Konkurrenz für Intel und Apple NVIDIA entwickelt N1 ARM-Chip mit integrierter RTX 5070 für Laptops

// 12:04 Fr, 30. Jan 2026von

Gerüchten zufolge plant Nvidia den Einstieg in den Markt für ARM-basierte Laptops mit eigenen System-on-Chip (SoC)-Prozessoren namens N1 und N1X. Diese Chips sind für Windows on ARM optimiert und integrieren CPU und GPU in einem Paket - sie zielen auf Effizienz, AI-Fähigkeiten und Grafikleistung.



ARM: Leistungsstark und effizient

Wie gut so etwas funktioniert und welche Konkurrenz es für traditionelle x86 PCs mit CPUs auf einem Motherboard plus externe Grafikkarte darstellt, demonstriert Apple mit seinem ebenfalls auf der ARM-Architektur basierenden M-SoC, der durch seine hohe Integration aller Komponenten (inklusive RAM) und die dadurch mögliche, extrem schnelle Kommunikation untereinander samt hoher Energieeffizienz zunehmend eine echte Alternative darstellt. Diesen Markt möchte sich NVIDIA anscheinend nicht entgehen lassen - die ersten Modelle sollen noch in diesem Quartal auf den Markt kommen, gefolgt von weiteren Varianten im zweiten Quartal. Die nächste Generation, N2, soll dann im dritten Quartal 2027 folgen.



NVIDIA entwickelt N1 ARM-Chip mit integrierter RTX 5070 für Laptops


Möglich gemacht haben diesen Schritt Qualcomm und Microsoft - Qualcomm war der Vorreiter mit seinem auf ARM-Architektur basierenden Snapdragon X Elite und den damit ausgerüsteten Laptops, und Microsoft hatte extra dafür eine eigene ARM-Version von Windows entwickelt. So ist das Henne-Ei-Problem (keine neue Hardware-Plattform ohne OS / kein neues OS für noch nicht existente neue Hardware) bequemerweise aus dem Weg geräumt und Nvidia kann ARM Windows für Laptops mit dem eigenen SoC nutzen.




Acht NVIDIA Laptops von Dell und Lenovo

Dabei liefert Nvidia nur die neuen SoCs, hergestellt werden die neuen Nvidia Laptops von Partnern wie Lenovo und Dell, die auch indirekt Quelle der neuen Leaks waren - so veröffentlichte ein chinesischer Account auf X Produktnamen mehrerer neuer Lenovo-Laptops mit dem neuen Nvidia N1 SoC.



Demnach soll Lenovo 14- und 16-Zoll-Modelle des Ideapad Slim 5, zwei Varianten des 15"-Yoga Pro 7 und ein Yoga 9 Convertible-2-in-1 mit dem Nvidia N1 sowie einen Legion 7 15N1X11-Gaming-Laptop mit Nvidia N1X in Arbeit haben - letzterer ist auch schon versehentlich online auf einer Lenovo Seite aufgetaucht. Zudem soll Dell den Einsatz der Nvidia SoCs in Alienware-Gaming-Laptops und XPS-Premium-Notebooks planen.


NVIDIA entwickelt N1 ARM-Chip mit integrierter RTX 5070 für Laptops





NVIDIA N1 und N1X

Laut einem - allerdings mit Vorsicht zu genießenden Geekbench-Leak - soll die N1X-Variante (die deutlich stärker sein soll als das Basismodell N1) von Nvidia ARM-SoC über 20 CPU-Kerne und ebenso viele CUDA-Kerne verfügen wie eine RTX-5070-Grafikkarte, allerdings aufgrund der üblichen Kühlungs-/Leistungsbeschränkungen von mobilen Systemen nicht ganz so leistungsstark wie diese.



Damit würde NVIDIA eine deutlich größere Grafikleistung bieten als Qualcomms in direkter Konkurrenz stehendes Snapdragon X Elite ARM-System und zudem noch eine bewährte GPU-Architektur mit CUDA und Tensor Cores, die auch von Anwendungen im Bereich KI- und VFX leicht genutzt werden könnte.



Die große Frage nach der Performance werden natürlich erst Benchmarks klären - spannend wäre es, wenn eine Windows-Konkurrenz zu Apples M-SoC entstehen würde, die zugleich energieeffizient und leistungsstark ist, nicht nur für Gaming, sondern auch für die mobile Arbeit mit hochauflösendem Video - Blackmagic wäre mit der ARM-Version seines kostenlosen Grading-, Schnitt-, Compositing- und Audio-Mastering-Programms DaVinci Resolve ja gleich von Anfang an am Start.




Vorteile von ARM gegenüber x86

ARM-Prozessoren bieten gegenüber traditionellen x86-Chips von Intel und AMD vor allem den Vorteil deutlich höherer Energieeffizienz, was sie ideal für mobile Geräte wie Smartphones und moderne Laptops macht. Durch ihre reduzierte Befehlssatzarchitektur (RISC) arbeiten sie schlanker und erzeugen weniger Wärme und können so oft passiv gekühlt werden. Zudem lassen sich ARM-Designs flexibel skalieren – von kleinen mobilen Geräten bis hin zu Servern. Im Vergleich dazu sind x86-Prozessoren komplexer und verbrauchen mehr Strom, bieten aber weiterhin Vorteile bei der Kompatibilität mit älterer Software unter Windows, da diese - sofern es keine neue native Version für ARM gibt - per x64-Emulation ausgeführt werden muss, was mit etwas höherem Ressourcenverbrauch und teils geringerer Performance einhergeht.


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