Audio-Revolution im Gange? RØDE Sonaura - kompakte MEMS-basierte Mikrofonkapseln mit SNR von 83dB, EIN 11dBA

// 14:08 Fr, 17. Apr 2026von

Zur NAB kündigt RØDE die Einführung seiner neuen, MEMS-basierten Mikrofontechnologie Sonaura an. Mit einem Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) von 83dB und einem Eigenrauschen von nur 11dBA soll Sonaura ein im wahrsten Sinne des Wortes unerhörtes Maß an Klarheit produzieren. Professionelle Broadcast-Qualität wird damit nun in einer extrem kompakten und auch widerstandsfähigen Bauweise möglich.

RØDE Sonaura
RØDE Sonaura


Mit nur 4mm x 5mm und basierend auf einem neu entwickelten, rauscharmen ASIC, soll sich Sonora nahtlos in Umgebungen integrieren lassen, in denen hochwertige Audioqualität bislang unmöglich war, mit entsprechend neuen Möglichkeiten für Rundfunk, Filmproduktion und Content-Erstellung.



MEMS-basierte Mikrofone (Micro-Electro Mechanical Systems) sind allerdings schon länger in Entwicklung und grundsätzlich verfügbar; die erreichte Audioqualität wird nun immer besser. MEMS-Mikros unterscheiden sich von herkömmlichen Mikrofonen vor allem durch ihren Aufbau: Es wird auf klassische Kaspeln verzichtet, statt dessen werden winzige mikroelektromechanische Bauteile auf Siliziumbasis gefertigt und meist mit zusätzlicher Signalverarbeitung kombiniert; die bei RØDE Sonaura genutzten MEMS-Mikrofone werden von Infineon in ihrem Halbleiterwerk in Deutschland hergestellt.



Mit außergewöhnlicher SPL-Bewältigung, extrem hoher Immunität gegen RF-Interferenzen und einer sehr flachen Frequenzgangkurve soll Sonaura fehlerfreie Audioaufnahmen in jedem Szenario produzieren, von kontrollierten Studio-Umgebungen bis hin zu unvorhersehbaren Außenproduktionen. Letztere profitieren dabei von einer sehr robusten Konstruktion, die extremen Bedingungen standhalten soll. Das versiegelte Dual-Membran-Design soll unter anderem auch die Empfindlichkeit gegenüber physikalischen Stößen im Vergleich zu herkömmlichen Mikrofonen reduzieren.




Sein Debut macht Sonaura allerdings nicht in einem RØDE-Produkt, sondern im neuen L1 Lavalier-Mikrofon von Lectrosonics (dieses Unternehmen wurde 2025 von der Freedman Group übernommen, zu der auch RØDE gehört). Die Technologie soll später in diesem Jahr auch in ausgewählten Next-Generation RØDE Produkten Einzug halten.




Lectrosonics L1 Sub-Miniatur Lavalier-Mikrofon

Die im L1 verbaute Sonaura-Kapsel ersetzt herkömmliche FET-basierte Designs durch eine patentierte, gekapselte Membran.

Im Gegensatz zu traditionellen Kapseln, die von Charge zu Charge erheblich variieren können, sorgt die Siliziumfertigung des L1 für eine bislang unerreichte Präzision. Jede L1-Einheit soll sowohl bei der Empfindlichkeit als auch beim Frequenzgang auf 0,5 dB genau abgeglichen sein und Produktions-Tonmeistern und Sounddesignern damit absolute Reproduzierbarkeit über mehrere Mikrofone hinweg bieten.



Das L1 Lavalier-Mikrofon weist das bereits oben genannte, ausgezeichnete Rauschverhalten auf (EIN von nur 11 dB(A), Signal-Rausch-Abstand von 83 dB) und bietet in Verbindung mit dem Lectrosonics DSSM-Sender einen weltweit erstmals umschaltbaren Empfindlichkeitsmodus, wodurch sich Schalldruckpegel von bis zu 135 dB(A) SPL verarbeiten lassen sollen. Das Mikro ist ausgelegt auf einen natürlichen, unverfärbten Klang, der sich über austauschbare Akustikkappen (im Lieferumfang enthalten) wahlweise auf lineare oder angehobene Höhenwiedergabe abstimmen lässt.





Der L1 wurde für härteste Produktionsumgebungen entwickelt und soll grundsätzlich unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit sein - die Kombination aus den inhärenten Eigenschaften der Sonaura-Kapsel, einer speziellen hydrophoben Innenbeschichtung sowie einer hydrostatischen Druckabdichtung über 0,4 mm große, lasergebohrte Öffnungen in der Kappe sorgt dafür, dass das Mikrofon laut Hersteller selbst bei vollständigem Untertauchen funktionsfähig bleibt.



Das Lectrosonics L1 soll im 2. Quartal erscheinen und zwischen 500 und 700 Dollar kosten je nach Anschluss.


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