Mediamind
Beiträge: 365

Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von Mediamind » Mo 08 Jul, 2019 10:47

Ich habe 2 Theateraufführungen gefilmt. Das Licht war speziell. Die Bühne hatte warme Halogenscheinwerfer mit seitlichem Lichteinfall mit direkter Sonne, der Bühnenhintergrund bestand aus blauem Stoff, die Vorhänge aus rotem Samt. Je nach Blickwinkel waren die Farbtemperaturen sehr unterschiedlich. Eine Graukarte half nicht weiter. In meiner Verzweifelung habe ich für Schwenks auf die WB Automatic gesetzt. Das war ein grandioser Fehler. Die stark präsente Hintergrundfarbe (helles Blau) und die Vorhänge verrieten die unterschiedlichen WB Einstellungen nur allzu deutlich. Durch Lichtstreuung an diesen Objekten wurde es noch bunter. Mit insgesamt 4 Kameras musste ich das Ergebnis matschen. Ein Albtraum in der Post.
Beim 2. Dreh habe ich diese komplexe Lichtsituation besser analysiert (ich wollte nicht noch einmal Stunden in der Post verbringen für unnötige Abgleiche). Im Appstore habe ich mir fürs iPhone Lightspectrum Pro für 2,99 Euro gekauft (und vorher ausprobiert). Die App ist kein kalibriertes Messgerät, Messungen bekannter Lichtquellen trafen aber im Ergebnis sehr gut zu. Abgleiche an Graukarte mit dem Ninja V lieferten darüber hinaus gleiche Werte.
Der Vorteil gegenüber der Graukartenmethode liegt darin, das man das Kamerabild des iPhone nutzen kann, um die herschende Lichttemperatur zu erfassen. Und das ging verdammt gut. Ich hatte auf der Bühne zwischen 5700 K und 2800 K! im zentralen Handlungsbereich kam ich mit Mischlicht auf 3200 K. Mit der Kamera auf neutral Grau überprüft und das selbe Ergebnis erzielt war mehr als ich erwartet habe für 2,99 Euro. Mit dem Smartphone konnte ich jeden Bereich der Bühne schnell messen. Gegenüber allen anderen Methoden war das scheller und für die Situation passender als mein bisheriges Vorgehen. Am Ende habe ich mich auf die Lichttemperatur von 3200 K festgelegt, den WB in allen Kameras auf diesen Wert eingestellt und den Colorchecker Passort Video zusätzlich verwendet und in Cienmagrade als Korrekturprofil auf die einzelnen Blickwinkel angewendet. Das Ergebnis war überzeugend.
Wenn man (vor allem Schnell und ohne Aufstellen einer Graukarte) einen umfassenderen Eindruck der Farbtemperatur benötigt, ist dieses Programm als Hilfsmittel aus meiner Sicht ein echter Tipp.




TomStg
Beiträge: 1988

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von TomStg » Mo 08 Jul, 2019 13:35

Mediamind hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 10:47
Wenn man (vor allem Schnell und ohne Aufstellen einer Graukarte) einen umfassenderen Eindruck der Farbtemperatur benötigt, ist dieses Programm als Hilfsmittel aus meiner Sicht ein echter Tipp.
Aha.
Deine Kameras können also die verschiedenen Farbtemperaturen selbst nicht messen?




cantsin
Beiträge: 6081

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von cantsin » Mo 08 Jul, 2019 13:39

TomStg hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 13:35
Deine Kameras können also die verschiedenen Farbtemperaturen selbst nicht messen?
Jetzt klär uns mal auf, wie sie das tun sollen.




Jott
Beiträge: 16134

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von Jott » Mo 08 Jul, 2019 13:41

Der sinnvolle Tipp wäre, alle Kameras fest auf Kunstlicht zu stellen (3.200k), da Halogen-Bühnenlicht. Alles andere führt zu langen Abenden mit Haare raufen oder Schlimmerem.

Wenn man dann nach dem Schnitt vielleicht meint, alles müsse etwas wärmer oder kühler sein, dann ist das ein globaler, in ein paar Sekunden erledigter Eingriff.




Auf Achse
Beiträge: 3639

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von Auf Achse » Mo 08 Jul, 2019 13:59

@Mediamind: Nach deinen Beschreibungen vermute ich du hattest das Bestreben bei jeder vorgefundenen Lichtsituation den korrekten WB einzustellen.

Warum eigentlich? Wenn in Bühnenbereichen eher das warme Licht der Hologener vorherrscht, in anderen kühles LED Licht, dann sieht man das auch im Video so. Das Video bildet die reale Situation ab so wie die Zuseheres es auch gesehen haben.

Das wichtigste ist daß alle Kameras DEN SELBEN WB eingestellt haben, sonst wirds wirklich schwierig. Optimal wird wahrscheinlich der gemittelten Wert der verschiedenen Lichtquellen sein. Automatischer WB ist dann noch das Sahnehäubchen, da hast du dir nichts gutes getan.

Auf Achse




Mediamind
Beiträge: 365

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von Mediamind » Mo 08 Jul, 2019 14:14

Das Szenario war vertrackt. Kunstlicht, Mischlicht und Tageslicht in einem Bühnenbild führt zu entweder zu blauem, zu roten oder richtigen Aufnahmen. Bei einem Schwenk von einem zum anderen Bühnenbereich mit langer Brennweite ist das ein Problem. Die Auto WB war an der schwenden Kamera eingestellt.
AufAchse hat Recht, lieber die Unterschiede im Bild zeigen als mit Auto WB die Sache verkomplizieren. Nur war der Unterschied einfach zu groß. Mindestens 2500 K Unterscheid in einem Blickwinkel sind unschön :-)
Ich habe Gh5en, Hc-X1 und Z6 im Einsatz gehabt. Die Hc-X1 gibt einem auf Knopfdruck eine Farbtemperatur zurück. Alles Prima, zur schnellen Beurteilung eines Areals ist das auch machbar, mit der App fand ich es jedoch wirklich herausragend schneller. Bei meiner letzten Hochzeit hatte ich einen Raum Kerzenschein, farbige LED, Halogen und Tageslicht. Unmöglich zu schätzen, was für eine Temperatur in welchem Bereich herrscht. Da hätte ich eine App gut verwenden können. Die Bedienung ist simpel, man scannt einfach kurz mal eben das Areal und hat seine Werte. Mit der Kamera bin ich definitiv langsamer unterwegs, zumahl die App fortlaufend die Werte ausgibt und nicht punktuell gemessen Werte wie das herkömmlich praktiziert wird.
Versteht den Beitrag einfach als Erfahrungsbericht und Anregung, ich will niemandem seine Graukarte oder sonstigen Workflow abspenstig machen. Für mich als Gimbaljongleur in unbekannten Locations macht das Sinn. Bei Bühnen im herkömmlichen Sinne ohne Störeinflüsse würde ich auch pragmatisch zu Werten um die 3000 K tendieren.
Zuletzt geändert von Mediamind am Mo 08 Jul, 2019 14:24, insgesamt 1-mal geändert.




cantsin
Beiträge: 6081

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von cantsin » Mo 08 Jul, 2019 14:18

Das Problem ist, dass das Auge die verschiedenen Lichttemperaturen anders sieht als die Kamera, weil das Gehirn die Unterschiede kompensiert. Im Kamerabild fallen sie dagegen stärker und i.d.R. unangenehmer auf- und ein zumindest leichter Angleich der Farbtemperaturen wirkt im geschnittenen Video besser.

Richtig übel ist nach meiner Erfahrung Magenta-farbiges und blaues Bühnenlicht, das Kamerasensoren i.d.R. nicht gut vertragen bzw. problematisch erfassen. Da muss man schon mit dem WB gegensteuern. Und Mischlicht mit verschiedenen Energiesparlampen ist der Horror. Da sieht das Auge keinen Unterschied, aber die Aufnahme ist leicht versaut.

IMHO ist bei solchen Mischlicht-Szenarien RAW- bzw. 12bit-Aufnahme (mit nachträglich regelbarem Weissabgleich) die beste Lösung - bzw. gehören solche Szenarien zu den wenigen, bei denen RAW einen echten praktischen Mehrwert bietet.
Zuletzt geändert von cantsin am Mo 08 Jul, 2019 14:22, insgesamt 1-mal geändert.




Auf Achse
Beiträge: 3639

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von Auf Achse » Mo 08 Jul, 2019 14:21

Mediamind hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 14:14
Das Szenario war vertrackt. Kunstlicht, Mischlicht und Tageslicht in einem Bühnenbild führt zu entweder zu blauem, zu roten oder richtigen Aufnahmen. Bei einem Schwenk von einem zum anderen Bühnenbereich mit langer Brennweite ist das ein Problem. .....

Nochmal: Wieso willst du die Realität ändern? Na dann isses halt in einer Ecke rotstichig und der anderen blau. In echt wars ja auch so!

Wenn wer meckert: Das ist ja nicht deine Schuld, sondern die der Beleuchter wenn alle möglichen Lichter gemixt sind.

Auf Achse




cantsin
Beiträge: 6081

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von cantsin » Mo 08 Jul, 2019 14:24

Auf Achse hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 14:21
Nochmal: Wieso willst du die Realität ändern? Na dann isses halt in einer Ecke rotstichig und der anderen blau. In echt wars ja auch so!
Das menschliche Auge sieht das aber in der Live-Situation beinahe nicht und in der Video-Aufnahme um so stärker (siehe mein Posting weiter oben).




srone
Beiträge: 7657

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von srone » Mo 08 Jul, 2019 14:26

Auf Achse hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 14:21

Wenn wer meckert: Das ist ja nicht deine Schuld, sondern die der Beleuchter wenn alle möglichen Lichter gemixt sind.

Auf Achse
natürlich ist es nicht seine schuld, aber erklär das mal den auftraggebern, die idr nicht mal wissen was die farbtemperatur einer leuchte ist...;-)))

lg

srone
"x-log is the new raw"




Mediamind
Beiträge: 365

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von Mediamind » Mo 08 Jul, 2019 14:38

Eine Kamera hatte ich links (ca. 5500-5700 K), die andere rechts (2800 K) und eine in der Mitte (3200 K). Zusätzlich eine bewegliche Kamera für pointierte Details mit einem 70-200 f:2,8 im FF. Beim 2. Dreh habe nicht nur die WB bei allen, also auch bei der beweglichen, auf den selbe Kelvinwert gestellt, warum das Ergebnis jedoch deutlich besser wurde, war der Abgleich im mittleren Bühnenbereich mit dem Colorchecker. Der flächige blaue Hintergrund ist eine Herausforderung bei diesen Bedingungen. Da jede Kamera den mittleren Bereich enthält, sollte die Farbe hier exakt identisch sein. Die gleiche WB alleine bewirkt dies beim Kameramix nicht.
Srone trifft den Punkt ganz gut, einfach abbilden wie man es antrifft ist zwar ehrlich aber ggf. stößt das an Akzeptanzgrenzen.




Auf Achse
Beiträge: 3639

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von Auf Achse » Mo 08 Jul, 2019 15:23

srone hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 14:26
Auf Achse hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 14:21

Wenn wer meckert: Das ist ja nicht deine Schuld, sondern die der Beleuchter wenn alle möglichen Lichter gemixt sind.

Auf Achse
natürlich ist es nicht seine schuld, aber erklär das mal den auftraggebern, die idr nicht mal wissen was die farbtemperatur einer leuchte ist...;-)))

lg

srone


Das schließt natürlich nicht aus daß man alles nötige für ein bestmögliches Ergebnis getan hat --> WB = geschätzter Mittelwert

Bügelt ihr immer die Fehler der anderen ganz selbstverständlich aus? So wird der Auftraggeber nie einen Anlaß sehen Druck auf die Lichttechnik auszuüben und die Kröte gehört auf ewig euch.

Das Ziel ist eine anständige Beleuchtung mit der die Kamera klar kommt, das muß auch der Auftraggeber begreifen.


Auf Achse




TomStg
Beiträge: 1988

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von TomStg » Mo 08 Jul, 2019 17:02

cantsin hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 13:39
TomStg hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 13:35
Deine Kameras können also die verschiedenen Farbtemperaturen selbst nicht messen?
Jetzt klär uns mal auf, wie sie das tun sollen.
Was für ne Frage?
Indem man eine Kamera genauso an verschiedenen Stellen messen lässt, wie das Smartphone. Nennt sich manueller Weißabgleich. Dafür braucht man kein Smartphone mit einer App. Was man mit den gemessenen Farbtemperaturen aus der Kamera macht - voll kompensieren, teilweise kompensieren oder garnicht kompensieren -, steht auf einem anderen Blatt.

Es stellt sich aber in der Tat die wesentlichere Frage, wie sinnvoll es ist, so unterschiedliche Farbtemperaturen überhaupt kompensieren zu wollen.
Wenn eine Theaterinszenierung so engbegrenzte unterschiedliche Farbstimmungen vorsieht, dann sollte man dies einfach so akzeptieren.
Zuletzt geändert von TomStg am Mo 08 Jul, 2019 17:13, insgesamt 1-mal geändert.




cantsin
Beiträge: 6081

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von cantsin » Mo 08 Jul, 2019 17:10

TomStg hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 17:02
cantsin hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 13:39

Jetzt klär uns mal auf, wie sie das tun sollen.
Was für ne Frage?
Indem man eine Kamera genauso an verschiedenen Stellen messen lässt, wie das Smartphone. Nennt sich manueller Weißabgleich. Dafür braucht man kein Smartphone mit einer App.
Der TO hat doch erklärt, dass es ihm nicht um Graukartenmessung geht. Wenn Du mit einer Kamera manuellen Weissabgleich ohne Graukarte machst, kommt da nur Murks raus.




TomStg
Beiträge: 1988

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von TomStg » Mo 08 Jul, 2019 17:15

cantsin hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 17:10
TomStg hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 17:02

Was für ne Frage?
Indem man eine Kamera genauso an verschiedenen Stellen messen lässt, wie das Smartphone. Nennt sich manueller Weißabgleich. Dafür braucht man kein Smartphone mit einer App.
Der TO hat doch erklärt, dass es ihm nicht um Graukartenmessung geht. Wenn Du mit einer Kamera manuellen Weissabgleich ohne Graukarte machst, kommt da nur Murks raus.
Es geht doch zunächst nur um das Messen. Da ist das Smartphone mit App kein Deut besser.




Mediamind
Beiträge: 365

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von Mediamind » Di 09 Jul, 2019 15:50

[/quote]
Es geht doch zunächst nur um das Messen. Da ist das Smartphone mit App kein Deut besser.
[/quote]
Die Messung ist in der Tat nicht besser. Mir hat der Workflow mit dieser App gut gefallen. Mal eben mit dem Phone einen größeren Bereich mit kontinuierlicher Ausgabe der Farbtemperatur zu checken, ohne immer wieder nur Punkte zu messen, ist fein. Für mich sind das 2,99 Euro, die einem das Leben etwas leichter machen.




srone
Beiträge: 7657

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von srone » Di 09 Jul, 2019 21:07

Mediamind hat geschrieben:
Di 09 Jul, 2019 15:50
TomStg hat geschrieben: Es geht doch zunächst nur um das Messen. Da ist das Smartphone mit App kein Deut besser.
Die Messung ist in der Tat nicht besser. Mir hat der Workflow mit dieser App gut gefallen. Mal eben mit dem Phone einen größeren Bereich mit kontinuierlicher Ausgabe der Farbtemperatur zu checken, ohne immer wieder nur Punkte zu messen, ist fein. Für mich sind das 2,99 Euro, die einem das Leben etwas leichter machen.
ich mag diese art app auch, ein spielzeug, um das farbtemperatur-sehen zu schulen, warum nicht?
und als festmittelwert-bildungsinstrument, womöglich sogar intuitiver, als der genau verrechnete mittelwert von 3-n kameras auf graukarte?

lg

srone
"x-log is the new raw"




srone
Beiträge: 7657

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von srone » Di 09 Jul, 2019 21:18

Auf Achse hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 15:23
srone hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 14:26


natürlich ist es nicht seine schuld, aber erklär das mal den auftraggebern, die idr nicht mal wissen was die farbtemperatur einer leuchte ist...;-)))

lg

srone


Das schließt natürlich nicht aus daß man alles nötige für ein bestmögliches Ergebnis getan hat --> WB = geschätzter Mittelwert

Bügelt ihr immer die Fehler der anderen ganz selbstverständlich aus? So wird der Auftraggeber nie einen Anlaß sehen Druck auf die Lichttechnik auszuüben und die Kröte gehört auf ewig euch.

Das Ziel ist eine anständige Beleuchtung mit der die Kamera klar kommt, das muß auch der Auftraggeber begreifen.


Auf Achse
wie schön wäre das, lieber auf achse, nur leider ist die realität eine andere, die leuchten bei tanz und theater wie sie wollen, zurecht, ist ja deren kunst, die unsere wäre das "halbwegs" in echt abzubilden und dann siehts halt aus, wie sie es geleuchtet haben, ich denke der ansatz, einer video-optimierten aufführung, scheidet hier meist auch aus kostengründen aus...:-)

lg

srone
"x-log is the new raw"




Auf Achse
Beiträge: 3639

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von Auf Achse » Mi 10 Jul, 2019 09:09

Meine Erfahrung mit Bühnenaufnahmen zeigen folgendes: Die Veranstalter und spielenden Bands sind für eine perfektere Videoaufnahme gern bereit ihre Ausleuchtung zu ändern.

Bands bei Clubkonzerten haben's gern schummrig. Wenn man ihnen sachlich klar macht daß dies für Kameras nicht optimal ist und wenn sie perfektere Aufnahmen von ihren Auftritt wollen mehr Licht nötig ist dann stimmten sie bisher immer zu. Das ging sogar so weit daß ich die Genehmigung hatte deren Lichter nach meinem Gutdünken umzustellen. Rote Spots ins Gesicht geht zB gar nicht usw.

In gewissem Rahmen wird das wohl auch für eine Theatervorstellung (DIESE eine die gefilmt wird) möglich sein. Aber das Maul aufmachen muß man schon. Sonst muß man mit DEM herumwurschteln was man geboten bekommt. DAS wäre meine Kernaussage zu diesem Thema.

Auf Achse




Jörg
Beiträge: 7225

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von Jörg » Mi 10 Jul, 2019 09:18

gern bereit ihre Ausleuchtung zu ändern.
das sind dann aber keine festangestellten Oberbeleuchtungsöffentlicherdienst Kollegen der
"ham wa schon imma so gemacht" Kammer....

ich bin da nahe bei srone, machen wir das Beste draus, alle cams einen festen WB,
sonst wirst du irre beim Schnitt.




Auf Achse
Beiträge: 3639

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von Auf Achse » Mi 10 Jul, 2019 11:05

Jörg hat geschrieben:
Mi 10 Jul, 2019 09:18
........... alle cams einen festen WB, sonst wirst du irre beim Schnitt.


DAS ja sowieso und IMMER!!!

Auf Achse




klusterdegenerierung
Beiträge: 13567

Re: Lightspectrum Pro, Erfahrungsbericht

Beitrag von klusterdegenerierung » Mi 10 Jul, 2019 13:03

cantsin hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 13:39
TomStg hat geschrieben:
Mo 08 Jul, 2019 13:35
Deine Kameras können also die verschiedenen Farbtemperaturen selbst nicht messen?
Jetzt klär uns mal auf, wie sie das tun sollen.
Zertifizierte Graukarte oder Passport vor die Linse halten, Weißabgleich betätigen und gucken was die Cam sagt.
Mehr macht die app auch nicht, nur das dies vielleicht etwas unkomplizierter ist, aber ich denke das ist das was Tom meint.

Die app ist nicht schlecht aber man braucht sich ja nur einen Millimeter nach Rechts drehen und der Wert ist ein ganz anderer. Zudem kommt dazu, das die Messung des Wertes durch die Handylinse vorgenommen wird.

Bei der Cam habe ich aber öfters unterschiedliche Optiken in Verwendung, die unterschiedliche Farben produzieren.
"Es reicht nicht keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein sie umzusetzen!"




Social Media

       
 Aktuelle Beiträge [alle Foren]
 
» Was hörst Du gerade?
von Alf302 - Di 8:09
» SIRUI 50mm/F1.8 1,33x Anamorphot für 500 Euro im Anflug // IFA 2019
von Axel - Di 7:56
» Orbiter: ARRI´s bestes LED-Licht - ultraheller LED-Scheinwerfer mit Wechseloptiken uvm. // IBC 2019
von j.t.jefferson - Di 2:49
» BMPCC4K/6K Tilt screen+M.2 SSD _DIY Tutorial
von MrMeeseeks - Di 1:32
» "Green Screen" Eckernförde
von DWUA y - Di 0:49
» Musikalische Untermalung zu einem House Track
von DWUA y - Mo 23:33
» Die visuell besten Musikvideos
von klusterdegenerierung - Mo 23:11
» Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung
von freezer - Mo 22:52
» Die Panasonic Lumix S1H - Erste 6K-FullFrame Kamera unter 4.000 Euro
von Jan - Mo 22:30
» Blackmagic Pocket 6 K, problem with compact flash
von rush - Mo 22:29
» Edius 9.5 bringt erweiterte RAW-Unterstützung, ua. für Blackmagic RAW // IBC 2019
von Axel - Mo 22:15
» RED teasert Komodo: Kommt eine RED Cine Kompaktkamera?
von iasi - Mo 21:13
» Hands On: Sony FX9 - 5.9K Vollformat-Camcorder mit Fast Hybrid-Autofokus und 16 Bit Raw Output // IBC 2019
von klusterdegenerierung - Mo 20:51
» Z Cam E2G, E2C, E2-6F, E2-S6, E2-F8
von markusG - Mo 20:20
» Motorisierter Kamera-Slider "DIY"
von DAF - Mo 19:36
» Treffpunkt der gebrochenen Herzen
von Jott - Mo 19:01
» Irix Cine 11mm T4.3 Weitwinkel-Objektiv vorgestellt // IBC 2019
von pillepalle - Mo 18:54
» Neue Profi Farbkalibrierung speziell für HDR/OLED Displays: X-Rite i1Display Pro Plus // IBC 2019
von cantsin - Mo 17:09
» Resolve UHD Material in 1080 Timeline unscharf
von klusterdegenerierung - Mo 17:00
» HitFilm Express 13 -- kostenloses Schnitt- und VFX-Programm aktualisiert
von K.-D. Schmidt - Mo 15:58
» Premiere Projekt überschrieben... gibt es Sicherheitskopien?
von marty_mc - Mo 14:22
» Editpage dauernd ausgegraut?
von klusterdegenerierung - Mo 12:32
» AJA: HDR Image Analyzer 12G, KUMO 6464-12G und mehr // IBC 2019
von slashCAM - Mo 11:24
» VHS Digitalisieren
von Cam234 - Mo 10:53
» Tokina Vista Cinema 135mm T1.5 vorgestellt // IBC 2019
von slashCAM - Mo 9:30
» Gibt es einen finish look?
von klusterdegenerierung - Mo 8:43
» Tradek Bolt 4K MAX: Videofunkstrecke mit 1,5km Reichweite - für 15.000 Dollar // IBC 2019
von rush - Mo 7:25
» Rot ist eigentlich nicht meine Farbe
von klusterdegenerierung - So 23:00
» Das wäre kein Job für mich!
von klusterdegenerierung - So 21:25
» Was ist Euer Ziel dB?
von Blackbox - So 20:39
» Avid Media Composer bekommt ProRes RAW Unterstützung // IBC 2019
von Jott - So 20:34
» CLONE YOURSELF USING A GIMBAL
von klusterdegenerierung - So 20:07
» Kichikus Welt 2.0
von Jott - So 19:58
» [Biete] DJI Mavic Air mit extrem viel Zubehör und Polfilter Set
von Bildstabilisator - So 18:59
» Blackmagic RAW 1.5 bringt kostenlose Plugins für Adobe Premiere Pro und Avid Media Composer // IBC 2019
von Gerald73 - So 16:50
 
neuester Artikel
 
Die neue 5.9K Sony FX9 im ersten Hands On

Wir hatten bei einem Sony PRE-IBC Event Gelegenheit zu einem ersten Hands On mit der neuen Vollformat Sony FX9, die über einen 5.9 K Sensor (15+ Stops) verfügt und den aus der Sony Alpha Serie bekannten Fast Hybrid Autofokus erhalten hat. Hier alles zum Thema FX9 Sensorauslesung, Formate, Autofokus, Frameraten, elektronischer Vario ND-Filter, 16 Bit RAW-Optionen... weiterlesen>>

Orbiter: ARRIs bestes LED-Licht - ultraheller LED-Scheinwerfer mit Wechseloptiken uvm. // IBC 2019

Nach der erfolgreichen Einführung der Skypanel Flächenleuchten hat ARRI jetzt einen gerichteten, hellen LED-Scheinwerfer namens Orbiter vorgestellt der Dank neuem Quick Lighting Mount im Verbund mit Projektionsoptiken/Lichtformern und diversen Vorsätzen sehr unterschiedliche Lichtformungen zulässt. Und dies mit der besten Licht- und Farbqualität aller bisheriger ARRI Lichtengines weiterlesen>>

neuestes Video
 

Aktuelles Video:
Deep in the Guatemalan Jungle with my FPV Drones

Hals- oder vielleicht besser gesagt rotorbrecherische Flugaufnahmen gibt es hier zu bestaunen -- extrem gekonnt lässt der offensichtlich Racing-geschulte Pilot seine kleine Drohne durch die Luft wirbeln (Danke ans Forum für den Hinsweis).