Wir hatten schon vor einem halben Jahr darüber berichtet, dass NVIDIA einen eigenen ARM-Chip für Laptops entwickelt - jetzt ist der N1X - aka RTX Spark - offiziell: er integriert 20 ARM-CPU-Kerne (je 10x Cortex-X925 und -A725) sowie 6.144 CUDA-Kerne (Blackwell-Architektur) und entspricht damit dem bereits vor mehr als einem Jahr in NVIDIAs 3.000 Dollar Mini-Workstation DGX Spark genutzten SoC. Der RTX Spark soll eine KI-Rechenleistung von 1 Petaflop bieten (allerdings nur bei FP4-Präzision) und bis zu 128 GB Unified Memory auf dem Chip integrieren mit einer Speicherbandbreite von 273 GB/s - ähnlich dem Apple M4 Pro.
Im Gegensatz zum DGX Spark soll die neue RTX Spark aber nicht unter NVIDIAs speziellem Linux, sondern unter Windows ARM laufen - mehrere bekannte Hersteller wie Acer, Asus, Dell und Lenovo haben schon entsprechende Notebooks mit dem Chip angekündigt. NVIDIA bietet damit die erste Windows ARM Alternative zu Qualcomm Snapdragons X Elite - die auf einem Chip integrierten CPUs, GPUs, NPUs, RAM und mehr Bausteine zielen auf eine höhere Effizienz als bisherige klassische Windows Notebooks, um Apples übermächtiger Konkurrenz von dessen eigenen hochintegrierten und extrem leistungsfähigen M-SoCs Paroli zu bieten.

Leistung für KI und Videobearbeitung
NVIDIA preist den RTX Spark zwar ausdrücklich als Plattform für lokale KI-Agenten wie etwa OpenClaw an, die hohe Integration von CPU, GPU und RAM aber eignet sich auch für andere rechenintensive Aufgaben wie etwa 3D-Modeling oder die Bearbeitung von hochauflösenden Videos. NVIDIA erwähnt ausdrücklich die Möglichkeit mit 12K 4:2:2 Videos per integrierter Blackwell Decoder zu arbeiten oder eine Echtzeit-Farbkorrektur von verschachtelten Timelines von Videos durchzuführen.
Adobe optimiert für Spark
Adobe verpgt zwar shcon über eine Windows ARM Version von Premiere, hat aber in Zusammenarbeit mit NVIDIA noch eine spezielle Version von Premiere und Photoshop entwickelt, um die Fähigkeiten des RTX Spark besonders auszureizen. So bekommt Premiere eine neue Video-Pipeline, welche das Unified Memory samt Blackwell-GPU und TensorRT nutzt, um Echtzeit-Editing, GPU-beschleunigte KI und effizienteres Rendern zu ermöglichen.
// Top-News auf einen Blick:
- Insta360 Luna Ultra mit dualer 8K-Gimbalkamera und abnehmbarem Display ist da
- Immer mehr deutsche Synchronsprecher boykottieren Netflix
- Apple läutet mit macOS 27 Golden Gate das endgültige Ende der Intel-Ära ein
- Backrooms - vom Internet-Meme zum 200-Millionen-Dollar-Kinohit
- Freier Video-Codec AV2 ist final - AV1-Nachfolger soll 30% effektiver sein
- Panasonic Lumix L10 - Cinematische Kompaktkamera mit hoher Dynamik
Photoshop bekommt eine neue GPU-beschleunigte Compositing-Engine mit Live-Filtern, HDR-Unterstützung und modernen Brushing-Werkzeugen, vollständig auf TensorRT ausgerichtet. Außerdem sollen beide Adobe-Apps mit Windows-Agenten zusammenarbeiten, sodass Nutzer Workflows per Sprache oder Anweisung delegieren können. Laut Adobe sollen diese Optimierungen eine bis zu 2-fach schnellere Performance bei KI, Editing, Coloring und Effekten bringen. Die neuen Spark-optimierten Versionen von Premiere und Photoshop sollen zusammen mit den ersten RTX-Spark Laptops erscheinen. Blackmagic wird dank seiner bereits existierenden Windows ARM Version von DaVinci Resolve ebenfalls von der - besonders im mobilen Einsatz - effizienten Leistung der neuen RTX Spark Laptops profitieren.

Und die Performance?
Zur echten Leistung ist leider noch nicht viel bekannt: es gibt noch keine Benchmarks, da es noch keine mit Windows ARM und dem N1X arbeitenden Notebooks gibt. Der RTX Spark verfügt über etwas mehr CUDA Cores als eine RTX-5070-Grafikkarte (6.144 gegenüber 5.888), die aber aufgrund der üblichen Kühlungs-/Leistungsbeschränkungen von mobilen Systemen nicht ganz so leistungsstark wie diese wären. Damit würde der RTX Spark eine deutlich größere Grafikleistung bieten als Qualcomms in direkter Konkurrenz stehendes Snapdragon X Elite ARM-System, aber anders als dieses die bewährte NVIDIA GPU-Architektur mit CUDA und Tensor Cores einsetzen, die auch von Anwendungen im Bereich KI- und VFX leicht genutzt werden könnte.
Der Start der ersten RTX Spark-Laptops (und auch Desktop Systemen) soll sich allerdings - Gerüchten nach aufgrund von Problemen mit Windows ARM - noch verzögern und erst zum 4ten Quartal 2026 erfolgen.

















