DJI hat den neuen RS 5 Gimbal jetzt endlich auch in Deutschland offiziell vorgestellt. Eigentlich hatte DJI den RS 5 bereits am 16ten Januar gelauncht - allerdings nur in China. Der Rest der Welt sollte mittels künstlicher Zugangsbeschränkungen der chinesischen Produktseiten außen vor bleiben - was natürlich sinnlos war, zumal bereits offizielles Videomaterial auf YouTube online gestellt wurde.

Der Preis in Deutschland
Die wichtigste neue Information ist deswegen vor allem der Preis hierzulande: so kostet die Standalone-Version 569 Euro,; sie umfasst den Gimbal selbst, ein Schnellöffnungsstativ (der Spreizfuß), eine Objektivstütze, einen Schraubensatz, eine obere Schnellwechselplatte, eine untere Schnellwechselplatte, einen BG33-Akkugriff und ein Multi-Kamera-Steuerkabel. Die DJI RS 5 Combo enthält zusätzlich das RS Enhanced Intelligent Tracking Modul, einen elektronischen Aktentaschengriff, ein L-förmiges Kabel und einen Transportkoffer und kostet 719 Euro.
Die grundlegenden Eckdaten bleiben gegenüber dem Vorgänger erhalten: Der RS 5 ist weiterhin für eine Nutzlast von bis zu 3 kg ausgelegt und richtet sich damit klar an spiegellose Kamerasysteme samt gängiger Objektivkombinationen. Das Eigengewicht liegt bei 1,46 kg inklusive Akkugriff und Schnellwechselplatten und ist damit minimal höher als zuvor.

Was ist neu? Deutlich verbessertes intelligentes Tracking
Die wichtigste Neuerung betrifft das RS Enhanced Intelligent Tracking Modul, das nun serienmäßig in der Combo-Version enthalten ist. Es wurde erstmals mit dem RS 4 Mini eingeführt und für den RS 5 funktional erweitert.
Neu ist hier unter anderem:
- Magnetische Befestigung des Moduls – ohne Adapter oder zusätzliches Zubehör
- Tracking nicht nur von Personen, sondern auch von Fahrzeugen, Haustieren und Objekten
- Tracking-Distanz von 0,5 bis 10 Metern (bei >20 Lux Umgebungslicht)
- Automatische Bildkomposition, bei der das Motiv ästhetisch sinnvoll im Frame platziert wird
- Wiedererkennung von Motiven, die den Bildausschnitt kurzzeitig verlassen
Die Motivauswahl erfolgt direkt über den Touchscreen des Gimbals, gesteuert durch integrierte KI-Algorithmen, die die Szene in Echtzeit analysieren. Damit lassen sich auch komplexere Kamerabewegungen wie Rückwärts-Tracking, Rundumfahrten oder Solo-Aufnahmen mit feststehender Kamera deutlich einfacher realisieren.

Gestensteuerung
Wie bei neueren DJI-Drohnen unterstützt jetzt auch der RS 5 eine Gestensteuerung. Per Handgeste lassen sich das Tracking starten und stoppen, Aufnahmen auslösen sowie der Bildausschnitt anpassen. Gerade für Solo-Filmer, die den Gimbal als „Robotkameramann“ einsetzen, ergibt sich so ein praktischer Mehrwert.
Schnelleres Laden und längere Laufzeit
Mit dem neuen BG33-Akkugriff (bei Nutzung eines 65W PD-Netzteils) ist der RS 5 in rund einer Stunde vollständig geladen – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem RS 4. Die Standby-Zeit beträgt bis zu 14 Stunden, allerdings nur bei waagerechter und stationärer Position bei ausbalanciertem Gimbal. Wenn sich der Gimbal bewegt, verkürzt sich die Betriebsdauer. Für längere Einsätze steht optional der BG70-Hochkapazitätsgriff zur Verfügung, der die Laufzeit laut DJI auf bis zu 30 Stunden erhöht.

Verbesserte Stabilisierung
DJI setzt beim RS 5 auf den Stabilisierungsalgorithmus der 5. Generation. Die Spitzen-Motordrehmomente wurden um 50% erhöht, was insbesondere bei schnellen Bewegungen, Lauf- und Gehaufnahmen, abrupten Richtungswechseln und Hochkantaufnahmen für sichtbar stabilere Ergebnisse sorgen soll.
Elektronischer Aktentaschen-/Sling-Grip
Neu ist auch ein elektronischer Aktentaschengriff, der über Joystick und Tasten direkten Zugriff auf Gimbal- und Kamerafunktionen erlaubt. Damit lassen sich auch Low-Angle-Perspektiven komfortabel und einhändig umsetzen, ohne häufige Griffwechsel oder zusätzliches Zubehör.
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Setup & Balancing
Der RS 5 verfügt jetzt über neue Feineinstellungsknöpfe an jeder Achse sowie Teflon-Gleitbeschichtungen, die die Reibung reduzieren und das Ausbalancieren – insbesondere bei schwereren Setups – erleichtern. Die automatischen Achsensperren der 2. Generation verriegeln beim Ausschalten und lösen beim Einschalten selbstständig.
Doppellagige Schnellwechselplatten
Die doppelte Schnellwechselplatte (oben Arca-Swiss, unten Manfrotto) erlaubt einen schnellen Wechsel zwischen Gimbal und Stativ ohne erneutes Ausbalancieren, dank Positionsspeicher. Eine verstellbare Führung auf der Oberplatte sorgt für zusätzliche Sicherheit.
Hochkantaufnahmen ohne Zubehör
Der Native Vertical Mode der 3. Generation ermöglicht Hochkantaufnahmen durch einfaches Drehen der horizontalen Platte um 90°. Laut DJI ist anschließend kein erneutes Balancing für Tilt und Pan erforderlich.
Z-Achsen-Indikator
Neu ist ein Z-Achsen-Indikator, der nicht nur beim Balancing hilft, sondern beim Gehen visuelles Feedback zur Schritt- und Tempoanpassung liefert, um vertikale Verwacklungen zu minimieren.
Erweiterte Bluetooth-Kamerasteuerung
Der Bluetooth-Auslöser des RS 5 unterstützt nun zusätzlich zu Sony, Canon und Nikon auch ausgewählte Kameramodelle von Panasonic und Fujifilm. Funktionen wie Auslösen, Zoom und Clear Image Zoom lassen sich kabellos direkt am Gimbal steuern.
DJI Focus Pro & SDR-Übertragung
In Kombination mit zwei DJI Focus Pro Motoren können Zoom und Fokus direkt über Joystick und Einstellrad bedient werden.
Optional lässt sich zudem DJI SDR Transmission für hochauflösende Live-Feeds, Fernsteuerung von Gimbal und Kamera sowie Team-Workflows einsetzen.

Wichtige technische Eckdaten
- Nutzlast: bis 3 kg
- Gewicht: 1,46 kg (inkl. Akkugriff & Platten)
- Stabilisierung: 5. Generation, +50 % Motordrehmoment
- Tracking: Personen, Fahrzeuge, Haustiere, Objekte; 0,5–10 m
- Akku: LiPo 4S, 2150 mAh, 33,29 Wh
- Ladezeit: ca. 1 h (65 W PD)
- Laufzeit: ca. 14 h, mit BG70 bis 30 h
- Konnektivität: Bluetooth 5.0, USB-C, RSA-Port, RS-SDK
















