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Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )



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Frage von Darth Schneider:


Bevor ihr euch eine neue bessere Kamera kauft, schaut euch doch mal, dieses Video an. Wahrlich wahre Worte zum nachdenken.
Gruss Boris

https://www.youtube.com/watch?v=HE-VWdZ ... ture=share



Antwort von Jörg:

mit solchen frevelhaften Thesen darfst du doch nicht ausgerechnet hier auftreten....
Auch nicht im Sommer, auch nicht im Lutherjahr,
dagegen ist Luther ja ein Papiertiger.



Antwort von Darth Schneider:

Ja, aber, warum sollte ich das genau hier nicht bringen ?? Technik ist doch bei weitem nicht alles er redet eigentlich doch nur von Fakten. Also sehr mathematisch, somit technisch genug.
Gleich noch ein Video. Interessanter Vergleich mit Hirn.

https://www.youtube.com/watch?v=gSp46Zx ... ture=share

Gruss Boris





Antwort von Jörg:

Ja, aber, warum sollte ich das genau hier nicht bringen ??

meine Antwort war sarkastisch gemeint...
Hier wird allein die für 2021 angekündigte cam xyz mit 2760 Beiträgen gewürdigt ;-))



Antwort von Darth Schneider:

Du hast recht, mich kannst du gleich auch dazu zählen. Ich komme auch ins schwärmen und würde schwach werden wenn ich genug Kohle hätte. So eine Ursa Mini Pro, oder eine Fs 5 oder 7, oder nur eine ganz kleine süsse, Alpha 6500 oder eine Gh5 ? Aber ich denke die Begeisterung für neues hält bekanntlich zirka drei bis 5 Wochen.....Die Alpha 6000 ist mit 600€ doch ein Schnäppchen ? Die gibt es nicht mehr lange....



Antwort von DenK:

Keine Frage, man kann auch mit billigeren und älteren Kameras großartige Bilder machen. Aber die Kamera aus dem Video kann er auch nur genau so lange einsetzten wie er nicht in 2K oder 4K produzieren muss / will. Man muss sicher nicht immer sofort auf das neueste aufrüsten, aber von HD 8 bit auf 4K 10 bit ist jetzt nicht unerschwinglich und macht eben doch nochmal einen enormen Unterschied.



Antwort von Jott:

Aufnahmen aus einer Alpha 6000 mit Kitzoom auf Handgimbal nimmt jeder normale Kunde mit Handkuss. Und zahlt genauso viel dafür wie für eine Technikschlacht mit viel teurerem Zeug. Psst, nicht weiter sagen. Das Ergebnis zählt, und natürlich die Kunst, den Nerv des Kunden zu treffen. Hat man das nicht drauf, nutzen auch die teuren Spielsachen nichts.

Hasenfüße können ja die paar Euro mehr für die Alpha 6500 ausgeben! :-)



Antwort von MrMeeseeks:

Kennt ihr auch die anderen Videos von Ihm...wie er zb. von zwei Sponsoren gleichzeitig Geld abgreift, auffliegt und sich dann öffentlich dafür entschuldigt? Der hat unzählige von diesen "man brauch nur 5€ und einen guten Willen" Videos, dennoch hab ich noch nicht einen tollen Clip gesehen der mich visuell irgendwie beeindruckt.



Antwort von TonBild:


Hier wird allein die für 2021 angekündigte cam xyz mit 2760 Beiträgen gewürdigt ;-))

Oh, weißt Du schon mehr darüber?
Hat sie 4k, HDR oder etwas, was wir noch gar nicht kennen?
Und ist sie auch für Youtube-Filme geeignet?
;-)



Antwort von Darth Schneider:

An Denk.
Das mit 10 BitBit im Glossar erklärt 4K seie nicht unerschwinglich, ist relativ. Ich bräuchte gleich einen neuen Rechner mit viel Speicher und eine neue Kamera dazu wenn ich upgraden würde. Dazu kämen: Speicherkarten, Akkus, Ladegerät, allenfalls noch Linsen und halt der ganze Rattenschwanz. Da ich noch dazu mit ( noch ) Mac arbeite ist das nicht gerade günstig.



Antwort von DenK:


An Denk.
Das mit 10 BitBit im Glossar erklärt 4K seie nicht unerschwinglich, ist relativ. Ich bräuchte gleich einen neuen Rechner mit viel Speicher und eine neue Kamera dazu wenn ich upgraden würde. Da ich noch dazu mit ( noch ) Mac arbeite ist das nicht gerade günstig.

Dafür gibt es ja Proxies.
Muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, auch im Hinblick darauf welche Kunden man bedient. Aber persönlich möchte Ich nicht mehr unter 10 bit drehen, und 2K ziehe Ich HD auch jederzeit vor.



Antwort von Darth Schneider:

An DenK. Proxies ? Wenn ich jetzt mit einer Canon xa15 oder etwas vergleichbarem, die zirka 1 Stündigen Tanzazfführungen in 10 BitBit im Glossar erklärt und 4K drehen würde, könnte ich das dann mit meinem iMac mit i5 überhaupt einigermassen Sinnvoll bearbeiten, mit Premiere Elements 14 ? Ergibt das einen Sinn wenn das Endprodukt nur zu 90% DVDs, und höchstens 10% Blu Rays sind ??( Das Programm kann glaube ich 4 K.) Bräuchte sicher noch eine grosse Thunderbolt SSD ? Und wahrscheinlich ein besseres Editing Programm.
Und wenn dann in zwei Jahre 6K mit 12 BitBit im Glossar erklärt kommt ? Oder 4K raw mit hdr ?
Dann können wir Alle wieder Alles neu kaufen......



Antwort von dienstag_01:

Bräuchte sicher noch eine grosse Thunderbolt SSD ?
So lahm ist also der Mac ;)



Antwort von Darth Schneider:

Mein iMac hat noch keine interne SSD, der ist aus der letzten Generation die noch keine hatten. Natürlich ist er lahm, war aber auch günstig.



Antwort von dienstag_01:

Ich meinte eher, wieso man überhaupt eine SSD braucht, um max. 305 Mbit/sMbit/s im Glossar erklärt zu verarbeiten. Muss was kaputt sein ;)



Antwort von Darth Schneider:

Was denn kaputt ? Ich habe doch nur einen 1000€ € iMac mit i5 und nur 8 gb RAM, mit einer lahmen Harddisk.
Das genügt doch nicht um anständig 4K mit 10 BitBit im Glossar erklärt zu arbeiten. Schon mit Full Hd mit 50 MBit/s. ( von der RX 10 ) hat mein Mac, mit dem Premiere Elements 14 zu kämpfen, beziehungsweise, ich warte beim RendernRendern im Glossar erklärt ewig, wenn ich eine Bluray brennen will. Wahrscheinlich, beziehungsweise vielleicht liegt es ja auch an der Software.



Antwort von DenK:


An DenK. Proxies ? Wenn ich jetzt mit einer Canon xa15 oder etwas vergleichbarem, die zirka 1 Stündigen Tanzazfführungen in 10 BitBit im Glossar erklärt und 4K drehen würde, könnte ich das dann mit meinem iMac mit i5 überhaupt einigermassen Sinnvoll bearbeiten, mit Premiere Elements 14 ? Ergibt das einen Sinn wenn das Endprodukt nur zu 90% DVDs, und höchstens 10% Blu Rays sind ??( Das Programm kann glaube ich 4 K.) Bräuchte sicher noch eine grosse Thunderbolt SSD ? Und wahrscheinlich ein besseres Editing Programm.
Und wenn dann in zwei Jahre 6K mit 12 BitBit im Glossar erklärt kommt ? Oder 4K raw mit hdr ?
Dann können wir Alle wieder Alles neu kaufen......

Ich habe doch geschrieben dass das jeder für sich und sein Arbeitsumfeld entscheiden muss. Aber du produzierst ja z.B. auch in HD, obwohl 90% auf DVD geht. Der Unterschied von SD zu HD mag größer sein als von HD zu 4K, aber 4K runtergerechnet auf deiner DVD wird schätzungsweise trotzdem schöner aussehen. Ob du das mit deinem iMac schneiden könntest weiß Ich nicht, aber dass man für anspruchsvollere Arbeit meistens anspruchsvollere Werkzeuge braucht ist ja nun keine neue Erkenntnis. Und du musst dir ja nicht immer alles neu kaufen. Man kann eine Workstation ja auch von Beginn auf mehrere Jahre auslegen. Kostet dann eben dementsprechend. So billig wie heute war 4K Bearbeitung hardwareseitig jedenfalls noch nie würde Ich behaupten..



Antwort von Darth Schneider:

An DenK.
Du scheinst die Filmerei berufsmässig auszuüben, ich bin aber nur ein Hobbyfilmer, mit kleinen Gelegenheitsjobs. Das ist ein Unterschied.
Da ist halt manchmal das was für dich jetzt günstig ist, für mich eher sehr teuer. Vorallem wenn du dann noch das Wort Workstation benutzt.
Meine Frau würde mich wohl für verrückt erklären wenn ich jetzt ihr aufzählen würde was ich alles kaufen müsste um mit 4K 10 BitBit im Glossar erklärt anständig zu filmen, kostet ja mit Kamera, Software, Computer und Zubehör nur etwa 5000 bis 10 000 €. Und sie würde nachher auf dem Tv nicht mal gross einen Unterschied bemerken...ich natürlich schon und es macht sicher auch viel mehr Spass mit gutem Equipment zu arbeiten.
Schön günstig ist aber noch nicht, denke ich.



Antwort von DenK:

Ich bin gar kein Filmer sondern Editor im Promotion-Bereich. Ich habe einmal eine Doku selbst produziert und gedreht, in 4K 10 bit, und möchte unter diesem Level an Qualität auch nicht mehr produzieren . Sonst bin Ich immer nur bei Drehs weil Ich so schon vor Ort mit dem Regisseur besprechen kann wie was funktionieren kann und Input für zusätzliche Shots gebe. Es kommt sehr selten vor dass Ich mal professionell (also nicht privat) etwas filme, dann ist es aber auch simpel genug dass Ich mir das zutraue, sonst würde Ich sagen dass da ein Kameramann ran muss.

Dementsprechend habe Ich auch keine 4K Kamera, obwohl Ich viel Lust hätte mir eine zubesorgen. Macht aber keinen Sinn, da Ich sie weder beruflich nutzen würde, noch privat die Zeit habe irgendwas zu drehen und zu schneiden. Mein Rechner dagegen muss 4K bearbeiten können, obwohl der mittlerweile schon bald 3 Jahre auf dem Buckel hat. Das nächste Update kommt wenn die letzten Ryzen und Skylakes raus sind.

Ich ging davon aus dass du das auch professionell betreibst. Da dem nicht so ist hast du natürlich nicht den "Druck" aufzurüsten, sodern musst das ganz alleine mit dir ausmachen.



Antwort von Jott:

Der iMac packt das durchaus mit der richtigen Software und in selbiger mit dem richtigen Workflow.

Wozu für einen Aufführungsmitschnitt 4K 50p 10Bit gut sein bzw. laut Meinung einiger quasi sogar unverzichtbar sein soll, ist aber ein anderes Thema. In drei Jahren wird's dann für die Ballettaufführung der Tochter 6K oder 8K sein müssen. In 120p. Dann runtergerechnet für DVD, weil' s sonst niemand in der Familie angucken kann.



Antwort von DenK:


Der iMac packt das durchaus mit der richtigen Software und in selbiger mit dem richtigen Workflow.

Wozu für einen Aufführungsmitschnitt 4K 50p 10Bit gut sein bzw. laut Meinung einiger quasi sogar unverzichtbar sein soll, ist aber ein anderes Thema. In drei Jahren wird's dann für die Ballettaufführung der Tochter 6K oder 8K sein müssen. In 120p. Dann runtergerechnet für DVD, weil' s sonst niemand in der Familie angucken kann.

Keiner hat gesagt es wäre unverzichtbar. Und was heißt wofür es gut sein soll? Es ist halt ein höher aufgelöstes Bild. Finde ich persönlich einfach schöner. Ob es das braucht ist wie schon mehrfach gesagt eine persönliche und manchmal eben auch eine finanzielle Frage.



Antwort von Jörg:

Tonbild fragt

Hat sie 4k, HDR oder etwas, was wir noch gar nicht kennen?
Und ist sie auch für Youtube-Filme geeignet?
;-)

da yt ab Oktober nur noch 8K 16 bit Material rüberlässt, wird das gaaanz knapp ;-))



Antwort von Darth Schneider:

An Jott.
Arbeitest du mit Mac ? Wenn ja, was findest du besser für meinen iMac ? Final Cut x, oder Premiere Pro ?



Antwort von Darth Schneider:

An Jott.
Arbeitest du mit Mac ? Wenn ja, was findest du besser für meinen iMac ? Final Cut x, oder Premiere Pro ?
An DenK.
Danke, schöner sind die Bilder ganz bestimmt, und die Möglichkeit nachträglich hinein zu zoomen reizt mich auch. Da bietet es sich an mit einer Kamera zu drehen, oder weiter mit zwei um quasi drei Kameras beim Schnitt zu haben. Wau.



Antwort von Jott:


An Jott.
Arbeitest du mit Mac ? Wenn ja, was findest du besser für meinen iMac ? Final Cut x, oder Premiere Pro ?

Da auch Premiere inzwischen einen eleganten Proxi-Workflow bietet, wenn die Footage klemmen sollte, probier's halt aus. Dass allerdings fcp x naturbedingt mit Apple-Hard- und Software perfekt verwoben ist, sollte klar sein. 4 Wochen kostenlos testen (und das Manual zum Workflow lesen, sonst bringt's nix), dann kommen Liebe oder Hass, je nachdem! :-)



Antwort von Peppermintpost:

ich finde er hat zwar grundsätzlich recht, aber im detail leider nicht. natürlich braucht man keine alexa um einen netten film zu drehen, das stimmt ohne zweifel. 4k bringen einen auch nicht weiter, genau so wenig wie 10bit.
das ist zweifelsfrei richtig. aber eine canon t3i mit schrott glass wo einfach alles unscharf ist kann auch nicht wirklich die lösung sein.

ich finde eine kamera/objektiv kombi sollte so gut sein, das man mit blossem auge ohne einen direkten vergleich zu haben keine unzulänglichkeiten sieht. dazu braucht man keine ursa oder a7rII, aber ein paar euro oder pfund sollte man schon in die hand nehmen um nicht in der totalen schrott abteilung zu landen.

es gibt diverse kameras/objektive die diesem anspruch gerecht werden nur die gibts halt nicht für 500€
wenn man sein geld sinnvoll investiert gehts mMn so ca. bei 1000 euro los. klar wenn man jetzt die fincher "gone girl" rechnung aufmacht bedeutet das natürlich auch das man wieder bei mindestens einer 100.000 euro produktion landen muss um die verhältnissmässigkeit zu wahren. aber das ist natürlich kompletter unsinn. es gibt halt einen punkt an dem es erstmal los geht wo technisches equipment funktioniert. da ist es dann vollkommen egal was das gesammtbudget ist, diese grenze muss man erstmal durchbrechen. zweitens, wenn man sich die preise mal anschaut was ein kurzfilm wirklich kostet, dann ist man doch sehr schnell im 5 stelligen bereich.
das man seine schauspieler und crew nicht bezahlt oder das man sein equipment nicht bezahlt bedeutet ja nicht das es wertlos ist. wenn ich mal von einer minimalen crew ausgehe und sage man dreht einen kurzfilm über 2 tage und da hüpfen am set 10 leute rum plus nochmal 4 tage postproduktion. plus diverses technik geraschel was benutzt wird, dann sprechen wir doch schon über 10.000€. ob man sie bezahlt oder nicht, das ist man doch den leuten die ihre zeit investieren schon schuldig da auch eine halbwegs vertretbare qualität abzuliefern. ich spreche hier ausschliesslich von produktionen aus spass an der freude, bei kommerziellen projekten wo man einem kunden gegenüber verantwortlich ist gilt das natürlich doppelt.

also im prinzip hat simon recht, aber mit einer t3i und schrott glass zu filmen ist dennoch daneben.



Antwort von Jalue:

Ich denke, man muss unterscheiden zwischen Geschäft und Liebhaberei/Hobby, was oben in der Diskussion ja schon anklang. Der Liebhaber hat eben Freude am Neuesten vom Neuen und alles Recht der Erde, sein Spielgeld in shiny gadgets zu verbraten. Sobald solche Leute allerdings ins Profilager wechseln, müssen sie ein paar harte Lektionen lernen und viele scheitern daran, z.B.

-dass Equipment sich rentieren muss innerhalb eines definierten Verschleiß-, bzw. Abschreibungszeitraums.

-Equipment muss den Ansprüchen der Kunden genügen, nicht denen des Besitzers.

-Kameras sind eher Verbrauchsmaterial, Linsen, Tontechnik, inzwischen sogar gute Workstations, sind hingegen Investitionsgüter. Manches davon, z.B. gute Mikrofone, kann man fast als Wertanlage betrachten.

-Mit allerneuester Technik sind nur andere Amateure zu beeindrucken. Profi-Kunden legen viel (!) mehr Wert auf ein konstant hohes Produktniveau und solides Geschäftsgebaren.

-Wettrüsten gegen Sender oder Konzerne kann der Kleinproduzent nur verlieren. Was für ihn eine Großinvestition ist (sagen wir mal: der Kauf einer FS7), ist für die Mitarbeiter eines größeren Medienunternehmens nur das Kürzel auf einem Antragsformular. Die schon fast libidinöse Zuneigung von Freien zu ihrer Technik ist Angestellten völlig fremd – und wird auch nicht monetär honoriert.

Bottom line: Wirklich nur dann neu kaufen, wenn es sich rechnet. Wer eine Kamera so nüchtern betrachtet wie eine Hilti oder einen Dremel, ist im Profilager angekommen.



Antwort von cantsin:


also im prinzip hat simon recht, aber mit einer t3i und schrott glass zu filmen ist dennoch daneben.

Es sei denn, man nutzt die Einschränkungen der Technik kreativ, wie hier (ohne Crew mit einer t2i/550D + Sigma 30mm/1.4 gefilmt):




Antwort von wolfgang:


Ich denke, man muss unterscheiden zwischen Geschäft und Liebhaberei/Hobby, was oben in der Diskussion ja schon anklang. Der Liebhaber hat eben Freude am Neuesten vom Neuen und alles Recht der Erde, sein Spielgeld in shiny gadgets zu verbraten. Sobald solche Leute allerdings ins Profilager wechseln, müssen sie ein paar harte Lektionen lernen und viele scheitern daran, z.B.

-dass Equipment sich rentieren muss innerhalb eines definierten Verschleiß-, bzw. Abschreibungszeitraums.

-Equipment muss den Ansprüchen der Kunden genügen, nicht denen des Besitzers.

-Kameras sind eher Verbrauchsmaterial, Linsen, Tontechnik, inzwischen sogar gute Workstations, sind hingegen Investitionsgüter. Manches davon, z.B. gute Mikrofone, kann man fast als Wertanlage betrachten.

-Mit allerneuester Technik sind nur andere Amateure zu beeindrucken. Profi-Kunden legen viel (!) mehr Wert auf ein konstant hohes Produktniveau und solides Geschäftsgebaren.

-Wettrüsten gegen Sender oder Konzerne kann der Kleinproduzent nur verlieren. Was für ihn eine Großinvestition ist (sagen wir mal: der Kauf einer FS7), ist für die Mitarbeiter eines größeren Medienunternehmens nur das Kürzel auf einem Antragsformular. Die schon fast libidinöse Zuneigung von Freien zu ihrer Technik ist Angestellten völlig fremd – und wird auch nicht monetär honoriert.

Bottom line: Wirklich nur dann neu kaufen, wenn es sich rechnet. Wer eine Kamera so nüchtern betrachtet wie eine Hilti oder einen Dremel, ist im Profilager angekommen.

Das ist alles richtig, bis auf eine relevante Kleinigkeit: wenn man selbst eine qualitativ hochwertige Ausbildung hat, ich sag mal sicher nicht im Filmbereich, und sich damit in eine attraktiven Branche gut etabliert hat und dort robust seine Kohle macht, dann kann man sich Kameras wie die FS7 oder die Workstations für den 10bit Schnitt bequem auch mal rein zum Vergnügen leisten. Andere fahren einen BMW oder Mercedes, aber sowas fährt man ja ohnedies als Firmenwagen oder auch privat, je wie man will.

Dann hat man nämlich verstanden dass man so eben einen ganz anderen ROI (Return on Investment) in die eigene Ausbildung und eigene Erfahrung hat. Mehr eben als im vielfach totem Kreativbereich möglich ist.

Und kleine Aufträge macht man dann - wenn überhaupt - nur um seine Fertigkeiten ein wenig weiter zu entfalten. Einfach so zur Abwechslung und als handwerklichen Spass.

Wenn man also verstanden hat dann agiert man ökonomisch sinnvoll und ist wahrlich Profi. Und ist sicher nicht immer nur der technikverliebte Idiot für die einige Hobbyfilmer hier grundsätzlich halten dürften.



Antwort von iasi:

Immer dieser Blick auf das Ausgabeergebnis.

Ganz so, als würde jemand ein JPG-Foto aus der Kamera mit einer nur konvertieren RAW aus der Software vergleichen.

Dabei wird dann immer ausgeblendet, was man mit der RAW-Aufnahme in der Software an getalterischen Möglichkeiten hat.

Je besser das Ausgangsmaterial, umso mehr Gestaltungsspielraum - dabei spielen dann die technischen Aspekte des Ausgabeformats keine wirklich wichtige Rolle.

Was kann man denn mit 8bit/1080p/420 z.B. in Resolve noch anfangen?
Was erlaubt mir 10bit/4k/422?
Welchen Spielraum bietet mir 6k/Raw?

Wer sich diese Fragen nicht stellt, der steckt in der vordigitalen Zeit fest.



Antwort von DenK:



Ich denke, man muss unterscheiden zwischen Geschäft und Liebhaberei/Hobby, was oben in der Diskussion ja schon anklang. Der Liebhaber hat eben Freude am Neuesten vom Neuen und alles Recht der Erde, sein Spielgeld in shiny gadgets zu verbraten. Sobald solche Leute allerdings ins Profilager wechseln, müssen sie ein paar harte Lektionen lernen und viele scheitern daran, z.B.

-dass Equipment sich rentieren muss innerhalb eines definierten Verschleiß-, bzw. Abschreibungszeitraums.

-Equipment muss den Ansprüchen der Kunden genügen, nicht denen des Besitzers.

-Kameras sind eher Verbrauchsmaterial, Linsen, Tontechnik, inzwischen sogar gute Workstations, sind hingegen Investitionsgüter. Manches davon, z.B. gute Mikrofone, kann man fast als Wertanlage betrachten.

-Mit allerneuester Technik sind nur andere Amateure zu beeindrucken. Profi-Kunden legen viel (!) mehr Wert auf ein konstant hohes Produktniveau und solides Geschäftsgebaren.

-Wettrüsten gegen Sender oder Konzerne kann der Kleinproduzent nur verlieren. Was für ihn eine Großinvestition ist (sagen wir mal: der Kauf einer FS7), ist für die Mitarbeiter eines größeren Medienunternehmens nur das Kürzel auf einem Antragsformular. Die schon fast libidinöse Zuneigung von Freien zu ihrer Technik ist Angestellten völlig fremd – und wird auch nicht monetär honoriert.

Bottom line: Wirklich nur dann neu kaufen, wenn es sich rechnet. Wer eine Kamera so nüchtern betrachtet wie eine Hilti oder einen Dremel, ist im Profilager angekommen.

Das ist alles richtig, bis auf eine relevante Kleinigkeit: wenn man selbst eine qualitativ hochwertige Ausbildung hat, ich sag mal sicher nicht im Filmbereich, und sich damit in eine attraktiven Branche gut etabliert hat und dort robust seine Kohle macht, dann kann man sich Kameras wie die FS7 oder die Workstations für den 10bit Schnitt bequem auch mal rein zum Vergnügen leisten. Andere fahren einen BMW oder Mercedes, aber sowas fährt man ja ohnedies als Firmenwagen oder auch privat, je wie man will.

Dann hat man nämlich verstanden dass man so eben einen ganz anderen ROI (Return on Investment) in die eigene Ausbildung und eigene Erfahrung hat. Mehr eben als im vielfach totem Kreativbereich möglich ist.

Und kleine Aufträge macht man dann - wenn überhaupt - nur um seine Fertigkeiten ein wenig weiter zu entfalten. Einfach so zur Abwechslung und als handwerklichen Spass.

Wenn man also verstanden hat dann agiert man ökonomisch sinnvoll und ist wahrlich Profi. Und ist sicher nicht immer nur der technikverliebte Idiot für die einige Hobbyfilmer hier grundsätzlich halten dürften.

Ein Hobbyfilmer ist per Definition kein Profi.



Antwort von wolfgang:


Ein Hobbyfilmer ist per Definition kein Profi.
Sagt wer?

Gerade in einer Branche, in der die Hälfte der Leute autodidaktisch unterwegs sind, keine diesbezügliche Ausbildung haben, ist das eher alles sehr relativ.



Antwort von DenK:



Ein Hobbyfilmer ist per Definition kein Profi.
Sagt wer?

Gerade in einer Branche, in der die Hälfte der Leute autodidaktisch unterwegs sind, keine diesbezügliche Ausbildung haben, ist das eher alles sehr relativ.

Definition Profi:
"Ein Profi, Kurzwort von veraltet Professionist, ist jemand, der im Gegensatz zum Amateur oder Dilettanten eine Tätigkeit beruflich oder zum Erwerb des eigenen Lebensunterhalts als Erwerbstätigkeit ausübt."

Definition Hobby: "Ein Hobby (deutscher Plural: Hobbys) ist eine Freizeitbeschäftigung, die der Ausübende freiwillig und regelmäßig betreibt, die dem eigenen Vergnügen oder der Entspannung dient und zum eigenen Selbstbild beiträgt, also einen Teil seiner Identität darstellt."

Die beiden Sachen schliessen sich gegenseitig aus.



Antwort von cantsin:


Die beiden Sachen schliessen sich gegenseitig aus.

Die Zeiten, in denen man "Beruf" und "Freizeit" klar trennen konnte und eine Tätigkeit den Erwerb sicherte, sind nun wirklich vorbei. Um so mehr, wenn man in der Kreativbranche arbeitet. Im echten Leben gibt's immer mehr Grauzonen und immer mehr Multitasking zwischen verschiedenen Tätigkeiten, die teilweise bezahlt und teilweise unbezahlt sind.



Antwort von DenK:



Die beiden Sachen schliessen sich gegenseitig aus.

Die Zeiten, in denen man "Beruf" und "Freizeit" klar trennen konnte und eine Tätigkeit den Erwerb sicherte, sind nun wirklich vorbei. Um so mehr, wenn man in der Kreativbranche arbeitet. Im echten Leben gibt's immer mehr Grauzonen und immer mehr Multitasking zwischen verschiedenen Tätigkeiten, die teilweise bezahlt und teilweise unbezahlt sind.

Ist das so? Ich persönlich kenne niemanden aus der Branche der 2 Jobs machen muss um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Und schon gleich garnicht mit 2 verschiedenen Tätigkeiten. Und wenn Ich in meiner Freizeit Tätigkeiten nachgehe die bezahlt sind dann ist es ja auch keine Freizeit mehr. Ich sehe da keine Grauzone.



Antwort von Jalue:

@Wolfgang

Ich würde Hobbyfilmer keinesfalls als Idioten bezeichnen, es gibt so einige, auch hier, die wissen besser über technische Details Bescheid als ich. Die Denkweise ist aber eine völlig andere, wozu, um den Ball mal zurückzuspielen, oft eine gewisse Herablassung gegenüber Profis zählt:

"… einer Branche, in der die Hälfte der Leute autodidaktisch unterwegs sind, keine diesbezügliche Ausbildung haben …" Beleg für diese steile These? Richtig ist, dass die Ausbildung in der Medienbranche teilweise nicht nach dem Muster des dualen Systems erfolgt. Trotzdem ist jemand, der jahrelang Schärfenassistent war und dann DoP wird, ganz sicher kein Autodidakt oder gar "ungelernt". Und btw. ist auch bei stinknormalen Cuttern, Kameraleuten oder Redakteuren ein Studienabschluss heute die Regel, bei Letzteren sogar zwingende Voraussetzung.

Back to topic: Aus volkswirtschaftlicher Sicht sind Amateure, die sich ständig neues Gerät zulegen, natürlich ein Gewinn, das steigert die Verkaufszahlen, senkt tendenziell die Anschaffungspreise und befördert die technische Entwicklung. Deshalb muss man als Profi längst nicht jeden "Gamechanger" mitnehmen, wenn es die alte Kamera auch noch völlig tut. Ich für meine Teil gebe das so gesparte Geld lieber anders aus – zum Beispiel für meine Hobbies :-)



Antwort von Peppermintpost:

hobbyfilmer oder amateure, wie immer man sie nennen will sind nicht besser oder schlechter als profis.
profi=profit=des gedes wegen / amateur=amore=der liebe wegen

das sagt mal so garnichts über den wissensstand oder talent, ich kenne unterirdisch schlechte profis und ich kenne begnadete amateure und beides natürlich auch anders herum.

ein hobbyist oder amateur und ein profi haben natürlich an verschiedenen stellen unterschiedliche interessen die sie verfolgen, es gibt dinge die sind im profi lager unverzichtbar und für einen amateur bedeutungslos.

deswegen hobbyisten gering zu schätzen sagt mehr über die eigene persöhnlichkeit als über die person über die man spricht.



Antwort von cantsin:


Ist das so? Ich persönlich kenne niemanden aus der Branche der 2 Jobs machen muss um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Und schon gleich garnicht mit 2 verschiedenen Tätigkeiten. Und wenn Ich in meiner Freizeit Tätigkeiten nachgehe die bezahlt sind dann ist es ja auch keine Freizeit mehr. Ich sehe da keine Grauzone.

Ich komme mehr aus dem Kunst- und Designbereich, und da ist Job-Multitasking die Regel. Typisch sind z.B. Grafikdesigner, die sich teilweise mit kommerziellen Jobs, teilweise mit Aufträgen und Fördermitteln aus dem Kunstfeld, teilweise mit Hochschul-Lehraufträgen und Workshops über Wasser halten. Und die dann als "Amateurfilmer" beginnen, weil sie ihren Arbeitsprozess mit Timelapse-Fotografie festhalten, und dann irgendwo im Musikvideo-Business landen wie in diesen beiden Fällen:






Antwort von Darth Schneider:

George Lucas war auch Hobbyfilmer, schliesslich hat er, in seiner langen Arbeitskarierre nur etwa 8 Filme gemacht beziehungsweise produziert, wobei die Hälfte von den Streifen nicht mal besonders gut waren.

Hobby ist wenn man etwas aus Spass oder aus Freude macht, ganz egal wie gut.
Ein Profi ist jemand der von der Filmerei leben kann, ganz egal wie gut er ist und genau so egal ob er nun mit 500€, billigem oder mit 500 000€ teurem Kamera (oder sonstigem Equipment) arbeitet.
Eine Berufung ist es wenn jemand 24 Std am Tag an nichts anderes denken kann als das Filmemachen, das über Jahrzehnte lang, und er noch davon leben kann und noch Spass hat dabei.
Gruss Boris



Antwort von Peppermintpost:


George Lucas war auch Hobbyfilmer...

ok also wenn laut definition George Lucas ein hobby filmer ist, dann ist Cameron der einzige profi auf der welt und alle anderen sind hobby filmer. Spielberg ist dann ambitionierter amateur ;-)



Antwort von Darth Schneider:

Spielberg ? Er ist doch immer noch ein Kind,( einfach ein geniales ) das hat er selber gesagt. ( das mit dem genial nicht ) Also ist er beim Spielen wenn er einen Film macht.
Ps, der einzige Profi auf der Welt, nach meiner (sorry ) idiotischen Definition wäre dann wohl Woody Allan, weil er, produziert, schreibt, führt Regie und spielt nebenbei gleich noch schnell die Hauptrolle, in seinen sicher über 50 Filmen. ( ich bin mir nicht sicher, aber wahrscheinlich war er auch der Kameramann.)



Antwort von DenK:

Profi = Wer damit seinen Lebensunterhalt verdient. So schwer ist das jetzt doch nicht...
Über die Qualität sagt das erstmal garnichts aus. Das wäre dann eher der umgangssprachliche Gebrauch von Profi.



Antwort von ffm:

Es gibt einige gebildete und interessante Menschen im Bereich "Film". Im Durchschnitt ist das Bildungsniveau - warum auch immer - frappierend niedrig. Und, eine Diskussion über "Profi" und "Amateur" ist nur bei richtiger Anwendung der Begriffe (siehe Definition von DenK) möglich.



Antwort von ZacFilm:

Ich finde das lächerlich, eine Canon mit einer Alexa zu vergleichen, sorry, aber neeeeeeee. Klar, bei kontrollierbaren Umständen kann man so tun als ob, aber wenn man den Himmel nicht überbelichten will, oder Slowmo macht, oder Greenscreen ohne Microblocking keyen will, wirds eng... Von den Farbkorrekturmöglichkeiten ganz zu schweigen... Klar, wenn man eineige Filmchen drehen will, ok. Aber warum keine Pocket. Sehr schönes Bild, und nicht teuer...



Antwort von Peppermintpost:

ja klar, oder ne sony a6000 mit dem zeiss zoom, oder ne gh4 mit dem f2.8 zoom, das ist alles nicht teuer aber zumindest mal scharf. für das zeugs was simon dreht braucht der keine alexa, das steht ausser frage, aber diese kompl unscharfe grütze die er da filmt kann auch nicht die antwort auf alle fragen sein.



Antwort von pixelschubser2006:

Ich habe mir nicht den ganzen Beitrag angesehen, nur den Anfang. Kann zwar englisch, aber ist doch etwas anstrengend. Nun, ich bin der Meinung, es braucht sich keiner aufzuregen. Der Markt ist voll mit ganz tollen und bezahlbaren Werkzeugen. Freuen wir uns doch, daß die ganze Branche demokratisch geworden ist. Früher durfte DER filmen, der rd. 250000 Mark für Equipment hatte. Heute genügen 2-3000 Euro, um richtig loszulegen. Möglicherweise sind eine VDSLR und ein einigermaßen flotter PC schon vorhanden. Dann geht der Einstieg noch deutlich billiger. Ich freue mich wie Bolle, wenn meine Beiträge in der ARD laufen (nur NIFs, keine Meisterwerke) und technisch absolut bestehen können. Ich genieße den arroganten Hass der festangestellten ÖR-Kameraleute, wenn ich mit meinem 2000-Euro-Henkelmann unterm Strich die gleiche Qualität abliefere. Technisch, weil man für das Budget sendefähiges Bild bekommt oder sogar besser dasteht, weil deren Schultercams höllisch teuer waren, aber auch mittlerweile uralt sind. Inhaltlich, weil im Nachrichtensektor viele Kollegen einfach satt sind und sich nicht mehr die allermeiste Mühe geben. Klingt hart, ist aber so.
Das alles ändert aber nichts an der Tatsache, daß Technik in allen Preisklassen ihre Existenzberechtigung hat. Sie ist halt nur dem tatsächlichen Bedarf lichtjahre voraus und mit 4K sind wir wirklich am Limit dessen, was noch irgendwie Sinn macht. Möglicherweise macht 8K noch Sinn, weil es runtergerechnet auf dem 4K-Fernseher mit 2 Meter Diagonale noch einen Tick knackiger aussieht. Dann ist aber auch wirklich Schluss. Zumindest im Wohnzimmer. Und da werden mindestens 90% aller Inhalte konsumiert.
Und sonst? Was haben fette Kameras? Klar: Mehr Zoom. Meine Kamera ist diesbezüglich nicht sonderlich toll, aber mehr als 600mm BrennweiteBrennweite im Glossar erklärt (endsprechend Kleinbild) kriegt man mit bezahlbarem Stativ eh nicht mehr ordentlich gehändelt. Mehr Datenrate... Jo. Sicherlich ist es qualitativ toll, wenn die DatenrateDatenrate im Glossar erklärt möglichst lange beibehalten wird, aber spätestens auf dem Weg zum Fernseher ist schluss. Meine Cam macht 50 MBit, ich übertrage mit 12 MBit und wenn mal was von mir in Full-HD gesendet wird, sieht das top aus.
Sicherlich sieht man bei Schwenks den einen oder anderen Fehler, aber das interessiert den Zuschauer weit weniger als uns.
Jedenfalls finde ich den Denkansatz, es mit dem Budget für die Kamera nicht zu übertreiben, absolut richtig. Da gibt es andere Stellschrauben, mit denen man mitunter mehr erreichen kann. Meine grottige Nikon D7000 mag kein gutes Beispiel sein. Aber mein Camcorder... der wird in den kommenden zwei Jahren höchstens wegen Ausfall oder Abschreibung ausgetauscht, aber bestimmt nicht wegen der Bildqualität.
Es würde mich nicht wundern, wenn wir auf absehbare Zeit eine Marktsättigung erreichen würden, die zu langen Produktzyklen führt. Im Audio-Sektor haben wir das ja schon. Wenn man sich Mikros anschaut, stellt man fest daß sich Billiganbieter auf professionelle Modelle gestürzt haben, twl. mit beachtlichem Erfolg. Sicherlich gibt es auch einige Nischenanbieter, die High-End liefern. Die Großen in der Branche beindruckt das nicht sonderlich. Deren Produkte gibt es mitunter seit Jahrzehnten. Sowas finde ich cool.



Antwort von Jalue:


Es gibt einige gebildete und interessante Menschen im Bereich "Film". Im Durchschnitt ist das Bildungsniveau - warum auch immer - frappierend niedrig. Und, eine Diskussion über "Profi" und "Amateur" ist nur bei richtiger Anwendung der Begriffe (siehe Definition von DenK) möglich.

@ffm: Sofern du der interessante und gebildete Mensch bist, für den du dich offenkundig hältst (gleichwohl deine Grammatikkenntnisse diskutabel sind), würde ich mich über valide Belege für das angeblich "frappierend niedrige Niveau" in der Branche freuen.

@Pixelschubser "Es würde mich nicht wundern, wenn wir auf absehbare Zeit eine Marktsättigung erreichen würden, die zu langen Produktzyklen führt." Darauf wird es auch meiner Meinung nach hinauslaufen und der Effekt kann nur positiv sein.



Antwort von ffm:

Jalue, über meine Grammatikkentnisse und deine Logikfehler möchte ich nicht diskutieren. Und, was zu beweisen war...



Antwort von pixelschubser2006:

Ich würde das auch begrüßen. Wenn höhere Auflösung keinen Vorteil mehr bringt, dann müssen andere Parameter den Fortschritt markieren und einen Neukauf anregen. Doch welche sollen das sein? Selbst wenn die Sensoren immer rauschärmer würden, obwohl die physialischen Limits immer näher rücken: Wer braucht dieses Lowlight-Verhalten noch? Im Profisektor niemand, weil schon jetzt mit sowenig Licht gefimt wird, daß junge EB-Filmer überhaupt keine Chance mehr haben, im Alltag das Lichtsetzen zu lernen. Und dem Hobbyfilmer, bei dessen 1/6"-Chip der Fortschritt sichtbar wäre, der sieht es nicht. Also wofür? Die optischen Fortschritte halten sich in Grenzen. Riesensprünge in der Optik sind auch nicht zu erwarten.

Es gibt einige gebildete und interessante Menschen im Bereich "Film". Im Durchschnitt ist das Bildungsniveau - warum auch immer - frappierend niedrig. Und, eine Diskussion über "Profi" und "Amateur" ist nur bei richtiger Anwendung der Begriffe (siehe Definition von DenK) möglich.

@ffm: Sofern du der interessante und gebildete Mensch bist, für den du dich offenkundig hältst (gleichwohl deine Grammatikkenntnisse diskutabel sind), würde ich mich über valide Belege für das angeblich "frappierend niedrige Niveau" in der Branche freuen.

@Pixelschubser "Es würde mich nicht wundern, wenn wir auf absehbare Zeit eine Marktsättigung erreichen würden, die zu langen Produktzyklen führt." Darauf wird es auch meiner Meinung nach hinauslaufen und der Effekt kann nur positiv sein.




Antwort von boxvalue:

Hallo pixelschubser2006,

mit welcher 50-Mbit cam bis Du unterwegs ?

Viele Grüsse



Antwort von wolfgang:



Die Zeiten, in denen man "Beruf" und "Freizeit" klar trennen konnte und eine Tätigkeit den Erwerb sicherte, sind nun wirklich vorbei. Um so mehr, wenn man in der Kreativbranche arbeitet. Im echten Leben gibt's immer mehr Grauzonen und immer mehr Multitasking zwischen verschiedenen Tätigkeiten, die teilweise bezahlt und teilweise unbezahlt sind.

Ist das so? Ich persönlich kenne niemanden aus der Branche der 2 Jobs machen muss um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Und schon gleich garnicht mit 2 verschiedenen Tätigkeiten. Und wenn Ich in meiner Freizeit Tätigkeiten nachgehe die bezahlt sind dann ist es ja auch keine Freizeit mehr. Ich sehe da keine Grauzone.

Vielleicht liegt das aber auch einfach an zu starren Denkstrukturen, in einer Welt wo es nur noch selten schwarz und weiß sondern viel öfters viele Grautöne gibt. ;)



Antwort von pixelschubser2006:

Sony HXR-NX 100. Wobei ich sendergerecht meistens 50i filme. Das bedeutet dann AVCHDAVCHD im Glossar erklärt und ca. 28 MBit

Hallo pixelschubser2006,

mit welcher 50-Mbit cam bis Du unterwegs ?

Viele Grüsse




Antwort von wolfgang:


Es gibt einige gebildete und interessante Menschen im Bereich "Film". Im Durchschnitt ist das Bildungsniveau - warum auch immer - frappierend niedrig. Und, eine Diskussion über "Profi" und "Amateur" ist nur bei richtiger Anwendung der Begriffe (siehe Definition von DenK) möglich.

Ich weiß nicht wie du das durchschnittliche Bildungsniveau in der Branche beurteilen können willst? Mit Pisa Tests hinter der Kamera? ;)

Und man sollte lieber mal seinen analytischen Verstand einschalten und sich ansehen wie es wirklich in der Branche zugeht. Und sich erst dann hinter längst fragwürdig gewordenen Definitionen verstecken die kaum mehr was mit den Markt- und Arbeitsrealitäten in der heutigen Zeit zu tun haben. Das ist traurig und erschütternd genug.



Antwort von ffm:

Wolfgang, warum persönlich werden? Das ist meine Einschätzung, du kannst das gerne anders sehen. Die Definition von Profi und Amateur habe ich mir übrigens nicht ausgedacht.



Antwort von DenK:



Ist das so? Ich persönlich kenne niemanden aus der Branche der 2 Jobs machen muss um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Und schon gleich garnicht mit 2 verschiedenen Tätigkeiten. Und wenn Ich in meiner Freizeit Tätigkeiten nachgehe die bezahlt sind dann ist es ja auch keine Freizeit mehr. Ich sehe da keine Grauzone.

Vielleicht liegt das aber auch einfach an zu starren Denkstrukturen, in einer Welt wo es nur noch selten schwarz und weiß sondern viel öfters viele Grautöne gibt. ;)

Es geht hier um eine konkrete Frage, da muss man nicht mit der abstraktheit der ganzen Welt argumentieren. Wo du da die Grauzone siehst kannst du ja gerne mal ausführen.



Antwort von Funless:

Also vom Unterhaltungswert finde ich die Diskussion interessant.

Was wäre denn eigentlich ein professioneller Amateur?

Gibt es sowas überhaupt? Und falls ja, wo trifft man diese Leute?



Antwort von Sammy D:


...

Gibt es sowas überhaupt? Und falls ja, wo trifft man diese Leute?

Dieses Forum ist vollgepackt damit! ;)



Antwort von DenK:


Also vom Unterhaltungswert finde ich die Diskussion interessant.

Was wäre denn eigentlich ein professioneller Amateur?

Gibt es sowas überhaupt? Und falls ja, wo trifft man diese Leute?

Das wäre dann wie gesagt die umgangssprachliche Definition, die etwas über die Qualität aussagt. Also quasi jemand, der auf dem Niveua eines "Profis" arbeitet, damit aber nicht seinen Lebensunterhalt verdient.
Die Unterscheidung ist hier ja auch nur notwendig, weil an die Leute, die das als Beruf ausüben, ganz andere Anforderungen gestellt werden als an diejenigen, die es als Hobby machen.
Der Druck für einen "Profi" auf 4K umzurüsten kann höher sein als für den "Amateur", und wenn der Grund nur der ist, dass die Konkurrenz es tut und die Kunden das somit erwarten.



Antwort von j.t.jefferson:

hatte gestern ne Anfrage auf 8K mit 60fps.
also aufrüsten macht schon Sinn...ist eher eine Frage welche Kunden man bedienen will.



Antwort von wolfgang:



Vielleicht liegt das aber auch einfach an zu starren Denkstrukturen, in einer Welt wo es nur noch selten schwarz und weiß sondern viel öfters viele Grautöne gibt. ;)

Es geht hier um eine konkrete Frage, da muss man nicht mit der abstraktheit der ganzen Welt argumentieren. Wo du da die Grauzone siehst kannst du ja gerne mal ausführen.

Ach geh - und du meinst es liegt an dir zu entscheiden wie Andere diese Frage sehen, interpretieren und beantworten?

Ist das nicht schon wieder ein Beispiel deiner eigenen starren Denkstruktur?



Antwort von DenK:



Es geht hier um eine konkrete Frage, da muss man nicht mit der abstraktheit der ganzen Welt argumentieren. Wo du da die Grauzone siehst kannst du ja gerne mal ausführen.

Ach geh - und du meinst es liegt an dir zu entscheiden wie Andere diese Frage sehen, interpretieren und beantworten?

Ist das nicht schon wieder ein Beispiel deiner eigenen starren Denkstruktur?

Es ging darum sich darüber klar zu werden wovon wir reden. Sieht man ja gut im Thread, als Ich zuerst davon ausging dass Darth Schneider mit dem Filmen sein Geld verdient (also "Profi" ist). Da wurde eben deutlich dass eine Definition her muss. Ich habe die offizielle genommen (die habe Ich nicht erfunden). Von dir habe Ich auch auf Nachfrage noch gar keinen Vorschlag gehört.

Es geht hier darum dass jeder weiß wovon der andere spricht. Dafür ist die Definition gut genug. Wenn du eine bessere hast dann lass sie hören.



Antwort von Frank Glencairn:

Wenn man schlau ist, kauft man gar nix, sondern leiht was man gerade für einen Job braucht, und stellt es dem Kunden mit Aufschlag in Rechnung.

...wenn da nicht diese verdammte Gear-Sucht wäre :D



Antwort von wolfgang:



Ach geh - und du meinst es liegt an dir zu entscheiden wie Andere diese Frage sehen, interpretieren und beantworten?

Ist das nicht schon wieder ein Beispiel deiner eigenen starren Denkstruktur?

Es ging darum sich darüber klar zu werden wovon wir reden. Sieht man ja gut im Thread, als Ich zuerst davon ausging dass Darth Schneider mit dem Filmen sein Geld verdient (also "Profi" ist). Da wurde eben deutlich dass eine Definition her muss. Ich habe die offizielle genommen (die habe Ich nicht erfunden). Von dir habe Ich auch auf Nachfrage noch gar keinen Vorschlag gehört.

Es geht hier darum dass jeder weiß wovon der andere spricht. Dafür ist die Definition gut genug. Wenn du eine bessere hast dann lass sie hören.

Du überlegst nicht mit. Wenn eine schwarz-weiß Definition den vielfältigen Varianten des heutigen Lebens nicht mehr gerecht werden kann, einfach weil sie keine sonderliche Hilfe mehr ist, warum sollte dann eine veränderte Definition irgend einen sinnvollen Beitrag leisten? Der Fehler ist nicht in der Definition zu suchen, sondern im Glauben dass das Schubladendenken in Definitionen hier überhaupt was bringt.

Es ist doch eher so, dass - wenn das Geschäft nicht mal soviel abwirft dass man sich mal eine halbwegs angemessene Kamera leisten kann, man tunlichst überlegen sollte ob es nicht bessere Opportunitäten für einem selbst gibt. Egal ob man sein Geschäft anders ausrichtet oder in einem anderen Markt tätig wird.

Was immer da zur eigenen Lebenssituation passt, und das sind persönlichste Entscheidungen: aber irgendwann muss man nicht nur seine Miete zahlen sondern vielleicht mal auch seine Kinder ernähren, und da hilft es einem halt eher wenig ob man meint jetzt "Profi" zu sein und sich nicht mal sinnvolles Arbeitsgerät erwirtschaften zu können. Oder ob man "Amateur" ist und damit keine hinreichende Kohle macht.

Das sind doch viel eher die wesentlichen Fragen als irgend eine Mickey-Mouse Definition.



Antwort von Peppermintpost:

ok wolfgang, also wenn ich dich richtig verstehe sagst du zusammengefasst, wenn man sich eine bessere kamera nicht leisten kann dann nutzt es auch nichts wenn man profi ist und natürlich auch anders herum wenn man als hobbyist nicht weis wohin mit seiner kohle dann kann man sich auch eine neue kamera kaufen. hab ich das so richtig verstanden? falls ja, dann hast du natürlich 100% recht, ich frage mich nur wohin diese einschätzung führen soll?

wenn ich darüber spreche ob es sinn macht eine neue kamera zu kaufen oder nicht, dann sollte ja sowieso klar sein das eine neuanschaffung die zum direkten konkurs führt nicht besonders sinnvoll ist. also zu unterstellen das man sich das neue gear auch leisten kann sollte doch die basis der diskussion sein, sonst macht das alles keinen sinn.

vorausgesetzt man kann es sich leisten, dann ist es doch nicht dumm darauf hin zu weisen, das ein profi der mit dem zeugs sein geld verdient und seine anschaffungen auch von der steuer absetzen kann andere bedürfnisse hat als ein hobbyist der das zeugs kauft weil er es halt gerne hätte.

ich verstehe das problem das du damit hast gerade nicht.



Antwort von Frank Glencairn:

Rein betriebswirtschaftlich gesehen, lohnt es sich nur eine Kamera (oder sonstwas) zu kaufen, wenn mieten für den selben Zeitraum teurer/gleich teuer wäre.

Hobbyfilmer sind sowieso raus, weil sie ja kein Geld verdienen, bei Profis gilt das oben gesagte.



Antwort von wolfgang:


ok wolfgang, also wenn ich dich richtig verstehe sagst du zusammengefasst, wenn man sich eine bessere kamera nicht leisten kann dann nutzt es auch nichts wenn man profi ist und natürlich auch anders herum wenn man als hobbyist nicht weis wohin mit seiner kohle dann kann man sich auch eine neue kamera kaufen. hab ich das so richtig verstanden? falls ja, dann hast du natürlich 100% recht, ich frage mich nur wohin diese einschätzung führen soll?

wenn ich darüber spreche ob es sinn macht eine neue kamera zu kaufen oder nicht, dann sollte ja sowieso klar sein das eine neuanschaffung die zum direkten konkurs führt nicht besonders sinnvoll ist. also zu unterstellen das man sich das neue gear auch leisten kann sollte doch die basis der diskussion sein, sonst macht das alles keinen sinn.

vorausgesetzt man kann es sich leisten, dann ist es doch nicht dumm darauf hin zu weisen, das ein profi der mit dem zeugs sein geld verdient und seine anschaffungen auch von der steuer absetzen kann andere bedürfnisse hat als ein hobbyist der das zeugs kauft weil er es halt gerne hätte.

ich verstehe das problem das du damit hast gerade nicht.

Ich habe damit kein Problem - absolut keines. Nur wurde ich persönlich nach einer Definition gefragt, obwohl ich explizit der Meinung bin dass uns Definitionen nicht weiter helfen werden.

Und das ist ja gerade mein Punkt: uns führt diese Einschätzung "Profi" oder "Amateur" eben nirgendwo hin. Einerseits ist das gar nicht die relevante Betrachtungsdimension - sondern eher ob ich in dem Geschäft drinnen sein will oder nicht. Will ich drinnen sein, dann muss sich eine Investition in eine Kamera natürlich irgendwann rechnen. Nur ob ich mich dann als Amateur oder Profi selbst sehe oder auch gesehen werde ist recht egal. Entweder fliegt das Geschäft oder es fliegt eben nicht.

Will ich nicht im Geschäft sein will und kaufe mir eine neue Kamera, sollte ich mir das halt auch leisten können - klar. Aber dann unterliege ich nicht den Überlegungen das das Gerät einen return on investment haben muss - wenn ich will stelle ich es in den Glaskasten und bewundere es lediglich. Es ist dann auch eine persönliche Konsumentscheidung.

Ob er es sich leisten kann oder nicht, ist aber bei so einem Video schon eine relevante Frage. Im Video oben wird ja die Ablehnung eines neuen Kamerakaufs auch damit argumentiert, dass man eben über einen Vergleich der Kamerakosten zu den gesamten Produktionskosten ca. 0,5% haben sollte. Mal abgesehen davon dass die unreflektierte Übernahme von so einem Benchmark auch problematisch ist (denn er ist offenbar Einzelunternehmer und vergleicht sich mit einer größeren Produktion) und man die Frage stellen kann ob diese 0,5% für sein Geschäftsmodell überhaupt erreichbar wären, ist schon die Frage zu stellen wie den sein kommerzieller Hintergrund ausschaut. Denn wenn der so traurig sein sollte, dass er sich ein neues Gerät gar nicht leisten kann ist das eine andere Situation als wenn er es sich tatsächlich nicht leisten will. Aber natürlich kann man trefflich über Hintergründe spekulieren die man nicht kennt.



Antwort von Frank Glencairn:



Sorry Wolfgang, aber das ist Quatsch.
Welche Kamera du besitzt, oder ob du überhaut eine besitzt, spielt "im Geschäft" überhaupt keine Rolle.
Interessiert niemanden, und da fragt auch keiner danach.



Antwort von MLJ:

@All
Ich kann zu diesem Thema nur sagen, man braucht keine neue Kamera. Warum ? Ich bin der Ansicht dass eine Kamera nur so gut ist wie die Person, die sie bedient. Da spielt es keine Rolle was für eine Kamera das ist oder wie alt/jung sie ist denn andere Faktoren sind entscheidend, nicht die Technik alleine. Hier im Forum tauchen immer wieder Fragen zu Kameras auf die, wenn man das Handbuch studiert hätte, nicht aufkommen würden.

Eine Person die die Kamera bedient kennt sie aus dem "FF", kennt alle Vor- und Nachteile, alle Macken auf die es zu achten gilt damit man sich vollends dem Dreh widmen kann ohne alle 2 Minuten nach dem Handbuch zu fragen. Weiterhin macht eine Person die eine Kamera bedient ausgiebige Probeaufnahmen um sich mit allen Funktionen so vertraut zu machen dass man die Kamera am Ende blind bedienen kann.

Das wurde schon Fotografen eingebläut die Kamera im Schlaf bedienen zu können um entscheidende Momente nicht zu verpassen. Ausgebildete Kameraleute kennen das, Krisengebiet, alles muss schnell gehen, da muss alles sitzen, man muss die Technik kennen und beherrschen um einmalige Momente optimal einfangen zu können.

Von daher nein, man braucht keine neue Kamera und man sollte sich nicht der Illusion hingeben dass eine neue Kamera auf einmal alles alleine macht und man nichts mehr lernen braucht. Nicht alles was neu ist, ist automatisch besser, einfach mal darüber nachdenken ;)

Cheers

Mickey



Antwort von Jalue:

Jein … Kunden stellen Anforderungen und wenn du einem TV Sender kein HD in 4:2:24:2:2 im Glossar erklärt 10 BitBit im Glossar erklärt anliefern kannst, obwohl der das von Auftragsproduzenten fordert, bist du einfach mal aus dem Rennen. Dass die frei nach Schnauze auch mal alle Fünfe gerade sein lassen stimmt zwar, aber so, bzw. damit kannst du als Selbständiger leider nicht rechnen.

Anders ist es mit den ganzen PR-Hypes, die regelmäßig produziert werden und darauf bezieht sich ja auch das Video. Ich kann mich noch an einen redaktionellen Beitrag hier erinnern, dessen Headline sinngemäß lautete: "Wird 2014 das Jahr von 4K?" Der Autor war dieser Meinung, und was war rückblickend in 2014? Nada, nix, niente, auch drei Jahre später ist 4K, zumindest in der Mainstreamproduktion, immer noch ein Exotismus und das ist eben auch ein Bestandteil der hier durchphilosophierten Amateur-/Profiunterscheidung: Die Distributionskette des Amateurs reicht von seiner Kamera bis zum eigenen UHD-Bildschirm, maximal noch bis YouTube. Im Profibereich sieht das Ganze deutlich komplexer aus und da sind ältere Geräte oftmals sogar die geeigneteren.

Völlig Recht hast du mit deiner Feststellung, dass gute Kenntnisse der Geräte einen Riesenvorteil darstellen, insbesondere bei journalistischen/dokumentarischen Produktionen, wo es auf jede Sekunde ankommt.

Noch ein Wort zu dieser Amateur-/Profidiskussion: Schon seltsam, wie blank die Nerven da liegen. Auffällig, dass vor allem Amateurfilmer dabei, sagen wir mal, emotional aufgewühlt reagieren und z.T. auch pauschal beleidigend werden ("erschreckend niedriges Bildungsniveau bei Profis/alles Ungelernte", etc.). Vielleicht gibt es Überschneidungen mit dem ganzen "Lügenpresse"-Diskurs, der durch die aktuelle Haller-Studie gerade erst aufgewärmt wurde, aber das ist nur eine persönliche Vermutung.

Ich möchte kein Öl ins Feuer gießen, vielmehr den Mitforisten nahelegen, den Kontakt zu Ausbildungsinstitutionen, bzw. größeren Unternehmen der Branche zu suchen. Fast alle bieten Gruppenbesuche oder einen Tag der offenen Tür an, da nimmt sich auch schon mal der Chefredakteur Zeit für ein Gespräch. Vielfach sind Schnupperpraktika oder Hospitanzen im Angebot, nicht zuletzt um Kritikern die Gelegenheit zu bieten, sattsam bekannte Vorurteile zu überprüfen.



Antwort von wolfgang:



Sorry Wolfgang, aber das ist Quatsch.
Welche Kamera du besitzt, oder ob du überhaut eine besitzt, spielt "im Geschäft" überhaupt keine Rolle.
Interessiert niemanden, und da fragt auch keiner danach.

Sorry, aber wenn du nicht deine Frames in Hinkelsteine kratzen willst, wirst du irgendeine Kamera brauchen. Ob du nun buy oder rent wählst, ist ja wohl eine ganz andere Entscheidung.



Antwort von DenK:



ok wolfgang, also wenn ich dich richtig verstehe sagst du zusammengefasst, wenn man sich eine bessere kamera nicht leisten kann dann nutzt es auch nichts wenn man profi ist und natürlich auch anders herum wenn man als hobbyist nicht weis wohin mit seiner kohle dann kann man sich auch eine neue kamera kaufen. hab ich das so richtig verstanden? falls ja, dann hast du natürlich 100% recht, ich frage mich nur wohin diese einschätzung führen soll?

wenn ich darüber spreche ob es sinn macht eine neue kamera zu kaufen oder nicht, dann sollte ja sowieso klar sein das eine neuanschaffung die zum direkten konkurs führt nicht besonders sinnvoll ist. also zu unterstellen das man sich das neue gear auch leisten kann sollte doch die basis der diskussion sein, sonst macht das alles keinen sinn.

vorausgesetzt man kann es sich leisten, dann ist es doch nicht dumm darauf hin zu weisen, das ein profi der mit dem zeugs sein geld verdient und seine anschaffungen auch von der steuer absetzen kann andere bedürfnisse hat als ein hobbyist der das zeugs kauft weil er es halt gerne hätte.

ich verstehe das problem das du damit hast gerade nicht.

Ich habe damit kein Problem - absolut keines. Nur wurde ich persönlich nach einer Definition gefragt, obwohl ich explizit der Meinung bin dass uns Definitionen nicht weiter helfen werden.

Und das ist ja gerade mein Punkt: uns führt diese Einschätzung "Profi" oder "Amateur" eben nirgendwo hin. Einerseits ist das gar nicht die relevante Betrachtungsdimension - sondern eher ob ich in dem Geschäft drinnen sein will oder nicht. Will ich drinnen sein, dann muss sich eine Investition in eine Kamera natürlich irgendwann rechnen. Nur ob ich mich dann als Amateur oder Profi selbst sehe oder auch gesehen werde ist recht egal. Entweder fliegt das Geschäft oder es fliegt eben nicht.

Will ich nicht im Geschäft sein will und kaufe mir eine neue Kamera, sollte ich mir das halt auch leisten können - klar. Aber dann unterliege ich nicht den Überlegungen das das Gerät einen return on investment haben muss - wenn ich will stelle ich es in den Glaskasten und bewundere es lediglich. Es ist dann auch eine persönliche Konsumentscheidung.

Ob er es sich leisten kann oder nicht, ist aber bei so einem Video schon eine relevante Frage. Im Video oben wird ja die Ablehnung eines neuen Kamerakaufs auch damit argumentiert, dass man eben über einen Vergleich der Kamerakosten zu den gesamten Produktionskosten ca. 0,5% haben sollte. Mal abgesehen davon dass die unreflektierte Übernahme von so einem Benchmark auch problematisch ist (denn er ist offenbar Einzelunternehmer und vergleicht sich mit einer größeren Produktion) und man die Frage stellen kann ob diese 0,5% für sein Geschäftsmodell überhaupt erreichbar wären, ist schon die Frage zu stellen wie den sein kommerzieller Hintergrund ausschaut. Denn wenn der so traurig sein sollte, dass er sich ein neues Gerät gar nicht leisten kann ist das eine andere Situation als wenn er es sich tatsächlich nicht leisten will. Aber natürlich kann man trefflich über Hintergründe spekulieren die man nicht kennt.

Wenn die Frage lautet "Was bringt mir 4K", dann ist es wichtig wer diese Frage stellt, Profi oder Amateur. Dem Profi könnte man sagen dass er natürlich bessere Qualität erzielen kann, sich von der Konkurrenz abheben oder zumindest State of the art produzieren kann, und zur Not demKunden 4K sogar nur als Schlagwort verkaufen kann. Dem Amateur hingegen würde man sagen dass es ausschließlich seine persönliche Entscheidung bleibt, da er technisch und qualitativ nur sich selbst genügen muss. Das ist der Unterschied wegen dem hier eine Definition her muss. Wie kommst du darauf dass das nirgendwo hin führt?

Du kannst Profi auch gerne mit "jemand der seinen Lebensunterhalt damit verdient" ersetzen wenn du möchtest. Das ändert am Rest aber nichts.



Antwort von wolfgang:

Du gehst unverändert in die gleiche schwarz oder weiß Denkfalle.

Beispiel: Es kann genauso gut sein dass jemand, der nicht von der Sache lebt, den Anspruch hat dass sein Material nicht nur ihm sondern auch anderen gefallen muss. Dazu braucht es nicht unbedingt einen zahlenden Auftraggeber sondern nur der entsprechenden Zielsetzung.

Und weil Ziele eben sehr unterschiedlich sein können und auch sind, führt eine schwarz-weiß Definition eben nirgendst hin. Einfach weil sie dafür zu eindimensional ist.



Antwort von DenK:


Du gehst unverändert in die gleiche schwarz oder weiß Denkfalle.

Beispiel: Es kann genauso gut sein dass jemand, der nicht von der Sache lebt, den Anspruch hat dass sein Material nicht nur ihm sondern auch anderen gefallen muss. Dazu braucht es nicht unbedingt einen zahlenden Auftraggeber sondern nur der entsprechenden Zielsetzung.

Und weil Ziele eben sehr unterschiedlich sein können und auch sind, führt eine schwarz-weiß Definition eben nirgendst hin. Einfach weil sie dafür zu eindimensional ist.

Ich habe genau das geschrieben. In deinem Beispiel ist es der Anspruch des Amateurs, dass es auch anderen gefallen muss (was ja eigentlich losgisch ist). Beim "Profi" ist es aber zwingend notwendig, sonst liegt nichts zu essen auf dem Tisch. Ich nehme an du siehst den Unterschied.



Antwort von mash_gh4:

Ich habe genau das geschrieben. In deinem Beispiel ist es der Anspruch des Amateurs, dass es auch anderen gefallen muss (was ja eigentlich losgisch ist). Beim "Profi" ist es aber zwingend notwendig, sonst liegt nichts zu essen auf dem Tisch. Ich nehme an du siehst den Unterschied.

der liebevolle umgang miteinander legt wohl nahe, dass hier gleich zwei dilletanten heftig am diskutieren sind.



Antwort von Peppermintpost:

ein profi setzt das geraschel was er kauft von der steuer ab, dazu muss er eine firma gründen und diese muss auch gewinn machen. ist keine gewinnabsicht zu erkennen wird das finanzamt die firma schliessen. das sind keine graustufen, so ist das gesetz und daraus ergibt sich auch eine klare abgrenzung vom profi zum hobbyisten.

wie schon oft geschrieben hat das weder mit qualität, qualifikation, zuschauerzahlen oder techspecs zu tuen.

ein profi und ein hobbyist sind einfach nicht das gleiche.

wenn sich bill gates einen 30 tonnen truck voller red und arris kauft ist er immer noch kein profi. wenn walter klabovski aus wanne-eickel eine filmproduktion gründet und mit dem iphone filmt ist er profi.

wenn du es nicht glaubst, ruf doch mal schnell beim finanzamt an.



Antwort von pixelschubser2006:

Das ist schlicht und ergreifend falsch. Die Gewinnerzielungsabsicht war schon früher nur für den Vorsteuerabzug relevant. Nun gilt komplett die Einnahmeerzielungsabsicht. Das bedeutet, daß Hobby-Musiker mit gelegentlichen Gigs problemlos ihre ganzen laufenden Kosten in ihrer Steuererklärung geltend machen können. Sollten wir uns zu eigen machen, denn für viele Filmer sieht die Leidenschaft betriebswirtschaftlich ähnlich aus.

ein profi setzt das geraschel was er kauft von der steuer ab, dazu muss er eine firma gründen und diese muss auch gewinn machen. ist keine gewinnabsicht zu erkennen wird das finanzamt die firma schliessen. das sind keine graustufen, so ist das gesetz und daraus ergibt sich auch eine klare abgrenzung vom profi zum hobbyisten.

wenn du es nicht glaubst, ruf doch mal schnell beim finanzamt an.




Antwort von TomStg:


Das ist schlicht und ergreifend falsch. Die Gewinnerzielungsabsicht war schon früher nur für den Vorsteuerabzug relevant. Nun gilt komplett die Einnahmeerzielungsabsicht.
Leider auch falsch.

Die Einnahmeerzielungsabsicht ist relevant für das Umsatzsteuergesetz, die Gewinnerzielungsabsicht gehört ins Einkommens- und Gewerbesteuerrecht.
Dh gibt es über mehrere Jahre keine Gewinne, können die Verluste steuerlich nicht mehr berücksichtigt werden. Die Unternehmereigenschaft bleibt jedoch erhalten, so lange eine erkennbare Einnahmerzielungsabsicht besteht.



Antwort von ffm:

Peppermintpost. Bitte nicht solche Halbwahrheiten verbreiten.
Zitat:"dazu muss er eine firma gründen und diese muss auch gewinn machen".
Das ist nicht richtig. Die tatsächliche Gewinnerzielung ist irrelevant.



Antwort von Peppermintpost:

ist wohl wieder nicht explizit genug ausgedrückt. in dem von dir zitierten satz sage ich direkt danach:
"ist keine gewinnabsicht zu erkennen wird das finanzamt die firma schliessen." gewinnabsicht und gewinn sind zwei verschiedene dinge. wenn du keinen gewinn machst, da hast du natürlich recht, entzieht dir das finanzamt nicht sofort die gewerbe zulassung. machst du aber wiederholt keinen gewinn wird es natürlich irgendwann schwierig eine gewinnabsicht darzustellen. das bedeutet auch wenn die beiden begriffe gewinn und gewinnabsicht nicht unmittelbar zusammen gehören ist es mittelfristig schwierig diese zu trennen.

ich bin selbst kein steuerberater und das hier ist auch keine steuerberatung meinerseits, das ist nur was ich mir immer wieder über die jahre sagen lassen musste. evtl bin ich da falsch beraten worden, da ich das aber auch von finanzbeamten so gehört und schriftlich bekommen habe bezweifele ich das ich da grundlegend falsch liege auch wenn ich gerne zugestehe das es im detail evtl noch ein klein wenig anders ist, die richtung stimmt jedenfalls.



Antwort von ffm:

Peppermintpost. Es geht um die "Absicht", das sollte nur klargestellt werden. Danke.



Antwort von Funless:


... Einnahmerzielungsabsicht ...

Einnahmeerzielungsabsicht. Was für ein geiles Wort, das lasse ich mir gerade langsam auf der Zunge zergehen. Das wird mein Lieblingswort des Monats.

Einnahmeerzielungsabsicht.



Antwort von cantsin:

Wenn Gewinnstreben den Profi vom Amateur scheidet, dann wäre u.a. Alejandro Jodorovsky ein Amateurfilmer: http://nofilmschool.com/2017/07/alejand ... ess-poetry



Antwort von ffm:

Man kann alles umdefinieren, wenn man möchte. Und dann kann man sich an der Kommunikation erfreuen.



Antwort von cantsin:

Rebooten wir doch mal die Diskussion.

In vielen Berufsfeldern gibt es harte Trennlinien zwischen Profi und Amateur, weil die Berufstätigkeit zwingend an ein Diplom (wie z.B. bei Ärzten und Juristen) bzw. eine Lizenz (wie z.B. bei Taxifahrern) geknüpft ist.

In künstlerischen und gestalterischen Berufen ist das, mit wenigen Ausnahmen (wie z.B. Architekten), nicht so. Gerade im Bereich von künstlerischen Filmproduktionen wird größtenteils unter nicht-professionellen Bedingungen (d.h. ohne professionelle Entlohnung, oft auf der Basis von eigenem oder kostenlos geliehenem Equipment) produziert. Nach diesem Maßstab wäre selbst ein Festival wie Oberhausen oder die Forum-Sektion der Berlinale zu erheblichen Teilen ein "Amateurfilmfestival". Hinzu kommen Filmemacher, die von ihrer Arbeit nicht leben können und mithilfe anderer Jobs überleben. In der Videokunst- und Experimentalfilmszene, aber auch bei vielen Kurzfilm- und Dokumentarfilmmachern ist das die Regel - und gilt selbst für Autorenfilm-Größen wie z.B. Chris Marker.

Bei keinem der o.g. Filmemacher ist das Filmen allerdings ein Hobby, sondern es ist un- oder unterbezahlter Beruf. Sie sind sowenig Amateurfilmer wie z.B. unbezahlte Privatdozenten an Universitäten Amateurwissenschaftler sind.

Gerade im Kunstbereich verschwimmt oft die Grenze zwischen Hobby un- und unterbezahltem Beruf. (Selbst zwei der größten literarischen Meisterwerke des letzten Jahrhunderts, Joyces Ulysses und Nabokovs Lolita, wurden auf Kosten der Autoren im Selbst- oder Kleinverlag publiziert.) Umgekehrt gibt es im YouTube-Zeitalter auch den klassischen Amateurfilm - wie z.B. Urlaubs- und Familienfilme - kaum noch.

Pragmatischer Vorschlag daher: mit Amateurfilm ist es wie mit Porno, von dem ein Richter mal meinte, "I know it when I see it". Heute ist Amateurfilm vor allem Forenten-Kameratests auf Vimeo. Simon Wyndham schrieb dazu alles nötige schon vor 7 Jahren: https://web.archive.org/web/20100424034 ... -porn.html



Antwort von ffm:

Es bleibt dabei. Ohne klare Definition der Begriffe artet eine Diskussion aus. Man redet bedauerlicherweise aneinander vorbei.



Antwort von cantsin:


Es bleibt dabei. Ohne klare Definition der Begriffe artet eine Diskussion aus. Man redet bedauerlicherweise aneinander vorbei.

Na, um es zu simplifizieren:
Amateurfilmer = Freizeitfilmer
Profi = Berufsfilmer

Nur gibt es da ein Problem: Wer im Jahr 2017 Arbeit und Freizeit noch klar voneinander trennen kann, dazu noch in einem kreativen Beruf, lebt in einer Spießer-Nische, die keine Zukunft hat (in den meisten Ländern dieser Welt eigentlich auch keine Gegenwart mehr).



Antwort von ffm:

Den Gedankensprung von allgemeinen Definitionen zum Spießertum kann ich nicht nachvollziehen



Antwort von cantsin:


Den Gedankensprung von allgemeinen Definitionen zum Spießertum kann ich nicht nachvollziehen

Dann kann ich Dir nicht helfen. Oder höchstens mit einer weiteren Vereinfachung: Die Gleichung "Dienst ist Dienst, und Schnaps ist Schnaps" war schon immer eine Spießer-Gleichung. Wer mit so einer Haltung im kreativen Bereich unterwegs ist, mag sich glücklich schätzen, dass er/sie damit überleben kann - aber ich würde dann schon mal zu einem vorausschauenden Berufswechsel raten.



Antwort von ffm:

Kommunikation, es bleibt schwierig



Antwort von cantsin:


Kommunikation, es bleibt schwierig

Stimmt.



Antwort von Peppermintpost:

ffm gibts auf.

profi=amateur
schwarz=weiss
oben=unten
2+3=19
am ende zählt sowieso nur die story

damit ist ja jetzt für immer alles gesagt und man kann das forum herunter fahren.

ich glaube man muss einen ganzen haufen leute hier mal auf ignore setzen damit eine sinnvolle unterhaltung über ein thema wieder möglich wird. was hier passiert ist nicht mehr kontrovers sondern nur noch rumgelulle. egal was man schreibt, es findet sich IMMER irgend einer der das gegenteil behauptet.

aber ist ja auch egal,

weil am ende zählt sowieso nur die story ;-)



Antwort von ffm:

Ich setze hier niemanden auf "ignore". Ich schätze sowohl deine Meinung als auch die von "canstin". Man darf mir auch gerne belehrend entgegentreten. Ich mag die Kommunikation auf angenehmen Niveau.



Antwort von cantsin:


ffm gibts auf.

profi=amateur
schwarz=weiss
oben=unten
2+3=19

Ist ja schön, wenn Leute noch wie früher im 20. Jahrhundert arbeiten können, als man schwarz und weiss (wie: Amateur / Profi, bezahlte / unbezahlte Arbeit) noch so einfach trennen konnte. Vielleicht geht das auch noch so gut in D, das ja als einziges Land von der Krise 2008 profitiert hat. Ich hab als Exilant in den Niederlanden eine andere Perspektive, weil 2008-2010 der große Einschnitt war, der zur teilweisen Deprofessionalisierung des Kreativsektors geführt hat. Wer heute unter 35 und im Kreativbereich unterwegs ist, hat größtenteils keine geregelte Anstellungen und stabilen Auftragslagen.

Das hiesige Finanzamt zieht als einzige Messlatte für bei der Handelskammer eingeschriebene Freiberufler, dass sie pro Jahr mindestens drei verschiedene Auftraggeber haben müssen. Theoretisch können die 330 Tage im Jahr bei McDonald's jobben und an drei Tagen im Jahr bezahlte Filmaufträge haben. Und fast niemand mehr kann von einer kreativen Spezialisierung leben. (Das behaupte ich übrigens nicht aus der freien Luft, sondern Kollegen von mir haben das empirisch untersucht und belegt: http://www.bamart.be/files/eindrapporthybridisering.pdf)

Wenn Deutschland jetzt noch die Insel der Seligen sein sollte, würde ich nicht darauf wetten, dass das noch lange so bleibt.



Antwort von ffm:

Zitat: Das hiesige Finanzamt zieht als einzige Messlatte für bei der Handelskammer eingeschriebene Freiberufler, dass sie pro Jahr mindestens drei verschiedene Auftraggeber haben müssen.

Das ist nur ein Kriterium, nicht das einzige.



Antwort von cantsin:


Zitat: Das hiesige Finanzamt zieht als einzige Messlatte für bei der Handelskammer eingeschriebene Freiberufler, dass sie pro Jahr mindestens drei verschiedene Auftraggeber haben müssen.

Das ist nur ein Kriterium, nicht das einzige.

Ich weiss ja nicht, ob Du auch in NL lebst. Aber Du musst Dich hier, um als Freiberufler tätig zu sein, in die Handelskammer als Einmann-Betrieb einschreiben und bekommst dann eine Registrierungsnummer, die auf allen Deinen Rechnungen stehen muss, neben der Steuernummer. Auftraggeber dürfen Dich nur anheuern, wenn Sie von Dir eine Kopie Deiner Handelskammer-Einschreibung erhalten haben. Bei der Einschreibung musst Du Deine Tätigkeit angeben, also z.B. Filmemacher oder Mediengestalter - und die hängt in der Tat nur an dem Kriterium der mindestens drei Aufträge pro Jahr. Einzige Ausnahmen sind Berufe wie z.B. Architekt, die aus Gründen wie Bausicherheit bestimmte Diplome (hier: Master, mit abgelegten Bauprüfungen) zwingend voraussetzen. Auf Basis dieser Einschreibungsdaten werden auch nationale Berufsstatistiken generiert. (Darunter z.B. die, dass das Durchschnitts-Nettoeinkommen von Berufsfotografen nach 2010 auf unter 1500 Euro gesunken ist.)

Wie gesagt, dieses System gibt keinen Aufschluss mehr darüber, ob jemand von seiner Arbeit lebt oder nicht und mit welchem Mix von Einkünften man sich über Wasser hält.

Es gibt zu dem ganzen Komplex ja auch einschlägige politische Theorie über das sogenannte "Prekariat". Was der Wikipedia-Artikel zum Thema "prekäre Arbeit" schreibt, beschreibt eben genau diese Grauzone der Erwerbsarbeit: "Beschäftigungsverhältnisse werden beim Statistischen Bundesamt als prekär bezeichnet, wenn sie nicht geeignet sind, auf Dauer den Lebensunterhalt einer Person sicherzustellen oder deren soziale Sicherung zu gewährleisten". So, ist nun ein Kreativer, der prekäre (und darunter auch oft unbezahlte) Arbeit leistet, Profi, Semi-Profi oder Amateur?

Ich finde es ja richtig niedlich, wenn Leute von diesen Realitäten noch nie gehört haben.



Antwort von ffm:

Findest du das niedlich?



Antwort von ffm:

Dein Interesse ist persönlich?



Antwort von mash_gh4:


Findest du das niedlich?

ich muss zugeben, dass vieles von dem, was cantsin hier beschreibt, deutlich mehr einsicht und realistisches bewusstsein im bezug auf die ganz realen überlebensnöte kreativ schaffender erkennen lässt als man es sonst hier ständig vorgegaukelt bekommt. jedenfalls decken sich seine einschätzungen und beobachtungen im wesentlichen auch mit meiner wahrnehmung der betreffenden realität.



Antwort von ZacFilm:

Ich finde es schön, das auch mal jemand die Umstände außerhalb Deutschlands beschreibt. Manche hier scheinen zu denken, sie müssten mindestens 5000 Netto im Monat verdienen, weil sie ja sooooo hart filmen...



Antwort von wolfgang:


ich glaube man muss einen ganzen haufen leute hier mal auf ignore setzen damit eine sinnvolle unterhaltung über ein thema wieder möglich wird. was hier passiert ist nicht mehr kontrovers sondern nur noch rumgelulle. egal was man schreibt, es findet sich IMMER irgend einer der das gegenteil behauptet.
Was erwartest dir bei einem Wald- und Wiesenthema wie dem hier? Was soll denn dabei raus kommen, wenn man die sinnleere Frage stellt ob man eine neue Kamera braucht?

Zu unterschiedlich sind die Hintergründe, zu verschieden die Sichtweisen, zu kurz greifend die glauben mit Definitionen alles erschlagen zu können.

Ist halt ein heißer Sommer heuer.



Antwort von TomStg:

Was erwartest dir bei einem Wald- und Wiesenthema wie dem hier? Was soll denn dabei raus kommen, wenn man die sinnleere Frage stellt ob man eine neue Kamera braucht?
+1!
Solche Themenstellungen sind hier immer öfters das Problem. Gilt genauso für die philosophischen Ergüsse und vermeintlichen Weisheiten selbsternannter Experten. Dabei erst mitzumachen und sich dann darüber zu beschweren, dass es unterschiedliche Sichtweisen gibt, ist ziemlich selbstgefällig - entspricht damit aber auch voll und ganz dem Selbstverständnis diverser Foristen hier.



Antwort von Darth Schneider:

An Wolfgang und andere.
Zuerst mal, ich bin kein selbst ernannter Experte.
Meiner Meinung nach gibt es fast keine blöden Fragen, nür blöde Antworten.
Also Sinnlehr finde ich das Thema zudem nicht. Zumal war die ganze Frage die lautete: Warum braucht man eine neue Kamera ( oder nicht ? )
Es geht doch nur darum das der eine oder andere Vieleicht nochmal über den ehrlichen persönlichen Nutzen nachdenkt, bevor er gleich eine neue teure Kamera kauft, die er Vieleicht ja gar nicht wirklich braucht ?! Kaufen denn nicht die meisten Leute die es sich leisten können manchmal unnötiges Zeug ?
Der junge Mann im Video hat einfach seine Meinung ins Internet gestellt. Sehr wahrscheinlich nicht in der Erwartung das alle seiner Meinung sein werden. Ich mag jetzt halt seine Meinung, respektiere aber auch andere Meinungen und lerne daraus. Sinnlehr finde ich höchstens wenn man andere Meinungen verurteilt.
Diese Diskussion über Amateure und Profis ist für mich auch nicht gerade Sinnvoll. Da es so viele Meinungen darüber wie Leute gibt. Recht haben doch eigentlich alle, nur die Standpunkte der Leute sind halt verschieden.
Der Anzahl an Kommentaren und die relativ lange Dauer der, nicht uninteressanten Diskussion, beweist doch irgendwo auch das viele Leute meine etwas naive, Vieleicht dumme Frage scheinbar doch desto Trotz schon in irgend einer Form beschäftigt, oder Vieleicht sogar interessant finden.
Gruss Boris



Antwort von wolfgang:


Der Anzahl an Kommentaren und die relativ lange Dauer der, nicht uninteressanten Diskussion, beweist doch irgendwo auch das viele Leute meine etwas naive, Vieleicht dumme Frage scheinbar doch desto Trotz schon in irgend einer Form beschäftigt, oder Vieleicht sogar interessant finden.
Gruss Boris

Oder es beweist das der Sommer heiß ist und man die Zeit auch so todschlagen kann?

Du solltest dich auf jeden Fall nicht persönlich angegriffen fühlen, bei so einem Wald- und Wiesenthema. Das bringt es einfach nicht.



Antwort von Jan:

@ Darth - das Problem ist doch immer, ob man Anspruch hat oder nicht. Ich kenne sehr viele User, die meinen, Handybilder haben eine gute Qualität. Für mich sind das nur Notfallbilder, der starke Detailverlust (Matsch, überschärft, Holz sieht von der Oberfläche gleich aus wie Watte) und das Rauschen bei höheren ISO Zahlen ist für jeden halbwegs professionellen User sofort sichtbar. Wenn ich natürlich keine bessere Kamera, ich meine Modelle ab einem Zoll kenne, sehe ich das natürlich auch nicht. Wenn ich meine, dass ein 1,4 Liter Auto mit 100 PS schnell ist und noch nie mit einem 3.0er gefahren bin, liegt es halt leider an zu wenig Erfahrung meinerseits. Diese Vergleiche Billig gegen Teuer sind meist Quark, weil man sehr wohl deutliche Unterschiede sehen kann, wenn man Niveau kennt. Klar kann man auch mit schlechtem Material je nach Situation etwas Gutes rausholen, es gibt aber leider Situationen, wo selbst der beste Profi keine Chance hat, gute Bilder zu erstellen, wenn die jeweilige Kamera dort massive Schwächen hat.

VG
Jan




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