Kostenloser Videoschnitt mobil Was kann Blackmagic DaVinci Resolve 21.1 auf dem iPad - und was fehlt?

Blackmagic Design hat eine Übersicht veröffentlicht, die zeigt, welche Funktionen von DaVinci Resolve 21.1 auch auf dem iPad verfügbar sind - und welche weiterhin der Desktop-Version vorbehalten bleiben. Es ist nicht die erste derartige Gegenüberstellung; Blackmagic aktualisiert das Dokument mit jedem größeren Resolve-Release, zuletzt im Juli 2025. Über die allgemeinen Desktop-Neuerungen von Resolve 21.1 - etwa die tiefere KI-Assistenten-Integration - hatten wir ja bereits berichtet - hier geht es nun gezielt um den Funktionsvergleich zwischen Desktop und iPad.


Seit dem Launch Ende 2022 hat Blackmagic die spezielle Studio-Version von Resolve fürs iPad schrittweise ausgebaut. Von Anfang an waren die Cut- und Color-Arbeitsbereiche für Schnitt und Grading, die Kollaboration per Blackmagic Cloud sowie einzelne KI-Werkzeuge wie Magic Mask mit an Bord. Später kamen weitere Schnitt-, Text-, Audio- und KI-Funktionen hinzu, 2025 dann die eigenständige Deliver-Seite und mit Resolve 21 schließlich dessen neue Photo Page.



Was also der aktuelle Stand ist - welche Funktionen von Resolve 21 auch auf dem iPad unterstützt werden -, lässt sich sehr schön dem neuen Dokument entnehmen. Die unterstützten Funktionen unterscheiden sich dabei nicht nur zwischen Desktop- und iPad-Version, sondern hängen zusätzlich vom genutzten iPad-Modell (A- oder M-Chip) sowie von der verwendeten Resolve-Version (kostenlos oder Studio) ab.



DaVinci Resolve for iPad App
DaVinci Resolve for iPad App



Schnitt und Audio fehlen

In der iPad-Version von Resolve fehlen die Arbeitsbereiche Edit, Fusion und Fairlight. Das macht sich auch innerhalb der iPad-Timeline bemerkbar: Untertitel lassen sich dort nicht wie am Desktop bearbeiten, ebenso fehlen unter anderem Funktionen zum Erstellen von Multicam- und Compound-Clips, Keyframe-Kurven, Render in Place und optimierte Medien. Voiceover-Aufnahmen und einfache Audiomixer-Bedienelemente sind dagegen vorhanden. Audiofunktionen wie die Fairlight-Effekte und -Automation, ADR sowie mehrere Audiobusse bleiben der Desktop-Version vorbehalten. Resolve Studio unter M-Chip-iPads unterstützt aber die automatische Transkription und auch die Untertitelerstellung per KI.




Grading stark, Fusion und Erweiterungen eingeschränkt

Die Color-Seite samt HDR-Grading gehört zu den Stärken der iPad-Version. Auf der Studio-Version unter M-Chip-iPads sind zudem Werkzeuge wie Magic Mask, IntelliSearch, UltraNR und Speech Generator nutzbar. Bei den weniger leistungsstarken A-Chip-iPads entfallen diese Werkzeuge dagegen komplett - laut Blackmagic betrifft das ältere iPads mit A14-, A15- oder A16-Chip. Zudem können zwar Fusion-Effekte und -Titel auf dem iPad verwendet werden, die eigenständige Fusion-Seite sowie Werkzeuge wie Camera Tracker, Cryptomatte und Deep Compositing fehlen jedoch. Auch Plugins von Drittanbietern, Skripting, DeckLink- und UltraStudio-Hardware sowie immersive Audio- und Videoworkflows unterstützt die Resolve iPad-App nicht.



DaVinci Resolve for iPad App
DaVinci Resolve for iPad App


Die iPad-Version zielt damit weiterhin eher auf den schnellen mobilen Videoschnitt samt Farbkorrektur mittels Photo-, Cut-, Color- und Deliver-Page, da die von der Desktop-Version bekannten Arbeitsbereiche Edit, Fusion und Fairlight sowie zahlreiche Funktionen für komplexe Postproduktionsworkflows ausgespart bleiben. Wie allerdings ein Hack von Anfang 2023 gezeigt hat, sind alle Funktionsbereiche der Desktopversion - also auch die Seiten "Edit", "Media", "Fairlight", "Deliver" und "Fusion" - eigentlich schon in der iPad-Version vorhanden, nur quasi noch versteckt. Blackmagic hatte damals angegeben, dass diese noch touch-optimiert werden müssten. Das ist inzwischen aber schon fast vier Jahre her.





Unterschiede zwischen DaVinci Resolve 21.1 auf dem Desktop und M-/A-iPads
Unterschiede zwischen DaVinci Resolve 21.1 auf dem Desktop und M-/A-iPads



Kompatibilität und Preis

Zwar sind Projekte auf dem iPad und der Desktop-Version von Resolve grundsätzlich kompatibel, aber aufgrund nicht unterstützter Effekte können sie auf dem iPad anders als auf dem Desktop aussehen oder sich dort nicht öffnen lassen. Blackmagic weist zudem auf Grenzen beim Dateizugriff hin.



Die DaVinci Resolve for iPad App ist wie schon die Desktop-Version grundsätzlich kostenlos. Die Studio-Version, welche mehr Funktionen unterstützt, kostet 99,99 Euro und wird als In-App-Kauf angeboten. Ihre Lizenz ist nicht mit einer Desktop-Studio-Lizenz kompatibel.


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