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PAL/SD deinterlacen



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Frage von MatzeXXX:


Hallo alle miteinander,

ein etwas arg oldschooliges Thema, aber interessiert vielleicht doch den einen oder anderen ; )

Ich bin gerade dabei, altes PAL/SD-Videomaterial halbwegs intelligent zu deinterlacen (um danach damit in Premiere zu arbeiten). Damit schließen sich AfterEffects oder Premiere schon einmal komplett aus (oder?). Der Yadif-Algorithmus scheint ganz gut zu sein (ich weiß, dass es noch bessere geben soll, z.B. QTGMC).

Nun habe ich lange herumprobiert, was da der beste Workflow ist und dabei die interessante Entdeckung gemacht, dass man mit dem Cedocida-DV-Codec (Version 0.2.3) in VirtualDub DV-Dateien mit 50fps (sic!) erzeugen kann, was ja überhaupt nicht der Spezifikation zu entsprechen scheint und man auch in anderen Anwendungen nicht machen kann (mit Avidemux geht es z.B. nicht; mit dem Hinweis, dass nur 25fps und 29,97fps unterstützt werden). Damit's mit der DatenrateDatenrate im Glossar erklärt auch stimmt, habe ich die DVCPRO50-Variante vom Cedocida-Codec ausgewählt, und das Ergebnis wirkt ordentlich. Und wird vor allem von Premiere anstandslos geschluckt (eventuell nur, da der Cedocida-Codec auf dem selben Computer installiert ist).

Wenn jemand einen Hinweis hat, wie man's anders/besser machen kann, würde ich mich freuen!



Antwort von dienstag_01:

Also, man kann schon auch interlaced Material in Premiere und AE verarbeiten.



Antwort von MatzeXXX:


Also, man kann schon auch interlaced Material in Premiere und AE verarbeiten.

Natürlich kann man das : ) Aber wenn das Resultat im Netz landen soll, und somit deinterlaced, dann muss man sich was einfallen lassen. Die Deinterlacing-Optionen in Premiere sind nicht brauchbar.





Antwort von Jott:

Was wundert dich an 50p? Nur bei dieser FramerateFramerate im Glossar erklärt bleiben logischerweise die 50 Bildphasen pro Sekunde von Interlaced-Materual erhalten. Durchaus erstrebenswert.

Gewandelt zu 25p geht die Bewegungsauflösung kaputt/wird halbiert. Ist allerdings meistens der Fall, weil es kaum jemanden juckt.

Und ja, natürlich kann man Interlaced-Material in allen NLEs verarbeiten.

Nix old school bei Broadcastern, normaler Standard. InterlacedInterlaced im Glossar erklärt (50i) gedreht, interlaced geschnitten. Auf Adobe, Avid, Apple, ganz normal. Meistens wird auch interlaced gesendet. Nur die ÖR wandeln zum Senden am Ende der Kette zu 50p - das, was auch du planst.



Antwort von prime:

Es wundert ihn nur das er eine 50p 'DV' Datei generieren kann, etwas was im Standard nicht vorgesehen ist.

@Matze: Ich würde das Material auch vor Premiere/AE deinterlacen.. es sei denn die deinterlacer in diesen Programmer sind inzwischen brauchbar geworden. Ich würde u.U. eine 'herkömmliche' Codec/Container Paarung verwenden wenn du das Material mal wo anders bearbeitet willst.. sofern nicht, deine Kombo ist zwar nicht spec-konform aber solange es funktioniert ;-)



Antwort von Jott:

Ist doch dann kein Standard mehr, nur noch eine Datei. Die wird dann wohl auch eher nicht mehr den völlig gestrigen DV-Codec haben.
Natürlich kann DV per se kein 50p, aber das interessiert doch nicht.



Antwort von MatzeXXX:


Es wundert ihn nur das er eine 50p 'DV' Datei generieren kann, etwas was im Standard nicht vorgesehen ist.

@Matze: Ich würde das Material auch vor Premiere/AE deinterlacen.. es sei denn die deinterlacer in diesen Programmer sind inzwischen brauchbar geworden.

Genau, die 50 Vollbilder sollten im DV-Codec eigentlich nicht möglich sein. Aber VirtualDub kann sie erzeugen, und Premiere scheint sie zu schlucken. Ich fand das erwähnenswert ; )

Ich hatte mir diesbezüglich Handbrake, Avidemux und VirtualDub angeschaut, und nur in letzterem kam ich voran. Großer Nachteil: es dauert SEHR lange, da VirtualDub/Cedocida meine Computerressourcen suboptimal nutzt. CPU-Auslastung ist bei 12% und das Transkodieren passiert leider nur in ungefähr Echtzeit : (



Antwort von prime:

Aufteilen - 4-5 Dateien gleichzeitig wandeln ;-)



Antwort von MatzeXXX:


Aufteilen - 4-5 Dateien gleichzeitig wandeln ;-)

Guter Hinweis! : ) Zwar nicht das Aufteilen direkt, aber ich kann ihm ja wirklich bis zu 8 Videos gleichzeitig geben und machen lassen. Merci!



Antwort von dienstag_01:

Ich würde normal in Premiere bearbeiten, exportieren (interlaced, Qualität so hoch wie möglich)) und dann extern wandeln. Und dafür würde ich 25p nehmen, finde ich persönlich immer besser. Wenn aber 50p unbedingt gewollt ist, würde ich erstmal testen, wie Youtube (oder was es werden soll) damit umgeht, ob das überhaupt genommen wird. Und ich würde nicht den DV CodecCodec im Glossar erklärt nehmen.



Antwort von Jörg:

Die Deinterlacing-Optionen in Premiere sind nicht brauchbar.

warum sagt mir das keiner...? ich nutze das seit 20 Jahren, ich Dussel.



Antwort von dienstag_01:


Die Deinterlacing-Optionen in Premiere sind nicht brauchbar.

warum sagt mir das keiner...? ich nutze das seit 20 Jahren, ich Dussel.

Naja, für deine Zwecke wirds reichen.

Sorry ;)



Antwort von Jörg:

na, das hoffe ich doch.



Antwort von beiti:

Deinterlacing nach 25p ist was ganz Anderes als Deinterlacing nach 50p.

Bei Ersterem kann nicht so viel schiefgehen, selbst wenn man keine "smarte" Methode verwendet. Schlimmstenfalls verliert man halt etwas vertikale Auflösung - was den Zuschauern mangels Direktvergleich aber nicht auffällt.

Letzteres, also 50p als Ziel, ist schwieriger. Viele Schnittprogramme können es nur unzureichend und produzieren dann ein "Bobbing" (hüpfende/flimmernde horizontale Linien - besonders deutlich an Titelschriften zu sehen).
Ich habe bisher mit Yadif die besten Ergebnisse erzielt - jedenfalls weit besser als die Wandlung der gängigen Schnittprogramme. Perfekt ist Yadif aber auch nicht; es ist immer ein bischen Glückssache, ob Bewegungen und fixe Elemente richtig erkannt und verarbeitet werden. Mit komplett stillstehenden Details (Titel-Einblendungen, feine horizontale Linien bei Stativ-Kamera etc.) funktioniert es gut, aber in leicht bewegten Strukturen kann gelegentlich noch ein leichtes Bobbing bleiben.

Ich habe es bisher nur mit HD-Material näher ausgetestet. Ob die Fehler mit SD-Material stärker oder schwächer ausfallen, bin ich nicht sicher.
Vor ein paar Jahren habe ich mal ein VHS-Video digitalisiert und auf 1080/50p gebracht, damit es per Beamer vorgeführt werden konnte. Damals kannte ich Yadif noch nicht und habe die Wandlung einfach in Edius vorgenommen. Das sah zumindest nicht allzu schlimm aus. Kann aber auch daran gelegen haben, dass es ein reines Handkamera-Video war, auf dem Bobbing prinzipbedingt nicht so stark stört; zudem war die Qualität (2. analoge Kopiergeneration des Originals) insgesamt so, dass es "darauf auch nicht mehr ankam". An einem hochwertig produzierten Analogvideo, das evtl. auch noch mit Stativ gefilmt wurde, könnte das Bobbing mehr stören.

PS: Wenn eine entsprechende Wiedergabemöglichkeit besteht (z. B. YouTube) würde ich trotz der Erschwernisse auf jeden Fall nach 50p deinterlacen, nicht nach 25p. Denn 50p ist einfach näher am Look des Originals.



Antwort von Jott:

Bei SD ist es problematischer.

Wegen Web: was macht eigentlich YouTube, wenn man 50i-Material hochlädt? Nie gemacht. Aber da man nur selten Videos mit verräterischen Artefakten sieht, haben die wohl einen guten Algorithmus am Start. Wenn‘s so ist, einfach gemütlich interlaced produzieren, mastern und genau so rauf damit. Vorher natürlich mal mit einem Minütchen Originalmaterial ausprobieren.



Antwort von beiti:

was macht eigentlich YouTube, wenn man 50i-Material hochlädt? Die machen 25p draus. Nichts Besonderes.



Antwort von Jott:

25p ist ja ok für Web. Wenn das De-Interlacing optisch gut klappt, auch bei SD, prima.

Wobei SD im Web wirklich grausame Soße ist. Völlig aus der Zeit gefallen, geradezu erschreckend. SD interlaced fühlt sich nur im Biotop DVD-Player+Fernseher wohl, da sind‘s die Leute gewohnt.



Antwort von beiti:

Noch ein Hinweis: Wenn man Videos auf YouTube in 50p zeigen will, muss man sie mindestens auf 1280 x 720 hochrechnen. Kleinere Auflösungen reduziert YouTube immer noch auf 25p.



Antwort von beiti:

Nachdem ich auf der Festplatte noch ein digitalisiertes VHS-Video aus den späten 1980ern gefunden habe (von einem Bekannten aufgenommen), habe ich mal testweise ein kleines Stück davon in 25p und 50p auf YouTube hochgeladen. Da kann man vielleicht beurteilen, ob sich der Mehraufwand für 50p lohnt. (Die sonstige Bildqualität ist natürlich bescheiden.)

Bitte in HD anschauen. Sonst zeigt YouTube beide in 25p.

https://youtu.be/gDmt2ixWXKI

https://youtu.be/Xf0JDy6xQaU




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