Nachdem OWC das kompakte Vier-Slot-NVMe-RAID-Gehäuse Express 4M2 Ultra bereits im April vorgestellt hatte, kommen jetzt weitere Modelle: Ab sofort gibt es das Express 4M2 Ultra auch vorkonfiguriert und damit sofort einsatzbereit mit installierten und per SoftRAID eingerichteten SSDs in 4-, 8-, 16- und 32-TByte-Varianten.

Vier NVMe-SSDs im RAID per Thunderbolt 5
An der Hardware hat sich im Vergleich mit dem reinen Gehäuse nichts geändert: Vier M.2-SSDs (2280 oder 2242, PCIe 3.0/4.0/5.0) werden über Intels Thunderbolt-5-Controller JHL9480 angebunden, wobei jeder Slot eine eigene PCIe-4.0-Lane bekommt für maximale Geschwindigkeit. Einzelne SSDs erreichen dabei eine Übertragungsgeschwindigkeit von 1,6 GByte/s - im RAID-Verbund sollen bei parallelem Betrieb laut OWC bis zu 6.622 MB/s möglich sein - also mehr als ausreichend schnell zum Beispiel für das Editing von hochauflösendem, unkomprimiertem Video. Voraussetzung für diese Geschwindigkeit ist, dass der angeschlossene Rechner über echtes Thunderbolt 5 verfügt und es kommen PCIe-4.0-SSDs (oder neuer) zum Einsatz.
Mit älteren PCIe-3.0-SSDs deckelt OWC die Geschwindigkeit selbst im RAID-Verbund auf 3.800 MB/s. An Thunderbolt 4 oder USB4 sind es maximal 3.200 MB/s, an Thunderbolt 3 rund 2.800 MB/s. Die verschiedenen RAID-Level 0/1/4/5/10 sowie JBOD für eine selbstgewählte Balance zwischen Geschwindigkeit und Ausfallsicherheit lassen sich über die mitgelieferte SoftRAID-Software konfigurieren.

Speziell für Video-Workflows
OWC zielt mit dem Express 4M2 Ultra auf Anwendungen im Bereich der professionellen Videobearbeitung, wo große Datenmengen schnell gelesen oder geschrieben werden müssen. Das OWC Express 4M2 Ultra soll etwa beim gleichzeitigen Offload mehrerer Kameras oder Medienkarten gegenüber klassischer Speicherhardware mit 40Gb/s mehr als doppelt so schnell ingesten. Zielgruppen sind entsprechend Studios und Postpro-Häuser, die fertig konfigurierte RAID-Arrays ohne Einrichtungsaufwand suchen, Editoren und Coloristen mit hohem Datenaufkommen bei 12K-RAW- oder 8K-Multicam-Material, sowie DITs, die On-Set schnell und zuverlässig Kartenmaterial sichern müssen.
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Damit die Dauerlast im RAID-Betrieb nicht zum Hitzestau führt, setzt OWC auf ein passiv kühlendes Aluminiumgehäuse, das erst bei anhaltender Last einen Lüfter zuschaltet und leise genug für den Einsatz neben dem Schnittplatz sein soll. Für noch mehr Kapazität können mittels der zwei Thunderbolt-5-Ports auch mehrere Laufwerke hintereinandergeschaltet werden - bis zu 128 TB an Gesamtvolumen per OWC Express 4M2 Ultra RAIDs können so erreicht werden.

Im Lieferumfang der vorkonfigurierten Modelle stecken laut Herstellerangaben neben dem Gehäuse selbst ein 0,7 m (28") langes Thunderbolt-5-Kabel mit 80 Gb/s, ein 90Watt-Netzteil samt US-Netzkabel, eine digitale Kurzanleitung sowie eine bereits auf dem Gerät hinterlegte 3-Jahres-Lizenz für SoftRAID Premium. Die Garantie beträgt bei den vorkonfigurierten SSD-Lösungen 3 Jahre (bei der reinen Enclosure sind es laut Produktseite 2 Jahre). Neu dazugekommen ist außerdem ein Bundle mit zwei 90-Tage-Lizenzen der Cloud-freien Remote-Access-Software Strada im Wert von 180 Dollar.

Preise
Das OWC Express 4M2 Ultra NVMe RAID-System unbestückt mit SoftRAID kostet rund 530 Euro, die Versionen mit SSDs kosten 2.399,99 Dollar für 4 TB, 3.799,99 Dollar für 8 TB, 5.579,99 Dollar für 16 TB bzw. 10.299,99 Dollar für 32 TB.

Für das vorkonfigurierte Express 4M2 Ultra verlangt OWC also Aufpreise, die deutlich über dem reinen SSD-Marktpreis liegen (zum Vergleich: eine Samsung SSD 990 PRO 8TB ist etwa ab 1.600 Euro zu haben). Wer also die SoftRAID-Konfiguration und den SSD-Einbau selbst bewerkstelligt, kommt mit dem reinen Gehäuse und eigenen NVMe-SSDs spürbar günstiger weg - muss dann aber auf die vom Werk vorkonfigurierte und getestete RAID-Einrichtung sowie die 3 statt 2 Jahre Garantie verzichten.
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