sind.
• Für narratives Schneiden ausgelegt: Trim‑Werkzeuge, Timeline‑Verhalten, Filler‑Spuren und die tastaturzentrierte Bedienung sind speziell auf fiktionale Film‑ und TV‑Projekte zugeschnitten, weniger auf Kurzform‑ oder Creator‑Content.
• Ausgereiftes Medienmanagement: Geht sehr gut mit riesigen, geteilten Medienpools, komplexem Relinking und hochauflösenden Offline/Online‑Workflows um, was viele Cutter als robuster empfinden als bei Premiere oder Resolve bei sehr großen Projekten.

Zusammenarbeit und geteilte Workflows
• Eingebaute Projektfreigabe: Avids Bin‑Locking und Projektsharing erlauben es mehreren Editor:innen und Assistent:innen, gleichzeitig sicher am selben Projekt zu arbeiten – absolut entscheidend bei Studio‑Filmen und Serien.
• End‑to‑End‑Avid‑Ökosystem: Enge Integration mit Avid Nexis‑Speicher, MediaCentral/Interplay und vor allem Pro Tools macht Übergaben an Ton, Online‑Finishing und Broadcast‑Delivery planbar und standardisiert.
• Bewährte Multi‑Facility‑Pipelines: Da so viele Post‑Häuser Avid nutzen, lassen sich Projekte leichter zwischen Teams und Dienstleistern übergeben, ohne jedes Mal Workflows neu erfinden zu müssen.

Branchenträgheit und Ausbildung
• Langjähriger Industriestandard: Avid ist seit Jahrzehnten in Hollywood etabliert, daher sind Infrastruktur, Vorlagen und Erwartungen bei Studios, Post‑Supervisoren und Gewerkschaften bereits rund um Avid aufgebaut.[wondershare +1]
• Qualifizierte Arbeitskräfte: Es gibt einen großen Pool an Editor:innen und Assistent:innen mit Avid‑Zertifizierung oder viel Erfahrung, was für hochbudgetierte Produktionen das Risiko im Vergleich zu einem Komplettwechsel auf Premiere oder Resolve reduziert.[5thingsseries +1]
• Kalkulierbare Budgets: Produzenten wissen ziemlich genau, was „X Wochen Avid‑Offline“ in Bezug auf Tempo und Deliverables bedeutet, weil diese Workflows schon oft bei großen Projekten erprobt wurden.

Worin sich Premiere und Resolve unterscheiden
• Stärken von Premiere: Bessere Integration in das Adobe‑Ökosystem (After Effects, Photoshop, Audition), beliebt bei Solo‑Editor:innen, Agenturen und im Kurzform/Online‑Bereich, aber oft für Instabilität bei sehr großen Langform‑Projekten kritisiert.
• Stärken von Resolve: Hervorragendes Color‑Grading und stetig wachsende Schnitt‑Funktionen; wird häufig für Grading, Finishing oder kleinere narrative Projekte genutzt, aber viele High‑End‑Produktionen sehen die Editorial‑Pipeline noch nicht als genauso „kampferprobt“ wie Avid im größten Hollywood‑Maßstab.
• Kosten vs. Risiko: Premiere und Resolve können für Einzelkämpfer und kleine Teams günstiger und funktionsreicher wirken, aber bei einem Multimillionen‑Film sind die Mehrkosten für Avid gering im Vergleich zu möglichen Ausfällen oder Workflow‑Problemen.


Fazit für Hollywood‑Editor:innen
• Für große, kollaborative Film‑ und TV‑Projekte bietet Avid: sehr stabile Langform‑Performance, starke Team‑Kollaboration, exzellentes Medienmanagement und eine etablierte Pipeline Richtung Pro Tools und Finishing.
• Diese systemischen Vorteile, plus Trägheit und verfügbare Talente, halten Avid in Hollywood, auch wenn Premiere und Resolve für Freelancer, YouTube/Agentur‑Arbeit und color‑zentrierte Workflows oft attraktiver sind.



dienstag_01
Beiträge: 14884

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von dienstag_01 »

Nur mal als kleines Gedankenbeispiel: Es macht für große arbeitsteilige Produktionen genau Null Sinn, auf die Zusammenfassung von Schnittsystem und Color Grading in einem Tool (wie Resolve) zu setzen. Was die brauchen sind standardisierte Roundtrips, um z.B. Coloristen die Arbeit mit eigenen Werkzeugen zu ermöglichen, gleichzeitig aber die absolute Sicherheit bei den Übergaben zu haben.
Zuletzt geändert von dienstag_01 am So 22 Mär, 2026 12:55, insgesamt 1-mal geändert.



TomStg
Beiträge: 3915

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von TomStg »

Allein „Branchenträgheit und Ausbildung“ - damit teilweise auch „Workflow“ - beinhaltet Argumente, die nachvollziehbar sind. Alles andere ist natürlich kein Alleinstellungsmerkmal von Avid.



R S K
Beiträge: 2397

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von R S K »

Und trotzdem… außerhalb Hollywood ist Avid praktisch tot d.h. außerhalb von High-End-Post kaum relevant.

Das ist kein Zufall.
Avid ist für diese Welt schlicht zu schwer, zu langsam im Setup und zu unflexibel.

Aber Hollywood spielt ja auch ein anderes Spiel. Hier liegt der Denkfehler. Man darf Avid eben nicht aus Sicht eines Editors bewerten, Hollywood bewertet es aus Sicht einer Pipeline. Klar: Bin Locking + echtes Multiuser-Editing und natürlich AVID → ProTools. Top.

Außerdem würdest du bei AVID nicht nur Software ersetzen, sondern komplette Produktionsinfrastrukturen. Wenn man Abermillionen investiert hat, fragt sich niemand mehr „Was ist besser?”.

Avid gewinnt bei riesigen Projekten (mit entsprechender Infrastruktur), Final Cut Pro & Co. ist besser für alles andere darunter.

Im Übrigen wurden Hollywoodstreifen mit ALLEN großen NLEs geschnitten. Das heißt also am Ende gar nichts.



WWJD
Beiträge: 475

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von WWJD »

Ich kann nur bestätigen, dass Premiere für längere Projekte praktisch unbrauchbar ist, und ich rede hier ab einer 15 minütigen Timeline.
Sowas von instabil, dass ich oft Scheissausbrüche hatte. Bin dann auf FCP gewechselt, hatte zuerst Mühe, aber nach einer kurzen Einführung finde ich es als ein gutes, relativ stabiles NLE. Vielleicht schaue ich mir jetzt Avid etwas genauer an, ist ja günstiger als Premiere im Jahresabo.



cantsin
Beiträge: 17511

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von cantsin »

Und ich kann auch bestätigen, dass Resolve Studio zwar normalerweise stabil ist, aber durchaus gelegentlich abstürzen kann. Wenn absolute Zuverlässigkeit und Absturzfestigkeit das Kriterium ist, kann ich schon verstehen, dass man da bei den bewährten Leisten bleibt.

So sieht übrigens eine typische Timeline eines Hollywood-Spielfilms (hier Mission Impossible Rogue Nation) aus:

Bild

https://www.provideocoalition.com/art-o ... ue-nation/
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



R S K
Beiträge: 2397

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von R S K »

WWJD hat geschrieben: So 22 Mär, 2026 14:49relativ stabiles NLE.
Relativ stabil? Ich hatte regelrecht seit Jahren kein Absturz mehr. Da würde ich mal drauf schauen was du für Drittanbieter Plugins etc. hast. Einen anderen Grund kenne ich nicht dafür.

cantsin hat geschrieben: So 22 Mär, 2026 14:58So sieht übrigens eine typische Timeline eines Hollywood-Spielfilms (hier Mission Impossible Rogue Nation) aus:
Erinnert mich and die Frage: Lieber das (PPro)…

Bild

Oder das? (1:1 das gleiche in FC):

Bild

Nun… ich weiß was ich bevorzuge.



Drushba
Beiträge: 2659

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von Drushba »

R S K hat geschrieben: So 22 Mär, 2026 16:37
WWJD hat geschrieben: So 22 Mär, 2026 14:49relativ stabiles NLE.
Relativ stabil? Ich hatte regelrecht seit Jahren kein Absturz mehr. Da würde ich mal drauf schauen was du für Drittanbieter Plugins etc. hast. Einen anderen Grund kenne ich nicht dafür.

cantsin hat geschrieben: So 22 Mär, 2026 14:58So sieht übrigens eine typische Timeline eines Hollywood-Spielfilms (hier Mission Impossible Rogue Nation) aus:
Erinnert mich and die Frage: Lieber das (PPro)…

Bild

Oder das? (1:1 das gleiche in FC):

Bild

Nun… ich weiß was ich bevorzuge.
Bei 20-30 Minuten in der Timeline sollte es auch keine Abstürze geben.) AVID spielt technisch die Karten aus, wenn 60+Terrabyte an bereits transkodiertem Material im System liegen, wie es bei großen Produktionen vorkommt, mit mehreren Timelines, Remoteworkflow etc. So gerne ich mit FCPX bei kleineren Projekten z.B. fürs Web schneide, AVID wird auf absehbare Zeit meine Nr. 1 für einen langen Dokumentarworkflow bleiben. Und das ist nur die technische Seite, die andere von weitaus mehr Relevanz ist die künstlerische, wenn es um marktverfügbare Cutter mit Trackrecord oder Schnittberatung geht. Cutter mit belastbarem dramaturgischen Know How kommen i.d.R. von Avid, weil sie ihr KnowHow über lange Jahre in Studiostrukturen (und zuvor Filmhochschulen) erlernt haben, wo Avid nicht ohne Grund etabliert ist. ;-)



Jott
Beiträge: 23762

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von Jott »

fcp ist schon sehr stabil. Und vor allem: wenn's tatsächlich mal abschmiert, geht nichts verloren, und der Neustart dauert nur Sekunden.

Wir hatten neulich ein irres 6-Stunden-Programm, keine Probleme. So was muss man allerdings nicht auf einem MacBook Air probiert haben.

Spielfilme schneide ich nicht, schon gar nicht in 8K raw (so was planen hier andere). Und was Druschba sagt, stimmt schon: braucht man gute Cutter als Freelancer, dann sind das oft AVID-Leute, die andere NLEs nicht mal mit spitzen Fingern anfassen würden. Für fcp kenne ich nur exakt einen, der diese - bekanntlich etwas andere - Software beherrscht und nicht nur vom Hörensagen kennt. Dafür muss man stark sein, weil einen die Kollegen immer hänseln! :-)



MaxSchreck
Beiträge: 319

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von MaxSchreck »

WWJD hat geschrieben: So 22 Mär, 2026 14:49 [...Premiere...]
Sowas von instabil, dass ich oft Scheissausbrüche hatte.
Na immerhin gehen damit schon 15 Minuten. Ich hatte vor über 20 Jahren schon bei Musikvideos von 3 Minuten Länge Hosenschiss und daher alle paar Minuten gesichert. Adobe halt. Mir wird jedes Mal unwohl, wenn ich Kundenprojekte öffnen muss, die in Premiere gemacht wurden.



Jott
Beiträge: 23762

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von Jott »

Die beiden Adobe-Ausreißerfilme haben's allerdings auch auf die Leinwand geschafft.



R S K
Beiträge: 2397

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von R S K »

Drushba hat geschrieben: So 22 Mär, 2026 17:20Bei 20-30 Minuten in der Timeline sollte es auch keine Abstürze geben.
😂

Nee, klar. Ich habe nur etliche Videos veröffentlicht die locker 1,5 und mehr Stunden sind und momentan sitze ich an einem 2-stündigen Dokumentarfilm. Seit 2+ Monaten und… null Abstürze. Tja… 🤷🏼‍♂️

Vielleicht etwas mehr Systempflege?



Drushba
Beiträge: 2659

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von Drushba »

R S K hat geschrieben: So 22 Mär, 2026 17:39
Drushba hat geschrieben: So 22 Mär, 2026 17:20Bei 20-30 Minuten in der Timeline sollte es auch keine Abstürze geben.
😂

Nee, klar. Ich habe nur etliche Videos veröffentlicht die locker 1,5 und mehr Stunden sind und momentan sitze ich an einem 2-stündigen Dokumentarfilm. Seit 2+ Monaten und… null Abstürze. Tja… 🤷🏼‍♂️

Vielleicht etwas mehr Systempflege?
Wie Jott implizit vermutete: Ich schneide derzeit auf einem Macbook Air M2 mit 24GB RAM. ;-) Never change a winning team, AVID läuft darauf klaglos.



pillepalle
Beiträge: 11554

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von pillepalle »

Mich würde ja mal interessieren mit welchen Programmen die schlechtesten Filme geschnitten wurden... dann würde ich die meiden, damit mir das nicht auch passiert 🙃

VG
Es geht doch nichts über ein solides Halbwissen.



Alex
Beiträge: 2257

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von Alex »

Ich arbeite seit vielen, vielen Jahren auf Windows mit Adobe generell und natürlich speziell auch Premiere. Und ja, Adobe ist früher häufig gecrashed. Autosave-Intervall habe ich also immer kurz gehalten.

Aber, es wird immer stabiler, von Jahr zu Jahr. Ich kann mich aktuell an keinen Absturz in den letzten, geschätzten 2 Jahren erinnern.
Eigentlich in keiner Adobe-Software mehr, auch AE läuft bei mir sehr stabil.

Autosave steht bei mir mittlerweile auf Standard, glaube 20 Min. Spielfilme schneide ich keine, aber z.B. Dokus bis 45 Min.



berlin123
Beiträge: 1507

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von berlin123 »

Alex hat geschrieben: So 22 Mär, 2026 18:08 Ich arbeite seit vielen, vielen Jahren auf Windows mit Adobe generell und natürlich speziell auch Premiere. Und ja, Adobe ist früher häufig gecrashed. Autosave-Intervall habe ich also immer kurz gehalten.

Aber, es wird immer stabiler, von Jahr zu Jahr. Ich kann mich aktuell an keinen Absturz in den letzten, geschätzten 2 Jahren erinnern.
Eigentlich in keiner Adobe-Software mehr, auch AE läuft bei mir sehr stabil.

Autosave steht bei mir mittlerweile auf Standard, glaube 20 Min. Spielfilme schneide ich keine, aber z.B. Dokus bis 45 Min.
Höre ich auch von anderen. Nutze Premiere seit kurzem mal wieder und kann auch nicht meckern, aber bin noch nicht über 15 Minuten ;-) Vor allem fällt mir auf wie snappy es ist, war früher anders wenn ich mich richtig erinnere.

After Effects läuft auch flott, aber ich starte es ab und zu neu, wenn irgendeine Kleinigkeit nicht mehr richtig funktioniert. Dauert auf dem MacBook Pro M5 zum Glück nur ein paar Sekunden, macht aber nicht den besten Eindruck.



Alex
Beiträge: 2257

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von Alex »

berlin123 hat geschrieben: So 22 Mär, 2026 18:25After Effects läuft auch flott, aber ich starte es ab und zu neu, wenn irgendeine Kleinigkeit nicht mehr richtig funktioniert.
Versuch das mal, wenn es klemmt, hilft bei mir oft Wunder :-)
photo_2026-03-22_18-37-21.jpg
Denn, wenn ein Fehler in den temporären Dateien ist, hilft idR. auch kein Neustart.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.



R S K
Beiträge: 2397

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von R S K »

Alex hat geschrieben: So 22 Mär, 2026 18:08 es wird immer stabiler
😂👍🏼



MIIIK
Beiträge: 355

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von MIIIK »

Also ich muss sagen, das hier war mein letztes Projekt (c.a. 30 Minuten) und hier auf dem Mac mini absolut gar keine Probleme. Das speichern dauert irgend wann mal dann nicht mehr nur 1 Sekunde sondern 3-4 Sekunden aber das war es dann auch wieder. Sonst absolut rund soweit.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.



MaxSchreck
Beiträge: 319

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von MaxSchreck »

Alex hat geschrieben: So 22 Mär, 2026 18:08 Eigentlich in keiner Adobe-Software mehr, auch AE läuft bei mir sehr stabil.
Bitte nicht falsch verstehen, aber vielleicht sind Deine Projekte nicht so extrem komplex. Bei mir stürzt AE nämlich häufig ab, ist vollkommen zufällig, bei manchen Projekten so oft, daß ich fast irre werde, bei anderen selten. Aber wenigstens eine Sache, auf die man sich bei Adobe verlassen kann.



Alex
Beiträge: 2257

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von Alex »

MaxSchreck hat geschrieben: Mo 23 Mär, 2026 04:49
Alex hat geschrieben: So 22 Mär, 2026 18:08 Eigentlich in keiner Adobe-Software mehr, auch AE läuft bei mir sehr stabil.
Bitte nicht falsch verstehen, aber vielleicht sind Deine Projekte nicht so extrem komplex. Bei mir stürzt AE nämlich häufig ab, ist vollkommen zufällig, bei manchen Projekten so oft, daß ich fast irre werde, bei anderen selten. Aber wenigstens eine Sache, auf die man sich bei Adobe verlassen kann.
Klar, hängt immer vom Projekt ab. Solche Projekte hatte ich auch schon zur Genüge. Es gibt auch genug Bugs, die man provozieren kann, uralte zum Teil. Und man merkt auch, dass mache Bereiche innerhalb der AE-Programmierung optimiert werden, andere werden komplett vernachlässigt.
Oft kann man es auch schlecht steuern, welche Projekte man auf dem Tisch bekommt, bzw. welche Techniken und Effekte (und Plugins) eingesetzt werden.

Aber irgendwie bilde ich mir ein, meinen Riecher für Probleme in AE geschärft zu haben, ich arbeite auch schon seit fast 20 Jahren damit. Meistens finde ich den Übeltäter, ob es eine korrupte Quelle ist, Effekte, die sich beißen, ein externes Plugin oder einfach was faul in der Programmierung ist. Oft findet man einen Workaround. Und genau da zeigt sich dann die jahrelange Erfahrung. Purge Memory wirkt oft Wunder.
Fehlerfrei wird AE nie werden, dazu ist es einfach zu komplex.

Ich würde heute aber auch keinem mehr raten der in die Filmindustrie einsteigen will sich mit Adobe zu verheiraten, auch wenn ich damit ausreichend gut gefahren bin. Aber ich muss halt auch sagen, dass es generell viel besser innerhalb von Adobe geworden ist. Mit Premiere habe ich keine Abstürze mehr. Mit den anderen Anwendungen (Ai, Idd, PS,...) kann ich mich eh an keine großen Probleme jemals erinnern. AE wird immer eine Baustelle bleiben, aber es ist auch um Potenzen komplexer als z.B. PPro in den Anwendungsmöglichkeiten.



MaxSchreck
Beiträge: 319

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von MaxSchreck »

Alex hat geschrieben: Mo 23 Mär, 2026 08:39 [Aber irgendwie bilde ich mir ein, meinen Riecher für Probleme in AE geschärft zu haben, ich arbeite auch schon seit fast 20 Jahren damit. Meistens finde ich den Übeltäter, ob es eine korrupte Quelle ist, Effekte, die sich beißen, ein externes Plugin oder einfach was faul in der Programmierung ist. Oft findet man einen Workaround. Und genau da zeigt sich dann die jahrelange Erfahrung. Purge Memory wirkt oft Wunder.
Fehlerfrei wird AE nie werden, dazu ist es einfach zu komplex.

Ich würde heute aber auch keinem mehr raten der in die Filmindustrie einsteigen will sich mit Adobe zu verheiraten, auch wenn ich damit ausreichend gut gefahren bin. Aber ich muss halt auch sagen, dass es generell viel besser innerhalb von Adobe geworden ist. Mit Premiere habe ich keine Abstürze mehr. Mit den anderen Anwendungen (Ai, Idd, PS,...) kann ich mich eh an keine großen Probleme jemals erinnern. AE wird immer eine Baustelle bleiben, aber es ist auch um Potenzen komplexer als z.B. PPro in den Anwendungsmöglichkeiten.
Stimme überwiegend zu, was die Fehlersuche angeht: Meist Plugins, dann gibt es gelegentlich viel zu lange Dateipfade und wie von Dir beschrieben, dieser Abkotz mit dem Disk Cache - seit 2014 hat Adobe da was scheinbar grundlegend und nachhaltig versaut. Dann gibt es aber bei mir auch diese Fälle, wo es keinerlei nachvollziehbare Gründe gibt, wenn ein Render einmal 40 Minuten dauert, dann 2 Stunden und beim nächsten Durchlauf 20 Minuten - und dabei unterscheidet sich jeder Durchlauf nur durch wenige Keyframes...

Ich persönlich (man höre und staune) würde jetzt Einsteigern nicht unbedingt total von Adobe abraten, aber ich würde jedem dringend ans Herz legen, die Augen auch mal nach links und rechts zu schwenken. Ich kenne z.B. einen alten Hasen und einen etwas jüngeren, die entweder zu bequem für etwas neues oder zu verliebt in Adobe sind. Halte ich beides für riskant. Derzeit sehe ich mir z.B. (obwohl das nicht wirklich für mein Feld, also Motion Design so geeignet ist) Fusion genauer an und warte (weiterhin...) auf die neue Software von "Hollywood Illusion" und es gibt ja auch noch Cavalry.



godehart
Beiträge: 210

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von godehart »

WWJD hat geschrieben: So 22 Mär, 2026 11:55 Was sind die Gründe, das man in dieser Liga mit Avid arbeitet, und nicht mit Premiere, DaVinci,Final Cut? Kann mir jemand dies erklären?
Viele auch hier sagen es ist der erprobte und belastbare Postproduction Workflow von AVID. Also zu VFX, Color Grading und Audio. Das ist sicher Teil der Wahrheit. Der Hauptgrund wird aber immer übersehen. Es sind die Menschen. Genau wie Lieblingskameraleute haben Regisseure ihre bevorzugten Editoren. Mit denen reden sie über Storylines, Pace, Charakterentwicklung. Bei all dem spielt die NLE kaum eine Rolle. AVID hat so eine Verbreitung in Hollywood weil es mal der Industriestandard war und die besten der besten Cutter damit arbeiten. Die Produktion entscheidet sich für einen Cutter, eine Person aufgrund seiner Fähigkeiten, Reputation usw. Das Schnittsystem ist oft genug das, was diese Person eben am besten beherrscht und womit sie die letzten 30 Jahre gearbeitet hat.



Jott
Beiträge: 23762

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von Jott »

Das ist ja auch logisch und legitim. Und so lange es AVID noch gibt, muss auch niemand mit jahrzehntelanger Gewohnheit einen Gedanken daran verschwenden, etwas anderes zu erlernen. Es gibt ja keinen Grund dafür.



dienstag_01
Beiträge: 14884

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von dienstag_01 »

Es wird ja sogar noch besser, Resolve hat erst in einer der letzten Versionen Avid-like Timelineschnittfunktionen eigebaut, die es für mich überhaupt erstmals sinnvoll erscheinen lassen, von einer Timeline in die andere zu schneiden ;)



Alex
Beiträge: 2257

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von Alex »

😄
656868540_26427154473609538_7938273889770617112_n.jpg
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.



berlin123
Beiträge: 1507

Re: Womit und wie die Oscar-Kandidaten (

Beitrag von berlin123 »

Gemini_Generated_Image_84pdf184pdf184pd.png
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.



 Aktuelle Beiträge [alle Foren]
 
» Atomos Sumo Pro 19 erklärt: mobile Cloud Anbindung und NDI
von slashCAM - Fr 10:39
» DJI Osmo Pocket 4 kommt noch im April - interner Speicher und neue Pro-Version
von Jörg - Fr 10:12
» Sinnvolles Zubehör für Pocket3/4?
von ruessel - Fr 9:43
» DIY: DJI Pocket 4 Controller?
von ruessel - Fr 8:29
» GoPro MISSION 1 Pro - 8K-Actioncams mit 1-Zoll-Sensor und MFT-Mount
von medienonkel - Fr 7:38
» Kann man noch MUTIG Filme produzieren? MARTIN MOSZKOWICZ
von Darth Schneider - Fr 7:15
» DaVinci Resolve 21 Photo - Der Anfang vom Ende für Adobe Lightroom?
von rob - Fr 0:18
» Was schaust Du gerade?
von Darth Schneider - Do 22:21
» Nikon teasert erste Cine lens (mit AF)
von pillepalle - Do 21:41
» Kinefinity VISTA: Kompakte Cine-Cam erklärt: Sensor, Formate, Verfügbarkeit und Preis
von MarcusG - Do 21:05
» Was hast Du zuletzt gekauft?
von Funless - Do 20:07
» DJI Lite X1 und Lite 1 - Neue Einsteiger-Drohnen mit 360°-Hinderniserkennung
von slashCAM - Do 18:21
» DaVinci Resolve 21 Photo ausführlich im Screencapture Workshop erklärt
von slashCAM - Do 17:09
» Handbrake oder gibt es ne bessere Möglichkeit?
von cantsin - Do 16:27
» Cartoni Hyperroll - modulares Roll-Rig für kreative Kamerafahrten
von Darth Schneider - Do 15:18
» Flusskreuzfahrt Teil 4: Braunschweig
von Riki1979 - Do 14:51
» FILMFÖRDERUNG FÜR ALLE?
von Nigma1313 - Do 12:24
» BlackRAW Visor App - .braw-Dateien von SSD am iPhone sichten, graden und mehr
von slashCAM - Do 11:57
» Sony HXR-NX80 auf v Mount Anschliessen
von rush - Mi 22:30
» 1000€ Richtmikro für Hochzeitsfilme
von johnnycash89 - Mi 22:26
» Musikvideo mit KI und realen Aufnahmen
von Serge - Mi 20:32
» SmallRig: Gut durchdachtes neues Schulterrig und mobiles Effektlicht erklärt
von Darth Schneider - Mi 18:34
» Adobe erklärt die Details zum neuen Premiere Color Mode
von berlin123 - Mi 18:15
» Kinefinity Vista - kompakte 6K-Vollformat Cine-Cam gesichtet
von Darth Schneider - Mi 18:05
» Flusskreuzfahrt Teil 3: Minden
von Riki1979 - Mi 17:51
» Sennheiser HD 480 PRO - neuer geschlossener Referenzkopfhörer für Studio und Live
von Pianist - Mi 16:22
» Insta360 Mic Pro - Funkmikro mit farbigem E-Ink-Display und 32-Bit Audio Float
von ruessel - Mi 12:17
» Flusskreuzfahrt, Teil 2: Bremen
von Bildlauf - Mi 11:19
» Gerald Undone geht in Pension
von Rick SSon - Mi 11:17
» Panasonic LUMIX S 40mm F2 - neues, kompaktes Standardobjektiv
von Rick SSon - Mi 11:11
» Der Combo Stand
von pillepalle - Mi 10:15
» Blackmagic im Interview: Resolve Photo, Fairlight Live und Camera App Update erklärt
von Jott - Mi 9:49
» Warum Netzwerken wichtiger ist als Talent! FILMREIF
von 7River - Mi 9:39
» RØDELink II vorgestellt - 32-Bit-Float, UHF-Übertragung von Lectrosonics
von rush - Mi 7:04
» SD+HD Bearbeitung/Restauration/Digitalisierung mit VD1/2
von Jens65 - Di 23:01