Ab heute stellt Microsoft nach rund einem Jahrzehnt offiziell den Support für Windows 10 ein. Das Betriebssystem, das 2015 als kostenloses Update für Windows 7 und 8 eingeführt wurde, erhält damit keine regelmäßigen Sicherheitsupdates mehr.

Ohne die monatlichen Sicherheitspatches wird die fortgesetzte Nutzung von Windows 10 im Internet damit immer riskanter. Für europäische Anwender hat Microsoft jedoch noch kurzfristig eine weitere kostenlose Schonfrist eingerichtet. Das Extended Security Update (ESU)-Programm, das zunächst nur kostenpflichtig für Organisationen gedacht war, gewährt nun doch noch für mindestens ein Jahr weitere Sicherheitsupdates. Allerdings benötigt man für das ESU-Programm nun zwingend ein - immerhin auch kostenlos verfügbares - Microsoft-Konto.
Als naheliegende Alternative empfiehlt Microsoft ein meistens ebenso kostenloses Upgrade auf Windows 11. Dieses neue Betriebssystem stellt jedoch höhere Hardwareanforderungen, die viele ältere Rechner von einem Update ausschließen. Die PC-Branche fand dieses Vorgehen nicht unbedingt schlimm, da sich viele Hersteller dadurch erhöhte Umsätze durch erzwungene Hardware-Neuanschaffungen versprechen.
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Allerdings scheint das erzwungene Update auch ungewollte Nebenwirkungen zu zeigen. So spielen einige Anwender mit dem Gedanken, bei einer Neuanschaffung auch einmal einen Mac auszuprobieren. Und wer dagegen seine alte, eigentlich noch gut funktionierende Hardware noch weiter nutzen will, findet vielleicht nun in Linux-Distributionen eine zunehmend praxistaugliche Alternative.
Die meisten Windows-Anwender unter den slashCam-Lesern dürften hingegen gefühlt schon länger auf Windows 11 umgestiegen sein - weil man für die Videobearbeitung sowieso eher hohe und damit automatisch ziemlich aktuelle Hardwareanforderungen hat. Und wer heute noch Windows 10 nutzt, hat nun ja noch einmal ein Jahr Zeit, über weitere Upgrade-Schritte nachzudenken.


















