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Hobbyfilmer verzweifelt



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nachtaktiv
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Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von nachtaktiv » Fr 09 Aug, 2019 04:29

ich filme nun seit etlichen jahren. grundsätzlich nonkommerziell. oft gern ehrenamtlich für kleine projekte für ein team in der subkultur o.ä. und für leute, die sich keinen filmer leisten können, aber imho doch mal bessere bilder verdienen, weil ansonsten mit viel herzblut gearbeitet wird. mittlerweile hab ichs einigermaßen drauf. ich hatte hier auf slashcam ja auch immer "gute lehrer" damals. und im schnitt bin ich alle 1-2 monate irgendwas filmen. das kann mal ein kurzer clip für insta sein, oder auch mal ein ganzer konzertabend.

dabei hab ich zwei kategorien von "auftraggebern". die einen sind superzufrieden und haben, wenn überhaupt, nur kleine änderungswünsche. natürlich ist einem das am liebsten, weil man nicht noch lange nachbessern muß. ab und zu muss man dann doch mal etwas aufwendiger nachbessern, weil man halt kein profi ist und irgendwas übersehen hat. alles gut, alles nett und freundlich, man arbeitet seit jahren zusammen.

die anderen... nunja. die wollen am liebsten mit am schneidetisch sitzen und so ziemlich alles verschlimmbessern, was nur geht. am ende steht da nach abarbeiten aller änderungswünsche eine karrikatur des ursprünglichen werkes. einfach weil diese leute null, aber auch wirklich null ahnung haben - aber ganz viel vermeintliches know how, was sie einem aufdrängen müssen.

eines der dinge, an denen ich grad verzweifle: "jaa sehr gut, aber dies kann man noch verbessern und schau dir doch mal unsere bisherigen videos an, so in dem stil wäre gut." dann guckst du dir die "referenzen" an....

consumer camcorder mit winzsensor und max. 50fps.
schiefe bilder.
kadrage? was ist das? dazu abgeschnittene köpfe...
wackelkamera.
abgesoffene tiefen und ausgebrannte lichter, weil miese dynamik des sensors.
völlig bescheuerte und unsinnige blickwinkel...


usw..

und das, wohlgemerkt, NACHDEM ihr euer zu 95% fertiges werk mit mehreren cams, 100fps slomos, glasklaren nachtaufnahmen aus der FF sensorkamera, gimbal und pipapo fertiggemacht und vorgezeigt habt.

da fragt man sich doch: sind diese leute doof? haben die tomaten auf den augen? was stimmt mit denen nicht?

wie geht ihr eigentlich damit um? hinschmeissen? oder augen zu und durch? und wenn ja, ist euch das nicht peinlich am ende dieses versaubeutelten films, der weit unter euren skills liegt, euren namen im abspann zu sehen? wollt ihr da nicht manchmal lieber anonym bleiben?

im moment bin ich, glaube ich, noch viel zu nett.

ein kollege, der diese tortur schon hinter sich hat, der dazu auch noch ne menge undankbarkeit erfahren hat, hat schon längst bestimmte gruppen von leuten ausgeklammert, für die er nicht mehr filmen will. der macht schon seit zwei jahren nägel mit köpfen.

es gibt aber auch hoffnungsschimmer. leute, die einen vor jahren mal mit endlosen wünschen nervten, wo man das projekt fertig gemacht hat, aber dann nix neues mehr für sie machte.... die dann jedes jahr einen noch schlechteren hobbyfilmer überreden, und dann nach jahren mit der methode "honig ums maul" verzweifelt neu anfragen. weil sie merken, daß sie da seit jahren durch ihre art und weise immer schlechtere videos bekommen.

ich möchte mir nicht mal ansatzweise ausmalen, wie sehr die kommerziellen kollegen hier leiden müssen. weil die ja oftmals auch aufträge annehmen müssen, und keine andere wahl haben. ich bin da als hobbyfilmer ja wenigstens noch frei und kann jederzeit die brocken hinwerfen. ich kann mir auch nicht vorstellen, jemals auch nur einen € fürs filmen zu nehmen. mir scheint, damit holt man sich eine menge graue haare. und die hab ich schon in meinem regulären job genug.
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rush
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Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von rush » Fr 09 Aug, 2019 07:46

Ich habe mir angewöhnt private Projekte bzw. jene die ich nebenbei mache ganz klar zu trennen. Entweder in der Form das bereits im Vorfeld klar ist das max kleinere Korrekturen möglich sind oder aber das ich das Material nur noch erstelle - selbst aber nicht mehr editiere, weil mich der Prozess zeitlich zu sehr einspannt - insbesondere bei non kommerziellen Projekten wo die Gegenseite kein Gefühl für die damit verbundene Arbeit/Aufwand hat.

Gleiches gilt für die Fotografie.. Auch hier werde ich immer wieder über Querverbindungen gefragt ob ich nicht dies oder jene Veranstaltung fotografieren könne.
Ich mach das a) nur noch wenn ich wirklich Lust auf das Projekt habe und erwähne auch immer das ich meinen eigenen Stil fahren werde und bspw. auf Hochzeiten keine typischen Paar / Familienbilder oder dergleichen mache - sondern eher eine beobachtende Rolle einnehme und somit eine andere Handschrift habe.

Das versteht nicht jeder - aber für mich soll das in solchen Fällen eben Hobby bleiben um die Lust daran zu behalten und weniger um auf "Anweisung"irgendwas runterzurocken. Wer das möchte sollte für mein Verständnis jemand entsprechend engagieren und bezahlen oder einen anderen motivierten Menschen finden... .

Im professionellen Umfeld kann man sich ja verträglich auch entsprechend gegen die Willkür des Auftraggebers im gewissen Rahmen schützen - ergo sollte man sich privat schon gar nicht alles gefallen lassen und dann lieber mit Leuten zusammenarbeiten bei denen man ein gutes Gefühl hat - und der Spaß am entwickeln und umsetzen von Ideen im Vordergrund steht.
keep ya head up




pillepalle
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Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von pillepalle » Fr 09 Aug, 2019 08:22

Kann Dein Leiden gut nachvollziehen :) Über Geschmack kann man nicht streiten und als Hobbyfilmer hast Du nun mal den Nachteil es fast nur mit Laien zu tun zu haben. Die haben eben in der Regel vom 'Tuten und Blasen' keine Ahnung. Im Grunde müsstest Du vorher viel konkreter Absprechen was gemacht und gewünscht wird und ihnen Beispiele Deiner bisherigen Arbeit zeigen, damit sie eine Vorstellung davon bekommen was Du machst und wie Dein Stil ist. Oder Du läßt Dir zeigen was sie sich vorstellen. Ich denke die Wurzel allen Übels liegt in mangelnder Kommunikation im Vorfeld.

Mit etwas Erfahrung hat man im professionellen Bereich selten Probleme, weil die Leute wissen wovon sie reden. Ich hatte in der Vergangenheit am ehesten mit Direktkunden Schwierigkeiten, weil man mit denen bei Adam und Eva anfangen muss und erstmal erklären, was für eine Bestimmte Idee benötigt wird, oder wie aufwendig und zeitintensiv etwas ist. Meist haben die eben gar keine Vorstellung, noch nicht einmal eine falsche. Und dann gibt es noch eine Sache die Dir das Leben schwerer macht... was nichts kostet, ist auch nichts Wert.

VG




speven stielberg
Beiträge: 305

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von speven stielberg » Fr 09 Aug, 2019 08:38

nachtaktiv hat geschrieben:
Fr 09 Aug, 2019 04:29
da fragt man sich doch: sind diese leute doof? haben die tomaten auf den augen? was stimmt mit denen nicht?
Nein, das Benehmen dieser Leute gegenüber einem der für Umme arbeitet ist schlicht zum Kotzen und - mit Verlaub - DU bist doof, wenn Du Dir das antust.

Ich kenn das gut. Bei mir war es der Vorsitzende des hiesigen Bürgervereins, der meinte, mich, der ich auch ehrenamtlich arbeitete, im Befehlston herumkommandieren zu können. Im Gegensatz zu Dir hab ich ihm allerdings nach der dritten oder vierten Grenzverletzung seinerseits dann mitgeteilt, dass er ab sofort seinen Scheiß selber machen kann und ich raus bin.




Frank B.
Beiträge: 9160

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von Frank B. » Fr 09 Aug, 2019 08:42

Ja, die Vorposts enthalten schon sehr gute Tipps. Mir erscheint es auch sinnvoll, möglichst genaue Absprachen im Vorfeld zu treffen und darin Nacharbeiten unter dem Hinweis darauf, dass du nicht kommerziell und freizeitmäßig arbeitest, ausschließt. Mit diesen Eigenschaften bist du nämlich in einer relativ starken Position. Die wollen Geld sparen und das können sie auch unter bestimmten Bedingungen. Entweder sie nehmen den Film oder sie müssen tief in die Taschen greifen und sich einen Profi holen, ders dann "besser" macht. Wenn du sehr nett bist, kannst du denen ja zu deinem geschnittenen Film noch das Rohmaterial mit aushändigen, dann wirds beim Profi vielleicht etwas billiger. Das alles ist meist kein großes Problem, wenn alles im Vorfeld glockenklar dargestellt und geklärt wird. Am besten auch mal alles auf einem Infoblatt aushändigen, auf das du dich notfalls dann berufst.




Alf302
Beiträge: 234

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von Alf302 » Fr 09 Aug, 2019 08:51

Ob die dann einen anderen Profi holen, wenn es zu Teuer ist, ist nicht Sicher.
Viele Firmen zeigen derzeit nocht Imagefilme aus 2o12




Auf Achse
Beiträge: 3760

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von Auf Achse » Fr 09 Aug, 2019 09:03

nachtaktiv, du bist offensichtlich viel zu gutmütig (nicht bös gemeint!).

Gerade der non Profit Bereich gibt dir das Recht nicht jeden Blödsinn machen und mitmachen zu müssen. Dämliche Wünsche kann man einfach abschmettern mit: "Das läßt sich nicht mit meinen kreativen Einstellungen vereinbaren".

Vielleicht befürchtest du ja dich beim Auftraggeber unbeliebt zu machen wenn du dich auf die Hinterbeine stellst. Ich kann dir versichern, wenn du sachlich deine Grenzen aufzeigst, wird das Gegenteil eintreten, man wird dich dafür respektieren.

Auf Achse




dosaris
Beiträge: 951

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von dosaris » Fr 09 Aug, 2019 09:08

nachtaktiv hat geschrieben:
Fr 09 Aug, 2019 04:29
.... dann guckst du dir die "referenzen" an....

consumer camcorder mit winzsensor und max. 50fps.
schiefe bilder.
kadrage? was ist das? dazu abgeschnittene köpfe... wackelkamera.
abgesoffene tiefen und ausgebrannte lichter, weil miese dynamik des sensors.
völlig bescheuerte und unsinnige blickwinkel...
usw..

und das, wohlgemerkt, NACHDEM ihr euer zu 95% fertiges werk mit mehreren cams, 100fps slomos, glasklaren nachtaufnahmen aus der FF sensorkamera, gimbal und pipapo fertiggemacht und vorgezeigt habt.
ist vielleicht etwas nebenläufig, aber dies zeigt auch eine evidente Quinteszenz:

(wahre) Bildqualität des Films wird von der Mehrheit der Rezipienten (fast) nicht wahrgenommen!

Die video-Producer sollten sich vielleicht wirklich mal fragen, ob der größere Arbeits-Aufwand nicht besser in
knalligen visuellen Effekten oder fetzigen Schnitten zu investieren wäre.

Vergesst Alexa,
ein Smartphone genügt völlig.


Schade eigentlich.




Alf302
Beiträge: 234

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von Alf302 » Fr 09 Aug, 2019 09:11

Auftraggeber und nicht Kommerziel passt irgendwie garnicht
Bestenfalls kanns heißen, Hey wwenn Du Zeit und Lust hast kannst Du dich in einem Imagefilm für uns versuchen.

Es schaut aber so aus als ob der Non-Profi doch geerne als Profi gesehen werden will.




Framerate25
Beiträge: 1061

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von Framerate25 » Fr 09 Aug, 2019 09:15

Wenn man sich die Aufrufe bei Imagefilme ansieht, fragt man sich sowieso warum die Firmen überhaupt noch investieren....

Aber bei mir auch so. Alles im Vorgespräch zu Vertrag gebracht und danach exakt abgeliefert. Pommes extra kosten halt auch extra - fertig.

Festpreise mit Erweiterungsoption. Das ist am ruhigsten.

Bei Hobbyprojekten (Musikvideo etc) bin ich flexibel. Die meisten verhalten sich dankbar und kooperativ. Außer Hochzeitsfilm, dat neeeervt - ne, auch für Geld nicht mehr.
Building better Worlds




speven stielberg
Beiträge: 305

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von speven stielberg » Fr 09 Aug, 2019 09:57

Framerate25 hat geschrieben:
Fr 09 Aug, 2019 09:15
Außer Hochzeitsfilm, dat neeeervt - ne, auch für Geld nicht mehr.
Ich bin ja mehr Knipser als Filmer. Meine Devise (schon immer): so lange ich nicht am Hungertuch nage, mache ich keine Hochzeits-Fotos. Never! :-)




pixelschubser2006
Beiträge: 1651

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von pixelschubser2006 » Fr 09 Aug, 2019 10:51

Wenn man ehrlich ist: Auch Nichtkommerzielles macht man aus ganz bestimmten Gründen. "Ruhm und Ehre" sind gängige Argumente. Das Problem ist nur: Wenn es jemand gratis macht, wird er nicht immer für voll genommen. Das ist traurig und unfair, aber leider Realität. Und ein gesundes Maß an Anerkennung will jeder von uns für seine Arbeit, egal ob man sich als Profi sieht oder lediglich "gesehen werden will". Letzteres ist meiner Ansicht nach aber hier nicht relevant. Zumal Probleme angesprochen werden, die auch die Profis unter uns zur Genüge kennen.

Das betrifft im Grunde alle Fakultäten der abbildenden Künste, wie hier anschaulich dargestellt wurde:

https://theoatmeal.com/comics/design_hell

Darüber lacht man nur mit bitterem Beigeschmack, zuviel Vergleichbares hat man bereits selbst erlebt.

Aber non-commercial ist nicht immer nur frustrierend. Ganz im Gegenteil. Ich habe z.b. inwischen sehr gute Kontakte zum hiesigen Kirchenkreis. In einer Gemeinde ist eine extrem nette und innovative Truppe, die Veranstaltungen in der Kirche mit Beamer, Videomischer und mehreren Kameras begleitet. Da war ich jetzt schon zweimal mit weiteren Kameras und Manpower dabei. Das bringt mich für meine neue Sparte "Live-Mitschnitt" in meinem Erfahrungsschatz weiter, macht sehr viel Spaß und erntet positive Feedbacks. Von der friedlichen Abwechslung von meinem Blaulichtkram wollen wir garnicht reden. Kurzum: Es ist gratis, aber für beide Seiten wertvoll. Und durch die Kontakte, die ich so knüpfe, ist das auch gut für´s Marketing. Da bin ich mir ganz sicher.
Alf302 hat geschrieben:
Fr 09 Aug, 2019 09:11
Auftraggeber und nicht Kommerziel passt irgendwie garnicht
Bestenfalls kanns heißen, Hey wwenn Du Zeit und Lust hast kannst Du dich in einem Imagefilm für uns versuchen.

Es schaut aber so aus als ob der Non-Profi doch geerne als Profi gesehen werden will.




rainermann
Beiträge: 1526

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von rainermann » Fr 09 Aug, 2019 10:59

Framerate25 hat geschrieben:
Fr 09 Aug, 2019 09:15
Außer Hochzeitsfilm, dat neeeervt - ne, auch für Geld nicht mehr.
Da ist auch meine Grenze - nie wieder. "Nimm mol Dei Kamera, da hinte isch's grad luschtig, musch filme!"




cantsin
Beiträge: 6349

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von cantsin » Fr 09 Aug, 2019 11:19

nachtaktiv hat geschrieben:
Fr 09 Aug, 2019 04:29
ich filme nun seit etlichen jahren. grundsätzlich nonkommerziell. oft gern ehrenamtlich für kleine projekte für ein team in der subkultur o.ä. und für leute, die sich keinen filmer leisten können
Klingt bekannt, so bin ich auch unterwegs. ;-)

Meine Haltung ist die folgende: Bei allen ehrenamtlichen Sachen habe ich absolute Autonomie und lasse mir von niemandem reinreden. Gerade bei subkulturellen oder künstlerischen Projekten sollte es Respekt dafür geben, dass man mit eigenen Mitteln und eigenem Stil arbeitet. Es ist auch okay, wenn ich einen ehrenamtlichen Gig nicht aus eigenem Antrieb, sondern auf der Basis einer Anfrage mache, solange ich diese Autonomie behalte.

Will die Partei mir reinreden, egal in welcher Form, ist die einfache Antwort: nur gegen Bezahlung. (Die Bezahlung kann zur Not, bei einem arme-Schlucker-Subkulturprojekt, z.B. auch freier Eintritt bei zukünftigen Veranstaltungen sein.)

Dass bildgestalterische Mühen nicht gesehen werden, kenne ich übrigens auch. Früher war's der Billig-Camcorder, der auf einem Stativ stand und im Weitwinkel mitfilmte, heute sind es verwackelte und verrauschte Smartphone-Videos. In meinem Bereich ist es allerdings etwas besser, da ich vor allem im Kunst-Kontext unterwegs bin, wo Leute noch ein Auge für Bilder haben.

- Eine Hochzeit habe ich nur einmal in meinem Leben gemacht. Ein Rentner, der mit dem Paar verwandt und Videoamateur war, hatte seine Henkelmann-Kamera aufgefahren und dann ein in jeder Hinsicht grauenhaftes Video im Casablanca-Schnitt gemacht. Ich war mehr beiläufig mit einer kleinen filmenden Fotokamera dabei und hab' mein Material sehr bündig und im schnellen Schnittrhythmus als Videoclip auf Billy Idols "White Wedding" geschnitten. Das Paar ist mir noch heute dankbar.




Auf Achse
Beiträge: 3760

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von Auf Achse » Fr 09 Aug, 2019 11:52

cantsin hat geschrieben:
Fr 09 Aug, 2019 11:19

Will die Partei mir reinreden, egal in welcher Form, ist die einfache Antwort: nur gegen Bezahlung. ...........


Das ist natürlich auch ein schlagendes Argument: " Du willst es anders ... dann kostet's was. MEINE Version ist kostenfrei" (Das Wort "gratis" gefällt mir nicht)

Auf Achse




klusterdegenerierung
Beiträge: 14279

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 09 Aug, 2019 11:56

nachtaktiv hat geschrieben:
Fr 09 Aug, 2019 04:29
die anderen... nunja. die wollen am liebsten mit am schneidetisch sitzen und so ziemlich alles verschlimmbessern, was nur geht. am ende steht da nach abarbeiten aller änderungswünsche eine karrikatur des ursprünglichen werkes. einfach weil diese leute null, aber auch wirklich null ahnung haben - aber ganz viel vermeintliches know how, was sie einem aufdrängen müssen.
Spitze, passt wie die Faust aufs Auge! :-))
Ich denke es gibt wie Du es ja selbst empfindest einfach Grenzen und wenn die nicht eingehalten werden geht man, erst Recht wenn man Ehrenamtlich arbeitet.

Ich weiß nicht wie Dein standing ist, aber Du solltest Dich natürlich als den Profi darstellen den man extra deswegen beauftragt, blöd und schwierig ist wenn man Dich wegen der nicht anfallenden Kosten angagiert.

Ich weiß nicht inwieweit man dies trennen bzw etablieren kann, aber es sollte irgendwie über einem schweben.

Ich habe jetzt gerade einen ähnlichen Fall gehabt, nix dramatischen, aber auch wieder so ein Anflug.
Angestellte des Auftraggebers wollen einem wohlgemeinte Ratschläge zu locations & peoples im Unternehmen geben, die einer Bildsprache von 1985 entsprechen und genau konträr zu dem sind was wir dort machen wollen sollen.

Mitlerweile bin ich da etwas stumpfer geworden, natürlich dennoch höflich, aber ich mache unmissverständlich klar, das man uns gebucht hat weil wir eine Bildsprache realisieren wie sie vom Kunden beauftragt worden ist und wir nur diese verfolgen.
Daraus ergibt sich das wir fasst alle gutgenmeinten Ratschläge ablehnen müssen und auf grimmige Gesichter stoßen.

Früher hatte ich damit zu kämpfen, heute weiß ich das es nicht anders geht, denn ich bin das letzte Glied in der gesamten Kette der das Material rechtfertigen muß, etc etc. :-)

Mein Rat, halte es wie cantsin, Ehrenamt hat seinen Preis, nehmen wie es ist, oder bezahlen! ;-)
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




gekkonier
Beiträge: 486

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von gekkonier » Fr 09 Aug, 2019 12:02

Bei "grundsätzlich nonkommerziell" und "nunja. die wollen am liebsten mit am schneidetisch sitzen und so ziemlich alles verschlimmbessern"

Nunja, es gibt da ein Lied:




Frank B.
Beiträge: 9160

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von Frank B. » Fr 09 Aug, 2019 12:14

Alf302 hat geschrieben:
Fr 09 Aug, 2019 08:51
Ob die dann einen anderen Profi holen, wenn es zu Teuer ist, ist nicht Sicher.
Und wessen Problem ist das? Meins, wenn ich es vor lauter Gutmütigkeit für lau mache?




nachtaktiv
Beiträge: 2865

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von nachtaktiv » Mo 12 Aug, 2019 00:30

Sorry fürs späte Antworten, ich lag am Wochenende ziemlich platt mit Männergrippe.
pillepalle hat geschrieben:
Fr 09 Aug, 2019 08:22
Ich denke die Wurzel allen Übels liegt in mangelnder Kommunikation im Vorfeld.
Nee, der gute Mann kannte meine Werke schon und wußte, was ihn erwartet hat. Kam leider erst mit seinen Wünschen um die Ecke, als das Ding schon fertig war.
speven stielberg hat geschrieben:
Fr 09 Aug, 2019 08:38
Nein, das Benehmen dieser Leute gegenüber einem der für Umme arbeitet ist schlicht zum Kotzen und - mit Verlaub - DU bist doof, wenn Du Dir das antust.

Im Gegensatz zu Dir hab ich ihm allerdings nach der dritten oder vierten Grenzverletzung seinerseits dann mitgeteilt, dass er ab sofort seinen Scheiß selber machen kann und ich raus bin.
Is richtig, im Grunde is man da als Hobbyfilmer doof.

Was die Reaktion nach Grenzverletzung angeht: Ich wende da eine etwas subtilere Methode an. Deine ist natürlich effektiver.
dosaris hat geschrieben:
Fr 09 Aug, 2019 09:08

Die video-Producer sollten sich vielleicht wirklich mal fragen, ob der größere Arbeits-Aufwand nicht besser in
knalligen visuellen Effekten oder fetzigen Schnitten zu investieren wäre.
Das schlimme ist: genau DAS wird jetzt grad gemacht. Auf die Blödmarktcamcorderbilder werden After Effects drauf tapeziert. Das übliche Prozedere bei vielen Laien: Ich habe zwar keine Kohle für ne anständige Ausrüstung und null Ahnung von der Arbeit eines Kameramanns, aber hey, ich kann ja aus meiner Grütze Hollywood raus quetschen, wenn ich ein wenig AE Feenstaub drüber rieseln lasse.
Alf302 hat geschrieben:
Fr 09 Aug, 2019 09:11
Auftraggeber und nicht Kommerziel passt irgendwie garnicht
Bestenfalls kanns heißen, Hey wwenn Du Zeit und Lust hast kannst Du dich in einem Imagefilm für uns versuchen.

Es schaut aber so aus als ob der Non-Profi doch geerne als Profi gesehen werden will.
Eeeehm nein. Deswegen hab ich "Auftraggeber" auch in Gänsefüßchen gesetzt. Das Profi Etikett brauche ich nicht und war nie hinterher. Auch wenn immer wieder Leute mit Scheinchen winken und mich dazu nötigen wollten, das doch gewerblich zu machen. Unglaublich aber wahr: Ich habe schon eine Arbeit und hatte nicht vor, mir eine Doppelbelastung ans Bein zu binden. Davon ab: "Profi" sagt ja auch nur aus, das mans für Geld macht.
Framerate25 hat geschrieben:
Fr 09 Aug, 2019 09:15
Wenn man sich die Aufrufe bei Imagefilme ansieht, fragt man sich sowieso warum die Firmen überhaupt noch investieren....
Auch wenn du auf Youtube keine Klicks hast, so wird das Material z.B. auf (Messe)Leinwänden oder großen Monitoren zu Werbezwecken gezeigt. Ohne Bewegtbild gehts halt nicht.
cantsin hat geschrieben:
Fr 09 Aug, 2019 11:19
Dass bildgestalterische Mühen nicht gesehen werden, kenne ich übrigens auch. Früher war's der Billig-Camcorder, der auf einem Stativ stand und im Weitwinkel mitfilmte, heute sind es verwackelte und verrauschte Smartphone-Videos.
Bei mir ist das Problem, das der gute Mann einen Billigcamcorder besitzt und meint, er kann mit seinen dürftigen handwerklichen Künsten plus alberner After Effects zeigen, wo es lang geht. Hardware Slow motions hält er für Twixtor und Fokussieren als Gestaltungsmittel für nachträglich eingefügte Unschärfemasken.

Ja. Genau.

Das Stück von Mono & Nikitaman kenn ich, is immer noch gut :).

Okay, wie geht die Geschichte nun weiter? Wie schon vermutet, will er am liebsten selber schneiden. Hab ihm mein rausgerendertes Video geschickt, er freut sich und mixt jetzt sein geiles Camcorderzeug, AE und gruselige Mucke dazu. Ich bin jetzt schon gespannt, was das für ein Bewegtbildwiedergänger wird. Zumal unser beider Bekanntenkreis meine Werke ja schon kennt und schätzt.

Übrigens hatte ich sowas ähnliches schon mal vor Jahren. Hab natürlich nicht wieder mit der Person gearbeitet. Aus mir völlig unverständlichen Gründen werden die Filme auf seiner Webseite jedes Jahr schlechter. Und plötzlich wird einem wieder Honig ums Maul geschmiert. Ich lehne dann dankend ab und suche noch eine Filmfirma in der Umgebung für ihn raus ;).

Danke Jungs für die Antworten, Vorschläge und Meinungen. Wie ich sehe, bin ich mit meinem "Problem" ja nicht allein. Und danke auch für die Lösungen. Ich denke, ich muß in Zukunft mal direkt am Anfang mehr klare Kante zeigen.
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BOYWF
Beiträge: 3

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von BOYWF » Di 20 Aug, 2019 12:39

Framerate25 hat geschrieben:
Fr 09 Aug, 2019 09:15
Außer Hochzeitsfilm, dat neeeervt - ne, auch für Geld nicht mehr.
Dann muss man sich die Brautpaare im Vorfeld ganz genau aussuchen ;-) Und ein sehr gutes Vorgespräch klärt die meisten auf, dass keine Fragen mehr übrig bleiben und du genau deinen Stil sowohl Filmen als auch Cutten kannst. Ansonsten, Brautpaar nicht annehmen ;)




ChillClip
Beiträge: 195

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von ChillClip » Di 20 Aug, 2019 14:55

Ich nehme fürs Filme erstellen bewusst keine Kohle. Ich mach das alles nur hobbymäßig und aus Spaß. Und der hört auf, wenn ich Geld nehme und dann irgendwelche anderer Leute Wünsche/Vorstellungen bedienen muss. Auch wenn mir im Vorfeld direkt Geld angeboten wurde, habe ich immer gesagt, dass ich es nicht will, aber dafür die Videos so gestalten werde, wie ich sie will. Und entweder gefällt das dann oder nicht. Da gibts dann eben auch keine Diskussion. Ich bringe mich beim Hobby oder gefallenheitshalber ungern in irgendwelche Abhängigkeiten. Ich filme und schneide auch grundsätzlich nur, was mir selber Spaß macht. Meine Freizeit ist mir zu wertvoll, als dass ich mich durch Sachen durchquäle, die nicht mein Ding sind. Habe natürlich solche Erfahrungen auch schon gemacht und draus gelernt.




Mediamind
Beiträge: 483

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von Mediamind » Mi 21 Aug, 2019 09:42

Die Erfahrung schwieriger "Kunden" im nicht kommerziellen Drehbereich habe ich bisher nicht gemacht. Im Vorfeld mache ich klar, dass es sich um eine Form des Sponsoring und oder Werbung handelt. Durch den Auftritt als kommerzieller Filmer, kam bisher keiner auf die Idee, mir wenig durchdachte Hinweise zu geben. In dem Fall nutze ich Vorurteile/Schubladendenken der Leute zu meinem Zweck (manipulativ aber wirksam). Wenn die Wahrnehmung in Richtung "Gratisfilm" geht, enstehen ggf. bei dem einen oder anderen die beschriebenen Distanzlosigkeiten. Dann kann durchaus im Raum stehen, dass Du Dein Hobby ausübst und dankbar sein darfst überhaupt einen Film andienen zu dürfen.




TheGadgetFilms
Beiträge: 879

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von TheGadgetFilms » Mi 21 Aug, 2019 10:35

Ich scheiße da drauf, stehe auf und gehe.
Genau so wie ich nicht ans Telefon gehe, wenn ich weiß dass ich nicht die Gage bekommen werde, die ich will.
Klar hab ich dann den einen oder anderen Auftrag weniger, aber dafür bekomme ich bei den richtigen dann auch die richtige Bezahlung.
Es ist ja gerade zb Gang und Gebe, sich einfach nicht mehr zu melden. Nicht auf Emails zu reagieren, nicht auf Fragen zu antworten. Weil halt jeder DER GEILSTE ist, und mit Sicherheit besser als du, ganz klar. Denn jeder hat mindestens schon einmal ein Youtube Video gesehen.
Scheiß auf so Menschen, wirklich. Kontakt abbrechen. Man macht sich nur sein eigenes Leben schwer mit so arroganten Assis.




klusterdegenerierung
Beiträge: 14279

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von klusterdegenerierung » Mi 21 Aug, 2019 11:06

TheGadgetFilms hat geschrieben:
Mi 21 Aug, 2019 10:35
Es ist ja gerade zb Gang und Gebe, sich einfach nicht mehr zu melden. Nicht auf Emails zu reagieren, nicht auf Fragen zu antworten.
Ganz fiese neue Angewohnheit und ich habe keine Ahnung was die Quelle dafür ist.
Ich vermute immer, viele im Unternehmen müßen sich einem Kommunikationsworkshop unterziehen der zum Ziel hat, das man nur noch reagiert, wenn daraus ein benefit zu erkennen ist, wenn nicht, kommt nichts mehr.

Ich habe ein zwei Kandidaten die das jetzt seit 2 Jahren durch ziehen und wenn ich sie nicht schon so lange hätte und das Geld nicht stimmen würde, hätte ich schon vor Frust einen Haken dran gemacht, nervt wie blöd.
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




TheGadgetFilms
Beiträge: 879

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von TheGadgetFilms » Mi 21 Aug, 2019 11:12

Puh ein Glück, dachte schon es liegt an mir.
Ich muss sagen- egal ob Kollegen, Kunden oder Freunde- hatte es bei nem Freund, der sich 3 Mal sogar mit angegebener Uhrzeit melden wollte-nix. Eine Skypekonferenz mit Kollegen zu einem neuen Projekt- 3 Mal zum angegebenen Termin online gewesen, 3 Mal noch nicht einmal eine Absage.
Selbst wenn ich einen Job zu vergeben habe, muss ich die Leute anflehen, dass sie ihre kostbare "Profizeit" für so einen dummen kleinen Typen wie mich opfern.
Das hab ich zu lange mitgemacht, abe jetzt schalte ich für Jobs ganz normale Anzeigen, frage keine "Kollegen" oder "Freunde" mehr.
Andere Leute warten lassen, weil man selber ja viel wichtiger ist, ist so mit das asozialste was es gibt.
Das erwarte ich von 8 jährigen dummen Kindern, aber nicht von Erwachsenen.




Frank B.
Beiträge: 9160

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von Frank B. » Mi 21 Aug, 2019 11:16

Kinder machen das normalerweise nicht.

Das Verhalten nennt man mangelnden Anstand und vielleicht auch mangelnde Tugend. Und du, klusterdegenerierung, hast keine Ahnung, warum es das immer mehr durchsetzt?




TheGadgetFilms
Beiträge: 879

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von TheGadgetFilms » Mi 21 Aug, 2019 11:24

Natürlich machen Kinder das, ist doch total normal. Oder hast du dir mit 8 Jahren jeden Termin gemerkt? Ich wette nicht.

Klar, Erziehung macht ne Menge aus.
Aber ich glaube es hat auch viel damit zu tun, dass man einfach der geilste sein muss heutzutage.
Verständlich, wenn Eltern ihren Kindern schon immer eintrichtern "be awsome every day", sonst bist du ein loser.




Frank B.
Beiträge: 9160

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von Frank B. » Mi 21 Aug, 2019 12:00

Kinder vergessen mal was, ja und manchmal reagieren sie nicht, wenn ihnen was nicht geheuer vorkommt. Hier reden wir aber von einem anderen Phänomen. Weil nämlich Termine und Absprachen zu 90% nicht vergessen wurden.
Glaube auch nicht, dass es damit zu tun hat, dass man meint, der Größte zu sein. Es hat einfach was mit Vermeidung von Konflikten zu tun, denen man sich stellen müsste, wenn man entgegen von Absprachen eine andere Entscheidung getroffen hat und dies dem Gegenüber klar machen müsste, was freilich zum Anstand gehören würde. Aber Anstand braucht man nicht mehr so oft heutzutage.
Zuletzt geändert von Frank B. am Mi 21 Aug, 2019 12:04, insgesamt 1-mal geändert.




Alf302
Beiträge: 234

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von Alf302 » Mi 21 Aug, 2019 12:02

Am Besten wird sein, man zahlt dem Kunden was,
für die andere Hobbys muß man ja auch zahlen.

;-)




TheGadgetFilms
Beiträge: 879

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von TheGadgetFilms » Mi 21 Aug, 2019 12:09

Hä du schreibst gerade selbst, dass Kinder mal was vergessen, ich soll das aber nicht als Beispiel nehmen? Das ergibt überhaupt keinen Sinn (Smiley der sich kaputt lacht).

Ja ich frage auch demnächst immer nach, wieviel Geld ich den Leuten zahlen darf, damit sie mir einen kurzen Moment ihrer so kostbaren Zeit widmen. Gute Idee ;)
Ich biete mich als Kameramann, nehme 100 Euro die Stunde, aber gebe dir erstmal 50 Euro die Stunde, damit ich neben deiner heißen und gefragten Person arbeiten darf. Das gtraurige ist wahrscheinlich, dass viele wirklich so von sich überzeugt sind.




Frank B.
Beiträge: 9160

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von Frank B. » Mi 21 Aug, 2019 12:11

TheGadgetFilms hat geschrieben:
Mi 21 Aug, 2019 12:09
Hä du schreibst gerade selbst, dass Kinder mal was vergessen, ich soll das aber nicht als Beispiel nehmen? Das ergibt überhaupt keinen Sinn (Smiley der sich kaputt lacht).
Was gibts denn da nicht zu verstehen am Unterschied zwischen vergessen und ignorieren?




TheGadgetFilms
Beiträge: 879

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von TheGadgetFilms » Mi 21 Aug, 2019 12:14

Gar nix, denn ich habe das überhaupt nicht unterschieden. Ist doch total egal ob vergessen oder ignoriert, beides wird gemacht, beides ist scheiß Verhalten.




Frank B.
Beiträge: 9160

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von Frank B. » Mi 21 Aug, 2019 12:17

Ah ok, ich dachte du hattest Böswilligkeit unterstellt.
Vergessen ist nicht böswillig. Ignorieren manchmal schon.




TheGadgetFilms
Beiträge: 879

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von TheGadgetFilms » Mi 21 Aug, 2019 12:33

Ne, ne., reines Vergessen ;) Wobei man sich natürlich fragen muss, inwieweit es zu tollerieren ist, wenn andere einen vergessen. Weil das ja auch eine Art der Wertschätzung und Menschlichkeit ist, andere nicht zu vergessen.




Frank B.
Beiträge: 9160

Re: Hobbyfilmer verzweifelt

Beitrag von Frank B. » Mi 21 Aug, 2019 12:54

Vergessen kann einfach ein Schutzmechanismus sein. Geht mir auch so. Ist nicht böswillig. Nur kommt es möglicherweise manchmal so an.




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