HOVERAir hatte bisher kleine Selfie-Drohnen wie die X1 im Sortiment - jetzt präsentiert der chinesische Hersteller mit der VERSA eine pfiffige Neuigkeit: eine kleine Gimbalkamera, die auch ganz einfach als Drohne genutzt werden kann und so die normalen Aufnahmen aus der Hand durch neue interessante Perspektiven aus der Luft erweitert. Die neue Kamera benötigt nur ein kompaktes zusammenklappbares Gehäuse mit Rotoren, um sich - zur Drohne mutiert - in die Luft erheben zu können. HoverAIR zielt mit der VERSA - ähnlich wie mit seinen X1-Drohnen - vor allem auf User, die Selfieaufnahmen aus interessanten Perspektiven machen wollen.

Die genauen technischen Daten der Kamera oder die Flugeigenschaften der VERSA hat HoverAIR noch nicht bekanntgegeben, man kann jedoch davon ausgehen, dass die Kamera zumindest ähnliche Werte wie die X1 Pro Drohnen aufweisen wird, also per 1/2 CMOS-Sensor die Aufnahme von 4K Video mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde (fps), Full HD mit bis zu 120 fps oder sogar die noch besseren Daten der X1 Pro Max (8K-Videoaufnahmen mit bis zu 30 fps, 4K mit bis zu 120 fps sowie einen 4K HDR-Modus mit bis zu 60 fps in 10-Bit HLG). Fraglich ist aber, ob auch ihre Flugeigenschaften denen der reinen Drohnen nahekommen, denn das Gimbalkameragehäuse ist möglicherweise nicht so perfekt für den Flug optimiert.

Dafür stellt HoverAIR einige Besonderheiten der VERSA heraus, wie etwa eine KI-gestützte Bildgestaltung, einen speziellen 3D-Betrachtungsmodus für Fotos sowie einen angeblich sehr hoher Dynamikumfang. "Built with an industry-leading image processor, VERSA sets the standard for dynamic range" heißt es dazu, wobei unklar ist, ob sich dies auf Kameradrohnen oder kleine Gimbalkameras bezieht. Zumindest bei letztgenannten hat DJI mit der neuen Osmo Pocket 4P die Meßlatte gerade ein gutes Stück höher gelegt.

Von der Pocketkamera zur Selfie-Drohne
Die Verwandlung der VERSA von einer Handkamera zur Selfie-Drohne erfolgt ganz schnell: laut HoverAIR können die Flügel (bzw. das Drohnengehäuse samt Rotoren) mit nur einem Klick an der Kamera befestigt werden, woraufhin die autonome Flugkamera dann für Selfies, POV-Aufnahmen, intelligente Verfolgungsaufnahmen oder Luftaufnahmen eingesetzt werden kann. Wie schon die bereits verfügbaren HoverAIR X1-Drohnen folgt auch die VERSA per KI-Tracking selbständig Objekten und erstellt dann mittels verschiedener intelligenter Flug- und Aufnahmemodi selbstständig Videos.
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HoverAIR verspricht, dass die per 3-Achsen-Gimbal in der Hand und Luft stabilisierte Kamera über "branchenführende Kameraspezifikationen" verfügt, verrät aber noch nicht mehr.
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3D-Welten
Ganz neu ist die angekündigte "3D Worlds"-Funktion: Dafür führt die VERSA in ihrer Drohnenform ein präzises 360°-Flugmuster aus und nimmt eine Szene so aus allen Perspektiven auf. Daraus erstellt sie ein 3D-Modell, durch das der User dann nachträglich frei navigieren kann.

Innovation durch Konkurrenz?
Man kann HOVERAirs innovative Modellpolitik - ähnlich wie die von Insta360 - als Reaktion auf den Angriff des unangefochtenen Drohnenmarktführers DJI auf das eigene Angebot sehen: hatte HoverAIR lange das quasi selbstgeschaffene Marktsegment kleiner Selfie-Drohnen für sich, änderte sich das vor zwei Jahren durch DJIs Neo, die ähnliche Fähigkeiten mitbrachte. Mit neuartigen Konzepten wie der schwimmfähigen Aqua Drohne oder der fliegenden "Pocket"-Kamera in Form der neuen VERSA, antwortet HoverAIR mit neuen Produkten, die in ihrer Form so - vorerst - relativ konkurrenzlos sind.
HoverAir hat noch keine Angaben gemacht wann die VERSA (und zu welchem Preis) auf den Markt kommen wird.



















