Mit der instax mini Evo Cinema launcht Fujifilm in Japan eine Kamera, die bei uns vor 10 Jahren eher noch das Zeug zu einem Aprilscherz gehabt hätte. Doch die Zeiten ändern sich und so würde uns nicht einmal wundern, wenn die Hybrid-Sofortbildkamera mit Videofunktion als Lifestyle-Gadget den nostalgischen Nerv vor allem jüngerer Generationen trifft.

Die Kamera kommt im Formfaktor einer Super-8 daher - der vertikale Griff ist von Fujifilms FUJICA Single-8 aus 1965 inspiriert - und kann sowohl Standbilder als auch Videos aufnehmen. Also Sofortbildvideos, wie soll das wohl gehen - Daumenkino? Aber nein, das geht wie so oft per App: die Kamera errechnet für die aufgenommenen Videodaten einen QR-Code und fügt diesen in ein aus dem Video ausgeschnittenes Standbild. Das ganze wird als instax-Abzug gedruckt, der weitergegeben werden kann - das (Hochkant-)Video spielt am Handy ab, wenn der QR-Code abgescannt wird. Allerdings müssen die Videodaten dafür auch über die App „instax mini Evo“ ins Internet hochgeladen werden. Dort stehen sie dann zwei Jahre lang bereit.

Als weiterer Analog-Gimmick findet sich ein Zeitenschalter an der Evo Cinema (sogenannter "Eras-Dial"), über den sich die Bilder mit 10 Looks aus unterschiedlichen Jahrzehnten versehen lassen, von 1930 bis 2020. 1960 soll z.B. die Ästhetik von 8mm-Filmkameras evozieren, während 1970 die Textur von Farb-Fernsehern aus den 70ern herbeizaubern soll. Zusätzlich zu den visuellen Texturen fügt jeder Effekt "subtile Details" wie Rauschen und Bandflattern hinzu, um das Gefühl der jeweiligen Epoche wiederzugeben. Die Stärke des jeweiligen Effekts lässt sich über den Objektivring in 10 Stufen regulieren. Auch der Ton wird mit den "Eras Dial"-Effekten entsprechend bearbeitet, zum Teil werden typische Geräusche wie das Surren von Filmrollen hinzugefügt.

So wie damals der 8mm-Schmalfilm auch eher klein bemessen war, fällt bei der Evo Cinema der Bildsensor ähnlich winzig aus: der CMOS ist vom Typ 1/5-Zoll. Damit kommt man nicht sehr weit und so beträgt die Auflösung der Videoaufnahmen 600 x 800 Pixel, außer in einem hochwertigerem Modus (1080 x 1440 Pixel), der jedoch nur in Kombination mit dem "2020"-Look zur Verfügung steht. Die Bildwiederholrate beträgt 24fps.
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Trotz dediziertem Retro-Style bringt die Kamera auch einige moderne Features mit, etwa einen LCD-Monitor auf der Rückseite für die Bildvorschau, auch ein Autofokus ist vorhanden.
Ende Januar wird die instax mini Evo Cinema in Japan erhältlich; einen Preis nennt Fujifilm noch nicht.
[UPDATE] Ab dem 28.1. soll die Kamera auch hierzulande auf den Markt kommen für 379,99 Euro.


















