Make-up-Kunst statt KI Tom Cruise faltig und dick in Iñárritus "Digger"-Satire

// 15:41 Di, 14. Jul 2026von
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Gerade erschien der Trailer für eine interessante Filmkollaboration: in Alejandro G. Iñárritus "Digger" spielt Tom Cruise die titelgebende Hauptrolle. Allerdings ist er nur mit Mühe bzw. am Mienenspiel wiederzuerkennen, denn sein Öl-Milliardär Digger Rockwell ist deutlich älter - faltig und mit Wampe, das Haar schütt und grau, hat er eine drohende ökologische Katastrophe zu verantworten und möglicherweise vielleicht noch abzuwehren.




Nachdem KI in Hollywood vor allem gerne beim (De-)Ageing eingesetzt wird, wo sie scheinbar auf Knopfdruck Alterungsprozesse beschleunigt oder umkehrt, wäre dieses Skript in anderen Händen vielleicht mit digitalen Mittel umgesetzt worden. Doch mit Tom Cruise steht ein Mann vor der Kamera, dessen Markenzeichen die für maximale Authentizität selbst ausgeführten, gefährlichen Stunts sind, und der seine Wandelbarkeit bereits in vielen Filmen bewiesen hat. Und so wurde auf klassische Mittel zurückgegriffen, um ihn zu verwandeln, denn zumindest altern lassen konnte man Menschen auf der Leinwand ja immer schon, auch ohne Algorithmen - in der Credit-Liste von Digger finden sich beim Make-Up-Department über 30 Namen, darunter auch Perückenmacher und Prothesenkünstler. Federführend für das Make-Up-Design war anscheinend Alessandro Bertolazzi.


Tom Cruise war laut Iñárritu die Traumbesetzung für diesen Film; in der schwarzen Satire ("eine Komödie von katastrophalem Ausmaß") hat der Schauspieler wie es scheint viel Raum, seine verrücktere Seite herauszukehren. Für die Bilder ist wieder Emmanuel Lubezki verantwortlich, der bei fast allen Filmen Iñárritus die Kamera führte. Diesmal angeblich ein älteres Modell aus 1954 (35mm/VistaVision) mit speziell angepassten, weitwinkligen Leica Vintage-Objektiven.



Bis zur Premiere dauert es leider noch etwas, denn erst am 1. Oktober kommt der Film in die Kinos.


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