@Matthias
Spass bei Seite,
all deine Aufnahmen sonst finde ich sehen absolut toll aus.
Der Film auch spannend geschnitten und sehr gut vertont.
Kompliment.
Und das die Jacken (PSA) dort sein und die Gesichter leider erröten müssen, schon klar…
Gruss Boris
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Mi 28 Mai, 2025 13:14
von gammanagel
Hallo Matthias,
Gefällt mir gut, aber klar Profi 😁
Die Aufnahmen bei 35 sec mit Gimbal?
Viele Grüße
Elimar
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Mi 28 Mai, 2025 13:16
von Pianist
Was mir allerdings gerade ein- und auffällt: Ich muss künftig daran denken, dass ich in solchen Situationen meine eigene Warnjacke ausziehe. Denn die reflektiert natürlich tatsächlich ins Gesicht der Leute, so wie das natürlich dominantere Licht der hellgrauen Container.
gammanagel hat geschrieben: Mi 28 Mai, 2025 13:14
Die Aufnahmen bei 35 sec mit Gimbal?
Nein, einfach die Kamera in der Hand gehalten und mit dem ganzen Körper eine leicht gebückte Bewegung gemacht, ohne die Füße zu bewegen. Und dann noch später in FCP nachstabilisiert. Ich gehe wirklich nur mit der Kamera auf die Brücke, habe allenfalls einen Ersatzakku im Rucksack. Sonst nichts weiter. Nicht mal das Stativ ist oben mit dabei, da ich die O-Töne immer unten etwas weiter weg aufnehme, wo es leiser ist und ich die Brücke im Hintergrund habe.
Matthias
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Mi 28 Mai, 2025 13:17
von Darth Schneider
Und wenigstens die orange Kappe, könnte theoretisch auch weg für die Aufnahme mit der Frau..
Die schützt ja nix wirklich….
Und kauf dir eine weisse Jacke zum arbeiten für mehr Licht und ne schwarze, für mehr Schatten. Dann kannst du variieren…D
Gruss Boris
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Mi 28 Mai, 2025 13:22
von Pianist
Das habe ich tatsächlich hin und wieder gemacht, bei Straßenumfragen im Sommer bei Sonne. Da war mein weißes T-Shirt der Reflektor.
Da hätte ich Bedenken, dass ich damit unkontrollierte Reflexionen verursache, so wie ich auch nicht gerne mit silbernen oder goldenen Reflektoren arbeite... Aber ansonsten sehr schick, vielleicht mal für andere Anlässe! :-)
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Do 29 Mai, 2025 11:36
von rob
Pianist hat geschrieben: Mi 28 Mai, 2025 12:40
Ich will die Leute natürlich unbedingt mit Helm/Anstoßkappe und Warnkleidung vor der Kamera haben. Problem dabei: Das Warn-Orange ist sehr nahe am Hautton. Die meisten Kameras haben Probleme mit der Wiedergabe dieses Farbtones, so dass ich da immer was nachjustieren muss, und dabei aufpassen muss, gleichzeitig nicht zu viel Buntheit ins Gesicht zu bauen.
Das Thema hatten wir hier ja schon mehrmals. Insgesamt finde ich, dass die FX 9 besser damit klarkommt als die FX 6. Sogar die Amira hatte da erhebliche Probleme. Am besten klappt es mit der C 300 mk iii, die ich ja mit einem Fujinon 20-120 einsetze, und diese Kombination ist sehr viel schwerer und daher für Touren quer durch die Brücke nicht so geeignet.
Matthias
Hi Matthis, auf jeden Fall interessant. Danke für den Beitrag und den gelungenen Clip.
Hatte mich gestern beim Filmmaker Summit u.a. auch mit Sony über die FX9 vs FX6 unterhalten. Bei allen Vorteilen, die die FX6 bietet, wurde hierbei auch darauf hingewiesen, dass die FX9 in Lowlight-Situationen eine bessere Farbauflösung haben soll, weil man es hier eher mit Luma- als mit Chromanoise zu tun hat. Kann mir gut vorstellen, dass sich die Farbwiedergabe zwischen FX9 und FX6 auch in anderen Punkten leicht unterscheidet ...
Kurze Frage zu deinem Clip bei den Interviews vor der Brücke. Hast du da extra abgeschattet oder einfach nur die Protagonisten gegen die Sonne gestellt? (- bin selbst ein großer Gegenlicht-Fan :-)
Viele Grüße
Rob/
slashCam
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Do 29 Mai, 2025 11:45
von DKPost
Ich glaube, die Skintones sind da vor allem zu gesättigt dafür, dass die Protagonisten eher im Schatten stehen. Da müsste die Sättigung hin zu den Schatten abfallen. Sieht man bei dem Herren vor der Brücke gut am Hals, der nochmal mehr orange von den Klamotten abbekommt. Stichwort "desaturated shadows".
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Do 29 Mai, 2025 11:50
von Pianist
Ich habe die Leute einfach ins Gegenlicht gestellt, und hinter mir war ein fast weißer Baucontainer. Allerdings hatte ich vergessen, meine eigene Warnjacke auszuziehen. Insgesamt muss ich die Sättigung des Warn-Oranges immer ein wenig erhöhen, und dabei wird dann das Gesicht mit beeinflusst. Ich muss zugeben, dass ich mich nie mit Maskierungen beschäftigt habe, damit könnte man das vielleicht besser trennen...
Ansonsten muss ich aber sagen, dass ich Sättigung im Schattenbereich ganz wichtig finde. Das war damals ja das große Problem bei der FS 7, und daran erkenne ich heute noch viele FS 7-Aufnahmen: die fehlende Sättigung von Hauttönen in ungünstigen Lichtsituationen.
Matthias
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Mi 21 Jan, 2026 06:59
von Pianist
Von mir mal wieder was zur FX 9: an sich drehe ich ja nur noch mit Kameras, die auf beiden Karten gleichzeitig aufnehmen. Mir ist glatt entgangen, dass die FX 9 das nicht kann, jedenfalls nicht in Vierkah. Um eine Rückfallebene zu haben, könnte man 8bit-Proxies auf der SD-Karte aufnehmen, trotz geringerer Datenrate besser als nichts. In einer FX9-Facebookgruppe brachte jemand das Thema "SUB"-Clips ins Spiel, dabei werden angeblich auf der zweiten Karte alle Clips zeitgleich in HD Mpeg422 aufgenommen. Entweder habe ich da was falsch verstanden oder falsch konfiguriert, jedenfalls sind auch diese Clips wie die Hauptclips auf Karte A gelandet, also keine zusätzliche Sicherheit.
Da dann die Proxy-Funktion deaktiviert wird, hatte ich nicht mal mehr diese Rückfallebene. Das war mir absolut nicht geheuer, so dass ich mal geschaut habe, ob es die Möglichkeit gibt, innerhalb der Kamera alle Clips von Karte A auf Karte B zu kopieren. Und siehe da – das geht! Ich hatte gestern rund 30 Minuten gedreht, erst wurden als Kopierzeit 70 Minuten angezeigt, aber das reduzierte sich schnell, und nach weniger als 15 Minuten war alles kopiert.
So kann ich mir nun eine Karte ins Portemonnaie stecken und eine Karte in das entsprechende Kartentäschlein im Rucksack packen. So sollte das Risiko bis zur Rückkehr ausreichend gut verteilt sein. Da ich genügend XQD-Karten habe, geht das auch bei mehrtägigen Einsätzen.
Matthias
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Mi 21 Jan, 2026 08:37
von rob
Hi Matthias,
ist dir denn schonmal eine Karte beim Dreh abgeraucht? Immer interessant, hier von anderen Erfahrungen zu hören ...
Ich bin selbst auch großer Freund von parallelen Aufnahmen - sei es kameraintern oder extern - aber zum Glück bei mir eher psychologisch als real motiviert - bislang noch keine Verluste bei der Aufnahme gehabt - so lange Codec und Kartenspecs zueinander passen.
Viele Grüße
Rob/
slashCam
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Mi 21 Jan, 2026 09:05
von Pianist
Ein einziges Mal, das muss vor ungefähr 15 Jahren gewesen sein. Da hatte ich die Ikegami Editcam HD, und die Fieldpaks bestanden aus einer mit Schaumstoffpuffer eingebauten Laptop-Festplatte. Gegen Ende eines langen Drehtages nahm die Kamera plötzlich nicht mehr auf und wollte auch keine Clips abspielen. Ein Datenretter hat später festgestellt, dass der Schreiblesekopf eine Schramme quer über die Platte gezogen hat.
Auslöser könnte gewesen sein, dass im Laufe des Tages eine Kamerafrau mit dem Heck ihrer Kamera gegen das Heck meiner Kamera gestoßen ist.
Da zu diesem Zeitpunkt gerade die nächste Speichergeneration kam, also Flashpaks statt Fieldpaks, habe ich gleich welche bestellt. Wenn ich mich richtig erinnere, kosteten 32 GB rund 400 Euro.
So habe ich dann jahrelang gedreht, aber für mich war klar, dass die nächste Kamerageneration (das war dann vor zehn Jahren die FS 7) auf zwei Karten parallel aufnehmen muss.
Später bin ich von meiner Regel mal abgewichen, da die Arri Amira nur auf einem der beiden Slots aufnehmen konnte, aber da habe ich dann immer abends im Hotel ein Backup auf so ein Nextodi-Gerät gemacht.
Matthias
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Mi 21 Jan, 2026 09:22
von rob
OK,
interessant (und krass): Elektro-mechanische Datenspeicher in der Kamera klingt nach Recipe for Disaster - da sind wir zum Glück jetzt etwas weiter - aber Redundanz bleibt trotzdem ein Thema - und wenn auch nur "versicherungstechnisch".
Viele Grüße
Rob/
slashCam
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Mi 21 Jan, 2026 09:29
von Pianist
Vor allem, weil ich nie wieder einem Auftraggeber erklären möchte, dass wichtige und nicht wiederholbare Aufnahmen futsch sind...
(nun gut, also für jeden Auftraggeber sind seine Projekte und die damit verbundenen Aufnahmen die jeweils wichtigsten der Welt)
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Mi 21 Jan, 2026 10:51
von Jott
Ja, Doppelaufzeichnung machen wir auch, wann
immer möglich. Es gibt ja heute eine gute Auswahl an Kameras mit zwei Kartenschächten für parallele Aufnahmen.
Passiert ist bisher noch nichts - aber sicher ist sicher. Materialverlust wäre katastrophal bei teuren Projekten, das will ich nie haben.
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Mi 21 Jan, 2026 13:49
von Bildlauf
Ich hatte bislang einen Fall, wo die Backup-Aufnahme gegriffen hat. Ich bin auch Fan von Backup Aufnahme und sie ist für mich obligatorisch.
Es geht hier lediglich um geringe Wahrscheinlichkeiten, aber es sind kein Unmöglichkeiten, daß eine Karte abraucht.
Einen Dreh mit einer 3-köpfigen Akustik Band an irgendeiner öffentlichen Location gefilmt, sowas kann man problemlos wiederholen. Da gibt es einen kleinen Preisnachlass, weil man ja kein Unmensch ist und zieht halt nochmal los und filmt es nochmal.
Es gibt aber auch Sachen, da hängt wesentlich mehr dran, als einfach nur nochmal zusammen loszuziehen für einen Nachdreh.
Filmt man mit einer Kamera, die diese Dual Record Funktion besitzt, nutzt diese aber nicht und filmt nur mit einer Karte, und es kommt zum Verlust von Daten, dann kann einem grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden (Versicherung, Gericht).
Sollten beide Karten abrauchen läuft das eher unter "höherer Gewalt".
Hat man ein Kamera, die nur einfach aufzeichnen kann, dann kann einem eigentlich kein Strick draus gedreht werden, wäre dann tendenziell höhere Gewalt, wenn auch eine Kamera mit Dual Backupaufnahme als vorteilhafter und womöglich positiver bewertet wird (Versicherungen, Gericht).
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Mi 21 Jan, 2026 14:09
von Pianist
Es geht ja nicht nur um den finanziellen Verlust, das wäre bei mir nie mehr als der Drehtag. Bei szenischen Sachen hinge natürlich viel mehr dran. Bei mir ginge es vor allem um die Reputation, denn nur davon lebe ich.
Es muss ja nicht mal die Karte selbst einen Defekt haben. Denkbar wäre ja, dass das Auto abbrennt, dass ins Hotelzimmer eingebrochen wird, oder dass beim späteren Import ein defekter Kartenleser die Dateistruktur der Karte ruiniert.
So richtig groß kann das Risiko aber nicht sein, wenn ich mir überlege, welche Unmengen an szenischen Sachen mit einer Alexa mini gedreht werden, und die hat nur einen Schacht. Aber ich weiß nicht, wie oft am Tag da die Karte gewechselt wird. Der Umgang mit vielen Karten zur gleichen Zeit bringt ja auch wieder neue Risiken...
Unser seliger Frank war ja Fan von kleinen Karten und häufigem Wechsel, wo ich aber meine, dass einem ein Teilverlust auch schon arge Probleme bringen kann. In meiner C 300 mk iii habe ich zwei ziemlich große Karten, und sehe auch dort die parallele Aufnahme als größten Beitrag zur Betriebssicherheit.
Natürlich sollte man nicht bei laufender Aufnahme den Akku abziehen, wenn man nicht gerade einen Hotswap-Adapter dran hat. Ob das nur zum Verlust des aktiven Clips oder zum Totalverlust beider Karten führt, weiß ich allerdings nicht.
Matthias
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Mi 21 Jan, 2026 14:18
von Bildlauf
Pianist hat geschrieben: Mi 21 Jan, 2026 14:09
Es geht ja nicht nur um den finanziellen Verlust, das wäre bei mir nie mehr als der Drehtag. Bei szenischen Sachen hinge natürlich viel mehr dran. Bei mir ginge es vor allem um die Reputation, denn nur davon lebe ich.
Es muss ja nicht mal die Karte selbst einen Defekt haben. Denkbar wäre ja, dass das Auto abbrennt, dass ins Hotelzimmer eingebrochen wird, oder dass beim späteren Import ein defekter Kartenleser die Dateistruktur der Karte ruiniert.
So richtig groß kann das Risiko aber nicht sein, wenn ich mir überlege, welche Unmengen an szenischen Sachen mit einer Alexa mini gedreht werden, und die hat nur einen Schacht. Aber ich weiß nicht, wie oft am Tag da die Karte gewechselt wird. Der Umgang mit vielen Karten zur gleichen Zeit bringt ja auch wieder neue Risiken...
Unser seliger Frank war ja Fan von kleinen Karten und häufigem Wechsel, wo ich aber meine, dass einem ein Teilverlust auch schon arge Probleme bringen kann. In meiner C 300 mk iii habe ich zwei ziemlich große Karten, und sehe auch dort die parallele Aufnahme als größten Beitrag zur Betriebssicherheit.
Natürlich sollte man nicht bei laufender Aufnahme den Akku abziehen, wenn man nicht gerade einen Hotswap-Adapter dran hat. Ob das nur zum Verlust des aktiven Clips oder zum Totalverlust beider Karten führt, weiß ich allerdings nicht.
Matthias
Ich glaube bei "wirklich großen Filmdrehs" da gibt es DIT´s und da wird regelmäßig backup gemacht.
Wichtige Szenen werden mit mehreren Kameras gedreht.
Womöglich gibt es auch eine raw dual Aufnahme Funktion.
Bei manchen Sachen hängt halt mehr dran, wenn Daten weg.
Klar Einbruch ist dann wieder so ein Thema. Dann müsste man fragen, hat man die Karten getrennt aufbewahrt, eine zb immer am Mann, eine im Zimmer.
Letztendlich wird dann eingeschätzt inwieweit man wie und ob (grob) fahrlässig gehandelt hat, wenn es zu einem Datenverlust gekommen ist.
Mit zwei Karten reduziert man aber Risiken in vielerlei Hinsicht.
Es kommt auf die Leute an, inwieweit so etwas der Reputation schadet.
Wenn man den Akku zieht, dann wird auf beiden Karten nicht geschrieben. Dateien von Panasonic kann man aber wiederherstellen (.mdt Dateien), bis zu dem letzten Frame, bevor der Akku gezogen wurde.
Es sind extrem geringe Wahrscheinlichkeiten und mit Sicherheit gibt es mir auch einfach nur ein gutes und sicheres Gefühl.
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Mi 21 Jan, 2026 14:26
von Pianist
Na eben, und mit einem guten und sicheren Gefühl lebt es sich besser.
Matthias
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Do 29 Jan, 2026 16:23
von Pianist
Ein Auftraggeber von mir hat gerade mal wieder einen Film von mir veröffentlicht. Es ging mal wieder in den Norden. Diesmal habe ich abweichend von meiner Regel, Bahnbaustellen mit der C 300 MK iii und dem Fujinon 20-120 zu filmen, die FX 9 mit dem Fujinon MK 18-55 genutzt, weil ich wusste, dass ich etwas mehr zu Fuß laufen muss und es mir ein paar Kilo leichter machen wollte:
Das war zum Teil morgens beim ersten Sonnenlicht, hat die FX 9 aber meiner Meinung nach ziemlich gut hinbekommen.
Matthias
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Do 29 Jan, 2026 16:37
von Jörg
Schöner Beitrag.
Welches Mic hast du bei dem Kommentar ab 1:44 benutzt?
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Do 29 Jan, 2026 16:44
von Pianist
Die O-Töne habe ich mit meinem MKH 50 geangelt, wo ein Rycote Baby Ball mit Fell drauf ist. Der O-Ton vom Oberbauleiter auf der Lok war allerdings das Kameramikrofon, ein M 300 von Microtech Gefell, ebenfalls mit Baby Ball samt Fell. Da habe ich dann seltenerweise mal die Funktion "Stimmisolation" in FCP genutzt, um die Lok deutlich runterzudrücken.
Ich hätte auch eine Funkstrecke mit MKE 2 dabei gehabt, aber auf der Lok wäre das vermutlich nicht besser gewesen. Zeit zum Verkabeln war nicht, das war eine spontane Idee und wir hatten die Rampe zur Brücke rauf gerade so schön Schwung, da konnten wir nicht anhalten.
Matthias
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Do 29 Jan, 2026 16:52
von Jörg
Danke.
Der Ton gefällt mir, schöne Mischung.
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Do 29 Jan, 2026 16:55
von Pianist
Der Ton hat bei mir traditionell einen sehr hohen Stellenwert. Vor allem auch für die Off-Sprachaufnahmen. Und ich mische nach EBU R 128, also wie fürs Fernsehen, und dadurch ist alles vom Lautheitsempfinden her sehr ausgwogen (TM 3 von RTW).
Matthias
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Do 29 Jan, 2026 17:21
von Jörg
Und ich mische nach EBU R 128
Klingt ausgewogen.
Ich mische nach IBU-R BS.1740-4 (bin noch am Suchen nach endgültigem Standard) und werde
mal deine Mischung versuchen.
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Do 29 Jan, 2026 17:26
von Pianist
Jörg hat geschrieben: Do 29 Jan, 2026 17:21
Ich mische nach IBU-R BS.1740-4
Wat issn dat?
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Do 29 Jan, 2026 17:59
von Jörg
sorry, typo
itu-r bs.1770-4
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Do 29 Jan, 2026 18:02
von rush
Pianist hat geschrieben: Do 29 Jan, 2026 16:55
Und ich mische nach EBU R 128, also wie fürs Fernsehen, und dadurch ist alles vom Lautheitsempfinden her sehr ausgwogen (TM 3 von RTW).
Matthias
Eigentlich macht das doch aber nur Sinn, wenn du primär an eine TV Auswertung denkst um im Mix mit anderen Formaten nicht (negativ) aufzufallen.
Und es hilft natürlich wenn man sich in einer bekannten akustischen Umgebung befindet und alles darauf eingestellt ist.
Theoretisch sollte aber auch eine Mischung bis sagen wir mal -16db LUFS vollkommen in Ordnung sein wenn man die sonstige Mischung ebenfalls daran angleicht.
Am Ende geht es bei EBU R 128 ja eher um eine Referenz, die aber auch durch eine andere Ziellautstärke und entsprechende Rücklaufzeiten aka jeweiliger RMS Einstellungen realisiert werden könnte.
Daher finde ich diese feste Normen heutzutage nicht mehr zwingend nötig, insbesondere auch dann nicht wenn andere Ausspielwege Relevanz haben. Auf YouTube müsste man deine Mischung wahrscheinlich etwas höher aufdrehen wenn man vorher andere Dinge konsumiert hat.
Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch
Verfasst: Fr 30 Jan, 2026 15:15
von Pianist
Ich weiß gar nicht, ob Youtube da im Hintergrund etwas macht und Pegel insgesamt absenkt oder anhebt. Bin gerade nur am Handy, aber rein vom Hören mit den Ohren würde ich sagen, dass mein Pegel ungefähr gleichauf mit den Pegeln aus ARD-Anstalten auf Youtube liegt. Andere scheinen etwas höher zu liegen. Muss ich am Schnittplatz mal einen Blick auf den TM 3 werfen.
In erster Linie geht es mir ja darum, dass eine Mischung in sich ausgewogen ist.