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Godzilla Minus One



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iasi
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Re: Godzilla Minus One

Beitrag von iasi »

Alex hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 13:32
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 13:10It gets the balance between drama and spectacle, and proper content. It has substance.
Es gibt tatsächlich unterschiedliche Geschmäcker? Sowas aber auch.

Mich hat das Schauspiel der Asiaten am meisten gestört. Ihre Gesichts- und Körpersprache (dieses auf etwas zeigen, überdeutliche Gesichtsausdrücke) finde ich befremdlich (ist ja auch ne fremde Kultur, darf es also durchaus auch fremd sein), aber für mein (westliche geprägtes) Empfinden wirkt es stellenweise lächerlich, ich muss dann schnell an "Hannes und der Bürgermeister" oder ähnliches denken...

Wären das westliche Schauspieler, würde ich denen sagen, reduziert euch mal mit Mimik und Gestik, dann kann man euch auch für voll nehmen.
Dazu fand ich es inhaltlich eher recht seicht und vorhersehbar.
Es gibt durchaus auch mehr, als nur Geschmack.
Man kann auch etwas analysieren.

Ich hab neulich Yellowstone gesehen und 1883 - was wird da geheult und grimasiert. Und gezeigt wird überdeutlich mit den Fäusten.

Und hier:

Bild

Zu Godzilla gehören die Menschenmassen, die erschrocken auf das Monster starren. Das ist ikonisch.


Vergleiche ich Godzilla von 2014, den ich wirklich mag, mit Godzilla Minus One, dann ist der große Unterschied das Drama und die Charaktere, die 2014 nicht vorhanden waren. Und da sind auch die Aussagen, die G.M.O. macht.

Ganz zu schweigen von dem Monstergekloppe, das uns in US-Produktionen geboten wird - und leider immer wieder von belanglosen Szenen mit Menschen unterbrochen wird. Dass das hohle Nüsse sind, hat nichts mit Geschmack zu tun.

Was sagt uns denn Dune?
Das ist ein reaktionäres Aufkochen von Absolutismus in Reinform - inkl. dem Drachen, der ja auf der Schlange basiert.
Wo ist denn da die Fiction?
Welche andere Aussage hat Dune denn zu bieten?
Star Wars ist ein High Tech-Märchen.
Dune ist eine mittelalterliche Sage auf modern verkitscht.

Godzilla Minus One thematisiert da schon anderes und mehr.



Alex
Beiträge: 1519

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von Alex »

iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:16 Es gibt durchaus auch mehr, als nur Geschmack.
Man kann auch etwas analysieren.
Wenn es mich nicht packt und zum Ansehen animiert, erübrigt sich alles Weitere für mich. Ich spreche ja nicht für alle, sondern für mich.

Ich gucke so einen Film zur Unterhaltung und natürlich aufs Handwerk der Kollegen, welches mich ja auch angesprochen hat. Aber (wie schon so oft im Forum geschrieben) wenn der Inhalt nicht passt, dann reißen es auch keine noch so tollen Bilder rum. Andersrum kann das funktionieren.
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:16Ich hab neulich Yellowstone gesehen und 1883 - was wird da geheult und grimasiert. Und gezeigt wird überdeutlich mit den Fäusten.
Kann man mögen, muss man aber nicht. Jedenfalls sind mir westliche Gestik und Mimik eingänglicher als asiatische.
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:16Was sagt uns denn Dune?
uns ≠ dir
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:16Godzilla Minus One thematisiert da schon anderes und mehr.
Ist doch prima, wenn dich der Film unterhält, mich nicht. Wo ist´s Problem?



iasi
Beiträge: 25090

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von iasi »

Alex hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:33
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:16 Es gibt durchaus auch mehr, als nur Geschmack.
Man kann auch etwas analysieren.
Wenn es mich nicht packt und zum Ansehen animiert, erübrigt sich alles Weitere für mich. Ich spreche ja nicht für alle, sondern für mich.
Du sprichst über den Film.
Und du bewertest den Film.
Daher sind Rückfragen berechtigt.
Alex hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:33 Ich gucke so einen Film zur Unterhaltung und natürlich aufs Handwerk der Kollegen, welches mich ja auch angesprochen hat. Aber (wie schon so oft im Forum geschrieben) wenn der Inhalt nicht passt, dann reißen es auch keine noch so tollen Bilder rum. Andersrum kann das funktionieren.
Du hast dir doch nur die Bilder angesehen und den Inhalt ausgeblendet, indem du den Film als Ganzes nicht angesehen hast.
Ein Buch bewerten, von dem man nur einige Seiten gelesen hat.
Alex hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:33
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:16Ich hab neulich Yellowstone gesehen und 1883 - was wird da geheult und grimasiert. Und gezeigt wird überdeutlich mit den Fäusten.
Kann man mögen, muss man aber nicht. Jedenfalls sind mir westliche Gestik und Mimik eingänglicher als asiatische.
westliche Gestik und Mimik ?
Ich sprach von US-Serien, bei denen nicht anderes geheult und grimasiert wurde, wie in G.M.O.
Alex hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:33
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:16Was sagt uns denn Dune?
uns ≠ dir
Hast du das Fragezeichen gesehen?
Wie sieht es denn mit einer Antwort aus?
Schwierig - nicht wahr. ;)
Alex hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:33
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:16Godzilla Minus One thematisiert da schon anderes und mehr.
Ist doch prima, wenn dich der Film unterhält, mich nicht. Wo ist´s Problem?
Es geht nicht nur um Unterhaltung.
Das macht den Unterschied zwischen bedeutend und banal aus.

Dune ist banal.
G.M.O. ist es nicht.



Axel
Beiträge: 16387

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von Axel »

@iasi
Wieder einmal schreiben wir aneinander vorbei. GMO ist originell im originalen Sinn des Wortes, nämlich dem Original verpflichtet. Das Original aus 1954 ist als Monsterschocker geplant gewesen, zu dem der Neorealismus der Nachkriegszeit den Hintergrund lieferte (teils zufällig, teils erkannt und clever verwurstet), weswegen dieser Film heute noch tiefer und fesselnder ist als die anderen zeitgenössischen Monsterschocker. Es entstand ein unkaputtbarer Mythos, 6 Richtige in der Filmgeschichte, während Godzilla, auf seine Eigenschaft als gefährliches Tier reduziert, eine 6 minus in dramaturgischer Wirkkraft bekommt, gleichgültig, wie überzeugend er animiert ist.
In vielen späteren Toho-Filmen und natürlich in allen Ami-Abklatschen ist Godzilla ein character.
GMO sagt quasi, vergesst diese ganzen plumpen Viecher, wir beschwören den wahren Godzilla. Godzilla, wie er früher einmal war.

Und wir trauen uns, einen Helden zu zeigen. Ist er gebrochen? Ist er ein Antiheld? Nur um einen umso größeren Charakterbogen zu spannen! Vom Feigling und Deserteur zum Retter der Nation!

Das ist gediegen erbaulich, und es wirkt durch den erbarmungslosen Antagonisten, der keine Blechroboter oder Riesenaffen bekämpft und sich nicht mit kleinen Mädchen anfreundet, umso stärker.

Ähnlich wie bei Inglorious Basterds ein Holocaust-Überlebender an Tarantino schrieb: „Ich wünschte, es wäre so gewesen!“ korrigiert GMO in einer fiktiven Geschichte die wirkliche Geschichte. Koicho hat sein Trauma stellvertretend für alle Japaner, auch die der GenZ. Er überwindet es stellvertretend für alle, maximale Wunscherfüllung. Und? Ist dein Krieg endlich vorbei?

Ich wünschte, wir hätten auch ein mythisches Monster, das wir besiegen müssten. Vielleicht sollten wir eines erfinden. Rückwärtsgewandt wäre die Geschichte, weil sie die Vergangenheit neu deutet, reaktionär, weil sie sich der Schwamm-drüber-Mentalität des Fortschritts entgegenstellt. Man muss die Vergangenheit bewältigen, um die Zukunft zu bekommen. It‘s not going to stop, til you wise up !
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...



Alex
Beiträge: 1519

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von Alex »

iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:51 Du sprichst über den Film.
Und du bewertest den Film.
Daher sind Rückfragen berechtigt.
Klar kannst du fragen. Ändert nichts an meiner Meinung, die ich bereits geschrieben habe. Weiteres erübrigt sich für mich was diesen Film anbelangt.
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:51Du hast dir doch nur die Bilder angesehen und den Inhalt ausgeblendet, indem du den Film als Ganzes nicht angesehen hast.
Genau, ich habe vorgespult und letztlich beendet, weil ich den Inhalt und wie er dargeboten wurde nicht ansprechend fand.
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:51Du hast dir doch nur die Bilder angesehen und den Inhalt ausgeblendet, indem du den Film als Ganzes nicht angesehen hast.
Ein Buch bewerten, von dem man nur einige Seiten gelesen hat.
Noch nie ein Buch angefangen zu lesen und dann nicht zu Ende gelesen?
Und wenn du es getan hast, hast du dann keine Meinung dazu, warum du es nicht getan hast? Ich schon. Habe mich dazu geäußert.
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:51westliche Gestik und Mimik ?
Ich sprach von US-Serien, bei denen nicht anderes geheult und grimasiert wurde, wie in G.M.O.
Also es wurde bei beiden Produktionen gleich "geheult und grimasiert"?
Passt zu deinem generellen Drang, die Dinge zu pauschalisieren.
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:51Hast du das Fragezeichen gesehen?
Wie sieht es denn mit einer Antwort aus?
Schwierig - nicht wahr. ;)
Schwierigkeiten, wie man eine Frage richtig adressiert?
"Was sagt dir denn Dune?" wäre eine Frage, bei der ich mich angesprochen fühle. So formuliert man eine Frage an ein bestimmtes Gegenüber.
Wärst du Pfleger im Krankenhaus, kämst du mit "Wie gehts uns denn heute?" und würdest von mir einen Spruch dafür kassieren.
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:51Es geht nicht nur um Unterhaltung.
Doch. Mehr erwarte ich vorerst nicht von einem Film, in dem ein Ungeheuer aus dem Meer gekrochen kommt.
Unterhaltung, und zwar gute, mehr nicht.
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:51 Dune ist banal.
G.M.O. ist es nicht.
Godzilla fand ich banal.
Dune auch und zu lang. Ich habe im Kino wegen der Bilder durchgehalten, die mir sehr gefallen haben.
Bei Godzilla hats nicht mal dafür gereicht, war allerdings "nur" im TV. Ich bin froh nicht im Kino gewesen zu sein.

Ich bin jetzt auch mit dem Thema Godzilla durch, schön für jeden, dem er gefallen hat, mir nicht.



iasi
Beiträge: 25090

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von iasi »

Axel hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 15:56 @iasi
Wieder einmal schreiben wir aneinander vorbei. GMO ist originell im originalen Sinn des Wortes, nämlich dem Original verpflichtet. Das Original aus 1954 ist als Monsterschocker geplant gewesen, zu dem der Neorealismus der Nachkriegszeit den Hintergrund lieferte (teils zufällig, teils erkannt und clever verwurstet), weswegen dieser Film heute noch tiefer und fesselnder ist als die anderen zeitgenössischen Monsterschocker. Es entstand ein unkaputtbarer Mythos, 6 Richtige in der Filmgeschichte, während Godzilla, auf seine Eigenschaft als gefährliches Tier reduziert, eine 6 minus in dramaturgischer Wirkkraft bekommt, gleichgültig, wie überzeugend er animiert ist.
In vielen späteren Toho-Filmen und natürlich in allen Ami-Abklatschen ist Godzilla ein character.
GMO sagt quasi, vergesst diese ganzen plumpen Viecher, wir beschwören den wahren Godzilla. Godzilla, wie er früher einmal war.

Und wir trauen uns, einen Helden zu zeigen. Ist er gebrochen? Ist er ein Antiheld? Nur um einen umso größeren Charakterbogen zu spannen! Vom Feigling und Deserteur zum Retter der Nation!

Das ist gediegen erbaulich, und es wirkt durch den erbarmungslosen Antagonisten, der keine Blechroboter oder Riesenaffen bekämpft und sich nicht mit kleinen Mädchen anfreundet, umso stärker.

Ähnlich wie bei Inglorious Basterds ein Holocaust-Überlebender an Tarantino schrieb: „Ich wünschte, es wäre so gewesen!“ korrigiert GMO in einer fiktiven Geschichte die wirkliche Geschichte. Koicho hat sein Trauma stellvertretend für alle Japaner, auch die der GenZ. Er überwindet es stellvertretend für alle, maximale Wunscherfüllung. Und? Ist dein Krieg endlich vorbei?

Ich wünschte, wir hätten auch ein mythisches Monster, das wir besiegen müssten. Vielleicht sollten wir eines erfinden. Rückwärtsgewandt wäre die Geschichte, weil sie die Vergangenheit neu deutet, reaktionär, weil sie sich der Schwamm-drüber-Mentalität des Fortschritts entgegenstellt. Man muss die Vergangenheit bewältigen, um die Zukunft zu bekommen. It‘s not going to stop, til you wise up !
Der Film thematisiert das Nachkriegs-Japan, die Frage, wie weit Patriotismus gehen muss (Kamikaze), die Machtstrukturen, die geprägt sind von Menschen in Machtpositionen, die keine Verantwortung übernehmen wollen, auch die Frage, wie weit Solidarität geht, was eine Familie ausmacht u.a.
Da ist reichlich interessante Substanz, die durch das Erscheinen von Godzilla kulminiert.
Zudem ist die Inszinierung des Hitzestrahls nicht grundlos nah an der Explosion einer Atomwaffe.

Sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen, muss nicht bedeuten, reaktionär zu sein - im Gegenteil bietet gerade der Schluss doch einen Hinweis, dass sich Fehler der Vergangheit nicht zwangsläufig wiederholen müssen.

Reaktionär ist es doch eher, eine Zukunft darzustellen, die eigentlich nur ein Abbild einer Vergangenheit ist. Genau dies tun Filme wie Dune oder auch Star Wars. Und dabei hinterfragen sie diese Vergangenheit nicht einmal, sondern bestätigen sie vielmehr. Hier bietet GMO das komplette Gegenteil.



iasi
Beiträge: 25090

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von iasi »

Alex hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 16:51
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:51 Du sprichst über den Film.
Und du bewertest den Film.
Daher sind Rückfragen berechtigt.
Klar kannst du fragen. Ändert nichts an meiner Meinung, die ich bereits geschrieben habe. Weiteres erübrigt sich für mich was diesen Film anbelangt.
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:51Du hast dir doch nur die Bilder angesehen und den Inhalt ausgeblendet, indem du den Film als Ganzes nicht angesehen hast.
Genau, ich habe vorgespult und letztlich beendet, weil ich den Inhalt und wie er dargeboten wurde nicht ansprechend fand.
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:51Du hast dir doch nur die Bilder angesehen und den Inhalt ausgeblendet, indem du den Film als Ganzes nicht angesehen hast.
Ein Buch bewerten, von dem man nur einige Seiten gelesen hat.
Noch nie ein Buch angefangen zu lesen und dann nicht zu Ende gelesen?
Und wenn du es getan hast, hast du dann keine Meinung dazu, warum du es nicht getan hast? Ich schon. Habe mich dazu geäußert.
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:51westliche Gestik und Mimik ?
Ich sprach von US-Serien, bei denen nicht anderes geheult und grimasiert wurde, wie in G.M.O.
Also es wurde bei beiden Produktionen gleich "geheult und grimasiert"?
Passt zu deinem generellen Drang, die Dinge zu pauschalisieren.
Du sprichst von "westliche Gestik und Mimik" und wirfst mir Pauschalierung vor?! ;) :)
Zumal, wenn ich ein konkretes Gegenbeispiel bringe.
Alex hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 16:51
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:51Hast du das Fragezeichen gesehen?
Wie sieht es denn mit einer Antwort aus?
Schwierig - nicht wahr. ;)
Schwierigkeiten, wie man eine Frage richtig adressiert?
"Was sagt dir denn Dune?" wäre eine Frage, bei der ich mich angesprochen fühle. So formuliert man eine Frage an ein bestimmtes Gegenüber.
Wärst du Pfleger im Krankenhaus, kämst du mit "Wie gehts uns denn heute?" und würdest von mir einen Spruch dafür kassieren.
Nein - das war keine rhetorische Frage.
Schwierigkeiten, dies zu erkennen? ;)
Alex hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 16:51
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:51Es geht nicht nur um Unterhaltung.
Doch. Mehr erwarte ich vorerst nicht von einem Film, in dem ein Ungeheuer aus dem Meer gekrochen kommt.
Unterhaltung, und zwar gute, mehr nicht.
Dann ist Dune also auch Unterhaltung - und zwar schlechte, denn der Film kommt einem zu lang vor - er ist langweilig.
Alex hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 16:51
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 14:51 Dune ist banal.
G.M.O. ist es nicht.
Godzilla fand ich banal.
Dune auch und zu lang. Ich habe im Kino wegen der Bilder durchgehalten, die mir sehr gefallen haben.
Bei Godzilla hats nicht mal dafür gereicht, war allerdings "nur" im TV. Ich bin froh nicht im Kino gewesen zu sein.

Ich bin jetzt auch mit dem Thema Godzilla durch, schön für jeden, dem er gefallen hat, mir nicht.
Na da sind wir uns ja doch noch einig.
Ich hatte neulich Dune 2 nochmal ansehen wollen, da er im Streaming-Angebot war. Hab´s dann nicht lange ausgehalten. Im IMAX-Kino war ich dann sogar über das unrunde, weil abrupten Finale froh.



7River
Beiträge: 3855

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von 7River »

iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 17:09 Ich hatte neulich Dune 2 nochmal ansehen wollen, da er im Streaming-Angebot war. Hab´s dann nicht lange ausgehalten.
Das musste ja noch unbedingt gesagt werden! Yes!
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



Axel
Beiträge: 16387

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von Axel »

iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 16:54 Sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen, muss nicht bedeuten, reaktionär zu sein - im Gegenteil bietet gerade der Schluss doch einen Hinweis, dass sich Fehler der Vergangheit nicht zwangsläufig wiederholen müssen.
Das kaiserliche Japan war gescheitert, ebenso gründlich wie das Dritte Reich gescheitert war. Das führte zu Millionen von Bürgern in beiden Ländern, die sich irgendwie dazu stellen mussten, nicht nur mit Bekundungen und Lippenbekenntnissen, sondern mit täglichen Konflikten, die aufgrund der Ausmaße der Verwerfungen bis heute nachwirken. Ich kann das in meiner eigenen Familie sehen. Ich sehe es bei mir selbst. Irgendwann explodierte auch hier eine Atombombe, wenn auch keine physische, und die Überlebenden tragen noch Generationen später die Melanome am Hals. Es gibt ein kollektives Unterbewusstes und es gibt sowohl die Verdrängung von Schuldgefühlen als auch die Implementierung von eigentlich ungerechtfertigten Komplexen, kulturell und individuell.
Godzilla ist die Verkörperung all dieser unglücklichen Voraussetzungen, und in GMO ist er darüber hinaus der moralisch einfache, vereinfachte Gegner. Es findet, wenn du genau hinguckst, lediglich eine Korrektur in der Bewertung des alten Regimes statt. Es war falsch, Selbstmordattentäter zu Helden zu stilisieren. Wow! Sollen sie doch in ihrem eigenen Blut ersaufen? Nein, weiterleben für die Familie und die Gemeinschaft. Trotzdem ist GMO ein martialischer Film, und nähmest du Godzilla aus der Gleichung, dann wäre es Kriegspropaganda.
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 16:54Reaktionär ist es doch eher, eine Zukunft darzustellen, die eigentlich nur ein Abbild einer Vergangenheit ist. Genau dies tun Filme wie Dune oder auch Star Wars. Und dabei hinterfragen sie diese Vergangenheit nicht einmal, sondern bestätigen sie vielmehr. Hier bietet GMO das komplette Gegenteil.
Aus der Godzilla-Perspektive sind alle drei Märchen. Was ich bei allen dreien positiv hervorheben würde ist, dass sie emotional wirken, und dass diese Emotionalität Vorrang hat vor verkopften Botschaften wie bei Oppenheimer oder in ähnlichen instant messaging - Vehikeln. Auch Märchen haben ja eine Moral, und nicht selten eine kompensatorische (das Aussetzen der eigenen Kinder im Wald etwa war zur Zeit der Entstehung von Hänsel und Gretel zwar die Ausnahme, aber bekannt). Und die positiven Dinge, die GMO propagiert, sind zeitlos und grenzüberschreitend. Nur sind es keine Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit, sondern eine genießbare Alternativ-Version …
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...



iasi
Beiträge: 25090

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von iasi »

Axel hat geschrieben: Mo 10 Jun, 2024 09:17
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 16:54 Sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen, muss nicht bedeuten, reaktionär zu sein - im Gegenteil bietet gerade der Schluss doch einen Hinweis, dass sich Fehler der Vergangheit nicht zwangsläufig wiederholen müssen.
Das kaiserliche Japan war gescheitert, ebenso gründlich wie das Dritte Reich gescheitert war. Das führte zu Millionen von Bürgern in beiden Ländern, die sich irgendwie dazu stellen mussten, nicht nur mit Bekundungen und Lippenbekenntnissen, sondern mit täglichen Konflikten, die aufgrund der Ausmaße der Verwerfungen bis heute nachwirken. Ich kann das in meiner eigenen Familie sehen. Ich sehe es bei mir selbst. Irgendwann explodierte auch hier eine Atombombe, wenn auch keine physische, und die Überlebenden tragen noch Generationen später die Melanome am Hals. Es gibt ein kollektives Unterbewusstes und es gibt sowohl die Verdrängung von Schuldgefühlen als auch die Implementierung von eigentlich ungerechtfertigten Komplexen, kulturell und individuell.
Godzilla ist die Verkörperung all dieser unglücklichen Voraussetzungen, und in GMO ist er darüber hinaus der moralisch einfache, vereinfachte Gegner. Es findet, wenn du genau hinguckst, lediglich eine Korrektur in der Bewertung des alten Regimes statt. Es war falsch, Selbstmordattentäter zu Helden zu stilisieren. Wow! Sollen sie doch in ihrem eigenen Blut ersaufen? Nein, weiterleben für die Familie und die Gemeinschaft. Trotzdem ist GMO ein martialischer Film, und nähmest du Godzilla aus der Gleichung, dann wäre es Kriegspropaganda.
Wie werden Krieg und die Folgen des Krieges dargestellt?
Wie wird über den Krieg gesprochen?
Godzilla ist eher der Teil des Filmes, der in Richtung Kriegspropaganda geht - der äußere Feind, der Volk und Land bedroht.
Nähme man Godzilla aus der Gleichung, hätte man ein Nachkriegsdrama - und zwar eines, mit Substanz.
Axel hat geschrieben: Mo 10 Jun, 2024 09:17
iasi hat geschrieben: So 09 Jun, 2024 16:54Reaktionär ist es doch eher, eine Zukunft darzustellen, die eigentlich nur ein Abbild einer Vergangenheit ist. Genau dies tun Filme wie Dune oder auch Star Wars. Und dabei hinterfragen sie diese Vergangenheit nicht einmal, sondern bestätigen sie vielmehr. Hier bietet GMO das komplette Gegenteil.
Aus der Godzilla-Perspektive sind alle drei Märchen. Was ich bei allen dreien positiv hervorheben würde ist, dass sie emotional wirken, und dass diese Emotionalität Vorrang hat vor verkopften Botschaften wie bei Oppenheimer oder in ähnlichen instant messaging - Vehikeln. Auch Märchen haben ja eine Moral, und nicht selten eine kompensatorische (das Aussetzen der eigenen Kinder im Wald etwa war zur Zeit der Entstehung von Hänsel und Gretel zwar die Ausnahme, aber bekannt). Und die positiven Dinge, die GMO propagiert, sind zeitlos und grenzüberschreitend. Nur sind es keine Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit, sondern eine genießbare Alternativ-Version …
Welche Botschaften senden Dune und Star Wars denn aus?
Durch Geburt berufen.
Ergib dich der Religion und ihren Aposteln.
Autoritäre Gesellschaftssysteme mit Herrscherhäusern sind die Zukunft.
...



7River
Beiträge: 3855

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von 7River »

iasi hat geschrieben: Mo 10 Jun, 2024 09:42 Welche Botschaften senden Dune und Star Wars denn aus?
Dass das Leben vielfältig ist. Dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich und fragil sind. Freunde sind wichtig, Alleine ist man schwach, nur zusammen ist man stark.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



Axel
Beiträge: 16387

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von Axel »

7River hat geschrieben: Mo 10 Jun, 2024 10:43
iasi hat geschrieben: Mo 10 Jun, 2024 09:42 Welche Botschaften senden Dune und Star Wars denn aus?
Dass das Leben vielfältig ist. Dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich und fragil sind. Freunde sind wichtig, Alleine ist man schwach, nur zusammen ist man stark.
Der Begriff Botschaft wird häufig eher als weltanschauliches Statement gebraucht, für den der Filmplot nur herhält. Ergebnis sind dann schwache und brave Plots. Solidarität und Schätzung von Freiheit sind eher Themen, die darin mitschwingen. Dazu würde ich Mut zählen (GMO). Dann gibt es noch das Narrativ, das immer von der Eigengruppe handelt. Man identifiziert es dadurch, wer im Film gemeinsam mit dem Zuschauer das „Wir“ bildet. Das kann durchaus ambivalent sein, wenn „die Anderen“ faszinierend sind (Darth Vader) oder wenn der Held zum Tyrannen wird (Paul). Superhelden und Verse-Monster haben ein autoritäres Narrativ: „Wir“ können nur noch zusehen. Bei GMO können wir mitfiebern mit Koichi oder eben nicht, weil wir die Perspektive des kleinen Mannes (im Wortsinn, der Schauspieler ist klein und zart, sieht in manchen Einstellungen fast feminin aus) nicht einnehmen können. Mit Kid/Knirps, dem burschikosen Heißsporn, in der Hauptrolle wäre es ein anderer Film geworden.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...



DKPost
Beiträge: 969

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von DKPost »

iasi hat geschrieben: Mo 10 Jun, 2024 09:42
Axel hat geschrieben: Mo 10 Jun, 2024 09:17
Das kaiserliche Japan war gescheitert, ebenso gründlich wie das Dritte Reich gescheitert war. Das führte zu Millionen von Bürgern in beiden Ländern, die sich irgendwie dazu stellen mussten, nicht nur mit Bekundungen und Lippenbekenntnissen, sondern mit täglichen Konflikten, die aufgrund der Ausmaße der Verwerfungen bis heute nachwirken. Ich kann das in meiner eigenen Familie sehen. Ich sehe es bei mir selbst. Irgendwann explodierte auch hier eine Atombombe, wenn auch keine physische, und die Überlebenden tragen noch Generationen später die Melanome am Hals. Es gibt ein kollektives Unterbewusstes und es gibt sowohl die Verdrängung von Schuldgefühlen als auch die Implementierung von eigentlich ungerechtfertigten Komplexen, kulturell und individuell.
Godzilla ist die Verkörperung all dieser unglücklichen Voraussetzungen, und in GMO ist er darüber hinaus der moralisch einfache, vereinfachte Gegner. Es findet, wenn du genau hinguckst, lediglich eine Korrektur in der Bewertung des alten Regimes statt. Es war falsch, Selbstmordattentäter zu Helden zu stilisieren. Wow! Sollen sie doch in ihrem eigenen Blut ersaufen? Nein, weiterleben für die Familie und die Gemeinschaft. Trotzdem ist GMO ein martialischer Film, und nähmest du Godzilla aus der Gleichung, dann wäre es Kriegspropaganda.
Wie werden Krieg und die Folgen des Krieges dargestellt?
Wie wird über den Krieg gesprochen?
Godzilla ist eher der Teil des Filmes, der in Richtung Kriegspropaganda geht - der äußere Feind, der Volk und Land bedroht.
Nähme man Godzilla aus der Gleichung, hätte man ein Nachkriegsdrama - und zwar eines, mit Substanz.
Axel hat geschrieben: Mo 10 Jun, 2024 09:17
Aus der Godzilla-Perspektive sind alle drei Märchen. Was ich bei allen dreien positiv hervorheben würde ist, dass sie emotional wirken, und dass diese Emotionalität Vorrang hat vor verkopften Botschaften wie bei Oppenheimer oder in ähnlichen instant messaging - Vehikeln. Auch Märchen haben ja eine Moral, und nicht selten eine kompensatorische (das Aussetzen der eigenen Kinder im Wald etwa war zur Zeit der Entstehung von Hänsel und Gretel zwar die Ausnahme, aber bekannt). Und die positiven Dinge, die GMO propagiert, sind zeitlos und grenzüberschreitend. Nur sind es keine Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit, sondern eine genießbare Alternativ-Version …
Welche Botschaften senden Dune und Star Wars denn aus?
Durch Geburt berufen.
Ergib dich der Religion und ihren Aposteln.
Autoritäre Gesellschaftssysteme mit Herrscherhäusern sind die Zukunft.
...
Eher das Gegenteil. Aber irgendwie scheinst du Dune wirklich so garnicht zu verstehen.



Alex
Beiträge: 1519

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von Alex »

Screenshot 2024-06-15 173455.jpg
:D
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.



iasi
Beiträge: 25090

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von iasi »

DKPost hat geschrieben: Mo 10 Jun, 2024 11:54
Eher das Gegenteil. Aber irgendwie scheinst du Dune wirklich so garnicht zu verstehen.
Was gibt´s da groß zu verstehen? ;)



Darth Schneider
Beiträge: 20202

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von Darth Schneider »

@Alex
Hab ich mich auch gefragt wie der Godzilla das macht…;)))
So allgemein auch das sich so schnell bewegen im Wasser, so riesig wie er ist.
Womöglich hat er eine Art natürliches Triebwerk, dort wo der Anus sein sollte…D

Und seine nuklearen Rülpser waren zwar sehr toll gemacht, aber auch sehr hart an der „Glaubwürdig“ Grenze..
Gruss Boris



macaw
Beiträge: 1402

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von macaw »

Alex hat geschrieben: Sa 15 Jun, 2024 17:34 Screenshot 2024-06-15 173455.jpg
:D
Wie geil! :-D



Darth Schneider
Beiträge: 20202

Re: Godzilla Minus One

Beitrag von Darth Schneider »

@7river
Mich hat jetzt weder Dune 1 noch 2 umgehauen. Aber ich verstehe jeden der die neuen Dune Filme mag natürlich trotzdem. Herforagend gemacht und unterhaltsam sind die auf jeden Fall. Der Rest ist und bleibt Geschmacksache.

@iasi
Godzilla Minus 1 fand ich auch sehr gut gemacht, aber die Story ? Fand ich äusserst banal, genau wie bei fast allen Monster Filmen. Die Klassiker Frankenstein und Dracula bilden für mich eigentlich immer noch einzigen Ausnahmen von der Story/Geschichte her gesehen, was eben nicht banale Monsterfilme betrifft….;))
Gruss Boris



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