Hybride Vollformatkamera Leica präsentiert die SL3-P mit 44MP, 8.1K Open Gate und Prores

// 15:12 Fr, 26. Jun 2026von

Seine bislang ausgereifteste Vollformatkamera stellt Leica laut eigener Einschätzung vor. Die neue SL3-P verfügt über einen neuen Sensor sowie ein neues Hybrid-Autofokussystem und unterstützt Videoaufnahmen in 8K. Der BSI-Vollformatsensor mit 44 Megapixel soll mit bis zu 14 Blendenstufen Dynamikumfang feinste Tonwertabstufungen erfassen, ein Multishot-Modus mit bis zu 176 Megapixeln extrem hochauflösende und detailgetreue Aufnahmen liefern. Der ISO-Bereich reicht von 50 bis 200.000.

Leica SL3-P
Leica SL3-P


Das neue hybride Autofokussystem kombiniert die drei Fokus-Technologien Phasendetektion (PDAF), Tiefenkarte (Object Detention AF) und Kontrasterkennung (Kontrast Detention AF). Mit einer Serienbildgeschwindigkeit von bis zu 40 Bildern pro Sekunde bei voller Autofokusunterstützung, verbesserter Tracking-Leistung mit 819 AF-Punkten und intelligenter Motiverkennung soll die SL3-P auch dynamische Motive sicher meistern.



Im Videobereich ermöglicht die Kamera Aufnahmen bis hin zu einer Auflösung von 8K. Dazu zählen 8.1K Open Gate im 3:2-Format mit bis zu 24p bei voller Ausnutzung der Sensorfläche, HDMI-RAW 8K Open Gate sowie 8K bei 30p. In 5.9K lässt sich mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde filmen, Zeitlupen stehen in 4K bei 120p zur Verfügung.


SL3-P in video rig
SL3-P in Videomontur

Ferner wird nun der Apple ProRes Codec unterstützt (bei Aufnahmen bis zu 5.8K). Wem das jetzt alles recht bekannt vorkommt: diese Video-Specs entsprechen in vielerlei Hinsicht jenen der seit letztem Jahr erhältlichen (und günstigeren) Panasonic LUMIX S1RII, die allerdings darüberhinaus auch ProRes RAW intern ermöglicht, inklusive der etwas schrägen 8,1K-Auflösung von 8128 x 4288 Pixeln (Gängig wären bei DCI 8K eigentlich 8192 x 4320 Pixel). (Die beiden Unternehmen kooperieren bekanntlich bei der Entwicklung von Vollformatkameras.)



Neu hinzugekommen sind bei der SL3-P auch die zwei In-Camera LUTs Leica Pure und Leica Cine für den L-Log Farbraum; HLG/HDR hatte ja bereits schon die SL2.



In der überarbeiteten Menüführung wurden Foto- und Video-Modus getrennt, durch einen speziellen Farbcode - rot für Foto und gelb für Video - auch optisch zu erkennen. Die Benutzeroberfläche passt sich automatisch der Kameraausrichtung an und präsentiert alle Informationen auf dem hochauflösenden neigbaren Monitor sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Position.


Leica präsentiert die SL3-P mit 44MP, 8.1K Open Gate und Prores

Auch die SL3-P bietet eine interne 5-Achsen-Bildstabilisierung mit bis zu 5 Blendenstufen. Die Aufzeichnung erfolgt auf CFexpress Typ B oder SD-UHS-I/II. Bei den Schnittstellen fallen die größere HDMI-Buchse 2.1 Typ A sowie eine Timecode-Schnittstelle auf, auch gibt es kleine Audioaus/-eingänge (3,5 mm).



Schnelle WiFi-, Bluetooth- und USB-C-Verbindungen verknüpfen die Kamera via Leica FOTOS App direkt mit mobilen Geräten, was schnelle Downloads von DNG-, JPG- und Videodateien sowie eine vollständige Fernsteuerung per Smartphone oder Tablet ermöglichen soll.


Leica präsentiert die SL3-P mit 44MP, 8.1K Open Gate und Prores



Leica Looks können bereits beim Auslösen angewendet und in ihrer Intensität direkt in der Kamera oder nachträglich in der Leica FOTOS App angepasst werden. Native Tethering-Unterstützung für Lightroom Classic und Capture One sorgt für eine stabile Direktverbindung zwischen Kamera und Computer und erlaubt eine sofortige Bildkontrolle im Studio. Mit Camera-to-Cloud über Adobe frame.io können Foto- und Videodateien direkt aus der Kamera in die Cloud übertragen werden und stehen so der Postproduktion in Echtzeit zur Verfügung. Zudem ist die SL3-P mit Content Credentials Technologie gemäß der Content Authenticity Initiative (CAI) für Fotos ausgestattet, um auf Wunsch Aufnahmen mit manipulationssicheren Metadaten zu signieren.


Die vor Staub und Wasser nach IP54-Standard geschützte Leica SL3-P wird in Deutschland hergestellt und wiegt mit ihrem Ganzmetallgehäuse ca. 768g.




Neue Summlux-Objektive

Ergänzend zur SL3-P wird es später im Jahr auch zwei neue L-Mount Objektive geben. Das Summilux-SL 1:1,4/50 ASPH soll das weltweit kompakteste Autofokus-Objektiv mit dieser Brennweite und einer Lichtstärke von 1:1,4 sein. Mit einem Durchmesser von 74mm, einer Länge 75,5mm und einem Gewicht von 584g soll es Mobilität mit der für Leica charakteristischen Abbildungsqualität vereinen.



Mit 11 Blendenlamellen, zwei asphärische Linsenelemente und perfekt aufeinander abgestimmte Glassorten höchster Güte will Leica bei der Bildästhetik punkten. Der Autofokus soll schnell und leise agieren. Die Naheinstellgrenze leigt bei 50cm.



Im Jahr 1987 markierte das Leica APO-Macro-Elmarit-R 1:2,8/100 einen Meilenstein der optischen Ingenieurskunst. Als Hommage an dieses klassische Objektiv präsentiert Leica nun das neue .



Das neue Makroobjektiv APO-Macro-Elmarit-SL 1:2,8/100 erscheint als Hommage an das klassische APO-Macro-Elmarit-R 1:2,8/100 von 1987. Dank apochromatischer Korrektur soll es höchste Abbildungsleistung bis in die Randbereiche bieten. Mit einer Naheinstellgrenze von nur 30cm und einem maximalen Abbildungsmaßstab von 1:1 offenbart es Details, die für das bloße Augen unsichtbar sind und eignet sich ebenfalls als Teleobjektiv für die Portrait-Fotografie.




Preise und Verfügbarkeit

Die Leica SL3-P ist ab sofort erhältlich für 5.990 Euro, auch verschiedene Kits stehen zur Auswahl.



Das Leica Summilux-SL 1:1,4/50 ASPH und das Leica APO-Macro-Elmarit-SL 1:2,8/100 sollen Ende 2026 auf den Markt kommen zu Preisen von 4.500 bzw. 2.450 Euro.


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