Laut der Wirtschaftswoche und dem Tagesspiegel ist die Auslastung eines der größten Filmstudios Deutschlands bedrohlich gering. Angeblich stehe das Studio Babelsberg aktuell nahezu komplett leer.
Erst 2021 hatte der Immobilienarm des US-amerikanischen Private-Equity-Hauses TPG das Studio Babelsberg 2021 über seine kanadischen Cinespace Studios eingegliedert. Doch die gewünschte Win-Win-Situation stellte sich im Anschluss leider nicht ein.

Laut Tagesspiegel waren die Gründe hierfür vielfältig:
So schienen "die US-Eigner mit dem deutschen und damit komplizierten Produktions- und Fördersystem überfordert, die öffentlich-rechtlichen Sender produzieren weniger, die privaten leiden unter Werbeeinbrüchen, die Streamingdienste drücken die Kosten, die Konkurrenz in Tschechien oder Ungarn ist scharf und der andauernde Autorenstreik in Hollywood lässt zahlreiche Produktionen auf Eis liegen."
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Zu alledem soll der neue Eigentümer TGP mit dem Land Brandenburg "über Kreuz liegen", wobei es primär um die zum Betrieb dringend benötigten Subventionen geht. Ohne Zuschüsse von Land und Bund, dürfte das Studio kaum langfristig zu betreiben sein, weshalb ohne große laufende Produktionen schnell das Wort "Insolvenz" im Raum steht.
Eine Insolvenz käme dem Eigentümer jedoch vielleicht gar nicht ungelegen, da das Studio mit seinen 173.000 Quadratmeter Fläche in exquisiter Potsdamer Lage als Immobilie gut zu verkaufen sein dürfte. TPG dementiert jedoch entsprechende Pläne, das Studio "einfach abzuwickeln".
Doch mit welchen Produktionen sollte das Studio Babelsberg in Zukunft ausgelastet werden? Einer der größten Auftraggeber war Sky Deutschland, die erst letzten Donnerstag überraschend verkündeten, ab 2024 überhaupt keine neuen deutschen Produktionen mehr auf den Weg zu bringen. Dies wiederum als Reaktion auf den strauchelnden Streaming-Markt, der sich seit geraumer Zeit ebenfalls in der Krise befindet.
Danke an Frank für den Hinweis bei uns im Forum


















